- Effiziente und sichere Sicht auf den Bestand
- Wie die Drohnentechnologie die Bestandsmessung verändert
Wo früher Messausrüstung und Personal benötigt wurden, genügt heute ein fünfzehnminütiger Drohnenflug. Bei INEOS Inovyn in Lillo wird seit einem Jahr die Kartierung des Salzvorrats mit Drohnentechnologie durchgeführt. "Während es früher Stunden dauerte, unseren Salzvorrat zu schätzen, haben wir jetzt eine genaue Messung in weniger als fünfzehn Minuten", sagt Matthias Van Biervliet, Leiter des Logistikteams bei INEOS Inovyn.
Der Wechsel zu Drohnenmessungen war eine innovative, aber auch gut durchdachte Wahl. Drohnen können große Gebiete, wie Salzberge, schnell und effizient kartieren. Die Salzberge auf dem INEOS Inovyn-Gelände sind dafür ideal. "Wir vermeiden auch das Risiko von Stürzen und Einstürzen. Das passt perfekt zu unserer Sicherheitspolitik", fügt Van Biervliet hinzu. "Wir kontrollieren alle zwei Wochen unseren Bestand."
Die Drohne ist mit einem fortschrittlichen Sensor ausgestattet, der hochpräzise 3D-Modelle des Salzvorrats erstellt und so präzise Bestandsberechnungen ermöglicht. "Das erhöht auch die Zuverlässigkeit unserer Bestandszahlen. Wir tun das nicht, um neue Technologien zu präsentieren", schließt Van Biervliet. "Wir machen das, weil es funktioniert."
Diese Technologie stammt von Dronecheck, einem in Antwerpen ansässigen Inspektionsunternehmen, das seit 2017 im Industrie- und Schifffahrtssektor tätig ist. Gründer Filip Schepens war einer der ersten Drohnenpiloten in Belgien. Für die Messungen bei INEOS Inovyn verwendet Dronecheck einen DJI M350 mit L2 LiDAR. Diese Drohne hält leichten Nieseln stand, sodass die Bestände auch bei schlechtem Wetter überprüft werden können.
Das Salz wird per Schiff zu INEOS Inovyn geliefert und ist ein wesentlicher Rohstoff in der Produktion. Durch Elektrolyse wird Natriumchlorid (Salz) in Chlor, Natronsäure und Wasserstoff umgewandelt. Chlor wiederum ist ein Basisprodukt für zahlreiche Anwendungen, von der Kunststoffproduktion bis zur Wasserreinigung.