Skip to main content
DE

Unternehmen verwenden Chlor in kurzen Lieferketten wieder.

INEO25-009 Week van korte keten_V5_1.jpg
  • Das von INEOS Inovyn im PVC-Produktionsprozess verwendete Chlor wird nicht nur einmal, sondern zweimal verwendet: von INEOS Inovyn und von BASF.
  • Ein gutes Beispiel dafür, wie kurze Ketten zu einer nachhaltigen Branche beitragen.

Bei INEOS Inovyn in Lillo wird Salz durch eine Membranelektrolyse durchgeführt. Neben Wasserstoff und Natriumhydroxid produziert dies auch Chlor. Eine Pipeline bringt Chlor zum anderen INEOS-Inovyn-Standort in Zandvliet – etwa 4 km entfernt. Dort wird das Chlor zu Chlorgas verdampft und dann per Pipeline zum BASF am selben Standort geleitet. BASF verwendet das Chlorgas bei der Herstellung von MDI, einem wesentlichen Bestandteil für Polyurethan.

Was diese Zusammenarbeit besonders macht, ist, dass das Chlor nicht nur einmal verwendet wird. Nach der Erstverarbeitung bei BASF werden 85 % des Chlorgases zurück an INEOS Inovyn in Zandvliet geleitet. Dort dient es dann als Rohstoff für die Herstellung von Dichlorethan (DCE), das wiederum per Lastkähn zu INEOS Inovyn nach Jemeppe zur Herstellung von PVC transportiert wird.

Durch die doppelte Verwendung des Chlors wird der Bedarf an neuen Rohstoffen reduziert und der ökologische Fußabdruck reduziert. Ein gutes Beispiel für industrielle Symbiose, Zirkularität und die kurze Kette. Schließlich handelt es sich um drei Unternehmen, die nahe beieinander liegen und durch Pipelines miteinander verbunden sind. Die Bildung von Clustern in der chemischen Industrie stellt sicher, dass Unternehmen gleichzeitig Lieferanten und Kunden füreinander sein können.

Der Transport zum INEOS-Inovyn-Standort in Jemeppe erfolgt anschließend per Wasser. Dort wird PVC hergestellt, das man in Fenster- und Türprofilen findet, aber auch in Windturbinenblättern, Vinylplatten und medizinischen Anwendungen wie Blutbeuteln und Baxters.