Unterirdische Stromleitung
In Deutschland umfasst das Wahle-Mecklar-Projekt den Bau einer Hochspannungsleitung von 380 kV mit einer Gesamtlänge von etwa 230 km, um Windparks im Norden mit dem Süden des Landes zu verbinden. 30 km dieser Strecke werden aufgrund regulatorischer Probleme unterirdisch verlaufen.
(lies weiter unter dem Bild)
Um diese komplexen und äußerst teuren Hochspannungskabel zu schützen, werden sie in Rohren verlegt. Der Rohrhersteller Egeplast benötigte eine neue Art von HDPE, die die strengen Qualitätsanforderungen des Stromübertragungsnetzbetreibers TenneT erfüllte. Zu diesem Zweck wandte man sich an INEOS O&P Europe. "Hochspannungskabel geben Wärme ab (im Durchschnitt 70 °C, mit kurzen Spitzen von 95 °C), daher müssen HDPE-Rohre diesen hohen Temperaturen mindestens 50 Jahre standhalten. Sie müssen außerdem gute mechanische Eigenschaften besitzen, um alternative Installationstechniken wie horizontales Bohren in Betracht ziehen zu können und so die Umweltbelastung zu begrenzen", erklärt Gaëlle Pannier, Technischer Service und Entwicklung, Rohr- und Fittinganwendungen bei INEOS O&P Neder-Over-Heembeek.
HDPE: Beste der Klasse
INEOS hatte sich zum Ziel, ein neues HDPE mit einer einzigartigen Kombination von Eigenschaften zu entwickeln, um diese Qualitätsstandards zu erfüllen. "Wir haben zwei sehr hochwertige HDPEs entwickelt. Das erste ist für die innere Schicht natürlich gefärbt, was die Inspektion erleichtert, und das zweite ist ein schwarzes, UV-beständiges HDPE für die äußere Schicht. Diese Rohre werden oft mehrere Monate draußen gelagert, bevor sie unterirdisch installiert werden", sagt Gaëlle Pannier.
Diese beiden neuen HDPE-Qualitäten wurden von Egeplast verwendet, um Rohre herzustellen, die den Anforderungen von TenneT und dem Installateur entsprechen, sowohl stark und flexibel genug, um den anspruchsvollsten Installationen standzuhalten, aber auch hohen Temperaturen mindestens 50 Jahre standzuhalten.
"Dieses Projekt beweist erneut, dass Kunststoffe für nachhaltige Anwendungen verwendet werden können, wie zum Beispiel für den Übergang zu grüner Energie. In ganz Europa wurden viele Projekte zur Erweiterung erneuerbarer Energieübertragungsnetze, wie das Wahle-Mecklar-Projekt, für die nächsten zehn Jahre angekündigt, sodass die Nachfrage nach diesem hochwertigen Material diesem Trend folgen und steigen sollte", schließt sie.