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Schweden schafft ein Klima der Veränderung

Schweden schafft ein Klima der Veränderung
Issue 15 2019

SCHWEDEN ist dank einiger weltweit führender Chemiekonzernen zu einem Hoffnungsträger für eine bessere, sauberere und effizienter Welt geworden.

Unter diesen Unternehmen, die aktuell an Sustainable Chemistry 2030 beteiligt sind, ist auch INEOS Sverige AB.

Seit 2010 konzentrieren sich die fünf Unternehmen in Stenungsund unbemerkt auf vermehrtes Recycling von Kunststoff und die Verwendung dieses Werkstoffs bei der Produktion anstelle von Erdöl und Erdgas.

„Uns ist es wichtig, den vollen Wert von Kunststoffen auszuschöpfen“, betont Elin Hermansson, Projektleiterin von Sustainable Chemistry 2030.

Chemieunternehmen arbeiten mit Akademiker/innen, Politiker/innen und Wissenschaftler/innen zusammen, um zu ermitteln, wie sie Abfall am besten als Rohstoff verwenden – und ihre Abhängigkeit von den Erdöl- und Erdgasreserven beenden können. Eine große Hilfe ist hierbei ein vermehrtes Kunststoffrecycling.

Zudem hat die Gruppe auch ein Konzept entwickelt, mit dem recycelte Kunststoffe in neue Rohstoffe und Produkte umgewandelt werden können.

„Durch dieses Konzept könnte der Kreislauf geschlossen werden und 100 Prozent der Kunststoffe würden recycelt“, so Hermansson. „Diesbezügliche Vorstudien haben zudem gezeigt, dass enorme Mengen an CO2-Emissionen eingespart werden könnten.“

Darüber hinaus laufen derzeit Projekte rund um Energieeffizienz innerhalb des Chemie-Clusters.

Eine Standortanalyse, durchgeführt von der technischen Hochschule Chalmers und finanziert von der schwedischen Energieagentur, ergab, dass ein hohes Einsparungspotenzial besteht. So könnten die CO2-Emissionen unter Einbezug aller fünf Unternehmen um insgesamt 10 Prozent gesenkt werden. Auch in Folgeprojekten hat sich gezeigt, dass dies möglich ist.

„Das Chemie-Cluster deckt in Stenungsund bereits mehr als 97 Prozent der Nachfrage nach Fernwärme“, erklärt Elin. „Und trotzdem werden enorme Mengen an überschüssiger Wärme verschwendet.“

Eine Lösung könnte darin bestehen, eine 30-km lange Pipeline zu bauen, um die Bewohner/innen Göteborgs mit Fernwärme zu versorgen.

„All das sind große Herausforderungen, aber wir möchten unseren Beitrag zu einer Gesellschaft leisten, in der erneuerbare Energien für die Entwicklung nachhaltigerer Produkte verwendet werden“, so Hermansson abschließend.