INEOS bezeichnet es als eine ,,Wiedergeburt” für Grangemouth. Wieimmer man es nennen will, es ist eine erstaunliche Wende für einen Standort, dem noch vor drei Jahren das Ende drohte. Doch INEOS möchte, dass auch andere profitieren
DER riesige Gasspeicher und das beeindruckende neue Bürogebäude in Grangemouth sind zu Symbolen der Hoffnung geworden.
Der Tank – vermutlich der größte seiner Art in Europa – enthält aus Schiefer gewonnenes Ethan aus den USA, welches einen INEOS-Standort, der noch vor drei Jahren kurz vor dem kompletten Ende stand, neu belebt.
In dem neuen Bürogebäude sind die vielen Beschäftigten, die an diesem Standort tätig sind, jetzt erstmals alle unter einem Dach vereint.
Doch es öffnen sich auch andere Türen.
„Grangemouth sieht einer rosigen Zukunft entgegen“, so Julie Brown, Senior Director of Life and Chemical Sciences bei Scottish Enterprise, das mit INEOS gemeinsam nach neuen Unternehmen sucht, die ein Interesse haben, sich an diesem Standort anzusiedeln. „Andere Unternehmen scharen sich um INEOS herum.“
Erfolg scheint also nicht nur Erfolg zu zeitigen. Er zeitigt auch Zuversicht.
John McNally ist CEO von INEOS O&P UK.
„Wir wollen aus Grangemouth den Ort für die verarbeitende Industrie machen“, so John McNally. „Der Standort hat das Potenzial, als Basis für neue Produktionsunternehmen zu dienen, die unsere Infrastruktur und Einrichtungen von Weltklasse nutzen und mit den Besten der Welt mithalten können.“
Das amerikanische Roosevelt Institute ist überzeugt, dass die Gesundheit einer Nation von der Stärke seiner verarbeitenden Industrie abhängt.
„Eine meiner großen Sorgen bezüglich der britischen Wirtschaft ist der Zusammenbruch der verarbeitenden Industrie, die einst ihr Rückgrat bildete“, erklärte INEOS-Vorstandsvorsitzender Jim Ratcliffe. „Die Rettung von Grangemouth ist ein Schritt, um diesen Niedergang aufzuhalten. Doch das Schiefergas hat auch das Potenzial, diesen Niedergang umzukehren.“
Um seine Rolle als treibende Kraft für die verarbeitende Industrie im Vereinigten Königreich hervorzuheben, nahm INEOS Shale im Oktober 2016 an der dreitägigen Konferenz der konservativen Partei in Birmingham teil um direkt mit Aktivisten und Mitgliedern der Partei über die Vorteile, die sich für die verarbeitende Industrie aus einer sicheren und gut regulierten Onshore-Schiefergasindustrie in England ergeben würden, zu sprechen.
„Wir wissen, dass eine sichere und verantwortungsvolle Schiefergasproduktion möglich ist, und wir haben gesehen, wie sie Gemeinden in Amerika zum Positiven verändert hat“, so Gary Haywood, CEO INEOS Shale. „Sie könnte hier im Vereinigten Königreich Tausende von Arbeitsplätzen schaffen und der Nation erhebliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorteile bringen.“
Zwischenzeitlich beabsichtigt INEOS, Teile seines Standortes Grangemouth – wo Schiefergas nun zur Realität geworden ist – auch anderen Industrien zu öffnen, die ein Interesse haben, das dortige Angebot an Energie, Dampf, Logistik und anderen möglichen Dienstleistungen zu nutzen.
„Unsere Vision für die Zukunft ist ein revitalisierter Chemie-Standort in Grangemouth und ein ,place-to-be’ für neue Investitionen, Schaffung neuer Arbeitsplätze und Versorgung Schottlands mit wichtigen Rohmaterialien, die Voraussetzung für den verarbeitenden Sektor sind“, erklärte John McNally.
INEOS stellte vor kurzem ein vierstöckiges Bürogebäude fertig, in dem nun erstmals seit dem Erwerb des Standortes von BP im Jahr 2005 alle 450 Beschäftigte von INEOS O&P vereint sind.
Das neue Gebäude ist jedoch nur ein Element der innovativen Neugestaltung von Grangemouth. Alte Anlagen und leerstehende Gebäude werden abgerissen, um die Flächen anderen Unternehmen für die Nutzung freizugeben.