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Super investition

Super investition
Issue 7 2014

Schiefergas treibt die Investitionen in den USA an und reißt nicht ab. Laut Amerikanischem Chemie-Verband ACC überschreiten die mit Schiefergas verbundenen Investitionen in den USA 100 Milliarden USD. INEOS gehört zu denen, die investieren.

INEOS hat einen der größten Ethankracker weltweit gebaut, um das preisgünstige Schiefergas in den USA zu nutzen.

INEOS hat 115 Millionen USD in einen neuen Hochofen auf dem texanischen Chocolate Bayou-Industriegelände mit einer Fläche von etwa 970 Hektar investiert, um preisgünstiges Ethylen herzustellen, das von der Industrie bei der Produktion von Seifen, Lacken, Kleidung, Kunststoffflaschen und Kosmetik eingesetzt wird.

„Das bedeutet nun, dass wir nicht jedes Mal, wenn wir einen der anderen sechs Hochöfen zu Reinigungszwecken herunterfahren müssen, Kapazitäten einbü.en“, so Dennis Seith, CEO von INEOS Olefins & Polymers USA. „Dies wiederum verbessert unsere gesamte Zuverlässigkeit.“

INEOS betreibt jetzt den zweitgrößten Ethylenstandort in den USA, den fünftgrößten weltweit. Dank der modernsten Technik ist der neue Hochofen nicht so umweltschädlich.

„Es entstehen weniger Emissionen pro Tonne bei der Ethylenproduktion. Damit wird die bestmögliche Industrietechnik für Emissionskontrollen in der Industrie heute eingesetzt“, so Dennis.

INEOS begann mit der Planung des Hochofens Mitte 2011. Der Bau wurde im April dieses Jahres, 28 Monate nachdem der erste Bauvertrag mit KBR unterzeichnet worden war, aufgenommen.

Das Projekt verschlang mehr als 564.000 Arbeitsstunden der Bauarbeiter/innen, das entspricht 60 Jahren. In dieser Zeit wurden fast 13 Kilometer Rohre und 42 Kilometer elektrischer Strom- und Gerätekabel verlegt.

„Es war ein hervorragendes Ergebnis und eines, das sicher umgesetzt werden konnte“, so Dennis. „Damit ist die Zukunft unseres Standortes für die nächste Generation gesichert.“

Laut Amerikanischem Chemieverband ACC übersteigen die mit Schiefergas verbundenen Investitionen jetzt 100 Milliarden USD.

Im Februar dieses Jahres waren 148 Projekte einschließlich neuer Fabriken, Erweiterungs- und Prozessänderungen angekündigt worden.

„Dies ist ein historischer Meilenstein für die US-Chemie und ein Beweis dafür, dass Schiefergas eine starke Triebkraft für das Wachstum der Industrieproduktion ist“, so der ACC-Präsident und Vorstandsvorsitzender Cal Dooley. „Durch den Schiefergasboom sind die USA der attraktivste Investitionsstandort weltweit für Investitionen in der Chemie- und Kunststoffbranche geworden. Damit ist die Wettbewerbsfähigkeit unglaublich gestiegen.“

Der neue Hochofen von INEOS wird dafür sorgen, dass jedes Jahr 55 Millionen USD zusätzlich an Gewinn generiert werden können.

„Dies gehört alles zu unseren Plänen, die Kapazität zu steigern, um aus US-Schiefergas gewonnenes Ethan nutzen zu können und entspricht unserer langfristigen Strategie, Kostenregression zu erzielen und unsere Fähigkeit, preisgünstiges Ethan als Ausgangsstoff aus Schiefergas zu nutzen, zu steigern“, sagt Dennis.

Doch das sind noch nicht alle guten Neuigkeiten in punkto US-Investitionen.

Im August vereinbarten INEOS und Sasol gemeinsam ein neues Werk zu errichten, um 470.000 Tonnen Polyethylen hoher Dichte pro Jahr in LaPorte, Texas, herzustellen.

Diese Anlage wird auf dem INEOSBattleground- Standort errichtet werden und sollte bis 2016 in Produktion gehen können.

„Diese Investition wird es INEOS ermöglichen, die Bedürfnisse seiner Kunden zu erfüllen, um zusätzliche bimodale Produkte herzustellen“, so Dennis. „Damit wird auch INEOS‘ Strategie unterstützt, um zu investieren und Synergieeffekte an unseren wichtigsten Standorten zu nutzen.“

Das 50:50 Joint Venture, das ursprünglich von beiden Unternehmen im Juli 2013 diskutiert wurde, wird die InnoveneS-Fertigungstechnik einsetzen, die von INEOS Technologies lizenziert worden ist.

Das für die Produktion von Polyethylen mit hoher Dichte notwendige Ethylen wird von INEOS und Sasol anteilsmäßig an ihre jeweiligen Eigentümer geliefert.

„Dieses Projekt wird Sasols Präsenz auf dem weltweiten Chemiemarkt erweitern und unsere nordamerikanische Wachstumsstrategie ergänzen“, so Fleetwood Grobler, Konzerngesch.ftsführer von Sasol für Global Chemicals. „Dieser Standort bietet mehrere Vorteile, einschließlich Zugang zur US-amerikanischen Golfküsteninfrastruktur und Nähe zu unserem zukünftigen Ethankracker- und Derivatenstandort in Südwest- Lousiana.“

Zugriff auf neue riesige amerikanische Erdgasvorkommen im Schiefergestein ist eines der spannendsten nationalen Energieprojekte seit Jahrzehnten, insbesondere für die Petrochemie.

Laut Internationaler Energieagentur werden die USA bei der Erdgasförderung ab 2015 und bei der Erdölförderung ab 2035 autark sein.

Im Mai dieses Jahres erreichten außerdem laut Energy in Depth die CO2-Emissionen in den USA ihr niedrigstes Niveau seit 20 Jahren.