Challenge of a lifetime

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Challenge of a lifetime

INEOS TEAM UK bleibt trotz des Sieges des italienischen Teams Luna Rossa Prada Pirelli im hart umkämpften Finale des diesjährigen Prada Cups im Vorfeld des America‘s Cup zuversichtlich
6
min
AUSGABE 21. 2021

Der Traum von INEOS, den America’s Cup zu gewinnen – und damit 170 Jahre des Leidens für Großbritannien zu beenden – ist vorbei. Alle im INEOS TEAM UK, bis hin zu der Person, die jede Mutter und Schraube auf dem Rennboot wiegen musste, war darauf konzentriert, den größten Preis des Segelsports zum ersten Mal nach Hause zu bringen. Doch trotz vier Jahren Engagements, harter Arbeit und Hunderttausender Arbeitsstunden des über 100-köpfigen Teams sollte es am Ende nicht sein.

„Wir haben dieses Team 2014 mit dem Ziel gegründet, den America‘s Cup zurück nach Großbritannien zu holen. Das wollten wir auch erreichen“, bekräftigt Skipper Sir Ben Ainslie. Während der Aufwärmrennen im Dezember 2020 hatte das britische Team mit technischen Problemen zu kämpfen und Britannia verlor jedes Rennen. Es wurden Änderungen am Boot vorgenommen – das Team gewann alle Vorrundenrennen und qualifizierte sich für das Prada Cup-Finale. „Das war ein erstaunliches Ereignis, weil es eine solche Wende war“, blickt INEOS-Gründer und Vorstandsvorsitzender Jim Ratcliffe zurück. Am Ende begünstigten die leichten Winde das italienische Team Luna Rossa Prada Pirelli im Prada Cup-Finale. „Sie hatten bei allen Windbedingungen das bessere Gesamtpaket. Sie haben das Finale verdient gewonnen“, sagt Sir Ben. Trotz der Enttäuschung sagt der vierfache Olympiasieger, er könne nicht stolzer auf sein Team sein. „Wir haben wirklich bis zum Schluss gekämpft“, meint er. „Es tut uns nur leid, dass wir den Sieg für unsere Fans nicht nach Hause bringen konnten.“ Nachdem das italienische Team Luna Rossa Prada Pirelli im Finale des Prada Cups INEOS TEAM UK besiegt hat, tritt es nun im America‘s Cup gegen

Titelverteidiger Emirates Team New Zealand an. In den vergangenen vier Jahren hat sich das britische Team ausschließlich darauf konzentriert, die begehrteste und älteste Trophäe des Segelsports zu gewinnen.

 „Wir haben während dieser Kampagne sehr viel gelernt und müssen jetzt zurückgehen und analysieren, was wir nicht so richtig gemacht haben“, so Sir Ben. „Sowohl Luna Rossa als auch das Team New Zealand sind seit 20 bzw. 30 Jahren in diesem Spiel. Dieses Lernen und die Entwicklung sind der Schlüssel.“ Das britische Team hatte mit dem Mercedes-AMG Petronas F1-Team zusammengearbeitet. Bis zu 30 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter des Mercedes-Teams für angewandte Wissenschaft unter Leitung von Director Graham Miller hatten einige der ausgefeiltesten Technologien eingesetzt, die jemals im America‘s Cup zu sehen waren. „Die Liebe zum Detail bei Mercedes F1 ist phänomenal“, meint Nick Holroyd, Chief Designer INEOS TEAM UK. „Sie haben uns nochmals extra gepusht. Auf Grundlage dessen, was wir begonnen hatten, fügten sie Raffinesse und Verständnis für Details hinzu. Sie brachten Exaktheit in unsere Kampagne.“

Das Team aus Brackley hatte sein F1-Know-how auch genutzt, um das INEOS-Team bei der Entwicklung und Umsetzung von Innovationen in den Bereichen Technik, Humanwissenschaften, Simulation und Datenanalyse zu unterstützen. Während F1-Fahrer in direktem Kontakt mit der „Boxenwand“ stehen – da, wo alle strategischen Entscheidungen während eines Rennens im Hintergrund getroffen werden – war ein solches Konzept in der Segelwelt fast unbekannt. Bis jetzt. Während des Trainings fuhr ein 750-PSBoot neben der Britannia. An Bord war ein Team von Designer/innen und Ingenieur/innen, die mit einigen der fortschrittlichsten Technologien im Weltsport arbeiteten. An Bord der Britannia befanden sich, für das bloße Auge meist unsichtbar, etwa tausend Sensoren, die täglich mehr als eine Million Datenbits ans Konstruktionsteam zurückmeldeten. Alles wurde überwacht und analysiert – von der Herzfrequenz der Segler bis zur Windgeschwindigkeit. Einige dieser Daten wurden live überwacht, um die Sicherheit der Crew auf dem Wasser zu gewährleisten.

Während des Trainings wurden die meisten Daten am folgenden Tag vom gesamten Design- und Segelteam analysiert. Die Britannia besteht aus etwa 17.300 Einzelteilen, die alle geprüft und gewogen wurden, bevor sie auf das Schiff kamen. Der aktuelle Cup-Inhaber Emirates Team New Zealand hatte darauf bestanden, dass jedes Boot nicht mehr als 6.520 kg wiegen darf. „Es gab kein Geben und Nehmen“, berichtet Sir Ben. Bei INEOS TEAM UK war es die Aufgabe von Schiffsarchitekt Alan Boot gewesen, das Gewicht des Boots zu überwachen. Er musste alles verzeichnen, was an Bord ging – von den Schrauben an den Instrumentenanzeigen bis hin zur Antriebsstrangbaugruppe – und auf mögliche Probleme hinweisen. Um das Gewicht der Besatzung zu reduzieren, hatten der Tragflächentrimmer, der Pilot und Sir Ben alle ein paar Pfunde abgenommen. „Wir wollten, dass die Gründer so schwer wie möglich sind, um unsere Leistung zu maximieren“, erklärt Sir Ben. Der America‘s Cup – von Sir Jim als die Königin des Segelsports bezeichnet – ist die einzige große internationale Sporttrophäe, die Großbritannien noch nicht gewonnen hat. Obwohl 2021 nicht das Jahr der Briten ist, so Sir Ben, hofft er, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein. „INEOS war ein großartiger Geldgeber und Partner. Wir können INEOS nicht genug dafür danken, dass wir in den letzten vier Jahren unterstützt wurden.“

„Bei INEOS geht es nicht nur um den finanziellen Rückhalt. Es ist die Art, wie an Dinge herangegangen wird, die der Grund des Erfolgs sind. Es ist die Liebe zum Detail, die Strenge und Entschlossenheit, die wir in der Sportwelt teilen.“

Weitere Informationen:

WWW.INEOSTEAMUK.COM


BRITANNIA
Britannia hat sich seit dem ersten Rennen des Teams erheblich verändert. Die AC75 darf ohne Segel und Crew nicht mehr als 6.520 kg wiegen.

MANNSCHAFT
Die 11 Besatzungsmitglieder dürfen nicht mehr als 990 kg wiegen und insgesamt 55 kg persönliche Ausrüstung mit sich führen, darunter Neoprenanzüge, Schuhe, Schwimmwesten, Funkgeräte, Headsets und eventuell Lebensmittel und Wasser.

10 JAHRE
Die Entwicklung dauerte über 90.000 Stunden – das entspricht etwa zehn Jahren.

17.300
Britannia setzt sich aus 17.300 Einzelteilen zusammen. Jedes einzelne wird gewogen, bevor es an Bord kommt.

FLÜGEL
Die Flügel wurden am Hauptsitz von Mercedes F1 in Großbritannien hergestellt und ermöglichen den Flug von Britannia.

WETTERFROSCH
Ein Spanier, der einige der schwierigsten Ozeane der Welt befahren hat, ist der „Wetterfrosch“ des Teams. Juan Vila informiert das Team regelmäßig über das Wetter, damit es vorausplanen kann und weiß, was es zu erwarten hat.

50.000
Der Bau dauerte mehr als 50.000 Stunden.

SENSOREN
Es gibt etwa 1.000 Sensoren, die jeden Tag mehr als eine Million Daten ans Konstruktionsteam zurückspielen.

LIVE-DATEN
Das britische Unternehmen Papercast hat ein maßgeschneidertes, leichtes, wasserdichtes und robustes Gerät entwickelt und gebaut, das Echtzeitinformationen liefert, damit das Team das Boot flach und schnell halten kann. Die Live-Daten werden rund um das Boot gestreamt, denn jede Millisekunde zählt. Alle Entscheidungen der Crew beruhen auf den Informationen, die sie vor sich sehen.


Elaine gibt sich die Ehre

Eine pensionierte Schulleiterin, die dazu beigetragen hat, Millionen von Kindern auf der ganzen Welt dazu zu inspirieren, jeden Tag 15 Minuten lang aktiv zu sein und die freie Natur zu genießen, war die Patin von Britannia. Elaine Wyllie reiht sich in eine beeindruckende Reihe von Schiffspatinnen ein, darunter die legendären Hollywood- Schauspielerinnen Whoopi Goldberg, Helen Mirren, Julie Andrews und Sophia Loren.

INEOS TEAM UK hatte gehofft, dass die Queen die Ehre übernehmen wurde, da Britannia zu Ehren des Rennboots ihres Urgroßvaters benannt wurde. Doch aufgrund der Coronaviruspandemie konnte sie keine weiteren Aufgaben annehmen. „Es ist wirklich unglaublich, die zweite Wahl nach der Queen zu sein“, so Elaine, die The Daily Mile gegründet hat. „Das ist eine große Ehre.“ Elaine wurde 2019 von der Queen mit einem MBE ausgezeichnet. Sie war zwar nicht in Neuseeland, um das Rennen der Crew zu verfolgen, hat aber jede Minute des Rennens im Fernsehen genossen. „Ich war in Gedanken bei der Britannia und war beim Zuschauen wie an den Fernseher gefesselt“, schmunzelt sie. „Die Britannia ist nicht nur eine großartige technische Leistung, sie ist auch wunderschön. Ich bin sehr stolz auf sie und die Crew.“ Die ursprüngliche Britannia, gebaut für König Edward VII, war sehr erfolgreich und gewann 231 Rennen. In ihren letzten Jahren wurde sie von King George V. gefahren. Sein letzter Wunsch war, dass Britannia ihm ins Grab folgen sollte. Als er 1936 starb, wurde die Britannia zum St. Catherine‘s Deep vor der Isle of Wight geschleppt und von der Royal Navy in denselben Gewässern versenkt, in denen 1851 der erste America‘s Cup ausgetragen wurde.

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Der Traum von INEOS, den America’s Cup zu gewinnen – und damit 170 Jahre des Leidens für Großbritannien zu beenden – ist vorbei. Alle im INEOS TEAM UK, bis hin zu der Person, die jede Mutter und Schraube auf dem Rennboot wiegen musste, war darauf konzentriert, den größten Preis des Segelsports zum ersten Mal nach Hause zu bringen. Doch trotz vier Jahren Engagements, harter Arbeit und Hunderttausender Arbeitsstunden des über 100-köpfigen Teams sollte es am Ende nicht sein. „Wir haben dieses Team 2014 mit dem Ziel gegründet, den America‘s Cup zurück nach Großbritannien zu holen. Das wollten wir auch erreichen“, bekräftigt Skipper Sir Ben Ainslie. Während der Aufwärmrennen im Dezember 2020 hatte das britische Team mit technischen Problemen zu kämpfen und Britannia verlor jedes Rennen. Es wurden Änderungen am Boot vorgenommen – das Team gewann alle Vorrundenrennen und qualifizierte sich für das Prada Cup-Finale. „Das war ein erstaunliches Ereignis, weil es eine solche Wende war“, blickt INEOS-Gründer und Vorstandsvorsitzender Jim Ratcliffe zurück. Am Ende begünstigten die leichten Winde das italienische Team Luna Rossa Prada Pirelli im Prada Cup-Finale. „Sie hatten bei allen Windbedingungen das bessere Gesamtpaket. Sie haben das Finale verdient gewonnen“, sagt Sir Ben. Trotz der Enttäuschung sagt der vierfache Olympiasieger, er könne nicht stolzer auf sein Team sein. „Wir haben wirklich bis zum Schluss gekämpft“, meint er. „Es tut uns nur leid, dass wir den Sieg für unsere Fans nicht nach Hause bringen konnten.“ Nachdem das italienische Team Luna Rossa Prada Pirelli im Finale des Prada Cups INEOS TEAM UK besiegt hat, tritt es nun im America‘s Cup gegen Titelverteidiger Emirates Team New Zealand an. In den vergangenen vier Jahren hat sich das britische Team ausschließlich darauf konzentriert, die begehrteste und älteste Trophäe des Segelsports zu gewinnen.  „Wir haben während dieser Kampagne sehr viel gelernt und müssen jetzt zurückgehen und analysieren, was wir nicht so richtig gemacht haben“, so Sir Ben. „Sowohl Luna Rossa als auch das Team New Zealand sind seit 20 bzw. 30 Jahren in diesem Spiel. Dieses Lernen und die Entwicklung sind der Schlüssel.“ Das britische Team hatte mit dem Mercedes-AMG Petronas F1-Team zusammengearbeitet. Bis zu 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mercedes-Teams für angewandte Wissenschaft unter Leitung von Director Graham Miller hatten einige der ausgefeiltesten Technologien eingesetzt, die jemals im America‘s Cup zu sehen waren. „Die Liebe zum Detail bei Mercedes F1 ist phänomenal“, meint Nick Holroyd, Chief Designer INEOS TEAM UK. „Sie haben uns nochmals extra gepusht. Auf Grundlage dessen, was wir begonnen hatten, fügten sie Raffinesse und Verständnis für Details hinzu. Sie brachten Exaktheit in unsere Kampagne.“ Das Team aus Brackley hatte sein F1-Know-how auch genutzt, um das INEOS-Team bei der Entwicklung und Umsetzung von Innovationen in den Bereichen Technik, Humanwissenschaften, Simulation und Datenanalyse zu unterstützen. Während F1-Fahrer in direktem Kontakt mit der „Boxenwand“ stehen – da, wo alle strategischen Entscheidungen während eines Rennens im Hintergrund getroffen werden – war ein solches Konzept in der Segelwelt fast unbekannt. Bis jetzt. Während des Trainings fuhr ein 750-PSBoot neben der Britannia. An Bord war ein Team von Designer/innen und Ingenieur/innen, die mit einigen der fortschrittlichsten Technologien im Weltsport arbeiteten. An Bord der Britannia befanden sich, für das bloße Auge meist unsichtbar, etwa tausend Sensoren, die täglich mehr als eine Million Datenbits ans Konstruktionsteam zurückmeldeten. Alles wurde überwacht und analysiert – von der Herzfrequenz der Segler bis zur Windgeschwindigkeit. Einige dieser Daten wurden live überwacht, um die Sicherheit der Crew auf dem Wasser zu gewährleisten. Während des Trainings wurden die meisten Daten am folgenden Tag vom gesamten Design- und Segelteam analysiert. Die Britannia besteht aus etwa 17.300 Einzelteilen, die alle geprüft und gewogen wurden, bevor sie auf das Schiff kamen. Der aktuelle Cup-Inhaber Emirates Team New Zealand hatte darauf bestanden, dass jedes Boot nicht mehr als 6.520 kg wiegen darf. „Es gab kein Geben und Nehmen“, berichtet Sir Ben. Bei INEOS TEAM UK war es die Aufgabe von Schiffsarchitekt Alan Boot gewesen, das Gewicht des Boots zu überwachen. Er musste alles verzeichnen, was an Bord ging – von den Schrauben an den Instrumentenanzeigen bis hin zur Antriebsstrangbaugruppe – und auf mögliche Probleme hinweisen. Um das Gewicht der Besatzung zu reduzieren, hatten der Tragflächentrimmer, der Pilot und Sir Ben alle ein paar Pfunde abgenommen. „Wir wollten, dass die Gründer so schwer wie möglich sind, um unsere Leistung zu maximieren“, erklärt Sir Ben. Der America‘s Cup – von Sir Jim als die Königin des Segelsports bezeichnet – ist die einzige große internationale Sporttrophäe, die Großbritannien noch nicht gewonnen hat. Obwohl 2021 nicht das Jahr der Briten ist, so Sir Ben, hofft er, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein. „INEOS war ein großartiger Geldgeber und Partner. Wir können INEOS nicht genug dafür danken, dass wir in den letzten vier Jahren unterstützt wurden.“ „Bei INEOS geht es nicht nur um den finanziellen Rückhalt. Es ist die Art, wie an Dinge herangegangen wird, die der Grund des Erfolgs sind. Es ist die Liebe zum Detail, die Strenge und Entschlossenheit, die wir in der Sportwelt teilen.“ Weitere Informationen: WWW.INEOSTEAMUK.COM BRITANNIABritannia hat sich seit dem ersten Rennen des Teams erheblich verändert. Die AC75 darf ohne Segel und Crew nicht mehr als 6.520 kg wiegen. MANNSCHAFTDie 11 Besatzungsmitglieder dürfen nicht mehr als 990 kg wiegen und insgesamt 55 kg persönliche Ausrüstung mit sich führen, darunter Neoprenanzüge, Schuhe, Schwimmwesten, Funkgeräte, Headsets und eventuell Lebensmittel und Wasser. 10 JAHREDie Entwicklung dauerte über 90.000 Stunden – das entspricht etwa zehn Jahren. 17.300Britannia setzt sich aus 17.300 Einzelteilen zusammen. Jedes einzelne wird gewogen, bevor es an Bord kommt. FLÜGELDie Flügel wurden am Hauptsitz von Mercedes F1 in Großbritannien hergestellt und ermöglichen den Flug von Britannia. WETTERFROSCH Ein Spanier, der einige der schwierigsten Ozeane der Welt befahren hat, ist der „Wetterfrosch“ des Teams. Juan Vila informiert das Team regelmäßig über das Wetter, damit es vorausplanen kann und weiß, was es zu erwarten hat. 50.000Der Bau dauerte mehr als 50.000 Stunden. SENSORENEs gibt etwa 1.000 Sensoren, die jeden Tag mehr als eine Million Daten ans Konstruktionsteam zurückspielen. LIVE-DATENDas britische Unternehmen Papercast hat ein maßgeschneidertes, leichtes, wasserdichtes und robustes Gerät entwickelt und gebaut, das Echtzeitinformationen liefert, damit das Team das Boot flach und schnell halten kann. Die Live-Daten werden rund um das Boot gestreamt, denn jede Millisekunde zählt. Alle Entscheidungen der Crew beruhen auf den Informationen, die sie vor sich sehen. Elaine gibt sich die Ehre Eine pensionierte Schulleiterin, die dazu beigetragen hat, Millionen von Kindern auf der ganzen Welt dazu zu inspirieren, jeden Tag 15 Minuten lang aktiv zu sein und die freie Natur zu genießen, war die Patin von Britannia. Elaine Wyllie reiht sich in eine beeindruckende Reihe von Schiffspatinnen ein, darunter die legendären Hollywood- Schauspielerinnen Whoopi Goldberg, Helen Mirren, Julie Andrews und Sophia Loren. INEOS TEAM UK hatte gehofft, dass die Queen die Ehre übernehmen wurde, da Britannia zu Ehren des Rennboots ihres Urgroßvaters benannt wurde. Doch aufgrund der Coronaviruspandemie konnte sie keine weiteren Aufgaben annehmen. „Es ist wirklich unglaublich, die zweite Wahl nach der Queen zu sein“, so Elaine, die The Daily Mile gegründet hat. „Das ist eine große Ehre.“ Elaine wurde 2019 von der Queen mit einem MBE ausgezeichnet. Sie war zwar nicht in Neuseeland, um das Rennen der Crew zu verfolgen, hat aber jede Minute des Rennens im Fernsehen genossen. „Ich war in Gedanken bei der Britannia und war beim Zuschauen wie an den Fernseher gefesselt“, schmunzelt sie. „Die Britannia ist nicht nur eine großartige technische Leistung, sie ist auch wunderschön. Ich bin sehr stolz auf sie und die Crew.“ Die ursprüngliche Britannia, gebaut für König Edward VII, war sehr erfolgreich und gewann 231 Rennen. In ihren letzten Jahren wurde sie von King George V. gefahren. Sein letzter Wunsch war, dass Britannia ihm ins Grab folgen sollte. Als er 1936 starb, wurde die Britannia zum St. Catherine‘s Deep vor der Isle of Wight geschleppt und von der Royal Navy in denselben Gewässern versenkt, in denen 1851 der erste America‘s Cup ausgetragen wurde.

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Der aufstieg des superbugs

Übermässiger einsatz und missbrauch von antibiotika stellen eine ernsthafte bedrohung für die menschheit dar. Die unterfinanzierung der forschung bedeutet, dass wenig getan wurde, um das problem anzugehen. All das wird sich nun ändern, unter anderem dank einer 100 Millionen-pfund-spende von ineos an die Universität Oxford Ein stiller Killer, der bis 2050 jedes Jahr mehr als zehn Millionen Menschenleben bedrohen wird, muss bekämpft werden, bevor es zu spät ist, das sagen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie befürchten, dass verbreitete Infektionen, die jahrzehntelang erfolgreich mit Antibiotika behandelt wurden, wieder zu Killern werden könnten, sollten nicht neue Medikamente gefunden werden, die bestehende Antibiotika ersetzen, die ihre Wirksamkeit bereits verloren haben. Missbrauch und zu häufiger Einsatz von Antibiotika sind schuld an ihrer zunehmend kleiner werdenden Wirksamkeit. Die Unterfinanzierung der Forschung bedeutet, dass bisher wenig getan wurde, um die Situation zu bekämpfen, die als eine der größten steigenden Bedrohungen der globalen Gesundheit seit der Coronaviruspandemie gilt. „COVID-19 war wie ein Erdbeben“, sagt Professor Tim Walsh. „Es war schnell und plötzlich, während man Antibiotikaresistenz weder sehen noch spüren kann, aber trotzdem nimmt sie Jahr für Jahr zu.“ Das ändert sich nun. INEOS hat 100 Millionen Pfund gespendet, um die Forschung an der britischen Universität Oxford über die wachsende Resistenz gegen Antibiotika zu unterstützen. „Antibiotikaresistenz ist eine dieser versteckten Gefahren für die Menschheit“, sagt INEOS-Gründer und -Vorstandsvorsitzender Sir Jim Ratcliffe. „Ich glaube, das ist noch nicht allgemein bekannt.“ Alle modernen chirurgischen Eingriffe und Krebsbehandlungen sind auf wirksame Antibiotika angewiesen, um Infektionen zu reduzieren. „Der Verlust dieses wertvollen Geschenks würde eine Rückkehr in eine vor-antibiotische Ära bedeuten“, sagt Chirurg David Sweetnam, Chairman INEOS Oxford Institute for Antimicrobial Research. „Wir haben jetzt ein sehr enges Zeitfenster, in dem wir den Kurs ändern und verhindern können, dass das Undenkbare zum Unvermeidlichen wird.“ Krankheiten, die sich so entwickelt haben, dass sie mit Antibiotika nur noch schwer oder gar nicht mehr zu behandeln sind, töten bereits jetzt etwa 1,5 Millionen Menschen pro Jahr. Doch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler warnen, dass die Medizin ins finstere Mittelalter zurückkehrt, wenn Antibiotika unwirksam und Millionen sterben werden. „Wenn uns diese Pandemie etwas gelehrt hat, dann ist es die Dringlichkeit, Ereignisse von großer Tragweite, die auf uns zukommen, nicht zu ignorieren“, sagt Professor Louise Richardson, Vice Chancellor der Universität von Oxford. Es wird geschätzt, dass etwa 80 Prozent (nach Gewicht) der weltweiten Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt werden, nicht immer direkt zur Behandlung von Infektionen, sondern oft zur Wachstumsförderung von Fleisch. „Diese Überbeanspruchung trägt dazu bei, dass Infektionen auch beim Menschen Resistenzen entwickeln, und schadet medizinischen Behandlungen“, so Professor Walsh. „Das neue INEOS Oxford Institute wird einzigartig in der Erforschung neuartiger, tierartspezifischer Medikamente sein, um die Wirksamkeit von Humanarzneimitteln länger sicherzustellen – was einen erheblichen Einfluss auf die Verzögerung der Antibiotikaresistenz-Krise haben könnte.“ Die Universität Oxford spielte in den 1940er Jahren eine entscheidende Rolle bei der frühen Entwicklung von Antibiotika. Alexander Fleming, schottischer Arzt und Mikrobiologe, hatte 1928 zufällig Penicillin entdeckt, aber es war ein Team von Wissenschaftler/innen in Oxford, das Flemings Entdeckung – die Schimmelpilzgattung Penicillium produziert eine Substanz, die das Wachstum einiger Bakterien hemmt – in das Wundermittel verwandelte, das so viele Leben gerettet hat. Danach folgte eine goldene Ära der Antibiotikaforschung und -entdeckung, die jedoch ins Stocken geriet. Seit den 1980er Jahren wurden keine neuen Antibiotika mehr erfolgreich entwickelt. „Diese Spende wird es uns ermöglichen, Arbeiten an Antibiotika durchzuführen, von denen wir schon seit einigen Jahrzehnten träumen“, so Professor Chris Schofield, Academic Lead (Chemistry) am INEOS Oxford Institute. Chirurg David Sweetnam sagt, die Coronaviruspandemie habe der Welt die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung vor Augen geführt. Er weist darauf hin, dass die Impfstoffe in Rekordzeit entwickelt wurden und aus Forschungen hervorgingen, die lange vor dem Auftreten von COVID-19 gemacht wurden. „Es ist klar, dass wir jetzt mit der gleichen Dringlichkeit nach neuen Antibiotika suchen müssen, wie wir es bei den Impfstoffen getan haben“, sagt er. „Die Konsequenz fortgesetzter Selbstzufriedenheit ist nicht auszudenken.“ Die Spende von INEOS ist eine der größten, die jemals an eine britische Universität getätigt wurde. „Es ist ein Beispiel für eine starke Partnerschaft zwischen öffentlichen und privaten Institutionen, um globale Probleme anzugehen“, sagt Professor Richardson. Wirtschaftswissenschaftler Lord O’Neill of Gatley, der das Buch „Superbugs: An Arms Race against Bacteria“ (Wettrüsten gegen Bakterien) mitverfasst hat, berichtet, dass der Erfolg von INEOS in der chemischen Industrie in Verbindung mit den großen Köpfen der Universität Oxford und den kooperierenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Hoffnung gebe. „Dieses neue Institut, das ein Modell der Reinvestition von Gewinnen anwendet, um weitere Fortschritte auf dem Gebiet voranzutreiben, könnte der Moment des Durchbruchs sein, den die globale Antibiotikaresistenzforschung braucht“, sagt er. Ohne dringendes gemeinsames Handeln, um eine Zunahme von Superbugs zu stoppen, könnte die Menschheit in eine Welt zurückkehren, in der selbstverständliche Behandlungen wie Chemotherapie und Hüftoperationen zu riskant, Geburten extrem gefährlich werden und sogar ein einfacher Kratzer tödlich sein könnte. DIE 100-MILLIONEN-PFUNDSPENDE VON INEOS WIRD IN DEN NÄCHSTEN FÜNF JAHREN ETWA 50 FORSCHENDEN DIE MÖGLICHKEIT GEBEN: ZU Über- und Fehlgebrauch von Antibiotika zu INFORMIEREN Mit anderen weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Antibiotikaresistenz ZUSAMMENZUARBEITEN, um zu verhindern, dass gewöhnliche Mikroben zumultiresistenten Superbugs wie MRSA werden Neue Medikamente für Mensch und Tier zu ENTWICKELN

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Warum die welt einen sauberen schnitt braucht

INEOS konzentriert nun Energie und Fachwissen in einem neuen Geschäftsbereich, der nur ein Ziel hat: die Reduzierung von CO2-Emissionen. Der neue Geschäftsbereich mit Sitz im Vereinigten Königreich wird sich darauf fokussieren, die Produktion von sauberem Wasserstoff in ganz Europa hochzufahren – für die eigenen Standorte, aber vor allem für andere Industrien, die jetzt nach erschwinglicher kohlenstoffarmer Energie suchen. „Wir sind bereits von mehreren potenziellen strategischen Partnern angesprochen worden, von anderen Chemiepartnern bis hin zu Verbindungen in der Automobilindustrie“, sagt Wouter Bleukx, Leiter des neu gegründeten Wasserstoff- Geschäftsbereichs. „Wir hoffen, dass wir bald mehr über diese Partnerschaften bekannt geben können.“ Der INEOS-eigene Geschäftsbereich INOVYN ist Europas größter Elektrolysebetreiber – eine bedeutende Technologie, die kohlenstoffneutrale Energie nutzen kann, um Wasserstoff für Strom, Industrie und Transport herzustellen. Der Geschäftsbereich weiß, wie man Wasserstoff sicher speichert, damit umgeht und arbeitet an einem ersten Projekt zur potenziellen Speicherung von Wasserstoff in einer seiner riesigen Salzkavernen in Großbritannien. „Wir sind in einer einzigartigen Position, um eine führende Rolle bei der Entwicklung dieser neuen Technologien zu spielen“, so Geir Tuft, CEO von INOVYN. INEOS produziert jedes Jahr 300.000 Tonnen Wasserstoff, hauptsächlich als Nebenprodukt bei der Herstellung von Chlor und beim Cracken von Öl und Gas zur Herstellung von Olefinen und Polymeren. Der größte Teil des Wasserstoffs wird entweder als Brennstoff genutzt oder zur Herstellung anderer Chemikalien verwendet. INOVYN glaubt, dass weit mehr für das Wohl der Gesellschaft getan werden kann. In der letzten Ausgabe von INCH bezeichnete Chris Stark, CEO des Committee on Climate Change, Wasserstoff als das Heineken der Kraftstoffe, weil er so vielseitig ist. „Wir können Wasserstoff zum Heizen von Häusern und zum Antrieb von Verkehr und Industrie verwenden“, sagt er. Er meinte gegenüber INCH, dass es für die Welt unmöglich sei, ohne Wasserstoff Netto-Null-Emissionen zu erreichen – und damit den schädlichen CO2-Ausstoß drastisch zu reduzieren. INEOS ist bereits an mehreren Projekten beteiligt, um weitere Unternehmen zu ermutigen, Wasserstoff statt Öl und Gas zu verwenden. Der neue Wasserstoff-Geschäftsbereich wird unter dem Dach von INOVYN arbeiten, aber die Strategie wird für alle INEOS-Geschäftsbereiche weltweit gelten. Ziel ist es, innerhalb von fünf Jahren eine große Wasserstoffproduktionsanlage zu bauen. Zu Beginn dieses Jahres hat die Europäische Kommission ihre eigene Wasserstoffstrategie vorgestellt. Wouter sagt, dass dieser europäische Fahrplan für die weit verbreitete Nutzung von Wasserstoff in ganz Europa bis 2030 und darüber hinaus neue Chancen für den neuen Geschäftsbereich von INEOS bietet. „Wasserstoff ist ein wichtiges Element einer klimaneutralen Wirtschaft, die seit Jahrzehnten diskutiert wird. Endlich ist eine mit Wasserstoff betriebene Wirtschaft in greifbare Nähe gerückt“, so Wouter. Der Geschäftsbereich Clean Hydrogen wird den Sitz in Großbritannien haben. Unser Ziel ist es, die CO2-Emissionen an allen INEOS-Standorten und in anderen europäischen Industrien durch den Einsatz von grünem Wasserstoff zu senken. INEOS wird die Produktion von grünem Wasserstoff an allen europäischen Produktionsstandorten hochfahren. Die Produktion von Wasserstoff auf der Basis von Elektrolyse, die mit kohlenstofffreiem Strom betrieben wird, bietet Flexibilität und Speicherkapazität für Heizungs-, Strom-, Chemie- und Transportmärkte

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Es ist zeit für eine neue industrielle revolution

​Die IT war einst die Wiege der industriellen Revolution. Jetzt – 260 Jahre später – könnten diese Städte, die einst mit Kohle betrieben wurden, kurz davor stehen, die Art und Weise, wie die Welt funktioniert, erneut verändern. HyNet North West im Vereinigten Königreich spielt eine führende Rolle im weltweiten Kampf gegen den Klimawandel. Und der INEOS-eigene Geschäftsbereich INOVYN ist maßgeblich daran beteiligt. INOVYN ist Teil eines Konsortiums von weltweit führenden Organisationen, die sich der Bekämpfung der Klimakrise verschrieben haben. Gemeinsam wollen sie ein Netzwerk schaffen, damit Wasserstoff produziert, sicher gespeichert und verteilt werden kann, um den Nordwesten Englands und Nordwales zu dekarbonisieren. „Unsere Aufgabe wird es sein, eine Möglichkeit zu finden, Wasserstoff in großen Mengen zu speichern“, sagt Richard Stevenson, Storage Projects Manager von INOVYN. „Nur dann kann das Netz mit Änderungen von Angebot und Nachfrage umgehen. Durch die Bereitstellung von Großspeichern werden wir die Stabilität des Systems erheblich verbessern.“ Es ist ein ehrgeiziges, aber realisierbares Projekt, das von allen Beteiligten als eine Chance gesehen wird, die man nicht verpassen sollte. Diese kohlenstoffarmen Wasserstofftechnologien – kombiniert mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung – könnten helfen, die CO2-Emissionen bis 2030 um zehn Millionen Tonnen pro Jahr zu reduzieren. Das entspricht einem Minus von vier Millionen Autos oder der Beheizung von mehr als fünf Millionen Haushalten. „Dieses Projekt ist ein Wendepunkt und wird ein bleibendes Vermächtnis für kommende Generationen im Nordwesten und in Nordwales schaffen“, sagt Richard. Man hofft, dass bereits 2025 etwa 400.000 Tonnen CO2 von der Industrie eingespart werden. In der Stanlow-Raffinerie in Großbritannien wird eine kohlenstoffarme Wasserstoffanlage in Betrieb sein, die 350 MW produziert – genug Energie, um mehr als 300.000 Haushalte mit Erdgas zu beheizen. Offshore- und Onshore-Erdgasanlagen werden umgebaut, um eine Million Tonnen CO2 zu transportieren und in drei Gasreservoirs im Meeresboden in der Liverpooler Bucht zu speichern. Außerdem wird das erste Wasserstoff-Pipelinenetz des Vereinigten Königreichs gebaut, um die lokale Industrie zu versorgen und ein Erdgas-Wasserstoff-Gemisch mit einem Anteil von bis zu 20 Prozent Wasserstoff in die lokalen Netze zu speisen. „Dieser Mix kann von bestehenden Gaskesseln und -herden verwendet werden und wird als wichtiger Schritt zur Dekarbonisierung von Privathäusern gesehen“, sagte Richard. Bis 2030 plant HyNet, im gesamten Nordwesten 30 TWh/Jahr kohlenstoffarmen Wasserstoff an die Industrie, die flexible Stromerzeugung, die Transportbranche und Heizungsunternehmen zu liefern. „Das sind etwa 45 Prozent der Energiemenge, die derzeit ans Gasnetz in der Region geliefert wird“, so Richard. INOVYN entwickelt die erste groß angelegte unterirdische Anlage im Salzbecken von Cheshire, um große Mengen Wasserstoff zu speichern und dem ersten Wasserstoffnetz Großbritanniens mit 350 km neuen Leitungen beizutreten. Dieser Wasserstoff wird die Dekarbonisierung des Lastenverkehrs einschließlich Zügen, LKW, Bussen und Schiffen beschleunigen. Bis 2030 plant HyNet zudem, jährlich eine weitere Million Tonnen CO2 aus der Industrie abzuscheiden. Wenn das Projekt erfolgreich ist, etabliert sich das Vereinigte Königreich als weltweit führend bei Innovationen im Bereich sauberer Energie und zeigt, was durch Zusammenarbeit erreicht werden kann. In diesem Jahr veröffentlicht die britische Regierung, die sich kürzlich das rechtlich verbindliche Ziel gesetzt hat, bis 2050 keine Emissionen zu verursachen, ihre mit Spannung erwartete nationale Wasserstoffstrategie. „Sowohl die Regierung als auch die Industrie sehen in Wasserstoff neben der Elektrifizierung eine elementare Rolle bei der Schaffung einer grüneren und saubereren Zukunft“, sagt David Parkin von Progressive Energy, dem Project Director von HyNet. www.hynet.co.uk INOVYNINOVYN entwickelt die erste groß angelegte unterirdische Anlage im Salzbecken von Cheshire, Vereinigtes Königreich, um große Mengen an Wasserstoff zu speichern und dem ersten Wasserstoffnetz Großbritanniens mit 350 km neuen Pipelines beizutreten. 10 Millionen TonnenReduktion der CO2-Emissionen bis 2030 um zehn Millionen Tonnen pro Jahr. Dies entspricht einem Minus von vier Millionen Autos oder der Beheizung von mehr als fünf Millionen Haushalten. 30 TWh/JahrBis 2030 plant HyNet im gesamten Nordwesten des Vereinigten Königsreichs 30 TWh/Jahr kohlenstoffarmen Wasserstoff an die Industrie, die flexible Stromerzeugung, die Transportbranche und Heizunternehmen zu liefern. 2050In diesem Jahr wird die britische Regierung, die sich kürzlich das rechtlich verbindliche Ziel gesetzt hat, bis 2050 keine Emissionen zu verursachen, ihre mit Spannung erwartete nationale Wasserstoffstrategie veröffentlichen.

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Globales denken

ZWEI Weltklasse-Unternehmen, die daran glauben, dass Wasserstoff die globale Wirtschaft der Zukunft antreiben kann, arbeiten jetzt zusammen. Hyundai, einer der größten Autohersteller der Welt, und INEOS, eines der größten Chemieunternehmen der Welt. Sie haben eine Absichtserklärung zur Erkundung neuer Möglichkeiten zur Beschleunigung der globalen Wasserstoffwirtschaft unterzeichnet. „Die Zusammenarbeit von INEOS und Hyundai bietet beiden Unternehmen neue Möglichkeiten, um ihre Vorreiterrolle in der umweltfreundlichen Wasserstoffwirtschaft auszubauen“, sagt Peter Williams, Technology Director von INEOS. „Wir versuchen zunächst, Projekte des öffentlichen und privaten Sektors zu fördern, die sich auf die Entwicklung einer Wasserstoff-Wertschöpfungskette in Europa konzentrieren.“ Beide Unternehmen wissen um den Wert des Wasserstoffs, der in der Vergangenheit wegen seiner vielen Einsatzmöglichkeiten als das Heineken der Kraftstoffe bezeichnet wurde. Wasserstoff kann zum Heizen von Häusern sowie zum Antrieb von Verkehr und Industrie verwendet werden. Wird er als Brennstoff verbrannt, wird nur Wasser emittiert. INEOS produziert etwa 300.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr, hauptsächlich als Nebenprodukt bei der Herstellung von Chlor und beim Cracken von Gas und Öl zur Herstellung von Olefinen und Polymeren. Hyundai leistete 2013 Pionierarbeit mit dem weltweit ersten in Serie gefertigten Wasserstoffauto. Seitdem ist der Autohersteller, der seine Jahresproduktion von Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen bis 2030 auf 700.000 Einheiten steigern will, weiter auf diesem Weg. Der wasserstoffbetriebene NEXO SUV des Unternehmens wurde als ein Auto beschrieben, das so schön sauber ist, dass es die Luft während der Fahrt reinigt. Es dauert nur fünf Minuten, um den Tank zu füllen, der für 414 Meilen ausreicht. Als Teil der Vereinbarung, die im November 2020 unterzeichnet wurde, werden die beiden Unternehmen untersuchen, ob das Brennstoffzellensystem der zweiten Generation von Hyundai im Geländewagen von INEOS, The Grenadier, eingesetzt werden kann. Saehoon Kim, Senior Vice President und Leiter des Fuel Cell Centre bei der Hyundai Motor Company, sagt, er hoffe, dass Hyundais jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Wasserstoff-Brennstoffzellen mit dem Fachwissen von INEOS kombiniert werden könne, um die Massenproduktion von grünem Wasserstoff und Brennstoffzellen für The Grenadier zu unterstützen. „Dies wird eine bedeutende kohlenstoffarme Alternative für ein breites Spektrum von Sektoren sein“, sagt er. Pete fügt hinzu, dass die Erfahrung von INEOS bei der Speicherung und Handhabung von Wasserstoff in Verbindung mit dem etablierten Know-how in der Elektrolysetechnologie beide Unternehmen in eine einzigartige Position versetzt, um den Fortschritt in Richtung einer kohlenstofffreien Zukunft auf der Basis von Wasserstoff voranzutreiben. INEOS kauft Autofabrik zum Bau eines Geländewagens INEOS investiert in das moderne Werk und die hochqualifizierten Arbeitskräfte von Mercedes-Benz in Hambach, Frankreich. „Es war eine einzigartige Gelegenheit, die wir einfach nicht verpassen konnten", sagt INEOS-Gründer und Vorstandsvorsitzender Sir Jim Ratcliffe. „INEOS Automotive hatte die Vision, den weltbesten Geländewagen zu bauen. In unserem neuen Zuhause in Hambach werden wir genau das tun.“ Am Standort werden derzeit die Elektrofahrzeuge Smart EQ fortwo von Daimler gebaut. Im Rahmen der Vereinbarung baut INEOS Automotive weiterhin den Smart und produziert Bauteile für Mercedes-Benz. „Diese Akquisition markiert unseren bisher größten Meilenstein in der Entwicklung von The Grenadier“, so CEO Dirk Heilmann. „Neben dem umfangreichen Testprogramm, das unsere Prototypenfahrzeuge zurzeit durchlaufen, können wir in Hambach nun mit den Vorbereitungen für den Bau beginnen.“ Der erste Grenadier wird voraussichtlich Anfang 2022 vom Band laufen. Dirk sagt, dass die Fabrik, die etwa 200 km von Stuttgart entfernt ist, die perfekte Lage hat, um die Lieferketten optimal zu nutzen.

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Hope for the future

BIOVYN™, eine neue Generation von PVC, macht die nächste Generation stolz: Es wird anstatt aus reinem Gas und Öl aus den Rückständen der Holzzellstoffproduktion hergestellt. Es wurde für eine neue fossilfreie Vorschule in der schwedischen Stadt Göteborg verwendet. Die Stadt hat den ehrgeizigen Plan, die Treibhausgasemissionen der Stadt bis 2050 um 75 Prozent zu senken. Für den INEOS-eigenen Geschäftsbereich INOVYN, der hinter dem neuen PVC steht, ist es eine große Ehre, an dem „The Hope Project“ beteiligt zu sein. „Es ist ein innovatives Projekt, das beweist, dass fossilfreies Bauen möglich ist“, sagt Inna Jeschke, Marketing Managerin bei INOVYN. „Es hat eine Reihe von Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten, Innovatorinnen und Innovatoren, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Lieferanten zusammengebracht, um ein wirklich nachhaltiges Gebäude für die Gemeinschaft zu bauen.“ INOVYN ist eine Partnerschaft mit Pipelife Schweden eingegangen, das mit der Lieferung der nachhaltigen PVC-Rohre beauftragt wurde. „Wir haben es geschafft, den CO2-Fußabdruck für diese Rohrinstallationen um beachtliche 76 Prozent zu senken“, berichtet Pipelife Project Manager Ove Söderberg. Das Tolle an BIOVYN™, obwohl es teurer als herkömmliches PVC ist, ist, dass es nicht nur überwiegend aus einem nachwachsenden Rohstoff hergestellt wird, der nicht mit der Nahrungskette konkurriert. Die Treibhausgasemissionen werden bei der Produktion zudem im Vergleich zu konventionell hergestellten PVC um mehr als 90 Prozent reduziert. „Die nachhaltigen und innovativen Eigenschaften von BIOVYN™ machen es zum perfekten Material für dieses Vorzeigeprojekt“, sagt Ove. BIOVYN™, das im Oktober 2019 der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde, ist das weltweit erste kommerziell produzierte, bio-basierte PVC. Seitdem gewinnt es Fans und legt weltweit beim Verkauf zu. „Aus allen Ecken der Welt bekunden Menschen Interesse an dem Projekt – von direkten Kunden aus der Bodenbelags- und Rohrindustrie bis hin zu einem prominenten Automobilhersteller“, erzählt Inna. All dies geschah nicht über Nacht. Zunächst musste INEOS O&P in Köln, Deutschland, prüfen, ob sie die Biomasse – den nachwachsenden Rohstoff – sichern können. Nachdem das Team in Köln das geschafft hatte, musste sichergestellt werden, dass die Biomasse im Kölner Kracker in Bio-Ethylen umgewandelt werden konnte. Nachdem auch diese Hürde genommen war, wurde das Bio-Ethylen direkt zum INOVYN-Werk in Rheinberg in Deutschland transportiert, wo es zur Herstellung von BIOVYN™ verwendet wurde. Die Nachhaltigkeit des Bio-PVCs wurde bereits vom Roundtable on Sustainable Biomaterials (RSB) zertifiziert, dessen weltweite Aufgabe es ist, Best Practices für die nachhaltige Produktion von Biomaterialien zu unterstützen. PVC ist für das moderne Leben unverzichtbar und wird bereits im großen Umfang im Bereich der erneuerbaren Energien, in Fahrzeugen, Gebäuden, Fußböden, in der Technik und in medizinischen Geräten eingesetzt. „BIOVYN™ treibt die Nachhaltigkeit weiter voran“, sagt Luc Castin, Business Manager INOVYN. Rolf Hogan, Executive Director des RSB, hat das neueste PVC-Produkt von INOVYN als einen echten Vorreiter in der entstehenden Kreislauf-Bioökonomie bezeichnet. „THE HOPE PROJECT“Die neue „fossilfreie“ Vorschule in der schwedischen Stadt Göteborg hat ehrgeizige Pläne, die Treibhausgasemissionen der Stadt bis 2050 um 75 Prozent zu senken.

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Auf dem Weg zu Gold

INEOS Europe wurde offiziell für das Engagement für den Aufbau eines nachhaltigeren und umweltverträglicheren Unternehmens ausgezeichnet. Mit dem Gold-Rating von EcoVadis gehört INEOS zu den besten vier Prozent der am besten bewerteten Chemieunternehmen weltweit und folgt damit den Gold- und Platin-Ratings für die Geschäftsbereiche INOVYN und Styrolution. Peter Williams, Group Technology Director und Head of Investor Relations der INEOS-Gruppe, sagt, dass Nachhaltigkeit das Herzstück der Arbeitsweise von INEOS sei. „Es ist von entscheidender Bedeutung für unsere Beschäftigten, Kunden, Investoren und die Nachbarschaft“, sagte er. EcoVadis ist eine unabhängige Organisation, die sich auf die Leistungsbewertung von Unternehmen weltweit spezialisiert hat. Sie untersucht die Leistungen in den Bereichen Umwelt, Arbeitspraktiken, Ethik und Nachhaltigkeit von Lieferanten. Greet Van Eetvelde, Head of Energy & Innovation der INEOS-Gruppe, sagt, dass die Umweltleistung von INEOS besonders hervorgehoben wurde. Die Punktzahl spiegelt das Versprechen des Konzerns wider, die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren, indem er auf grünen Strom und grüne Wärme umsteigt, Wasserstoff und CO2 wiederverwendet und, wo möglich, recycelte oder bio-basierte Rohstoffe statt fossiler Brennstoffe verwendet. Das Unternehmen hat sich darüber hinaus das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 die Anzahl der zu entsorgenden Kunststoffe zu reduzieren, indem diese zu hochwertigen Produkten recycelt werden. „Wir verpflichten uns zur kontinuierlichen Verbesserung, um unsere langfristigen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen“, so Greet.

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Null toleranz

INEOS in Antwerpen hat sich verpflichtet, die von der EU gesetzten Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu übertreffen. Hans Casier, CEO INEOS Phenol & Nitriles, sagt, dass die Konzentration auf die Verringerung der Emissionen an der Quelle entscheidend wird, statt sie nur abzufangen und zu speichern: „Alle unsere Standorte in Antwerpen haben jetzt einen klaren, erreichbaren Fahrplan.“ Der Plan ist, dass INEOS bis spätestens 2050 Netto-Null-Emissionen für ihr gesamtes Geschäft im Hafen von Antwerpen erreicht. Er berücksichtigt aber auch das Ziel der EU, die Treibhausgasemissionen bis 2030 auf mindestens 55 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. In Antwerpen wird eine neue Kracker und Propan-Dehydrierungsanlage für fünf Milliarden Euro gebaut – und mit Energie aus dem ENGIE-Windpark in der Nordsee versorgt. In der neuen Anlage, die es ermöglicht, schrittweise Emissionen zu reduzieren, werden Olefine hergestellt, die als Schlüsselchemikalien in der Auto-, Bau-, Transport- und medizinischen Industrie benötigt werden. Neben der Umstellung auf Ökostrom plant INEOS auch die Ausweitung der Zusammenarbeit mit bestehenden industriellen Abwärme- und Dampfnetzen in der Region und den verstärkten Einsatz von Wasserstoff in den chemischen Prozessen und Kraftwerken. Das Unternehmen ist auch an einem ehrgeizigen Plan in Lillo, Belgien, beteiligt, bei dem abgeschiedenes Kohlendioxid mit grünem Wasserstoff gemischt wird, um Methanol zu produzieren. Methanol wird in allen Bereichen von Kleidung bis zu Kraftstoff verwendet. Neben Gas und Öl wird auch der Einsatz von mehr recycelten bzw. biologisch erzeugten Rohstoffen erforscht. „All diese Aktivitäten werden durch ein kontinuierliches Streben nach Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz unserer Prozesse unterstützt“, so Hans. Obwohl der Schwerpunkt darauf liegt, die Produktion von CO2 zu vermeiden, anstatt darauf zu warten, es später zu sammeln und zu speichern, sollte die Speicherung in Zukunft immer noch eine option für INEOS sein. Dabei kann INEOS auf die Erfahrungen der bestehenden Anlagen zur Kohlenstoffabscheidung in Zwijndrecht, Tavaux, Lavéra und Köln zurückgreifen. Derzeit werden etwa 100.000 Tonnen CO2, die als Nebenprodukt der Ethylenoxid-Produktion in Zwijndrecht anfallen, aufgefangen, gereinigt, verflüssigt, verkauft und wiederverwendet. INEOS entwirft klare roadmap Die Roadmap wurde entwickelt, um INEOS den Weg zu einer klimaneutralen Welt aufzuzeigen. Die Anlagen von INEOS im Hafen von Antwerpen mögen die ersten sein, die sich auf diese Reise begeben. Sie werden jedoch nicht die letzten sein. „Die Roadmap wird ausgerollt und alle Geschäftsbereiche von INEOS können herausfinden, an welchen Stellen sie sich verbessern können, um ihre Kohlenstoffemissionen zu senken“, sagt Greet Van Eetvelde, Head of Energy & Innovation der INEOS-Gruppe. Seit einem Jahr arbeitet sie gemeinsam mit Matthias Schnellmann, Carbon Business Developer, an der umfassenden Roadmap. Gemeinsam mit den INEOS-Standorten in Antwerpen haben sie Umweltdaten gesammelt, um eine Grundlage für einen klaren und starken Plan zur Emissionsreduzierung zu schaffen. Die Roadmap zeigt, wie INEOS die Emissionen reduzieren kann, indem man entweder auf andere Brennstoffe umsteigt, erneuerbare Rohstoffe verwendet, die Energie- und Ressourceneffizienz der Anlagen erhöht oder den Kohlenstoff auffängt, nutzt oder speichert. „Die meisten unserer Standorte sind bereits energieeffizient, sodass die Fokussierung darauf allein für uns keine nennenswerten Gewinne bringt“, so Matthias. „Der Wechsel von Brennstoffen oder die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen hingegen schon. Wir denken, dass es besser ist, unsere Emissionen zu reduzieren, als sie aufzufangen und zu speichern.“ Er sagt auch, dass einige Standorte Wasserstoff als Nebenprodukt herstellen, der wiederum von einem anderen Standort verwendet werden könnte, um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. „Jeder Standort hat andere Anforderungen“, sagt er. „Die Lösung wird nicht für alle gleich sein. Die Roadmap wird uns dabei helfen, Bereiche zu identifizieren, in denen Prozesse verbessert werden können, um etwas zu bewirken.“ Man hofft, dass die Roadmap ein Klima positiver Wettbewerbsfähigkeit in allen Geschäftsbereichen und Standorten von INEOS auf der ganzen Welt schaffen wird. project-one.ineos.com/en

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Die lichter anlassen

An dem Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation die Ausbreitung des Coronavirus zu einer globalen Pandemie erklärte, ergriff INEOS entscheidende Maßnahmen. Zu diesem Zeitpunkt waren weltweit knapp mehr als 4.500 Menschen an diesem neuen, unsichtbaren Killer gestorben und viele Regierungen widersetzten sich nationalen Lockdowns. Einige verharmlosten das Virus sogar als „gewöhnliche Erkältung“. INEOS war alarmiert. Es hat Standorte in mittlerweile 29 Ländern, darunter auch China, wo das Virus vermutlich seinen Ursprung hat. „Die Tatsache, dass wir ein globales Unternehmen sind, war eine unserer Stärken“, sagt Jeff Seed, SHE Director bei INEOS. „Unsere asiatischen Standorte gaben uns ein Gefühl dafür, was zu erwarten war und wie wir möglicherweise von dem Virus betroffen sein könnten.“ Die Botschaft aus Asien war klar: Wer seine Anlagen und Geschäftsbereiche am Laufen halten will, muss seine Beschäftigten sofort schützen. Als globaler Hersteller von lebenswichtigen Chemikalien, die die Welt bald mehr denn je benötigen würde, wurde dieser Ratschlag von INEOS sehr ernst genommen. „Sicherheit war schon immer unsere oberste Priorität. Dazu gehört auch, dass wir so arbeiten, dass es für alle unsere Betriebsteams sicher ist“, sagt Jeff. „Unsere ausgezeichnete Sicherheitsbilanz basiert auf klaren Verfahren und Regeln.“ Ein COVID-Notfallplan wurde schnell vereinbart. Jeder Geschäftsbereich erstellte strenge Sicherheitsprotokolle, um die Sicherheit der eigenen Belegschaft zu gewährleisten, während die Anlagen weiterliefen. Unsere Menschen, die überall auf der Welt in Büros arbeiteten, wurden angewiesen, von zu Hause aus zu arbeiten. Die Geschäftsbereiche wurden aufgefordert, Personal, das für den Betrieb und die Wartung der Anlagen unabdingbar ist, zu identifizieren. „Das war entscheidend. Wir können diesen Menschen nicht genug danken, die unsere Anlagen auf beeindruckende Weise sicher am Laufen hielten“, so Simon Laker, INEOS Group Operations Director. Darüber hinaus wurden alle nicht erforderlichen Arbeiten an den Anlagen verschoben und alle nicht notwendigen Geschäftsreisen verboten. „Wenn wir nicht schnell gehandelt hätten, hätte das Virus in unsere Standorte eindringen und viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr schnell krank machen können“, sagt Jeff. „Wir möchten zum einen gewährleisten, dass unsere Beschäftigten gesund bleiben, und zum anderen sicherstellen, dass unsere Anlagen und Standorte weiterhin produzieren können.“ Jeff war gemeinsam mit Simon am INEOS-Standort Green Lake in den USA, als INEOS Capital sie bat, mit den ersten Vorbereitungen für die Aufrechterhaltung der Produktion während der Pandemie zu beginnen. „Zu diesem Zeitpunkt wussten wir wirklich nicht, welche Auswirkungen das auf unsere Tätigkeiten in der ganzen Welt haben würde“, berichtet er. „Aber wir waren fest entschlossen, den Betrieb auf eine Weise fortzusetzen, die für alle unsere Betriebsteams sicher war.“ Im Falle eines Ausbruchs des Coronavirus war INEOS darauf vorbereitet, Standorte zu schließen. Es wurden wöchentliche Telefonate zwischen den Personalleitungen der einzelnen Geschäftsbereiche eingerichtet, um die Situation an den einzelnen Standorten und in den einzelnen Ländern zu überwachen. Außerdem wurden regelmäßige Vorstandssitzungen in jedem Geschäftsbereich abgehalten, um sicherzustellen, dass bei Bedarf schnell gehandelt werden konnte. In Großbritannien wurden die für die Produktion notwendigen Beschäftigten von INEOS regelmäßig getestet. „Das war ein wirklich guter Weg, dem Virus einen Schritt voraus zu sein“, so Jeff. Die Maßnahmen von INEOS bedeuteten, dass kein einziger Standort schließen musste, es sei denn, dies wurde durch die Regierung vor Ort vorgeschrieben. „Unsere strikten Verfahren und unser schnelles Handeln haben dafür gesorgt, dass wir die positiven Fälle unter Kontrolle halten konnten und unsere Beschäftigten geschützt waren, während wir unseren Betrieb aufrechterhielten“, so HR Director Jill Dolan. Beschäftigte, die Symptome von COVID-19 aufwiesen, wurden angewiesen, nicht zur Arbeit zu kommen. Da die Regelungen zu Testungen von Land zu Land unterschiedlich waren, war es nicht immer möglich, die Betroffenen zu testen. „Das ist einer der Gründe, warum die genaue Zahl der positiven Fälle bei INEOS nicht bekannt sein wird“, berichtet Jill. „Aber dieser Ansatz war der Schlüssel, um eine Ausbreitung des Virus auf ein Minimum zu beschränken.“ INEOS stellte ebenfalls sicher, dass die Beschäftigten, die sich aufgrund eines engen Kontakts mit anderen Personen selbst isolieren mussten, dies taten, um sich und ihre Familien zu schützen. INEOS schaffte es nicht nur, den eigenen Betrieb aufrecht zu erhalten. Aufgrund des frühzeitigen Handelns war man auch in der Lage, den beispiellosen, weltweiten Bedarf an Chemikalien zu decken. Diese werden dringend benötigt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Infizierte zu behandeln. Die Produktion wurde an vielen INEOS-Standorten hochgefahren, wobei die INEOS-eigenen INOVYN-Anlagen in ganz Europa ununterbrochen liefen, um Natriumhypochlorit (Haushaltsbleichmittel) zu produzieren. Es wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNICEF als die beste und schnellste Methode zur Abtötung von Coronaviren auf Oberflächen anerkannt. Außerdem baute das Unternehmen in weniger als zehn Tagen sechs Anlagen zur Herstellung von Handdesinfektionsmitteln und lieferte Millionen von Flaschen kostenlos an Tausende von Krankenhäusern. Durch die Verlagerung von Aktivitäten weg von nicht unbedingt erforderlichen Arbeiten an Standorten in den USA, Europa und dem Vereinigten Königreich hielt INEOS den Chemikalienfluss zu denjenigen aufrecht, die lebenswichtige medizinische Materialien, Desinfektionsmittel und Geräte herstellen. Viele Länder waren darüber hinaus zu Recht um den Schutz ihrer Trinkwasserversorgung besorgt. In den USA wird Acrylamid und Polyacrylamid von INEOS benötigt, um Wasser zu reinigen. Britische Wasserunternehmen verließen sich auf INEOS, um Chlor bereitzustellen, das notwendig ist, um 98 Prozent des britischen Wassers trinkbar zu halten. „Wir haben früher als viele andere große Unternehmen gehandelt, weil es sowohl um die öffentliche Sicherheit als auch um die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs ging“, so Jeff. INEOS weiß, dass die Pandemie noch lange nicht vorbei ist, trotz der Hoffnung, dass bald ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stehen. „Wir sind zwar noch nicht über den Berg, aber die Tatsache, dass wir es bis hierher geschafft haben, unsere Beschäftigten zu schützen und unsere Anlagen am Laufen zu halten, ist ein Beweis für die harte Arbeit und das Engagement aller“, sagt Tom Crotty, Communications Director von INEOS.

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Die Zukunft gestalten

Verbundwerkstoffe prägen die Welt wie nie zuvor. Anders als Metall lassen sie sich nicht nur in fast jede Form bringen, sondern sind zäher und leichter als Stahl, feuerfest und rosten nicht. „In der Vergangenheit hat die Verschlechterung von Baustahl in extremen Fällen zu einem katastrophalen Versagen der Struktur geführt“, sagt Lynn Calder, CEO INEOS Composites. Das erlebte die Welt am 14. August 2018, als ein 200 Meter langes Teilstück der Morandi-Brücke in Genua einstürzte und 43 Menschen tötete. Expertinnen und Experten sagen, dass die Stahlseile der Brücke mit Beton ummantelt waren, wodurch die Korrosion nicht sichtbar war. Der Stahlturm, der auch einstürzte, war ebenfalls mit Beton ummantelt. Rostet Stahl, dehnt er sich aus und kann Risse im Beton verursachen. Verbundwerkstoffe funktionieren anders – und als solche haben sie ihren Weg in Autos, Lastwagen, Boote, Häuser, Infrastruktur, Chemieanlagen und das Meer gefunden, wo sie den härtesten Bedingungen standhalten können. Die Verbundharze von INEOS sind resistent gegen den Angriff von Chemikalien. Als solche wurden sie anstelle traditioneller Materialien in vielen Produktionsanlagen von INEOS eingesetzt, darunter auch in der Niederlassung von INEOS Pigments in Ashtabula in Ohio, USA. „Auch die Stahlverstärkung in Betonbrücken wird inzwischen durch Verbundwerkstoff-Verstärkung ersetzt“, so Lynn. Verbundstücke sind darüber hinaus gut für die Umwelt. Die Harze von INEOS Composites haben sich als eine der Schlüsselkomponenten bei der Gestaltung der Zukunft von Windkraftanlagen erwiesen, da sie leichter als Stahl sind. 2019 wurde in Cherbourg, Frankreich, der längste Windradflügel der Welt gebaut. Mit 107 Metern war er länger als ein Fußballfeld. „Diese Flügel könnten ohne das Verhältnis von Festigkeit und Gewicht von Verbundwerkstoffen nicht in der heutigen extremen Größe gebaut werden und diese enorme Leistung erzeugen“, so Lynn. INEOS ist stolz darauf, dazu beigetragen zu haben, einen Markt für recycelte Kunststoffe zu schaffen. In jedem 220-kg-Fass des PET-Produktportfolios von Verbundharzen befinden sich die Reste von etwa 1.800 recycelten PET-Flaschen. „Indem wir recyceltes PET als Rohmaterial für die Herstellung von Verbundwerkstoffen verwenden, schließen wir den Kohlenstoff ein“, so Lynn. Damit zeigt INEOS der Welt auch, dass man es mit dem Versprechen ernst meint, bis 2025 325.000 Tonnen recyceltes Polymer in den eigenen Produkten zu verwenden. INEOS Enterprises hat vereinbart, das gesamte Composites-Geschäft von Ashland zusammen mit dem europäischen BDO-Geschäft im Jahr 2018 für eine Milliarde US-Dollar zu übernehmen. Allein der Geschäftsbereich Composites verfügt über 15 Produktionsstandorte in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und dem Nahen Osten und beschäftigt 1.000 Menschen. Ashley Reed, CEO INEOS Enterprises, sagt, dass Verbundharze seit 30 Jahren das Material der Wahl für die Bootsbauer der Welt seien. Aus gutem Grund: wegen der unglaublichen Eigenschaften. „Wir glauben, dass Kompositharze unter INEOS ein großes Wachstumspotenzial haben“, sagte er seinerzeit.“ Nach Abschluss der Transaktion 2019 wurde INEOS Composites zu einem eigenständigen Geschäftsbereich. Mit Blick auf die Zukunft sind Verbundwerkstoffe gut aufgestellt, um die Herausforderung der Bauindustrie, mehr umweltverträgliche Produkte zu verwenden, zu meistern. Andrew Miller, Head of INEOS Composites Europe, sagt, dass der Markt ein wachsendes Interesse an Bio- und recycelten PET-basierten Harzen zeige. „Faserverbundwerkstoffe sind einfach einzubauen und zu warten, haben eine lange Lebensdauer und können recycelt werden. Es ist also leicht zu erkennen, warum sie weitaus wettbewerbsfähiger sein werden als herkömmliche Materialien wie Stahl und Beton“, berichtet er. INEOS-VERBUNDWERKSTOFFE Weltmarktführer bei ungesättigten polyesterharzen, vinylester harzen und  geloberflächen Funktionelle Eigenschaften Korrosionsbeständigkeit Brandverzögerung Ultraviolett-Beständigkeit Wasser- und Chemikalienbeständigkeit Hohe mechanische Eigenschaften Thermische und elektrische Isolierung Stoß- und Kratzfestigkeit Hohe Festigkeits-Gewichts-Verhältnisse WWW.INEOSCOMPOSITES.COM

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Schicker spender

INEOS hat wieder einmal mit traditionellem Denken aufgeräumt. Es hat den einstmals bescheidenen Handdesinfektionsmittelspender in ein stilvolles Objekt verwandelt, das in den elegantesten Geschäften, Büros, Schulen, Restaurants und Wohnungen blendend aussieht. „Es ist das erste Mal, dass viele Menschen darüber nachdenken, zu Hause einen Desinfektionsmittelspender zu installieren“, sagt Oli Hayward-Young, der mit dem Projekt betraut ist. „Wenn ein Spender ins Haus kommen soll, muss er gut aussehen und zur übrigen Einrichtung passen.“ Oli sagt, dass viele traditionelle Spender wie „hässliche, weiße Plastikboxen“ aussehen. „Sie hinterlassen ein negatives Gefühl, sobald man einen Raum betritt“, berichtet er. „Dies ist nun ein neues Konzept für Spender. Es wird viele Geschäfte geben, die ihre Belegschaft und Kunden schützen wollen, ohne Aussehen und Atmosphäre der Räumlichkeiten zu beeinträchtigen. Unser Spender wurde so designt, dass er ästhetisch ansprechend ist.“ Nicht nur das, denn er wurde auch von demselben Weltklasse-Team entworfen, das den Grenadier, das neue Geländefahrzeug von INEOS, das nächstes Jahr auf den Markt kommen soll, gestaltet hat. Der Mann, der half, den Grenadier auf dem Papier zu konzipieren, ist Toby Ecuyer, ausgebildeter Architekt und einer der besten britischen Designer von Superyachten. Er hat geholfen, zwei Arten von Spendern zu entwickeln – einen für den öffentlichen Bereich und einen kleineren für private Haushalte. Den Spender für den professionellen Bedarf, der von einem Unternehmen bzw. einer Institution individuell angepasst werden kann, gibt es in drei Ausführungen: für den Tisch, freistehend oder zur Wandmontage. Das kleinere Modell, das in den Farben Rot, Crème, Silber oder Schwarz erhältlich ist, kann auf der Küchenarbeitsplatte oder einem Tisch stehen bzw. an der Wand – etwa neben der Eingangstür – montiert werden. Das Schweizer Maschinenbauunternehmen Gritec fertigt zunächst 20.000 Spender am Standort in Grüsch. Beide wurden kurz vor Weihnachten zusammen mit den einfach zu montierenden Nachfüllkartuschen über die Website von INEOS Hygienics zum Verkauf angeboten. „Wir nahmen sofort das Interesse der Öffentlichkeit wahr“, berichtet Oli. Für ihn, er kam Anfang des Jahres zur neuen globalen Consumer Healthcare-Marke von INEOS, ist jetzt eine aufregende Zeit. „INEOS war schon immer im Hintergrund tätig und hat Produkte hergestellt, welche die Gesellschaft braucht“, sagt er. „Aber jetzt sind wir vorne mit dabei, um die Welt wieder auf die Füße zu stellen.“ Am Freitag, 23. Oktober 2020, um 21.45 Uhr, schrieb INEOS mit der allerersten TV-Werbekampagne zur Vorstellung der Handdesinfektionsmittel in Krankenhausqualität Geschichte. Der Werbespot feierte sein Debüt in „Coronation Street“, das ist eine seit langem laufende beliebte britische Soap. George Ratcliffe, Chief Operating Officer von INEOS Hygienics, beschreibt dies als wichtigen Meilenstein im Leben des jungen Geschäftsbereichs. „Unsere Produkte wurden auf dem Höhepunkt der Pandemie in Krankenhäusern verwendet. Auch unsere Spitzensportteams nutzen sie“, erzählt er. „Das war unsere Chance, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass wir, obwohl wir ein neuer Marktteilnehmer sind, eine vertrauenswürdige Alternative sind.“ Die Werbeaktivitäten scheinen gewirkt zu haben: „Unser wöchentlicher Umsatz stieg um über 40 Prozent, nachdem der Spot gezeigt wurde“, so George. INEOS gründete die globale Consumer Healthcare-Marke INEOS Hygienics im Juli 2020. Oli berichtet, dass der Aufbau der Spendersparte des Geschäftsbereichs und die so schnelle Markteinführung des Produkts eine erstaunliche Teamleistung gewesen sei. „Wir konnten auf das Projektmanagement, das kaufmännische und technische Know-how in der gesamten Gruppe zurückgreifen. Unsere Beschäftigten haben sich in sehr schwierigen Zeiten der Herausforderung gestellt“, sagt er. Das Geschäft sei langfristig und in einer neuen Ära aufgebaut worden, in der Handdesinfektionsmittel noch nie so wichtig waren wie heute. „Obwohl wir 2020 einen Anstieg bei der Verwendung von Desinfektionsmitteln gesehen haben, glauben wir, dass es eine dauerhafte Auswirkung geben wird“, so George. „Die Einstellung der Menschen hat sich geändert. Allen ist jetzt bewusst, warum es so wichtig ist, die Hände sauber zu halten, um nicht krank zu werden.“ WWW.INEOSHYGIENICS.COM Tottenham arbeitet mit INEOS zusammen Der TOTTENHAM Hotspur Football Club hat sich mit INEOS Hygienics zusammengetan, um die Sicherheit seiner Spieler, Beschäftigten und Fans zu gewährleisten. Der Premier-League-Fußballverein bestellte Hunderte der neuen berührungslosen Handdesinfektionsmittelspender von INEOS, nur wenige Tage nachdem INEOS Hygienics die Produktreihe auf den Markt gebracht hatte, um ein hohes Hygieneniveau im Stadion aufrechtzuerhalten. „Es war fantastisch zu sehen, wie die Spender vom Band liefen“, sagt George Ratcliffe, COO INEOS Hygienics.

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Perfekte partner

INEOS hat sich mit einem weiteren Unternehmen zusammengetan, das helfen wird, Plastikmüll zu reduzieren – und einer umweltbewussteren Öffentlichkeit mehr von dem zu geben, was sie erwartet. Durch die Zusammenarbeit von INEOS Olefins & Polymers und Saica Natur ist es gelungen, hochleistungsfähige flexible Verpackungen zu schaffen, die zu mehr als 60 Prozent aus recyceltem Polyethylen niedriger Dichte und linearem Polyethylen niedriger Dichte bestehen. Rob Ingram, CEO von INEOS O&P Europe North, sagt, dass dafür auf beiden Seiten erhebliche technische Hindernisse überwunden werden mussten. „Saica ist Experte im Recycling von gebrauchten Kunststofffolien“, berichtet er. „Wir haben das Know-how in der Polymerwissenschaft, um die Qualität, Spezifikation sowie die Leistung des Endprodukts zu verbessern.“ Die neuen Polymere in Verpackungsqualität, die unter anderem für die Herstellung von flexiblen Beuteln für Waschmittel verwendet werden können, wurden nun in das neue Kunststoffsortiment von INEOS aufgenommen, das bei seiner Einführung im Oktober 2019 als bahnbrechend gefeiert wurde. „Wir machen nicht gerne viel Aufhebens, bis wir wirklich wissen, dass wir etwas vorzuweisen haben“, sagt David Kirkwood, Polymer Business Manager. Das Recycl-IN-Sortiment wurde mit Polyethylen- und Polypropylen-Typen hoher Dichte eingeführt, die bis zu 50 Prozent recycelten Kunststoffabfall enthalten. Das Sortiment wurde nun um Polyethylen niedriger Dichte und linearer niedriger Dichte erweitert und enthält nun bis zu 60 Prozent recycelten Kunststoffabfall. Die Entwicklung und Erweiterung des Recycl-IN-Sortiments ist ein wichtiger Schritt zur Steigerung der Ressourceneffizienz und trägt dazu bei, Verbraucherinnen und Verbrauchern zu zeigen, dass Kunststoffe eine wertvolle Ressource sind, die man immer wieder verwenden kann, anstatt sie nur einmal zu benutzen und dann wegzuwerfen. „Die Verwendung von Kunststoffabfällen als Rohstoff für unsere Produkte trägt dazu bei, den Einsatz neuer Gas- und Ölressourcen zu reduzieren“, so Rob. Die Entscheidung von INEOS O&P, eine Partnerschaft mit Saica, einem führenden spanischen Abfallentsorgungsunternehmen, einzugehen, bedeutet, dass der Geschäftsbereich nun über eine zuverlässige Versorgung mit recyceltem Produkt verfügt. Diese recycelten Produkte können mit den eigens von INEOS hergestellten Hochleistungspolymeren kombiniert werden, um Polymertypen herzustellen, aus denen flexible Verpackungen gefertigt werden können, die genauso gut sind wie das Original. „Dies ist ein Beispiel für das Engagement für ein langfristiges, nachhaltiges Wachstum“, sagt Victor Sanz, Director General von Saica Natur. „Es zeigt, dass wir uns in Richtung eines Kreislaufwirtschaftsmodells bewegen, indem wir Ressourcen auf nachhaltigere und effizientere Weise nutzen.“ 2019 – um die Einführung dieser neuen Reihe von Hybridkunststoffen zu unterstützen – unterzeichnete INEOS langfristige Vereinbarungen mit einer Reihe von Recyclingunternehmen. Darunter auch Viridor, Großbritanniens größte Kunststoffrecycling- und Wiederaufbereitungsanlage. Die neue Anlage in Avonmouth, in der Nähe von Bristol, Großbritannien, wird von Viridors 252 Millionen Pfund teurer Energierückgewinnungsanlage betrieben. Diese nutzt nicht recycelbare Abfälle zur Erzeugung von Strom und Wärme. „Partnerschaften wie die mit INEOS sind entscheidend für den Übergang zur Kreislaufwirtschaft, in der jedes Produkt zu einem Großteil aus recycelten Kunststoffen besteht“, sagt Keith Trower, Managing Director von Viridor Resource Management. 2019 ergab der Recycling-Index, der die Einstellung der Öffentlichkeit zum Recycling verfolgt, dass neun von zehn Befragten der Meinung sind, dass vorhandenes Plastik wieder verwendet werden sollte. „Die Botschaft der Öffentlichkeit könnte nicht klarer sein, wenn es um das Recycling und die Rückführung von recycelten Inhalten in die Wirtschaft geht“, sagt Viridor-Geschäftsführer Phil Piddington. „Wo andere Abfall sehen, sehen wir Ressourcen.“ DURCH DIE PARTNERSCHAFT KÖNNEN HOCHQUALITATIVE FLEXIBLE VERPACKUNGEN HERGESTELLT WERDEN, DIE ZU MEHR ALS 60 PROZENT AUS RECYCELTEM KUNSTSTOFF BESTEHEN. INEOS OLEFINS & POLYMERS HAT MIT DEM FÜHRENDEN ABFALLWIRTSCHAFTSUNTERNEHMEN SAICA NATUR EINE LIEFERVEREINBARUNG FÜR RECYCELTES LDPE UND LLDPE GESCHLOSSEN. DIE LANGFRISTIGE VEREINBARUNG HILFT INEOS, DIE WACHSENDE NACHFRAGE NACH EINEM HÖHEREN ANTEIL AN RECYCELTEN PRODUKTEN IN NACHHALTIGEN FLEXIBLEN VERPACKUNGEN IN NEUWAREQUALITÄT ZU BEDIENEN. SAICA NATUR IST EIN FÜHRENDES SPANISCHES ENTSORGUNGSUNTERNEHMEN UND EXPERTE FÜR DAS RECYCLING VON GEBRAUCHTEN KUNSTSTOFFFOLIEN. DIESES RECYCELTE MATERIAL WIRD IN DAS RECYCL-INSORTIMENT AUFGENOMMEN UND KANN UNTER ANDEREM FÜR DIE HERSTELLUNG VON FLEXIBLEN BEUTELN FÜR WASCHMITTEL UND KÖRPERPFLEGEPRODUKTE VERWENDET WERDEN.

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