INEOS plant Investitionen in Höhe von zwei Milliarden Dollar in Saudi-Arabien. Laut INEOS-Vorstandsvorsitzendem Jim Ratcliffe ist dies ein wesentlicher Meilenstein in der 21-jährigen Geschichte des Unternehmens. „Es ist unsere erste Investition im Nahen Osten“, erklärt er.
Ein neuer 425.000-Tonnen-Acrylnitril-Betrieb - der erste seiner Art im Nahen Osten - wird sich die weltweit führende Technologie von INEOS zunutze machen.
„Die weltweite Nachfrage nach Acrylnitril wächst weiterhin schneller als das BIP, denn mit diesem Material können leichtere, stabilere und energieeffizientere Materialien wie ABS, Verbundwerkstoffe und Karbonfasern hergestellt werden“, erklärt Paul Overment, Geschäftsführer von INEOS Nitriles.
Zudem plant INEOS die Errichtung eines 400.000-Tonnen-Betriebs für lineare Alphaolefine (LAO) und eine damit verbundene Großanlage zur Herstellung von Polyalphaolefinen (PAO).
„Wir sind einer der weltweit führenden Lieferanten für LAO- und PAO-Händler“, betont Joe Walton, Geschäftsführer INEOS Oligomers. „Größe und Standort dieser neuen Betriebe unterstützen unser Bestreben, mit dem weltweit steigenden Bedarf unserer Kundinnen und Kunden mitzuhalten.“
Alle drei Betriebe, die die wichtigsten Bausteine für Karbonfasern, technische Polymere und synthetische Schmierstoffe herstellen werden – Materialien, die für ein Wirtschaftswachstum der Region unverzichtbar sind – werden voraussichtlich 2025 die Produktion aufnehmen.
Die Entscheidung, im Nahen Osten zu investieren, folgt auf die jüngst getätigten Investitionen in Antwerpen, Großbritannien, China und Amerika.
Nach seiner Errichtung wird der petrochemische Komplex Jubail 2 nachgelagerte Derivate und Spezialchemikalien im Wert von mehr als vier Milliarden Dollar liefern.
„Für uns passt der Zeitpunkt für diese bedeutsame Vereinbarung in Saudi-Arabien mit Saudi Aramco und Total perfekt“, so Jim. „Wir bieten eine fortschrittliche Technologie für nachgelagerte Verfahren, die im Königreich Saudi-Arabien einen Mehrwert bieten und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen wird.“