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    Einführung

    Nie war es wichtiger für die Menschen zu verstehen, wie grundlegend die chemische Industrie für das moderne Leben und die Bewältigung der globalen Probleme ist, mit denen wir konfrontiert sind.

    Sie berührt fast alles in unserem Leben – Telefone, Kleidung, Wohnen, Verkehr und Gesundheitswesen. Das eine kann ohne das andere nicht sein.

    Wir wissen, dass ein Wandel bevorsteht und sind dabei, unser Geschäft neu zu gestalten.

    Wir wissen, vor welchen Herausforderungen die Welt heute und in Zukunft steht und sind uns unserer Rolle bei der Bewältigung dieser Herausforderungen bewusst.

    Es ist eine Energiewende im Gange, die einen gemeinsamen, ganzheitlichen Ansatz für die Abkehr von fossilen Brennstoffen hin zu alternativen Energiequellen wie Sonne, Wind und Wasserstoff erfordert.

    Chemie ist unser Geschäft, und unsere chemischen Produkte und Verfahren werden bei diesem Übergang eine wesentliche Rolle spielen.

    Der Klimawandel und die Kreislaufwirtschaft sind die Eckpfeiler unserer Strategie, und wir konzentrieren uns weiterhin auf einen innovativen Ansatz für Recycling und erneuerbare Energien.

    Nach dem Pariser Klimaabkommen von 2015 haben sich die meisten Nationalstaaten das Ziel gesetzt, bis 2050 eine emissionsfreie Wirtschaft zu erreichen und verabschieden entsprechende Vorschriften und Gesetze.

    Diese Ausgabe von INCH befasst sich mit einigen der Pläne und Maßnahmen, die INEOS-Geschäftsbereiche ergriffen haben um sicherzustellen, dass sie den Übergang zu einer Netto-Null-Wirtschaft bis spätestens 2050 schaffen, dabei rentabel bleiben und den sich entwickelnden Vorschriften und Gesetzen voraus sind.

    Grüner Transport

    INEOS arbeitet mit Wrightbus, dem ersten wasserstoffb etriebenen Doppeldeckerbus der Welt, zusammen, um Wasserstoff als Kraftstoff der Zukunft zu präsentieren.

    Der StreetDeck Hydroliner von Wrightbus ist mit einem Wasserstoff-Brennstoffzellen- Antrieb ausgestattet, und sein Akku kann bis zu 48 KWh speichern. Dies ermöglicht es dem Bus, bis zu 280 Meilen zu fahren und dabei Wasser statt Kohlendioxid auszustoßen.

    Der Bus wurde so konzipiert, dass er den Anforderungen von Busfahrenden und Fahrgästen gleichermaßen gerecht wird. Die Entwicklung erfolgte im Rahmen des von der Europäischen Union fi nanzierten Projekts JIVE (Joint Initiative for Hydrogen Vehicles Across Europe).

    2 minuten lesezeit Ausgabe 22
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    Netto-Null 2050

    Nach dem Pariser Klimaabkommen von 2015 haben sich die meisten Nationalstaaten das Ziel gesetzt, bis 2050 eine emissionsfreie Wirtschaft zu erreichen und verabschieden entsprechende Vorschriften und Gesetze.

    Als Reaktion darauf haben die INEOS-Geschäftsbereiche Roadmaps aufgestellt, um den Übergang zu einer Netto-Null-Wirtschaft in unserer Branche bis spätestens 2050 zu erreichen, dabei rentabel zu bleiben und den sich entwickelnden Vorschriften und Gesetzen voraus zu sein.

    Auf der Grundlage dieser Roadmaps legen wir ehrgeizige, aber erreichbare Ziele für 2030 fest, die im Einklang mit unserer Verpflichtung für 2050 stehen. Diese werden wir voraussichtlich in Kürze veröffentlichen.

    Entsprechende Maßnahmen und Verbesserungen sind bereits in Arbeit.

    Wir werden die Emissionen pro Kilogramm Produkt bis spätestens 2025 um 10 Prozent reduzieren, und wir investieren in den nächsten fünf Jahren über drei Milliarden Euro, um unseren Fußabdruck weiter zu verringern.

    Im Rahmen dieser Bemühungen investieren wir auch in neue Produkte und Technologien, um die Industrie zu einer Kreislaufwirtschaft zu führen, in der Materialien so weit wie möglich wiederverwendet werden und keine Produkte nach ihrer Verwendung in die Umwelt gelangen.

    Die von uns hergestellten Produkte sind für eine Vielzahl von Anwendungen unerlässlich, auf die die Gesellschaft angewiesen ist.

    Aus diesem Grund betrachten Regierungen weltweit die Branche als kritische Infrastruktur, wie wir während der jüngsten Pandemie gesehen haben.

    Die Palette der Anwendungen umfasst folgende Bereiche:

    • Gesundheit und medizinische Geräte
    • Sauberes Wasser
    • Konservierung und Erhaltung von Lebensmitteln
    • Technologien für erneuerbare Energien
    • Leichtere, energiesparende Materialien für Transport und Mobilität
    • Erschwingliche Kleidung und Bekleidungsstücke
    • Bau und Transport von Wasser und Gasen
    • Elektrische Isolierung
    • Haushalts- und Elektrogeräte.

    Unsere Produkte sind unverzichtbar, weil sie in Bezug auf Leistung, Erschwinglichkeit und Umweltverträglichkeit die besten verfügbaren Materialien für die betreffenden Anwendungen sind.

    In einigen Fällen, insbesondere im medizinischen Bereich, sind sie die einzigen verfügbaren Materialien.

    INEOS ist Teil der Lösung für die Herausforderungen, vor denen die Welt steht, und wir freuen uns darauf, eine Netto-Null-Wirtschaft zu erreichen und gleichzeitig weiterhin Produkte zu liefern, die für die Gesellschaft unerlässlich sind.

    Was ist Netto-Null?

    Netto-Null bezieht sich auf das Gleichgewicht zwischen der Menge der erzeugten Treibhausgase und der Menge, die aus der Atmosphäre entfernt wird. Wir erreichen Netto-Null, wenn die Menge, die wir hinzufügen, nicht mehr ist als die Menge, die wir entfernen.

    2020 Sustainability Report

    www.ineos.com/sustainability

     

    2 minuten lesezeit Ausgabe 22
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    Unsere Reise zu Netto-Null

    Der Weg zu Netto-Null bis 2050 wird für INEOS nicht einfach sein. Wir sind ein effizientes Produktionsunternehmen, jedoch ist die Herstellung wichtiger Rohstoffe für Kleidung, Medikamente, Elektronik, Autos, Flugzeuge und Gebäude energieintensiv. Die Produkte werden auch für den Bau von Windturbinen, Solarzellen und anderen erneuerbaren Technologien verwendet. Und all das hat seinen Preis für die Umwelt.

    „Unsere industriellen Prozesse benötigen eine gewisse Menge an Energie und geben CO2 ab“, sagt INEOS-Vorstandsvorsitzender Sir Jim Ratcliffe. „Das ist die Realität. Man kann das eine nicht ohne das andere haben.“

    Das Unternehmen hat vor kurzem seinen allerersten konzernweiten Sustainability Report veröffentlicht, in dem Daten aus allen Geschäftsbereichen weltweit zusammengefasst sind.

    „Es war eine Mammutaufgabe“, sagt Communications Director Tom Crotty. „Doch wir mussten wissen, wo wir global stehen, damit klar ist, was wir tun müssen.“

    Und die Veränderungen zur Senkung der Kohlenstoffemissionen, zur Herstellung nachhaltigerer Produkte und zur Suche nach Alternativen zu fossilen Brennstoffen sind schon im Gange.

    Wir haben bereits damit begonnen, Gas und Öl bei der Herstellung der Produkte durch erneuerbare Materialien zu ersetzen, wo dies möglich ist.

    Wir arbeiten mit bahnbrechenden Recyclingunternehmen zusammen, um Kunststoffabfälle wiederzuverwenden.

    Wir reinvestieren unsere Gewinne in hochmoderne Produktionsanlagen, um deren Effizienz zu verbessern und so die Kohlenstoffemissionen zu senken.

    Wir haben mit der Beschaffung von Windenergie begonnen, was den CO2-Fußabdruck um mehr als eine Million Tonnen CO2 verringern wird.

    Wir erforschen Möglichkeiten zur Abscheidung und dauerhaften Speicherung von Kohlendioxidemissionen in stillgelegten Ölquellen, wodurch Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

    Wir untersuchen die Möglichkeit, abgeschiedenes Kohlendioxid mit nachhaltig erzeugtem Wasserstoff zu mischen, um Methanol zu produzieren – eine Chemikalie, die in allen Bereichen von Kleidung bis zu Kraftstoff verwendet wird.

    Wir setzen uns für eine Wirtschaft ein, die mit grünem Wasserstoff betrieben wird, der keine Emissionen verursacht.

    „INEOS möchte nicht nur einen Beitrag zur Dekarbonisierung der Energie für seine bestehenden Betriebe leisten, sondern auch Wasserstoff bereitstellen, der anderen Unternehmen und Sektoren hilft, dasselbe zu tun“, sagt Geir Tuft, CEO vom INEOS-Geschäftsbereich INOVYN.

    Chris Stark, CEO des Committee on Climate Change, das die britische Regierung bei der Erreichung ihrer Klimaziele berät, ist der Ansicht, dass INEOS eine wichtige Rolle bei der Schaffung einer wasserstoffbetriebenen, kohlenstoffarmen Wirtschaft spielen muss.

    In einem kürzlich geführten Interview mit INCH sagt er: „INEOS wird uns auf diesem Weg begleiten.

    Das Unternehmen muss nur sicherstellen, dass es seine Rolle in der Klimawandeldiskussion klarlegt, damit die Öffentlichkeit das auch versteht.“

    Energiewende

    Da die Welt sauberere, alternative Energieformen nachfragt, investiert INEOS Millionen in eine Reihe von Projekten, die auf eine drastische Senkung der CO2-Emissionen abzielen.

    Grüner Wasserstoff wird ein Hauptschwerpunkt sein, ebenso wie die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung. Und beide Wege werden zu neuen Arbeitsplätzen führen.

    Roadmaps

    Die Gewährleistung eines möglichst effizienten und sicheren Betriebs seiner Anlagen hat für INEOS höchste Priorität. Sie ist die Grundlage für die Betriebsgenehmigung. Um bis 2050 Netto-Null zu erreichen, hat nun jeder Standort eine Roadmap entwickelt, der sechs Schlüsselbereiche untersucht, in denen Änderungen zur Emissionsreduzierung vorgenommen werden können.

    Kreislaufwirtschaft

    INEOS konzentriert sich auf die Schaffung einer Kreislaufwirtschaft, um zu verhindern, dass Milliarden Tonnen Kunststoff auf Mülldeponien landen. In der gesamten INEOS-Gruppe entwickeln die Geschäftsbereiche mehrere Technologien parallel, die jeweils für die verschiedenen gesammelten Kunststoffe geeignet sind, und haben bereits mehr als 25 verschiedene Produkte auf den Markt gebracht, die recycelten Kunststoff enthalten.

    Sichere Nachhaltige Produkte

    Von Polymeren über Medikamente bis hin zu Mobiltelefonen – die von INEOS hergestellten Chemikalien verbessern fast jeden Aspekt des modernen Lebens. In Zusammenarbeit mit unseren Kund/innen stellen wir sichere und nachhaltige Produkte her, die auch der Gesellschaft helfen, bis 2050 Netto-Null zu erreichen.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 22
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    Wasserstoff - Kraftstoff Der Zukunft

    Wasserstoff wird als Kraftstoff der Zukunft gepriesen. Der Ruf nach einem Wandel kommt nicht mehr nur von der Industrie, die ihn seit mehr als 40 Jahren in großen Mengen einsetzt. Auch die Regierungen finden Gefallen daran und erkennen, dass eine Netto-Null-Wirtschaft bis 2050 ohne Wasserstoff nicht möglich sein wird.

    Bei der Verbrennung von Wasserstoff fallen null Emissionen an. Wasserstoff kann effizienter als fossile Brennstoffe sein. Wasserstoff ist das am häufigsten vorkommende Element im Universum und treibt sogar die Sonne an.

    Als Unternehmen befindet sich INEOS in einer einzigartigen Position, um eine wasserstoffbetriebene Wirtschaft voranzutreiben.

    Der Geschäftsbereich INOVYN stellt seit mehr als 100 Jahren Wasserstoff als Nebenprodukt her.

    INEOS ist bereit, in ganz Europa erheblich in die Entwicklung von grünem Wasserstoff zu investieren.

    Die Umstellung auf Wasserstoff würde auch dazu beitragen, die Hauptursache des Klimawandels zu bekämpfen: die Luftverschmutzung.

    INEOS hat vor kurzem einen neuen, auf Wasserstoff spezialisierten Geschäftsbereich gegründet, der nur ein Ziel verfolgt: die Senkung von CO2-Emissionen.

    Der Geschäftsbereich wird sich darauf konzentrieren, die Produktion von sauberem Wasserstoff in ganz Europa hochzufahren, und zwar nicht nur für seine eigenen Standorte, sondern auch für andere Branchen, die erschwingliche, kohlenstoffarme Energie benötigen.

    In Norwegen baut das Unternehmen eine Wasserelektrolyseanlage, um die Bemühungen des Landes zu unterstützen, bis 2040 mehr Treibhausgase einzusparen als es erzeugt.

    Der kohlenstofffreie Strom wird zur Herstellung von sauberem Wasserstoff durch Elektrolyse von Wasser am Chemiestandort in Rafnes verwendet.

    Die Investition wird nicht nur zu einer Verringerung der eigenen CO2-Emissionen führen, sondern auch jeden Tag genügend zusätzlichen sauberen Wasserstoff produzieren, um bis zu 400 Busse oder 1.600 Taxis zu betanken.

    Und in Belgien haben INEOS und ENGIE am Standort von INEOS Phenol in Doel Tests im industriellen Maßstab durchgeführt, um zu prüfen, ob Wasserstoff zu großen Teilen als Erdgasersatz verwendet werden kann.

    „Wir glauben an Wasserstoff als wichtigem Bindeglied zu einer kohlenstoffneutralen Wirtschaft und zählen auf das Know-how und die Unterstützung von INEOS als wichtiger Partner bei der Energiewende“, sagt Cedric Osterrieth, CEO von ENGIE Generation Europe.

    Die beiden Unternehmen sind auch stark an einem ehrgeizigen Projekt beteiligt, bei dem abgeschiedenes Kohlendioxid aus Abfällen mit nachhaltig erzeugtem Wasserstoff zur Herstellung von Methanol verwendet werden soll – eine Chemikalie, die in vielen Bereichen von Kleidung bis zu Kraftstoff eingesetzt wird.

    Methanol wird derzeit aus fossilen Rohstoffen hergestellt, und dabei wird CO2 ausgestoßen.

    Funktioniert das neue Verfahren gut, würde jede produzierte Tonne Methanol die CO2-Emissionen um mindestens eine Tonne pro Tonne Methanol verringern. Doch das sind nur zwei von vielen Projekten.

    INEOS-Vorstandsvorsitzender Sir Jim Ratcliffe möchte, dass INEOS an der Spitze des Wandels steht. „Wasserstoff ist der Kraftstoff der Zukunft“, sagt er.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 22
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    Kohlenstoffabscheidung und speicherung

    Diese Projekte haben das Potenzial, einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis und zur Weiterentwicklung der Kohlenstoffspeichertechnologie zu leisten und gleichzeitig die allgemeinen europäischen Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen bis 2030 und darüber hinaus zu unterstützen.

    Fossile Brennstoffe haben den Fortschritt der Menschheit in den letzten 260 Jahren vorangetrieben. Doch die Welt verlangt nach Veränderungen. Auf der ganzen Welt steht die Industrie unter Druck, ihre Abhängigkeit von Öl und Gas zu beenden und erneuerbare Alternativen zu finden. Und INEOS stellt sich dieser Herausforderung.

    INEOS ist schon weit – bei der Nutzung kohlenstoffarmer Technologien, der Senkung von Emissionen und der Verbesserung der Energieeffizienz seiner Anlagen.

    Das Unternehmen ist aber auch stark an Projekten zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung in Europa und den USA beteiligt.

    In Grangemouth in Schottland sind INEOS und Petroineos integraler Bestandteil des schottischen Clusters und arbeiten mit dem Acorn-Projekt zusammen, um bis 2027 bis zu einer Million Tonnen CO2 abzuscheiden und zu speichern.

    Der Standort arbeitet auch an der Entwicklung von Schottlands erstem System zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid, das Schottlands industrielles Kernland mit dem Acorn-CO2-Transport-und-Speichersystem im Nordosten Schottlands verbindet.

    In Antwerpen, Belgien, ist INEOS Teil des Antwerp@C-Konsortiums, das die technische und wirtschaftliche Machbarkeit des Aufbaus einer CO2 Infrastruktur zur Unterstützung der künftigen Nutzung und Speicherung von Kohlendioxid untersucht.

    Das Potenzial des Greensand-Projekts, bis zu acht Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zu speichern, wird einen erheblichen Beitrag zu Dänemarks Gesamtziel für die Reduzierung der Emissionen bis 2030 leisten.

    Das Projekt hat das Potenzial, die CO2-Emissionen bis 2030 um neun Millionen Tonnen zu reduzieren.

    In Houston, Texas, ist INEOS eines von elf Unternehmen, die den groß angelegten Einsatz von Technologien zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung unterstützen, die bis 2030 zur Abscheidung und dauerhaften Speicherung von bis zu 50 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr und bis 2040 von etwa 100 Millionen Tonnen führen könnten.

    In Dänemark ist INEOS Greensand das erste Projekt seiner Art in Europa, bei dem riesige Gasreservoirs unter der Nordsee für die dauerhafte Speicherung von Kohlenstoff genutzt werden.

    Das dänische Projekt hat das Potenzial, jedes Jahr bis zu acht Millionen Tonnen CO2 in den von INEOS betriebenen Siri- und Nini-Gebieten zu speichern, sobald diese ihre Produktion einstellen.

    Bei Redaktionsschluss stand das Greensand-Konsortium kurz davor, einen Förderantrag beim Energy Technology Development and Demonstration Program in Dänemark einzureichen.

    Ist der Antrag erfolgreich, hofft das Konsortium, die Arbeiten bis Ende dieses Jahres beginnen zu können, so dass die Offshore-Injektion Ende 2022 stattfinden kann.

    „Greensand hat ein starkes Konsortium von 29 Unternehmen zusammengebracht“, sagt Mads Weng Gade, Head of Country, Denmark, and Commercial Director INEOS Energy. „Sie sind wichtige Akteure aus Dänemark und auf der ganzen Welt.“

    Das Projekt wird bis zu 90 Prozent des CO2 aus Kraft-, Stahl- und Zementwerken dauerhaft speichern.

    Es wird an Land aufgefangen und per Schiff zu einer Offshore-Plattform transportiert.

    Von dort aus wird das CO2 mit Hilfe der bestehenden Ölplattform in flüssiger Form in die Lagerstätten mehr als eine Meile unter dem Meeresboden eingeleitet, wo es auf natürliche Weise die leeren Öl- und Gasfelder füllt.

    Brian Gilvary kam Anfang des Jahres als geschftsführender Vorsitzender des neuen Geschäftsbereichs INEOS Energy zu INEOS und bringt einen enormen Erfahrungsschatz aus der Energiebranche mit.

    Er ist überzeugt davon, dass energieintensive Industrien einen Weg finden müssen, um die mit dem Klimawandel verbundenen CO2-Emissionen zu bewältigen, wenn sie ihre Betriebe dekarbonisieren und das Überleben von Industrien sichern wollen, ohne die die Welt nicht leben kann, wie z. B. Strom und Heizung.

    „Das ist die große Herausforderung für die Industrie und für den Planeten“, sagt er. „Denn selbst als die Welt während der Pandemie komplett stillstand, verbrauchte sie immer noch über 80 Millionen Barrel Öl pro Tag, und Öl war immer noch die wichtigste Energiequelle.“

    Er sagt weiter, das Greensand-Projekt werde wesentlich zum Verständnis und zum Wachstum von INEOS im Bereich der Kohlenstoffspeichertechnologie beitragen – und künftige Vorhaben unterstützen.

    INEOS-Vorstandsvorsitzender Sir Jim Ratcliffe möchte, dass INEOS an der Spitze der Industrie steht und ist überzeugt, dass Brian sowohl Erfahrung als auch Führungsqualität mitbringt, um dieses Ziel zu erreichen.

    „Wir sind hocherfreut, dass sich jemand von Brians Kaliber bereit erklärt hat, in einer Zeit der bedeutenden Transformation der Energiebranche zu uns zu kommen“, sagt er.

    Innerhalb weniger Monate nach Brians Ernennung arbeitete er mit dem Team von INEOS Energy an der Neupositionierung der Anlagen.

    Dies führte zu der transformativen Übernahme aller ölproduzierenden Vermögenswerte von Hess in Dänemark und dem Verkauf eines INEOS-eigenen Öl- und Gasgeschäfts in Norwegen, um neue und weitere Reinvestitionen in die Energiewende zu ermöglichen.

    „Selbst für INEOS-Verhältnisse kamen diese Geschäfte in einem relativ kurzen Zeitfenster zustande“, sagt er.

    INEOS Energy besitzt nun das gesamte dänische Ölfeld Syd Arne und plant, die Produktion in den nächsten 20 Jahren zu steigern.

    Es beunruhigt INEOS nicht, dass Dänemark beabsichtigt, die Exploration und Förderung von Öl und Gas bis 2050 zu verbieten.

    „Wir wissen, dass es nach 2050 keine Explorationen mehr gibt, doch das betrachten wir nicht“, sagt Brian, BPs ehemaliger Finanzchef. „Es bedeutet für uns, einen Zeitplan für den Betrieb dieser Anlagen bis zum Ende der Lebensdauer der Felder zu erstellen. Unsere Produktion wird definitiv bis 2050 eingestellt sein.“

    Die Vereinbarung mit Hess stärkt auch INEOS‘ Position und die Fähigkeit, in die nächste Phase des Greensand-Projekts einzusteigen.

    Brian, der vor kurzem vom Energierat für seinen herausragenden Beitrag zur Branche mit einem Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, ging vergangenes Jahr bei BP in den Ruhestand.

    Doch dann klopfte INEOS an ...

    „INEOS ist ein außergewöhnliches, bahnbrechendes Unternehmen und die Branche ist zu aufregend, um nicht dabei zu sein“, sagt er.

    Er ist davon überzeugt, dass INEOS eine entscheidende Rolle bei der Energiewende spielen wird – aufgrund seiner Anlagen, seiner Technologie und der Tatkraft und Entschlossenheit seiner Beschäftigten, Dinge zu erledigen.

    „Die Öl- und Gasindustrie wird ein wichtiger Teil der Lösung für das Problem des Klimawandels sein“, sagt er. „Und INEOS wird eine wichtige Rolle bei dieser Energiewende spielen, sei es bei der Bereitstellung von Energie durch Öl und Gas in den nächsten Jahrzehnten oder in Zukunft durch alternative Energielösungen wie Wasserstoff und Kohlenstoffabscheidung.“

    Er fügt hinzu: „Es ist ein wirklich führendes Technologieunternehmen, das in der Lage sein wird, sich im gesamten Spektrum der Energiewende durchzusetzen.“

    150-Millionen-Dollar-Deal wird das Energiegeschäft von INEOS umgestalten

    Die Entscheidung von INEOS Energy, alle ölproduzierenden Anlagen von Hess in Dänemark zu kaufen, wird die Geschicke von INEOS in der Nordsee verändern. Vorstandsvorsitzender Brian Gilvary sagt, dass der 150-Millionen-Dollar-Deal das zu Beginn dieses Jahres vereinbart wurde, die Situation dahingehend verbessern wird:

    • STÄRKUNG des Portfolios von INEOS
    • VERBESSERUNG des Gleichgewichts zwischen den Öl- und Gasanlagen, die stark durch Gas belastet waren.
    • BIETEN von Möglichkeiten für Wachstum und
    • FREISCHALTEN von Synergien im operativen und Kostenbereich

    „Wir befanden uns in Dänemark in einer Situation, in der wir uns entweder transformieren oder aussteigen mussten“, sagt er. „Dieser Deal ist ein wichtiger Schritt bei der Neugestaltung unseres Energiegeschäfts.“

    Das bedeutet auch, dass INEOS nun das gesamte dänische Ölfeld Syd Arne und eine 4,8-prozentige Beteiligung von Hess an dem von INEOS betriebenen Solsort-Feld besitzt.

    Die Anlagen werden parallel zum Greensand-Projekt betrieben, dessen erster Meilenstein im November 2020 erreicht wurde, als DNV GL bestätigte, dass das unterirdische Gasreservoir sicher komprimiertes CO2 enthalten kann.

    Kürzlich haben sich 29 Konsortiumsmitglieder bereit erklärt, das Greensand-Pilotprojekt zur Kohlenstoffspeicherung zu unterstützen, um die ehrgeizigen dänischen Ziele einer CO2-Reduzierung um 70 Prozent bis 2030 zu erreichen.

    „Wir gehen Schritt für Schritt vor“, sagt Mads Weng Gade, Head of Country, Denmark and Commercial Director INEOS Energy.

    „Wir haben jetzt das Konsortium zusammengestellt, und wenn wir erfolgreich sind und die dänische Regierung und der Beirat uns weiterhin unterstützen, wird Greensand einen weiteren wichtigen Schritt zur Unterstützung der dänischen Klimastrategie machen können.“

    Das Potenzial, bis zu acht Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zu speichern, wird einen wesentlichen Beitrag zu Dänemarks Ziel der Emissionsreduzierung bis 2030 leisten.

    Ex-BP-Chef wechselt zu INEOS

    Brian Gilvary kennt INEOS. Bei BP war er an Geschäftsabschlüssen mit INEOS involviert.

    Erst letztes Jahr leitete er die Verhandlungen mit INEOS über den Verkauf des weltweiten Aromatenund Acetylgeschäfts von BP für fünf Milliarden US-Dollar – und hatte großen Respekt vor dem Ansatz von INEOS, ein für beide Unternehmen erfolgreiches Geschäft unter Dach und Fach zu bringen.

    „INEOS agiert kommerziell sehr klug, und ich habe gesehen, wie rigoros Deals zustande kommen“, sagt er. „Aber INEOS hört auch zu und versteht die Sichtweise der anderen Seite. Ich ziehe es dennoch vor, auf der gleichen Seite des Verhandlungstisches zu sitzen.“

    Was Brian ebenfalls beeindruckt hat, seit er Executive Chairman von INEOS Energy ist, ist der obsessive Fokus von INEOS auf Sicherheit und die gelebte Bescheidenheit.

    „INEOS wird in vielerlei Hinsicht unterschätzt“, sagt er. „Der Stil des Hauses ist es, etwas zu liefern und dann über Erfolge zu sprechen sowie aus Dingen zu lernen, die nicht so gut gelaufen sind.“

    Brian war 34 Jahre lang bei BP tätig und half, das Unternehmen durch einige seiner schwierigsten Zeiten zu führen, darunter die Explosion einer BP-Bohrinsel im Golf von Mexiko 2010, die zur schlimmsten Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA führte.

    KOHLENSTOFFABSCHEIDUNG PROJEKT

    Die erste Phase des Greensand-Projekts ist bereits abgeschlossen. Das Projekt kann bis zu acht Millionen Tonnen CO2 pro Jahr in den von INEOS betriebenen Feldern Siri und Nini speichern, sobald diese ihre Produktion eingestellt haben.

    • Mit der Technologie zur Kohlenstoffabscheidung können bis zu 90 Prozent des CO2 von starken Emittenten abgeschieden werden.

    • Das CO2 wird an Land abgeschieden und dann per Schiff zur Offshore-Plattform transportiert.

    • Das CO2 wird in fl üssiger Form in die geologischen Lagerstätten mehr als 1.500 Meter unter dem Meeresboden eingeleitet. Das CO2 wird die leeren Öl- und Gaslagerstätten auf natürliche Weise auffüllen und dauerhaft unter dem Meeresboden der Nordsee gespeichert.

    • Bis 2030 soll eine Kapazität zur Speicherung von dreieinhalb bis vier Millionen Tonnen CO2 pro Jahr geschaffen werden.

    WWW.PROJECTGREENSAND.COM

    6 minuten lesezeit Ausgabe 22
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    yCEN

    Nichts ist heute so dringend wie der Klimawandel. Seit Jahren treibt das Climate and Energy Network (CEN) von INEOS das Thema Nachhaltigkeit in der INEOS-Agenda immer weiter nach oben. Das Unternehmen hat jedoch erkannt, dass es die Perspektive seiner jüngeren Führungskräfte einbeziehen muss. Um die Zukunft des Unternehmens zu sichern, hat INEOS eine Gruppe junger Menschen gebildet (yCEN – Young Climate and Energy Network), die leidenschaftlich davon überzeugt sind, dass INEOS eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels spielt. Lernen Sie yCEN kennen.

    Die frühere First Lady Eleanor Roosevelt vertrat die Ansicht, dass die Zukunft denjenigen gehört, die an die Schönheit ihrer Träume glauben. Der ehemalige US Präsident Barack Obama glaubte, dass sie jungen Menschen mit einer Ausbildung und der Phantasie, etwas zu schaffen, gehört. INEOS glaubt, dass sie allen dreien gehört.

    Das Unternehmen gibt seinen jungen Leuten jetzt eine echte Stimme innerhalb des Unternehmens, um die Zukunft zu gestalten. Das ist eine echte Chance für sie, die Zukunft des Unternehmens über das Jahr 2025 hinaus mitzugestalten.

    Die yCEN-Gruppe, deren Mitglieder alle unter 35 Jahre alt sind, wird von Matthias Schnellmann geleitet, einem 29-Jährigen mit einem Doktortitel in Chemieingenieurwesen.

    Ihre Aufgabe ist es, Antworten auf einige der größten Herausforderungen der Menschheit zu finden.

    Und sie sind begeistert von dieser Aussicht.

    „Es gibt keine Einheitslösung. Es müssen bestimmte Kompromisse eingegangen werden“, sagt Pieter-Jan Snoeck, Energy and Performance Coordinator bei INEOS Olefins & Polymers Europe, der ebenfalls dem yCEN angehört.

    „Der beste Weg, damit zu beginnen, ist, darüber nachzudenken, die Ideen der anderen zu hinterfragen und konkrete Lösungen zu finden.

    Die Zeit zum Handeln ist jetzt, denn INEOS hat die richtigen Leute, um diese Reise zum Erfolg zu führen.“

    Greet Van Eetvelde, INEOS‘ Global Head of Energy and Innovation, bezeichnet die Bildung einer jungen Klima- und Energie Netzwerkgruppe als eine „unglaublich wichtige Entwicklung“.

    „Es gibt keine kurzfristige Lösung für die großen Herausforderungen, die vor uns liegen“, sagt sie. „Wir mögen zwar erfahren sein, aber es werden die jungen Menschen sein, die INEOS voranbringen, also müssen wir auf sie hören.

    Die Zukunft von INEOS beginnt jetzt, denn wir Älteren werden nicht mehr da sein, wenn die Auswirkungen voll durchschlagen.“

    Matthias sieht eine sehr vielversprechende Zukunft für INEOS und, was noch wichtiger ist, eine Zukunft, die er nun von innen beeinflussen kann.

    „Ich freue mich unglaublich darauf, mit einer Gruppe motivierter Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten, um die großen Herausforderungen anzugehen, vor denen wir stehen“, sagt er. Das bedeutet nicht, dass der Weg, der vor uns liegt, einfach sein wird, sagt er. Das ist er auch nicht. „Ich bin voller Demut angesichts der Herausforderung, sowohl wegen ihres Umfangs als auch wegen der Geschwindigkeit, mit der wir sie angehen und bewältigen müssen. Gleichzeitig bin ich aber auch optimistisch, denn es gibt Beispiele dafür, dass die Menschen in der Vergangenheit Herausforderungen erfolgreich gemeistert haben.

    Die Entwicklung der COVID-19-Impfstoffe ist ein gutes Beispiel dafür.“

    Er ist von INEOS überzeugt, das Unternehmen, in das er im September 2019 nach Abschluss seiner Postdoc-Phase an der Universität Cambridge in Großbritannien eintrat.

    „Die chemische Industrie wird eine tragende Säule unseres Übergangs zu einer klimaneutralen Zukunft sein, und sie spielt bereits jetzt eine wichtige Rolle, indem sie die wesentlichen Produkte für erneuerbare Technologien und emissionsfreie Fahrzeuge herstellt“, sagt er.

    „Sie ist für unser modernes Leben von grundlegender Bedeutung. Den Menschen ist oft nicht bewusst, dass es eine enge Verbindung zwischen der chemischen Industrie und fast allem gibt, womit sie täglich zu tun haben, sei es ihr Smartphone, ihre Kleidung, die Kreditkarten in ihrer Brieftasche oder die Zahnpasta auf ihrer Zahnbürste.“

    Mit anderen Worten: Das moderne Leben wäre primitiv, es würde fast alles fehlen, was wir als selbstverständlich ansehen.

    INEOS, das weltweit 26.000 Menschen beschäftigt, stellt Produkte von Bedeutung her.

    Unsere Kunststoffverpackungen schützen und konservieren Lebensmittel und Getränke.

    Unser PVC trägt dazu bei, dass Blut länger hält.

    Unsere Lösungsmittel werden zur Herstellung von Insulin und Antibiotika verwendet.

    Unser Chlor reinigt 98 Prozent des britischen Trinkwassers.

    Acrylnitril ist der wichtigste Rohstoff für Kohlenstofffasern, die Autos und Flugzeuge leichter, stabiler und kraftstoff effizienter machen.

    „INEOS ist sich bewusst, dass Veränderungen notwendig sind“, sagt Matthias. „Und wir haben keine Angst davor.“

    In den vergangenen zehn Jahren hat das Unternehmen hinter den Kulissen mithilfe von CEN, das die Debatte an den Standorten der Gruppe vorantreibt, erfolgreich an der Reduzierung von Emissionen gearbeitet.

    An der jüngsten dreitägigen Jahrestagung nahmen täglich online rund 130 Personen aus dem gesamten Unternehmen teil – Vorstandsvorsitzende, Gesch.ftsführende, Manager/innen sowie Klima- und Energieexpert/ innen – , um zu erfahren, was ihre Kolleginnen und Kollegen unternehmen, um Kohlenstoffemissionen zu senken, auf recycelte und biobasierte Rohstoffe umzusteigen, Abfallstoffe wiederzuverwenden, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Energieeffi zienz zu verbessern.

    Während dieser drei Tage konzentrierte sich das Unternehmen auf Schlüsselthemen wie Klima und Energie, Kreislaufwirtschaft, in der nichts verschwendet wird, sowie Herstellung sicherer nachhaltiger Produkte, welche die Gesellschaft braucht.

    „Das sind nicht nur Worte“, sagt Greet. „Wir verfolgen einen geschäfts orientierten Ansatz, um die Chancen für INEOS in dieser Übergangswirtschaft zu ermitteln.“

    Auf dem jährlichen Treffen wurde auch die neue Initiative yCEN ins Leben gerufen, die von den jungen Menschen getragen wird, deren Zukunft von den heute getroffenen Entscheidungen abhängt.

    Ihr Teamleiter Matthias hat bereits eine wachsende und sehr leidenschaftliche junge Gruppe hinter sich.

    „Der Übergang zu einer Netto-Null-Wirtschaft ist unerlässlich, und wir müssen unsere Maßnahmen beschleunigen“, sagt er.

    „Unser Weg muss jedoch technisch, finanziell und gesellschaftlich machbar sein. Wir können die Gesetze der Physik nicht ändern, und es gibt Grenzen dafür, wie schnell wir erneuerbare Energien einsetzen können. Die Unternehmen müssen in neue Technologien investieren, was sie nur tun können, wenn sie rentabel bleiben.“

    Die EU will bis 2050 mindestens die gleiche Menge an Treibhausgasen aus der Atmosphäre entfernen, wie sie selbst ausstößt.

    Matthias sagt, es sei spannend, bei INEOS an vorderster Front an dieser Transformation mitzuwirken.

    „Ich denke, dass sich natürlich Gelegenheiten ergeben werden, bei denen wir substanzielle Beiträge leisten können, insbesondere in einer Organisation wie INEOS, deren Erfolg auf Herausforderungen, der Suche nach neuen Möglichkeiten und der Förderung ihrer Beschäftigten beruht.“

    6 minuten lesezeit Ausgabe 22
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    Roadmaps für eine bessere Zukunft

    FAHRPLÄNE werden jetzt an jedem INEOS Standort erstellt. Die Art und Weise, wie die verschiedenen Geschäftsbereiche ihren Weg zu Netto-Null planen, mag unterschiedlich sein, aber das Ziel ist dasselbe: eine drastische Senkung der CO2-Emissionen bis 2030 und 2050. „Unser Ziel ist es, realistische Roadmaps zu erstellen und erreichbare Ziele auf der Grundlage der Beiträge der einzelnen Geschäftsbereiche festzulegen“, sagt Greet Van Eetvelde, INEOS‘ Global Head of Energy and Innovation.

    Die Roadmaps, die zu Investitionsplänen der Geschäftsbereiche führen, werden jedem Geschäftsbereich helfen, Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen. Sie werden regelmäßig aktualisiert.

    Die meisten INEOS-Standorte sind, obwohl sie energieintensiv sind, bereits sehr effi zient.

    Die Konzentration darauf allein wird dem Unternehmen – oder der Umwelt – jedoch keine großen Vorteile bringen.

    Jedoch mit einem Wechsel der Brennstoffe, der Verwendung von recycelten oder erneuerbaren Rohstoffen bzw. Investitionen in die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung sollte man es schaffen.

    „Eine solide, wissenschaftlich fundierte Methode zu haben, um Reaktionspfade zu zeichnen und letztendlich Emissionsziele festzulegen, die erreichbar sind, ist die Art und Weise, wie INEOS Geschäfte macht“, sagt Hür Bütün, Environmental Data Manager bei INEOS, der am Kohlenstoff-Fußabdruck der einzelnen Standorte und den Roadmaps gearbeitet hat.

    „Diese führt uns in eine klima- und ressourcenneutrale Wirtschaft.“

    Die INEOS-Anlagen im Hafen von Antwerpen waren die ersten, die eine derartige Roadmap einführten.

    Ziel ist es, im Rahmen des Übergangs zu Netto-Null die EU-Klimaziele zu erreichen.

    „Es ist ein dynamisches Dokument“, sagt Greet.

    Die Roadmap für Antwerpen, der mit Unterstützung von Matthias Schnellmann erstellt wurde, umfasst die Beschaffung von Ökostrom, die Abscheidung von CO2 zur Nutzung, die Optimierung von Prozessen, die Umstellung auf ausgelagerte sauberere Wärme und Investitionen in die Elektrifizierung.

    Auch andere INEOS-Geschäftsbereiche machen Fortschritte – und entwickeln ihre eigenen Roadmaps, die am besten zu den Gegebenheiten der Geschäftsbereiche passen.

    „Wir wissen, dass one-size-fits-all nicht funktioniert“, sagt Greet. „Doch es gibt Bereiche, in denen wir exzellente Leistungen erbringen, so dass wir herausragende Beispiele teilen können.“

    INEOS O&P hat bereits damit begonnen, seine Abhängigkeit von Gas und Öl zu verringern, indem es Kunststoffabfälle zur Herstellung einer neuen Reihe von Kunststoffen verwendet, die als bahnbrechend bezeichnet werden.

    Und einige der energieintensiven Standorte in Belgien werden jetzt mit erneuerbarem Strom statt mit fossilen Brennstoffen betrieben – ein Schritt, der die Emissionen von INEOS um 1,9 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr senken wird.

    INEOS Phenol in Antwerpen ist der Ansicht, dass es das Potenzial hat, seine Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 2019 zu halbieren, indem es sauberen Strom bezieht, mehr Wasserstoff und Dampf verwendet und einen Abnehmer für Rückstände findet, die normalerweise verbrannt werden.

    Jeder Geschäftsbereich nutzt die wissenschaftliche Grundlage von INEOS, um seine aktuellen Emissionen zu berechnen und seine künftigen Reduzierungen festzulegen.

    Letztendlich wird das Unternehmen jedoch mit der Science Based Targets Initiative (SBTi) zusammenarbeiten, um die Emissionsreduzierung im Einklang mit der Klimawissenschaft zu validieren.

    „Diese Ziele bieten den Unternehmen einen klar definierten Weg, um die Emissionen im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens zu reduzieren“, sagt ein Sprecher von Science Based Targets.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 22
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    Platin- und Goldauszeichnungen für Nachhaltigkeit

    NACHHALTIGKEIT ist eine Lebenseinstellung bei INEOS, denn sie treibt die Innovation voran. Gutes zu tun ist auch gut fürs Geschäft. Im Laufe der Zeit ist sie für die Beschäftigten, die Nachbarschaft, Kund/ innen und Investor/innen von INEOS immer wichtiger geworden.

    „Das ist Grundlage unserer Betriebserlaubnis“, sagt die Sustainability Officer Marie Casier. „Und das ist es, was unsere Lieferant/innen und Kund/innen zu Recht sehen wollen.“

    Die Bewertung von INEOS Europe hat sich seit 2016, als das Unternehmen EcoVadis erstmals bat, sein Engagement für den Aufbau eines nachhaltigeren und umweltverträglicheren Unternehmens zu beurteilen, radikal verbessert.

    Diese Verbesserungen führten zu Gold- und Platinauszeichnungen in den jüngsten Nachhaltigkeitsbewertungen der unabhängigen Organisation, die auf die Bewertung der Leistung von Unternehmen weltweit spezialisiert ist.

    INEOS Styrolution erhielt eine Platin- Auszeichnung und gehört damit zum besten Prozent der am besten bewerteten Chemieunternehmen der Welt, während INOVYN und INEOS Europe AG mit Gold ausgezeichnet wurden und damit zu den besten vier Prozent der 65.000 bewerteten Unternehmen gehören.

    „Wir wurden vor allem für unsere Umweltleistung ausgezeichnet, die unser Engagement für die Verringerung der Kohlenstoffemissionen sowie für Recycling und die Kreislaufwirtschaft widerspiegelt“, so Marie.

    In diesem Jahr hat INEOS Daten von allen Geschäftsbereichen gesammelt, um bei EcoVadis einen Gruppenantrag einzureichen.

    Es ist zu hoffen, dass die Entscheidung, einen konzernweiten Verhaltenskodex für Lieferant/innen einzuführen, auf positive Resonanz stößt.

    Der Verhaltenskodex legt den Standpunkt von INEOS fest, dass das Unternehmen nur mit Lieferant/innen – sowohl in vor- als auch in nachgelagerten Bereichen – Geschäfte machen möchte, die eine ähnliche Einstellung zu Nachhaltigkeit haben.

    David Thompson, CEO von Trading and Shipping, leitete die Gruppe der Procurement Directors, die den Kodex erarbeitet hat.

    „Wir arbeiten mit Tausenden von Lieferant/innen zusammen und gehen davon aus, dass sie sich bereits an die meisten Regeln des Verhaltenskodex halten“, sagt er.

    „Doch wir hoffen, dass wir sie ermutigen können, auch unsere Sicherheitsstandards und unsere Erwartungen an den Umweltschutz einzuhalten. Auf diese Weise können wir allen unseren Stakeholdern versichern, dass unsere Lieferant/innen in gleicher Weise unseren eigenen Zielen zu stimmen.“

    Der Verhaltenskodex ist in 24 Sprachen verfügbar, darunter Arabisch, Russisch und Mandarin, um sicherzustellen, dass er an den INEOS-Standorten auf der ganzen Welt verstanden wird.

    Jacob Dossett, Feedstock Procurement Manager bei INEOS Nitriles, half bei der Ausarbeitung des Verhaltenskodex‘.

    „Er fasst zusammen, was wir von allen in unserer Lieferkette erwarten, und wir behalten uns das Recht vor, Geschäfte mit allen zu beenden, die unsere Erwartungen nicht erfüllen können“, sagt er.

    2 minuten lesezeit Ausgabe 22
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    Recycling weltneuheit

    INEOS wird mit der französischen Molkereigruppe Lactel zusammenarbeiten, um die weltweit ersten H-Milchflaschen aus recyceltem Kunststoff herzustellen. Zunächst werden 140.000 Milchflaschen in der Produktionsanlage von Lactel in Montauban (Frankreich) hergestellt, wobei Kunststoff abfälle verwendet werden, die mit Hilfe einer fortschrittlichen Recyclingtechnologie wieder in hochdichtes Polyethylen umgewandelt wurden.

    Die Zusammenarbeit wird von beiden Unternehmen als ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft für die Verpackungsindustrie angesehen.

    Recycelte Kunststoffe durften bisher nicht mit Lebensmitteln oder Flüssigkeiten in Berührung kommen, da bei gebrauchten Kunststoffen die Gefahr einer Kontamination besteht, die für die menschliche Gesundheit gefährlich sein kann. Diese Zusammenarbeit könnte dazu beitragen, dies zu ändern.

    „Durch chemisches Recycling werden wir in der Lage sein, aus recyceltem Kunststoff neue Qualitätspolymere zu liefern, die selbst für die anspruchsvollsten Anwendungen mit Lebensmittelkontakt wie Milch ideal sind“, sagt Xavi Cros, CEO INEOS Olefins & Polymers Europe South.

    „Das ist ein weiterer großer Schritt in die richtige Richtung.“

    Lactel wurde 1967 gegründet und ist die erste Molkereimarke, die in Zusammenarbeit mit INEOS eine Lösung für H-Milchfl aschen fi nden möchte.

    „Wir freuen uns sehr, diese Umweltinnovation in unsere kultigen Milchfl aschen zu bringen“, sagt General Manager Anne Charles-Pinault.

    INEOS wird fortschrittliche Recyclingtechnologie einsetzen, um die Kunststoffabfälle in Rohstoffe für seine europäischen Kracker umzuwandeln.

    Diese Rohstoffe werden Gas und Öl ersetzen.

    Doch das Endergebnis ist das gleiche – Polyethylen hoher Dichte von höchster Qualität, das von Lactel für die Herstellung seiner H-Milchfl aschen verwendet werden kann.

    Das Werk von Lactel hat bereits den Segen des weltweit anerkannten Roundtable on Sustainable Biomaterials (RSB) erhalten.

    Er hat bescheinigt, dass die auf diese Weise hergestellten Flaschen den Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit entsprechen und vollständig recycelbar sind.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 22
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    Klarer Kopf In Der Krise

    Vor etwa 40 Jahren arbeiteten ein Vater und sein Sohn als Missionare in einigen der ärmsten Gegenden der Welt.

    Sie unterstützten Kliniken, in denen die Menschen dringend medizinische Hilfsgüter benötigten.

    Trafen diese lebensrettenden Impfstoffe und Medikamente dann endlich ein, hatte die Reise oft ihren Tribut gefordert und sie fast unbrauchbar gemacht.

    Auch die unzureichende Lagerung bereitete Kopfzerbrechen.

    Da diese Medikamente nicht gekühlt werden konnten, wurden Keith Meyer und sein Sohn Chris Zeugen von unnötigen Todesfällen und Leiden.

    Als sie 1979 nach Ohio in den USA zurückkehrten, waren sie fest entschlossen, eine Lösung für die Kühlung von Medikamenten während des Transports zu fi nden.

    Keith kündigte seinen Job beim YMCA und gründete mit seinem Sohn Chris VacuPanel. Gemeinsam entwickelten sie ein Vakuumisolationspaneel, das Impfstoffe kühl hält.

    Während der Anthrax-Bedrohungen Ende der 1990er-Jahre griffen die US-Streitkräfte auf ihr System zurück, um Milzbrand-Impfstoff ans Militärpersonal zu liefern.

    Von dort aus inspirierten sie CSafe Global, den Marktführer im Bereich der Kühlkettenlogistik und das Unternehmen, das heute mit seiner Flotte von maßgeschneiderten Thermobehältern COVID-19-Impfstoffe in die entlegensten Teile der Welt transportiert.

    CSafe Global, das Hand in Hand mit BioNTech in Deutschland zusammenarbeitet, um den Impfstoff von BioNTech/Pfi zer in die ganze Welt zu versenden, sagt, dass seine Behälter Medikamente bei -70°C mindestens zehn Tage lang aufbewahren können.

    Diese Container werden nun um die ganze Welt geflogen – und liefern sogar Impfstoffe von Deutschland nach China.

    „Die Aufrechterhaltung der richtigen Temperatur für jeden Impfstoff ist von entscheidender Bedeutung, um seine Wirksamkeit zu gewährleisten“, sagt Scott Reeve, Präsident von Composite Advantage, das er 2005 gegründet hat und das jetzt zur Creative Composites Group gehört.

    Eines der ersten Produkte des Unternehmens waren die leichten Glasfaser-Containerschalen, die die Struktur für diese von Flugzeugen transportierten Container bilden. CSafe baut die Container aus den Schalen zusammen.

    „Wenn es fertig ist, ist es so, als würde man die Türen eines schönen Kühlschranks mit Gelcoat-Innenbeschichtung öffnen“, so Scott.

    „Das aktive Kühlsystem stellt sicher, dass die Produkte nicht beschädigt werden, wenn es zu Flugverspätungen aufgrund von Wetter oder mechanischen Problemen kommt.“

    INEOS Composites beliefert Scotts Unternehmen mit Derakane®-Epoxid- Vinylesterharzen, die es wiederum zur Herstellung der glasfaserverstärkten Schalen und Paneele für die Schiffscontainer von CSafe Global verwendet.

    „Um die Anforderungen der Federal Aviation Administration zu erfüllen, verwenden wir ein feuerfestes Harz“, erklärt Scott.

    Es ist eine Beziehung, die seit Jahren von Composite Advantage und INEOS Composites gepflegt wird, seit die ersten Container 2006 hergestellt wurden.

    „Viele unserer Kundinnen und Kunden sind oft kleinere Unternehmen, denen es an Ressourcen für Forschung und Entwicklung fehlt. Deshalb hat INEOS seine Marketing- und F&E-Unterstützung auf Composite Advantage ausgedehnt, als diese noch ganz am Anfang standen“, erklärt Thom Johnson, Business Manager bei INEOS Composites.

    „Im Gegenzug konzentrierte Composite Advantage seine Produktentwicklung auf die Harze von INEOS. Das Ergebnis war eine lange und fruchtbare Beziehung, da beide Unternehmen in diesem Marktsegment gewachsen sind.“

    Vater-Sohn-Duo erfindet Hightech-Kühlbox

    Keith Meyer und sein Sohn Chris, die während ihrer Arbeit als Missionare in einigen der ärmsten Gegenden der Welt unnötiges Leid miterlebten, inspirierten CSafe Global.

    Derakane® Epoxid-Vinylesterharze

    INEOS Composites beliefert Composite Advantage mit Derakane® Epoxid-Vinyl Ester Harzen, die der Geschäftsbereich wiederum zur Herstellung der glasfaserverstärkten Schalen und Paneele für CSafe Global Versandcontainer verwendet.

    -70°C

    CSafe Global, das Hand in Hand mit BioNTech in Deutschland zusammenarbeitet, um den Impfstoff von BioNTech/Pfizer in die ganze Welt zu versenden, sagt, dass seine Behälter Medikamente bei -70°C mindestens zehn Tage lang aufbewahren können.

    5 minuten lesezeit Ausgabe 22
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    Styropor unverpackt

    Vor fünf Jahren forderten Umweltschützer ein Verbot von Polystyrol. Greenpeace bezeichnete es als „Problemkunststoff “, weil es „sehr schwierig“ zu recyceln sei. Aber das war damals, und heute ist heute.

    Nächstes Jahr wird im Vereinigten Königreich eine Pilotanlage gebaut, um zu testen, ob Polystyrol erfolgreich im kommerziellen Maßstab recycelt werden kann.

    Wenn die Versuche mit Trinseo und Recycling Technologies erfolgreich verlaufen, wird INEOS Styrolution in eine kommerzielle Polystyrol-Recyclinganlage in Frankreich investieren – und Trinseo wird eine in Belgien bauen.

    Das britische Unternehmen Recycling Technologies Ltd. ist der Kopf hinter der bahnbrechenden Technologie, die es ermöglicht, Polystyrol immer wieder und wieder zu verwenden, ohne dass es an Qualität verliert.

    „Dieser Geschäftsbereich wurde aus einer globalen Umweltkrise heraus geboren“, so CEO und Gründer Adrian Griffi ths.

    „Wir teilen ein gemeinsames Gefühl der Dringlichkeit und eine brennende Leidenschaft für unseren Planeten.“

    Seit seiner Gründung 2011 entwickelt das Unternehmen die Technologie für das Recycling von gemischten Kunststoffabfällen.

    „Unsere Kerntechnologie war ursprünglich auf Polyolefi ne ausgerichtet, aber 2018 haben wir begonnen, sie für INEOS an Polystyrol anzupassen“, sagt er.

    Zwei Jahre lang hat INEOS Styrolution die Forschung von Recycling Technologies Ltd. finanziert, um eine Lösung für die Rückverwandlung von Polystyrol zu Öl zu finden. Und diese Forschung hat sich gelohnt.

    Die Herstellung von recyceltem Polystyrol aus Polystyrol anstelle von Gas wird ebenfalls zu einer erheblichen Verringerung der Treibhausgasemissionen führen.

    „INEOS Styrolution und Trinseo sind die beiden größten Polystyrolhersteller in Europa, mit denen wir die Vision teilen, Polystyrol zu einem Kreislaufmaterial zu machen“, sagt Adrian.

    Polystyrol dient der Gesellschaft seit fast 100 Jahren und war eines der ersten Polymere, das kommerziell genutzt wurde.

    Heute wird es für die Verpackung von frischen Lebensmitteln verwendet, da es dazu beiträgt, die Lebensmittelverschwendung zu verringern.

    Am weitesten verbreitet ist Polystyrol jedoch für die Verpackung und den Schutz von Haushaltsgeräten während des Transports.

    Zunächst wird sich Recycling Technologies auf Einwegverpackungen aus Polystyrol konzentrieren, die fast die Hälfte der Polystyrolverwendung ausmachen.

    Aber auch Molkereiverpackungen wie Joghurtbecher, Lebensmittelschalen und vakuumgeformte Plastikbecher werden gesammelt und recycelt.

    „In der Vergangenheit war es aus zwei Gründen schwierig, Polystyrol zu recyceln“, so Adrian. „Wenn es nur mechanisch recycelt wird, kann es nicht erneut zur Verpackung von Lebensmitteln verwendet werden, und zweitens wird Polystyrol nicht im Haushaltsabfallstrom gesammelt, was es schwierig macht, es zu finden.“

    Aber die drei Unternehmen, die zusammenarbeiten werden, sind fest entschlossen, die Sache zum Erfolg zu führen.

    „Wir sind davon überzeugt, dass eine Kombination aus Technologie, Innovation und Entschlossenheit die Welt von heute wirklich verändern kann“, so Adrian.

    „Wir glauben, dass Kunststoff ein großartiges Material ist und ein wesentlicher Bestandteil der Lösung zur Verringerung unseres ökologischen Fußabdrucks.“

    Die Technologie

    Die Styroporabfälle werden zerkleinert und dann in einen thermischen Kracker geleitet, wo sie in ein Öl zurückverwandelt werden, das genauso gut wie das Original ist.

    2 minuten lesezeit Ausgabe 22
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    Ruf Der Wildnis

    USANGU ist eine riesige, unberührte, ununterbrochene Wildnis im Süden Tansanias.

    Es ist Heimat von Elefanten, Büffeln, Löwen, Leoparden, Wildhunden und Tigerfischen.

    In diesen Teil des Ruaha- Nationalparks gelangte man früher nur zu Fuß.

    Dadurch wurde es schwierig, die Tiere vor Wilderern zu schützen.

    Doch die logistischen Herausforderungen waren nur ein Teil des Problems.

    „Wenn diese Parks im Vergleich zu den bekannteren Nationalparks keine guten Einnahmen bringen, können sie von der Regierung als Problemgebiete angesehen werden“, so Brandon Kemp, Country Director Tansania bei Asilia Africa.

    Doch was für den einen ein Problem ist, ist für den anderen eine Chance – und Asilia, eines der führenden Safariunternehmen des Landes, arbeitet nun mit weiterer Unterstützung von INEOSVorstandsvorsitzendem Sir Jim Ratcliffe an einer neuen Initiative.

    „Je mehr Tourismus wir dorthin bringen können, desto sicherer wird es sein“, sagt Brandon. Was sie jedoch anbieten wollen, ist eine etwas andere Safari, bei der die Gäste in die Forschung und den Naturschutz einbezogen werden.

    Im Juni wird neben dem Forschungsteam ein kleines Expeditionslager eingerichtet.

    Es wird nur vier Zelte für Gäste geben, ein Auto, ein Boot, ein Kanu und einen Walking Guide.

    „Wir haben gerade unsere erste Straße gebaut, aber wir werden es sehr einfach halten“, sagt Brandon. „Es wird wie eine Reise in die Vergangenheit sein, so wie Safaris früher waren.“

    Das Team ist Dr. Eblate Ernest Mjingo, jetziger Generaldirektor des Tanzania Wildlife Research Institute, dankbar, dass er dazu beigetragen hat, ein Umdenken zu bewirken.

    „In den ersten Jahren erlaubte uns die Regierung nicht einmal, Tourismus und Forschung in einem Satz zu erwähnen“, sagt Brandon. „Jetzt können wir es.“

    Jim, der in den letzten 20 Jahren an unzähligen Safaris teilgenommen hat, arbeitet seit 2015 mit Asilia zusammen.

    Er ist davon überzeugt, dass die Entwicklung des Tourismus im Süden Tansanias der Welt die Augen für einen Ort von immenser Schönheit und Bedeutung öffnen wird – und zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohlstand vor Ort beiträgt.

    „Profitiert eine lokale Gemeinschaft von hochwertigen Arbeitsplätzen im Tourismus, werden Wilderer zu Schützenden und so Arbeitsplätze erhalten“, sagt er.

    Mit Jims Hilfe eröffnete Asilia ein Camp und eine private Lodge im Ruaha- Nationalpark und sein erstes Camp im Herzen des Selous-Wildreservats, dem heutigen Nyerere-Nationalpark.

    Damals hatten nur wenige Reisende jemals einen Fuß in das Reservat gesetzt, das größer ist als die Schweiz, oder in den Ruaha- Nationalpark, der so groß ist wie New Jersey in den USA.

    Die Schutzinitiative konzentriert sich auf Usangu, wo der Great Ruaha River seine 450 km lange Reise beginnt.

    „Es ist ein faszinierendes Projekt“, sagt Brandon. „Usangu ist ein sensibles Gebiet, das so viel Hilfe wie möglich braucht.“

    Das Team hat Zugang zu allen 6.000 Quadratkilometern erhalten, um eine umfassende Prüfung der biologischen Vielfalt durchzuführen und alle dort lebenden Tiere besser zu verstehen.

    „Wir messen alles, von Insekten bis hin zu den Big Five“, sagt er. „Wer weiß, vielleicht finden wir sogar eine neue Froschart.“

    Die Arbeit vor Ort hat bereits begonnen, aber das Team erwägt, in diesem Jahr ein kleines Flugzeug zu kaufen, um das Gebiet besser überwachen zu können.

    Das Team arbeitet auch mit der tansanischen Nationalparkbehörde bei der Bekämpfung von Wildtier Verbrechen zusammen.

    Asilia

    Asilia Africa bietet ein authentisches ostafrikanisches Safari Erlebnis, das einen positiven Einfluss auf Afrikas wichtige Wildnisgebiete hat.

    RUAHA-NATIONAL PARK

    In der Trockenzeit erwartet Besuchende eine goldene Savanne mit Affenbrotbäumen und nebelverhangenen Hügeln, die sich am Horizont erstrecken. Mit den jährlichen Regenfällen färbt sich das Grasland üppig grün und die Aff enbrotbäume blühen.

    Wasserböcke, Impalas und Gazellen kommen an den Fluss, um zu trinken, Raubtiere sind nie weit entfernt. Vielleicht entdecken Sie Löwen oder Leoparden, die am Ufer entlang schleichen, oder Geparden, die in den Ebenen auf der Lauer liegen, während Schakale und Hyänen auf der Suche nach einer Gelegenheit sind, ihre nächste Mahlzeit zu fangen.

    WWW.ASILIAAFRICA.COM

    4 minuten lesezeit Ausgabe 22
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    Thinking Big

    Was die Statistiken angeht, so hat The Daily Mile eine ganze Menge zu bieten. Mehr als drei Millionen Kinder aus 85 Ländern nehmen inzwischen an The Daily Mile teil, und vor kurzem wurde die 13.114ste Schule angemeldet.

    Aber es gibt eine ebenso beeindruckende Statistik, die oft unbemerkt bleibt.

    Denn das Kernteam, das die weltweite Einführung der Initiative The Daily Mile überwacht, besteht aus nur acht Personen: Jessica Ard, Bill Russell, Anna Limbach, Tilly McAuliffe, Caitlin McConnell, Hannah Oakes, Thomas Manfredini und Fiona Paterson.

    „Sie leisten unglaubliche Arbeit und bewirken wirklich etwas, indem sie mit den Schulen sprechen, Beiträge ins Internet stellen und mit unseren zahlreichen Partnerinnen und Partnern zusammenarbeiten“, sagt John Mayock, Direktor des Projekts The Daily Mile.

    „Aber wir sind immer auf der Suche nach Partnerschaften vor Ort, die uns helfen können, die Vorteile von The Daily Mile zu verbreiten, da sie so einfach umzusetzen ist.“

    Es ist ein Aufruf zum Handeln von INEOS-Beschäftigten, weil COVID-19 – weit davon entfernt, das Programm einschlafen zu lassen – tatsächlich dazu beigetragen hat, das Bewusstsein für die Notwendigkeit zu schärfen, während eines Lockdowns sowohl geistig als auch körperlich gesund zu bleiben.

    „Die Menschen haben sich gefragt, was sie während des Lockdowns tun können, um ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu verbessern. The Daily Mile war etwas, das sie zu Hause tun konnten, weil es eine so einfache Initiative ist“, so John.

    Das in Großbritannien und den USA ansässige Team hat sich einige strategische langfristige Ziele gesetzt.

    Und Partnerschaften mit wichtigen Unterstützenden werden entscheidend sein.

    In England ist es Sport England. In Schottland: die Regierung.

    In Frankreich: Le Coq Sportif. Und in Spanien ist es ein hochrangiger nationaler Krebsverband.

    „The Daily Mile wird unter allen Bedingungen gedeihen, weil es sich um eine einfache und bewährte Initiative handelt“, so John. „Der Schlüssel liegt darin, die richtigen Leute und Organisationen zu finden, um die Schulen und die Verantwortlichen vor Ort zu beeinflussen.“

    Im kommenden Jahr wird der Schwerpunkt darauf liegen, die Botschaft von The Daily Mile in den USA weiter zu verbreiten.

    „Wir haben 52 Staaten, die wir adressieren müssen“, sagt John. Das Team hat kürzlich Vereinbarungen mit dem National Dairy Council und dem Seattle Marathon unterzeichnet, um The Daily Mile in ihren Netzwerken einzuführen.

    „Das sind sehr spannende Möglichkeiten für uns, das Partnerschaftsmodell zu testen“, sagt er.

    Der ehemalige Olympionike, der an den Commonwealth Games teilgenommen hat, wandte sich kürzlich auch an die Botschafter/innen aller Commonwealth-Länder, um Unterstützung für die Übernahme von The Daily Mile zu gewinnen.

    „Die Resonanz war überw.ltigend“, sagt er.

    Was die Statistiken angeht, so hat The Daily Mile eine ganze Menge zu bieten. Mehr als drei Millionen Kinder aus 85 Ländern nehmen inzwischen an The Daily Mile teil, und vor kurzem wurde die 13.114ste Schule angemeldet.

    Aber es gibt eine ebenso beeindruckende Statistik, die oft unbemerkt bleibt.

    Denn das Kernteam, das die weltweite Einführung der Initiative The Daily Mile überwacht, besteht aus nur acht Personen: Jessica Ard, Bill Russell, Anna Limbach, Tilly McAuliffe, Caitlin McConnell, Hannah Oakes, Thomas Manfredini und Fiona Paterson.

    „Sie leisten unglaubliche Arbeit und bewirken wirklich etwas, indem sie mit den Schulen sprechen, Beiträge ins Internet stellen und mit unseren zahlreichen Partnerinnen und Partnern zusammenarbeiten“, sagt John Mayock, Direktor des Projekts The Daily Mile.

    „Aber wir sind immer auf der Suche nach Partnerschaften vor Ort, die uns helfen können, die Vorteile von The Daily Mile zu verbreiten, da sie so einfach umzusetzen ist.“

    Es ist ein Aufruf zum Handeln von INEOS-Beschäftigten, weil COVID-19 – weit davon entfernt, das Programm einschlafen zu lassen – tatsächlich dazu beigetragen hat, das Bewusstsein für die Notwendigkeit zu schärfen, während eines Lockdowns sowohl geistig als auch körperlich gesund zu bleiben.

    „Die Menschen haben sich gefragt, was sie während des Lockdowns tun können, um ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu verbessern. The Daily Mile war etwas, das sie zu Hause tun konnten, weil es eine so einfache Initiative ist“, so John.

    Das in Großbritannien und den USA ansässige Team hat sich einige strategische langfristige Ziele gesetzt.

    Und Partnerschaften mit wichtigen Unterstützenden werden entscheidend sein.

    In England ist es Sport England. In Schottland: die Regierung.

    In Frankreich: Le Coq Sportif. Und in Spanien ist es ein hochrangiger nationaler Krebsverband.

    „The Daily Mile wird unter allen Bedingungen gedeihen, weil es sich um eine einfache und bewährte Initiative handelt“, so John. „Der Schlüssel liegt darin, die richtigen Leute und Organisationen zu finden, um die Schulen und die Verantwortlichen vor Ort zu beeinflussen.“

    Im kommenden Jahr wird der Schwerpunkt darauf liegen, die Botschaft von The Daily Mile in den USA weiter zu verbreiten.

    „Wir haben 52 Staaten, die wir adressieren müssen“, sagt John.

    Das Team hat kürzlich Vereinbarungen mit dem National Dairy Council und dem Seattle Marathon unterzeichnet, um The Daily Mile in ihren Netzwerken einzuführen.

    „Das sind sehr spannende Möglichkeiten für uns, das Partnerschaftsmodell zu testen“, sagt er.

    Der ehemalige Olympionike, der an den Commonwealth Games teilgenommen hat, wandte sich kürzlich auch an die Botschafter/innen aller Commonwealth-Länder, um Unterstützung für die Übernahme von The Daily Mile zu gewinnen.

    „Die Resonanz war überwältigend“, sagt er.

    Kontaktieren Sie The Daily Mile über die globale Website der Stiftung

    WWW.THEDAILYMILE.ORG

    3 minuten lesezeit Ausgabe 22
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    Challenge of a lifetime

    Der Traum von INEOS, den America’s Cup zu gewinnen – und damit 170 Jahre des Leidens für Großbritannien zu beenden – ist vorbei. Alle im INEOS TEAM UK, bis hin zu der Person, die jede Mutter und Schraube auf dem Rennboot wiegen musste, war darauf konzentriert, den größten Preis des Segelsports zum ersten Mal nach Hause zu bringen. Doch trotz vier Jahren Engagements, harter Arbeit und Hunderttausender Arbeitsstunden des über 100-köpfigen Teams sollte es am Ende nicht sein.

    „Wir haben dieses Team 2014 mit dem Ziel gegründet, den America‘s Cup zurück nach Großbritannien zu holen. Das wollten wir auch erreichen“, bekräftigt Skipper Sir Ben Ainslie. Während der Aufwärmrennen im Dezember 2020 hatte das britische Team mit technischen Problemen zu kämpfen und Britannia verlor jedes Rennen. Es wurden Änderungen am Boot vorgenommen – das Team gewann alle Vorrundenrennen und qualifizierte sich für das Prada Cup-Finale. „Das war ein erstaunliches Ereignis, weil es eine solche Wende war“, blickt INEOS-Gründer und Vorstandsvorsitzender Jim Ratcliffe zurück. Am Ende begünstigten die leichten Winde das italienische Team Luna Rossa Prada Pirelli im Prada Cup-Finale. „Sie hatten bei allen Windbedingungen das bessere Gesamtpaket. Sie haben das Finale verdient gewonnen“, sagt Sir Ben. Trotz der Enttäuschung sagt der vierfache Olympiasieger, er könne nicht stolzer auf sein Team sein. „Wir haben wirklich bis zum Schluss gekämpft“, meint er. „Es tut uns nur leid, dass wir den Sieg für unsere Fans nicht nach Hause bringen konnten.“ Nachdem das italienische Team Luna Rossa Prada Pirelli im Finale des Prada Cups INEOS TEAM UK besiegt hat, tritt es nun im America‘s Cup gegen

    Titelverteidiger Emirates Team New Zealand an. In den vergangenen vier Jahren hat sich das britische Team ausschließlich darauf konzentriert, die begehrteste und älteste Trophäe des Segelsports zu gewinnen.

     „Wir haben während dieser Kampagne sehr viel gelernt und müssen jetzt zurückgehen und analysieren, was wir nicht so richtig gemacht haben“, so Sir Ben. „Sowohl Luna Rossa als auch das Team New Zealand sind seit 20 bzw. 30 Jahren in diesem Spiel. Dieses Lernen und die Entwicklung sind der Schlüssel.“ Das britische Team hatte mit dem Mercedes-AMG Petronas F1-Team zusammengearbeitet. Bis zu 30 Mitarbeiterinnen und

    Mitarbeiter des Mercedes-Teams für angewandte Wissenschaft unter Leitung von Director Graham Miller hatten einige der ausgefeiltesten Technologien eingesetzt, die jemals im America‘s Cup zu sehen waren. „Die Liebe zum Detail bei Mercedes F1 ist phänomenal“, meint Nick Holroyd, Chief Designer INEOS TEAM UK. „Sie haben uns nochmals extra gepusht. Auf Grundlage dessen, was wir begonnen hatten, fügten sie Raffinesse und Verständnis für Details hinzu. Sie brachten Exaktheit in unsere Kampagne.“

    Das Team aus Brackley hatte sein F1-Know-how auch genutzt, um das INEOS-Team bei der Entwicklung und Umsetzung von Innovationen in den Bereichen Technik, Humanwissenschaften, Simulation und Datenanalyse zu unterstützen. Während F1-Fahrer in direktem Kontakt mit der „Boxenwand“ stehen – da, wo alle strategischen Entscheidungen während eines Rennens im Hintergrund getroffen werden – war ein solches Konzept in der Segelwelt fast unbekannt. Bis jetzt. Während des Trainings fuhr ein 750-PSBoot neben der Britannia. An Bord war ein Team von Designer/innen und Ingenieur/innen, die mit einigen der fortschrittlichsten Technologien im Weltsport arbeiteten. An Bord der Britannia befanden sich, für das bloße Auge meist unsichtbar, etwa tausend Sensoren, die täglich mehr als eine Million Datenbits ans Konstruktionsteam zurückmeldeten. Alles wurde überwacht und analysiert – von der Herzfrequenz der Segler bis zur Windgeschwindigkeit. Einige dieser Daten wurden live überwacht, um die Sicherheit der Crew auf dem Wasser zu gewährleisten.

    Während des Trainings wurden die meisten Daten am folgenden Tag vom gesamten Design- und Segelteam analysiert. Die Britannia besteht aus etwa 17.300 Einzelteilen, die alle geprüft und gewogen wurden, bevor sie auf das Schiff kamen. Der aktuelle Cup-Inhaber Emirates Team New Zealand hatte darauf bestanden, dass jedes Boot nicht mehr als 6.520 kg wiegen darf. „Es gab kein Geben und Nehmen“, berichtet Sir Ben. Bei INEOS TEAM UK war es die Aufgabe von Schiffsarchitekt Alan Boot gewesen, das Gewicht des Boots zu überwachen. Er musste alles verzeichnen, was an Bord ging – von den Schrauben an den Instrumentenanzeigen bis hin zur Antriebsstrangbaugruppe – und auf mögliche Probleme hinweisen. Um das Gewicht der Besatzung zu reduzieren, hatten der Tragflächentrimmer, der Pilot und Sir Ben alle ein paar Pfunde abgenommen. „Wir wollten, dass die Gründer so schwer wie möglich sind, um unsere Leistung zu maximieren“, erklärt Sir Ben. Der America‘s Cup – von Sir Jim als die Königin des Segelsports bezeichnet – ist die einzige große internationale Sporttrophäe, die Großbritannien noch nicht gewonnen hat. Obwohl 2021 nicht das Jahr der Briten ist, so Sir Ben, hofft er, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein. „INEOS war ein großartiger Geldgeber und Partner. Wir können INEOS nicht genug dafür danken, dass wir in den letzten vier Jahren unterstützt wurden.“

    „Bei INEOS geht es nicht nur um den finanziellen Rückhalt. Es ist die Art, wie an Dinge herangegangen wird, die der Grund des Erfolgs sind. Es ist die Liebe zum Detail, die Strenge und Entschlossenheit, die wir in der Sportwelt teilen.“

    Weitere Informationen:

    WWW.INEOSTEAMUK.COM


    BRITANNIA
    Britannia hat sich seit dem ersten Rennen des Teams erheblich verändert. Die AC75 darf ohne Segel und Crew nicht mehr als 6.520 kg wiegen.

    MANNSCHAFT
    Die 11 Besatzungsmitglieder dürfen nicht mehr als 990 kg wiegen und insgesamt 55 kg persönliche Ausrüstung mit sich führen, darunter Neoprenanzüge, Schuhe, Schwimmwesten, Funkgeräte, Headsets und eventuell Lebensmittel und Wasser.

    10 JAHRE
    Die Entwicklung dauerte über 90.000 Stunden – das entspricht etwa zehn Jahren.

    17.300
    Britannia setzt sich aus 17.300 Einzelteilen zusammen. Jedes einzelne wird gewogen, bevor es an Bord kommt.

    FLÜGEL
    Die Flügel wurden am Hauptsitz von Mercedes F1 in Großbritannien hergestellt und ermöglichen den Flug von Britannia.

    WETTERFROSCH
    Ein Spanier, der einige der schwierigsten Ozeane der Welt befahren hat, ist der „Wetterfrosch“ des Teams. Juan Vila informiert das Team regelmäßig über das Wetter, damit es vorausplanen kann und weiß, was es zu erwarten hat.

    50.000
    Der Bau dauerte mehr als 50.000 Stunden.

    SENSOREN
    Es gibt etwa 1.000 Sensoren, die jeden Tag mehr als eine Million Daten ans Konstruktionsteam zurückspielen.

    LIVE-DATEN
    Das britische Unternehmen Papercast hat ein maßgeschneidertes, leichtes, wasserdichtes und robustes Gerät entwickelt und gebaut, das Echtzeitinformationen liefert, damit das Team das Boot flach und schnell halten kann. Die Live-Daten werden rund um das Boot gestreamt, denn jede Millisekunde zählt. Alle Entscheidungen der Crew beruhen auf den Informationen, die sie vor sich sehen.


    Elaine gibt sich die Ehre

    Eine pensionierte Schulleiterin, die dazu beigetragen hat, Millionen von Kindern auf der ganzen Welt dazu zu inspirieren, jeden Tag 15 Minuten lang aktiv zu sein und die freie Natur zu genießen, war die Patin von Britannia. Elaine Wyllie reiht sich in eine beeindruckende Reihe von Schiffspatinnen ein, darunter die legendären Hollywood- Schauspielerinnen Whoopi Goldberg, Helen Mirren, Julie Andrews und Sophia Loren.

    INEOS TEAM UK hatte gehofft, dass die Queen die Ehre übernehmen wurde, da Britannia zu Ehren des Rennboots ihres Urgroßvaters benannt wurde. Doch aufgrund der Coronaviruspandemie konnte sie keine weiteren Aufgaben annehmen. „Es ist wirklich unglaublich, die zweite Wahl nach der Queen zu sein“, so Elaine, die The Daily Mile gegründet hat. „Das ist eine große Ehre.“ Elaine wurde 2019 von der Queen mit einem MBE ausgezeichnet. Sie war zwar nicht in Neuseeland, um das Rennen der Crew zu verfolgen, hat aber jede Minute des Rennens im Fernsehen genossen. „Ich war in Gedanken bei der Britannia und war beim Zuschauen wie an den Fernseher gefesselt“, schmunzelt sie. „Die Britannia ist nicht nur eine großartige technische Leistung, sie ist auch wunderschön. Ich bin sehr stolz auf sie und die Crew.“ Die ursprüngliche Britannia, gebaut für König Edward VII, war sehr erfolgreich und gewann 231 Rennen. In ihren letzten Jahren wurde sie von King George V. gefahren. Sein letzter Wunsch war, dass Britannia ihm ins Grab folgen sollte. Als er 1936 starb, wurde die Britannia zum St. Catherine‘s Deep vor der Isle of Wight geschleppt und von der Royal Navy in denselben Gewässern versenkt, in denen 1851 der erste America‘s Cup ausgetragen wurde.

    6 minuten lesezeit Ausgabe 21
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    Der aufstieg des superbugs

    Übermässiger einsatz und missbrauch von antibiotika stellen eine ernsthafte bedrohung für die menschheit dar. Die unterfinanzierung der forschung bedeutet, dass wenig getan wurde, um das problem anzugehen. All das wird sich nun ändern, unter anderem dank einer 100 Millionen-pfund-spende von ineos an die Universität Oxford


    Ein stiller Killer, der bis 2050 jedes Jahr mehr als zehn Millionen Menschenleben bedrohen wird, muss bekämpft werden, bevor es zu spät ist, das sagen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie befürchten, dass verbreitete Infektionen, die jahrzehntelang erfolgreich mit Antibiotika behandelt wurden, wieder zu Killern werden könnten, sollten nicht neue Medikamente gefunden werden, die bestehende Antibiotika ersetzen, die ihre Wirksamkeit bereits verloren haben.

    Missbrauch und zu häufiger Einsatz von Antibiotika sind schuld an ihrer zunehmend kleiner werdenden Wirksamkeit. Die Unterfinanzierung der Forschung bedeutet, dass bisher wenig getan wurde, um die Situation zu bekämpfen, die als eine der größten steigenden Bedrohungen der globalen Gesundheit seit der Coronaviruspandemie gilt.

    „COVID-19 war wie ein Erdbeben“, sagt Professor Tim Walsh. „Es war schnell und plötzlich, während man Antibiotikaresistenz weder sehen noch spüren kann, aber trotzdem nimmt sie Jahr für Jahr zu.“

    Das ändert sich nun.

    INEOS hat 100 Millionen Pfund gespendet, um die Forschung an der britischen Universität Oxford über die wachsende Resistenz gegen Antibiotika zu unterstützen.

    „Antibiotikaresistenz ist eine dieser versteckten Gefahren für die Menschheit“, sagt INEOS-Gründer und -Vorstandsvorsitzender Sir Jim Ratcliffe. „Ich glaube, das ist noch nicht allgemein bekannt.“

    Alle modernen chirurgischen Eingriffe und Krebsbehandlungen sind auf wirksame Antibiotika angewiesen, um Infektionen zu reduzieren.

    „Der Verlust dieses wertvollen Geschenks würde eine Rückkehr in eine vor-antibiotische Ära bedeuten“, sagt Chirurg David Sweetnam, Chairman INEOS Oxford Institute for Antimicrobial Research. „Wir haben jetzt ein sehr enges Zeitfenster, in dem wir den Kurs ändern und verhindern können, dass das Undenkbare zum Unvermeidlichen wird.“

    Krankheiten, die sich so entwickelt haben, dass sie mit Antibiotika nur noch schwer oder gar nicht mehr zu behandeln sind, töten bereits jetzt etwa 1,5 Millionen Menschen pro Jahr.

    Doch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler warnen, dass die Medizin ins finstere Mittelalter zurückkehrt, wenn Antibiotika unwirksam und Millionen sterben werden.

    „Wenn uns diese Pandemie etwas gelehrt hat, dann ist es die Dringlichkeit, Ereignisse von großer Tragweite, die auf uns zukommen, nicht zu ignorieren“, sagt Professor Louise Richardson, Vice Chancellor der Universität von Oxford. Es wird geschätzt, dass etwa 80 Prozent (nach Gewicht) der weltweiten Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt werden, nicht immer direkt zur Behandlung von Infektionen, sondern oft zur Wachstumsförderung von Fleisch.

    „Diese Überbeanspruchung trägt dazu bei, dass Infektionen auch beim Menschen Resistenzen entwickeln, und schadet medizinischen Behandlungen“, so Professor Walsh. „Das neue INEOS Oxford Institute wird einzigartig in der Erforschung neuartiger, tierartspezifischer Medikamente sein, um die Wirksamkeit von Humanarzneimitteln länger sicherzustellen – was einen erheblichen Einfluss auf die Verzögerung der Antibiotikaresistenz-Krise haben könnte.“

    Die Universität Oxford spielte in den 1940er Jahren eine entscheidende Rolle bei der frühen Entwicklung von Antibiotika. Alexander Fleming, schottischer Arzt und Mikrobiologe, hatte 1928 zufällig Penicillin entdeckt, aber es war ein Team von Wissenschaftler/innen in Oxford, das Flemings Entdeckung – die Schimmelpilzgattung Penicillium produziert eine Substanz, die das Wachstum einiger Bakterien hemmt – in das Wundermittel verwandelte, das so viele Leben gerettet hat.

    Danach folgte eine goldene Ära der Antibiotikaforschung und -entdeckung, die jedoch ins Stocken geriet. Seit den 1980er Jahren wurden keine neuen Antibiotika mehr erfolgreich entwickelt.

    „Diese Spende wird es uns ermöglichen, Arbeiten an Antibiotika durchzuführen, von denen wir schon seit einigen Jahrzehnten träumen“, so Professor Chris Schofield, Academic Lead (Chemistry) am INEOS Oxford Institute.

    Chirurg David Sweetnam sagt, die Coronaviruspandemie habe der Welt die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung vor Augen geführt.

    Er weist darauf hin, dass die Impfstoffe in Rekordzeit entwickelt wurden und aus Forschungen hervorgingen, die lange vor dem Auftreten von COVID-19 gemacht wurden.

    „Es ist klar, dass wir jetzt mit der gleichen Dringlichkeit nach neuen Antibiotika suchen müssen, wie wir es bei den Impfstoffen getan haben“, sagt er. „Die Konsequenz fortgesetzter Selbstzufriedenheit ist nicht auszudenken.“

    Die Spende von INEOS ist eine der größten, die jemals an eine britische Universität getätigt wurde.

    „Es ist ein Beispiel für eine starke Partnerschaft zwischen öffentlichen und privaten Institutionen, um globale Probleme anzugehen“, sagt Professor Richardson.

    Wirtschaftswissenschaftler Lord O’Neill of Gatley, der das Buch „Superbugs: An Arms Race against Bacteria“ (Wettrüsten gegen Bakterien) mitverfasst hat, berichtet, dass der Erfolg von INEOS in der chemischen Industrie in Verbindung mit den großen Köpfen der Universität Oxford und den kooperierenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Hoffnung gebe.

    „Dieses neue Institut, das ein Modell der Reinvestition von Gewinnen anwendet, um weitere Fortschritte auf dem Gebiet voranzutreiben, könnte der Moment des Durchbruchs sein, den die globale Antibiotikaresistenzforschung braucht“, sagt er.

    Ohne dringendes gemeinsames Handeln, um eine Zunahme von Superbugs zu stoppen, könnte die Menschheit in eine Welt zurückkehren, in der selbstverständliche Behandlungen wie Chemotherapie und Hüftoperationen zu riskant, Geburten extrem gefährlich werden und sogar ein einfacher Kratzer tödlich sein könnte.

    DIE 100-MILLIONEN-PFUNDSPENDE VON INEOS WIRD IN DEN NÄCHSTEN FÜNF JAHREN ETWA 50 FORSCHENDEN DIE MÖGLICHKEIT GEBEN:

    ZU Über- und Fehlgebrauch von Antibiotika zu INFORMIEREN

    Mit anderen weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Antibiotikaresistenz ZUSAMMENZUARBEITEN, um zu verhindern, dass gewöhnliche Mikroben zumultiresistenten Superbugs wie MRSA werden

    Neue Medikamente für Mensch und Tier zu ENTWICKELN

    5 minuten lesezeit Ausgabe 21
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    Warum die Welt einen sauberen Schnitt braucht

    INEOS konzentriert nun Energie und Fachwissen in einem neuen Geschäftsbereich, der nur ein Ziel hat: die Reduzierung von CO2-Emissionen. Der neue Geschäftsbereich mit Sitz im Vereinigten Königreich wird sich darauf fokussieren, die Produktion von sauberem Wasserstoff in ganz Europa hochzufahren – für die eigenen Standorte, aber vor allem für andere Industrien, die jetzt nach erschwinglicher kohlenstoffarmer Energie suchen.

    „Wir sind bereits von mehreren potenziellen strategischen Partnern angesprochen worden, von anderen Chemiepartnern bis hin zu Verbindungen in der Automobilindustrie“, sagt Wouter Bleukx, Leiter des neu gegründeten Wasserstoff- Geschäftsbereichs. „Wir hoffen, dass wir bald mehr über diese Partnerschaften bekannt geben können.“

    Der INEOS-eigene Geschäftsbereich INOVYN ist Europas größter Elektrolysebetreiber – eine bedeutende Technologie, die kohlenstoffneutrale Energie nutzen kann, um Wasserstoff für Strom, Industrie und Transport herzustellen.

    Der Geschäftsbereich weiß, wie man Wasserstoff sicher speichert, damit umgeht und arbeitet an einem ersten Projekt zur potenziellen Speicherung von Wasserstoff in einer seiner riesigen Salzkavernen in Großbritannien.

    „Wir sind in einer einzigartigen Position, um eine führende Rolle bei der Entwicklung dieser neuen Technologien zu spielen“, so Geir Tuft, CEO von INOVYN.

    INEOS produziert jedes Jahr 300.000 Tonnen Wasserstoff, hauptsächlich als Nebenprodukt bei der Herstellung von Chlor und beim Cracken von Öl und Gas zur Herstellung von Olefinen und Polymeren.

    Der größte Teil des Wasserstoffs wird entweder als Brennstoff genutzt oder zur Herstellung anderer Chemikalien verwendet. INOVYN glaubt, dass weit mehr für das Wohl der Gesellschaft getan werden kann.

    In der letzten Ausgabe von INCH bezeichnete Chris Stark, CEO des Committee on Climate Change, Wasserstoff als das Heineken der Kraftstoffe, weil er so vielseitig ist.

    „Wir können Wasserstoff zum Heizen von Häusern und zum Antrieb von Verkehr und Industrie verwenden“, sagt er.

    Er meinte gegenüber INCH, dass es für die Welt unmöglich sei, ohne Wasserstoff Netto-Null-Emissionen zu erreichen – und damit den schädlichen CO2-Ausstoß drastisch zu reduzieren.

    INEOS ist bereits an mehreren Projekten beteiligt, um weitere Unternehmen zu ermutigen, Wasserstoff statt Öl und Gas zu verwenden.

    Der neue Wasserstoff-Geschäftsbereich wird unter dem Dach von INOVYN arbeiten, aber die Strategie wird für alle INEOS-Geschäftsbereiche weltweit gelten.

    Ziel ist es, innerhalb von fünf Jahren eine große Wasserstoffproduktionsanlage zu bauen.

    Zu Beginn dieses Jahres hat die Europäische Kommission ihre eigene Wasserstoffstrategie vorgestellt. Wouter sagt, dass dieser europäische Fahrplan für die weit verbreitete Nutzung von Wasserstoff in ganz Europa bis 2030 und darüber hinaus neue Chancen für den neuen Geschäftsbereich von INEOS bietet.

    „Wasserstoff ist ein wichtiges Element einer klimaneutralen Wirtschaft, die seit Jahrzehnten diskutiert wird. Endlich ist eine mit Wasserstoff betriebene Wirtschaft in greifbare Nähe gerückt“, so Wouter.

    • Der Geschäftsbereich Clean Hydrogen wird den Sitz in Großbritannien haben.
    • Unser Ziel ist es, die CO2-Emissionen an allen INEOS-Standorten und in anderen europäischen Industrien durch den Einsatz von grünem Wasserstoff zu senken.
    • INEOS wird die Produktion von grünem Wasserstoff an allen europäischen Produktionsstandorten hochfahren.
    • Die Produktion von Wasserstoff auf der Basis von Elektrolyse, die mit kohlenstofffreiem Strom betrieben wird, bietet Flexibilität und Speicherkapazität für Heizungs-, Strom-, Chemie- und Transportmärkte

    4 minuten lesezeit Ausgabe 21
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    Es ist zeit für eine neue industrielle revolution

    ​Die IT war einst die Wiege der industriellen Revolution. Jetzt – 260 Jahre später – könnten diese Städte, die einst mit Kohle betrieben wurden, kurz davor stehen, die Art und Weise, wie die Welt funktioniert, erneut verändern. HyNet North West im Vereinigten Königreich spielt eine führende Rolle im weltweiten Kampf gegen den Klimawandel. Und der INEOS-eigene Geschäftsbereich INOVYN ist maßgeblich daran beteiligt. INOVYN ist Teil eines Konsortiums von weltweit führenden Organisationen, die sich der Bekämpfung der Klimakrise verschrieben haben.

    Gemeinsam wollen sie ein Netzwerk schaffen, damit Wasserstoff produziert, sicher gespeichert und verteilt werden kann, um den Nordwesten Englands und Nordwales zu dekarbonisieren.

    „Unsere Aufgabe wird es sein, eine Möglichkeit zu finden, Wasserstoff in großen Mengen zu speichern“, sagt Richard Stevenson, Storage Projects Manager von INOVYN. „Nur dann kann das Netz mit Änderungen von Angebot und Nachfrage umgehen. Durch die Bereitstellung von Großspeichern werden wir die Stabilität des Systems erheblich verbessern.“

    Es ist ein ehrgeiziges, aber realisierbares Projekt, das von allen Beteiligten als eine Chance gesehen wird, die man nicht verpassen sollte.

    Diese kohlenstoffarmen Wasserstofftechnologien – kombiniert mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung – könnten helfen, die CO2-Emissionen bis 2030 um zehn Millionen Tonnen pro Jahr zu reduzieren.

    Das entspricht einem Minus von vier Millionen Autos oder der Beheizung von mehr als fünf Millionen Haushalten.

    „Dieses Projekt ist ein Wendepunkt und wird ein bleibendes Vermächtnis für kommende Generationen im Nordwesten und in Nordwales schaffen“, sagt Richard.

    Man hofft, dass bereits 2025 etwa 400.000 Tonnen CO2 von der Industrie eingespart werden.

    In der Stanlow-Raffinerie in Großbritannien wird eine kohlenstoffarme Wasserstoffanlage in Betrieb sein, die 350 MW produziert – genug Energie, um mehr als 300.000 Haushalte mit Erdgas zu beheizen.

    Offshore- und Onshore-Erdgasanlagen werden umgebaut, um eine Million Tonnen CO2 zu transportieren und in drei Gasreservoirs im Meeresboden in der Liverpooler Bucht zu speichern. Außerdem wird das erste Wasserstoff-Pipelinenetz des Vereinigten Königreichs gebaut, um die lokale Industrie zu versorgen und ein Erdgas-Wasserstoff-Gemisch mit einem Anteil von bis zu 20 Prozent Wasserstoff in die lokalen Netze zu speisen.

    „Dieser Mix kann von bestehenden Gaskesseln und -herden verwendet werden und wird als wichtiger Schritt zur Dekarbonisierung von Privathäusern gesehen“, sagte Richard.

    Bis 2030 plant HyNet, im gesamten Nordwesten 30 TWh/Jahr kohlenstoffarmen Wasserstoff an die Industrie, die flexible Stromerzeugung, die Transportbranche und Heizungsunternehmen zu liefern.

    „Das sind etwa 45 Prozent der Energiemenge, die derzeit ans Gasnetz in der Region geliefert wird“, so Richard.

    INOVYN entwickelt die erste groß angelegte unterirdische Anlage im Salzbecken von Cheshire, um große Mengen Wasserstoff zu speichern und dem ersten Wasserstoffnetz Großbritanniens mit 350 km neuen Leitungen beizutreten.

    Dieser Wasserstoff wird die Dekarbonisierung des Lastenverkehrs einschließlich Zügen, LKW, Bussen und Schiffen beschleunigen.

    Bis 2030 plant HyNet zudem, jährlich eine weitere Million Tonnen CO2 aus der Industrie abzuscheiden.

    Wenn das Projekt erfolgreich ist, etabliert sich das Vereinigte Königreich als weltweit führend bei Innovationen im Bereich sauberer Energie und zeigt, was durch Zusammenarbeit erreicht werden kann.

    In diesem Jahr veröffentlicht die britische Regierung, die sich kürzlich das rechtlich verbindliche Ziel gesetzt hat, bis 2050 keine Emissionen zu verursachen, ihre mit Spannung erwartete nationale Wasserstoffstrategie.

    „Sowohl die Regierung als auch die Industrie sehen in Wasserstoff neben der Elektrifizierung eine elementare Rolle bei der Schaffung einer grüneren und saubereren Zukunft“, sagt David Parkin von Progressive Energy, dem Project Director von HyNet.

    www.hynet.co.uk

    INOVYN
    INOVYN entwickelt die erste groß angelegte unterirdische Anlage im Salzbecken von Cheshire, Vereinigtes Königreich, um große Mengen an Wasserstoff zu speichern und dem ersten Wasserstoffnetz Großbritanniens mit 350 km neuen Pipelines beizutreten.

    10 Millionen Tonnen
    Reduktion der CO2-Emissionen bis 2030 um zehn Millionen Tonnen pro Jahr. Dies entspricht einem Minus von vier Millionen Autos oder der Beheizung von mehr als fünf Millionen Haushalten.

    30 TWh/Jahr
    Bis 2030 plant HyNet im gesamten Nordwesten des Vereinigten Königsreichs 30 TWh/Jahr kohlenstoffarmen Wasserstoff an die Industrie, die flexible Stromerzeugung, die Transportbranche und Heizunternehmen zu liefern.

    2050
    In diesem Jahr wird die britische Regierung, die sich kürzlich das rechtlich verbindliche Ziel gesetzt hat, bis 2050 keine Emissionen zu verursachen, ihre mit Spannung erwartete nationale Wasserstoffstrategie veröffentlichen.

    5 minuten lesezeit Ausgabe 21
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    Globales denken

    ZWEI Weltklasse-Unternehmen, die daran glauben, dass Wasserstoff die globale Wirtschaft der Zukunft antreiben kann, arbeiten jetzt zusammen. Hyundai, einer der größten Autohersteller der Welt, und INEOS, eines der größten Chemieunternehmen der Welt.

    Sie haben eine Absichtserklärung zur Erkundung neuer Möglichkeiten zur Beschleunigung der globalen Wasserstoffwirtschaft unterzeichnet.

    „Die Zusammenarbeit von INEOS und Hyundai bietet beiden Unternehmen neue Möglichkeiten, um ihre Vorreiterrolle in der umweltfreundlichen Wasserstoffwirtschaft auszubauen“, sagt Peter Williams, Technology Director von INEOS. „Wir versuchen zunächst, Projekte des öffentlichen und privaten Sektors zu fördern, die sich auf die Entwicklung einer Wasserstoff-Wertschöpfungskette in Europa konzentrieren.“

    Beide Unternehmen wissen um den Wert des Wasserstoffs, der in der Vergangenheit wegen seiner vielen Einsatzmöglichkeiten als das Heineken der Kraftstoffe bezeichnet wurde.

    Wasserstoff kann zum Heizen von Häusern sowie zum Antrieb von Verkehr und Industrie verwendet werden. Wird er als Brennstoff verbrannt, wird nur Wasser emittiert. INEOS produziert etwa 300.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr, hauptsächlich als Nebenprodukt bei der Herstellung von Chlor und beim Cracken von Gas und Öl zur Herstellung von Olefinen und Polymeren.

    Hyundai leistete 2013 Pionierarbeit mit dem weltweit ersten in Serie gefertigten Wasserstoffauto.

    Seitdem ist der Autohersteller, der seine Jahresproduktion von Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen bis 2030 auf 700.000 Einheiten steigern will, weiter auf diesem Weg.

    Der wasserstoffbetriebene NEXO SUV des Unternehmens wurde als ein Auto beschrieben, das so schön sauber ist, dass es die Luft während der Fahrt reinigt. Es dauert nur fünf Minuten, um den Tank zu füllen, der für 414 Meilen ausreicht.

    Als Teil der Vereinbarung, die im November 2020 unterzeichnet wurde, werden die beiden Unternehmen untersuchen, ob das Brennstoffzellensystem der zweiten Generation von Hyundai im Geländewagen von INEOS, The Grenadier, eingesetzt werden kann.

    Saehoon Kim, Senior Vice President und Leiter des Fuel Cell Centre bei der Hyundai Motor Company, sagt, er hoffe, dass Hyundais jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Wasserstoff-Brennstoffzellen mit dem Fachwissen von INEOS kombiniert werden könne, um die Massenproduktion von grünem Wasserstoff und Brennstoffzellen für The Grenadier zu unterstützen. „Dies wird eine bedeutende kohlenstoffarme Alternative für ein breites Spektrum von Sektoren sein“, sagt er.

    Pete fügt hinzu, dass die Erfahrung von INEOS bei der Speicherung und Handhabung von Wasserstoff in Verbindung mit dem etablierten Know-how in der Elektrolysetechnologie beide Unternehmen in eine einzigartige Position versetzt, um den Fortschritt in Richtung einer kohlenstofffreien Zukunft auf der Basis von Wasserstoff voranzutreiben.

    INEOS kauft Autofabrik zum Bau eines Geländewagens

    INEOS investiert in das moderne Werk und die hochqualifizierten Arbeitskräfte von Mercedes-Benz in Hambach, Frankreich.

    „Es war eine einzigartige Gelegenheit, die wir einfach nicht verpassen konnten", sagt INEOS-Gründer und Vorstandsvorsitzender Sir Jim Ratcliffe.

    „INEOS Automotive hatte die Vision, den weltbesten Geländewagen zu bauen. In unserem neuen Zuhause in Hambach werden wir genau das tun.“

    Am Standort werden derzeit die Elektrofahrzeuge Smart EQ fortwo von Daimler gebaut.

    Im Rahmen der Vereinbarung baut INEOS Automotive weiterhin den Smart und produziert Bauteile für Mercedes-Benz.

    „Diese Akquisition markiert unseren bisher größten Meilenstein in der Entwicklung von The Grenadier“, so CEO Dirk Heilmann.

    „Neben dem umfangreichen Testprogramm, das unsere Prototypenfahrzeuge zurzeit durchlaufen, können wir in Hambach nun mit den Vorbereitungen für den Bau beginnen.“

    Der erste Grenadier wird voraussichtlich Anfang 2022 vom Band laufen. Dirk sagt, dass die Fabrik, die etwa 200 km von Stuttgart entfernt ist, die perfekte Lage hat, um die Lieferketten optimal zu nutzen.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 21
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    Hope for the future

    BIOVYN™, eine neue Generation von PVC, macht die nächste Generation stolz: Es wird anstatt aus reinem Gas und Öl aus den Rückständen der Holzzellstoffproduktion hergestellt. Es wurde für eine neue fossilfreie Vorschule in der schwedischen Stadt Göteborg verwendet. Die Stadt hat den ehrgeizigen Plan, die Treibhausgasemissionen der Stadt bis 2050 um 75 Prozent zu senken.

    Für den INEOS-eigenen Geschäftsbereich INOVYN, der hinter dem neuen PVC steht, ist es eine große Ehre, an dem „The Hope Project“ beteiligt zu sein. „Es ist ein innovatives Projekt, das beweist, dass fossilfreies Bauen möglich ist“, sagt Inna Jeschke, Marketing Managerin bei INOVYN.

    „Es hat eine Reihe von Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten, Innovatorinnen und Innovatoren, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Lieferanten zusammengebracht, um ein wirklich nachhaltiges Gebäude für die Gemeinschaft zu bauen.“

    INOVYN ist eine Partnerschaft mit Pipelife Schweden eingegangen, das mit der Lieferung der nachhaltigen PVC-Rohre beauftragt wurde. „Wir haben es geschafft, den CO2-Fußabdruck für diese Rohrinstallationen um beachtliche 76 Prozent zu senken“, berichtet Pipelife Project Manager Ove Söderberg.

    Das Tolle an BIOVYN™, obwohl es teurer als herkömmliches PVC ist, ist, dass es nicht nur überwiegend aus einem nachwachsenden Rohstoff hergestellt wird, der nicht mit der Nahrungskette konkurriert. Die Treibhausgasemissionen werden bei der Produktion zudem im Vergleich zu konventionell hergestellten PVC um mehr als 90 Prozent reduziert.

    „Die nachhaltigen und innovativen Eigenschaften von BIOVYN™ machen es zum perfekten Material für dieses Vorzeigeprojekt“, sagt Ove. BIOVYN™, das im Oktober 2019 der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde, ist das weltweit erste kommerziell produzierte, bio-basierte PVC.

    Seitdem gewinnt es Fans und legt weltweit beim Verkauf zu. „Aus allen Ecken der Welt bekunden Menschen Interesse an dem Projekt – von direkten Kunden aus der Bodenbelags- und Rohrindustrie bis hin zu einem prominenten Automobilhersteller“, erzählt Inna.

    All dies geschah nicht über Nacht. Zunächst musste INEOS O&P in Köln, Deutschland, prüfen, ob sie die Biomasse – den nachwachsenden Rohstoff – sichern können. Nachdem das Team in Köln das geschafft hatte, musste sichergestellt werden, dass die Biomasse im Kölner Kracker in Bio-Ethylen umgewandelt werden konnte.

    Nachdem auch diese Hürde genommen war, wurde das Bio-Ethylen direkt zum INOVYN-Werk in Rheinberg in Deutschland transportiert, wo es zur Herstellung von BIOVYN™ verwendet wurde.

    Die Nachhaltigkeit des Bio-PVCs wurde bereits vom Roundtable on Sustainable Biomaterials (RSB) zertifiziert, dessen weltweite Aufgabe es ist, Best Practices für die nachhaltige Produktion von Biomaterialien zu unterstützen.

    PVC ist für das moderne Leben unverzichtbar und wird bereits im großen Umfang im Bereich der erneuerbaren Energien, in Fahrzeugen, Gebäuden, Fußböden, in der Technik und in medizinischen Geräten eingesetzt.

    „BIOVYN™ treibt die Nachhaltigkeit weiter voran“, sagt Luc Castin, Business Manager INOVYN.

    Rolf Hogan, Executive Director des RSB, hat das neueste PVC-Produkt von INOVYN als einen echten Vorreiter in der entstehenden Kreislauf-Bioökonomie bezeichnet.

    „THE HOPE PROJECT“
    Die neue „fossilfreie“ Vorschule in der schwedischen Stadt Göteborg hat ehrgeizige Pläne, die Treibhausgasemissionen der Stadt bis 2050 um 75 Prozent zu senken.

    6 minuten lesezeit Ausgabe 21
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    Null toleranz

    INEOS in Antwerpen hat sich verpflichtet, die von der EU gesetzten Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu übertreffen. Hans Casier, CEO INEOS Phenol & Nitriles, sagt, dass die Konzentration auf die Verringerung der Emissionen an der Quelle entscheidend wird, statt sie nur abzufangen und zu speichern: „Alle unsere Standorte in Antwerpen haben jetzt einen klaren, erreichbaren Fahrplan.“

    Der Plan ist, dass INEOS bis spätestens 2050 Netto-Null-Emissionen für ihr gesamtes Geschäft im Hafen von Antwerpen erreicht. Er berücksichtigt aber auch das Ziel der EU, die Treibhausgasemissionen bis 2030 auf mindestens 55 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken.

    In Antwerpen wird eine neue Kracker und Propan-Dehydrierungsanlage für fünf Milliarden Euro gebaut – und mit Energie aus dem ENGIE-Windpark in der Nordsee versorgt.

    In der neuen Anlage, die es ermöglicht, schrittweise Emissionen zu reduzieren, werden Olefine hergestellt, die als Schlüsselchemikalien in der Auto-, Bau-, Transport- und medizinischen Industrie benötigt werden.

    Neben der Umstellung auf Ökostrom plant INEOS auch die Ausweitung der Zusammenarbeit mit bestehenden industriellen Abwärme- und Dampfnetzen in der Region und den verstärkten Einsatz von Wasserstoff in den chemischen Prozessen und Kraftwerken.

    Das Unternehmen ist auch an einem ehrgeizigen Plan in Lillo, Belgien, beteiligt, bei dem abgeschiedenes Kohlendioxid mit grünem Wasserstoff gemischt wird, um Methanol zu produzieren. Methanol wird in allen Bereichen von Kleidung bis zu Kraftstoff verwendet.

    Neben Gas und Öl wird auch der Einsatz von mehr recycelten bzw. biologisch erzeugten Rohstoffen erforscht.

    „All diese Aktivitäten werden durch ein kontinuierliches Streben nach Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz unserer Prozesse unterstützt“, so Hans.

    Obwohl der Schwerpunkt darauf liegt, die Produktion von CO2 zu vermeiden, anstatt darauf zu warten, es später zu sammeln und zu speichern, sollte die Speicherung in Zukunft immer noch eine option für INEOS sein.

    Dabei kann INEOS auf die Erfahrungen der bestehenden Anlagen zur Kohlenstoffabscheidung in Zwijndrecht, Tavaux, Lavéra und Köln zurückgreifen.

    Derzeit werden etwa 100.000 Tonnen CO2, die als Nebenprodukt der Ethylenoxid-Produktion in Zwijndrecht anfallen, aufgefangen, gereinigt, verflüssigt, verkauft und wiederverwendet.

    INEOS entwirft klare roadmap

    Die Roadmap wurde entwickelt, um INEOS den Weg zu einer klimaneutralen Welt aufzuzeigen.

    Die Anlagen von INEOS im Hafen von Antwerpen mögen die ersten sein, die sich auf diese Reise begeben. Sie werden jedoch nicht die letzten sein.

    „Die Roadmap wird ausgerollt und alle Geschäftsbereiche von INEOS können herausfinden, an welchen Stellen sie sich verbessern können, um ihre Kohlenstoffemissionen zu senken“, sagt Greet Van Eetvelde, Head of Energy & Innovation der INEOS-Gruppe.

    Seit einem Jahr arbeitet sie gemeinsam mit Matthias Schnellmann, Carbon Business Developer, an der umfassenden Roadmap.

    Gemeinsam mit den INEOS-Standorten in Antwerpen haben sie Umweltdaten gesammelt, um eine Grundlage für einen klaren und starken Plan zur Emissionsreduzierung zu schaffen.

    Die Roadmap zeigt, wie INEOS die Emissionen reduzieren kann, indem man entweder auf andere

    Brennstoffe umsteigt, erneuerbare Rohstoffe verwendet, die Energie- und Ressourceneffizienz der Anlagen erhöht oder den Kohlenstoff auffängt, nutzt oder speichert.

    „Die meisten unserer Standorte sind bereits energieeffizient, sodass die Fokussierung darauf allein für uns keine nennenswerten Gewinne bringt“, so Matthias. „Der Wechsel von Brennstoffen oder die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen hingegen schon. Wir denken, dass es besser ist, unsere Emissionen zu reduzieren, als sie aufzufangen und zu speichern.“

    Er sagt auch, dass einige Standorte Wasserstoff als Nebenprodukt herstellen, der wiederum von einem anderen Standort verwendet werden könnte, um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren.

    „Jeder Standort hat andere Anforderungen“, sagt er. „Die Lösung wird nicht für alle gleich sein. Die Roadmap wird uns dabei helfen, Bereiche zu identifizieren, in denen Prozesse verbessert werden können, um etwas zu bewirken.“

    Man hofft, dass die Roadmap ein Klima positiver Wettbewerbsfähigkeit in allen Geschäftsbereichen und Standorten von INEOS auf der ganzen Welt schaffen wird.

    project-one.ineos.com/en

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    Die lichter anlassen

    An dem Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation die Ausbreitung des Coronavirus zu einer globalen Pandemie erklärte, ergriff INEOS entscheidende Maßnahmen. Zu diesem Zeitpunkt waren weltweit knapp mehr als 4.500 Menschen an diesem neuen, unsichtbaren Killer gestorben und viele Regierungen widersetzten sich nationalen Lockdowns. Einige verharmlosten das Virus sogar als „gewöhnliche Erkältung“.

    INEOS war alarmiert. Es hat Standorte in mittlerweile 29 Ländern, darunter auch China, wo das Virus vermutlich seinen Ursprung hat.

    „Die Tatsache, dass wir ein globales Unternehmen sind, war eine unserer Stärken“, sagt Jeff Seed, SHE Director bei INEOS. „Unsere asiatischen Standorte gaben uns ein Gefühl dafür, was zu erwarten war und wie wir möglicherweise von dem Virus betroffen sein könnten.“

    Die Botschaft aus Asien war klar: Wer seine Anlagen und Geschäftsbereiche am Laufen halten will, muss seine Beschäftigten sofort schützen. Als globaler Hersteller von lebenswichtigen Chemikalien, die die Welt bald mehr denn je benötigen würde, wurde dieser Ratschlag von INEOS sehr ernst genommen.

    „Sicherheit war schon immer unsere oberste Priorität. Dazu gehört auch, dass wir so arbeiten, dass es für alle unsere Betriebsteams sicher ist“, sagt Jeff. „Unsere ausgezeichnete Sicherheitsbilanz basiert auf klaren Verfahren und Regeln.“

    Ein COVID-Notfallplan wurde schnell vereinbart. Jeder Geschäftsbereich erstellte strenge Sicherheitsprotokolle, um die Sicherheit der eigenen Belegschaft zu gewährleisten, während die Anlagen weiterliefen.

    Unsere Menschen, die überall auf der Welt in Büros arbeiteten, wurden angewiesen, von zu Hause aus zu arbeiten. Die Geschäftsbereiche wurden aufgefordert, Personal, das für den Betrieb und die Wartung der Anlagen unabdingbar ist, zu identifizieren.

    „Das war entscheidend. Wir können diesen Menschen nicht genug danken, die unsere Anlagen auf beeindruckende Weise sicher am Laufen hielten“, so Simon Laker, INEOS Group Operations Director.

    Darüber hinaus wurden alle nicht erforderlichen Arbeiten an den Anlagen verschoben und alle nicht notwendigen Geschäftsreisen verboten.

    „Wenn wir nicht schnell gehandelt hätten, hätte das Virus in unsere Standorte eindringen und viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr schnell krank machen können“, sagt Jeff. „Wir möchten zum einen gewährleisten, dass unsere Beschäftigten gesund bleiben, und zum anderen sicherstellen, dass unsere Anlagen und Standorte weiterhin produzieren können.“

    Jeff war gemeinsam mit Simon am INEOS-Standort Green Lake in den USA, als INEOS Capital sie bat, mit den ersten Vorbereitungen für die Aufrechterhaltung der Produktion während der Pandemie zu beginnen.

    „Zu diesem Zeitpunkt wussten wir wirklich nicht, welche Auswirkungen das auf unsere Tätigkeiten in der ganzen Welt haben würde“, berichtet er. „Aber wir waren fest entschlossen, den Betrieb auf eine Weise fortzusetzen, die für alle unsere Betriebsteams sicher war.“

    Im Falle eines Ausbruchs des Coronavirus war INEOS darauf vorbereitet, Standorte zu schließen.

    Es wurden wöchentliche Telefonate zwischen den Personalleitungen der einzelnen Geschäftsbereiche eingerichtet, um die Situation an den einzelnen Standorten und in den einzelnen Ländern zu überwachen. Außerdem wurden regelmäßige Vorstandssitzungen in jedem Geschäftsbereich abgehalten, um sicherzustellen, dass bei Bedarf schnell gehandelt werden konnte.

    In Großbritannien wurden die für die Produktion notwendigen Beschäftigten von INEOS regelmäßig getestet.

    „Das war ein wirklich guter Weg, dem Virus einen Schritt voraus zu sein“, so Jeff.

    Die Maßnahmen von INEOS bedeuteten, dass kein einziger Standort schließen musste, es sei denn, dies wurde durch die Regierung vor Ort vorgeschrieben.

    „Unsere strikten Verfahren und unser schnelles Handeln haben dafür gesorgt, dass wir die positiven Fälle unter Kontrolle halten konnten und unsere Beschäftigten geschützt waren, während wir unseren Betrieb aufrechterhielten“, so HR Director Jill Dolan.

    Beschäftigte, die Symptome von COVID-19 aufwiesen, wurden angewiesen, nicht zur Arbeit zu kommen. Da die Regelungen zu Testungen von Land zu Land unterschiedlich waren, war es nicht immer möglich, die Betroffenen zu testen.

    „Das ist einer der Gründe, warum die genaue Zahl der positiven Fälle bei INEOS nicht bekannt sein wird“, berichtet Jill. „Aber dieser Ansatz war der Schlüssel, um eine Ausbreitung des Virus auf ein Minimum zu beschränken.“

    INEOS stellte ebenfalls sicher, dass die Beschäftigten, die sich aufgrund eines engen Kontakts mit anderen Personen selbst isolieren mussten, dies taten, um sich und ihre Familien zu schützen.

    INEOS schaffte es nicht nur, den eigenen Betrieb aufrecht zu erhalten. Aufgrund des frühzeitigen Handelns war man auch in der Lage, den beispiellosen, weltweiten Bedarf an Chemikalien zu decken. Diese werden dringend benötigt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Infizierte zu behandeln.

    Die Produktion wurde an vielen INEOS-Standorten hochgefahren, wobei die INEOS-eigenen INOVYN-Anlagen in ganz Europa ununterbrochen liefen, um Natriumhypochlorit (Haushaltsbleichmittel) zu produzieren. Es wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNICEF als die beste und schnellste Methode zur Abtötung von Coronaviren auf Oberflächen anerkannt.

    Außerdem baute das Unternehmen in weniger als zehn Tagen sechs Anlagen zur Herstellung von Handdesinfektionsmitteln und lieferte Millionen von Flaschen kostenlos an Tausende von Krankenhäusern.

    Durch die Verlagerung von Aktivitäten weg von nicht unbedingt erforderlichen Arbeiten an Standorten in den USA, Europa und dem Vereinigten Königreich hielt INEOS den Chemikalienfluss zu denjenigen aufrecht, die lebenswichtige medizinische Materialien, Desinfektionsmittel und Geräte herstellen.

    Viele Länder waren darüber hinaus zu Recht um den Schutz ihrer Trinkwasserversorgung besorgt. In den USA wird Acrylamid und Polyacrylamid von INEOS benötigt, um Wasser zu reinigen. Britische Wasserunternehmen verließen sich auf INEOS, um Chlor bereitzustellen, das notwendig ist, um 98 Prozent des britischen Wassers trinkbar zu halten.

    „Wir haben früher als viele andere große Unternehmen gehandelt, weil es sowohl um die öffentliche Sicherheit als auch um die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs ging“, so Jeff.

    INEOS weiß, dass die Pandemie noch lange nicht vorbei ist, trotz der Hoffnung, dass bald ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stehen.

    „Wir sind zwar noch nicht über den Berg, aber die Tatsache, dass wir es bis hierher geschafft haben, unsere Beschäftigten zu schützen und unsere Anlagen am Laufen zu halten, ist ein Beweis für die harte Arbeit und das Engagement aller“, sagt Tom Crotty, Communications Director von INEOS.

    8 minuten lesezeit Ausgabe 21
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    Die Zukunft gestalten

    Verbundwerkstoffe prägen die Welt wie nie zuvor. Anders als Metall lassen sie sich nicht nur in fast jede Form bringen, sondern sind zäher und leichter als Stahl, feuerfest und rosten nicht.

    „In der Vergangenheit hat die Verschlechterung von Baustahl in extremen Fällen zu einem katastrophalen Versagen der Struktur geführt“, sagt Lynn Calder, CEO INEOS Composites.

    Das erlebte die Welt am 14. August 2018, als ein 200 Meter langes Teilstück der Morandi-Brücke in Genua einstürzte und 43 Menschen tötete.

    Expertinnen und Experten sagen, dass die Stahlseile der Brücke mit Beton ummantelt waren, wodurch die Korrosion nicht sichtbar war. Der Stahlturm, der auch einstürzte, war ebenfalls mit Beton ummantelt. Rostet Stahl, dehnt er sich aus und kann Risse im Beton verursachen.

    Verbundwerkstoffe funktionieren anders – und als solche haben sie ihren Weg in Autos, Lastwagen, Boote, Häuser, Infrastruktur, Chemieanlagen und das Meer gefunden, wo sie den härtesten Bedingungen standhalten können.

    Die Verbundharze von INEOS sind resistent gegen den Angriff von Chemikalien.

    Als solche wurden sie anstelle traditioneller Materialien in vielen Produktionsanlagen von INEOS eingesetzt, darunter auch in der Niederlassung von INEOS Pigments in Ashtabula in Ohio, USA.

    „Auch die Stahlverstärkung in Betonbrücken wird inzwischen durch Verbundwerkstoff-Verstärkung ersetzt“, so Lynn.

    Verbundstücke sind darüber hinaus gut für die Umwelt. Die Harze von INEOS Composites haben sich als eine der Schlüsselkomponenten bei der Gestaltung der Zukunft von Windkraftanlagen erwiesen, da sie leichter als Stahl sind.

    2019 wurde in Cherbourg, Frankreich, der längste Windradflügel der Welt gebaut. Mit 107 Metern war er länger als ein Fußballfeld.

    „Diese Flügel könnten ohne das Verhältnis von Festigkeit und Gewicht von Verbundwerkstoffen nicht in der heutigen extremen Größe gebaut werden und diese enorme Leistung erzeugen“, so Lynn.

    INEOS ist stolz darauf, dazu beigetragen zu haben, einen Markt für recycelte Kunststoffe zu schaffen.

    In jedem 220-kg-Fass des PET-Produktportfolios von Verbundharzen befinden sich die Reste von etwa 1.800 recycelten PET-Flaschen.

    „Indem wir recyceltes PET als Rohmaterial für die Herstellung von Verbundwerkstoffen verwenden, schließen wir den Kohlenstoff ein“, so Lynn.

    Damit zeigt INEOS der Welt auch, dass man es mit dem Versprechen ernst meint, bis 2025 325.000 Tonnen recyceltes Polymer in den eigenen Produkten zu verwenden.

    INEOS Enterprises hat vereinbart, das gesamte Composites-Geschäft von Ashland zusammen mit dem europäischen BDO-Geschäft im Jahr 2018 für eine Milliarde US-Dollar zu übernehmen. Allein der Geschäftsbereich Composites verfügt über 15 Produktionsstandorte in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und dem Nahen Osten und beschäftigt 1.000 Menschen.

    Ashley Reed, CEO INEOS Enterprises, sagt, dass Verbundharze seit 30 Jahren das Material der Wahl für die Bootsbauer der Welt seien. Aus gutem Grund: wegen der unglaublichen Eigenschaften. „Wir glauben, dass Kompositharze unter INEOS ein großes Wachstumspotenzial haben“, sagte er seinerzeit.“

    Nach Abschluss der Transaktion 2019 wurde INEOS Composites zu einem eigenständigen Geschäftsbereich.

    Mit Blick auf die Zukunft sind Verbundwerkstoffe gut aufgestellt, um die Herausforderung der Bauindustrie, mehr umweltverträgliche Produkte zu verwenden, zu meistern.

    Andrew Miller, Head of INEOS Composites Europe, sagt, dass der Markt ein wachsendes Interesse an Bio- und recycelten PET-basierten Harzen zeige. „Faserverbundwerkstoffe sind einfach einzubauen und zu warten, haben eine lange Lebensdauer und können recycelt werden. Es ist also leicht zu erkennen, warum sie weitaus wettbewerbsfähiger sein werden als herkömmliche Materialien wie Stahl und Beton“, berichtet er.

    INEOS-VERBUNDWERKSTOFFE

    Weltmarktführer bei ungesättigten polyesterharzen, vinylester harzen und  geloberflächen

    • Funktionelle Eigenschaften
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    • Brandverzögerung
    • Ultraviolett-Beständigkeit
    • Wasser- und Chemikalienbeständigkeit
    • Hohe mechanische Eigenschaften
    • Thermische und elektrische Isolierung
    • Stoß- und Kratzfestigkeit
    • Hohe Festigkeits-Gewichts-Verhältnisse

    WWW.INEOSCOMPOSITES.COM

    6 minuten lesezeit Ausgabe 21
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    Schicker spender

    INEOS hat wieder einmal mit traditionellem Denken aufgeräumt. Es hat den einstmals bescheidenen Handdesinfektionsmittelspender in ein stilvolles Objekt verwandelt, das in den elegantesten Geschäften, Büros, Schulen, Restaurants und Wohnungen blendend aussieht.

    „Es ist das erste Mal, dass viele Menschen darüber nachdenken, zu Hause einen Desinfektionsmittelspender zu installieren“, sagt Oli Hayward-Young, der mit dem Projekt betraut ist. „Wenn ein Spender ins Haus kommen soll, muss er gut aussehen und zur übrigen Einrichtung passen.“

    Oli sagt, dass viele traditionelle Spender wie „hässliche, weiße Plastikboxen“ aussehen. „Sie hinterlassen ein negatives Gefühl, sobald man einen Raum betritt“, berichtet er. „Dies ist nun ein neues Konzept für Spender.

    Es wird viele Geschäfte geben, die ihre Belegschaft und Kunden schützen wollen, ohne Aussehen und Atmosphäre der Räumlichkeiten zu beeinträchtigen. Unser Spender wurde so designt, dass er ästhetisch ansprechend ist.“

    Nicht nur das, denn er wurde auch von demselben Weltklasse-Team entworfen, das den Grenadier, das neue Geländefahrzeug von INEOS, das nächstes Jahr auf den Markt kommen soll, gestaltet hat.

    Der Mann, der half, den Grenadier auf dem Papier zu konzipieren, ist Toby Ecuyer, ausgebildeter Architekt und einer der besten britischen Designer von Superyachten.

    Er hat geholfen, zwei Arten von Spendern zu entwickeln – einen für den öffentlichen Bereich und einen kleineren für private Haushalte. Den Spender für den professionellen Bedarf, der von einem Unternehmen bzw. einer Institution individuell angepasst werden kann, gibt es in drei Ausführungen: für den Tisch, freistehend oder zur Wandmontage. Das kleinere Modell, das in den Farben Rot, Crème, Silber oder Schwarz erhältlich ist, kann auf der Küchenarbeitsplatte oder einem Tisch stehen bzw. an der Wand – etwa neben der Eingangstür – montiert werden.

    Das Schweizer Maschinenbauunternehmen Gritec fertigt zunächst 20.000 Spender am Standort in Grüsch.

    Beide wurden kurz vor Weihnachten zusammen mit den einfach zu montierenden Nachfüllkartuschen über die Website von INEOS Hygienics zum Verkauf angeboten.

    „Wir nahmen sofort das Interesse der Öffentlichkeit wahr“, berichtet Oli. Für ihn, er kam Anfang des Jahres zur neuen globalen Consumer Healthcare-Marke von INEOS, ist jetzt eine aufregende Zeit.

    „INEOS war schon immer im Hintergrund tätig und hat Produkte hergestellt, welche die Gesellschaft braucht“, sagt er. „Aber jetzt sind wir vorne mit dabei, um die Welt wieder auf die Füße zu stellen.“

    Am Freitag, 23. Oktober 2020, um 21.45 Uhr, schrieb INEOS mit der allerersten TV-Werbekampagne zur Vorstellung der Handdesinfektionsmittel in Krankenhausqualität Geschichte. Der Werbespot feierte sein Debüt in „Coronation Street“, das ist eine seit langem laufende beliebte britische Soap.

    George Ratcliffe, Chief Operating Officer von INEOS Hygienics, beschreibt dies als wichtigen Meilenstein im Leben des jungen Geschäftsbereichs. „Unsere Produkte wurden auf dem Höhepunkt der Pandemie in Krankenhäusern verwendet. Auch unsere Spitzensportteams nutzen sie“, erzählt er. „Das war unsere Chance, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass wir, obwohl wir ein neuer Marktteilnehmer sind, eine vertrauenswürdige Alternative sind.“

    Die Werbeaktivitäten scheinen gewirkt zu haben: „Unser wöchentlicher Umsatz stieg um über 40 Prozent, nachdem der Spot gezeigt wurde“, so George.

    INEOS gründete die globale Consumer Healthcare-Marke INEOS Hygienics im Juli 2020.

    Oli berichtet, dass der Aufbau der Spendersparte des Geschäftsbereichs und die so schnelle Markteinführung des Produkts eine erstaunliche Teamleistung gewesen sei.

    „Wir konnten auf das Projektmanagement, das kaufmännische und technische Know-how in der gesamten Gruppe zurückgreifen. Unsere Beschäftigten haben sich in sehr schwierigen Zeiten der Herausforderung gestellt“, sagt er.

    Das Geschäft sei langfristig und in einer neuen Ära aufgebaut worden, in der Handdesinfektionsmittel noch nie so wichtig waren wie heute.

    „Obwohl wir 2020 einen Anstieg bei der Verwendung von Desinfektionsmitteln gesehen haben, glauben wir, dass es eine dauerhafte Auswirkung geben wird“, so George. „Die Einstellung der Menschen hat sich geändert. Allen ist jetzt bewusst, warum es so wichtig ist, die Hände sauber zu halten, um nicht krank zu werden.“

    WWW.INEOSHYGIENICS.COM

    Tottenham arbeitet mit INEOS zusammen

    Der TOTTENHAM Hotspur Football Club hat sich mit INEOS Hygienics zusammengetan, um die Sicherheit seiner Spieler, Beschäftigten und Fans zu gewährleisten.

    Der Premier-League-Fußballverein bestellte Hunderte der neuen berührungslosen Handdesinfektionsmittelspender von INEOS, nur wenige Tage nachdem INEOS Hygienics die Produktreihe auf den Markt gebracht hatte, um ein hohes Hygieneniveau im Stadion aufrechtzuerhalten.

    „Es war fantastisch zu sehen, wie die Spender vom Band liefen“, sagt George Ratcliffe, COO INEOS Hygienics.

    7 minuten lesezeit Ausgabe 21
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    Perfekte partner

    INEOS hat sich mit einem weiteren Unternehmen zusammengetan, das helfen wird, Plastikmüll zu reduzieren – und einer umweltbewussteren Öffentlichkeit mehr von dem zu geben, was sie erwartet. Durch die Zusammenarbeit von INEOS Olefins & Polymers und Saica Natur ist es gelungen, hochleistungsfähige flexible Verpackungen zu schaffen, die zu mehr als 60 Prozent aus recyceltem Polyethylen niedriger Dichte und linearem Polyethylen niedriger Dichte bestehen.

    Rob Ingram, CEO von INEOS O&P Europe North, sagt, dass dafür auf beiden Seiten erhebliche technische Hindernisse überwunden werden mussten.

    „Saica ist Experte im Recycling von gebrauchten Kunststofffolien“, berichtet er. „Wir haben das Know-how in der Polymerwissenschaft, um die Qualität, Spezifikation sowie die Leistung des Endprodukts zu verbessern.“

    Die neuen Polymere in Verpackungsqualität, die unter anderem für die Herstellung von flexiblen Beuteln für Waschmittel verwendet werden können, wurden nun in das neue Kunststoffsortiment von INEOS aufgenommen, das bei seiner Einführung im Oktober 2019 als bahnbrechend gefeiert wurde.

    „Wir machen nicht gerne viel Aufhebens, bis wir wirklich wissen, dass wir etwas vorzuweisen haben“, sagt David Kirkwood, Polymer Business Manager.

    Das Recycl-IN-Sortiment wurde mit Polyethylen- und Polypropylen-Typen hoher Dichte eingeführt, die bis zu 50 Prozent recycelten Kunststoffabfall enthalten.

    Das Sortiment wurde nun um Polyethylen niedriger Dichte und linearer niedriger Dichte erweitert und enthält nun bis zu 60 Prozent recycelten Kunststoffabfall.

    Die Entwicklung und Erweiterung des Recycl-IN-Sortiments ist ein wichtiger Schritt zur Steigerung der Ressourceneffizienz und trägt dazu bei, Verbraucherinnen und Verbrauchern zu zeigen, dass Kunststoffe eine wertvolle Ressource sind, die man immer wieder verwenden kann, anstatt sie nur einmal zu benutzen und dann wegzuwerfen.

    „Die Verwendung von Kunststoffabfällen als Rohstoff für unsere Produkte trägt dazu bei, den Einsatz neuer Gas- und Ölressourcen zu reduzieren“, so Rob.

    Die Entscheidung von INEOS O&P, eine Partnerschaft mit Saica, einem führenden spanischen Abfallentsorgungsunternehmen, einzugehen, bedeutet, dass der Geschäftsbereich nun über eine zuverlässige Versorgung mit recyceltem Produkt verfügt.

    Diese recycelten Produkte können mit den eigens von INEOS hergestellten Hochleistungspolymeren kombiniert werden, um Polymertypen herzustellen, aus denen flexible Verpackungen gefertigt werden können, die genauso gut sind wie das Original.

    „Dies ist ein Beispiel für das Engagement für ein langfristiges, nachhaltiges Wachstum“, sagt Victor Sanz, Director General von Saica Natur. „Es zeigt, dass wir uns in Richtung eines Kreislaufwirtschaftsmodells bewegen, indem wir Ressourcen auf nachhaltigere und effizientere Weise nutzen.“

    2019 – um die Einführung dieser neuen Reihe von Hybridkunststoffen zu unterstützen – unterzeichnete INEOS langfristige Vereinbarungen mit einer Reihe von Recyclingunternehmen. Darunter auch Viridor, Großbritanniens größte Kunststoffrecycling- und Wiederaufbereitungsanlage.

    Die neue Anlage in Avonmouth, in der Nähe von Bristol, Großbritannien, wird von Viridors 252 Millionen Pfund teurer Energierückgewinnungsanlage betrieben. Diese nutzt nicht recycelbare Abfälle zur Erzeugung von Strom und Wärme.

    „Partnerschaften wie die mit INEOS sind entscheidend für den Übergang zur Kreislaufwirtschaft, in der jedes Produkt zu einem Großteil aus recycelten Kunststoffen besteht“, sagt Keith Trower, Managing Director von Viridor Resource Management.

    2019 ergab der Recycling-Index, der die Einstellung der Öffentlichkeit zum Recycling verfolgt, dass neun von zehn Befragten der Meinung sind, dass vorhandenes Plastik wieder verwendet werden sollte.

    „Die Botschaft der Öffentlichkeit könnte nicht klarer sein, wenn es um das Recycling und die Rückführung von recycelten Inhalten in die Wirtschaft geht“, sagt Viridor-Geschäftsführer Phil Piddington. „Wo andere Abfall sehen, sehen wir Ressourcen.“

    • DURCH DIE PARTNERSCHAFT KÖNNEN HOCHQUALITATIVE FLEXIBLE VERPACKUNGEN HERGESTELLT WERDEN, DIE ZU MEHR ALS 60 PROZENT AUS RECYCELTEM KUNSTSTOFF BESTEHEN.
    • INEOS OLEFINS & POLYMERS HAT MIT DEM FÜHRENDEN ABFALLWIRTSCHAFTSUNTERNEHMEN SAICA NATUR EINE LIEFERVEREINBARUNG FÜR RECYCELTES LDPE UND LLDPE GESCHLOSSEN. DIE
    • LANGFRISTIGE VEREINBARUNG HILFT INEOS, DIE WACHSENDE NACHFRAGE NACH EINEM HÖHEREN ANTEIL AN RECYCELTEN PRODUKTEN IN NACHHALTIGEN FLEXIBLEN VERPACKUNGEN IN NEUWAREQUALITÄT ZU BEDIENEN.
    • SAICA NATUR IST EIN FÜHRENDES SPANISCHES ENTSORGUNGSUNTERNEHMEN UND EXPERTE FÜR DAS RECYCLING VON GEBRAUCHTEN KUNSTSTOFFFOLIEN.
    • DIESES RECYCELTE MATERIAL WIRD IN DAS RECYCL-INSORTIMENT AUFGENOMMEN UND KANN UNTER ANDEREM FÜR DIE HERSTELLUNG VON FLEXIBLEN BEUTELN FÜR WASCHMITTEL UND KÖRPERPFLEGEPRODUKTE VERWENDET WERDEN.

    7 minuten lesezeit Ausgabe 21
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    INEOS bleibt fokussiert

    NIEMAND hätte voraussagen können, dass ein Virus die Welt lahmlegen würde. Buchstäblich über Nacht änderte sich die Welt, als Länder in den Lockdown gingen, um die Verbreitung von COVID-19 zu stoppen. Was sich nicht geändert hat – und auch in Zukunft so bleiben wird – ist INEOS‘ Fokus.

    Wo auch immer es möglich war, half INEOS im Kampf gegen COVID-19. Innerhalb weniger Tage wurden Produktionsanlagen errichtet, um Millionen von Flaschen mit Handdesinfektionsmitteln für tausende Krankenhäuser herzustellen, bei denen es zu Engpässen gekommen war. Zur Unterstützung Hunderter kleiner Organisationen, die bei der Bereitstellung von Hilfe für alle, die von der Pandemie am stärksten betroffen waren, in Schwierigkeiten geraten waren wurde der INEOS-Nachbarschaftsfonds eingerichtet. Beiden Initiativen geben wir in dieser Ausgabe von INCH verdienterweise großen Raum. INEOS konzentriert sich weiterhin auf die wichtige Rolle des Unternehmens bei der Bekämpfung des Klimawandels. Dieses Thema ist ja nicht verschwunden. Im Gegenteil: Durch die Pandemie hat die Welt einen Vorgeschmack davon erhalten, wie eine Welt mit reduzierten Kohlendioxidemissionen aussehen könnte.

    In dieser Ausgabe sagt Christ Stark, CEO des Committee on Climate Change, er hoffe, dass Regierungen auf der ganzen Welt die Vorteile von Wasserstoff erkennen – ein Gas, dessen Nutzung INEOS schon seit Jahren favorisiert und das im Geschäftsbereich INOVYN eingesetzt wird. Die Pandemie hat darüber hinaus gezeigt, wie wichtig es ist, autark zu sein. Zum Höhepunkt der Krise gab es in Europa kritische Engpässe mit der Versorgung mit Handdesinfektionsmitteln. Großbritannien, Frankreich und Deutschland hatten Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Produkten aus der Türkei und China. INEOS stellt zwei aktive Inhaltsstoffe für Handdesinfektionsmittel her und reagierte auf die Versorgungsengpässe mit der Gründung eines neuen Geschäftsbereichs – INEOS Hygienics. Zum ersten Mal kann die Öffentlichkeit Produkte in Krankenhausqualität kaufen.

    Dank dieser Produkte können auch die INEOS-Sportteams wieder aktiv sein. Das Team Mercedes-AMG F1 startete die Saison in der Position, in der es bleiben will – ganz vorne! Es fand zudem Zeit, INEOS in Silverstone beim Großen Preis von Großbritannien bei der Einführung seines neuen Geschäftsbereichs zu unterstützen. INEOS TEAM UK trainierte den ganzen Sommer über gut geschützt und befindet sich nun auf dem Weg nach Neuseeland.

    Auch die Fußballteams von INEOS sind wieder auf dem Rasen, wo sie mit Belstaff als offiziellem Bekleidungspartner eine gute Figur machen. Aus TEAM INEOS wurden The INEOS Grenadier. Während der Tour de France machten sie Werbung für den neuen kompromisslosen Geländewagen von INEOS. Über einen Mangel an Neuigkeiten können wir uns nie beklagen. Dieses Jahr war keine Ausnahme.

    Hinter uns liegt ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Doch der Weg, der vor uns liegt, bietet viele Möglichkeiten, zum Beispiel die Übernahme des Petrochemiegeschäfts von BP. Alle, die INEOS kennen, wissen, dass wir die Chancen nutzen werden.

    2 minuten lesezeit Ausgabe 20
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    Grenadier – A Star Is Born

    Nach vielen von Spekulationen geprägten Monaten hat The Grenadier, der robuste, leistungsstarke Geländewagen von INEOS, endlich die Hüllen fallen lassen. Ein wichtiger Meilenstein für das INEOS Automotive-Team, das diesen Moment schon herbeigesehnt hatte.

    „Die meisten Hersteller hätten gewartet – wir aber sind ein neuer Geschäftsbereich, der eine neue Marke aufbaut. Wir wollen, dass uns die Öffentlichkeit auf dieser spannenden Reise begleitet“, sagt CEO Dirk Heilmann. Das Team kann das Fahrzeug nun ganz offen testen, ohne Camouflage-Folie, Schaumstoffblöcken oder Bauteilattrappen. In den nächsten zwölf Monaten werden Prototypen des Fahrzeugs mehr als 1,8 Millionen Kilometer zurücklegen, um unter allen möglichen Bedingungen Haltbarkeit und Leistungsvermögen zu testen.

    „Vor uns liegt ein herausforderndes Programm“, meint Dirk. „Nachdem wir das Design jetzt offengelegt haben, können wir uns auf die kritische nächste Phase konzentrieren. Seit dem ersten Tag lautet unsere Philosophie Funktion vor Form – ohne Kompromisse.“

    Der Grenadier soll Ende kommenden Jahres in den Verkauf gehen, und die Erwartungen sind hoch. „Unsere Kunden werden in dem Fahrzeug leben und arbeiten. Sie wissen genau, was sie wollen!“, sagt Dirk.

    DESIGN

    Der Grenadier ist Design, nicht stylish. Er kombiniert praktische, zweckorientierte Elemente mit einem unverwechselbaren Charakter. Von der kompromisslosen, kantigen Karosserie mit den exponierten Scharnieren bis hin zu den kultträchtigen, kreisförmigen Lampen. „Wir haben jeden Quadratmillimeter genau überlegt“, so Toby Ecuyer, Head of Design.

    HECKTÜREN

    Die Hecktüren des Grenadier stehen im 70:30-Verhältnis zum hinteren Bereich des Fahrzeugs und lassen sich einzeln öffnen. So können kleinere Werkzeuge rasch ein- und ausgeladen werden. Da beide Türen geöffnet werden können, besteht maximaler Zugang zum Ladebereich. Ein am Heck montiertes Reserverad maximiert die Bodenfreiheit.

    RÄDER

    Die Räder des Grenadier sind nahe an den Ecken des Fahrzeugs angebracht, mit sehr geringem Überhang vorne und hinten. Dies gewährleistet die Anfahr- und Böschungswinkel für eine maximale Offroad-Leistung.

    Mehr entdecken auf www.ineosgrenadier.com

    WIE INEOS NACH EINEM BIER IM PUB EIN FAHRZEUG AUF DEN WEG BRINGT

    Es war eine Chance, die sich INEOS-Gründer Sir Jim Ratcliffe nicht entgehen lassen wollte. Warum sollte INEOS nicht den spirituellen Nachfolger eines der legendärsten Geländefahrzeuge aller Zeiten bauen? Was sprach dagegen? Als er und seine Kollegen in London den Pub verließen, hatten sie einen Traum. Einen Traum, der nun Wirklichkeit geworden ist.

    Im „The Grenadier“, einem kleinen Pub im Herzen Londons, gibt es eines der besten Biere Yorkshires. Um die Ecke der INEOS-Zentrale gelegen, ist es für Jim Ratcliffe praktisch, sich dort mit ein paar Kollegen zu treffen. Bei einem Glas Timothy Taylor‘s bedauerte einer davon, dass der legendäre Land Rover Defender eingestellt worden war. Diese Bemerkung führte dazu, dass die Gruppe den Pub mit einem 600 Millionen Pfund-Plan verließ, dessen „Nachfolger im Geiste“ zu bauen. Als Name bot sich der Ort an, an dem die Idee entstanden war … The Grenadier. Und so heißt das Fahrzeug heute auch.

    Tony Whitehead, seit zehn Jahren Wirt von „The Grenadier“, ist unglaublich stolz auf die Rolle, die sein Pub bei der Entstehung des robusten, kompromisslosen Geländewagens von INEOS gespielt hat. „Unser Pub ist wegen seiner Geschichte schon weltberühmt“, so Tony. „Nun sind wir sehr stolz auf die Rolle, die wir in dieser Geschichte gespielt haben!“

    „The Grenadier“ wurde 1818 unter dem Namen „The Guardsman“ eröffnet. Der Pub änderte seinen Namen als Zeichen des Respekts für einen Grenadier, der beim Kartenspielen getrickst hatte und deshalb ermordet wurde.

    An die Decke des Pubs gepinnt sind 5 Pfund-Geldscheine von Besucherinnen und Besuchern, welche die Spielschulden des Soldaten abbezahlen sollen. Darunter ist auch ein Schein von Jim, auf dem er zwei Land Rover Defender gezeichnet hat.

    Im Laufe der Jahre besuchten viele Berühmtheiten den Pub, darunter Hollywoodstar Burt Reynolds, die Sängerin Miley Cyrus und der Schauspieler Will Ferrell. „Jim ist in bester Gesellschaft“, meint Tony. Seither sind fast drei Jahre vergangen.

    Im Juli wurde nun „The Grenadier“ – das Geländefahrzeug, dessen Entwicklung damals beschlossen wurde – endlich der Öffentlichkeit präsentiert. Jim hatte immer eine sehr klare Vorstellung davon, wie das Fahrzeug aussehen und sich anfühlen sollte.

    Tom Crotty, Communications Director bei INEOS, erinnert sich noch gut an den ersten Anruf, bei dem er vom Plan erfuhr. „Ich war überrascht", gibt er zu. „Ich wusste, Jim mag Neues, doch das war doch etwas anderes. Bedenkt man aber, wie leidenschaftlich Jim den Defender und die Produktion an sich liebt, war es dann vielleicht doch nicht so überraschend!“

    Zu Anfang war man vielerorts skeptisch, ob INEOS es schaffen würde, ohne Erfahrung ein Auto von Grund auf zu bauen. „Es wurde erwartet, dass wir scheitern würden – davon bin ich überzeugt. Sogar für die Automobilindustrie wäre es eine Herausforderung gewesen, ein neues Auto auf den Markt zu bringen“, meint Tom. „Aber dass die chemische Industrie es versuchen würde, erschien allen verrückt.“

    Unbeirrt luden Tom und sein Team die weltbesten Autokonstrukteure zu einer Art „Schaulauf“ ein. Die besten von ihnen wurden ausgewählt und durften Jim ihre Ideen präsentieren.

    Es handelte sich dabei um Expertinnen und Experten mit einer klaren Vorstellung davon, welche Reise die Automobilindustrie einschlagen solle und was genau sich die Öffentlichkeit erwarten würde. „Dieses Treffen lief nicht so gut“, gibt Tom zu. Es zeigte den Zweifelnden aber, dass es INEOS mit seinen Plänen ernst war.

    Alles musste passen. Was Jim gezeigt worden war, entsprach seinen Vorstellungen überhaupt nicht.

    „Wir fingen bei Null an und waren daher nicht durch die traditionellen Denkansätze der Automobilindustrie gebunden“, erklärt Tom. „Satellitennavi, autonomes Fahren und Tempomat interessierten uns nicht.“

    Stattdessen wandte sich Jim an einen Schiffsarchitekten, der noch nie in seinem Leben ein Auto konstruiert hatte. Toby Ecuyer ist der kreative Leiter des britischen Designstudios RWD und hatte Jims Jachten Hampshire II und Sherpa entworfen.

    Statt am Computer arbeitet er gerne mit Papier, Bleistift und Radiergummi. Außerdem ist er ein großer Fan des Land Rover Defender und verstand deshalb sofort, worum es Jim ging.

    „Ich liebe die Tatsache, dass der Defender klassenlos war“, meint er. „Ich glaube, dass die Leute das zu schätzen wussten. Leute, die nichts dabei finden, mit der Königin Tee zu trinken und in der nächsten Minute die Ärmel hochkrempeln, um einen Zaun zu reparieren. Für mich ist der Land Rover Defender der Inbegriff all dieser Dinge.“

    Beim Design des Grenadier gab die Technik den Ton an. Seine Leistung stand im Vordergrund. „Bei manchen Aspekten konnten wir richtig kreativ werden. Wir haben eng mit Jim und mit Sebastian in Deutschland gearbeitet“, meint Tony. „Wir haben Vorschläge und Ideen eingebracht, entwickelt und interpretiert. Ich weiß gar nicht, wie viele Zeichnungen wir angefertigt haben. Jeder Aspekt dieses Fahrzeugs wurde gründlich konzipiert. Wir haben tausende Zeichnungen gemacht.“

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    Tom ist vom Erfolg des Grenadier überzeugt. Dieser beruht auf der Leidenschaft, dem Engagement, der Entschlossenheit und der Detailgenauigkeit aller, die am Projekt mitgearbeitet haben.

    Toby teilt diese Ansicht. „Ich bin stolz darauf, meinen Beitrag geleistet zu haben“, sagt er. „Diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen war eine unglaubliche Kraftanstrengung, an der Dutzende sehr talentierte Menschen beteiligt waren.“

    Das „Projekt Grenadier“ wie es zuerst hieß, wird von Dirk Heilmann geleitet, ehemaliger Head of Engineering and Technology bei INEOS O&P.

    Auch er hatte keinerlei Erfahrung in der Automobilindustrie, verstand aber, wie INEOS tickt und dass INEOS kein typisches Blue-Chip-Unternehmen ist.

    Als CEO von INEOS Automotive brauchte er aber jemand mit einschlägiger Erfahrung an seiner Seite. Die Wahl fiel auf Mark Tennant, der sowohl die wirtschaftliche als auch die branchenspezifische Expertise mitbrachte.

    „Wir wussten sofort, dass er der richtige Mann war“, meint Tom.

    Während der vergangenen drei Jahre leiteten und motivierten die beiden ein Team aus internationalen Spezialistinnen und Spezialisten mit einer gemeinsamen Vision: einen kompromisslosen Geländewagen zu konstruieren und zu bauen, der Straßen bewältigt, Flüsse durchquert und Berge erklimmt.

    Insgesamt waren etwa 60 Unternehmen beteiligt, alle davon erstklassig.

    Das österreichische Engineering-Unternehmen Magna Steyr hat mehr als hundert Jahre Erfahrung bei der Entwicklung einiger der widerstandsfähigsten Off-Roader der Welt. Die Federung des Grenadier wurde von Ingenieur/innen von Magna Steyr konzipiert, um die Bedürfnisse jener zu erfüllen, die ihren Geländewagen täglich für die Arbeit einsetzen.

    „Wir haben mehrere hundert Stunden Dauertests auf dem Prüfstand durchgeführt, was 300.000 Offroad-Kilometern entspricht“, erklärt Development Engineer Matthias Maier.

    Die Federung des Grenadier ist vollkommen frei von elektrischen Komponenten und damit besonders robust und einfach zu warten. Um sie zu perfektionieren, zerlegte das Team einige der berühmtesten Geländewagen weltweit, verglich sie miteinander und kombinierte ihre besten technischen Eigenschaften, um etwas noch Besseres zu schaffen.

    Carraro, ein Unternehmen mit langer Erfahrung beim Bau belastbarer Geländewagen entwickelte die Vorder- und Hinterachsen.

    Der Grenadier wird von den neuesten 3-Liter-Benzin- und Dieselmotoren von BMW angetrieben und soll nächstes Jahr in den Verkauf gehen.

    „Wir hörten immer wieder, dass das, was wir taten, nicht machbar sei“, meint Dirk. „Das war dann ein netter kleiner Ansporn für mich!“

    DER DESIGNER, DEN DIE LEHRKRÄFTE ABGESCHRIEBEN HATTEN

    ALS TOBY ECUYER die Schule verließ, hatte er die negativen Beurteilungen seiner Lehrkräfte im Kopf. „In der Schule war ich eigentlich in keinem Fach gut“, meint er. „Ihrer Meinung nach konnte ich bestenfalls darauf hoffen, in einer Fabrik Shampoo verpacken zu dürfen.“ Heute ist Toby nicht nur einer der besten Superjacht-Designer Großbritanniens, er ist auch der Urheber der Zeichnung, die den Grenadier von INEOS inspirierte – trotz der Tatsache, dass er nie zuvor ein Auto entworfen hatte.

    Toby wurde an Bord geholt, nachdem INEOS-Gründer Jim Ratcliffe die Sicht der Automobilexpertinnen und -experten, wie sein neuer Geländewagen auszusehen hätte, abgelehnt hatte.

    „Es war ein Abschied von Jachten, aber weniger weitreichend als man vielleicht glauben möchte“, so Toby.

    Tobys Designtalent wurde erst erkannt, als er nach Verlassen der Schule ein einjähriges Ausbildungsprogramm für Jugendliche absolvierte. Man ermutigte ihn, sich für einen Grundkurs am South Devon College of Arts anzumelden.

    Dort entdeckte er seine Leidenschaft für Design. „Mein Dozent förderte mein Talent und bestand darauf, dass ich Architekt werden sollte“, erzählt Toby.

    Mit Unterstützung seines Dozenten und einem vielversprechenden Portfolio ausgestattet, ergatterte Toby einen Platz an der Plymouth School of Architecture unter der Leitung von Professor Adrian Gale.

    Toby Ecuyer
    Der Grenadier wurde von einem international anerkannten Produktdesigner konzipiert, der am liebsten mit Bleistift und Papier arbeitet.

    Als ausgebildeter Architekt, ehemaliger Partner und Kreativdirektor bei RWD hat Toby individuelle, maßgefertigte Superjachten für Kunden auf der ganzen Welt mit Sinn für Detailtreue entworfen.

    „Ich wurde ohne Qualifikationen zum Studium zugelassen, abgesehen von meiner Radfahrprüfung und einem Anstecker vom Kinderfernsehprogramm!“, lacht er heute.

    Während seiner Zeit in Plymouth lernte er segeln und betrieb dies später professionell im Mittelmeer.

    Als er nach Großbritannien zurückkehrte, bekam er einen Job als Junior Designer bei EPR Architects, vermisste aber das Meer.

    Zufällig fiel sein Blick auf eine Anzeige für einen Designer im Magazin Yachting World, der zeichnen können sollte, aber sonst keine Erfahrung haben musste.

    „Das war der Anfang von 20 Jahren Bootsdesign“, erzählt er. „Ich war in meinem Element. Ich liebte die vielen Details, an die man denken muss, und die Gestaltungsfreiheit. Oft habe ich das Äußere des Bootes, die Innenräume, die Möbel und Metallgriffe, das Geschirr und Besteck, die Crew-Uniformen, ja, sogar Gepäckstücke und Brettspiele entworfen.“

    Als Jim ihn kennenlernte, war Toby gerade Kreativdirektor bei RWD geworden. Mit Jims Hilfe entwarf Toby das Interior seiner Jacht Hampshire II und sowohl das Interior als auch das Exterior seiner Jacht Sherpa.

    „Ich zeichne am liebsten auf Papier, das Ergebnis ist unmittelbar da“, meint er. „Die Idee manifestiert sich sofort auf dem Blatt. Es ist einfach fantastisch, mit jemandem zusammenzusitzen und die Vorstellung, die das Gegenüber vor Augen hat, konkret werden zu lassen.“

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    ERNTEHILFE

    INEOS Automotive hat sich nicht nur darauf konzentriert, den besten Offroader der Welt zu bauen: Das Team half zudem britischen Landwirt/innen dabei, eine moderne Landbrigade auf die Beine zu stellen, die bei der Ernte von Millionen Tonnen Obst und Gemüse mithelfen sollte, die sonst auf den Feldern verfault wären.

    Laut Dirk Heilmann, CEO von INEOS Automotive, stand die britische Landwirtschaft vor der größten Herausforderung seit der Maul- und Klauenseuche. „80.000 Leute wurden gebraucht, um die Ernte einzubringen“, sagt er.

    INEOS half dem Magazin „Farmers’ Weekly“ dabei, eine Webseite einzurichten, auf der sich Erntehelfer/innen sowie für andere Jobs in der Nähe ihres Wohnsitzes bewerben konnten. Landwirt/innen konnten auf der Webseite „The Farmers Army“ www.thefarmersarmy.co.uk per Telefon unter +44 20 8652 8638 anrufen oder per E-Mail an recruitment.services@rbi.co.uk kostenlos Stellenausschreibungen schalten. 

    8 minuten lesezeit Ausgabe 20
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    Wind of Change

    INEOS hat sich in einer Vereinbarung dazu verpflichtet, den CO2-Fußabdruck in Belgien um mehr als eine Million Tonnen zu reduzieren. Dies entspricht einem Minus von 100.000 PKW pro Jahr.

    Dr. Gerd Franken, Chairman von INEOS Olefins & Polymers Europe, bezeichnet die Vereinbarung mit einer Laufzeit von zehn Jahren, das mit dem Energieerzeuger ENGIE abgeschlossen wurde, als den bisher größten Vertrag für die Lieferung von Windenergie an Industriekunden. „Es ist dies die erste von vielen Umweltinvestitionen unseres Unternehmens“, so Dr. Franken.

    Er fügt hinzu, dass INEOS sich verpflichtet fühle, bei der Produktion hochwertiger chemischer Produkte durch den Einsatz „grüner“ Energie statt Gas und Öl der Kreislaufwirtschaft zu dienen. „Diese Vereinbarung ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.“ Ab 1. Januar 2021 wird INEOS mit erneuerbarer Energie aus dem Offshore-Windpark „Norther“ in der Nordsee versorgt. Diese Energie wird zunächst von den bestehenden INEOS-Standorten und später von Project ONE mit dem neu errichteten Cracker und der brandneuen Propan-Dehydrierungsanlage in Antwerpen genutzt. Dieses Projekt wurde ins Leben gerufen, um die 5 Milliarden Euro-Investition zu managen.

    John McNally, CEO INEOS Project ONE: „Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt für INEOS bei der Reduzierung der Emissionen aus dem Energieverbrauch in Belgien.

    Durch den Einsatz neuester Technologie wird Project ONE der energieeffizienteste Chemiekomplex seiner Art in Europa sein. „Unsere Propan-Dehydrierungsanlage wurde mit einem hohen Grad an Elektrifizierung konzipiert. Durch die ausschließliche Verwendung von Ökostrom können indirekte Emissionen praktisch eliminiert werden. In den kommenden Monaten werden wir zudem Optionen prüfen, die Nutzung erneuerbarer Energien weiter auszubauen“, erklärt Dr. Franken. INEOS’ Verpflichtung in Antwerpen ist die größte Investition in der europäischen Chemieindustrie während der letzten 20 Jahre. INEOS hofft nun, dass auch andere europäische Chemieunternehmen nachziehen und ihre veralteten Technologien durch neue, energieeffiziente und emissionsarme Systeme ersetzen.

    Der Windpark Norther, der etwa 23 Kilometer von der Küste von Zeebrügge entfernt gebaut wurde, besteht aus 44 Vestas-Turbinen mit einer Gesamtleistung von 370 MW. Davon gehen 84 MW an INEOS. ENGIE ist der größte Hersteller grüner Energie in Belgien. „Wir sind stolz darauf, INEOS bei der Erreichung der Umweltziele zu unterstützen, indem wir deren Verbrauch erneuerbarer Energien in Belgien ermöglichen.“, meint CEO Philippe van Troeye. „Dieser Vertrag unterstreicht auch das starke Bestreben von ENGIE, die Entwicklung der erneuerbaren Energien in Belgien zu fördern, da in den letzten Monaten mehrere Power Purchase Agreements mit großen Unternehmen unterzeichnet wurden.“

    IN ZAHLEN

    • Der Windpark „Norther" befindet sich etwa 23 km von der belgischen Küste entfernt.
    • Die 44 Turbinen haben eine Gesamtleistung von 370 MW.
    • INEOS wird ab Januar 2021 mit Strom beliefert.
    • Dieser bedeutende Vertrag reduziert unseren CO2-Fußabdruck in Belgien um mehr als eine Million Tonnen CO2. Dies entspricht einem Minus von 100.000 PKW pro Jahr.

    2 minuten lesezeit Ausgabe 20
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    INEOS übernimmt BP-geschäftsbereiche

    INEOS hat vereinbart, zusätzliche für BP nicht länger interessante Geschäftsbereiche zu übernehmen. Diesmal sind es die globalen Geschäftsbereiche Aromatics und Acetyls von BP, die aus 25 Anlagen und zehn führenden Joint Ventures weltweit bestehen.

    INEOS-Gründer Sir Jim Ratcliffe sieht den fünf Milliarden Dollar-Deal als sinnvolle Investition für INEOS, die gut zu den bestehenden Produktionsanlagen passt. Im Rahmen des Abschlusses wird die Anlage in Hull wieder eingegliedert und die Präsenz von INEOS in Geel, Belgien, ausgeweitet. „Im Grunde ist dies die logische Weiterentwicklung unseres bestehenden petrochemischen Geschäfts“, meint er.

    Die BP-Anlage in Geel ist der wichtigste Produzent reiner Terephthalsäure in Europa. PTA, wie das Produkt abgekürzt heißt, kommt bei der Herstellung von flexiblen PET-Trinkflaschen, Textilien, Folien, Kleidung aus Polyester sowie Lebensmittelverpackungen wie zum Beispiel Reis-Kochbeutel zum Einsatz. Infinia™, die fortschrittliche Recyclingtechnologie für PET-Produkte, gehört ebenfalls dazu.

    Der BP-Geschäftsbereich Aromatics ist mit sechs Produktionsstätten weltweit führend bei der Herstellung reiner Terephthalsäure und Paraxylentechnologie. Der Geschäftsbereich Acetyls besteht aus neun Produktionsstandorten zur Herstellung von Essigsäure und Derivaten für die Lebensmittel-, Pharma-, Farben-, Klebstoff- und Verpackungsindustrie.

    ANWENDUNGSBEREICHE FÜR PTA

    • Lebensmittel- und Getränkepäckchen sowie Verpackungen
    • Fasern für Kleidung und Heimtextilien
    • Industrie- und Hochleistungsfasern
    • Flexible PET-Trinkflaschen
    • Kabelisolierungen

    1 minute lesezeit Ausgabe 20
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    Abseits der norm

    DER CORONAVIRUS hat der Umwelt zu einer Verschnaufpause verholfen. In vielen Städten ist die Luftverschmutzung während des Lockdowns dramatisch gesunken: Menschen blieben zu Hause, Flugzeuge am Boden.

    Nun, da die Welt wieder zum Leben erwacht, hoffen viele, dass alles so weitergeht wie vorher. Andere wie Chris Stark, CEO des Committee on Climate Change, nicht.

    Chris ist nicht blind gegenüber den Bedürfnissen der chemischen Industrie und sieht sie als Teil der Lösung, nicht des Problems. INEOS sieht das genauso.

    INEOS ist bereits in eine Vielzahl ambitionierter Projekte involviert, die der Umwelt immense Vorteile bringen könnten, ohne dass die gesellschaftlichen Bedürfnisse dabei zu kurz kommen. So untersucht INEOS beispielsweise, ob riesige Mengen Kohlendioxid in erschöpften Ölfeldern in der Nordsee gelagert werden können. Dies wäre Teil des Vorhabens, Treibhausgasemissionen drastisch zu reduzieren.

    INEOS ist zudem einem schlagkräftigen Konsortium beigetreten, das Pläne für die Herstellung von nachhaltigem Methanol prüfen. Dieser Stoff wird für die Herstellung zahlreicher Produkte verwendet – von Kleidung zu Treibstoffen. Sollten sich dies als erfolgreich erweisen, würden auch damit CO2-Emissionen reduziert werden.

    Des Weiteren ist INEOS Teil einer Allianz, die davon überzeugt ist, dass Wasserstoff eine praktikable, wirtschaftlich rentable Alternative zu fossilen Energieträgern darstellt. Alle drei Projekte sind überaus spannend und könnten den Weg zu einer „brave new world“ ebnen.

    INEOS untersucht, ob riesige Mengen Kohlendioxid in erschöpften Ölfeldern in der Nordsee gelagert werden können. Dies wäre Teil eines Plans, Treibhausgasemissionen drastisch zu reduzieren.

    Aktuell wird getestet, ob der Felsen eines der unterirdischen Sandsteinreservoirs des Unternehmens in der Nordsee für die Lagerung von Kohlendioxid geeignet ist.

    „Wir wussten, dass da unten Öl und eingeschlossen war“, meint Johan Byskov Svendsen, Business Development Manager bei INEOS Oil & Gas Denmark.

    „Wir wissen auch, wie Öl und Wasser durchs Reservoir fließen. Dadurch haben wir eine relativ gute Vorstellung davon, wie sich CO2 unterirdisch verhalten wird.“

    Die ersten Ergebnisse der Tests von INEOS Oil & Gas sollen noch Ende des Jahres vorliegen.

    Das Projekt, Kohlendioxid unterirdisch abzuscheiden und zu lagern, könnte möglicherweise den wichtigsten Meilenstein bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen in Dänemark darstellen.

    „Kein anderes Unternehmen in Dänemark hat es mit einem vergleichbaren Projekt so weit gebracht wie INEOS und die Partner im Konsortium“, meint Johan.

    Allerdings ist der Weg zum Erfolg noch ein langer, denn die Abscheidungs- und Lagerungstechnologien von CO2 stecken derzeit noch in den Kinderschuhen.

    Eine der wichtigsten Herausforderungen ist die Sicherung von Investitionen, um die Technologie zu perfektionieren, sodass sie auf breiter Basis verwendet werden kann.

    „Wir wollen die Kosten der CO2-Lagerung senken, indem wir innovativ sind und die richtigen Partnerschaften eingehen“, meint Johan.

    „Die Lagerung von CO2 ist auch eine grundlegende Technologie, um die Ambitionen für eine emissionsfreie Wirtschaft bis 2050 umzusetzen. Wir haben die Chance, einen neuen Geschäftsbereich aufzubauen und gleichzeitig als wichtiger Akteur beim Übergang zu einer grüne Wirtschaft zu fungieren.“

    Johan meint, dass Regierungen die Abscheidung und Lagerung von CO2 so behandeln sollen, wie sie dies vor etwa 40 Jahren mit Windturbinen gemacht haben.

    „Als sich die Windkraftbranche noch in der Anfangsphase befand, gab es erhebliche staatliche Förderungen, um innovative Lösungen und Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten. Und genau da stehen wir heute. Carbon-Capture-and-Storage-Technologien sind noch nicht ausgereift und Investitionen entsprechend riskant.“

    Zu Spitzenzeiten lieferte die INEOS-Ölplattform „Siri“ 50.000 Barrel Öl pro Tag.

    Heute ist sie eine der erschöpften Reservoirs, die INEOS potenziell für die Lagerung von CO2 verwenden möchte. Damit würde den Anlagen in der Nordsee neues Leben eingehaucht.

    Nachdem das Gas unter die Erde gepumpt wird, gibt es drei mögliche Arten der Speicherung.

    Der Großteil kann in flüssiger Form an einem leicht zugänglichen Ort gespeichert werden, bis die entsprechende Nachfrage am Markt entsteht.

    Ein weiterer Teil kann unterirdisch mit Wasser vermischt und in dieser wässrigen Lösung eingeschlossen werden.

    Als dritte Methode würde das CO2 im mineralischen Bereich des Reservoirs eingeschlossen.

    Dänemark möchte beim Klimaschutz eine weltweite Führungsrolle einnehmen. Von der Politik wird die Abscheidung und Speicherung von CO2 als einer der vielversprechendsten Ansätze auf dem Weg zu einer grünen Wirtschaft gesehen.

    Der dänische Klimarat ist der Ansicht, dass mit der CO2-Abscheidung bereits 2025 begonnen werden könne und die Speicherung bis 2030 einen wirklichen Einfluss habe.

    „Das ist auch unser Ziel“, bestätigt Johan. „Wir gehen davon aus, dass es ab der zweiten Hälfte der 20er-Jahre möglich sein wird, CO2 zu speichern.“

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    Projektkonsortium „Power to Methanol“

    Sieben Unternehmen, darunter INOVYN, untersuchen zurzeit die Möglichkeit, abgeschiedenes Kohlendioxid mit nachhaltig generiertem Wasserstoff zu vermischen und so Methanol zu erzeugen, eine Chemikalie, die vielfältig eingesetzt wird, von Kleidung bis zu Treibstoffen.

    Das Projekt ist sehr ambitioniert. Industrie und Wirtschaft haben bis kommenden Frühling Zeit, um zu beweisen, dass es machbar ist. Und sicher. 

    Ist das Projekt erfolgreich, wird eine Anlage im industriellen Maßstab, die 8.000 Tonnen nachhaltiges Methanol pro Jahr herstellen kann, als Teil des INOVYN-Chemiekomplexes in Lillo gebaut.

    „Es wäre eine Premiere für Belgien“, meint Dirk Dupon, Head of Strategy bei INOVYN.

    „Im Hafen von Antwerpen wird derzeit kein Methanol produziert, obwohl die Chemieindustrie in Belgien große Mengen davon benötigt. Außerdem wird im Brennstoffpool von Antwerpen als auch Rotterdam Methanol gemischt.

    Jedes an der Machbarkeitsstudie „Power to Methanol“ beteiligte Unternehmen lässt die eigene Expertise und Erfahrung einfließen.

    INOVYN, ein Geschäftsbereich von INEOS, kennt sich auf dem Gebiet der Wasserstoffproduktion und Salzelektrolyse bestens aus und wird eine führende Rolle einnehmen.

    „Wir müssen dafür sorgen, dass zwei unterschiedliche Anlagen nahtlos integriert werden“, meint Dirk.

    Er ist zuversichtlich, dass das Projekt funktioniert.

    „Die Vorab-Machbarkeitsstudie hat uns davon überzeugt, dass dieses Nachhaltigkeitsprojekt erfolgreich sein kann. Die kombinierte Erfahrung der einzelnen Partner des Konsortiums hat die Erfolgswahrscheinlichkeit weiter erhöht. Der Konsortium-Ansatz verringert das Risiko, ein solches Projekt allein durchzuführen.“

    Methanol wird gegenwärtig aus fossilen Rohstoffen gewonnen, weshalb während des Herstellungsprozesses CO2 entsteht.

    Sollte das neue Verfahren gut funktionieren, fällt bei jeder Tonne Methanol mindestens eine Tonne weniger CO2 an. 

    Vorerst wird das Methanol von Treibstoff- und Chemieunternehmen im Hafen von Antwerpen eingesetzt, wo jährlich etwa 235 Millionen Tonnen internationale Seefracht umgeschlagen werden.

    In Zukunft könnte Methanol auch als nachhaltiger Treibstoff von Schiffen und Schleppern sowie im Straßenverkehr eingesetzt werden.

    „Das Projekt passt perfekt zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie“, so Dirk.

    „Wir sind stets bemüht, Optionen für alternative Energien und die nachhaltige, kohlenstoffärmere Produktion von Chemikalien zu verfolgen.“

    Ebensp an diesem komplexen, herausfordernden Projekt beteiligt sind ENGIE, Oiltanking, Port of Antwerp, Indaver und PMV.

    ENGIE versteht den Strommarkt, Oiltanking kann Beratung zu den logistischen Aspekten der Methanolproduktion und -lagerung anbieten, und Indaver berät bei der CO2-Abscheidung. 

    „Seit unserem Start von BIOVYN™ im Oktober letzten Jahres wissen wir, dass es einen wachsenden Markt für kohlenstoffneutrale Chemikalien gibt", sagt Dirk.BIOVYN™ ist die jüngste PVC-Generation und wird aus erneuerbarer Biomasse statt Öl und Gas hergestellt. 

    Der flämische Minister Philippe Muyter meint, Innovation sei immer die Antwort auf große und kleine Herausforderungen.

    „Wir werden das Klimaproblem nicht lösen, indem wir Unternehmen steuerlich das letzte Hemd ausziehen. Dieses innovative Projekt zeigt wieder einmal sehr deutlich, dass unsere Unternehmen Teil der Lösung sind, insbesondere wenn gemeinsam an einem Strang ziehen.“

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    Wasserstoffwirtschaft

    „Es besteht kein Zweifel daran, dass Wasserstoff wegen der Hindenburg-Katastrophe ein Imageproblem hat“, meint Chris Stark, CEO des Committee on Climate Change.

    „Wasserstoff gilt allerdings zu Unrecht als sicherheitstechnisch bedenklich.“ Hydrogen Europe, der europäische Verband für Wasserstoff und Brennstoffzellen, ist überzeugt, dass Wasserstoff in vielen Fällen sicherer ist als die Treibstoffe, die wir aktuell in unseren Autos verwenden. 

    „Wasserstoff ist zwar hochgradig entzündlich, jedoch gleichzeitig das leichteste Element der Welt. Wenn es also austritt, steigt es rasch in die Atmosphäre auf und hat weniger Zeit, zu verbrennen“, so ein Vertreter. „Fossile Brennstoffe hingegen breiten sich in flüssiger Form aus.“ Der Verband meint, dass Wasserstoff fälschlicherweise die Schuld an der Hindenburg-Katastrophe gegeben wird.

    „Tatsächlich wurde die Hülle durch eine elektrische Entladung aus den Wolken in Brand gesteckt, zu der es beim Andocken während eines Gewitters kam“, so der Vertreter weiter.

    „Der Wasserstoff ist rasch und sicher oberhalb der Insassen verbrannt. Es war der Dieseltreibstoff, der noch zehn Stunden gebrannt hat, nachdem das Luftschiff Feuer gefangen hatte.“

    Chris ist der Meinung, dass es nun an der Zeit sei, auf Regierungsebene Maßnahmen zu setzen, um Wasserstoff eine Chance zu geben und Impulse für eine wasserstoffbetriebene kohlenstoffarme Wirtschaft zu setzen. Der Zeitpunkt ist ideal, da die einzelnen Staaten nach dem monatelangen Lockdown nun wieder zum Leben erwachen. 

    „Es geht nicht nur darum, die Wirtschaft neu zu starten“, meint er. „Es ist eine Chance, eine neue Richtung einzuschlagen.“

    2015 einigten sich 184 Länder in Paris auf ambitionierte Klimaziele. „Kehren wir wieder zu Wachstum zurück, das auf billigen fossilen Brennstoffen basiert, werden wir diese nicht erfüllen können“, so Chris. „Wir konsolidieren damit einen Lebensstil, der letztlich der Wirtschaft und der Umwelt schadet.“

    Chris ist nicht blind gegenüber den Bedürfnissen der chemischen Industrie und sieht sie als Teil der Lösung.

    „Wir werden auch in Zukunft fossile Brennstoffe brauchen“, meint er. „Sie werden eine von mehreren Optionen sein. Wasserstoff aber ist der Teil der Gleichung, der noch fehlt.“

    Das Committee on Climate Change möchte, dass bis 2050 ein Drittel des britischen Energieverbrauchs durch Wasserstoff gedeckt wird. Dies entspricht in etwa dem Anteil der Energie, der heute durch Strom generiert wird. 

    „Wasserstoff ist das Heineken unter den Treibstoffen, weil es so vielseitig ist. Es lässt sich für die Wohngebäudeheizung ebenso einsetzen wie im Transport- und Industriebereich.“

    2015

    2015 einigten sich 184 Länder in Paris auf ambitionierte Klimaziele.

    2050 

    Das Committee on Climate Change möchte, dass bis 2050 ein Drittel des britischen Energieverbrauchs durch Wasserstoff gedeckt wird. Dies entspricht in etwa dem Anteil der Energie, der heute durch Strom generiert wird.

    Es ist erfrischend zu sehen, dass das Committe on Climate Change erkannt hat, wie INEOS zur Schaffung einer durch Wasserstoff betriebenen Wirtschaft beitragen kann. „INEOS wird uns auf diesem Weg begleiten. Das Unternehmen muss lediglich sicherstellen, dass es seine Rolle in der Klimawandeldebatte klar erläutert, damit sie auch die Öffentlichkeit versteht.“

    Der INEOS-Geschäftsbereich INOVYN produziert jährlich tausende Tonnen Wasserstoff als Nebenprodukt. Auch INEOS-Standorte in Großbritannien, Deutschland und Belgien sind in Wasserstoffprojekte involviert.

    Des Weiteren ist INEOS Teil der North West Hydrogen Alliance, die davon überzeugt ist, dass Wasserstoff eine praktikable, wirtschaftlich rentable Alternative zu fossilen Energieträgern darstellt.

    INEOS ist Infrastrukturinvestitionen zur Abscheidung und Lagerung von Wasserstoff durchaus nicht abgeneigt, muss aber zuerst wissen, dass es dafür einen Markt gibt. 

    Das Committee on Climate Change berät die Regierung zu den Maßnahmen, die getätigt werden müssen, um ihre Klimaziele zu erreichen. Staatliche Investitionen in Unternehmen wie INEOS sowie die aktive Beteiligung der Öffentlichkeit sind grundlegende Elemente für den Erfolg. „In Großbritannien verfügen wir bereits über die Elemente, die wir dazu benötigen. Allerdings müssen alle einen Beitrag leisten, zuallererst die Regierung.“

    Ironischerweise ist es gut möglich, dass Wasserstoff – der bekanntlich keine Emissionen produziert, wenn er als Treibstoff für Autos eingesetzt wird – durch COVID-19 einen Aufschwung erfährt.

    Die landesweiten Lockdowns, die vielerorts verordnet wurden, um der Ausbreitung von COVID-19 Einhalt zu gebieten, haben die Luftverschmutzung in zahlreichen Städten auf der ganzen Welt drastisch reduziert. 

    Ohne Autos auf der Straße machte der Smog sauberer Luft Platz.

    „Wir stehen an der Schwelle zu einer wirklich wichtigen Entwicklung und sehen hinsichtlich des Transports der Zukunft mehrere Optionen“, meint Chris.

    Aufgrund der Abstandsregeln wird vermehrt davon abgeraten, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. 

    „Kehren wir zum Auto als Transportmittel zurück, sind verstopfte Straßen vorprogrammiert. Radfahren, zu Fuß gehen und mobiles Arbeiten könnten einen riesigen Unterschied machen.“

    Was der Wasserstoff brauchen würde, so Chris, ist jemand, der ihm „die Stange hält“. „Leider gibt es bislang keinen charismatischen Verfechter von Wasserstoff“, bedauert Chris.

    Er glaubt, dass die meisten Autos der Zukunft mit Elektrizität und nicht mit Wasserstoff betrieben werden, hält aber das Potenzial für Lkw, Busse und Flugzeuge für enorm.

    „Wasserstoff entpuppt sich zunehmend als die beste Wahl für Lkw“, meint er.

    Im kommenden Jahr wird Großbritannien Gastgeber der UN-Klimakonferenz sein und zudem den Vorsitz beim G7-Gipfel innehaben.

    „Wir brauchen eine globale Zusammenarbeit. Es wird interessant sein, zu sehen, was sich nach COVID-19 in dieser Hinsicht tut. Ich bin zuversichtlich, dass der kollektive Groschen gefallen ist. Wasserstoff ist das am häufigsten vorkommende Element im Universum. Mit Wasserstoff können wir null Emissionen erreichen.“

    2 minuten lesezeit Ausgabe 20
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    Die Wasserstoffolympiade

    „Die ganze Welt hätte auf Japan geblickt. Man wusste, dass dies eine fantastische Chance gewesen wäre, das Potenzial von Wasserstoff als probate Quelle von sauberer Energie zu demonstrieren“, meint Paul Humanic, Process Manager bei Nexceris, ein Energieunternehmen mit Sitz in den USA.

    Japan hatte vorgehabt, das olympische Feuer zum ersten Mal in der Geschichte der olympischen Spiele mit Wasserstoff zu befeuern. 

    Die Spiele mussten zwar aufgrund der Pandemie verschoben werden, doch Japan hofft, 2021 die umweltfreundlichsten Spiele aller Zeiten veranstalten zu können. „Japan will Wasserstoff zum Vermächtnis seiner Olympiade machen“, meint Paul.

    Wasserstoff wird seit mehr als 40 Jahren in vielen Teilen der Welt in riesigen Mengen von der Industrie und als Treibstoff für die Weltraumforschung eingesetzt. In beiden Anwendungsbereichen wurde eine Infrastruktur entwickelt, um Wasserstoff auf sichere Weise herzustellen, zu lagern und zu transportieren.

    Nun gilt es, die breite Öffentlichkeit von Wasserstoff zu überzeugen.

    „Viele Länder investieren in Forschungsinitiativen zur Generierung von Wasserstoff durch Elektrolyse. Dies würde bedeuten, dass Wasserstoff vor Ort produziert und zur Unterstützung des Versorgungsnetzes zu Spitzenzeiten herangezogen werden kann“, meint Paul.

    Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat sich Japan als Verfechter der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie positioniert. Nach der Katastrophe im Atomkraftwerk von Fukushima 2011 schloss das Land viele seiner Atomkraftwerke und stieg auf fossile Brennstoffe um, die aus dem Ausland importiert werden mussten. 

    Aufgrund geringer Energiesicherheit und -unabhängigkeit ist es nicht verwunderlich, dass das Land intensiv in eine auf Wasserstoff basierende Wirtschaft investiert.

    „Sollte die Olympiade 2021 abgesagt werden, wird Japan diesen Weg trotzdem weiterverfolgen“, sagt Paul. „Es mag noch Jahre dauern, bis Wasserstoff landesweit als sinnvolle Energiealternative eingesetzt werden kann, doch Japan wird weiterhin an der Kommerzialisierung von Wasserstofftechnologien und dem schrittweisen Einstellen von Technologien auf Basis fossiler Brennstoffe und Kerntechnik arbeiten.“

    Der japanische Automobilhersteller Toyota, einer der wichtigsten Sponsoren der Olympiade in Tokio, ist ebenfalls davon überzeugt, dass Wasserstoff der Motor der Zukunft ist.

    Das Modell „Mirai“ von Toyota ist das erste serienmäßig hergestellte Wasserstoffauto mit Brennstoffzellen. Der Wasserstoff befindet sich in Tanks aus Kohlefaser.

    Von außen strömt Sauerstoff durch die vordere Belüftungsöffnung des Mirai ein. Wasserstoff und Luft werden separat zur Brennstoffzelle geführt, wo durch eine chemische Reaktion Strom generiert wird. Das Beste daran: Als Emission fällt nur Wasser an.

    Japan wartet nun ab, ob die Olympiade im kommenden Jahr stattfinden kann, um der Welt zu zeigen, was Wasserstoff zu leisten vermag – nicht nur für die Wirtschaft, auch für die Umwelt.

    „Die olympischen Spiele sind eine einmalige Gelegenheit, in einem noch nie dagewesenen Ausmaß zu demonstrieren, wie der Übergang zu einer nachhaltigen Gesellschaft aussehen kann“, sagt Mori Yoshiro, Präsident von Tokio 2020.

    MIRAI

    Das Modell „Mirai“ von Toyota ist das erste serienmäßig hergestellte Wasserstoffauto mit Brennstoffzellen.

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    F1 Gibt Wieder Gas

    Die Formel 1 hält das Steuer wieder in der Hand. Das beste F1-Team der Welt, Mercedes-AMG Petronas, startete die Saison in der Position, in der es auch bleiben will – ganz vorne! 

    Valtteri Bottas gewann das erste Rennen beim Großen Preis von Österreich, gefolgt von seinem Teamkollegen Lewis Hamilton, der im ersten Rennen nur knapp einen Platz auf dem Podium verpasste, das zweite aber für sich entscheiden konnte. Der Siegeszug der beiden Rennfahrer war auch in den nächsten Rennen ungebrochen.

    In dieser verkürzten F1-Saison des Jahres 2020 sind sie in Boliden in neuem Anstrich unterwegs, um ihrer Unterstützung gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung Ausdruck zu verleihen. Sie tragen auch beide schwarze Overalls. 

    „Wir haben immer ganz klar gesagt, dass Rassismus und jegliche Form von Diskriminierung in unserem Team und in unserer Gesellschaft keinen Platz haben“, so ein Teamsprecher. 

    Beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone war auf den Rennautos ein neuer Name zu sehen – INEOS Hygienics.

    Bei diesem Rennen wurde der neue Geschäftsbereichs wurde von INEOS vorgestellt, ein Hauptpartner des Teams. 

    Der Geschäftsbereich Hygienics wurde während der COVID-19-Pandemie ins Leben gerufen, um tausende Krankenhäuser mit dringend benötigtem Handdesinfektionsmittel zu versorgen.

    Er ist stetig gewachsen und unterstützt nun alle Elite-Sportteams von INEOS, den Renn- und Radrennsport sowie Segeln und Fußball. 

    „Es ist einfach fantastisch, dass wir wieder auf der Rennstrecke sind. Möglich war dies nur durch die stringenten Maßnahmen für alle Sportbereiche. Dazu gehöret, dass die Teams die Hygiene an erste Stelle setzen“, so Toto Wolff, Team Principal bei Mercedes F1. 

    „Die INEOS Hygienics-Desinfektionsmittel in Krankenhausqualität helfen, unser Team zu schützen, und geben uns die Sicherheit, die wir sowohl in den Produktionsbereichen als auch auf der Rennstrecke brauchen.“ 

    Andere Elite-Mannschaften, die Produkte von INEOS Hygienics verwenden, sind das America‘s Cup-Team von Sir Ben Ainslie, der OGC Nice sowie das vor kurzem umbenannte Tour de France-Team von Sir Dave Brailsford, die INEOS Grenadiers. 

    „Hygiene hat absolute Priorität, denn nur durch sie können wir sicherstellen, dass beim Training oder bei den Wettkämpfen niemand krankheitsbedingt ausfällt“, so Sir Dave.

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    Track And Race

    Die COVID-Pandemie hat das Team in den letzten sechs Monaten mit einer ganzen Reihe an Herausforderungen konfrontiert. „Die Pandemie hat das Team gezwungen, innezuhalten und die Prioritäten neu zu ordnen“, meint Skipper Sir Ben Ainslie. „Insbesondere stellten wir uns die Frage, wie wir die Zeit vor dem 36. America‘s Cup optimal nutzen.“ Von Mai bis August hatte das Team eine brillante Segelzeit. 

    „Regelmäßig auf dem Wasser unterwegs zu sein, war unheimlich wichtig für uns. Die Lernkurve mit diesen brandneuen AC75-Booten ist steil – wir lernen jedes Mal dazu“, so Ben. Um so viele Segelstunden wie möglich zu absolvieren, musste das Team gesund und fit bleiben. Die Britannia wurde umgebaut, um dem Team ein sicheres Training zu ermöglichen und die Abstandsregeln einzuhalten. Auf diese Weise sollte eine Ansteckung mit COVID-19 vermieden werden.

    Um die Anzahl der Leute auf dem Boot zu reduzieren, wurde ein elektrischer Grinder ersatzweise für zwei Besatzungsmitgliedern installiert. Das war noch nicht alles. Auf dem Wasser und an Land trug das Team Henri-Lloyd-Gesichtsmasken, verwendete INEOS-Handdesinfektionsmittel und war mit Geräten ausgestattet, die permanent den Aufenthalt der Mitglieder aufzeichneten.

    „Wir konnten unsere Belegschaft überwachen, unsere Abläufe evaluieren und abändern, um die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten“, erklärt Ben. Die Geräte hatte Mafic entwickelt. Sie sind Teil der „ZERO COVID Days“-Strategie von INEOS TEAM UK. Sie forciert die Hygiene im privaten und beruflichen Umfeld. „Mafic hat die Technologie und die Geräte innerhalb weniger Wochen für uns angepasst“, zeigt sich Ben beeindruckt.

    Das Team trägt die Geräte am Arm, in der Tasche oder am Helm. „Kopfbewegungen geben uns Auskunft darüber, was jemand gerade macht – schweißen, wischen, Maschinen bedienen. Und wir wissen zudem genau den Aufenthaltsort“, sagt CEO Will Woodhead. „Wir bekommen sekundengenaue Positionsdaten, die wir nutzen können, um Verstöße gegen die Abstandsregeln abzubilden.“ Diese konnten dann ausgewertet und betrachtet werden, um Verbesserungspotenzial zu erkennen. Mafic wurde gegründet, um das Arbeitsumfeld sicherer zu gestalten. „Ich habe einfach schon zu viele Unfälle miterlebt", meint Will. Ben bezeichnet die Geräte als bahnbrechend für das Team: „Es war eine schwierige, zugleich sehr produktive Zeit für uns.“ Das Team hat sowohl auf dem Wasser als auch am Zeichenbrett gut zusammengearbeitet.

    INEOS TEAM UK hat mit seinem Software-Designpartner Coderus eine neue Software entwickelt. Diese wendet ein Design auf ein Modell des gesamten Boots an, um zu sehen, ob Änderungen am Design das Boot schneller werden lassen oder nicht. Lautet die Antwort ja, so kann Chimera das Modell für einen vollständigen Simulationslauf mit einer Reihe verschiedener Bootdesigns vorbereiten. Chief Designer Nick Holroyd meint, dass Ideen auf diese Weise rasch und genau getestet werden können. Dies fördert Innovation statt sie einzuschränken. „Der America‘s Cup ist seit jeher nicht nur ein Segelturnier, sondern auch ein Design- und Technologiewettkampf“, meint er. „Diese Aspekte sind noch wichtiger geworden, da die Regeln das Testen in Wind- und Schleppkanälen nicht mehr erlauben.“ 

    Die Teams dürfen auch nicht mehr in mehr als einem Boot gleichzeitig unterwegs sein. „Damit wurden eigentlich alle ‚echten‘ Entwicklungsmethoden zugunsten virtueller ausgeschlossen. Der ehemalige Goldstandard der Entwicklung – das Testen mit zwei Booten – ist nicht mehr möglich.“ Mark Thomas, CEO von Coderus, ließ sich dadurch nicht beirren. „Das System verbessert Effizienz und Kapazitäten und ermöglicht es dem Team seine Grenzen auszuloten“, meint er. Das Team segelte im Oktober 2020 in seinem neuen AC75-Boot, „Britannia II“, in Auckland. 

    „Damit haben wir zwei Monate produktiven Segelns vor uns, ehe es an die Weihnachtsregatta geht. Das wird das erste Mal sein, dass alle Teams gemeinsam starten“, so Ben. „Ich bin sehr gespannt. Es handelt sich um eine vollkommen neue Bootskategorie – insofern ist es gut möglich, dass sich die Teams stark voneinander unterscheiden.“ INEOS TEAM UK kann es gar nicht erwarten, in Waitemata Harbour in See zu stechen. Trotz der Naturschönheiten Neuseelands ist sich das Team der Tatsache bewusst: Es ist nur dort, um den America‘s Cup für Großbritannien zu gewinnen!

    Hoch hinaus: Seite 28

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    3 minuten lesezeit Ausgabe 20
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    Hoch Hinaus

    Es war Aufgabe eines 33 Jahre alten ukrainischen Frachtflugzeugs, das zweite Segelboot des Teams – RB2 – zur Startlinie in Neuseeland zu bringen. 

    „Ein historischer Moment für uns“, so Grant Simmer, CEO von INEOS TEAM UK. „Jetzt sind wir auf der Zielgeraden.“

    Die Britannia II wurde von einem Grenadier, dem INEOS-Geländewagen, auf das Antonov-Frachtflugzeug transportiert, um die viertägige, 20.000 Kilometer lange Reise nach Neuseeland anzutreten.

    Grant war voll des Lobes für Projektleiter Dave Endean und sein Team, die das Boot gebaut und es per Frachtflugzeug sicher vom Hauptquartier des Teams in Portsmouth, Großbritannien, nach Neuseeland transportiert hatten – und das genau im Zeitplan.

    „Es war ein Kraftakt für das gesamte Team“, so Grant. „Wir sind unglaublich stolz darauf, dieses Boot rechtzeitig fertiggebaut zu haben, während wir gleichzeitig mit den COVID-Einschränkungen umgehen mussten.“

    Der 24-stündige Flug vom Flughafen Stansted in Großbritannien sah Zwischenstopps in Dubai und Indonesien vor.

    Nachdem das Boot am 1. Oktober 2020 am Flughafen von Auckland gelandet war, wurde es über Land zum neu errichteten Stützpunkt in Wynyard Point gebracht, wo es zusammengebaut und fertiggestellt wurde.

    „Verglichen mit unserem ersten Boot ist das RB2 ein riesiger Schritt nach vorn“, meint Grant.

    Dave schildert das ungeheure Ausmaß des Projekts: „Der logistische Aufwand, der hinter dem Transport des gesamten Teams für den America‘s Cup nach Neuseeland steckt – einschließlich zweier AC75-Boote – ist enorm und wir investierten dafür viel Zeit und Arbeit.“

    Die Früchte des Erfolgs werden hoffentlich im nächsten Jahr geerntet, wenn die Britannia II in See sticht, um den America‘s Cup zu gewinnen.

    Was das INEOS TEAM UK betrifft: „There is no second!“

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    Der Rasenprofessor

    EINE der ältesten Fußballmannschaften Frankreichs hat ihre drei Plätze mithilfe eines britischen Platzwarts, der als „Rasenprofessor" bekannt ist, von Grund auf erneuert.

    Scott Brooks, der im National Centre der English Football Association arbeitete, kam im Januar 2020 nach Nizza – mit hohen Erwartungen an sich und die Mannschaft, die in der letzten Saison den fünften Platz in der ersten Liga erreicht hatte.

    „Der Rasen sah nicht gut aus“, erzählt er. „Zwei der drei Rasenplätze erreichten nicht das Niveau, das meiner Meinung nach für professionelle Spieler notwendig ist.“

    Damit meint Scott einen Rasenplatz, der es den Spielern ermöglicht, ohne Verletzungen zu trainieren und zu spielen.

    „Ein suboptimales Spielfeld ist oft mehr als der halbe Grund dafür, warum sich Spieler verletzen“, erklärt er. „Und die Verletzungsrate war hier in der Tat sehr hoch.“

    Heute sind alle drei Rasenplätze mit Belägen ausgestattet, die es den talentierten Spielern ermöglichen, länger und härter zu trainieren.

    „Wir sollten nun weniger Verletzungen und fittere, gesündere Spieler sehen“, meint Scott. „Die Spieler sollen müde vom Rasenplatz gehen, weil sie alles gegeben haben, aber ohne Schmerzen.“

    OGC, gegründet 1904, ist die erste französische Mannschaft, die ein hybrides Spielfeld hat, das aus echtem und aus Kunstrasen besteht.

    Der Rasen wird auf einer Lage Kiesel und zwei Lagen Sand aufgebaut, wobei jede Lage mit Laser geglättet ist.

    Die oberste Lage Sand wird mit einem organischen Produkt vermischt, das auf tierischem Dünger basiert, um den Rasen mit allen Nährstoffen zu versorgen, den er zum Wachsen benötigt. 

    Das Team ist die erste französische Mannschaft, die ein neues, effizienteres Bewässerungssystem umgesetzt hat, das 30 Prozent Wasser spart.

    „Das System wird zur Bewässerung von Melonen in Brail eingesetzt, das ein ähnlich trockenes Klima hat. Ich hoffe also, dass es sich hier bewährt“, meint Scott.

    Bei seiner Ankunft stellte Scott fest, dass OGC Nice ein simples Bewässerungssystem mit Gebirgswasser einsetzte.

    „Es regnet nicht sehr oft hier – aber wenn es regnet, dann in einem Tag die Menge von einem Monat“, so Scott. 

    Nun hat OGC Nice Wasserspeichertanks installiert.

    „Gibt es in der Stadt ein Problem mit der Wasserversorgung gibt, haben wir genügend Wasser vor Ort gespeichert, um die Rasenplätze versorgen zu können.“ 

    Ein wichtiger Faktor in einer Region, in der Rasenpflege schwierig ist.

    „Ich glaube, dass Südfrankreich eine der schwierigsten Klimazonen für die Rasenpflege ist, da wir nie über einen längeren Zeitraum perfektes Wetter haben“, so Scott. 

    „Die Spielfelder sind im April oder Mai und dann vielleicht wieder im Oktober in einem tollen Zustand, doch sie sind nicht die gesamte Saison top. Meine größte Herausforderung liegt darin, ein Spielfeld zu schaffen, das jeden Monat in gutem Zustand ist, während der gesamten Saison.“

    Scott hat den Wasserdruck erhöht, um die gesamte Oberfläche des Spielfelds gleichmäßig zu versorgen.

    „Ich schalte die Sprinkleranlage fünf Minuten vor dem Training ein, und alles ist perfekt“, verrät er.

    In der Vergangenheit musste das Spielfeld 45 Minuten vor dem Training und häufig auch während des Trainings bewässert werden.

    Bob Ratcliffe, CEO von Mannschaftseigentümer INEOS Football, beschreibt Scott als sehr genau, motiviert und entschlossen. „Er verfügt über einen riesigen Erfahrungsschatz, der der Mannschaft auf alle Fälle helfen wird“, meint er. Genau das ist Scotts Ziel.

    „Das Team hat schon diese Saison eine gute Leistung erbracht – und nächste Saison ist wegen der neuen Rasenplätzen noch mehr drin“, so Scott.

    OGC Nice ist Gründungsmitglied der französischen Fußballliga und hat viermal die Meisterschaft gewonnen. Den letzten Pokalsieg gab es 1997.

    Trainer ist Patrick Vieira, Spieler bei Juventus, Inter Milan, Manchester City und Arsenal.

    Scott meint, dass auch Patrick, einer der besten Spieler seiner Generation, auf einem suboptimalen Spielfeld nur mäßige Ergebnisse erzielt hätte. 

    „Der Platz ist ein grundlegender Faktor dafür, dass ein Spieler sein Potenzial verwirklicht. Ein Spielfeld in guter Qualität gibt den Spielern die Sicherheit, die sie brauchen, um beim Training Neues auszuprobieren.“

    Heute gibt es kaum mehr einen Unterschied zwischen dem Trainingsplatz und dem eigentlichen Spielfeld im Stadion Allianz Rivera. Genau so soll es sein, findet Scott.

    „Es ist sehr wichtig, dass die Qualität der Trainings- und Matchspielfelder gleichbleibend hoch ist. Darum geht es ja beim Heimvorteil eigentlich. Trainiert das Team die ganze Woche auf einem Spielfeld, das qualitativ dem ebenbürtig ist, auf dem es am Wochenende im Allianz Riviera-Stadion spielt, fällt die Umstellung weg. Die Spieler leisten automatisch mehr. Ist die Qualität des Spielfelds im Training sehr hoch, die des Spielfelds im Stadion hingegen nicht, dauert die Umstellung zehn bis 15 Minuten. Das kann ausschlaggebend dafür sein, ob die Mannschaft das Spiel gewinnt oder verliert.“

    www.ogcnice.com

    Sie kicken wieder

    DIE BEIDEN Top-Mannschaften von INEOS sind wieder auf dem Platz, wenngleich FC-Lausanne-Sport und OGC Nice wegen COVID-19 nur hinter verschlossenen Türen spielen dürfen.

    „Wir haben es wirklich vermisst, auf dem Spielfeld zu sein. Es ist fantastisch, jetzt wieder kicken zu dürfen“, ist OGC Nice-Trainer Patrick Vieira erleichtert. 

    „Uns fehlt die Stimmung. Es ist nicht einfach, unter diesen Bedingungen zu spielen.“

    Im Laufe dieses Jahres wird FC Lausanne-Sport, eine der ältesten Mannschaften der Welt, nach 66 Jahren in ein neues Stadion mit 12.000 Sitzplätzen übersiedeln

    INEOS Football hat den Club 2017 erworben und ist überzeugt davon, eine spannende Atmosphäre für Spieler und Fans geschaffen zu haben.

    Das Stadion Tuilière hat neun Spielfelder, zwei mit Gras und sieben mit synthetischem Rasen. 

    Diese zusätzlichen Spielfelder sind nicht nur für das Training und die Spiele von Lausanne Sport gedacht, sondern können auch von anderen lokalen Mannschaften genutzt werden.

    SCOTT BROOKS, Britischer Platzwart, auch bekannt als „Rasenprofessor“

    OGC NICE
    Responsable des Terrains.

    THE FOOTBALL ASSOCIATION
    SGP Head Groundsman.

    ARSENAL F.C.
    Senior Groundsman.

    TOTTENHAM HOTSPUR F.C.
    Groundsman.

    FUN FACT:
    Die neuen Rasenplätze bestehen aus einer Polymerstruktur, die aus Polypropylen von INEOS besteht.

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    INEOS Grenadiers Blicken In Die Zukunft

    DIE INEOS GRENADIERS haben bei der diesjährigen Tour de France zwar keinen Sieg errungen, doch nachdem Titelverteidiger Egan Bernal nach 16 Etappen das Handtuch werfen musste zeigten die erfolgsverwöhnten Radsportler weiterhin absoluten Willen und Entschlossenheit.

    „Das Team ging sofort in die Offensive“, meint Trainer Sir Dave Brailsford. Die Hartnäckigkeit zeigte Erfolge sich mit beim Sieg der 18. Etappe, mit einem Arm-in-Arm-Finish von Michal Kwiatkowski und Richard Carapaz.

    Der Sieg sollte diesmal leider trotzdem nicht sein – diesen fuhr der Slowenen Tadej Pogacar vom UAE Team Emirates ein.

    „Die INEOS Grenadiers werden auch im Jahr 2021 wieder um das gelbe Trikot kämpfen“, zeigt sich Dave entschlossen.

    Dave, dessen Team sieben der letzten acht Touren gewonnen hat, lobte Egan Bernal, der im letzten Jahr als erster Kolumbianer das Rennen für sich entscheiden konnte.

    „Sowohl als Sieger als auch als Verlierer hat er uns gezeigt, wie echte Champions aussehen“, so Dave. „Er ist wild entschlossen 2021 noch stärker zurückzukommen.“

    Team INEOS wurde zu Beginn der Tour in The INEOS Grenadiers unbenannt, nachdem der kompromisslose INEOS-Geländewagen „The Grenadier“ der Öffentlichkeit präsentiert worden war.

    Die vier Grand Tour-Sieger des Teams – Chris Froome, Geraint Thomas, Egan Bernal und Richard Carapaz – führten die neuen Trikots von Castelli und die neu gestalteten Pinarello DOGMA F12-Räder im Allianz Riviera-Stadion vor, wo auch zwei Prototypen von des Grenadier gezeigt wurden, dem das Team seinen Namen verdankt. 

    Der Grenadier ist das kompromisslose Geländefahrzeug, das von INEOS Automotive konzipiert und gebaut wurde. Der Offroader ist leistungsstark, vielseitig und bereit, jede Herausforderung anzunehmen.

    „Der neue Name The INEOS Grenadiers steht für alles, was uns ausmacht“, erklärt Sir Dave. „Die Partnerschaft ist neu, doch sie verkörpert genau die Werte unseres Teams: Ehrgeiz, Durchhaltevermögen, Entschlossenheit, Einfallsreichtum, Hartnäckigkeit und Leidenschaft. Unsere Beziehung zu INEOS hat sich damit vertieft. Es ist dies ein wunderbares Beispiel dafür, welche Chance sich für uns als Teil der INEOS-Gruppe eröffnen – gemeinsam noch besser zu werden. Wie der Grenadier sind auch wir ein maßgeschneidertes Team. Wir wissen, was wir zu tun haben und wie es laufen muss, damit wir als Team erfolgreich sind. Unsere Ambitionen sind klar und wir werden alles dafür tun sie umzusetzen.“

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    INEOS Unterstützt Wohltätige Organisationen

    KLEINEREN wohltätigen Initiativen, die denjenigen helfen, die von der Pandemie am stärksten betroffen sind, wurde kürzlich von INEOS eine Rettungsleine zugeworfen. 

    In den letzten Monaten wurden Beschäftigte in INEOS-Standorten auf der ganzen Welt aufgefordert, lokale wohltätige Organisationen und Gruppen zu benennen, die finanzielle Unterstützung am dringendsten benötigen.

    „Schon eine kleine Spende kann einen riesigen Unterschied für diese Organisationen machen, die in unserem Umfeld wichtige Arbeit leisten“, meint Ursula Heath, die den INEOS-Nachbarschaftsfonds koordiniert hat. „Wir haben beschlossen, einen Fonds in Höhe von 1 Million Pfund auszuloben. Über diesen wurden mehrere direkte Finanzspritzen in Höhe von bis zu 10.000 Pfund an ausgewählte Organisationen verabreicht.“

    Zum Redaktionsschluss hatten 159 Organisationen in 15 Ländern, darunter Großbritannien, die USA, Italien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Schweden, Belgien, Norwegen, Singapur, China und Kanada, Unterstützung an 67 INEOS-Standorten erhalten. 

    „Wir waren schwer beeindruckt von der begeisterten Mitwirkung unserer Beschäftigten und der Anzahl sowie der Qualität der Anträge“, erzählt Ursula. Der INEOS-Nachbarschaftsfonds in Höhe von 1 Million Pfund wurde von den INEOS-Eigentümern Sir Jim Ratcliffe, Andy Currie und John Reece ins Leben gerufen, als die Welt als Antwort auf die Coronaviruspandemie mit dem Lockdown begann.

    Unter den Nutznießern waren Tafeln, Pflegeheime, Frauenhäuser sowie Familien an der Armutsgrenze, die ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten.

    Eine Tafel – eine Niederlassung von Restos Du Coeur in der Nähe von Tavaux in Frankreich – gab an, dass ihre Spendeneinnahmen von 8.000 Euro im März 2019 auf nur 80 Euro im März 2020 gesunken waren.

    „Wir sind überglücklich, dass wir der Organisation helfen konnten“, sagt Thibault Pagnot, Communications Manager bei INOVYN in Tavaux. 

    Die Food Bank in Singapur erhielt 10.000 Euro von INEOS Styrolution, um ihr Programm „Feed the City – Takeaway“ weiterführen zu können. „Wir haben einen riesigen Anstieg der Nachfrage gesehen, mit mehr als 12.000 täglichen Anfragen nach Mahlzeiten“, berichtet Nichol Ng, Mitbegründerin der Food Bank Singapore, die ihre Zutaten von lokalen Restaurants bekommt. Für Steve Harrington, Präsident Global Styrene Monomer and Asia-Pacific, war die Spende ein wichtiges Zeichen.

    „Wir helfen nicht nur den Gruppen, die in diesen schweren Zeiten zu kämpfen haben, sondern unterstützen gleichzeitig Unternehmen vor Ort, die ansonsten schließen müssten“, so Steve.

    Bei INEOS Composites in Dublin, Ohio, wurden laut Office Manager Susan Drye 10.000 Dollar an die Mid-Ohio Food Bank gespendet. Mit diesem Betrag kann die Tafel der Gemeinde Nahrungsmittel im Wert von 90.000 Dollar zur Verfügung stellen.

    „Diese Geste wurde von der Öffentlichkeit sehr geschätzt“, meint Susan. 

    Andere wohltätige Initiativen, die Unterstützung erhielten, waren Pflegeheime für alte und behinderte Menschen, Einrichtungen für psychische Gesundheit sowie Organisationen, die Lernmaterial für Kinder aus benachteiligten Verhältnissen anbieten, damit diese auch bei geschlossenen Schulen weiterhin lernen können.

    Wohltätige Initiative schenkt alleinstehenden Müttern und Vätern Hoffnung auf ein besseres Leben

    MOTHER SETON HOUSING

    USA
    mothersetonhouse.com

    „Wir wollen Hoffnung schenken – und mit der Spende von INEOS können wir dieses Ziel rascher erreichen“

    – Deanna Frey, Executive Director 

    Alleinerziehende Eltern, die dringend Zeit und Unterstützung brauchen, um ihr Leben zum Besseren zu wenden, haben in INEOS einen Freund gefunden. Deanna Frey leitet die wohltätige Organisation Mother Seton Housing und meint, dass die Unterstützung von INEOS mehr ist als „nur“ eine finanzielle Spende.

    „Vor allem zeigt sie unseren alleinerziehenden Eltern, dass jemand an ihre Zukunft glaubt“, erklärt Deanna. „Auch eine Spende von nur einem Dollar hätte diesen Effekt erzielt.“ Seton House bietet alleinerziehenden Müttern und Vätern mehr als eine Unterkunft.

    „Ursprünglich war das unser einziges Ziel, aber im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass es mehr braucht, um den Kreislauf der Armut zu durchbrechen, nämlich Hoffnung, Ressourcen und einen Plan.“ Die Spende vom INEOS-Nachbarschaftsfonds in Höhe von 6.500 US-Dollar wurde vom INEOS-Werk WL Plastics Mills in Wyoming, USA organisiert und ermöglichte es der Organisation, einen neuen Mentoring-Kurs ins Leben zu rufen. Eltern werden ermutigt, sich zu fragen, was sie in ihrem beruflichen und persönlichen Umfeld erreichen wollen, was sie davon abhält, und – besonders wichtig – was sie konkret tun müssen, um ihre Ziele zu verwirklichen.

    „Wir wollen Hoffnung schenken – und mit der Spende von INEOS können wir dieses Ziel rascher erreichen.“ Ohne die Hilfe von INEOS wären wir nicht so weit gekommen.“ Seton House wird den Lehrplan "Connections to Success“ umsetzen, der in Kansas City entwickelt wurde, um eine dynamischere, integrative Wirtschaft zu schaffen.

    Die in Kansas City getroffenen Entscheidungen werden dem Seton House in Casper, Wyoming, enorm helfen, obwohl die beiden Städte grundverschieden sind. Die Annahme dahinter ist, dass sich die grundlegenden Bedürfnisse der Menschen nicht so stark unterscheiden.

    Seton House spricht nicht nur mit seinen Bewohner/innen darüber, was sie sich wünschen, sondern besucht auch lokale Arbeitgeber, um diese zu fragen, nach welchen Fähigkeiten sie bei potenziellen Beschäftigten Ausschau halten. Der dreiwöchige Kurs spricht alle Aspekte des Lebens an, einschließlich Beziehungen, Bildung, Gesundheit und Elternschaft. Die Hoffnung ist die, dass die Bewohner/innen durch den Kurs unabhängiger werden und die Kontrolle über ihr eigenes Leben wieder übernehmen. Doch die Unterstützung, die Seton House leistet, endet nicht mit dem Kurs.

    „Wir vermitteln den Leuten ganz klar, dass wir immer für sie da sind“, so Deanna. „Wenn sie Mentorinnen oder Mentoren brauchen, stehen wir zur Verfügung.“ Die meisten Personen, die die Hilfe von Seton House in Anspruch nehmen, sind obdachlose Alleinerziehende. „Manche sind bei Bekannten untergekommen, aber es kommt auch vor, dass Menschen mit ihren Kindern im Auto wohnen.“ Viele der von Seton House betreuten Personen waren in der Vergangenheit körperlichem oder seelischem Missbrauch ausgesetzt. „Wenn sie zu uns kommen, sind sie meist an einem absoluten Tiefpunkt angelangt", so Deanna. Shanell Mullen war eine davon. Obdachlos, arbeitslos, schwanger und mit einer zehn Jahre alten Tochter suchte sie Zuflucht im Seton House.

    „Dort hat man an mich geglaubt, obwohl ich selbst den Glauben an mich verloren hatte“, sagt sie. Heute lebt sie nicht mehr im Seton House. Sie arbeitet Vollzeit, hat ein Auto und lebt in einem Apartment mit drei Schlafzimmern mit ihren drei Kindern, nachdem sie das Sorgerecht für ihren zweiten Sohn zurückerlangt hat. „Ich habe Hoffnung, Ziele und Träume“, sagt sie. „Ich sehe eine Zukunft für uns.“

    Als die wohltätige Organisation vor 31 Jahren von Bruder Rymond Philips gegründet wurde, standen ihr lediglich drei Apartments zur Verfügung. Die alleinerziehenden Eltern durften maximal 30 Tage lang bleiben. „Später wurde dieser Zeitraum auf 90 Tage verlängert – aber es war noch immer nicht Zeit genug, um den Menschen sinnvoll zu helfen“, erzählt Deanna.

    Heute verfügt die Organisation, die ausschließlich auf öffentliche Spenden angewiesen ist, über 30 Wohneinheiten für alleinerziehende Familien, die bis zu zwei Jahre lang bleiben dürfen. Dank einer einzigartigen Partnerschaft mit einer Wohnbaugenossenschaft, die bezahlbare Wohnungen anbietet, endet die Unterstützung von Seton House auch nach zwei Jahren noch nicht.

    „Das Wunderbare daran ist, dass unsere Familien so akzeptiert werden, wie sie sind. Viele der Menschen, denen wir helfen, haben immer nur gehört, dass sie dumm sind und aus ihnen nie etwas werden wird. Die Hilfe von INEOS vermittelt ihnen hingegen, dass sie Unterstützung verdienen.“ Für Michelle Xikes, eine alleinerziehende Mutter, die bei WL-Plastics arbeitet, ein Unternehmen im Besitz von INEOS, spielt dies eine enorm wichtige Rolle. Sie hörte zum ersten Mal im Jahr 1997 von Seton House, als sie eine potenziell gewalttätige Beziehung beendete. 

    „Ich war damals schwanger“, erinnert sie sich. "Glücklicherweise kam es nie so weit, dass ich in Seton House einziehen musste. Ich weiß aber, wie wichtig die Arbeit der Organisation ist.“ Über die Jahre dachte sie immer wieder darüber nach, wie sie helfen könnte. Vor kurzem begann sie, Sachspenden zu organisieren und hörte dann von dem geplanten Kurs.

    „Seton House ist von Spenden abhängig – diese haben aber wegen der Pandemie stark gelitten“, erklärt Michelle. „Als ich gehört habe, dass INEOS Anträge für Finanzhilfen entgegennimmt, habe ich nicht gezögert. Diese Unterstützung wird sicherstellen, dass Seton House das Mentoring-Programm in Angriff nehmen kann."

    Hilferuf aus Pflegeheim beantwortet 

    DER ROTARY CLUB IN SARREGUEMINES
    Frankreich
    rotary-club-sarreguemines.org

    Als sich die COVID-19-Krise in Frankreich zuspitzte, beschloss die Belegschaft von INEOS Polymers in Sarralbe, Hilfe zu leisten. 

    „Wir fanden schnell heraus, dass es in unserer Region starken Handlungsbedarf gab“, sagt Georges Scherrer, der am Standort tätig ist. 

    Krankenhäuser meldeten dramatische Engpässe bei Schutzausrüstungen für die Ärzteschaft, das Pflegepersonal, Hebammen und Radiologen. 

    Nicht nur Krankenhäuser, auch Pflegeheime hatten enorme Schwierigkeiten, Schutzausrüstungen zu bekommen, um Personal und Bewohner/innen vor dem Virus zu schützen.

    „Die Sterblichkeitsrate in Pflegeheimen war in Teilen unserer Region um 30 Prozent angestiegen“, so George. 

    Pflegeheime waren insbesondere auf Gesichtsmasken angewiesen, die den WHO-Spezifikationen entsprachen. Diese sind jedoch nicht billig.

    Sobald der INEOS-Nachbarschaftsfonds ins Leben gerufen worden war, hatte das Team in Sarralbe einen Vorschlag zu einer wohltätigen Organisation, die unterstützt werden sollte: Der Rotary Club von Sarreguemines, der die Hilfsmaßnahmen koordinierte, wurde eingeladen, einen Antrag für Unterstützung zu stellen und erhielt tatsächlich eine Spende in Höhe von 10.000 Euro vom INEOS-Nachbarschaftsfonds.

    „Die einzige Schutzausrüstung, die diese Heime zur Verfügung hatten, waren die Visiere, die vom Rotary Club verteilt worden waren“, erzählt George.

    Seitdem hat INEOS zudem tausende Flaschen mit INEOS-Handdesinfektionsmittel verteilt, wo diese gebraucht werden.

    „Wir sehen jetzt Kinder, die mit unserem Handgel zur Schule gehen!“, so George.

    „Wir fanden schnell heraus, dass es in unserer Region starken Handlungsbedarf gab“
    – Georges Scherrer

    Tafel gibt mehr als 520.000 Mahlzeiten aus

    RESTOS DU COEUR 

    Frankreich
    restosducoeur.org

    Eine Tafel für Bedürftige ist erleichtert, nachdem ihr der INEOS-Nachbarschaftsfonds zur Hilfe kam. Die Restos du Cœur-Niederlassung für das Département Jura befürchtete, seine Aktivitäten einstellen zu müssen, nachdem die Spendeneinnahmen von 8.000 Euro im März 2019 auf nur 80 Euro im März 2020 gesunken waren.

    „Aufgrund der Einschränkungen, die sich durch den COVID-19-Lockdown ergeben hatten, konnten wir einfach kein Geld mehr einnehmen“, erklärt Georges Leneez, Präsident der Restos du Cœur-Tafel für das Département Jura in Frankreich.

    Allerdings hatte der Bedarf an Unterstützungsleistungen nicht abgenommen. Sébastien Demontrond, Schichtleiter bei INOVYN in Tavaux, hatte in der Vergangenheit als freiwilliger Helfer bei der Tafel mitgemacht und wusste, dass es logistisch kaum möglich sein würde, die wachsende Anzahl an Bedürftigen zu unterstützen.

    Er schlug seinen Vorgesetzten vor, eine Förderung über den INEOS-Nachbarschaftsfonds auszuzahlen, mit der die Tafel einen Kühlwagen anschaffen könnte, der auch die Zustellung von frischen Nahrungsmitteln ermöglichen würde. Eine Förderung von 10.000 Euro wurde genehmigt und rasch ausbezahlt.

    Marc Hanquet, Operations Manager in Tavaux, wusste, dass der Standort als größter privater Arbeitgeber in der Region einen Unterschied machen könnte.

    „Wir waren uns der Tatsache bewusst, dass COVID-19 für viele Leute eine wirtschaftliche Verschlechterung bedeutete und diese dann ebenfalls auf die Tafel angewiesen sein würden.“

    Im letzten Jahr bereiteten die 462 freiwillig Beschäftigten von Restos du Cœur mehr als 520.000 Mahlzeiten für 4.320 Menschenzu. Für dieses Jahr wird ein weiterer Anstieg erwartet.

    Es ist nicht das erste Mal, dass INOVYN in seiner Gemeinde geholfen hat, die Auswirkungen von COVID-19 zu bewältigen. 

    „Wir haben Gesichtsmasken und von INOVYN Tavaux eigens hergestellte Bleichlauge sowie INEOS Handgel an medizinisches Personal gespendet. Es macht uns besonders stolz, hier einen Beitrag geleistet zu haben“, so Mark.

    „Aufgrund der Einschränkungen, die sich durch den COVID-19-Lockdown ergeben hatten, konnten wir einfach kein Geld mehr einnehmen“ 

    – Georges Leneez, Präsident der Restos du Cœur-Tafel für das Département Jura in Frankreich

    INEOS hilft, die Ärmsten der Stadt mit Nahrung zu versorgen 

    LIGHT OF LIFE MINISTRIES

    USA
    lightoflife.org

    Eine wohltätige Organisation, die auf Schwierigkeiten bei der Versorgung obdachloser und bedürftiger Menschen in Pittsburgh, USA gestoßen war, baute mithilfe des INEOS-Nachbarschaftsfonds eine provisorische Kantine. Light of Life Ministries errichtete ein 12 x 12 Meter großes Zelt und verlängerte den Zeitraum für die Essensausgabe, damit die Menschen ihr Frühstück, Mittag- und Abendessen mit ausreichend Platz und Abstand einnehmen konnten.

    „Wir haben jede erdenkliche Vorkehrung getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten“, so Dough Smith, Director of Development bei der wohltätigen Organisation. Die Nachfrage nach warmen Mahlzeiten war stark angestiegen, da viele andere Anlaufstellen in der Stadt geschlossen waren.  

    „Wir wussten, dass ohne uns die Bedürftigen niemanden mehr haben würden“, meint Doug. „Viele der Menschen, die wir versorgen, haben mit Suchtproblemen, Missbrauch und psychischen Erkrankungen gekämpft. Wir sind da, um denjenigen zu helfen, für die buchstäblich das Leben auf dem Spiel steht.“

    Die Organisation, die eine Tafel sowie Notschlafunterkünfte bereitstellt, wo Männer duschen und schlafen können, ergriff die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen. 

    Wegwerfbesteck, Latexhandschuhe und Würzmittel in portionierten Beuteln wurden angeschafft, um Kreuzkontamination zu vermeiden, ebenso wie grundlegende Reinigungsutensilien.

    Auch mobile Handwaschbecken wurden angemietet und die Essbereiche nach jeder Schicht gründlich gereinigt. „Die Coronavirus-Pandemie hat alle von uns mit noch nie dagewesenen Herausforderungen konfrontiert“, so Doug. 

    „Die Nachfrage nach einer warmen Mahlzeit ist um 35 Prozent gestiegen. Jeden Tag gaben wir ca. 400 Mahlzeiten aus.“

    Auch die Nachfrage nach der Lebensmittelbank der Organisation war stark angestiegen. 

    „In einer Phase kamen etwa 40 lokale Organisationen zu uns, um Lebensmittel für Hunderte Männer, Frauen und Kinder zu beschaffen, die auf sie angewiesen sind“, erzählt Doug. 

    Allein im April gab die Organisation 22.600 kg Nahrungsmittel aus. Auch Personen, die in Hochhäusern leben oder aufgrund von COVID-19-Symptomen ihre Häuser nicht verlassen konnten, wurden versorgt.

    Die Notschlafstelle für Männer, die die Organisation betreibt, blieb während des gesamten Lockdowns geöffnet und war jede Nacht voll belegt. Elektrolytgetränke mit Vitamin C wurden an die Männer verteilt, um ihr Immunsystem zu stärken. Auch tragbares Nachtgeschirr wurde an die Männer ausgegeben.

    „Viele haben nicht bedacht, wie sich die Schließung der öffentlichen Toilettenanlagen auf die Menschen auswirken würde, die auf der Straße leben“, erklärt Doug. All das kostete natürlich Geld. 

    Und Geld war genau das, was der Organisation fehlte. Um ihr bei der Bewältigung ihrer Aufgaben zu helfen, organisierte INEOS Composites am Standort Neville Island eine Spende in Höhe von 10.000 US-Dollar über den INEOS-Nachbarschaftsfonds.

    „Wir haben sofort an Light of Life als möglichen Empfänger einer finanziellen Unterstützung gedacht“, sagt Melissa Morgan, die bei INEOS Composites arbeitet. 

    „Die Organisation arbeitet Tag für Tag daran, die Bedürfnisse der verwundbarsten Menschen zu decken. Die durch COVID-19 entstandenen Auflagen erschweren diese Aufgabe zusätzlich.“

    Light of Life wird weiterhin alles tun, was notwendig ist, um den Ärmsten der Armen zu helfen. „Wir werden in dieser Zeit als wohltätige Organisation über uns hinauswachsen“, ist Doug überzeugt.

    „Die Coronavirus-Pandemie hat alle von uns mit noch nie dagewesenen Herausforderungen konfrontiert. Die Nachfrage nach einer warmen Mahlzeit ist um 35 Prozent gestiegen. Jeden Tag gaben wir ca. 400 Mahlzeiten aus.“

    – Doug Smith, Director of Development by Light of Life Ministries

    Hilfe für Kinder mit Krebserkrankungen

    PHYSIOTHERAPIE IN DER ONKOLOGIE

    Deutschland

    Der INEOS Community Fund hat sich bereit erklärt, den Löwenanteil des Gehalts einer Physiotherapeutin zu übernehmen, damit sie weiterhin Kinder mit Krebserkrankungen betreuen kann.

    In den letzten drei Jahren haben Eltern, Ärztinnen und Ärzte sowie Bekannte ca. 15.000 Euro pro Jahr gesammelt, um sicherzustellen, dass Patient/innen auf der Kinderkrebsstation in Mannheim, Deutschland, betreut werden können.

    „Die Physiotherapeutin motiviert die kranken Kinder aus dem Bett aufzustehen und spielerische Aktivitäten durchzuführen“, erklärt Dr. Gregor von Komorowski, CEO der deutschen Leukämie-Forschungshilfeaktion für krebskranke Kinder.

    „Diese Übungen helfen den Kindern, ihre Krankheit zu bekämpfen und wirken zudem den Nebenwirkungen von Chemotherapien entgegen.“

    Auch hier hat COVID-19 das Spendenaufkommen erheblich reduziert – für die Physiotherapeutin war kein Geld mehr da. „Die Pandemie hat sich auf unsere Arbeit ausgewirkt“, sagt Dr. von Komorowski. 

    Um die Herausforderungen zu bewältigen, denen sich die Organisation gegenübersah, schlug INEOS Styrolution in Ludwigshafen vor, sie für eine Förderung aus dem INEOS-Nachbarschaftsfonds zu nominieren. 

    Der INEOS-Nachbarschaftsfonds stellte 10.000 Euro für das Gehalt der Physiotherapeutin zur Verfügung und wird außerdem einen Beitrag zur Neumöblierung des Spielzimmers für die Kinder leisten. „Wir sind INEOS außerordentlich dankbar“, so Dr. von Komorowski.

    Die Organisation wurde im Jahr 1979 von Eltern krebskranker Kinder gegründet. „Unsere Ziele sind seit damals gleich geblieben. Wir wollen Forschungsaktivitäten unterstützen und Familien helfen, mit der Erkrankung fertig zu werden. Finanziert werden wir ausschließlich durch Spendengelder.“

    Manuela Bleiziffer von INEOS Styrolution, die bei der Antragstellung Hilfe leistete, ist unglaublich stolz auf ihren Arbeitgeber. „In Krisenzeiten vergisst man leicht, wie gut es einem geht, wenn Familie und Freunde gesund sind und man Arbeit hat“, sagt sie.

    „Aber INEOS hat das nicht vergessen, sondern versucht aktiv, Organisationen zu helfen, die um ihr Überleben kämpfen.“

    „Die Physiotherapeutin motiviert die kranken Kinder aus dem Bett aufzustehen und spielerische Aktivitäten durchzuführen“
    – Dr. Gregor von Komorowski, CEO der deutschen Leukämie-Forschungshilfeaktion für krebskranke Kinder 

    Bis dass der Tod uns scheidet

    WINCHESTER HOSPICE CHARITY 

    Vereinigtes Königreich
    winchesterhospice.com

    Der INEOS-Standort in Lyndhurst hat 15.200 Britische Pfund über den INEOS-Nachbarschaftsfonds gespendet, um ein spezielles Spitalsdoppelbett anzuschaffen. Dadurch können Paare, die im Hospiz gepflegt werden, ihre letzten Nächte gemeinsam verbringen.

    Die Winchester Hospice Charity in Großbritannien konnte ein solches Bett besorgen. Es handelt sich dabei um ein Spitalsbett in Standardgröße, das sich auf Knopfdruck in ein Doppelbett umwandeln lässt. „Für viele Familien wird dies einen echten Unterschied machen“, sagt Pflegedienstleiterin Maddy Thomson. 

    „Gerade im gegenwärtigen Klima sind positive Neuigkeiten besonders willkommen.“ Das Bett wurde mit einer Spende des mit 1 Million Pfund ausgestatteten INEOS-Nachbarschaftsfonds finanziert und ist aktuell im Royal Hampshire County Hospice in Winchester im Einsatz.  

    Wenn das zweistöckige Burrel House im nächsten Frühjahr vollständig renoviert wird, wird das Bett in das neue Winchester Hospice verlagert, das zehn Betten umfasst. „Wir wissen die Unterstützung von INEOS wirklich zu schätzen“, bedankt sich Malcolm Ace, Chief Financial Officer beim Hampshire Hospitals NHS Foundation Trust. 

    Die Bedeutung von Doppelbetten für den Hospizgebrauch wurde im Juni offenkundig, als ein Paar, das seit 75 Jahren verheiratet ist, in getrennten Krankenhäusern behandelt wurde und mit der Tatsache konfrontiert war, getrennt voneinander zu sterben. „Beide benötigten palliative Betreuung, doch die Familie konnte sie aufgrund der COVID-19-Einschränkungen nicht besuchen“, erklärt ein Sprecher des The Countess of Brecknock Hospice in Andover, Hampshire. Das Hospiz war in der Lage, beide nach Brecknock zu bringen, wo sie gemeinsam in einem geräumigen Zimmer mit Doppelbett gepflegt wurden.

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    Geburt eines neuen unternehmens

    INEOS war schon immer stolz darauf, rasch Entscheidungen zu treffen. So auch im März 2020, als man beschloss, aufgrund der kritischen Engpässe, die es bei Handdesinfektionsmitteln in Krankenhäusern und im britischen Gesundheitssystem allgemein gab, einen weiteren INEOS-Geschäftsbereich zu gründen – INEOS Hygienics.

    Nachdem im Frühling und Sommer 2020 Millionen Flaschen kostenlos an Krankenhäuser verteilt wurden, hat INEOS seinen Fokus nun erweitert. Die Wirtschaft weltweit versucht, wieder in die Gänge zu kommen, Unternehmen öffnen wieder und die Menschen versuchen, zu einer gewissen Normalität zurückzukehren. INEOS Hygienics verkauft daher seine Produkte nun der Öffentlichkeit und vertreibt sie über Amazon, Supermärkte, Apotheken und Geschäfte.

    Es ist das erste Mal in der Geschichte des Unternehmens, dass INEOS seine Produkte direkt anbietet. Der Markt ist zwar schon relativ voll, doch INEOS Hygienics ist zuversichtlich, sich mit seinen hochreinen Handgels, Tüchern und Sprays behaupten zu können.

    „Natürlich haben viele Menschen außerhalb unserer Branche noch nie von uns gehört. Das wird also sicherlich eine Herausforderung“, ist sich Chief Operating Officer George Ratcliffe bewusst.

    „INEOS braucht keine hübsche Verpackung. Unsere Produkte sprechen eine deutliche Sprache: ‚Wir haben einen Zweck, und den erfüllen wir.‘“

    INEOS betont, dass seine Handgels und Tücher Produkte von herausragender Qualität sind, da sie 75 Prozent hochreines, synthetisches Ethanol in Krankenhausqualität enthalten – ein bewährter, effizienter Virenkiller. „Wir stellen Handdesinfektionsmittel her, weil INEOS der weltweit größte Produzent von hochreinem, synthetischem Ethanol nach den Vorgaben des EU-Arzneibuches ist.“

    INEOS stellt auch Isopropylalkohol her (IPA), der andere aktive Inhaltsstoff, der in Handdesinfektionsmitteln zum Einsatz kommt. Das Ziel von INEOS lautet eine Marke aufzubauen, der die Öffentlichkeit vertraut und die sie mit Qualität in Verbindung bringt. In den vergangenen 20 Jahren hat INEOS Hersteller mit Produkten versorgt, mit denen Materialien für alle möglichen Objekte produziert werden, von iPads bis hin zu Pharmaprodukten, Autos und Kleidung.

    Allerdings ist die Rolle von INEOS in der Herstellungskette nicht unmittelbar ersichtlich. COVID-19 hat das geändert und die wichtige Rolle hervorgehoben, welche die chemische Industrie im Kampf gegen diesen unsichtbaren Feind spielt.

    INEOS reagierte auf den Hilferuf an die Industrie, bei der Eindämmung von COVID-19 mitzuwirken, indem das Unternehmen seine Produktion hochgefahren hat, um die noch nie dagewesene Nachfrage nach Chemikalien an sämtlichen Standorten zu decken.

    Sechs neue Anlagen wurden gebaut – eine in Großbritannien, zwei in Frankreich, eine in Deutschland und zwei in den USA. Jede davon wurde in weniger als zehn Tagen errichtet, um den globalen Engpass bei Handdesinfektionsmitteln zu beheben.

    Jede Anlage wurde konzipiert, um monatlich eine Million Flaschen Handdesinfektionsmittel zu produzieren. Sie wurden kostenlos an Krankenhäuser geliefert, wo sie am dringendsten gebraucht wurden. Dabei handelte es sich mehrheitlich um 50 ml-Flaschen, die Pflegepersonal und die Ärzteschaft einfach in der Kitteltasche mitführen können.

    INEOS hat Millionen Flaschen Handdesinfektionsmittel an Krankenhäuser in Großbritannien, Frankreich und den USA gespendet. Alle davon entsprechen den Spezifikationen der Weltgesundheitsorganisation. 

    Eines der zwei französischen Werke hat seine Kapazitäten erhöht und die gesamte Produktion von Lavera nach Etain verlagert.

    „Als wir das Werk in Lavera aufbauten, hatte Frankreich ein Riesenproblem mit COVID-19, besonders im Süden. Das war einer der Hotspots.“

    Das Werk wurde einzig mit dem Zweck errichtet, zwei Monate lang Handdesinfektionsmittel in industriellem Ausmaß für Krankenhäuser zu produzieren. „Das war eine wohltätige Initiative von INEOS, einfach deshalb, weil wir die Ressourcen hatten“, sagt George. In den USA arbeitete INEOS Hygienics mit Healthcare Ready, um die Hotspots unter den Krankenhäusern zu identifizieren, in denen der Bedarf am größten war.

    „Was diese Spende so unglaublich macht, ist die Tatsache, dass es sich nicht um eine Überbrückung oder kurzfristige Lösung handelte“, meint Sarah Baker, Programme Director.

    „INEOS hat einen dauerhaften Ausweg geboten. Die Belegschaft musste sich also nicht mehr fragen, wo die Handdesinfektionsmittel herkommen würden, wenn sie zur Arbeit kam.“ 

    George betont auch, dass sich die Menschen in Europa nun auf eine gesicherte Versorgung aus Großbritannien, Deutschland oder Frankreich verlassen können und nicht länger auf China oder die Türkei angewiesen sind.

    „COVID-19 hat uns allen die Bedeutung von Hygiene und effizienten Desinfektionsmitteln vor Augen geführt.“ INEOS Hygienics ist entschlossen, ausreichend Produkte zur Verfügung zu stellen, um die erhöhte Nachfrage weltweit zu decken.“

    Weitere Informationen unter
    www.ineoshygienics.com

    3 minuten lesezeit Ausgabe 20
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    INEOS baut Anlagen in zehn Tagen

    INEOS produziert Handdesinfektionsmittel im industriellen Umfang, um den kritischen Mangel in ganz Europa zu beheben. Neue Anlagen wurden in Newton Aycliffe in Großbritannien, im deutschen Herne, in Lavéra und Étain in Frankreich sowie Arkansas und Pennsylvania in den USA errichtet – und jede von ihnen produziert eine Million Flaschen pro Monat.

    „INEOS ist ein Unternehmen mit enormen Ressourcen und wichtigem Produktions-Know-how“, so Vorstandsvorsitzender Sir Jim Ratcliffe. „Falls wir noch in irgendeiner anderen Art und Weise zur Bekämpfung des Coronavirus beitragen können, so sind wir hierzu jederzeit bereit.“

    Die Handdesinfektionsmittel werden dem britischen Gesundheitssystem NHS und Krankenhäusern kostenlos für ihren Kampf gegen COVID-19 zur Verfügung gestellt..

    Die Öffentlichkeit kann die Flaschen der Marke INEOS in Apotheken und Supermärkten kaufen.

    INEOS ist Europas größter Hersteller der beiden wichtigsten Bestandteile für Handdesinfektionsmittel in Krankenhausqualität und errichtete die neuen Anlagen in weniger als zehn Tagen. Die Standorte im schottischen Grangemouth, in Deutschland und Frankreich stellen normalerweise nahezu eine Million Tonnen Isopropylalkohol (IPA) und Ethanol pro Jahr her. Die neuen Anlagen für Handdesinfektionsmittel bringen nun zusätzliches Produktionsvolumen.

    Man hofft, dass die sechs in Rekordzeit errichteten Anlagen Abhilfe gegen den Mangel schaffen.

    INEOS beabsichtigt, Handdesinfektionsmittel sowohl in Standardgröße als auch in den zunehmend beliebten kleineren Größen zum Mitnehmen herzustellen.

    COVID-19 ist eine hoch ansteckende Krankheit und wird sehr häufig übertragen, wenn Menschen mit ungewaschenen Händen das eigene Gesicht berühren, besonders Mund, Nase und Augen. Diese Art der Ansteckung kann durch die Handdesinfektion unterbunden werden.

    Über die INEOS-Handgel-Website können Krankenhäuser, nationale Supermarktketten und Großhändler Bestellungen aufgeben: www.ineoshandgel.com

    3 minuten lesezeit Ausgabe 19
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    Unentbehrliche Chemie

    An den INEOS-Standorten wurde die Produktion stark erhöht, um die beispiellose weltweite Nachfrage nach Chemikalien für die Verzögerung der Ausbreitung von COVID-19 und die Unterstützung der Behandlung infizierter Menschen zu decken. Die Anlagen laufen rund um die Uhr.

    Ressourcen wurden von nicht essentiellen Tätigkeiten an Standorten in den USA, auf dem europäischen Festland und in Großbritannien zur Versorgung mit wesentlichen Chemikalien umgeleitet, um die Herstellung von entscheidenden medizinischen Materialien, Desinfektionsmitteln und Geräten zu unterstützen.

    „Eine derartige Nachfrage nach Produkten für Gesundheit und Hygiene haben wir noch nicht erlebt“, so Tom Crotty, Communications Director der INEOS-Gruppe.

    INEOS ergriff bereits frühzeitig Maßnahmen zum Schutz der Belegschaft. Schließlich war es wichtig, dass Geschäftsbereiche, welche die Ausgangsmaterialien für die Anlagen liefern, sowie Transportunternehmen während der Pandemie weiterarbeiten können.

    „Das medizinische Personal ist unverzichtbar, und wir auch“, erklärt Roger Mottram, Environmental & Regulatory Affairs Manager für INOVYN, ein Geschäftsbereich von INEOS.

    „Wird unsere Produktion gestoppt, kommt auch die Produktion von Schutzhandschuhen, antiseptischen Tüchern, Handgels, Spritzen, Infusionssystemen und dergleichen zum Stillstand. Dann hat das medizinische Personal weder Schutzausrüstungen noch Geräte zur Verfügung. Dieser Dominoeffekt wäre verheerend.“

    In Deutschland laufen die INEOS-Anlagen in voller Auslastung, um Isopropylalkohol, einer der beiden Hauptbestandteile von antiseptischen Handdesinfektionsmitteln, herzustellen.

    Ethanol aus den Anlagen in Grangemouth in Großbritannien, Herne in Deutschland und Lavéra in Frankreich ist der zweite wichtige Bestandteil. „Wir wollen zusätzliche Kapazitäten für die Produktion freimachen, um gegen den aktuellen Mangel anzugehen“, so Tom Crotty. „Wir dürfen dabei nicht die Zuverlässigkeit unserer Anlagen gefährden. Unsere Verantwortung und unser Hauptaugenmerk liegen auf dem ungestörten Betrieb unserer Anlagen.“

    INEOS errichtete in weniger als zehn Tagen sechs neue Anlagen für die Herstellung von Handdesinfektionsmitteln, in denen pro Monat insgesamt sechs Millionen Flaschen davon erzeugt, abgefüllt und ausgeliefert werden. Das britische Gesundheitssystem NHS und Krankenhäuser werden kostenlos beliefert.

    „Ich bin extrem stolz auf das INEOS-Team, das diese wichtigen Produktionsanlagen buchstäblich in wenigen Tagen errichtet hat“, erklärt INEOS-Vorstandsvorsitzender Sir Jim Ratcliffe. „Ich bin überzeugt, diese Handdesinfektionsmittel werden eine entscheidende Rolle im Kampf gegen das Coronavirus spielen und zum Schutz des medizinischen Personals beitragen, das an vorderster Front kämpft und nach besten Kräften unterstützt werden muss.“

    Bei INOVYN laufen die INEOS-Anlagen in ganz Europa rund um die Uhr und produzieren Natriumhypochlorit, besser bekannt als Natron- oder Chlorbleichlauge.

    Auch das wird nun so dringend benötigt wie nie zuvor, nachdem es von der WHO und UNICEF als beste und schnellste Methode zur Abtötung des Coronavirus auf harten Oberflächen anerkannt wurde.

    CEFIC, der Verband der Europäischen chemischen Industrie, erhält täglich Anfragen seitens der Regierungen bezüglich drohender Engpässe.

    „Trotz der Schwierigkeiten stellt die chemische Industrie ihre zahlreichen Stärken unter Beweis und liefert kritische Chemikalien für medizinische, Gesundheits-, Umwelt- und Lebensmittellieferketten“, so CEFIC-Präsident Daniele Ferrari.

    „Unsere Industrie ist Teil jener Strukturen, die unsere Gesellschaft am Laufen halten.“

    Auch der Bedarf an Einwegkunststoffen zur Kontrolle der Ausbreitung von Infektionen ist so offensichtlich wie nie zuvor.

    Krankenhäuser benötigen dringend IV- und Blutbeutel, Schutzmasken, Handschuhe, Beatmungsgeräte, Schürzen, Schutzbrillen, OP-Kittel, Nasenkanülen und medizinische Schläuche aus PVC.

    „Wir tun, was wir können, und mehr“, versichert Roger Mottram. „Wir wissen, dass unsere Produkte für die Kontrolle der Ausbreitung dieser Krankheit und den Schutz der Gesundheit der Menschen unerlässlich sind.“

    Von Chlor-Alkali-Grundchemikalien, die zur Herstellung von Seife verwendet werden, über Phenol, das zur Herstellung von Aspirin und Paracetamol verwendet wird, bis hin zu Acetonitril, das in der pharmazeutischen Analyse verwendet wird, die für die Suche nach einem Impfstoff unentbehrlich ist, spielen INEOS-Produkte eine wesentliche Rolle.

    Die Länder machen sich Gedanken über den Schutz ihrer Trinkwasserversorgung.

    In den USA benötigen Versorgungsunternehmen Acrylamid und Polyacrylamid von INEOS, um Wasser zu reinigen.

    Auch britische Wasserwerke wenden sich an INEOS, das Chlor liefert, mit dem 98 Prozent des britischen Trinkwassers behandelt werden.

    „Wir zeigten, dass wir über Notfallpläne verfügen, um die Versorgung mit diesen wichtigen Chemikalien sicherzustellen“, so Tom Crotty.

    In Malaysia ordnete die Regierung kürzlich die Schließung der meisten Industrien an.

    Doch einer der größten INEOS-Kunden wurde angewiesen weiterzuarbeiten, da er Nitrilkautschuk für in Krankenhäusern benötigte OP-Handschuhe erzeugt.

    Kunststoffverpackungen – die bekanntlich Lebensmittel länger frisch halten – werden nun, wo die Menschen zu Hause bleiben sollen, sehr geschätzt. Wenn man weniger häufig einkaufen gehen soll, müssen Lebensmittel länger halten.

    INEOS arbeitet in den Ländern, in denen wir tätig sind, eng mit den Regierungen zusammen.

    Wir versorgen unsere Regierungen und die Europäische Kommission mit vertraulichen Informationen über unsere Produktionskapazitäten und die Versorgungssicherheit.

    „Man will sicherstellen, dass genügend Desinfektionsmittel für die Verzögerung der Ausbreitung von COVID-19 zur Verfügung steht“, so Roger Mottram.

    INEOS hat in der gesamten Gruppe strenge Maßnahmen zum Schutz der eigenen Beschäftigten vor dem Virus ergriffen, das weltweit bereits Tausende Menschen getötet hat.

    Alle Bürobeschäftigten wurden angewiesen, von zu Hause aus zu arbeiten, soweit dies möglich ist. Alle nicht notwendigen Reisen unterbleiben, nicht essentielle Wartungsarbeiten wurden zugunsten essentieller Anlagen zurückgestellt.

    „Auf diese Weise können wir unsere Leute schützen und den kontinuierlichen Betrieb unserer Anlagen und Geschäftsbereiche in den kommenden Wochen und Monaten sicherstellen“, erklärt Sir Jim Ratcliffe.

    INEOS ist das drittgrößte Chemieunternehmen der Welt und beschäftigt 22.000 Menschen an 186 Standorten in 26 Ländern, darunter China, wo das Virus herkommt.


    INEOS PRODUZIERT CHEMIKALIEN, DIE ZUR HERSTELLUNG VON RETRO-/ANTIVIRALEN MEDIKAMENTEN, ANTIBIOTIKA, STEROIDEN, ENTZÜNDUNGSHEMMERN, PARACETAMOL/ASPIRIN UND DEN IN COVID-19-TESTKITS VERWENDETEN REAGENZIEN VERWENDET WERDEN. ES PRODUZIERT EBENSO DIE KUNSTSTOFFE FÜR MEDIZINISCHE GERÄTE, GESICHTSMASKEN, BEATMUNGSGERÄTE, STERILE HANDSCHUHE, VISIERE UND BEATMUNGSSCHLÄUCHE. DIE LISTE LÄSST SICH LANGE FORTSETZEN.

    Baustein für die Synthese von retroviralen und Steroid-Arzneimitteln & COVID-19-Testreagens
    Acetonitril, INEOS Nitriles

    Schläuche zur Beatmung & Intubation
    PVC-Verbundstoffe, INEOS Enterprises

    Lösungsmittel für die Antibiotikaproduktion
    Methylglycolether, INEOS Oxide

    Blut-/Plasmabeutel & Gefäße für Dialyse
    PVC, INOVYN

    Geräte für die Beatmung & Sauerstoffmasken
    PP, INEOS O&P Europe

    Stutzen/Ventile/Gehäuse für Beatmungsgeräte
    ABS, INEOS Styrolution

    Selbstverschließende Membranen für Infusionsbeutel
    PAO – Feluy, INEOS Oligomers

    Polymervlies für Gesichtsmasken & Schutzkleidung
    PP – Carson, INEOS O&P USA

    Aktives Reagens in Insulin- & Vitaminproduktion
    Aceton – Mobile, INEOS Phenol

    Antimikrobielle Paneele für Krankenstationen
    INEOS Composites

    7 minuten lesezeit Ausgabe 19
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    Einfach liefern

    Millionen Flaschen des neuen Handdesinfektionsmittels von INEOS werden bereits kostenlos an Krankenhäuser in ganz Europa geliefert. Das Warrington & Halton Hospital in England erhielt als erstes britisches Krankenhaus 450 Liter, um seine an vorderster Front gegen COVID-19 kämpfenden Beschäftigten schützen zu können.

    „Ich finde es fantastisch, dass britische Hersteller zur Stelle sind und uns im Kampf gegen das Coronavirus unterstützen“, meint John Goodenough, stellvertretender Pflegedienstleiter.

    Das INEOS-Handdesinfektionsmittel-projekt, initiiert vom Vorstandsvorsitzenden Sir Jim Ratcliffe, konnte Sir Dave Brailsford und sein erfolgreiches Tour-de-France-Radsportteam zur Unterstützung gewinnen.

    „Diese wichtige Initiative vereint die Besten von INEOS und unsere Teams im Wettrennen mit der Zeit“, so Sir Jim Ratcliffe.

    Als Teamchef von Team INEOS leitet Sir Dave das weltbeste Radsportteam.

    Sein Logistikteam ist sehr gut darin, Radsportausrüstung, Verbrauchsmaterial und Begleitcrews an verschiedene Orte der Welt zu bringen.

    Derzeit arbeiten Sir Dave und sein Team unmittelbar mit NHS-Trusts und Krankenhäusern in ganz Europa zusammen, um Lieferungen an die Orte mit dem größten Bedarf zu organisieren.

    „Normalerweise kommen die Menschen, um Sportstars zu sehen und zu unterstützen“, meint er. „Doch nun hat sich das Blatt gewendet. Die Spitzenleistungen werden derzeit im Gesundheitssystem erbracht; unsere Bewunderung gilt dem medizinischen Personal, das an vorderster Front kämpft. Wir sind jetzt die Fans.“

    In enger Zusammenarbeit mit NHS-Trusts liefert INEOS Handdesinfektionsmittel an 28 Krankenhäuser in Großbritannien, darunter Grangemouth, Halton, Teesside, Derby und London.

    Die Lieferung wird ausgeweitet, sobald die Produktionsanlage in Newton Aycliffe im Nordosten Englands ihre volle Kapazität erreicht hat.

    Ähnliche Anlagen im deutschen Herne, in Lavéra und Étain in Frankreich sowie Arkansas und Pennsylvania in den USA versorgen Krankenhäuser ebenfalls kostenlos mit dringend benötigten Lieferungen.

    Die sechs Anlagen wurden in weniger als zehn Tagen errichtet.

    Oberste Priorität haben für INEOS die Bedürfnisse des medizinischen und Pflegepersonals; danach wird das Handdesinfektionsmittel in handlichen Größen an die Allgemeinheit abgegeben.

    Diese werden nach Spezifikationen der WHO hergestellt.

    Der Infektionsweg von der Hand in den Mund ist eine der Hauptverbreitungsarten des Virus. Es besteht ein eklatanter Mangel an Handdesinfektionsmitteln in Großbritannien und auf dem europäischen Festland.

    „Dass die Zeit hier eine entscheidende Rolle spielt, war immer klar“, so Sir Jim Ratcliffe. „Die Produktion von Handdesinfektionsmitteln innerhalb von zehn Tagen anlaufen zu lassen, war nur durch gewaltige Anstrengungen des gesamten Teams möglich. Team INEOS hat unter der Leitung von Sir Dave Brailsford dazu ebenso beigetragen wie der Rest der INEOS-Familie.“

    INEOS produziert Chemikalien für Antibiotika, Paracetamol, Entzündungshemmer, Virostatika und Aspirin, aber auch Reagenzien für Testkits.

    Es stellt außerdem Kunststoffe für medizinische Geräte, Gesichtsmasken, sterile Handschuhe und Visiere her. Die Liste lässt sich noch lange fortsetzen.

    Das US Department of Homeland Security bezeichnet viele davon als „entscheidend für die nationale Widerstandsfähigkeit“, von der sanitären Grundversorgung bis hin zur Suche nach einem Impfstoff.

    Das neueste Projekt verbindet das Know-how von INEOS in den Bereichen Technik, Chemieproduktion und Sicherheit mit der logistischen Kompetenz von Team INEOS.

    „Falls wir noch in irgendeiner anderen Art und Weise zur Bekämpfung des Coronavirus beitragen können, so sind wir hierzu jederzeit bereit“, erklärt Sir Jim Ratcliffe.

    WWW.INEOSHANDGEL.COM

    5 minuten lesezeit Ausgabe 19
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    Drei der besten Rennteams der Welt arbeiten zusammen. Und sie werden gemeinsam unschlagbar

    Führende Köpfe von INEOS TEAM UK, britischer Herausforderer für den America‘s Cup, TEAM INEOS und dem F1-Team von Mercedes arbeiten nun zusammen, um unschlagbar zu werden.

    Was INEOS zu einer technischen Partnerschaft veranlasste, war Mercedes‘ Mut und Entschlossenheit, das Menschenmögliche neu zu definieren.

    Dem Mercedes-AMG Petronas F1-Team gefiel an INEOS die dynamische Einstellung und das unternehmerische Flair.

    „Uns verbinden Ehrgeiz und Wettbewerbsfähigkeit“, meint Toto Wolff, Teamchef und CEO des Mercedes-AMG Petronas F1-Teams. „Diese Vereinbarung hat enormes Potenzial.“

    Alle drei Teams haben ein gemeinsames Ziel – schneller zu fahren, segeln und radeln als alle anderen. Und die Arbeit läuft bereits.

    Achtzehn Ingenieur/innen aus dem Geschäftsbereich Mercedes-Benz Applied Science arbeiten nun in Vollzeit am Hauptsitz von INEOS TEAM UK in Portsmouth, um INEOS beim Bau eines Rennboots zu unterstützen, das im nächsten Jahr antreten wird, um den America’s Cup erstmals in der 170-jährigen Geschichte des Wettbewerbs zu gewinnen.

    Sie bündeln ihre Expertise und zeigen dabei, dass sie vor dem Wettkampf fast genauso schnell arbeiten können wie währenddessen.

    „Das Entwicklungstempo ist bei diesen Top-Teams einfach unglaublich“, meint Graham Miller, der die Partnerschaft von Seiten Mercedes leitet. „Was wir zu bieten haben, ist etwa die Fähigkeit Entwicklungen schnell voranzutreiben.“

    Mercedes hat in Brackley enorme Fertigungskapazitäten und einige der besten Fertigungsmaschinen der Welt, ganz zu schweigen von der Möglichkeit, 170 Aerodynamiker/innen an einem etwa 5 x 1,5 m großen Auto arbeiten zu lassen.

    „Der Vorteil für das Team ist das Entwicklungstempo“, so Graham Miller. „Zum einen wird reagiert, wenn das Team mit Problemen konfrontiert ist. In anderen Fällen handelt es sich um proaktive und geplante Entwicklung.“

    Das Mercedes-Team befasst sich mit Aerodynamik, Simulation sowie der Planungspräzision und den Prozessen, die von der Konzeption über das Design bis hin zur Fertigung erforderlich sind.

    „Das beste Design der Welt hilft nicht, wenn man zu wenig Zeit für die Fertigung einplant, das bringt niemandem etwas“, meint Miller. „Die einzelnen Punkte müssen aufeinander abgestimmt sein – der Punkt, an dem das Konzept ins detaillierte Design übergeht; der Punkt, an dem die Detailzeichnung für die Fertigung freigegeben wird, und schließlich der Punkt, an dem die Montage übernimmt.“

    Das Team für den America‘s Cup präsentierte im vergangenen Jahr sein erstes Rennboot des Typs AC75 – ein Einrumpfboot mit Flügeln.

    „Unser Boot sollte eigentlich nicht segeln, denn es handelt sich im Prinzip um ein zehngeschossiges Gebäude, das auf einem Couchtisch segelt“, so INEOS-Vorstandsvorsitzender Sir Jim Ratcliffe. Es war eine technische Herausforderung, meint er. Miller ist überzeugt davon, dass sein Team von Mercedes daraus wertvolle Lehren ziehen kann.

    „In der Formel 1 geht es immer um minimales Gewicht und maximale Steifigkeit“, erklärt er. „Doch die hydrodynamischen Belastungen im Boot sind gewaltig. Dass wir am Design für eine Umgebung mit extremen Belastungen mitarbeiten können, könnte sich in Zukunft für uns als nützlich erweisen, denn wir haben es hier mit ganz anderen Materialien zu tun.“

    Ein zweites Rennboot wird noch dieses Jahr vorgestellt. Es wird von allen Booten, die je gebaut wurden, jenes mit der meisten Technik sein – schätzungsweise 30.000 Bauteile, die in perfekter Symmetrie arbeiten müssen, damit das 22,86 m lange Boot und die 11-Mann-Besatzung während des Rennens „fliegen“ können.

    Es gibt bereits eine Querverbindung zwischen der Luftfahrt und der Formel 1. „Wir bezeichnen unsere Autos manchmal als tief fliegende Fluggeräte“, meint Miller.

    Auch die Simulation wird von entscheidender Bedeutung sein, denn sie erlaubt der britischen Segelcrew auszutesten, was funktioniert, und letztlich zu lernen, wie man ein Boot segelt, oder besser, fliegt.

    „Eine solche Plattform wurde noch nie gesegelt, daher ist die Simulation ein kritisches Tool in der Entwicklung“, erläutert Miller. „Je mehr der Simulator verwendet und weiterentwickelt wird, desto mehr lässt sich für die Entwicklung der Leistung auf dem Wasser und bei der Geschwindigkeit erreichen.“

    Der Aerodynamik gilt seit Jahren das Hauptaugenmerk der F1-Teams, denn sie streben nach Effizienz und Leistung. „Ein Formel-1-Auto aus 2004 wirkt neben einem modernen Auto ziemlich klobig“, so Miller.

    Nach all den Jahren finden die Veränderungen mittlerweile in winzigen, mikroskopischen Entwicklungen statt. „Da wir nur begrenzt Ressourcen zur Verfügung hatten, befassten wir uns mit den großen Brocken, versuchten, da etwas zu verbessern“, so Nick Holroyd, Chefdesigner von INEOS TEAM UK.

    „Mercedes ermöglichte uns durch seine Ressourcen und seine Einstellung Detailarbeit. Es zeigte sich, dass viele stimmige Details am Ende signifikante Verbesserungen bringen.“ Zwar liegt der Fokus auf dem America‘s Cup-Team, doch Mercedes wird auch mit TEAM INEOS, früher TEAM SKY, arbeiten, das die Tour de France seit Jahren dominiert.

    „Wir können es gar nicht erwarten“, so Teamchef Sir Dave Brailsford. „Unser unablässiges Bestreben, die immer besser werdende Konkurrenz zu übertreffen, wird von dieser Partnerschaft enorm profitieren.“

    Sir Ben Ainslie, der im kommenden Jahr im America‘s Cup Skipper des 22,86 m langen Einrumpfboots sein wird, hat die Beteiligung von Mercedes bereits als enormen Schub für sein Team bezeichnet.

    „Es gibt einfach unheimlich viele Synergien zwischen der Formel 1, dem Radsport und dem America‘s Cup“, meint er. „Eine faszinierende Mischung aus dem Ausloten der Grenzen von technischer Innovation und sportlicher Leistungsfähigkeit.“

    Am meisten überraschte es Miller bisher jedoch, wie sehr sich die Regeln von einem America‘s Cup zum nächsten verändern.

    „Einmal kann die Crew einen Katamaran segeln, beim nächsten Mal ein 22,86 m langes Einrumpfboot“, meint er. „Es mag auch in der Formel 1 wesentliche Veränderungen bei den Regeln geben, aber wir fahren immer ein Auto mit vier Rädern, einem Bug- und einem Heckspoiler. Bei uns würde das einem Wechsel zwischen Motorrad, Auto oder Lkw entsprechen.”

    7 minuten lesezeit Ausgabe 19
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    INEOS unterschreibt als Hauptpartner des Formel-1-Teams

    DAS BESTE Formel-1-Team der Welt hat einen neuen Partner am Steuer. INEOS ist Sponsor des Mercedes-AMG Petronas F1-Teams. INEOS-Vorstandsvorsitzender und -Gründer Sir Jim Ratcliffe spricht von einem fantastischen Ingenieurunternehmen. „Sie zeigen immer wieder, dass sie in technologischer Innovation und menschlicher Leistung ganz vorne sind“, stellt er fest.

    INEOS, das bereits das erfolgreichste Radsportteam der Welt besitzt und als britischer Herausforderer im 36. America’s Cup antritt, glaubt, dass die beiden Unternehmen voneinander lernen können, um die Leistungen auf der Rennstrecke, auf der Straße und auf dem Wasser zu verbessern.

    Lewis Hamilton, neben dem Teamkollegen Valterri Bottas einer der Fahrer des Mercedes-Teams, ist sechsfacher Formel-1-Weltmeister.

    Als er die Partnerschaft auf einer Pressekonferenz bekanntgab, sagt Sir Jim Ratcliffe, er hätte Lewis – und seinen Hund –für etwa fünf Minuten getroffen.

    „Ich kenne ihn nicht, aber ich bewundere ihn sehr. Ich halte ihn für einen der besten Fahrer aller Zeiten“, meint er.

    Sir Jim Ratcliffe und Toto Wolff, Teamchef und CEO von Mercedes-AMG Petronas, sprachen erstmals über eine potenzielle Partnerschaft, als sie sich im vergangenen Jahr bei F1-Tests in der Vorsaison in Barcelona trafen.

    Der neue Wagen des F1-Teams, bereits mit INEOS-Logo, wurde bei einer Pressekonferenz präsentiert.

    Das INEOS-Logo erscheint auf der Airbox über dem Kopf des Fahrers, am Bug- und Heckspoiler sowie an der Kleidung des Teams und auf den Overalls der Fahrer.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 19
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    Mercedes F1-Team hilft dem NHS

    INGENIEUR/INNEN vom Mercedes F1-Team arbeiteten - in weniger als 100 Stunden - an der Entwicklung eines Beatmungsgeräts mit, das, das COVID-19-Patient/innen möglicherweise vor der Intensivstation bewahrt. Das Team arbeitete mit Ingenieur/innen des University College London (UCL) und Klinikern des Institutskrankenhauses rund um die Uhr an der weiteren Verbesserung eines Beatmungsgeräts, das bereits in chinesischen und italienischen Krankenhäusern verwendet worden war.

    Das Ergebnis ist eine hochmoderne Version, die vom britischen NHS zugelassen und für die Massenproduktion angepasst wurde.

    „Wir hatten das Glück, dass wir auf die Fähigkeiten der Formel 1 zurückgreifen konnten“, sagt Professor Tim Baker von der Fakultät für Maschinenbau des UCL. „So konnten wir einen Prozess, der Jahre dauern kann, auf einige Tage verkürzen.“

    Das Gerät, das Sauerstoff in die Lungen presst, um sie offen zu halten, unterstützt die Einatmung, insbesondere wenn die Luftbläschen in den Lungen aufgrund von COVID-19 zusammengefallen sind.

    Es hilft COVID-19-Patient/innen mit schweren Lungeninfektionen beim Atmen, so dass weniger häufig eine invasive mechanische Beatmung erforderlich wird, bei der Patient/innen oft mehrfach sediert werden müssen.

    „Sobald wir den Auftrag erhalten hatten, arbeiteten wir rund um die Uhr, dekonstruierten und analysierten das patentfreie Gerät“, berichtet Tim Baker. „Mithilfe von Computersimulationen verbesserten wir das Gerät weiter, bis wir eine hochmoderne Version hatten, die für die Massenproduktion geeignet ist.“

    Mercedes-AMG-HPP wird bald tausend Stück pro Tag herstellen.

    Das neue Gerät wird dazu beitragen, Leben zu retten, indem es dafür sorgt, dass nur die am schwersten erkrankten Patient/innen eine invasive Beatmung benötigen, die jedoch nicht ausreichend zur Verfügung steht.

    Man schätzt, dass allein in Großbritannien 20.000 zusätzliche Geräte für eine invasive Beatmung während der Pandemie benötigt werden. Mercedes arbeitet zudem mit sechs anderen in Großbritannien ansässigen F1-Teams zusammen, um im Rahmen des „Project Pitlane“ die Bemühungen zur Behandlung von COVID-19-Patient/innen mit schwerer Atemnot zu unterstützen.

    Hier kommt das technische Know-how bei der Fertigung anderer medizinischer Geräte zum Einsatz, die in Intensivstationen dringend benötigt werden.

    „Die Formel 1-Gemeinschaft hat auf den Aufruf zur Unterstützung eindrucksvoll reagiert“, so Andy Cowell, Geschäftsführer von Mercedes HPP.

    Alle F1-Teams zeichnen sich durch die Fähigkeit aus, sehr rasch komplexe Produkte zu entwerfen und zu fertigen.

    Das INEOS TEAM UK, das eigentlich auf die Entwicklung seines Rennboots für den America’s Cup im kommenden Jahr an seinem Stützpunkt in Portsmouth konzentriert war, hat sich ebenfalls dem Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus angeschlossen.

    „Unter diesen Umständen muss die Verhinderung einer Ausbreitung des Coronavirus für alle höchste Priorität haben“, so Skipper Sir Ben Ainslie. „Jede und jeder muss eine Aufgabe übernehmen.“

    Es gibt eine landesweite Initiative, um den Druck auf die Krankenhäuser durch die Einrichtung von Anlaufstellen im niedergelassenen Bereich zu verringern, in denen Niedrigrisiko-Patient/innen mit COVID-19-Symptomen untersucht werden können.

    Das INEOS TEAM UK wird für seine örtliche COVID-19-Anlaufstelle über seine Zulieferer persönlicher Schutzausrüstungen wie Beatmungsgeräte, Handschuhe und Schutzbrillen etc. zur Verfügung stellen.

    Das Team nutzt seine Fertigungsmöglichkeiten und 3D-Drucker an seinem Standort in Portsmouth für die Herstellung von 50 wiederverwendbaren PSA-Masken pro Woche, die an dieselbe Stelle gehen.

    Außerdem unterstützen der Design-Koordinator des Teams, Jonathan Nichols, sowie der Leiter der Simulation, James Roche, ein Team am Imperial College London bei der Entwicklung neuer Beatmungsgeräte.

    „Zwar entschied sich die britische Regierung nicht für deren Projekt, das Imperial College wird aber weiterhin an der Entwicklung von Beatmungsgeräten arbeiten“, so ein Sprecher des Teams. „Wir konnten außerdem den Kontakt zu zahlreichen Zulieferern und Fachleuten herstellen, die ihnen dabei helfen können.“

    MERCEDESAMGF1.COM

    Das INEOS TEAM UK stellt PSA-Visiere her, um den Kampf gegen COVID-19 zu unterstützen

    INEOS TEAM UK unterstützt den Kampf gegen die COVID-19-Pandemie durch die Herstellung von PSA-Visieren für Schlüsselarbeitskräfte in der Gegend von Portsmouth, wo das Team ansässig ist.

    Unter Ausnutzung der Fertigungskapazitäten und Ressourcen am Standort des Teams, darunter 3D-Drucker und Segelherstellung, und zusätzlicher Ressourcen aus der bestehenden Teampartnerschaft mit Mercedes-Benz Applied Science (MBAS), werden INEOS TEAM UK und MBAS gemeinsam zunächst mehr als 100 PSA-Visiere pro Tag produzieren.

    6 minuten lesezeit Ausgabe 19
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    Ein Klima des Wandels

    UNSER Klima verändert sich – und wir alle sind daran schuld. Die weltweite Nachfrage nach frischen Nahrungsmitteln und sauberem Wasser, Kleidung, elektronischen Geräten, Medikamenten, Autos, Flugzeugen und Baumaterialien sorgt dafür, dass weiterhin fossile Energieträger genutzt werden.

    Ein Verbot zu fordern, ist einfach; eine Veränderung zu erreichen, ist schwieriger.

    „Wir können nicht einfach den Hahn zudrehen“, so Dr. Peter Williams, Technical Director der INEOS-Gruppe. „Viele unserer aus Gas und Öl hergestellten Produkte werden für den Bau von Windkraftanlagen, Solarmodulen und anderen erneuerbaren Technologien eingesetzt.“

    Das bedeutet nicht, dass INEOS die Probleme der Erderwärmung, die unseren Planeten bedroht, nicht wahrnimmt. Ganz und gar nicht.

    Wir wissen, was auf dem Spiel steht. „Die INEOS antreibenden Kräfte sind Innovation und die Notwendigkeit, alternative Rohstoffe und Energieträger zu finden“, so Dr. Greet Van Eetvelde, INEOS-Group Head of Energy and Innovation Policy und Leiterin von CEN, das INEOS Carbon and Energy Network. „Unsere Beschäftigten tun das nicht, weil sie müssen, sie tun das, weil sie es wollen.“

    Am INEOS-Standort Zwijndrecht – dem Geburtsort von INEOS – senken die Beschäftigten seit Jahren den Ausstoß von Treibhausgasen, indem sie Kohlendioxid zurückgewinnen und in anderen Prozessen vor Ort wiederverwenden. Diese Arbeit geht weiter.

    INEOS setzt zudem folgende Maßnahmen um:

    KOOPERIERT mit Pionieren unter den Recyclingunternehmen, um den Ressourcenverbrauch – Gas und Öl – in der Produktherstellung zu reduzieren.

    BEGINNT Gas und Öl, wo möglich, durch erneuerbare Rohstoffe zu ersetzen, und

    REINVESTIERT seine Gewinne in hochmoderne Produktionsanlagen, um die Effizienz zu verbessern – und die Treibhausgasemissionen zu verringern. Wir sind stolz auf das Erreichte.

    „Die Optimierung unserer Standorte hin zu mehr Effizienz gelingt uns wirklich sehr gut“, meint Dr. Greet Van Eetvelde.

    Aber INEOS interessiert sich nicht nur für das Erreichte. Wichtig ist, was heute und in Zukunft ansteht.

    Wir haben uns klare Ziele für die Verwendung von mehr Recyclingkunststoff in der Produktion bis 2025 gesetzt.

    Wir machen gute Fortschritte. Viele neue Produkte sind bereits auf dem Markt.

    „All das führt uns zu einer Kreislaufwirtschaft, die die Ressourceneffizienz steigern, die Treibhausgasemissionen reduzieren und eine Nutzungsmöglichkeit für Kunststoffabfall schaffen wird“, so Dr. Peter Williams.

    Mit Blick auf die Zukunft geht man bei INEOS davon aus, dass Wasserstoff die Antwort auf den Wunsch vieler Menschen für sauberere Luft sein wird. Unsere Geschäftsbereiche in Großbritannien, in Deutschland und Belgien sind bereits in entsprechende Projekte involviert.

    Verringerter Verbrauch

    Am INEOS-Standort Zwijndrecht – dem Geburtsort von INEOS – wird seit Jahren Kohlendioxid zurückgewonnen und für andere Prozesse vor Ort verwendet.

    Mehr erneuerbare Rohstoffe

    INEOS hat in der Produktion begonnen, wo es möglich ist, Gas und Öl durch erneuerbare Rohstoffe zu ersetzen.

    Neue Technologien

    INEOS kooperiert mit Pionieren unter den Recyclingunternehmen, um den Ressourcenverbrauch in der Produktion zu reduzieren.

    Investitionen

    Wir reinvestieren Gewinne in hochmoderne Produktionsanlagen, um die Effizienz zu verbessern – und verringern damit die Treibhausgasemissionen.

    Zielorientiert

    INEOS hat sich klare Ziele für die Verwendung von mehr Recyclingkunststoff in der Produktion bis 2025 gesetzt. Wir machen gute Fortschritte. Viele neue Produkte sind bereits auf dem Markt.

    Alternative Energie

    INEOS-Geschäftsbereiche in Großbritannien, Deutschland und Belgien sind derzeit in Projekte involviert, die den Weg für eine wasserstoffbasierte Wirtschaft mit null Emissionen bereiten sollen.

    7 minuten lesezeit Ausgabe 19
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    Den Kreislauf schließen

    DURCH DAS Coronavirus hat Einwegkunststoff wieder mehr Daseinsberechtigung bekommen. Wir alle erkennen seine Bedeutung für die Gesundheit und die Eindämmung der Virusausbreitung. Doch was wird sein, wenn die Krise vorüber ist? Wir von INEOS hoffen, dass die Menschen erkennen, dass nicht der Kunststoff das Problem ist, sondern unser Umgang mit Kunststoffabfällen. INEOS fordert seit Jahren ein Umdenken und versucht, diesen Denkansatz auch zu vermitteln.

    Wir gehen Partnerschaften mit Recyclingunternehmen in den USA, Großbritannien, Italien und Österreich ein.

    PLASTIC ENERGY, Forever Plast, Viridor, Agilyx, Pyrowave und GreenMantra – alle marktführend in ihren Bereichen – arbeiten nun mit INEOS zusammen, um den Kreislauf zu schließen und zu einer Kreislaufwirtschaft zu kommen, wo nichts mehr verschwendet wird.

    So wird Kunststoffabfall, der früher auf Deponien landete, zu einem wichtigen Rohmaterial, das INEOS verwenden kann.

    INEOS hat auch eine Möglichkeit gefunden, seine Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu verringern. Eine ganz neue Generation von Kunststoffen auf biologischer Basis wird aus Rückständen der Zellstoffindustrie hergestellt.

    Statt 100 Prozent Gas und Öl verwenden wir nun nachwachsende Rohstoffe aus Finnland. Der Kunststoff, der aus diesem bio-attribuierten Rohstoff hergestellt wird, bringt gegenüber herkömmlichem Kunststoff eine 90-prozentige Reduzierung von Treibhausgasemissionen.

    Beinahe spruchreif ist eine Partnerschaft mit einer Anlage, die den Kunststoff übernehmen wird, den niemand will, und ihn mithilfe der patentierten Technologie eines britischen Unternehmens in einen Recyclingrohstoff umwandeln wird, aus dem sich neuer Kunststoff herstellen lässt. Entscheidend ist dabei, dass man sich in allen Teilen der Welt bereits für diese neuartigen hochwertigen Kunststoffprodukte zu interessieren beginnt. Im Rahmen des Engagements für eine neue Kreislaufwirtschaft hat sich INEOS bis 2025 vier ehrgeizige Ziele gesetzt. Eines davon verspricht, 325.000 Tonnen Recyclingpolymer für Produkte zu verwenden. Genau das wird nun gemacht. Ein anderes will Produkte anbieten, die mindestens 50 Prozent Recyclingmaterial enthalten. Auch das wird umgesetzt.

    „Wir warten nicht ab, ob etwas passiert“, so Tom Crotty, Communications Director bei INEOS. „Wir sorgen dafür, dass es passiert.“

    3 minuten lesezeit Ausgabe 19
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    Das Ende der Umweltverschmutzung

    INEOS kooperiert nun mit einem visionären Unternehmen, das einen einzigartigen Prozess entwickelt hat und bereits einsetzt, mit welchem Kunststoff wiederverwertet wird, den sonst niemand mehr wiederverwerten kann.

    Wir haben eine Vereinbarung mit PLASTIC ENERGY geschlossen, um eine Recyclinganlage zu entwickeln, die schwer wiederverwertbaren Kunststoff zu reinem Recyclingkunststoff umwandelt. Die Produktion soll 2023 beginnen.

    Die beiden Unternehmen mit der gemeinsamen Vision von einer Welt, in der Kunststoff geschätzt wird, werden ihre Expertise und ihr Branchenwissen nutzen, um den besten Standort zu finden.

    „Damit können wir wirklich eine Veränderung bewirken hin zu einer Welt, die Kunststoff nicht mehr als Bedrohung ansieht“, so Carlos Monreal, Gründer und CEO von PLASTIC ENERGY.

    Sein Unternehmen entwickelte in den letzten zehn Jahren die patentierte Recyclingtechnologie, die aus Kunststoffen, die normalerweise auf Deponien oder in Müllverbrennungsanlagen landen, TACOIL macht.

    TACOIL ist Recyclingöl, aus dem in petrochemischen Anlagen Ethylen und Propylen, die Hauptbestandteile von Kunststoffen, gewonnen werden.

    Derzeit erzeugen Chemieunternehmen wie INEOS diese Bestandteile aus Gas und Öl und wandeln sie dann zu Polyolefinen um.

    PLASTIC ENERGY besitzt und betreibt bereits zwei Anlagen in Spanien, wo die Technologie rund um die Uhr an 330 Tagen im Jahr eingesetzt wird.

    „Das ist weder Science Fiction noch ein Projekt oder nur Träumerei“, so Monreal. „Es ist Wirklichkeit, und zwar eine Wirklichkeit, von der die Welt wissen soll.“

    Rob Ingram, CEO von INEOS Olefins & Polymers, meint, die Vereinbarung zum Bau einer modernen Recyclinganlage sei ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Nachhaltigkeitsstrategie von INEOS.

    „Die Umwandlung von Kunststoffabfällen in neuen Kunststoff ist die ultimative Definition von Recycling und schafft eine echte Kreislaufwirtschaft.“, erklärt er.

    PLASTIC ENERGY

    TACOIL ist Recyclingöl, aus dem in petrochemischen Anlagen Ethylen und Propylen, die Hauptbestandteile von Kunststoffen, erzeugt werden können.

    Thermal Anaerobic Conversion (TAC, thermische anaerobe Umwandlung)
    Mithilfe der patentierten TAC-Technologie wird nicht mehr verwendbarer Kunststoffabfall zu TACOIL umgewandelt, aus dem dann wiederum reine Recyclingkunststoffe oder alternativ kohlenstoffarme Energieträger werden.

    TAC-Prozess
    Kunststoffabfall wird in sauerstofffreier Umgebung erhitzt und geschmolzen. Die Polymermoleküle werden aufgespalten und bilden einen reichhaltigen gesättigten Kohlenwasserstoffdampf.

    Die kondensierbaren Gase werden dann zu Kohlenwasserstoffprodukten umgewandelt, während die nicht kondensierbaren Gase separat gesammelt und für die Prozessenergiegewinnung verbrannt werden.

    TACOIL
    Aus jeder Tonne nicht weiter verwendbaren Kunststoffabfalls werden 850 Liter TACOIL-Chemierohstoff.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 19
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    Geheimtipp Zellstoff

    INEOS plant, aus Rückständen der Zellstoffindustrie ein neues Sortiment von Kunststoffen herzustellen. INEOS unterzeichnete eine langfristige Vereinbarung mit einem finnischen Unternehmen, dessen Biokraftstoff anstelle von allein Gas und Öl als Rohstoff für die Herstellung von Lebensmittelverpackungen, Medizinprodukten und Rohren aus Kunststoff dienen wird.

    UPM Biofuels holzbasierte Reststoffe werden von INEOS Olefins & Polymers Europe North (INEOS OPN) bereits für die Erzeugung von Rohmaterialien für INOVYN genutzt, wo man vor kurzem das weltweit erste kommerziell erhältliche PVC präsentierte, das zum Teil aus Reststoffen hergestellt wurde, die man normalerweise als Brennstoff verwenden würde.

    Diese neueste Vereinbarung ist ein weiterer großer Schritt hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft.

    „INEOS möchte eine kohlenstoffarme Kreislaufwirtschaft verwirklichen“, erklärt Gabriella Isidro, Business Development Manager von INEOS OPN. „Man sieht sich den CO2-Fußabdruck unserer Produkte derzeit sehr genau an. Wir wollen die Treibhausgasemissionen verringern und die Auswirkungen auf die Umwelt zum Positiven verändern.“

    Das neue Sortiment von „bio-attribuierten“ Polyolefinen wird am INEOS-Standort Köln hergestellt.

    Den Segen des weltweit angesehenen Roundtable for Sustainable Biomaterials haben wir bereits erhalten. Jeder Prozessschritt wurde zertifiziert, beginnend mit der Umwandlung von holzbasierten Reststoffen zu Kohlenwasserstoffen durch UPM Biofuels bis hin zum Polymer.

    „INEOS hat die Messlatte für die Kunststoffindustrie wirklich hoch gelegt“, so Nicola Noponen, Technical Advisor des Roundtable for Sustainable Biomaterials.

    „Durch die Wahl der strengsten Zertifizierung für Nachhaltigkeitssysteme zeigt INEOS, dass die Produkte ein hohes Maß an Nachhaltigkeit aufweisen, zu Verringerungen der Treibhausgasemissionen führen und fossile Ressourcen ersetzen.“

    Daraus entstehen Produkte, die nachweislich positive Auswirkungen auf die Umwelt haben, ohne Einbußen bei der Leistung.

    Ein weiterer großer Vorteil des UPM-Biokraftstoffs ist, dass es sich dabei um einen erneuerbaren Rohstoff handelt, der nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln steht.

    Gastanker bringen den Biokraftstoff zu INEOS OPN nach Köln, wo er im Kracker in Bioethylen umgewandelt wird.

    „Durch Ersetzen der fossilen Rohmaterialien im Kracker tragen unsere Produkte zu einer wesentlichen Verringerung der Kohlendioxidemissionen bei“, erklärt Rob Ingram, CEO von INEOS OPN. UPM stellt an seinem Standort in Lappeenranta seit mehr als 100 Jahren Produkte aus Holz her und ist über die Kooperation mit INEOS sehr erfreut.

    „Unser gemeinsames Engagement für die RSB-Zertifizierung bildet eine robuste Grundlage, auf der wir zusammen aufbauen können“, so Maiju Helin, Head of Sustainability and Market Development bei UPM Biofuels.

    Als die Nachfrage nach gedruckten Zeitungen nachließ, war das Unternehmen 2008 zu einer radikalen Neuausrichtung gezwungen.

    2012 errichtete UPM die erste Bioraffinerie der Welt und erzeugte erneuerbaren Diesel auf Holzbasis. Man hat diesen Schritt nie bereut.

    UPMBIOFUELS

    Der nachwachsende Rohstoff für UPM BioVerno-Naphtha ist Rohtallöl, ein Rückstand im Zellstoffprozess.

    UPM klimafreundliche landwirtschaft
    Unser Rohstoff wird innerhalb bestehender landwirtschaftlicher Systeme angebaut und benötigt dafür kein zusätzliches Ackerland. Er ist also in der Fruchtfolge zu Jahreszeiten, in denen das Land typischerweise nicht produktiv genutzt wird, eine zusätzliche Nutzpflanze mit hoher Biomassedeckung.


    Wenn Sie weitere Informationen zum Sortiment benötigen oder Fragen zu den Produkten haben, kontaktieren Sie uns sehr gerne unter sustainability.OPEurope@ineos.com.

    6 minuten lesezeit Ausgabe 19
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    Höchste Priorität

    MILLIARDEN von Kunststoffverschlüssen von Getränkeflaschen, die bisher auf Deponien landeten, werden nun durch Recycling zu perfekt geformten, bunten, neuen Verschlüssen. INEOS als Vorreiter sagt, das sei ein absolutes Novum.

    „Es ist ein bedeutender Schritt, und er war nötig“, so Bruce Debell, Business Director von INEOS OPS. „Wir beweisen der Welt, dass man aus Recyclingprodukten hochwertige Produkte machen kann.“

    In den nächsten fünf Jahren sollen 6,5 Milliarden Flaschenverschlüsse wiederverwertet werden.

    OPS arbeitet hier mit einem italienischen Privatunternehmen zusammen, das sich auf die Wiederverwertung von Polyethylen hoher Dichte spezialisiert und ein System entwickelt hat, mit dem Verschlüsse verschiedener Farben getrennt und gereinigt werden können.

    In der Vergangenheit landete dieser äußerst vielseitige Kunststoff, der in nahezu jede Form gebracht werden kann, auf Deponien oder wurde zu Blumentöpfen und Gartenmöbeln weiterverarbeitet. Bruce bezeichnet dies als Verschwendung eines hochentwickelten Kunststoffs, der Besseres verdient. „Für diese Dinge kann man andere, weniger hochwertige Kunststoffe verwenden“, meint er.

    INEOS und Forever Plast in Mailand haben bereits einige bekannte Marken unter ihren Kunden, die die neuen Flaschenverschlüsse kaufen möchten.

    Die Veränderungen sind eine direkte Reaktion auf Verbraucherinnen und Verbraucher, die in ihrer Sorge um die Umwelt von Firmen fordern, dass Recyclingprodukte zum Einsatz kommen.

    „Wir verwenden für die Herstellung unserer Produkte weniger fossile Energieträger“, erklärt Bruce Debell.

    Forever Plast mischt die recycelten Flaschenverschlüsse zu 50 Prozent mit hochtechnischen Spezialchemikalien, die im INEOS-Werk in der Toskana entwickelt wurden und und neuem Polyethylen hoher Dichte entsprechen.

    Derzeit dürfen die neuen Verschlüsse, die zu 50 Prozent aus Recyclingmaterial bestehen, aus gesetzlichen Gründen nicht für Lebensmittelbehälter oder Trinkflaschen verwendet werden. Doch das ist das Ziel. „Es ist zwar schwierig, aber nicht unmöglich“, so Bruce Debell.

    „Wir wollen, dass diese Produkte für Lebensmittel verwenden werden dürfen. Damit täte sich ein riesiger Markt auf.“

    Flaschenverschlüsse sind im Laufe der Jahre ohne an Qualität einzubüßen leichter geworden.

    Es mag trivial erscheinen, doch angesichts von Milliarden Flaschenverschlüssen, die jedes Jahr hergestellt werden, macht der Verbrauch von weniger Ressourcen für deren Produktion einen gewaltigen Unterschied.

    „Das wurde mithilfe der Wissenschaft erreicht“, so Bruce Debell.

    Forever Plast

    In den kommenden fünf Jahren sollen 6,5 Milliarden Flaschenverschlüsse wiederverwertet werden

    1. PET-Flaschen werden für das Recycling gesammelt.
    2. Die Kunststoffflaschen werden sortiert und zu Ballen verpresst.
    3. Der Kunststoff wird zu Flocken geschreddert und ins Wasser gegeben.
    4. Das Flaschen-Material PET sinkt zu Boden.
    5. Das Material der Verschlusskappen, Polyethylen hoher Dichte, schwimmt oben auf.
    6. Die bunten Flocken der Verschlusskappen können dann von der Oberfläche abgeschöpft werden.
    7. Diese Flocken gehen an Forever Plast, wo die Farben in einer Maschine entsprechend sortiert werden.
    8. Anschließend werden sie gereinigt, zu Pellets vermahlen und mit hochtechnischen neuen Chemikalien von INEOS gemischt.

    7 minuten lesezeit Ausgabe 19
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    Mehr Dampf

    WASSERSTOFF könnte die Welt in einer nie geahnten Art und Weise verändern. Wasserstoff ist die Quelle der Sonnenenergie, die die Welt mit Energie versorgt. Er kann Fahrzeuge, Unternehmen und sogar Haushalte mit Energie versorgen – und schädliche Treibhausgasemissionen reduzieren.

    „Viele sind sich darüber einig, dass Emissionsfreiheit nur erreicht werden kann, wenn die Wasserstoffwirtschaft vorangetrieben wird“, so Dr. Peter Williams, Technology Director der INEOS-Gruppe. „INEOS hat die Fähigkeiten, die Möglichkeiten und den Wunsch, hier beizutragen.“

    INEOS-Unternehmen in Großbritannien, Deutschland und Belgien sind schon heute an Wasserstoffprojekten beteiligt.

    In Großbritannien versucht der INEOS-Geschäftsbereich INOVYN, bei dem in der Produktion jedes Jahr Tausende Tonnen Wasserstoff anfallen, Wasserstoff für den Antrieb von Bussen, Pkws und Lkws zu verwenden, um damit die Luftqualität in den Städten deutlich zu verbessern.

    INEOS könnte den anfallenden Wasserstoff in größerem Umfang verwenden und auch seine Elektrolysetechnologie mit erneuerbarer Energie verbinden, um mehr Wasserstoff für Mobilität, Industrie und Haushalte herzustellen.

    INOVYN gehört der britischen North West Hydrogen Alliance an, für die Wasserstoff eine praktikable, wirtschaftlich tragfähige Alternative zu fossilen Energieträgern ist. „Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern ist Wasserstoff unendlich“, so ein Sprecher. Wasserstoff wird durch Elektrolyse von Wasser gewonnen, bei der neben Wasserstoff als Nebenprodukt Sauerstoff anfällt.

    Die Allianz möchte vor Ende dieses Jahres 25 mit Wasserstoff betriebene emissionsfreie Busse auf den Straßen von Liverpool einsetzen.

    An einigen INOVYN-Standorten wie etwa Runcorn gibt es bereits Kessel, die mit Wasserstoff befeuert werden. Wasserstoff wird dort bereits seit Jahrzehnten zur Dampferzeugung eingesetzt.

    Auch am deutschen INEOS-Standort Köln wird das Kraftwerk mit Wasserstoff und Erdgas befeuert. Die Beschäftigten suchen dort nach Möglichkeiten, Wasserstoff ins Energienetz der Region einzubringen, um damit etwa innerstädtische Verkehrsmittel zu betreiben.

    Das kommt deutschen Bestrebungen entgegen, die Wirtschaft in Zukunft mit Energie aus Wasserstoff anstelle von fossilen Kraftstoffen zu versorgen und so die Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen zu erfüllen.

    Großbritannien untersucht zudem die mögliche Gewinnung von Wasserstoff aus Erdgas. Im Gegensatz zu Wasserstoff, der aus Wasser gewonnen wird, würde dabei Kohlendioxid anfallen, das direkt abgeschieden und in Erdkavernen gespeichert wird. „So könnten wir am schottischen Standort Grangemouth die Emissionen halbieren“, weiß Dr. Peter Williams.

    Ein Abscheiden und die Speicherung von Kohlendioxid sind bei der Wasserstoffgewinnung nicht immer erforderlich, doch INEOS ist auch hier gut aufgestellt.

    Im Hafen von Antwerpen, Belgien, arbeitet INEOS mit verschiedenen anderen Firmen wie BASF, Total und ExxonMobil an Plänen für die Gewinnung und Speicherung von Kohlendioxid. „INEOS bringt eine Menge Erfahrung ein, da wir in Antwerpen ohnehin bereits die Hälfte der Emissionen aus dem Oxidationsprozess abscheiden“, so Dr. Greet Van Eetvelde, Head of Energy and Innovation Policy und Leiterin des Carbon and Energy Network (CEN) der INEOS-Gruppe.

    Die Technologie für das Abscheiden von Kohlendioxid entwickelt sich rasch und wird bald rentabel sein. INEOS arbeitet auch an der Speicherung.

    Der dänische Klimarat geht davon aus, dass die Kohlendioxidabscheidung 2025 beginnen und die Speicherung im Jahr 2030 bereits von echter Bedeutung sein könnte.

    „Das ist unser Ziel“, erklärt Johan Byskov Svendsen, Developing Assets Manager von INEOS Dänemark. „Wir gehen von der Annahme aus, dass eine Gewinnung von CO2 ab der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts möglich sein wird. Kein anderes Unternehmen im Land ist in der Kohlendioxidabscheidung und -speicherung so weit wie INEOS.“

    INEOS plant die Errichtung eines Ethylenkrackers mit der höchsten Energieeffizienz in Europa und ist daher gut vorbereitet. Der für eine Summe von drei Milliarden Euro errichtete Ethylenkracker und die PDH-Anlage auf Weltklasseniveau von INEOS in Antwerpen werden nach der Fertigstellung nur halb so viel CO2 ausstoßen wie ältere Anlagen in vergleichbarer Größe anderswo in Europa, da der anfallende Wasserstoff anstelle von Erdgas als Energieträger verwendet wird. „Das ist eine Pionierleistung im Hinblick auf die eingesetzten Technologien, die Auswirkungen auf die Umwelt und die Effizienz“ meint Dr. Peter Williams.

    6 minuten lesezeit Ausgabe 19
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    Der Bau von Grenadier - Rahmen und Achsen

    INEOS baut einen enorm starken Geländewagen, der seinen Job macht, egal, wie schwierig die Bedingungen auch sein mögen. Das weiß die Welt mittlerweile.

    Was die Welt nicht weiß, ist, wie der Grenadier aussehen wird. Diese brennende Frage will INEOS noch in diesem Jahr beantworten.

    Im Laufe der nächsten zwölf Monate sollen die Teile des Geländewagens erstmals vorgestellt werden – einer nach dem anderen.

    INEOS entwickelt den Leiterrahmen in Zusammenarbeit mit einem sehr erfahrenen Fahrzeughersteller, der Leiterrahmen für härteste Bedingungen fertigt.

    Bei der Entwicklung der Vorder- und Hinterachse hat sich INEOS mit Carraro zusammengeschlossen, einem Unternehmen, das auf eine lange Tradition im Bau robuster Allradfahrzeuge zurückblickt.

    Video ansehen: ineosgrenadier.com/reveal/frame-axles

    LEITERRAHMEN

    Ein echter Geländewagen mit Allradantrieb, der für härteste Geländebedingungen entwickelt wird, benötigt einen Leiterrahmen aus Kastenprofilen. Warum sollten wir etwas anderes nehmen? Superstark, robust, einfach und stabil.

    ERNSTZUNEHMENDE ZUGKRAFT
    Eine stabile Plattform. Ausgewogene Lastverteilung. 3,5 Tonnen Anhängelast.

    MEHRSCHICHTIGER KORROSIONSSCHUTZ
    Beständig gegen Wasser, Schnee, Streusalz und Sand.

    KRAFT PUR
    Bäume, Felsen oder Termitenhügel können vielleicht einen Unibody-SUV aufhalten, nicht den Grenadier.

    ÜBERRAGENDE STEIFIGKEIT
    Hochfester Stahl für Torsionsfestigkeit. Bis zu 4 mm Wandstärke. Hält auch unter Last hohem Spannungsniveau stand.

    STARRACHSEN

    In einen Grenadier gehören Starrachsen. Das hat viele Gründe. Seit dem allerersten Geländewagen mit Allradantrieb haben sich Starrachsen gegenüber der Einzelradaufhängung in Bezug auf Bodenfreiheit, Verschränkung und Tragfähigkeit als überlegen erwiesen. Sie sind leichter und schneller zu reparieren. Und sie bieten höchste Belastbarkeit und beste Offroad-Eigenschaften.

    BESSERER FAHRKOMFORT
    Mit der Federung sorgen Starrachsen auch auf sehr unwegsamem Gelände für besseren Fahrkomfort.

    ZUVERLÄSSIGE TRAKTION
    Geht eine Seite nach oben, drückt sich die gegenüberliegende Seite nach unten – für noch besseren Halt.

    TRAGFÄHIGKEIT
    Anders als bei der Einzelradaufhängung verändern sich Traktion, Bremsung und Reifenabrieb bei gestauchter Aufhängung nicht. Ein Vorteil beim Transport schwerer Lasten.

    MEHR BODENFREIHEIT
    Überwindet bei der Fahrt durch felsiges, unwegsames Gelände auch größere Hindernisse mit Leichtigkeit.

    FRONT UND HECK PASSGENAU
    Für noch mehr Bewegungsspielraum und Kraft. Robuste Gleichlaufgelenke.

    Der Weg in eine neue Zukunft?

    INEOS ist entschlossen, eines Tages einen Geländewagen mit Wasserstoffantrieb zu bauen, der dem Leben in freier Natur gewachsen ist. Wir erkunden seit neun Monaten Möglichkeiten, das zu erreichen, ohne die Strapazierfähigkeit des Grenadiers unter härtesten Bedingungen auszureizen.

    „Unsere Arbeit bekräftigt erneut, dass ein Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb die beste Lösung für die Entwicklung einer emissionsfreien Version eines robusten Geländewagens ist“, so Antony Walker, Head of Finance bei INEOS Automotive.

    „Wir sind fest entschlossen unsere Entwicklungen voranzutreiben.“

    Die Machbarkeitsstudie wurde von Innovate UK mit 124.000 Britische Pfund unterstützt.

    „Von der Machbarkeitsstudie zu einem ausgereiften und kalkulierten Entwicklungsprogramm für ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle ist es noch ein weiter Weg“, so Mark Tennant, Commercial Director von INEOS Automotive.

    Das Projekt wurde im Juli 2019 begonnen; beteiligt sind Ingenieurinnen und Ingenieure aus Deutschland, Einkaufs-, Finanz- und Kaufleute aus Großbritannien sowie Techniker/innen des Projektpartners AVL Powertrain UK.

    INEOS Automotive ist einmalig aufgestellt, um bei der Entwicklung der unterstützenden Infrastruktur für Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb zu helfen. Zurzeit gibt es in Großbritannien nur 16 Wasserstoffstationen.

    Wir kooperieren eng mit INEOS-Chemiegeschäftsbereichen, die in Großbritannien und in Europa in der Chlorherstellung und in Gas- und Ölkrackern etwa 250.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr erzeugen. INEOS verwendet den Großteil davon. Wir sind jedoch der Überzeugung, Wasserstoff kann in größerem Umfang genutzt werden, um in Städten mit hoher Luftverschmutzung die Luftqualität zu verbessern.

    „Wir bewegen uns weltweit auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft zu. Der Automobilsektor bietet dabei eine große Chance zur Verringerung von Emissionen“, meint Antony Walker.

    Das Schöne an Wasserstoff ist, dass beim Verbrennen als Kraftstoff nur reines Wasser entsteht – man kann es trinken.

    Und das Tanken geht fast so schnell wie bei Benzin oder Diesel.

    Elektroautos gelten derzeit als Alternativen zu Benzin und Diesel. Doch sie sind schwer, die Batterie hält nicht lange und das Aufladen dauert lange.

    „Diese technischen Schwächen bedeuten, dass batteriebetriebene Fahrzeuge für Schwertransport, Baufahrzeuge und Geländefahrzeuge derzeit nicht in Frage kommen“, so Antony Walker.

    8 minuten lesezeit Ausgabe 19
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    Mit vereinten Kräften – für die Rettung des Atlantischen Lachses

    FACHLEUTE von Weltrang sind sich einig, dass sie zusammenarbeiten müssen, um den wilden Atlantischen Lachs zu retten. Bei einer internationalen Konferenz in Island, zu der INEOS eingeladen hatte, wurde die Bedeutung des Wissensaustauschs klar hinsichtlich des alarmierenden Rückgangs des Lachsbestands und der Bemühungen zur Rettung dieses einzigartigen Fisches vor dem Aussterben.

    Wissenschaftler/innen, Forschende und Naturschützende aus Island, Großbritannien, Norwegen, Irland und Kanada haben verstanden, dass echte Veränderung nur möglich ist, wenn sie sich zusammenschließen.

    „Alle leisten sehr gute Arbeit, deshalb wollten wir sie alle zusammenbringen“, so Dr. Peter Williams, Technology Director der INEOS-Gruppe.

    „Wenn es ein Forum gibt, bei dem unsere und die Aktivitäten anderer Forschenden besprochen werden können, ist gegenseitige Unterstützung möglich. Der bessere Überblick fördert das Verständnis, erlaubt gezieltes Vorgehen und einen effektiven Austausch.“

    Die Bestände des Atlantischen Lachses sind in den vergangenen 30 Jahren um 70 Prozent gefallen, eine Gefährdung ist gegeben.

    Während der Konferenz sprach Dr. Colin Bull von The Missing Salmon Alliance von der dringenden Notwendigkeit einer Initiative, die ein Zusammenbringen aller bereits vorhandenen Informationen ermöglicht.

    „Ich denke, es gibt die Chance, quer über verschiedene Disziplinen aus Forschungs- und Managementdaten zum Lachs und zu seinem Lebensraum eine zusammenhängende Wissensbasis zu erstellen, um unser aller Bemühungen gezielt auszurichten und voranzutreiben“, meint er.

    Gudni Gudbergsson, Head of the Freshwater Division am Marine and Freshwater Research Institute in Island, sagt, es gebe bereits eine umfangreiche Zusammenarbeit zwischen ICIS und NASCO, doch beide Organisationen hätten spezifische Aufgabenbereiche. „Eine hilfreiche Rückgratorganisation. Doch was wir brauchen, sind neues Denken und Kooperation. Genau deshalb sind wir heute hier“, sagt er.

    Dr. James Rosindell lehrt am Imperial College London Biodiversitätstheorie. Er meint, dass es zu einem Austausch von akademischen und praktischen Forschungsdaten kommen müsse. „Die Forschungsarbeiten werden oft von unterschiedlichen Gruppen durchgeführt, die sie nicht teilen wollen“, erklärt er. Er fordert eine Reform des traditionellen akademischen Systems. „Es ist belastend und ineffizient, gegeneinander um Finanzierungen zu kämpfen, das Rad neu zu erfinden und dann Arbeiten zu publizieren, die im Regal verstauben“, fährt er fort.

    Die im Januar 2020 in Reykjavík abgehaltene Konferenz schloss mit der Zusage, rasch neue Erhaltungsstrategien zu erstellen, um den Rückgang des Lachsbestands umzukehren.

    Viele dieser Strategien werden in Island im Rahmen des vom INEOS-Gründer und -Vorstandsvorsitzenden Sir Jim Ratcliffe initiierten Six Rivers Conservation Project bereits getestet. „Es ist ein ganzheitliches Programm mit wissenschaftlicher Unterstützung“, so Dr. Peter Williams.

    Im Rahmen dieses Projekts pflanzen Botanikerinnen und Botaniker Bäume, die den Boden entlang der Flüsse nährstoffreicher machen. Eine gesunde Vegetation bietet den im Fluss lebenden Organismen ein gesünderes Umfeld.

    Etwa 1.000 Smolts – Lachse vom 2. bis zum 4. Lebensjahr – wurden gekennzeichnet, damit die Wissenschaftler/innen sie nachverfolgen und ihr Verhalten studieren können.

    Weiter flussaufwärts in Flussbetten wurden Millionen Lachseier im Kies vergraben, um gesündere und robustere Bestände heranzuziehen.

    Darüber hinaus haben Doktorandinnen und Doktoranden des Marine and Freshwater Research Institute und des Imperial College London neue mit alten Daten verglichen, die das Institut in den vergangenen 75 Jahren gesammelt hat. „Wir glauben, dass das Six Rivers-Projekt Erkenntnisse auch für Naturschutzprojekte in anderen Ländern liefern wird“, so Dr. Peter Williams.

    Gisli Asgeirsson, CEO des Strengur-Angelclubs, meint, die Arbeit sei entscheidend, um zu verstehen, warum der Bestand des Atlantischen Lachs zurückgeht und was getan werden müsse, um diesen Trend aufzuhalten. „Wenn wir das nötige Wissen haben, können wir Maßnahmen ergreifen, damit der Lachs nicht nur überlebt, sondern gute Bedingungen vorfindet“, führt er weiter aus.

    Sir Jim Ratcliffe ist ein erfahrener Fliegenfischer und arbeitet seit Jahren mit Strengur zusammen.

    Alle Gewinne des Strengur-Clubs, der Fliegenfischen in höchster Qualität anbietet, werden nun reinvestiert und kommen dem Schutz des Lachses im Nordosten Islands zugute.

    Weitere Informationen und Fotos vom Symposium finden Sie auf: sixrivers.is/en/symposium

    Symposium Haupt- Referent/innen

    23. Januar 2020, The Hilton Nordica, Reykjavik, Island

    Dr. Peter S. Williams
    Technology Director der INEOS-Gruppe

    Dr. Colin Bull
    The Missing Salmon Alliance

    Prof. Guy Woodward
    Professor für Ökologie und Deputy Head of Life Sciences am Imperial College London

    Dr. Rasmus Lauridsen
    Leiter der Forschung im Bereich Fischerei des Game & Wildlife Conservation Trust

    Else Möller
    M.Sc Forstwissenschaften in Austurbrú

    Prof. Nikolai Friberg
    Research Director for Biodiversity am Norwegischen Institut für Wasserforschung (NIVA) in Oslo, Norwegen

    Gudni Gudbergsson
    Head of the Freshwater Division am Marine and Freshwater Research Institute in Reykjavík

    Prof. James Rvosindell
    Professor für Biodiversitätstheorie am Imperial College London

    Mark Saunders
    Director, International Year of the Salmon – Region Nordpazifik

    Prof. Philip McGinnity
    Forschungsprofessor am Environmental Research Institute des University College Cork

     

    Wissenschaftler/innen
    Doktorand/innen des Marine and Freshwater Research Institute und des Imperial College London vergleichen neue mit alten Daten, die das Institut in den vergangenen 75 Jahren gesammelt hat.

    Naturschützende
    Weiter flussaufwärts in Flussbetten wurden Millionen Lachseier im Kies vergraben, um gesündere und robustere Bestände heranzuziehen. Außerdem wurden Lachstreppen errichtet, über die die Lachse neue Laichgründe weiter flussaufwärts erreichen können.

    Naturwissenschaftler/innen
    Etwa 1.000 Smolts – Lachse vom 2. bis zum 4. Lebensjahr – wurden gekennzeichnet, damit die Wissenschaftler/innen sie nachverfolgen und ihr Verhalten studieren können.

    Botaniker/innen
    Im Rahmen dieses Projekts pflanzen Biolog/innen mit Fachbereich Botanik Bäume, die den Boden entlang der Flüsse nährstoffreicher machen. Eine gesunde Vegetation bietet den im Fluss lebenden Organismen ein gesünderes Umfeld.

    Strengur Angelclub
    Alle Gewinne des Clubs, der Fliegenfischen in bester Qualität anbietet, werden nun reinvestiert und kommen dem Schutz des Lachses im Nordosten Islands zugute.

    Das Six Rivers-Projekt, nunmehr im vierten Jahr seiner Entwicklung, erzielt gute Fortschritte

    Unser Ziel: den Atlantischen Lachs zu schützen, dessen Gefährdung mittlerweile anzunehmen ist. Das bedeutet: eine selbstfinanzierende Einrichtung, die langfristige Naturschutzinitiativen durchführt.

    Die Aktivitäten: jährliches Aussetzen von Lachseiern, Neubepflanzung/Baumpflanzung, Errichten von Lachstreppen, in nie gekanntem Ausmaß.

    Die Grundlage: weltweit führende Forschung. Diese Initiativen werden der Lachspopulation im Nordosten Islands nachhaltig zugutekommen. Die Natur braucht Zeit, doch wir sehen bereits positive Anzeichen.

    Es kommt noch mehr – Bill Reid, Vorstand Six Rivers & Strengur

    8 minuten lesezeit Ausgabe 19
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    Sichere Hände

    INEOS ließ sich in der Vergangenheit von den Allerbesten der chemischen Industrie inspirieren. Diese Unternehmen erleichterten uns die Ausrichtung auf das, was wir hinsichtlich unserer Sicherheitsbilanz erreichen wollten – und mussten. Heute sind wir unser eigenes Vorbild.

    „Wir können uns nicht mehr an anderen orientieren. Wir gehören nun zu den Besten“, so Simon Laker, Operations Director der INEOS-Gruppe.

    Laut der OSHA-Zahlen hat INEOS im vergangenen Jahr die beste Leistung aller Zeiten erreicht – der Wert sank von 0,91 für 2009 auf 0,16.

    „Wir möchten nicht behaupten, wir wären die Besten der Welt, aber wir sind Weltklasse“, so Simon Laker.

    Klassenbester bei INEOS war Oil & Gas UK mit null gemeldeten Vorfällen.

    Die Zahlen sagen nichts darüber aus, was nötig war, damit INEOS dieses Maß an Exzellenz erreichen konnte. Im Laufe der Jahre wurden zahllose Systeme entwickelt, um auftretende Probleme unmittelbar zu beheben.

    Es gibt wenige konzernweite Systeme bei INEOS, doch Sicherheit ist eines. Alle Standorte werden regelmäßig nach 20 Prinzipien geprüft, die von der Kontrolle der Arbeit bis hin zur Kontrolle der Veränderung alles abdecken.

    Beschäftigte, die auf der Suche nach Lösungen sind, können die Standorte mit der besten Leistung und so die entsprechenden Antworten leicht finden. „Das ist die Stärke von INEOS“, so Simon Laker.

    Es gibt eine Bonusstruktur, die mit der Sicherheitsleistung jedes Standorts verbunden ist. Dazu gehört auch, wie sauber und gepflegt ein Standort ist. „Der Bonus wird nicht erreicht, wenn die Ordnung und Sauberkeit am Standort zu wünschen übrig lassen“, erklärt Simon Laker.

    Nachdem eine der Anlagen in Frankreich durch mangelhafte Ordnung und Sauberkeit und schlechte Instandhaltung aufgefallen war, führte INEOS das Asset-Care-Auditsystem ein.

    „Besuchen Sie heute einen der Chemieparks, können Sie immer sagen, welcher Teil zu INEOS gehört – denn dieser ist makellos“, fährt er fort.

    Es gibt wenige konzernweite Systeme bei INEOS, doch Sicherheit ist eines. Alle Standorte werden regelmäßig nach 20 Prinzipien geprüft, die von der Kontrolle der Arbeit bis hin zur Kontrolle der Veränderung alles abdecken.

    Standorte mit schlechter Leistung hinsichtlich Verletzungen, Leckagen und Umweltverstöße kommen auf eine ROTE Liste. „Ein Standort, der auf der ROTEN Liste landet, weist ein für INEOS inakzeptables Risiko auf“, erklärt Simon Laker. Jeder ROTE Standort hat zwei Jahre, um die Probleme zu beheben. Kann das geforderte Niveau nicht erreicht werden, wird der Standort geschlossen.

    „Wir möchten Standorte nicht schließen, doch wir können sie nicht weiterbetreiben, wenn dort Menschen zu Schaden kommen könnten“, so Simon Laker. „Es kann zu einer Katastrophe kommen – eine schreckliche Vorstellung. Derartige Dinge bringen uns um unseren Schlaf.“

    2012 führte INEOS 20 Sicherheitsprinzipien ein, die Prozesse und das Verhalten von Beschäftigten umfassen.

    Dies hat dazu beigetragen, die Zahl der meldepflichtigen Vorfälle zu verringern. Und bei INEOS wurde die beste Sicherheitsleistung aller Zeiten erreicht.

    Doch nicht alle halten sich immer daran.

    „Nach jedem Vorfall wird geprüft, ob eines der 20 Prinzipien verletzt wurde. Bisher gab es noch keinen Vorfall, bei dem dies nicht so gewesen wäre. Würden alle diese Prinzipien immer einhalten, gäbe es keinen einzigen Vorfall mehr bei uns.“

    Wie aus der Sicherheitsleistung ersichtlich, wurden über die Jahre gewaltige Verbesserungen erzielt. Es gibt jedoch einige kritische Aktivitäten, die so wichtig sind, dass jeder Verstoß zu einer sofortigen Entlassung führt. Das sind die 7 Leben rettende Regeln.

    „Andere Unternehmen mögen hier ein Auge zudrücken, aber warum sollten wir Menschen eine zweite Chance geben, sich selbst oder einen ihrer Kolleginnen oder Kollegen umzubringen?“, meint Simon Laker. „In unserer Organisation ist kein Platz für solche Menschen.“

    INEOS hat seine allerbeste OSHA-Leistung trotz der Akquisition von Unternehmen erreicht, deren Verfahren und Regeln bezüglich Sicherheit und Standards oft unterschiedlich sind.

    „Erwägen wir die Akquisition neuer Unternehmen, bewerten wir das Risiko“, erklärt Simon Laker. „Die meisten haben eine schlechtere Sicherheitsleistung als wir. Höchste Priorität nach der Übernahme hat das Erreichen des Sicherheitsniveaus von INEOS.“

    Doch diese unterschiedliche Herkunft – und es gibt bei INEOS Beschäftigte, die von BP, BASF, ICI und vielen anderen Unternehmen kommen – bringt auch Vorteile mit sich.

    „Andere mögen das als Schwäche ansehen“, meint Simon. „Doch uns ist bewusst, dass irgendwo in dieser unterschiedlichen Herkunft die Lösung für jedes einzelne Problem zu finden ist.“

    INEOS-Gründer und -Vorstandsvorsitzender Sir Jim Ratcliffe erhält jeden Monat einen genauen Bericht mit Zahlen zu sicherheitskritischen Alarmen oder überfälligen Inspektionen. Es ist vorgekommen, dass von INEOS übernommene Standorte innerhalb eines Monats Hunderte solcher Alarme und überfälligen Inspektionen melden mussten. „In ein oder zwei Jahren erfüllen sie dann unsere Erwartungen“, so Simon Laker.

    Für INEOS hört die Arbeit nie auf. „Wenn die Leistung eines Unternehmens besser wird, passen wir die Ziele an, um weitere Verbesserungen zu erreichen. Man darf sich nie zu sicher fühlen. Meint man, es wäre geschafft, ist dem sicher nicht so.“

    20 Prinzipien

    Verhaltensbezogene Sicherheit

    1. Wir sind überzeugt davon, dass alle Vorfälle und Unfälle verhindert werden können
    2. Sicheres Arbeiten ist für alle oberstes Gebot
    3. Alle sind verpflichtet, die Arbeit zu unterbrechen, wenn sie das Gefühl haben, dass die Situation unsicher ist
    4. Die Erwartungen und Standards sind im Werk für alle gleich
    5. Regeln und Vorschriften sind zu befolgen und zu beachten
    6. Wir achten gegenseitig auf unsere Sicherheit und gefährliche Situationen
    7. Alle Unfälle, Vorfälle und Beinaheunfälle müssen gemeldet und untersucht werden
    8. Gefährdungsbeurteilungen müssen vor, während und bei Beendigung von Arbeiten durchgeführt werden
    9. Alle Führungskräfte tragen besondere Verantwortung für die Förderung und Einhaltung dieser Prinzipien
    10. Wir dürfen nur Arbeiten ausführen, für die wir qualifiziert und ausgebildet sind

    Prozesssicherheit

    1. Die Assetleitung ist für die Gesamtintegrität der Anlage verantwortlich
    2. Die Anlageningenieur/innen sind für die Instandhaltung und Integrität der Anlage und Schutzsysteme verantwortlich
    3. Die Verantwortlichkeiten innerhalb des Unternehmens zur Festlegung und Überwachung der zulässigen Betriebsparameter (operating envelopes) müssen klar definiert sein
    4. Die Verfahrensanweisungen und zulässigen Betriebsparameter (operating envelopes) sind zu beachten. Abweichungen müssen gemeldet und untersucht werden
    5. Alle Änderungen müssen einer ordnungsgemäßen Risikobewertung und einem MOC-Verfahren unterzogen werden
    6. Prozessbedingte Gefahren (process hazards) werden systematisch identifiziert, bewertet, überprüft und überwacht
    7. Alle Anlagen müssen einer regelmäßigen Inspektion unterzogen werden, um die Integrität und Betriebssicherheit der Schutzsysteme sicherzustellen
    8. Die Produktionsverantwortlichen müssen den sicheren Betrieb oder die notwendige Abschaltung der Anlage immer vor die Produktion stellen
    9. Im Zweifelsfall muss die Anlage immer in den sichersten Zustand überführt werden

    Wir haben auf Grundlage von Risikobewertungen Notfallpläne entwickelt, die regelmäßig getestet werden

    5 minuten lesezeit Ausgabe 19
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    NHS and INEOS

    „Ich arbeite seit fast 28 Jahren als Maintenance Technician am Verbundstoff-Standort Newton Aycliffe im Nordosten Englands.

    An diesem Standort wurde auch eine der neuen INEOS-Anlagen für Handdesinfektionsmittel errichtet, die pro Monat eine Million Flaschen Handgel in Krankenhausqualität herstellt.

    Ich lebe mit einer in der Notaufnahme des Krankenhauses Darlington tätigen Pflegefachkraft zusammen, deren Job nun schwieriger ist als je zuvor, da Menschen vor dem COVID-19-Virus geschützt werden müssen.

    Gestern malte meine 15-jährige Tochter ein Fensterbild, um zu zeigen wie stolz sie auf das ist, was das NHS und INEOS im Kampf gegen COVID-19 leisten.“

    Shaun James - INEOS Maintenance Technician

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    1 minute lesezeit Ausgabe 19
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    Ein offroader nach mass – der kompromisslos seinen zweck erfüllt

    Während ineos die produktion seines robusten geländewagens in Grossbritannien vorbereitet, führen ingenieurinnen und ingenieure ausgiebige tests durch

    INEOS' neuer Off roader wird in Großbritannien gebaut – und er wird den Namen jenes Londoner Pubs tragen, in welchem die Idee dafür geboren wurde – Grenadier. Der langersehnten Ankündigung gingen monatelange Erkundungen für den bestmöglichen Produktionsort voraus.

    „Wir haben uns mögliche Produktionsorte in der ganzen Welt sehr genau angesehen“, so INEOS-Vorstandsvorsitzender und -Gründer Sir Jim Ratcliffe. Schließlich fi el die Wahl auf Bridgend im südlichen Wales.

    „Die Entscheidung für den Bau in Großbritannien ist Ausdruck jenes Vertrauens in die britische Fertigung schlechthin, was INEOS von jeher entscheidend geprägt hat“, erklärte Jim Ratcliffe.

    Als dieses INCH-Magazin in Druck ging, waren die Arbeiten für den Bau der Produktions- und Montagestätte in dem walisischen Marktstädtchen voll im Gange.

    Wirtschafts- und Verkehrsminister Ken Skates berichtete von der engen Zusammenarbeit zwischen der walisischen Regierung und INEOS, um dies zu realisieren.

    „Für Wales sind das sehr gute Neuigkeiten“, sagte er. „Bridgend kann auf eine lange Geschichte in der qualifi zierten Fertigung verweisen.“

    Die neue Produktionsanlage wird auf einem 5,7-Hektar-großen Grundstück in der Nähe des 40 Jahre alten Ford-Werks errichtet, dessen geplante Schließung im Jahr 2020 zum Verlust von 1.700 Arbeitsplätzen führen wird.

    Die Produktion des Grenadier – der Name wurde nach einer Befragung der Online-Follower von INEOS Automotive gewählt – soll 2021 beginnen und bis zu 500 Arbeitsplätze schaff en.

    Wichtige Komponenten des Off roaders, etwa Karosserie und Fahrgestell, werden in einem zweiten Werk in Estarreja, Portugal, hergestellt und dann für die Montage nach Bridgend angeliefert.

    Die Motoren liefert BMW, die Fahrzeugentwicklung übernimmt die deutsche MBTech, ehemaliges Tochterunternehmen von Mercedes Benz.

    Der Grenadier soll in vieler Hinsicht die Nachfolge des Land Rover Defender übernehmen, dessen Produktion im Januar 2016 eingestellt wurde.

    „Hier ist eine große Marktlücke entstanden, die wir gerne schließen möchten“, so Ratcliffe.

    Der Grenadier wird ein robustes, voll geländetaugliches und funktionales Fahrzeug ohne Schnickschnack sein – ein Fahrzeug, das man leicht auch im Gelände reparieren kann.

    „Ein Geländewagen, der einfach seinen Zweck erfüllt“, wie es Dirk Heilmann, CEO von INEOS Automotive, beschreibt. „Ohne Schnickschnack. Ohne unnötige Extras.“

    Bis an die grenzen

    DER Grenadier wird darauf ausgelegt sein, den härtesten Bedingungen der Welt standzuhalten. Seit 12 Monaten testet das Entwicklungsteam die entscheidenden Komponenten Karosserie und Aufh ängung an einem „Erlkönig“, also einem getarnten Prototyp, auf Belastbarkeit. Und es läuft gut.

    Das Team bemüht sich nach Kräften, etwaige Schwachpunkte des Grenadier ausfi ndig zu machen – seit Monaten. „Wir würden sie wirklich gerne fi nden“, sagte Alex. Sie setzen den Grenadier, INEOS robustes Geländefahrzeug, tatsächlich extremen Belastungen aus.

    Er hat bereits mehrere tausend Kilometer auf Straßen und im Gelände zurückgelegt.

    Die meisten Tests wurden auf dem Testgelände des österreichischen Automobilherstellers Magna im Grazer Bergland durchgeführt – einst beliebter Erprobungsort für Militär- und Panzerfahrzeuge.

    „Für uns war das die ideale Testumgebung, weil wir das Fahrzeug über die Erwartungen hinaus fordern konnten“, sagte er.

    Der Prototyp wurde auch im deutschen Prüfzentrum Boxberg, das alle großen europäischen Autohersteller nutzen, ausgiebig getestet.

    Doch zuletzt absolvierte er seinen Härtetest wieder auf dem Grazer Schöckl – mit seinen 1.445 Metern Höhe ein Ort, an dem ein Geländewagen zeigen kann, ob er diese Bezeichnung verdient. Die Kletterpartie führt über steile, hängende Wege, Baumwurzeln und kniehohe Steine hinauf bis zum Gipfel. „Bisher hat Mercedes-Benz seine G-Klasse hier getestet“, erklärt Alex. „Aber der Grenadier bewältigte das hervorragend!“

    LESEN SIE MEHR AUF: INEOSGRENADIER.COM

    4 minuten lesezeit Ausgabe 18
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    Wir Haben Geschichte Geschrieben

    Schneller als alle anderen

    NUR 26 Sekunden trennten Eliud Kipchoge von einer historischen Leistung. Aber letztendlich hatte der beste Marathonläufer aller Zeiten sie gar nicht nötig. Scheinbar mühelos lief er die 42,195 Kilometer in 1:59:40 – und unterbot damit seine persönliche Bestleistung um 45 Sekunden. Er war damit der erste Mensch auf der Welt, der einen Marathon klar in unter zwei Stunden lief.

    Als er im Wiener Prater die Ziellinie überquerte, erklärte er: „Wir alle haben heute Geschichte geschrieben.“

    Der 34-jährige Kenianer bezog sich dabei auf sein von INEOS unterstütztes Team, das hinter den Kulissen rund um die Uhr gearbeitet hatte, um diese Leistung zu ermöglichen.

    Ein Team aus Wissenschaftler/innen, Forschenden, seinem Trainer, Manager, Ernährungsberater/innen, Physiotherapeut/innen, dem Fahrer des Elektroautos, der die Geschwindigkeit des Wettkampfs kontrollierte – und den 41 Weltklasse-Tempomachern, deren Aufgabe es gewesen war, Eliud von jeglichem Wind abzuschirmen.

    „Es ist Eliuds großer Tag, aber jeder darf diesen Moment mitfeiern“, sagte der zweifache Olympiateilnehmer Lopez Lomong, einer der Tempomacher. „Wir alle haben Geschichte geschrieben. Wir haben dies gemeinsam, als Läufergemeinschaft, erreicht.“

    Aber da waren noch andere.

    Unter den 120.000 Zuschauenden, die ihn unterwegs anfeuerten, war auch INEOS-Vorstandsvorsitzender und -Gründer Sir Jim Ratcliffe, ein begeisterter Sportler, der selbst schon 30 Marathons gelaufen ist.

    „Auf diesem letzten halben Kilometer hätte man meinen können, Eliuds Füße würden nicht einmal den Boden berühren“, sagte Jim. „Er wirkte so ruhig und gelassen.“

    Das siegreiche Team hatte gemeinsam dafür gesorgt, dass nichts unversucht blieb, um Eliud diesen Erfolg zu ermöglichen.

    Wie Eliud sich an diesem Tag zeigte, ist absolut charakteristisch für ihn – er ist ruhig, konstant, geduldig und völlig unerschütterlich.

    Und erstmals waren auch seine Frau Grace und seine drei Kinder unter den Zuschauenden.

    Sie hatte am Vorabend mit ihm telefoniert und ihm ein paar Tipps gegeben.

    „Ich sagte ihm, er müsste sich nur entspannen“, erzählte sie.

    Mensch und maschinen in perfekter harmoni

    DAS AUTO

    Das Elektroauto gab während des Marathons das Tempo vor, um sicherzustellen, dass Eliuds Geschwindigkeit über die gesamte Strecke von 42,195 Kilometern konstant blieb. Doch während der Tests zeigte sich, dass Tempomatsysteme in Fahrzeugen nicht zu 100 Prozent genau sind. Würde das Auto zwei Stunden lang um 0,1 km/h zu langsam fahren, würde Eliud den Marathon in 02:00:34.3 laufen. Das zu vermeiden, war Aufgabe der RML Group, eines britischen Hochleistungs- Fahrzeugbauunternehmens.

    LASER

    Das Auto wurde außerdem mit Lasern ausgestattet und projizierte ein Raster auf die Straße, welches den Tempomachern das Halten der Formation erleichterte. An einer digitalen LED-Anzeige konnten die Läufer die Zeit ablesen.

    TRANSPONDER

    Läufer und Auto waren mit einem Transponder- Chip ausgestattet, der von jeder der 1-Kilometer- Markierungen gelesen wurde und so für genaue Rückmeldungen zu Zwischenzeiten und Geschwindigkeiten sorgte.

    DIE MENGE

    Eliud Kipchoge hatte sich viele Zuschauende gewünscht, weil er umso besser läuft, je mehr Leute zusehen. Etwa 120.000 Zuschauende säumten die Prater-Hauptallee und feuerten Eliud an.

    DER MANN MIT DEM FAHRRAD

    Valentijn Trouw, Eliuds Manager, reichte ihm alle 5 km eine Flasche mit 215 Milliliter Maurten-Drink, einem Sportgetränk.

    DAS ZWEITE AUTO

    Um auch wirklich nichts dem Zufall zu überlassen, stand ein zweites Auto bereit – das mit derselben Software ausgestattet war wie das erste. Es hätte beim geringsten Problem sofort einspringen können.

    TEMPOMACHER

    Eliuds Tempomacher hatten in erster Linie die Aufgabe, ihn soweit wie möglich vom Wind abzuschirmen. Sie liefen in einer völlig neuen Formation, die eine Art Luftblase um Eliud herum entstehen ließ. Die Tempomachergruppe wurde alle paar Kilometer ausgewechselt, weil kein anderer Sportler der Welt Eliuds Tempo ohne Ruhepause durchhalten kann.

    WIEN

    Wien wurde als Veranstaltungsort für die INEOS 1:59 Challenge gewählt, weil der Zeitunterschied zu Eliuds Trainingslager in Kenia nicht mehr als drei Stunden beträgt, weil der Kurs lang, flach, geschützt und gerade ist und Platz für Zuschauende bietet und weil das Wetter wahrscheinlich gut sein würde.

    Die welt sah zu

    INEOS 1:59 - Einige zahlen zur veranstaltung

    120,000 zuschauende standen an der laufstrecke in den strassen wiens

    500 millionen menschen sahen die challenge weltweit im fernsehen & online auf youtube

    12.500 online-presseartikel 2,9 milliarden lesende insgesamt

    2,9 MILLIARDEN wachsende leserschaft

    17 MILLIARDEN aufrufe auf allen social-media-kanälen

    No Human Is Limited - Einige zahlen zur kampagne

    850,000 Follower weltweit - #NoHumanIsLimited wurde am tag der INEOS 1:59 challenge (hinter zwei weiteren hashtags für INEOS 1:59) zum drittwichtigsten thema auf twitter

    13 MILLIARDEN - die kampagne erreichte allein auf Twitter 13 milliarden menschen, es gab 215.000 #NoHumanIsLimited posts auf Twitter und 30.000 posts auf Instagram

    8 der Besten - 8 botschafter/innen, jede/r mit einer eigenen geschichte von überwundenen barrieren und bemerkenswerten leistungen:

    1. Chris Froome
    2. Patrick Vieira
    3. Sir Ben Ainslie
    4. Hermann Maier
    5. Abdi Nageeye
    6. Elaine Wyllie
    7. Robby Ketchell
    8. Dame Tanni Grey-Thompson

    #No Human Is Limited

    ELIUD Kipchoge wollte auf den Straßen Wiens nicht bloß Geschichte schreiben. Mit einer Marathon-Zeit unter zwei Stunden wollte er der Welt noch etwas anderes zeigen, nämlich dass Menschen keine Grenzen gesetzt sind. Als er die Ziellinie bei 1:59:40 überquerte, sagte er: „Ich rechne damit, dass nach dem heutigen Tag mehr Menschen auf der ganzen Welt einen Marathon in weniger als zwei Stunden laufen werden.“

    Man war in der Fachwelt jahrelang davon ausgegangen, dass der menschliche Körper einfach nicht in der Lage sei, 42,195 Kilometer in weniger als zwei Stunden zu laufen. Aber solche Fälle hatte es schon öfter gegeben. Etwa bei der Englischen Meile in unter vier Minuten. Diese Zeit galt in den 40er-Jahren nicht nur als unmöglich, sondern sogar als gefährlich. Doch am 4. Mai 1954 hielt Roger Bannister diese Zeit für machbar – so wie Eliud am 12. Oktober 2019 daran glaubte, dass er der erste Mensch sein konnte, der einen Marathon in weniger als zwei Stunden läuft.

    Zwischen diesen beiden historischen Ereignissen liegen 65 Jahre, aber beide Männer hatten sich auf den denkwürdigen Tag vorbereitet, indem sie sich den Sieg vor Augen hielten. Leider konnte Roger Bannister Eliuds unglaubliche Leistung in Österreich nicht mehr miterleben. Er war im März 2018 mit 88 Jahren an Parkinson verstorben. Und der 34-jährige Eliud hatte seinerseits nicht erlebt, wie Roger Bannister auf der Iffley-Road-Strecke in Oxford die Meile in 3 Minuten und 59,4 Sekunden lief. Aber die beiden hatten etwas gemeinsam. Keiner von ihnen wollte sich damit abfinden, dass ihm Grenzen gesetzt waren.

    Eliud – und das Team hinter den Kulissen der INEOS 1:59 Challenge – hoffen nun, dass andere sich davon inspirieren lassen, Grenzen auszuloten und sich Dinge abzuverlangen, die ihnen bisher unmöglich schienen.

    „Jeder Mensch kann seine persönlichen Grenzen überwinden“, sagte Eliud. „Jeder Mensch kann mehr leisten als er gedacht hätte. Aber der Glaube an sich selbst ist dafür entscheidend.“

    Roger Bannisters Rekord hielt nur 46 Tage. In den vergangenen 50 Jahren schafften mehr als 1.000 Sportler die Englische Meile in weniger als vier Minuten. „Zuvor hatten sich die Läufer von der Einstellung, dass weniger als vier Minuten für eine Meile unmöglich wären, bremsen lassen“, sagte Bill Taylor, Autor von „Simply Brilliant: How Great Organisations Do Ordinary Things in Extraordinary Ways.“

    Eliuds Vermächtnis wird wohl in die Geschichtsbücher eingehen, doch heute ist er ganz darauf ausgerichtet, die Welt zu inspirieren. Seine Kampagne „No Human Is Limited“ wird bereits von zahlreichen berühmten Persönlichkeiten aus der Welt des Sports und aus der Wirtschaft unterstützt.

    Einer davon ist der vierfache Tour de France-Sieger Chris Froome. „Dass Eliud die Grenze von zwei Stunden überwinden konnte, beweist, dass man sich im Sport niemals Grenzen setzen sollte“, sagte er.

    ineos159challenge.com

    8 minuten lesezeit Ausgabe 18
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    Rule Britannia

    ELEANOR Roosevelt sagte einst: „Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben.“

    Im britischen Portsmouth, wo das INEOS TEAM UK beheimatet ist, sind diese Träume – wie sie vor etwa 18 Monaten erstmals auf Papier skizziert worden waren – nun Wirklichkeit geworden.

    Die INEOS-Teilnahme am America‘s Cup würde etwas Spektakuläres hervorbringen, soviel war klar. Und genauso ist es. Und zwar eine futuristische Segelyacht, die „fliegen“ kann. „Nichts dergleichen hat man auf dem Wasser bisher gesehen“, meinte Chef-Designer Nick Holroyd.

    Das Boot wurde Britannia getauft, wie die berühmte Regattayacht des englischen Thronfolgers, die es zeit ihres Lebens auf beneidenswerte 231 Siege brachte. Die Britannia wurde 1893 für den späteren König Edward VII gebaut und sie herrschte tatsächlich über die Wellen. Das INEOS Boot – das erste des Teams – wurde im Oktober offiziell vorgestellt. Eines seiner prägenden Merkmale ist der torpedo-ähnliche Rumpf.

    Sir Ben Ainslie äußerte in seiner Ansprache die Hoffnung, erstmals in der 168-jährigen Geschichte des America‘s Cup ein britisches Team zum Sieg führen zu können. INEOS-Gründer Sir Jim Ratcliffe und seine Tochter Julia tauften die Yacht anschließend Britannia.

    „Ich bin natürlich nicht ganz objektiv, aber für mich ist der Name Britannia eine wunderbare Anspielung auf unsere Geschichte als Seefahrernation“, meinte Ben.

    Die AC75-Yacht wird nun im Wasser des Solent, jenes Seitenarms des Ärmelkanals, der die Isle of Wight vom englischen Festland trennt, ausgiebig getestet. Anschließend geht es nach Italien, um dort vor der Küste Sardiniens Winterwind und -wetter optimal zu nutzen. Ihre Leistung auf See entscheidet über Veränderungen, die am zweiten Boot vor dessen Vorstellung im Februar 2020 vorgenommen werden.

    „Dies ist tatsächlich eine entscheidende Phase in der Kampagne“, erklärte Ben. „Unsere Erkenntnisse werden in das zweite Rennboot und schließlich 2021 in den America‘ s Cup selbst einfließen.“

    Trotz aller Bemühungen ist es bislang keiner britischen Crew gelungen, den ruhmreichen America‘s Cup zu gewinnen. „Die Bemühungen um den Sieg benötigten einen frischen Ansatz, eine neue Strategie und ernsthafte Unterstützung durch INEOS, sodass unser Fokus ganz und gar auf unsere Mission ausgerichtet ist“, führte Ben aus.

    Die erste Gelegenheit, das Design seiner Yacht im Wettbewerb mit den vier Hauptrivalen zu testen, erhält das britische Team im April 2020 in Cagliari, Sardinien, wo alle Yachten am ersten Rennen der America‘s Cup World Series teilnehmen. Der eigentliche America‘s Cup-Wettkampf 2021 findet im März 2021 statt.

    Das Team hat zwar – dank der Simulatoren, die das Design- und Segelteam an Land einsetzt – „eine realistische Vorstellung“ davon, was es von seiner AC75 erwarten kann; die Dynamik lässt sich jedoch schwer vorhersagen.

    „Es kommen wahrscheinlich neue Herausforderungen auf die Segler zu“, meinte Ben.

    „Die Besatzung, die 2021 die Geschichte neu schreiben will, hat bereits ihre Lektionen gelernt. Was genau, wird unter Verschluss gehalten, aber das Design des zweiten Bootes des INEOS Team UK wird weiter verfeinert werden.“

    „Wir wissen schon jetzt viel, was beim zweiten Boot anders werden soll“, so CEO Grant Simmer.

    Die Uhr läuft für alle Teams, die am begehrten America‘s Cup teilnehmen werden.

    Grant berichtete, Sir Ben Ainslies britische Crew wollte bereits früh ein Testboot herausbringen.

    „Unser erstes Testboot T5 war wirklich eine gute Sache. Wir hatten damit schon in einer Frühphase der Kampagne ein Programm und ein Projekt“, erzählte er.

    „Das Land-Team und das Segel-Team mussten sich zusammensetzen und einige Systeme entwickeln. Wir lernten schon allein dadurch, dass wir ein Boot dieser Konfiguration draußen segeln mussten.“

    Das Ziel lautet nun, möglichst viel Zeit mit der ersten AC75 „Britannia“ auf dem Wasser zu verbringen und die Designs der Boote anderer Teams zu studieren.

    „Aus diesen beiden Erfahrungen ergibt sich letztlich das Design unserer zweiten AC75“, sagte er.

    Ein Boot konnte erst vor Kurzem auf dem Wasser studiert werden, und zwar jenes des Emirates Team New Zealand. Dieses Team hatte kein Testboot gebaut, sondern gleich sein AC75-Programm begonnen.

    „Sie haben sich seit dem letzten Cup stark auf ihren Simulator verlassen – wie alle anderen Teams –, aber ich halte ihre Strategie nicht für besonders riskant“, meinte Grant.

    Laut Grant wäre das Deckslayout des Team New Zealand sehr einfach gehalten, mit Schwerpunkt auf der Energieerzeugung. Aber bei potenziellen Geschwindigkeiten von mehr als 50 Knoten ist im Wettbewerb alles möglich.

    „Es kann sehr leicht zu Ausfällen kommen, weil diese Boote sehr leicht sind und kentern können“, erklärte er. „Ein wesentliches strukturelles Problem kurz vor den Meisterschaften, und es kann vorbei sein – für jeden.“

    AC75 Britannia

    BAUZEIT IN STUNDEN: 50.000+

    DESIGN AUFWAND IN STUNDEN: 90.000+

    CNC MASCHINENSTUNDEN: 45.000+

    EINZELTEILE: 25.000

    GESCHÄTZTE HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT: 50 KNOTEN, 57,5 MPH, 92,6 KM/H

    LÄNGE: 22,76 M MIT BUGSPRIET (20,7 M OHNE)

    MAX. BREITE: 5 M BREITE

    GEWICHT: 6.450 KILOGRAMM

    RUMPF UND RIGG: KARBONFASER

    RIGG: ZWEILAGIGES SOFTWING-SEGEL

    CREW: 11

    CREW-GEWICHT: MAX. 990 KG

    #ThereIsNoSecond | www.ineosteamuk.com

    6 minuten lesezeit Ausgabe 18
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    Die legendäre britische Bekleidungsmarke

    FÜR die erste Kollektion dieser Art entwarf Belstaff Landkleidung für das britische Team.

    Die Inspiration dafür lieferte die Kleidung, die Teams des America‘s Cup in dessen 168-jähriger Geschichte getragen haben.

    „Ich empfinde einen gewissen Stolz, wenn ich Belstaff trage, weil diese britische Marke den Inbegriff des Abenteuers, des Überwindens von Grenzen verkörpert“, so Skipper Sir Ben Ainslie.

    Die 23-teilige Kollektion, die Belstaff-Legenden und haltbare Hochleistungsmaterialien verbindet, wird ab April nächsten Jahres erhältlich sein.

    INEOS übernahm Belstaff im Oktober 2017.

    1 minute lesezeit Ausgabe 18
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    Belstaff

    BELSTAFF hat sehr viel übrig für Menschen, die das Risiko lieben, die das Abenteuer magisch anzieht und die sich nicht scheuen, ungewöhnlichere Wege zu gehen. Klingt sehr nach INEOS.

    The Road Less Travelled - Eine Original-Podcast-Serie

    Genau hier treff en sich die beiden. Die legendäre britische Bekleidungsmarke wurde 2017 von INEOS übernommen und die beiden verstehen sich prächtig.

    Nun kommt die Öffentlichkeit in den Genuss einer Original-Podcast-Serie von Belstaff , die das Leben von fünf Menschen mit unterschiedlichen Begabungen vorstellt, die ungewöhnliche Wege beschritten, indem sie sowohl die Rolle in Frage stellten, die man ihnen zugedacht hatte, als auch den Status quo ganz allgemein.

    Ihre Geschichten werden in der Podcast-Serie mit dem Titel „The Road Less Travelled“, zu Deutsch etwa „Der ungewöhnliche Weg“, erzählt, die von GQ Magazine als perfektes Antidot für die Mühen des morgendlichen Wegs zur Arbeit beschrieben wurde.

    In der ersten Serie spricht Reggie Yates – der selbst ganz gut weiß, was harte Arbeit und eigene Wege bedeuten – mit den Schauspielern Stanley Tucci (Der Teufel trägt Prada), Raleigh Ritchie (Game of Thrones), Naomie Harris (Moonlight), Andrew Scott (Fleabag) und Emma Mackey (Sex Education).

    Von Reggie Yates

    ERSTE FOLGE - STANLEY TUCCI

    In dieser Folge erzählt Schauspieler, Schriftsteller und Regisseur Stanley Tucci von seiner künstlerischen Entwicklung und seinem Weg aus einem kleinen Ort im Bundesstaat New York, seine Rolle in Frasier als scheuer Anrufer in der Radiosendung bis hin zu seiner für einen Oscar nominierten Rolle in dem von der Kritik hochgelobten Drama „Spotlight“.

    Stanleys Leben, die von ihm dargestellten Charaktere und seine Geschichten spiegeln seinen eigenen bemerkenswerten Weg wider – er selbst sieht dies als wesentlichen Teil seiner künstlerischen Entwicklung.

    ZWEITE FOLGE - RALEIGH RITCHIE

    In dieser Folge treffen wir den Schauspieler Jacob Anderson, als Musiker bekannt unter dem Künstlernamen Raleigh Ritchie. Raleigh verließ seine Familie in Bristol und zog in ein Hostel in London, wo er den ganzen Tag lang vorsang, nachts sein nächstes Album aufnahm und schließlich die große Rolle des „Grey Worm“ in der Serie „Game of Thrones“ erhielt, die seine Karriere bis hinauf in die Stratosphäre Hollywood beflügelte.

    Raleighs persönliche Auseinandersetzung mit seiner Identität, seinem plötzlichen Ruhm und seiner gemischten Abstammung sind die Wurzeln seiner ganz speziellen Weltsicht. Sie verstärkt seine Sehnsucht nach Authentizität – in seinen Rollen, seiner Musik und seinem Leben.

    DRITTE FOLGE - NAOMIE HARRIS

    In dieser Folge geht es um Naomie Harris, eine mehrfach preisgekrönte Schauspielerin und Star des mit dem Oscar ausgezeichneten Films „Moonlight“. Naomie spricht über ihre Gemeinde-Theaterschule in Nord- London, ihre Erfahrung als Außenseiterin an der Universität Cambridge und darüber, wie dieses Hervortreten aus der eigenen Kultur, diese Distanzierung schließlich zu ihren Kinoerfolgen führte.

    Naomies Vorliebe für starke Frauenrollen, von Eve Moneypenny bis Winnie Mandela, ist mit einer Neuinterpretation geschichtlicher Vorgaben verbunden und verleiht Ikonen der Popkultur Menschlichkeit, Komplexität und Persönlichkeit.

    VIERTE FOLGE - ANDREW SCOTT

    In dieser Folge spricht Andrew Scott über seine Homosexualität im katholischen Irland, Vergebung für die Kirche und seine neueste Rolle in der von der Kritik hochgelobten Serie „Fleabag“, die das Potenzial hätte, die Wahrnehmung von Priestern im heutigen Großbritannien zu verändern.

    Andrews tiefe Liebe zur Natur des Menschen, ob Verspieltheit, Unsicherheit oder Erfolgsstreben, haben seinen Weg als Schauspieler, als Freund und als zwielichtige Figur – Spectre und Sherlock – maßgeblich beeinflusst.

    FÜNFTE FOLGE - EMMA MACKEY

    In dieser Folge wird Emma Mackey, Schauspielerin und Star der Netflix-Serie „Sex Education“, präsentiert. Emma spricht über ihre Kindheit und Jugend in der französischen Provinz, ihren Versuch, Teil der Klassengemeinschaft zu sein, und die Realität des Drehens von Sex-Szenen.

    Emmas eigene Persönlichkeit und die Persönlichkeit, mit der sie im Film berühmt wurde, machen jeweils eine bestimmte Individualität aus. Und das ist etwas, was in der modernen Gesellschaft ihrer Meinung nach heiß begehrt ist.

    WWW.BELSTAFF.CO.UK/PODCAST-AW19.HTML

    Der richtige Standort

    Belstaffs Lust auf Veränderung ist ungebrochen. Man ist auf der Suche nach einem besseren Standort für den Londoner Flagship-Store.

    BELSTAFF setzt seine kühne Expansion in britischen und europäischen Einkaufsstraßen weiter fort. Seit INEOS im Oktober 2017 die legendäre britische Bekleidungsfi rma übernahm, werden Läden wieder geöffnet und an neue Standorte verlegt. Die neueste Entscheidung ist ein neuer Flagship- Store in der Londoner Regent Street, der mit seinem eklektischen Angebot aus legendären britischen und internationalen Marken jährlich 50 Millionen Besuchende anzieht.

    In den vergangenen sechs Jahren lag der Flagship-Store in der New Bond Street, doch in Anbetracht der neuen Vision für das Laden-Design und des Schwerpunkts auf Gemeinschaftsbildung war es Zeit für einen Umzug.

    Der neue Store liegt nahe an Soho, einer der lebendigsten Londoner Stadtviertel, und diese Umgebung wird das Design des neuen Ladens prägen.

    „Der Raum verwandelt sich mühelos von einem typischen Laden in einen Treff - punkt der Gemeinschaft, weil die Einrichtungsgegenstände mit Rollen versehen und daher beweglich sind“, erklärte CEO Helen Wright. Und Belstaff wird das nützen.

    Geplant sind eine Reihe von kuratierten Veranstaltungen mit diversen Gastgeber/ innen sowie besondere Filmvorführungen, Podiumsdiskussionen und Podcast-Aufzeichnungen.

    Wichtige Persönlichkeiten aus Soho waren bereits an der offiziellen Eröffnung beteiligt, übernahmen Bewirtung, Musik und Unterhaltung.

    Wie bei vielen neu gestalteten Belstaff - Stores gibt es reichlich Platz, um die Kundschaft mit Kaffee oder Gin und Tonic zu verwöhnen, während ihre alten Jacken im Haus neu gewachst werden.

    Es wird auch Kurse geben, in denen Kundinnen und Kunden alles über die richtige Pfl ege ihrer Belstaff -Jacken aus gewachster Baumwolle oder aus Leder erfahren.

    Diese Kurse werden gefi lmt und auf den Belstaff -Kanälen verfügbar sein.

    „Sie verweisen auch auf die Bedeutung nachhaltig produzierter Kleidungsstücke fürs Leben“, erklärte Helen Wright.

    Seit beinahe 100 Jahren rüstet Belstaff einige der größten Abenteurer überhaupt aus, darunter die Pilotin Amy Johnson, den Abenteurer T. E. Lawrence und den Revolutionär Che Guevara. „Belstaff produziert die von ihnen getragenen Jacken immer noch“, so Helen Wright. Für Belstaff sind dies aufregende Zeiten.

    Im März wurde der Laden in Spitalfields von INEOS wiedereröffnet.

    Im Mai zog die Münchner Filiale in die Residenzstraße, das lebendige Zentrum der Stadt, um.

    Und im Juli zog Belstaff Glasgow vom Princes Square in deutlich größere Räumlichkeiten in der Ingram Street.

    Aber eines hat sich nicht geändert: die Kundschaft steht immer an erster Stelle.

    7 minuten lesezeit Ausgabe 18
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    Innovation ist nicht imitation

     

    INEOS läuft anderen niemals hinterher. Hat es auch nie getan. INEOS übernimmt gerne die führung und sieht veränderung als chance. Als möglichkeit zur innovation. Als möglichkeit, bessere lösungen zu finden.

    Nachhaltigkeit durch Innovation

    INEOS investiert in hunderte aktive projekte zu themen wie kohlenstoff, wasserstoff, wärme & energie, erneuerbare energien, ressourcen und abfall

    Erneuerbare Rohstoffe aus nachhaltigem holzbasiertem Abfall dienen als Ersatz für herkömmliche Rohstoffe aus öl- und gasbasierten Produkten. Die daraus resultierenden Polymerprodukte von INEOS tragen zu einer messbaren Reduzierung von Treibhausgasemissionen (THG) bei.

    Innovation bedeutet mehr als nur ideen. Man muss die ideen auch umsetzen ...

    THOMAS Edison – der wohl größte Erfi nder aller Zeiten – hatte für alle, die in seine Fußstapfen treten wollten, einige wertvolle Ratschläge. „Der Wert einer Idee“, sagte er, „liegt in deren Umsetzung.“ Als Unternehmen ist INEOS in der Umsetzung großer Ideen unübertroff en. Tag für Tag.

    Pete Williams, INEOS-Konzerndirektor für Technologie, zweifelt daran nicht im Geringsten.

    „INEOS verbessert seine Nachhaltigkeit ständig, und die Produkte tragen zu einer verbesserten Nachhaltigkeit für viele Dinge bei, die wir in unserem Alltag für selbstverständlich halten“, stellte er fest. „Wir möchten unseren Kunden nicht nur heute, sondern auch in 10, 20, 30 Jahren und darüber hinaus wertvolle Produkte liefern. Wenn angesichts einer ständig wachsenden Weltbevölkerung nun also die Nettoemissionen von Kohlendioxid auf Null reduziert werden sollen, wird INEOS Anpassungen vornehmen und mitgehen, um Bedürfnisse zu erfüllen, Herausforderungen zu bewältigen und neue Chancen zu ergreifen.“

    Und dafür ist die Innovationskraft entscheidend. Innovationen und Nachhaltigkeit sind bei INEOS untrennbar miteinander verbunden.

    INEOS-Produkte liefern bereits einen wertvollen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit, indem eine breite Palette an Produkten für verschiedenste Industrien angeboten wird – von der Automobilindustrie über das Gesundheitswesen und die Medizin, die Luft- und Raumfahrt, erneuerbare Technologien, die Bauindustrie, Elektronik, Elektroartikel und Haushaltswaren bis hin zur Verpackung.

    In unabhängigen Berichten wurde berechnet, dass sich die Treibhausgasemissionen mehr als verdoppeln würden, wenn Polymere in maximalem Ausmaß durch die nächstbeste Alternative ersetzt würden.

    „Und wir streben nach weiteren Innovationen, um in Zukunft noch mehr beitragen zu können“, so Pete Williams.

    Das Unternehmen arbeitet tagtäglich an Effizienzverbesserungen seiner Standorte und an einer Reduktion der Emissionen.

    Effizienter betriebene Anlagen sind nicht nur für die Umwelt besser, sie ermöglichen auch Einsparungen und Investitionen an anderer Stelle.

    Die von INEOS hergestellten Polymere enthalten vor allem Kohlenstoff . „Und wir sehen es als unsere Aufgabe an, mit diesem Kohlenstoff sehr sorgsam umzugehen“, erklärte Pete Williams. „Es ist unsere Aufgabe, den Kohlenstoff so effi zient wie möglich zu nutzen und so viel wie möglich zurückzugewinnen und wiederzuverwerten.“

    INEOS hat bereits neuartige Polymere eingeführt, die Recycling-Kunststoff e enthalten.

    Wir untersuchen auch den Einsatz von Kohlenstoff biologischen Ursprungs – also Kohlenstoff aus natürlichen Quellen außer Öl und Gas – und bieten neue Bioprodukte an, wie etwa Biovyn. „Alle diese Produkte tragen zu einer weiteren Reduzierung der Emissionen bei“, versichert Pete Williams.

    Um wirklich nachhaltig zu agieren, muss INEOS allerdings ausreichend Gewinne erzielen, dass Investitionen in neue, modernste Produktionsmethoden und -anlagen möglich sind.

    „Ein guter Vergleich wäre etwa ein 30 Jahre altes Auto mit hohem Verbrauch, das durch ein neues, wesentlich sparsameres Modell ersetzt wird“, fährt Pete Williams fort. Und genau das tut INEOS derzeit.

    Im Januar dieses Jahres gab INEOS Pläne für eine Investition von drei Milliarden Euro in einen neuen Propandehydrierungskomplex in Antwerpen bekannt.

    Die Investition, von Vorstandschef Sir Jim Ratcliff e als die größte ihrer Art in Europa seit mehr als einer Generation bezeichnet, wird eine drastische Reduktion der mit der Herstellung von Olefinen verbundenen Emissionen ermöglichen. Und Olefine sind ein wichtiges Zwischenerzeugnis in der Herstellung verschiedenster Produkte für die Anwendung in der Automobil-, Bau-, Transportbranche und im medizinischen Bereich.

    Kurzum, INEOS wird sein Streben nach Nachhaltigkeit weiter fortsetzen und den Herausforderungen eines sich wandelnden Umfelds mit Innovationen begegnen.

    Und dabei spielt es keine Rolle, woher die Ideen stammen. „Gute Ideen können von überall her kommen“, meint Pete Williams. „Von Beschäftigten, Kunden oder Zulieferern.“

    Solche Ideen lassen sich über effi zient arbeitende Netzwerke, etwa das Carbon and Energy Network, rasch verbreiten.

    Greet Van Eetvelde, Leiterin der Energie- und Innovationspolitik bei INEOS, berichtet, dass INEOS an Hunderten von aktiven Projekten in den Bereichen Kohlenstoff , Wasserstoff , Wärme & Energie, erneuerbare Energien, Ressourcen und Abfall beteiligt ist.

    „Bei vielen handelt es sich um Innovationsprojekte in Zusammenarbeit mit Universitäten und anderen Organisationen. Denn wir möchten Fachwissen nutzen und mit sektorübergreifenden Unternehmen kooperieren, um die signifi kanten Vorteile für unsere Branche und darüber hinaus optimal zu nutzen“, führte sie weiter aus.

    Insider/innen wissen bereits, wieviel die chemische Industrie dazu beigetragen hat, dass Autos und Flugzeuge leichter und sparsamer werden.

    Sie wissen, dass es ohne chemische Industrie keine Windturbinen und keine Solarmodule gäbe.

    Sie kennen die Bedeutung der chemischen Industrie für die Wasserversorgung einiger der ärmsten Regionen der Welt.

    „Wir wissen, was wir bisher geleistet haben, was wir derzeit leisten und was wir in Zukunft leisten können, um eine kohlenstoffarme Wirtschaft zu ermöglichen“, bekräftigte Pete Williams. „Die Schwierigkeit besteht wie immer darin, die öffentliche Wahrnehmung unserer Tätigkeit zu verändern.“

    Innovationen im bereich kunststoff-recycling

    Mit seinen zukunftsorientierten, dynamischen ansätzen steht INEOS im zentrum der herstellung vieler neuer, innovativer produkte.

    INOVYN als entscheidender schritt zu einer neuen „grüneren“ PVC-generation

    SEIT seiner Erfindung vor mehr als 100 Jahren wird PVC in erster Linie aus fossilen Brennstoffen hergestellt. In einigen Ländern, etwa Brasilien, wird stattdessen Zucker als Ausgangsmaterial eingesetzt, aber das ist auch nicht unumstritten.

    „In Europa reagiert man besonders empfindlich, wenn Land für etwas anderes als die menschliche Nahrungsmittelversorgung genutzt wird“, so Dr. Jason Leadbitter, Leiter für Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung bei INOVYN.

    Aber die Zeiten ändern sich – und das INEOS-Unternehmen INOVYN steht im Zentrum einer ganz wesentlichen Veränderung. Hier hat man begonnen, anstelle von Gas und Öl Biomasse für die Herstellung der neuesten Generation von PVC zu verwenden. Und das Schöne daran ist, dass es sich dabei um einen erneuerbaren Rohstoff handelt, der in keiner Konkurrenz zur Nahrungsmittelkette steht.

    „Das hat bisher noch niemand versucht“, so Filipe Constant, Geschäftsführer von INOVYN. „Es ist ein absolutes Novum und führt zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um mehr als 90 Prozent gegenüber herkömmlicher PVCErzeugung.“

    Das neue Produkt ist BIOVYN™ – und potenzielle Kunden aus aller Welt, etwa aus Australien, Amerika und der Türkei, bekunden bereits ihr Interesse.

    „Wir hatten bereits unzählige Anfragen aus den verschiedensten Sektoren, etwa der Automobilindustrie, dem medizinischen Bereich und sogar von Fenster- und Rohrherstellern“, berichtete Inna Jeschke, Marketing-Leiterin für Allzweck-Vinyl bei INOVYN.

    Biomasse-PVC führt zu einer reduktion der treibhausgasemissionen um mehr als 90 prozent gegenüber herkömmlicher PVC-erzeugung

    Damit dies möglich wurde, mussten zunächst viele Puzzleteile richtig zusammengefügt werden.

    INEOS O&P in Köln, Deutschland, stellt die Biomasse – das Ausgangsmaterial – bereit und gewährleistet, dass das Material erfolgreich in Bioethylen umgewandelt werden konnte.

    Diese Umwandlung von Bioethylen zur Herstellung von BIOVYN wurde erst durch eine robuste und transparente Norm möglich, die vom weltweit angesehenen Roundtable on Sustainable Biomaterials (RSB, „Runder Tisch für nachhaltige Biomaterialien“) entwickelt wurde. Als das Puzzle fertiggestellt war, fehlten INOVYN nur noch die Kunden. „Produzieren kann man viel, man muss aber auch Kunden finden, die bereit sind, den höheren Preis dafür zu zahlen“, meinte Inna Jeschke.

    Tarkett, ein weltweit vertretener Hersteller von Bodenbelägen, war von der Idee überzeugt. „Wir glauben an das Konzept, gemeinsam Gutes zu tun“, meinte CEO Fabrice Barthélemy. „Und wir sind überzeugt, dass wir dringend neue Modelle brauchen, um die begrenzten natürlichen Ressourcen der Erde zu schonen.“

    Tarkett beabsichtigt, BIOVYN™ für die Herstellung einer neuen Kollektion von Böden einzusetzen, die im nächsten Jahr in Europa auf den Markt kommen soll.

    „Glücklicherweise treiben die skandinavischen Länder die Agenda der erneuerbaren Materialien wirklich voran“, stellte Inna Jeschke fest. Das aus Biomasse hergestellte Rohmaterial wird per Schiff zur INEOS O&P-Anlage in Köln gebracht, wo es im bestehenden Kracker in Bioethylen umgewandelt wird. Dieses wiederum gelangt über eine Rohrleitung in die INOVYNAnlage im deutschen Rheinberg.

    „Wir können nicht von einem biobasierten Material sprechen, weil dem Bioethylen nach wie vor fossiles Ethylen beigemischt wird“, erklärte Jason. „Aber hier spielt die RSB-Norm eine entscheidende Rolle, denn sie sorgt dafür, dass Bioethylen dem BIOVYN- Produkt zugerechnet wird.“

    Er bezeichnet dies als wesentlichen Schritt in INOVYNs Bemühungen um Nachhaltigkeit.

    „Hier wird unser Engagement in der Entwicklung innovativer Lösungen, die die Bedürfnisse der Gesellschaft erfüllen, deutlich sichtbar“, stellte er fest.

    Der „Roundtable on Sustainable Biomaterials“, dessen globale Aufgabe und Zielsetzung die Unterstützung bewährter Praktiken für die nachhaltige Produktion von Biomaterialien ist, äußert sich sehr lobend über INOVYN.

    „Dieses Produkt ist wegweisend in der neu entstehenden biologischen Kreislaufwirtschaft“, so der geschäftsführende Direktor Rolf Hogan.

    Neustart für recyclingkunststoff

    PLASTIKMÜLL, der einst auf der Deponie oder in der Müllverbrennung landete, wird nun wiederverwertet und für die Erzeugung einer Reihe hochwertiger Kunststoff e verwendet. INEOS hat eine Menge Geld in die Erforschung neuer Möglichkeiten investiert, wie diese Recycling-Kunststoff e erneut einer Nutzung durch die Kunden zugeführt werden könnten.

    „Wir wollen nicht allzu viele Worte darüber verlieren, bis wir tatsächlich etwas vorweisen können“, so David Kirkwood, Polymer-Geschäftsleiter. „Aber die Verwendung von 50 Prozent oder mehr Recycling- Kunststoff in unseren Produkten ist schon eine große Leistung.“

    INEOS hofft, dass seine langfristigen Verträge mit Recyclingfirmen wie Viridor der Öffentlichkeit signalisieren, dass Plastikmüll eine wertvolle Ressource ist, die wiederverwertet, nicht einmalig verwendet und weggeworfen werden sollte. Dafür hat man gemeinsam einen Plan ausgearbeitet.

    Haushaltsabfälle werden gesammelt, sortiert und gereinigt, bevor sie zu Recycling- Kunststoff -Pellets verarbeitet werden, aus denen INEOS dann zusammen mit einem hochwertigeren Kunststoff in seinen Anlagen ein Produkt herstellt, das genauso gut ist wie das Original.

    „In die Entwicklung und Produktion dieses völlig neuen Angebots sind auf INEOS-Seite viel Werkstoffwissenschaft und Verfahrenstechnik eingeflossen“, erklärte CEO Rob Ingram. INEOS-Kunden äußern sich sehr positiv über die neue Produktpalette „Recycl-IN“.

    Die verwendung von 50 prozent oder mehr recycling-kunststoff in unseren produkten ist schon eine grosse leistung

    In der Vergangenheit waren Markenhersteller und Konsumenten von Recycling- Kunststoff en nur mäßig begeistert, weil sie im Recycling-Prozess einiges an Qualität einbüßten und das Endprodukt einfach nicht dieselbe Qualität aufwies. Dieses Hindernis konnte mit Recycl-IN nun überwunden werden. Recycl-IN kann für viele Haushaltsprodukte genau in derselben Weise verwendet werden wie normale Kunststoffe. „Sie würden den Unterschied beispielsweise an einer Waschmittelfl asche nicht merken“, meinte David Kirkwood.

    Damit alles reibungslos läuft, benötigt INEOS eine konstante Versorgung mit Recycling- Pellets. Viridor wird im nächsten Jahr eine hochmoderne Recycling-Anlage im englischen Avonmouth eröffnen, um der Nachfrage gerecht zu werden.

    „Die Schwierigkeit besteht für INEOS darin, dass wir in der Wertschöpfungskette auf andere angewiesen sind. Wir benötigen die Rohmaterialien, und das beginnt damit, dass jeder von uns seinen Plastikmüll der Wiederverwertung zuführt“, erklärte Gabriella Isidro, Leiterin Geschäftsentwicklung. „In der Wertschöpfungskette müssen alle zusammenarbeiten. Jeder von uns ist nur ein kleines Zahnrad im Getriebe.“

    Wie bei jedem anderen Prozess hängt das Endprodukt von den Ausgangsmaterialien ab. „Stehen am Anfang viele verschiedene Farben, wird das Endprodukt grau sein“, erläuterte Gabriella Isidro weiter.

    Da sich nicht zu 100 Prozent kontrollieren oder feststellen lässt, wofür diese Produkte verwendet worden waren, untersagt die Europäische Union den Kontakt dieser Materialien mit Lebensmitteln.

    Liz Rittweger, Geschäftsführerin INEOS Olefins & Polymers, meint, die Wiederverwertung von Kunststoff en wäre zwecklos, wenn die Gesellschaft sich weigere, Recycling- Produkte zu verwenden.

    „Dies ist keine PR-Übung“, meinte sie. „Recycl-IN führt große Mengen von Recycling-Kunststoff einer sinnvollen Verwendung zu.“

    Neue typen aus elektroschrott

    ZWEI innovative Unternehmen mit der gemeinsamen Vision einer Kreislaufwirtschaft haben nun mit der kommerziellen Produktion hochwertiger Kunststoffe aus bis zu 70 Prozent Recycling- Material begonnen.

    INEOS Styrolution und das österreichische Recycling-Unternehmen bage plastics haben perfekte Rezepturen für die allerersten ABS-Regranulate gefunden, die den Produkten aus fossilen Rohstoffen um nichts nachstehen.

    „Durch diese Partnerschaft werden deren Rezyklate und eine erstklassige Sortiertechnologie mit unserer Kompetenz in der Herstellung sowie unserer Innovationsfähigkeit kombiniert“, so ein Sprecher von INEOS Styrolution. INEOS Styrolution wird wiederverwertete Kunststoffe aus Elektround Elektronikschrott für die Erzeugung der neuen Type mit der Bezeichnung TERLURAN ® ECO GP-22 verwenden.

    „Diese Zusammenarbeit bringt uns auch dem INEOS-Ziel näher, pro Jahr mindestens 325 Kilotonnen an Recycling-Material in unsere Produkte aufzunehmen“, erklärte Sven Riechers, stellvertretender Geschäftsführer, Standardprodukte EMEA.

    Ubis zu 70 prozent recyclingmaterial wird nun bereits in der erzeugung hochwertiger kunststoffe eingesetzt

    Bage plastics stellt aus Kunststoffabfällen hochwertige Kunststoffgranulate und Compounds her. Daher liegt es im Interesse beider Unternehmen, möglichst viel Material für die Wiederverwertung zu erhalten.

    „Wir wollen sowohl den Abfall minimieren als auch selbst umweltschonend arbeiten“, erklärte Geschäftsführer Philipp Baum.

    INEOS Styrolution beschäftigt etwa 3.500 Menschen und betreibt 20 Produktionsstandorte in zehn Ländern.

    Global Denken - Globales Handeln

    Innovation wird bei INEOS Großgeschrieben und das bringt vielerlei vorteile

    Saubere Brennstoffe

    Die North West Hydrogen Alliance ist derzeit bestrebt, die für die Dekarbonisierung des Vereinigten Königreichs bereitgestellten Mittel optimal zu nutzen. Das INEOS-Unternehmen INOVYN arbeitet seit einiger Zeit mit der britischen Regierung daran, Wasserstoff als Weg in eine kohlenstoffarme Zukunft zu etablieren. Im Tätigkeitsbereich von INOVYN fällt Wasserstoff seit mehr als 100 Jahren als Nebenprodukt an. Man ist gerne bereit, hier zu investieren, wenn lokale und zentrale Regierungsstellen sowie andere Unternehmen mitmachen und sich an der Entwicklung der nötigen Infrastruktur beteiligen.

    Symbiose verschiedener Industrien

    Im britischen Hull laufen letzte Vorbereitungen für einen INEOS-Plan zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen durch verschiedene Industrien. Durch gemeinsam genutzte Ressourcen lassen sich die Kohlendioxidemissionen um etwa 4.100 Tonnen pro Jahr senken. Das von der EU fi nanzierte vierjährige EPOS-Projekt suchte für fünf energieintensive Industrien – chemische Industrie, Stahlindustrie, Zementindustrie, Mineralölwirtschaft und Maschinenbau – nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Effizienz sowie nach Wegen zur Kostensenkung und Verringerung der Kohlendioxidemissionen.

    Partnerschaften

    INEOS verwendet mittlerweile 50 Prozent und mehr Recycling-Kunststoff für die Herstellung einer Reihe von Polymeren mit hoher Spezifi kation. Um die konstante Verfügbarkeit von Plastikmüll für die Produktpalette Recycl-IN sicherzustellen, unterzeichnete INEOS langfristige Vereinbarungen mit Recycling- Unternehmen wie Viridor. Gemeinsam möchte man der Öffentlichkeit signalisieren, dass Plastikmüll eine wertvolle Ressource ist, die wiederverwertet, nicht einmalig verwendet und weggeworfen werden sollte.

    „Sustainable Innovation Awards“

    INEOS fördert mit seinen Sustainable Innovation Awards Innovationen aus der nächsten Generation von Ingenieurinnen und Ingenieuren. Aufbauend auf seinen Kontakten zu verschiedenen Universitäten und Projekten in Forschung und Innovation initiiert INEOS ein Awards-Programm für Master-Arbeiten an ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten. Viele der ausgezeichneten Personen treten zu einem späteren Zeitpunkt in das Unternehmen ein.

    Biomasse

    INOVYN verwendet nunmehr auch Biomasse – neben Gas und Öl – für die Herstellung der neuesten PVC-Generation. Das hat bisher noch niemand versucht. Es ist ein absolutes Novum und es führt zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um mehr als 90 Prozent gegenüber herkömmlicher PVCErzeugung. Das neue Produkt ist BIOVYN™ – und potenzielle Kunden aus aller Welt bekunden bereits ihr Interesse.

    Netzwerke

    Das konzernweite Netzwerk CEN (Carbon & Energy Network) der INEOS-Gruppe unterstützt in allen zugehörigen Unternehmen standortspezifi sche bewährte Praktiken, initiiert neue Geschäftsmöglichkeiten und fördert Innovationen.

    Mit Volldampf voran

    Im Rahmen des Projektes ECLUSE beteiligte sich INEOS Phenol in Antwerpen an der Finanzierung einer 5km langen Pipeline für andere Unternehmen. INEOS konnte aus der Müllverbrennungsanlage INDAVER/SLECO in Doel bereits Dampf in sein eigenes Werk leiten, andere Chemieunternehmen jedoch nicht. Dank der Pipeline, die alle mit INDAVER/SLECO verbindet, können sie das nun. Die Pipeline wird ebenfalls helfen, die Treibhausgasemissionen um 100.000 Tonnen jährlich zu reduzieren.

    Investition

    INEOS bahnbrechende Entscheidung für die Lieferung von preisgünstigem US-Gas nach Europa war der Wegbereiter für weitere Investitionen in neue, umweltfreundlichere und ökonomisch sinnvolle Infrastruktur in Antwerpen.

    Global Denken - Globale Versprechen

    Im rahmen seines engagements für eine neue kreislaufwirtschaft hat INEOS sich selbst vier ehrgeizige ziele bis zum jahr 2025 gesetzt

    325,000 INEOS strebt es an, mindestens 325.000 tonnen an recyclingmaterial in seine produkte aufzunehmen

    30% INEOS plant, einen anteil von durchschnittlich 30 prozent recyclingmaterial für produkte, die für styroporverpackungen in Europa vorgesehen sind, zu erreichen

    50% INEOS plant, eine palette von polyolefin-produkten für verpackung anwendungen in europa anzubieten, die mindestens zu 50 prozent aus recyclingmaterial bestehen

    100% INEOS will sicherstellen, dass 100 prozent der polymerprodukte wiederverwertet werden können

    Lesen Sie mehr über die INEOS-Initiativen für Innovation und Nachhaltigkeit auf: www.ineos.com/sustainability

    14 minuten lesezeit Ausgabe 18
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    Die Chemie Stimmt

    NACH 20 Jahren Investitionen und Innovationen hat INEOS sich nicht bloß zu einem der größten Hersteller von Chemikalien und Erdölerzeugnissen entwickelt. INEOS ist heute ein Unternehmen, das sich der Kreislaufwirtschaft, der Lösung des Plastikmüllproblems, der Umsetzung bewährter Praktiken und der Sicherung des Wohlbefi ndens und des Potenzials zukünftiger Generationen verschrieben hat.

    INEOS ist durch neue Technologien, Prozesse und Partnerschaften exponentiell gewachsen, hat ungeliebte Unternehmen übernommen, Anlagen von Weltklasse aufgebaut und bestehende Anlagen wiederbelebt.

    Und INEOS hat in den letzten Jahren mutige Schritte abseits seiner herkömmlichen Märkte gewagt, nämlich in den Automobilsektor, in den Mannschaftssport und in die Förderung junger Talente.

    INEOS' Überzeugung, Engagement und starker Teamgeist haben sich auch dort als Erfolgsformel erwiesen, und sie bilden nach wie vor das Fundament der Zukunftsstrategie.

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    4 minuten lesezeit Ausgabe 18
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    Six rivers - projekt

    Island. Wild. Wunderschön. Unberührt. Und eine der letzten Zufluchtsstätten des Atlantischen Lachses.

    Die Bestände sind in den letzten Jahren weltweit rapide zurückgegangen – die Gefährdung rückt bedrohlich nahe.

    Doch anstatt alle Hoffnung aufzugeben, engagiert eine kleine Gruppe von Menschen in Island, wo die Bestände noch intakt sind, sich nun für den Schutz dieser Art, bevor es zu spät ist.

    INEOS-Vorstandsvorsitzender und -Gründer Sir Jim Ratcliffe, selbst begeisterter Fliegenfischer, ist einer von ihnen.

    FORSCHENDE aus Island und Großbritannien arbeiten nun gemeinsam an einem größeren Plan zur Rettung des Atlantischen Lachses. Teams des Imperial College London und des Marine & Freshwater Research Institute in Island wurden vom INEOS-Vorstandsvorsitzenden und -Gründer Sir Jim Ratcliff e gemeinsam hinzugezogen.

    Sie werden in den nächsten vier Jahren Zeit und Energie in die Erforschung der Bedrohungen investieren, die das Überleben des Lachses außerhalb seiner Zufl uchtsstätten in den Flüssen Selá, Hofsà, Miðfjarðará und Sunnudalsá im off enen Meer gefährden.

    „Die Ursache für die weltweit abnehmenden Bestände ist nicht wirklich bekannt“, so Professor Guy Woodward, akademischer Projektleiter.

    Die von INEOS gesponserte PhD-Studentin Olivia Morris, die gemeinsam mit einem PhD-Studenten aus Island die neuen und alten Daten analysieren wird, nennt eine Reihe möglicher Gründe, wie etwa Klimawandel, Umweltverschmutzung und die Zerstörung ihrer Lebensräume. In Island läge es jedoch eher an den Fischfarmen und an der pelagischen Fischerei.

    „Die Populationen in Island sind noch relativ gesund, weil viele Probleme, die sich für den Lachs anderswo ergeben, hier noch nicht stark ausgeprägt sind“, erklärte Professor Woodward. „Das bedeutet, dass die wahrscheinlichen Ursachen in Island leichter zu identifi zieren sein dürften und wir anhand des hier erstellten Modells zukünftige Veränderungen vorhersagen könnten, bevor sie eintreten.“

    Der Strengur Angling Club, der seit Kurzem die Angelrechte an den Flüssen Miðfjarðará und Sunnudalsá verwaltet, schützt die Flüsse Selá und Hofsá schon seit Jahrzehnten.

    Seit 2004 beschränkt der Club das Gerät, das die Angler verwenden dürfen; 2012 wurde die Regel des Fangens und Freilassens eingeführt. Vor Kurzem wurde auch die Verwendung von großen Haken am Fluss Selá verboten.

    Im Laufe der Jahre wurden außerdem Lachstreppen errichtet, über welche die Lachse neue Laichgründe weiter fl ussaufwärts erreichen können.

    Die jüngste – die Miðfjarðará-Treppe – konnte 2017 dank einer Investition von Sir Jim Ratcliff e eröff net werden.

    „Ohne ihn wäre das nicht möglich gewesen“, berichtete Club-Direktor Gísli Ásgeirsson, der auch über Pläne für zwei weitere Lachstreppen sprach.

    Aber damit ist es nicht getan. Die neuesten Forschungen des Imperial College und des isländischen Instituts bauen auf der Arbeit von Strengur auf und fließen in laufende Schutzbestrebungen ein.

    Bisher wurden im Rahmen des Projekts von Botanikern Lärchen, Birken und Weiden gepflanzt, die den Boden an den Flüssen anreichern sollen.

    „Dieses Projekt ist sehr neu; so etwas wurde bisher in Island nicht versucht“, erklärte die Forstwirtin Else Møller. „Wenn die Vegetation an den Flüssen gesünder ist, finden auch die Organismen in den Flüssen gesündere Lebensbedingungen vor. Das hängt alles zusammen.“

    In fünf Flüssen werden außerdem Eier von einheimischen Lachsen weiter flussaufwärts ausgesetzt. Die ersten wurden bei Temperaturen von minus 10 °C im Kies vergraben.

    „Durch das Einbringen der Eier in den Fluss hoffen wir, in den nächsten fünf oder zehn Jahren einen gesünderen und robusteren Bestand zu haben“, erklärte Jon Magnus Siguroarson, Vorsitzender der Hofsá River Association.

    Das Team kennzeichnete außerdem 1.000 Smolts (Lachse vom 2. bis zum 4. Lebensjahr), um zu verfolgen, wohin sie ziehen.

    Gemeinsam werden die wissenschaftlichen und akademischen Teams erkunden, was die abnehmenden Bestände verursacht und was geschehen muss, um diese Entwicklung umzukehren.

    Guðni Guðbergsson, Leiter der Abteilung Süßwasser am Marine & Freshwater Institute, stellte fest, das von INEOS finanzierte Forschungsprojekt würde viel zum Schutz des Lachses im Nordosten Islands beitragen.

    „Wir wachen seit 40 Jahren über die Flüsse im Nordosten Islands und werden dies neben dem Projekt auch weiterhin tun. So können wir bestehende und neue Daten noch genauer analysieren“, erklärte er.

    Ein wunderbarer fisch

    Alle am Projekt Beteiligten sind sich in ihrer großen Bewunderung für den Atlantischen Lachs einig – der einiges an Strapazen überstehen muss.

    Dieser unglaubliche Fisch wandert im Laufe seines Lebens viele tausend Kilometer, kehrt aber zum Laichen immer in denselben Süßwasserfl uss zurück, dem er selbst entstammt.

    „Manchmal verbringt er zwei Jahre der Reife im offenen Meer, sein Geruchssinn führt ihn aber immer wieder zurück nach Hause“, erklärte Professor Guy Woodward vom Imperial College London.

    Und er schwimmt nicht nur schnell, er kann bis zu 3,6 m hoch springen.

    Jim ist dabei

    In Zusammenarbeit mit dem Strengur Angling Club, der das beste Fliegenfischen der Welt anbietet, initiierte INEOS Vorstandsvorsitzender und - Gründer Sir Jim Ratcliffe eine Reihe von Investitionen zum Schutz des Landes, der Flüsse und des Lachses im Nordosten Islands.

    Eier aussetzen

    Weiter flussaufwärts wurden Eier im Kies im Flussbett vergraben, um gesündere und robustere Bestände heranzuziehen. Die Lachse werden die erste Zeit ihres Lebens im Süßwasser verbringen, bevor sie ins offene Meer wandern. Nach einigen Jahren kehren sie zum Laichen an den Platz zurück, dem sie selbst entstammen.

    Baumpflanzungen

    Botaniker/innen pflanzten Lärchen, Birken und Weiden, die den Boden an den Flüssen anreichern sollen. Eine gesündere Vegetation an den Flüssen führt zu gesünderen Lebensbedingungen für die Organismen in den Flüssen.

    Smolts

    1.000 Smolts (Lachse vom 2. bis zum 4. Lebensjahr) wurden gekennzeichnet, damit die Wissenschaftler/innen ihr Verhalten studieren können.

    Lachstreppen

    Bisher wurden drei Lachstreppen errichtet, über welche die Lachse neue Laichgründe weiter flussaufwärts erreichen können. Es gibt Pläne für zwei weitere.

    Das langfristige ziel für das lachsfischen in island

    Die flüsse Islands sind weltbekannt für das Lachsfi schen – und ziehen jedes Jahr begeisterte Fischer/innen aus der ganzen Welt an.

    Der vor etwa einem Jahr verstorbene frühere US-Präsident George H. W. Bush gehörte zu jenen, die am Fluss Selá fischen.

    „Das Fischen am Selá ist beinahe unbeschreiblich“, staunte er. „Der Fluss ist unglaublich schön. Die Fische, die gerade aus dem Meer kommen, sind wahre Kämpfernaturen und wunderschön anzusehen.“

    Doch wenn die Lachspopulation in Island ebenso schwindet wie in Norwegen, Schottland und Irland, könnte auch diese Einnahmequelle für die Farmer in den entfernten Gegenden Nordostislands, wo es den Fischen derzeit bestens geht, versiegen.

    Denn das Sportfischen verschafft ihnen, wenn es respektvoll betrieben wird (d. h. alle gefangenen Fische wieder vorsichtig freigelassen werden) ein gutes Einkommen.

    INEOS-Vorstandsvorsitzender und -Gründer Sir Jim Ratcliffe, selbst ein ausgezeichneter Fliegenfischer, arbeitet seit Jahren mit dem Strengur Angling Club zusammen, der Fliegenfischen von bester Qualität auf der ganzen Welt anbietet.

    Gemeinsam hoff t man, die Einnahmen aus dem Weltklasse-Lachsfischen zu erhöhen, damit Strengur seine Geschäfte erweitern und mehr Schutzprojekte unterstützen kann.

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    OGC Nizza in neuen Händen

    Auf dem Platz und abseits des Platzes herrscht Aufregung, als INEOS einen der ältesten Fußballvereine Frankreichs übernimmt

    EINER der ältesten Fußballvereine in der französischen Geschichte ist nun in INEOS' Hand. INEOS Football übernahm den OGC Nizza, eines der Gründungsmitglieder der französischen Fußballliga.

    „Der Club bietet alles, was wir von einem guten Fußballverein erwarten“, so CEO Bob Ratcliffe. „Gute Spieler. Einen guten Kader. Echte Begeisterung.

    Und wenn wir das mit den Werten von INEOS verbinden, dann erreichen wir unser Ziel.“ Und OGC war vierfacher französischer Meister, kann also auf eine reiche Geschichte zurückblicken. Doch der letzte Pokalsieg wurde im Jahr 1997 erzielt.

    INEOS wird also ein wenig von seiner charakteristischen Entschlossenheit einbringen müssen, damit der Club wieder zu einer europäischen Größe wird.

    „Wir haben viele Vereine unter die Lupe genommen, wie INEOS das auch bei Unternehmen macht, und Nizza erfüllt die Kriterien für Wert und Potenzial“, so INEOS-Vorstandsvorsitzender und -Gründer Sir Jim Ratcliffe.

    Solange Claude, Vorsitzende von CDS 1947, einem Fan Club des Vereins, meinte, die Stadt identifiziere sich stark mit ihrem Fußballverein und würde große Hoffnung in die Übernahme durch INEOS setzen.

    „Wir gehen mit Hoffnung in diese Saison“, sagte sie. „Auch wenn der Anfang eher mäßig war, wissen wir, dass wir nun mit INEOS alle Hindernisse überwinden und allmählich siegen können.“

    Jean-Pierre Rivère, Präsident von OGC Nizza, spricht von einer allgemein positiven Stimmung.

    „Was jetzt gerade im Stadion passiert, ist einfach unglaublich“, meinte Assistenz Trainer Frederic Gioria. „Ich hätte nie gedacht, dass INEOS eines Tages Eigentümer unseres Vereins sein würde.“

    Für Patrick Vieira, Cheftrainer seit der letzten Saison, ist Erfolg nichts Neues.

    Er spielte für Juventus, Inter Milan, Manchester City, Arsenal.

    „Dass sich INEOS unseres Fußballvereins annimmt, ist ein großer Schritt vorwärts, nicht nur für uns, sondern auch für die französische Liga.“, sagte er. „Die Marke INEOS ist so bekannt. Sie wird unseren Ehrgeiz beflügeln. Wir haben erfahrene Leute, die in der Geschäftswelt erfolgreich waren.“

    Der OGC wurde 1904 gegründet und spielt derzeit in der höchsten französischen Spielklasse, der Ligue 1. Sein hochmodernes Stadion Allianz Riviera bietet Platz für 35.000 Zuschauende. In diesem Jahr fanden dort auch einige Spiele während der FIFA Fußballweltmeisterschaft der Frauen statt.

    Die Entscheidung für die Übernahme des OGC Nizza folgt auf die Übernahme des Fußballclub Lausanne Sport im November 2017.

    „Bei Lausanne haben wir einige Fehler gemacht, aber wir lernen schnell“, meinte Sir Jim Ratcliffe. „Diese Fehler wurden berichtigt und die Vorteile sind bereits erkennbar.“

    Er meinte, Vereine müssten abseits des Fußballfeldes ebenso erfolgreich sein wie auf dem Feld. „Das wird beim OGC Nizza nicht anders sein“, versicherte er. „Wir haben einen Plan und werden ihn einhalten.“

    PATRICK VIEIRA

    Cheftrainer des OGC Nizza und vermutlich einer der besten Spieler seiner Generation. Konnte sowohl für seinen Club als auch für sein Land große Erfolge erzielen.

    Arsenal:

    • 3 x Premier League.
    • 3 x FA Cup.
    • 3x FA Community Shield.

    Inter Milan:

    • 4 x Siere A.
    • 2 x Supercoppa Italiana.

    Manchester City:

    • 1 x FA Cup.

    Frankreich:

    • 1 x FIFA-Fußball- Weltmeisterschaft.
    • 1 x UEFA-Fußball- Europameisterschaft.
    • 1 x FIFA-Konföderationen- Pokal.

    5 minuten lesezeit Ausgabe 18
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    Tour de France challenge

    Mehr als 1.300 INEOS-Beschäftigte von Standorten auf der ganzen Welt radelten 625.387 km – und sammelten damit 104.000 Euro für diverse wohltätige Zwecke.

    Ihre gemeinsamen Anstrengungen in der Tour de France Challenge des Unternehmens entsprachen mehr als 15 Weltumrundungen.

    Zur Anerkennung dieser Bemühungen spendete INEOS für jedes der 52 erfolgreichen Teams 2.000 Euro an eine vom Team ausgesuchte lokale Wohltätigkeitsorganisation.

    Die Herausforderung für alle Teams lautete, jede einzelne Etappe der weltberühmten Tour de France zu fahren – und sie stellten sich der Herausforderung. Sie fuhren ihre Kilometer, ob vor, während oder nach der Arbeit.

    1. 625.387 km wurden zurückgelegt
    2. 15 Mal um die Erde
    3. 1300+ Beschäftigte in 52 Teams
    4. 2000 € Spende pro Team

    2 minuten lesezeit Ausgabe 18
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    Sicherheit geht vor

    INEOS sieht gesundheit und sicherheit als oberste priorität an. Doch wie präsentiert man das thema auf eine stets anregende und interessante weise? INEOS O&P in den USA holte sich dafür einen mann, der den everest bezwungen hatte

    JAHR für Jahr werden Hunderte von Menschen in die „Todeszone“ am Mount Everest gelockt. Eine Handvoll ist bereit, dafür zu sterben. Andere riskieren freiwillig, Finger und Zehen durch Kälte zu verlieren, wenn sie dafür den höchsten Berg der Erde erobern können.

    „Das mag ihre Vorstellung von Erfolg sein“, meinte Rhys Jones, der an seinem 20. Geburtstag auf dem 8.848 m hohen Gipfel des Mount Everest stand. „Meine ist es nicht.“ Rhys führt heute ein Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Menschen an die lebensfeindlichsten Orte dieser Erde zu geleiten. Er nimmt Risiken in Kauf. Aber nur kalkulierte Risiken.

    Und als jemand, der unvorstellbare Gefahren erlebt hat, hält er in Unternehmen regelmäßig Vorträge zu den Themen Sicherheit, Risiken und Teamwork.

    „Es gibt viele Parallelen zwischen dem, was in einem Unternehmen wie INEOS geschieht, und dem, was auf einem Berg geschieht“, erklärte er. „Im Unternehmen arbeitet man ständig unter gefährlichen Bedingungen. Ich bin nur auf den Bergen in Gefahr.“

    Rhys, mittlerweile 33, wurde von INEOS O&P USA vor Kurzem zu einem Vortrag beim jährlichen Sicherheitstraining am Standort Chocolate Bayou in Texas eingeladen.

    „Während der Planungen für das Event fordern wir alle dazu auf, kreative Sicherheitsbotschaften zu finden“, berichtete Michael Brocato, Umweltingenieur. „Durch einen frischen Ansatz hoffen wir, unsere Beschäftigten zu mehr Sicherheit zu inspirieren und zu motivieren. Es spielt keine Rolle, ob man bei INEOS arbeitet oder auf dem Gipfel des Everest steht, Sicherheit bleibt Sicherheit.“

    Während seines Vortrags für das US-Team ging Rhys auf diverse Einstellungen zum Thema Risiko ein und hob hervor, dass Sicherheit immer oberste Priorität sein muss.

    „Eine erfolgreiche Expedition ist meiner Meinung nach eine, bei der niemand verletzt wird“, meinte er. Aber dafür müsste jeder im Team diese Vision teilen. „Als Team muss man das Maß für den Erfolg festlegen“, betonte er. „Und mein Maß lautet, ebenso wie jenes von INEOS, Null Verletzungen.“

    Die INEOS-Beschäftigten hörten, wie er vor Kurzem eine Everest-Expedition geleitet hatte.

    „Unser Ziel lautete, so weit wie möglich hinauf zu kommen, ohne dass jemand Erfrierungen oder Verletzungen erlitt“, erzählte er. „Wir waren bereit, gegebenenfalls umzudrehen, und das halbe Team tat das auch.“

    Ein zweites Expeditionsteam, das den Everest am gleichen Tag besteigen wollte, war jedoch anderer Ansicht. Diesem Team gehörte ein Chirurg an, der sagte, er wäre bereit, Finger und Zehen durch Erfrierungen zu verlieren. In dieser Gruppe erreichten alle den Gipfel, aber zwei Drittel hatten Erfrierungen, einer der Teilnehmer verlor alle Zehen.

    „Der Everest lässt intelligente Menschen dumme Risiken eingehen“, meinte Rhys. Bei einer anderen Expedition – zum Aconcagua, dem höchsten Berg Südamerikas – begannen die Augäpfel eines Kletterers einzufrieren, weil er vergaß, seine Schutzbrille aufzusetzen, sobald sich die Sonne zeigte. „Es war eine vermeidbare Verletzung, aber sie wurde für ihn und das gesamte Team zu einem großen Problem“, erzählte Rhys. „Dabei hätte jeder Anwesende ihm helfen und ihn an seine Schutzbrille erinnern können.“ Teamwork wäre entscheidend, meinte er.

    Bei INEOS ist das Achtgeben auf andere im Team unerlässlich. Wir sprechen vom „Brother‘s Keeper“-Prinzip, jede und jeder achtet auf andere Rhys, der in der Welt der Seile, Steigeisen und Eispikkel lebt, meinte auch, Selbstgefälligkeit wäre dort absolut fehl am Platz.

    „Wenn du deine ersten Klettertouren machst, prüfst du dein Gurtzeug, und du prüfst es immer und immer wieder“, sagte er. „Aber nach 1.000 Mal nachsehen wird man leicht selbstgefällig. Das Geheimnis besteht darin, jeden Tag als den allerersten Tag zu sehen, wenn es um Sicherheit geht.“

    Michael meinte, das Team von INEOS O&P USA habe sich von Rhys Vortrag inspirieren und bestärken lassen.

    „Wir kehren oft zu dem Grundsatz zurück, wonach ein erfolgreiches Projekt eines ist, bei dem es in erster Linie keine Verletzungen gibt und erst in zweiter Linie geschäftliche Ziele erreicht werden“, sagte er. „Rhys konnte das sehr gut nachempfinden.“ Er erzählte, einige Beschäftigte hätten sich auch dadurch inspirieren lassen, dass Rhys 2006 vom INEOS-Vorstandsvorsitzenden und -Gründer Sir Jim Ratcliffe gesponsert worden war, um überhaupt die Chance zu erhalten, als jüngster Mensch der Erde die sieben höchsten Berge auf allen sieben Kontinenten zu erklimmen.

    Rhys Jones

    Der englische Bergsteiger war der jüngste Mensch, der den höchsten Gipfel jedes der sieben Kontinente der Erde erklomm. Den Gipfel seines letzten Berges, des Mount Everest, erreichte er an seinem 20. Geburtstag im Jahr 2006. Nun betreibt er gemeinsam mit einem Geschäftspartner „Monix Adventures“, eine auf Luxus-Abenteuerreisen spezialisierte Firma.

    monixadventures.com

    5 minuten lesezeit Ausgabe 18
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    Trash-4-Treats

    INEOS forderte Schülerinnen und Schüler in 10 Grundschulen in der Provinz Westkap dazu auf, Plastik, Glas, Dosen und Papier einzusammeln und die Chance auf einen Gewinn von etwa 3.000 Euro zu erhalten.

    „Die Idee war, aus mühseliger Arbeit eine angenehme Gewohnheit zu machen“, so Caroline Hughes, Sprecherin von INEOS SA. „Und auch den Kindern klar zu machen, dass Abfälle wertvoll sind.“

    Die Schulen, die anfänglich an diesem Trash-4-Treats-Wettbewerb teilnehmen sollten, erhielten zunächst eine Einweisung von einer örtlichen Recyclingfirma, Waste Want, die auch das Wiegen und Abholen des Mülls übernehmen sollte.

    Vor dem Wettbewerb veranstaltete INEOS an jeder Schule eine Müllsammelaktion. Alle Kinder erhielten Einsteiger-Sets, damit sie lernten, zwischen Wiederverwertbarem und nicht Wiederverwertbarem zu unterscheiden. Jedes Kind erhielt Müllsäcke in vier verschiedenen Farben für das Sortieren der Abfälle.

    Am Ende des Wettbewerbs hatten die 13.094 Schülerinnen und Schüler in nur sieben Wochen 5.328 kg Müll gesammelt. Davon waren 1.110 kg Plastikmüll.

    Doch für Caroline und das Team bei INEOS war die geänderte Einstellung der größte Vorteil.

    „Viele Lehrkräfte und Kinder waren verblüff t, als sie erfuhren, was mit Plastikflaschen in der Wiederverwertung geschieht.“ – Caroline Hughes, Sprecherin INEOS SA

    „Viele von ihnen hatten keine Ahnung, warum Müll ein Problem war“, berichtete Caroline. „Aber wir hoffen, dass die Kinder – die die fi nanziellen Vorteile und Vorteile für die Umwelt erleben durften – ihre Umgebung weiterhin sauberhalten werden.“

    Gewinner war die Grundschule Mitchells Heights, die 1.519 kg wiederverwertbare Abfälle zusammenträgt. „Ich beobachte eine große Veränderung an unseren Schülerinnen und Schülern, seit wir an Trash-4-Treats teilgenommen haben“, erzählte ein Lehrer.

    „Sie achten nun auf ihr Schulgelände und weisen andere zurecht, wenn sie Müll einfach fallen lassen. Es ist sehr schön zu sehen, dass Kinder sich aktiv für ihre Umwelt engagieren. Wir haben in Mitchells Heights eine Revolution der Sauberkeit angestoßen.“

    Alle Schulen planen dennoch, weiterhin mit dem Recycling-Zentrum zusammenzuarbeiten, das für den Müll bezahlt.

    Caroline berichtete, dass vor Ort besonders der Recycling-Kunststoff gefragt wäre. „Viele Lehrkräfte und Kinder waren verblüff t, als sie erfuhren, was mit Plastikflaschen in der Wiederverwertung geschieht“, stellte sie fest.

    Nächstes Jahr beabsichtigt INEOS, Trash-4-Treats und das beliebte Maskottchen Trashy an weiteren Schulen in Südafrika vorzustellen.

    Trashy

    Das neue Maskottchen, das die Kinder inspiriert und motiviert.

    1.519 kg

    Gewinner war die Grundschule Mitchells Heights, die 1.519 kg wiederverwertbare Abfälle zusammentrug.

    3,75 Spitzmaulnashörner

    Am Ende des Wettbewerbs hatten die 13.094 Kinder in nur sieben Wochen 5.328 kg Müll gesammelt. Davon waren 1.110 kg Plastikmüll. Das entspricht dem Gewicht von 3,75 Spitzmaulnashörnern!

    Für weitere Informationen besuchen Sie: trashfortreats.webtestsite.co.za

    2 minuten lesezeit Ausgabe 18
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    Zwei millionen kinder

    EINE INITIATIVE, die Kinder fit fürs Leben machen will, hat seit ihrer Einführung im Jahr 2012 gewaltige Fortschritte gemacht. The Daily Mile gibt es mittlerweile an 10.000 Schulen in 71 Ländern – und sie wächst stets weiter.

    „Die Kinder lieben sie, darum funktioniert sie“, so die Gründerin von The Daily Mile, Elaine Wyllie, deren leidenschaftlicher Einsatz für Gesundheit und Wohlbefinden von Kindern die weltweite Kampagne beflügelte.

    Im Oktober hat sich die 10.000. Schule der Bewegung angeschlossen, sodass nun insgesamt mehr als zwei Millionen Kinder jeden Tag 15 Minuten laufen.

    Im nächsten Jahr wird der Schwerpunkt für die The Daily Mile Foundation, die von INEOS finanziert wird, darin bestehen, die Zahl der teilnehmenden Schulen in Amerika zu steigern.

    „Derzeit haben wir in der Hälfte der Bundesstaaten zumindest eine teilnehmende Schule, im ganzen Land sind es mehr als 100“, so John Mayock, Direktor des The Daily Mile-Projekts.

    Bill Russell, ein Mitglied des Gründungsteams, leitet die US-Kampagne von seinem Büro bei INEOS O&P in Houston. Er ist bestrebt, Partner zu finden, die ihm bei der landesweiten Umsetzung behilflich sein können.

    „Ein solcher Partner ist das Sportinstitut der Universität Washington in Seattle“, sagte John Mayock.

    Die The Daily Mile Foundation arbeitet auch mit ihrem beinahe übermenschlichen Botschafter Eliud Kipchoge, der auf den Straßen Wiens Geschichte schrieb, als er einen Marathon in weniger als zwei Stunden lief.

    Die The Daily Mile Foundation hofft, dass er die Botschaft auch nach Kenia bringen wird, wo er lebt und trainiert.

    „Schön wäre, wenn auch seine internationalen Tempomacher, die zum Teil auch Botschafter der Daily Mile sind, in ihren Heimatländern aktiv würden“, meinte John Mayock.

    Und wenn sich 2021 alle Augen auf den America‘s Cup in Neuseeland richten – bei dem sich Großbritannien mit der finanziellen Unterstützung durch INEOS den ersten Sieg in der Geschichte der Meisterschaften erhofft – wird die The Daily Mile Foundation versuchen, im Vorfeld des Rennens Schulen in Australien und Neuseeland anzusprechen.

    „Das wird ein ganz schönes Jahr“, meinte John Mayock. „Wir wollen die Welt erobern.“

    3 minuten lesezeit Ausgabe 18
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    330.629 Kinder. 11 Länder

    VIER neue Länder halten 2020 GO Run For Fun-Events ab. Spanien, Dänemark, Schweden und Brasilien übernehmen die INEOS-Kampagne, die Vorstandschef Sir Jim Ratcliffe begann, um Kinder zu einer gesünderen Lebensweise und mehr Bewegung zu animieren.

    Seit 2013 haben 330.629 Kinder aus 11 Ländern an 439 Vorzeige-Events teilgenommen.

    „Wir feiern jedes teilnehmende Kind, ob es als erster, als letzter oder im Mittelfeld durchs Ziel läuft“, so Amy Tayler, Managerin des GO Run For Fun-Projekts von INEOS.

    Sie hob auch hervor, dass alle diese Events erst durch eine Armee von Freiwilligen, die dabei mithelfen, ermöglicht würden.

    Sir Jim Ratcliffe, ein leidenschaftlicher Verfechter des Laufens, betonte, es sei nie wichtiger gewesen, Kinder zu mehr Bewegung und zu gesünderer Ernährung zu motivieren.

    Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation waren 2016 weltweit 41 Millionen Kinder zwischen 0 und 5 Jahren übergewichtig oder fettleibig.

    „1990 waren es noch 32 Millionen weltweit“, so ein Sprecher.

    Im nächsten Jahr werden mindestens sechs neue GO Run For Fun-Events in der Nähe von INEOS-Standorten veranstaltet.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 18
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    Neuartige formen

    INEOS feiert Innovationen – woher sie auch kommen. Die zu INEOS gehörige INOVYN belohnt alle drei Jahre Teilnehmende, die im Bereich Vinyl neue Wege beschreiten, und Unternehmen, Architekt/innen, Wissenschaftler/innen, Forschungsorganisationen und Studierende aus der ganzen Welt wetteifern um diese Anerkennung.

    In diesem Jahr wurde eine Rekordzahl von 93 Projekten aus 19 Ländern für die INOVYN Awards 2019 eingereicht. Die Preise wurden in Düsseldorf gleichzeitig mit der „K2019“, der führenden internationalen Kunststoff-Messe vergeben; somit waren viele Führungspersönlichkeiten der Branche bei der Preisverleihung anwesend.

    Die vier unabhängigen Jury-Mitglieder bewerteten die Projekte nach Exzellenz in vier Bereichen – Nachhaltigkeit, Design, Verfahren und Produktneuheit. Und sie wurden nicht enttäuscht.

    „Die Siegerprojekte dieses Jahres erwiesen sich als beispielhafte Innovationen im Bereich Vinyl“, so Leanne Taylor, Jury-Mitglied der INOVYN Awards.

    AGPU, Bilcare Research und Perlen Packaging erhielten Gold im Bereich Nachhaltigkeit für ihr Projekt zur Wiederverwertung pharmazeutischer Verpackungen.

    Coperion ging als Sieger in der Suche nach einem Verfahren hervor, das beim Schneiden von PVC-Granulaten weniger Staub entstehen lässt.

    Das Instituto Brasiliero do PVC errang Gold für die Entwicklung leichtgewichtiger Möbel, etwa Duschstühlen, Gehhilfen und Tischen für Kinder mit neuromuskulären Erkrankungen. Und Eurocell erhielt Gold für die Entwicklung eines sehr widerstandsfähigen Verkleidungssystems für Bauten an der Küste, die extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt sind. Das Produkt ist 100 Prozent recyclingfähig und wartungsarm.

    „Alle diese Produkte bringen wesentliche Vorteile“, meinte Leanne Taylor.

    Filipe Constant, Geschäftsführer INOVYN, bezeichnete Innovationen als Lebenselixier der Vinylindustrie.

    „Ich möchte allen Teilnehmenden gratulieren, weil sie alle dazu beigetragen haben, den Horizont der Möglichkeiten bei Vinyl zu erweitern“, sagte er. „Erst diese Art von Innovation lässt Vinyl zu einem der vielseitigsten Produkte in unserer modernen Welt werden.“

    Mehr zu diesem Thema finden Sie auf der Website der INOVYN Awards unter www.inovynawards.com

    0 minuten lesezeit Ausgabe 18
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    Ich möchte die welt zum laufen bringen

    Der GLAUBE AN SICH SELBST treibt Eliud Kipchoge an. Er gibt ihm seine innere Kraft, meint er. „Wenn du wirklich überzeugt bist, dass du erfolgreich sein möchtest, dann kannst du das mental verankern und diese mentale Verankerung steuert deinen Erfolg“, sagte er.

    Eliud war erst 16, als er seinen Weg, zum besten Marathonläufer aller Zeiten zu werden, begann. Sein Trainer Patrick Sang erinnert sich an den jungen Mann, der unbedingt lernen wollte.

    „Ich kannte seinen Namen nicht“, sagte er. „Aber er kam immer wieder zu mir und fragte nach Trainingsprogrammen.“ Heute ist Eliud auf der ganzen Welt bekannt.

    Aber Ruhm und Reichtum waren niemals seine Ziele. Er möchte seinen Status einfach nur nutzen, um andere zum Laufen zu animieren.

    „Ich möchte die Welt zum Laufen bringen“, verkündete er. „Eine laufende Welt ist eine gesunde Welt. Eine laufende Welt ist eine wohlhabende Welt. Eine laufende Welt ist eine friedliche Welt. Eine laufende Welt ist eine Welt voller Freude.”

    Er schaffte das scheinbar Unmögliche, indem er einen Marathon in weniger als zwei Stunden lief. Nun möchte er der Welt zeigen, dass Menschen keine Grenzen gesetzt sind. Und dass der Glaube an sich selbst alles bewirken kann.

    Vor der INEOS 1:59 Challenge sagte Eliud, er hoffte, sie würde mindestens drei Milliarden Menschen inspirieren. Das ist die halbe Welt. Sein unmittelbares Umfeld hielt das wohl für ein wenig ehrgeizig. Aber als die letzten Zuschauendenzahlen für seine historische Leistung in Wien bekanntgegeben wurden, war er von seinem Ziel gar nicht so weit entfernt.

    Und nicht nur das – die Challenge hatte auch eine Frau in Kenia veranlasst, ihrer neugeborenen Tochter den Namen INEOS zu geben.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 18
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    1:59 Mitarbeiter Herausforderung

    Im Vorfeld der INEOS 1:59 Challenge in Wien veranstalteten INEOS-Beschäftigte ihre eigene 1:59 Challenge. Jeweils achtköpfige Teams liefen gemeinsam mindestens 42 km pro Tag an acht Tagen. Und das wurde dabei erreicht.

    2419 Marathons zurückgelegt

    2.5 Mal um die Erde

    1405 Teilnehmende in 192 Teams

    8 Tage

    142/192 Schafften die INEOS 1:59 Challenge

    Teams, die:

    • über 150 km zurücklegten 92 %
    • über 250 km zurücklegten 89 %
    • über 350 km zurücklegten 86 %
    • über 500 km zurücklegten 63 %

    Die besten 10 teams (nach zurückgelegter strecke):

    1. Lavera Double M – 1233km
    2. ALTAMIRA 1 – 1128km
    3. Lavera Reliability Team 917km
    4. ALTAMIRA 5 – 913km
    5. Trading & Shipping 1 – 868km
    6. INEOS Compounds 2 – 863km
    7. GAS/SPEC – 860km
    8. Rolle One – 846km
    9. ALTAMIRA 8 – 811km
    10. Köln u5 - 794km

    Gewinner des Eliud Kipchoge 1:59 Challenge-award Cindy Gutierrez - Altamira 1, Mexico

    Mitglieder des 2:50 Club

    1. Pieter Verhees (2:40) Antwerp
    2. Weston Caceres (2:45) Chocolate Bayou
    3. Matt Robinson (2:45) ITUK, Portsmouth
    4. Florian Zunino (2:48) Lavera
    5. Fabio Robbiati (2:50) Rolle

    Gewinner der höhen-mini challenge Sebastien Fontaine - Lavera 1.672km

    DIE CHALLENGE IN ZAHLEN

    • Läufe 6296
    • Männer 953
    • Durchschn. Distanz 531km
    • Schritte 89,196,319
    • Frauen 452
    • Höhenmeter 374,156m
    • Energie 7,252,151,578 Kilokalorien verbraucht

    3 minuten lesezeit Ausgabe 18
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    Alles ist möglich

    EIN Mann muss daran glauben, dass er heute in Wien Geschichte schreiben kann.

    Und dieser Mann ist Eliud Kipchoge.

    „Manche glauben, dass es unmöglich ist, einen Marathon in unter zwei Stunden zu laufen“, sagt er. „Ich respektiere ihre Sicht, aber sie müssen meine auch respektieren.

    Es geht um etwas Historisches und einen sportlichen Meilenstein. Es ist wie mit dem ersten Menschen auf dem Mond. Ich werde der erste Mensch sein, der unter zwei Stunden läuft.

    Mein Team und ich glauben daran, dass es möglich ist. Wir werden die Zweifler eines Besseren belehren.”

    Bei seinem ersten Versuch im italienischen Monza war er 2017 sehr nahe daran, Geschichte zu schreiben. Ihm fehlten nur 26 Sekunden.

    Dass er so quälend nah an seinem Ziel war, hat ihm das Selbstvertrauen für einen zweiten Versuch gegeben.

    „2017 war ich wie ein Boxer, der den Ring betritt und nicht weiß, was geschehen wird“, sagt er. „Aber dieses Mal bin ich vorbereitet. Ich weiß, was mich erwartet.”

    Nur wenige Sportler haben die innere Entschlossenheit und das absolute Selbstvertrauen von Eliud.

    Und niemand war so nahe daran wie er, die magische Zwei-Stunden-Grenze zu durchbrechen.

    Seine Bilanz ist erstaunlich.

    Beim Berlin-Marathon im September vorigen Jahres hat er mit der Zeit von 2:01:39 einen neuen Weltrekord aufgestellt.

    Dieser unglaubliche Lauf hat die vorherige Bestmarke um 78 Sekunden übertroffen – seit mehr als 50 Jahren war niemandem auf einen Schlag eine solche Verbesserung gelungen.

    Aber nach wie vor gilt: Die Marathonzeit von 1:59 wäre der ganz große Wurf.

    2 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Die vorgeschichte

    KEIN SPORTEREIGNIS istvon Mythen und Legenden so umrankt wie der Marathon.

    Der allererste Marathonlauf erinnerte an den Lauf des Pheidippides, der 490 v. Chr. von einem Schlachtfeld bei der griechischen Stadt Marathon bis nach Athen lief, um dort den Sieg über die Perser zu vermelden und gleich danach zusammenzubrechen und zu sterben.

    Etwa 2.500 Jahre danach wurde die Idee eines derartigen Langstreckenwettbewerbs von Baron Pierre de Coubertin, dem Gründer der modernen Olympischen Spiele, wiederbelebt.

    Ganz im Geist des Pheidippides wurde bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen ein Marathonlauf über 40 km ausgetragen, bei dem der griechische Wasserträger Spyridon Louis mit einer Zeit von 2:58:50 Gold gewann und das Phänomen Marathon begründete.

    Dieser erstmalige Marathon erlangte solche Beliebtheit, dass ein Jahr später der Boston Marathon als erster jährlich ausgetragener Marathon sein Debüt feierte.

    Vielleicht war es aber der Marathonlauf bei der Olympiade 1908 in London, der die Disziplin, wie wir sie heute kennen, am nachhaltigsten geprägt hat.

    Ursprünglich sollte die Marathonstrecke 1908 in London vom Windsor Castle zum White City Stadium führen und 26 Meilen lang sein.

    Die Queen bat jedoch nachträglich darum, den Start zur östlichen Rasenfläche von Windsor Castle zurückzuverlegen, damit die Kinder der königlichen Familie beim Rennen zusehen konnten. Dadurch verlängerte sich die Strecke um 385 Yards (352 Meter) – die Geburt der offiziellen Distanz eines Marathonlaufs.

    Der olympische Marathon von 1908 ist zudem einer der denkwürdigsten in der Geschichte des Rennens.

    Der Italiener Dorando Pietri erreichte als Erster das Stadion, brach jedoch kurz vor der Ziellinie zusammen.

    Ein britischer Funktionär half ihm über die Ziellinie, aber Pietri wurde wegen unerlaubter Hilfeleistung disqualifiziert.

    Der Zweitplazierte Johnny Hayes aus den USA erhielt die Goldmedaille.

    Doch die öffentlichen Sympathiebekundungen für Pietri brachten die Queen dazu, Pietri einen Sonderpreis zu verleihen.

     

    NIEMAND sollte die Leistung unterschätzen, die Eliud Kipchoge abverlangt wird, wenn er 42 Kilometer und 195 Meter in 1:59:59 laufen will.

    Das weiß jeder, der einmal einen Marathon gelaufen ist.

    Der britische Journalist Ed Caesar sagt, dass gilt auch Profisportler.

    „Geoffrey Mutai hat beim Start nicht um den Sieg gebetet, sondern darum, das Ziel zu erreichen“, sagt er.

    Man sagt, der Körper eines Marathonläufers verbrennt so viel Energie, dass er zu einem beweglichen Ofen wird. Ein Mensch hat nur so viel Kraft wie sein Körper, und es gibt keine Ladestation.

    Doch das hält Horden gewöhnlicher Menschen nicht davon ab, Jahr für Jahr ihre Grenzen zu testen und zusammen mit der Weltelite an einem Marathon teilzunehmen.

    Dabei werden die Besten der Welt jedes Jahr schneller.

    1988 stellte der Äthopier Belanyeh Densamo einen Weltrekord auf, als er den Marathon von Rotterdam in 2:06:50 gewann.

    Nachdem er den Berlin-Marathon in 2:01:39 gelaufen ist, hält jetzt Eliud den Rekord als schnellster Marathonläufer.

    In seinem Buch „Zwei Stunden: Vom Traum, den Marathon zu laufen“ beschreibt Ed das Rennen unter zwei Stunden als „Everest des Laufens“.

    „Einst hieß es, für solche Leistungen sei der menschliche Körper ungeeignet, doch der Gipfel ist in Sicht“, schreibt er.

    Er glaubt, dass eine solche Leistung außergewöhnliche Anforderungen an Geschwindigkeit, mentale Stärke und Ausdauer stellt.

    „Der Pionier, der das schaffen will, muss mehr aushalten, mehr Mut besitzen, besser planen und mehr Glück haben als seine Vorgänger“, sagt er. „Also: Wer wird er sein?“

    Das Team der INEOS 1:59 Challenge glaubt, dass „er“ Eliud Kipchoge sein wird. Ein 34-jähriger kenianischer Bauer, der mit 16 Jahren erstmals auf einer Aschenbahn lief.

    Und das mit gutem Grund. Denn Eliud glaubt auch, dass er es schaffen kann.

    Laut Tim Noakes, einem emeritierten Professor aus Südafrika, der mehr als 70 Marathons und Ultra-Marathons gelaufen ist, haben Studien gezeigt, dass das Gehirn die Muskeln kontrolliert und der Geist das größte Hindernis ist, wenn man die zwei Stunden unterbieten will.

    „Man muss das Gehirn davon überzeugen, dass es möglich ist“, sagt er.

    Eliud und das Team in seiner Umgebung haben diese Hürde bereits überwunden.

    „Ich habe es visualisiert“, sagt Eliud. „Ich habe es in Herz und Geist verinnerlicht, dass ich die Zwei-Stunden-Marke knacken werde.“

    Nun wird er Professor Noakes Theorie dem größten denkbaren Test unterziehen.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Eliud kann es schaffen

    GANZ GLEICH, wie gut die Planung ist, am Ende hängt der Erfolg der Veranstaltung nur von der Arbeit eines Menschen ab.

    Eliud Kipchoge.

    „Es gibt absolut niemanden außer Eliud, der eine Chance hat, den Marathon in unter zwei Stunden zu laufen“, sagt ein Sprecher der INEOS 1:59 Challenge. „Man muss sich nur einen der Läufe ansehen, an denen er teilgenommen hat. Niemand war annähernd so gut wie er. Niemand ist besser geeignet, es zu versuchen.“

    Jos Hermens kümmert sich um einige der besten Sportler der Welt, darunter auch Eliud.

    „Hier könnte ein Held geboren werden“, sagt er. „Und der Sport ist auf Helden angewiesen.“

    Jos ist CEO der Management-Agentur Global Sports Communication. Er glaubt, dass dies der richtige Moment für Eliud ist, einen Angriff auf die Zwei-Stunden-Marke zu wagen.

    Athletenmanager Valentijn Trouw hat bereits viele Jahre mit ihm gearbeitet und sagt, dass Eliud selber auch daran glaubt, dass er es schaffen kann.

    „Man muss verstehen, was einen Sportler antreibt“, sagt er. „Unter zwei Stunden zu laufen, ist wirklich eine gewaltige Herausforderung, aber schon seit vielen Jahren denkt Eliud daran und träumt davon.

    Ich glaube, dass er es schaffen kann.“

     

    Eliuds Cheftrainer Patrick Sang wird am Tag der Challenge ehrfürchtig staunend zuschauen. Der früher international erfolgreiche Sportler aus Kenia erinnert sich an Eliud als hungrigen Sechzehnjährigen vor 17 Jahren auf einer Aschenbahn im Bezirk Nandi in der kenianischen Provinz Rift Valley.

    „Ich habe ihm ein zweiwöchiges Trainingsprogramm gegeben – und er hat gleich losgelegt“, sagt er. „Zwei Wochen später war er wieder da und sagte: ‚Was kommt als Nächstes?‘

    Damals hat das alles begonnen.“

    2 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Warum INEOS?

    INEOS ist überzeugt, dass Menschen herausragende Leistungen erbringen können, wenn sie gefordert werden, und dass tolle Teams außergewöhnliche Ergebnisse erzielen.

    INEOS glaubt, dass Fitness wichtig ist, wenn man ein gesundes und glückliches Leben führen möchte.

    Im Verlauf der Jahre hat INEOS Hunderttausende gespendet, um zur Förderung eines gesunden Interesses am Sport, vor allem bei der jungen Generation, beizutragen.

    Und ist in vielen Sportarten beteiligt: Eishockey. Fußball, Rugby. Laufen. Und zwar so gut wie in jedem Land, wo INEOS als Unternehmen aktiv ist.

    Erst vor kurzem hat INEOS jedoch den Fokus auf Spitzensportler verlagert. Menschen, die in ihrem Bereich zwar absolute Spitzenleistungen bringen, aber immer noch mehr erreichen wollen und überzeugt sind, das alles möglich ist.

    Die INEOS 1:59 Challenge passt genau zur Philosophie von INEOS.

    „Niemand darf INEOS sagen, dass etwas unmöglich ist“, sagt der frühere Olympionike John Mayock, der jetzt Head of Sport bei INEOS ist.

    Jim Ratcliffe, seines Zeichens Vorsitzender und Gründer von INEOS, möchte mit dieser Challenge kommende Generationen inspirieren, zu laufen und sich fürs Leben fit zu halten.

    „Eliud hat die Hauptrolle”, sagt Jim. „Wir können ihn nur unterstützen. Aber ganz gleich, wie gut wir darin sind, die perfekten Voraussetzungen zu schaffen – es bleibt doch eine übermenschliche Aufgabe.“

    Er war schon einmal nahe dran. Sehr nahe.

    Im Mai 2017 ist er bei einer eigens von Nike organisierten Veranstaltung im italienischen Monza 2:00:25 gelaufen.

    Er weiß, dass ihn nur 26 Sekunden von einem historischen Moment trennen.

    Viele halten dies für unmöglich.

    Aber nicht INEOS. Und auch nicht Eliud.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Patrick Sang

    TRAINER Patrick Sang weiß nicht mehr genau, welchen Eindruck er von Eliud Kipchoge bei ihrer ersten Begegnung auf der Aschenbahn in Nandi hatte.

    Er kann sich nur noch an einen 16-jährigen lernbegierigen Jungen erinnern.

    „Ich wusste nicht, wie er hieß“, sagt er. „Aber er kam immer wieder zu mir und fragte mich nach einem Trainingsprogramm.“

    Schließlich fragte ihn Patrick, der erfolgreich an Olympiaden und Weltmeisterschaften teilgenommen hatte: „Wer bist du?“

    Der Teenager sah ihn an und antwortete: „Ich bin Eliud.“

    Das war vor 18 Jahren.

    Heute ist Eliud der schnellste Marathonläufer der Welt.

    „Ich stelle mir oft die Frage, was geschehen wäre, wenn ich auf die Frage nach dem Trainingsprogramm mit ‚Nein‘ geantwortet hätte“, sagt Patrick, der ihn seit 2001 trainiert

    „Was, wenn ich diesen jungen Mann, der mich um Unterstützung bat, ignoriert hätte? Wäre die Geschichte anders verlaufen? Hätte es diesen phänomenalen Marathonläufer gegeben?“

    Diese Frage wird nie jemand beantworten können.

    Aber eines weiß Patrick: Inzwischen ist Eliud derjenige, der ihm etwas beibringt.

    „In gewisser Weise haben wir Rollen getauscht“, sagt er. „Ich war viele Jahre ein Vorbild für Eliud und habe die Rolle eines Lehrers übernommen, denn lange Zeit konnte ich ihm noch etwas Neues beibringen. Inzwischen bringt er mir Dinge bei, und ich denke, wir alle können von ihm lernen: von der Art, wie er sein Leben lebt, und von den Werten, die er vertritt.“

    Doch 2001 stand Eliud noch am Beginn seines unglaublichen Wegs in die Welt der Leichtathletik – und er brauchte Rat.

    Dieser Rat kam von Patrick. Und er geizte nicht damit.

    „Ich denke, wenn einem Wissen geschenkt wurde, auf welchem Gebiet auch immer, dann sollte man es weitergeben“, sagt Patrick. „Das Laufen hat mir so viel gegeben. Ich konnte dadurch eine gute Ausbildung machen und die Welt bereisen. Deshalb ist es für mich wichtig, an junge Sportler weiterzugeben, was ich gelernt habe.“

    Patrick sagt, dass Eliud sich all des Lobes, Geldes und Medienrummels zum Trotz nicht verändert hat.

    „Er ist der festen Überzeugung, dass man bescheiden bleiben sollte, und das ist sicherlich nicht einfach“, sagt er. „Ich habe Sportler erlebt, die nach ihren Erfolgen von dem Geld, das sie verdient haben, negativ beeinflusst wurden. Aber nicht Eliud.“

    3 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Valentijn Trouw

    Valentijn Trouw glaubt daran, dass das Herz die Seele lenkt.

    Als Eliud Kipchoges Manager muss er deshalb verstehen, was ihn antreibt. Was ihn motiviert. Was Eliud dazu bringt, den Körper an seine Grenze zu bringen.

    Dieses Jahr dachte Eliud nur an Eines. Er wollte der erste Mensch aller Zeiten werden, der einen Marathon in unter zwei Stunden läuft

    „Unter zwei Stunden zu laufen, ist wirklich eine gewaltige Herausforderung, aber schon seit vielen Jahren denkt Eliud daran und träumt davon.“.

    2017 war Eliud bei Nike Breaking2 seinem Ziel so nahe wie noch nie.

    „Das hat seinen Wunsch, es zu schaffen, nur noch stärker gemacht“, sagt Valentijn.

    Der Rekordversuch in Tokio passt gerade so in seinen Trainingsplan für die Olympiade nächstes Jahr in Tokio.

    „Eliud hatte nur ein sehr begrenztes Zeitfenster für solch einen Versuch, den Marathon in unter zwei Stunden zu laufen, aber INEOS hat es möglich gemacht“, sagt er.

    Bei der Vorbereitung auf die heutige Challenge bestand die Hauptaufgabe für das Performance-Team und Valentijn darin, für Eliuds Fitness und Gesundheit zu sorgen.

    „Vorbeugen ist immer besser als Heilen. Deshalb mussten wir uns um viele kleine Probleme kümmern, bevor daraus große werden konnten“, sagt er. „Das hat große Achtsamkeit erfordert.“

    Glaubt man Valentijn, der schon vielen Olympiasiegern und Weltmeistern auf ihrem beruflichen Weg geholfen hat, so werden am Tag des Rennens alle nervös sein, weil es allen Beteiligten so viel bedeutet.

    „Eliud muss an all die Vorbereitung denken, die er in diese Challenge gesteckt hat. Wenn ihm klar wird, dass er alles gegeben hat, um sich so gut wie möglich vorzubereiten, wird er seine Nerven im Griff behalten“, sagt er.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Das team hinter dem team

    ELIUD Kipchoge weiß, dass die INEOS 1:59 Challenge die große Chance für ihn ist, Geschichte zu schreiben und der ganzen Welt zu zeigen, dass keinem Menschen Grenzen gesetzt sind.

    Er muss an dem Tag einfach nur die 42,195 Kilometer in weniger als zwei Stunden laufen.

    Bei seinem Training in Kenia hat ein Support-Team rund um die Uhr daran gearbeitet, das perfekte Rennen möglich zu machen.

    Nichts darf dem Zufall überlassen bleiben.

    Möglichst viele der Faktoren, die eine Rolle spielen, müssen kontrolliert werden, damit sie zu Eliuds Gunsten ausschlagen, ohne dass das Rennen seine Glaubwürdigkeit verliert.

    Wie Performance Manager Peter Vint sich ausdrückt: Das Team muss dafür sorgen, dass all das „eines Tages in freier Wildbahn wiederholt werden kann.“

    Niemand ist für diese Unterstützung so dankbar wie Eliud selbst.

    „Dass diese und so viele andere Leute an meiner Seite stehen, gibt mir gewaltigen moralischen Auftrieb“, sagt er.

    INEOS hat ein Expertenteam aus der Welt des Hochleistungssports und der Leichtathletik zusammengestellt, unter anderem aus verschiedenen Bereichen der INEOS Sports Group.

    „Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass der Trainer, der Ernährungsberater, der Physiotherapeut und der Sportarzt alle in dieselbe Richtung denken“, ssagt Valentijn Trouw, Athletenmanager bei Global Sports Communication.

    Während das Team in Wien perfekte Bedingungen für den großen Tag schuf, konzentrierte sich Eliud in seinem Trainingslager in Kaptagat voll darauf, Körper und Geist in Form zu bringen.

    Einen Monat vor dem Rennen führten die 150 Mitarbeiter und 24 der Tempomacher einige erfolgreiche Testläufe im Wiener Prater durch.

    „Es war etwas ganz Besonderes, so viele Weltklassesportler zu einem Wochenende voller Testläufe zusammenzubringen“, sagt Valentijn. „Ob sie nun nach Wien gekommen sind oder keine Zeit hatten – alle Tempomacher sind sehr gespannt und fühlen sich geehrt, dass sie Eliud helfen dürfen, Geschichte zu schreiben.“

    Er sagt, dass es ihnen nicht leicht fallen wird, Eliuds Tempo auch nur 5 km lang mitzuhalten.

    „Sie werden alle sehr hart arbeiten müssen“ sagt er.

    Fran Millar (CEO Team INEOS) sagt, dass die Zeit das Wichtigste an der Challenge ist.

    „Uns geht es darum, dass nichts dem Zufall überlassen bleibt, um Eliuds Chancen auf die historische Leistung so weit es geht zu vergrößern“, sagt sie. „Eliud glaubt daran, dass er es schaffen kann. Dafür braucht er (und hat er) ein Team um sich, das an ihn glaubt.“

    4 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Der Weg Nach Wien

    6. MAI 2017
    DIE GLATTE 2
    Bei einer von NIKE organisierten Veranstaltung läuft Eliud Kipchoge einen Marathon in 2:00:25. „Jetzt ist die Welt nur noch 26 Sekunden vom ersten Marathon in unter zwei Stunden entfernt“, sagt er.

    16. SEPTEMBER 2018
    BERLIN-MARATHON
    Eliud Kipchoge stellt mit seinem Sieg beim Berlin-Marathon in 2:01:39 einen neuen offiziellen Weltrekord auf.

    28. APRIL 2019
    VIRGIN MONEY LONDON MARATHON
    Vor den Augen von Sir Jim Ratcliffe, dem Vorsitzenden von INEOS, läuft Eliud Kipchoge den zweitschnellsten offiziellen Marathon aller Zeiten und gewinnt den Virgin Money London Marathon in 2:02:37.

    6. MAI 2019
    INEOS 1:59 CHALLENGE
    Eliud Kipchoge kündigt die INEOS 1:59 Challenge an – einen neuen Versuch, die letzte große sportliche Schallmauer zu durchbrechen und einen Marathon in unter zwei Stunden zu laufen. Dies gab er in der Iffley Road in Oxford bekannt, derselben Laufbahn, auf der Roger Bannister vor 65 Jahren erstmals die Meile in unter vier Minuten lief. Anschließend wurde er zum Botschafter für Daily Mile ernannt.

    27. JUNI 2019
    BEKANNTGABE DER STRECKE UND DES DATUMS
    Nach intensiver weltweiter Suche wird der Wiener Prater als Schauplatz der INEOS 1:59 Challenge am Samstag, dem 12. Oktober ausgewählt. Die Organisatoren erklären, dass sie für den Fall schlechten Wetters acht weitere Tage bis zum 20. Oktober freigehalten haben.

    16. AUGUST 2019
    BEKANNTGABE DER ERSTEN TEMPOMACHER
    Die ersten Tempomacher für Eliud Kipchoges Versuch, Geschichte zu schreiben, wurden bekanntgegeben.Darunter sind Henrik, Filip und Jakob Ingebrigtsen aus Norwegen, Eliuds ehemaliger Konkurrent Bernard Lagat aus den USA und sein guter Freund Augustine Choge.

    28. AUGUST 2019
    BEKANNTGABE WEITERER TEMPOMACHER
    Der Weltmeister und Olympiasieger Paul Chelimo aus den USA und Julien Wanders aus der Schweiz gehören zu den Stars in Eliud Kipchoges Pacemaker-Team.

    31. AUGUST – 1. SEPTEMBER 2019
    TESTWOCHENENDE FÜR DIE INEOS 1:59 CHALLENGE
    Auf der Strecke in Wien finden ein paar Tests statt, damit nichts dem Zufall überlassen bleibt, wenn Eliud Kipchoge nächsten Monat versucht, Geschichte zu schreiben. TEAM INEOS CEO Fran Millar beschreibt es als eine große Anstrengung zur Unterstützung eines Menschen, der Geschichte schreiben will. „Es ist nicht leicht, etwas zu tun, was noch nie jemand geschafft hat, und es kostet eine Menge Arbeit“, sagt sie.

    13. SEPTEMBER 2019
    START DER KAMPAGNE #NOHUMANISLIMITED
    Einige der spannendsten Persönlichkeiten des Weltsports erzählen mit Blick auf Eliud Kipchoges Versuch, den Marathon in unter zwei Stunden zu laufen, ihre ganz persönlichen Geschichten, die zeigen, warum keinem Menschen Grenzen gesetzt sind. Sie (und Eliuds Überzeugung, dass keinem Menschen Grenzen gesetzt sind) inspirieren die neue Kampagne von INEOS.

    18. SEPTEMBER 2019
    BEKANNTGABE WEITERER TEMPOMACHER
    Die Namen von dreizehn weiteren Tempomachern stehen fest, die Eliud Kipchoge helfen werden, als erster Mensch einen Marathon in unter zwei Stunden zu laufen. Darunter ist Marius Kipserem, der dieses Jahr den Marathon in Rotterdam mit einem Streckenrekord von 2:04:11 gewann.

    12.–20. OKTOBER 2019
    INEOS 1:59 CHALLENGE
    WIEN (ÖSTERREICH)

    3 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Warum Wien?

    WIEN wurde zum Austragungsort für die INEOS 1:59 Challenge erst nach einer umfassenden weltweiten Suche, die mit einer Weltkarte begann und mit einer Stecknadel an dem Punkt, wo die österreichische Hauptstadt liegt, endete.

    ENTFERNUNG VON KENIA: 8571KM

    ZEITUNTERSCHIED: -1HR VON KENIA AU

    HÖHE: 165M ÜBER DEM MEERESSPIEGEL

    Es wurden viele Austragungsorte in Betracht gezogen, aber schließlich entschied sich das Team für den Wiener Prater.

    Die Entscheidung beruhte auf wissenschaftlichen Grundlagen, Erfahrung und der Wahrscheinlichkeit für günstiges Wetter.

    Das Team wollte nicht mehr als drei Stunden Zeitunterschied zu Eliuds Trainingslager in Kaptagat (Kenia), um Beeinträchtigungen durch Jetlag auszuschließen.

    An dem Ort sollte es viel reinen Sauerstoff geben, damit er seinem Körper alles abverlangen kann. Zwar lebt und trainiert er beinahe 2.500 m über dem Meeresspiegel, wo die Luft dünner ist, doch das begünstigt keine Spitzenleistungen.

    Außerdem zog das Team die nötigen Lehren aus Eliuds erstem Versuch, den Marathon in unter zwei Stunden zu laufen, im italienischen Monza, wo die Feuchtigkeit so hoch war, dass der Schweiß kaum verdunsten konnte.

    Also suchte das Team nach einem perfekten Ort, der trocken und windgeschützt sein musste.

    Zu guter Letzt sollte die Strecke lang, eben und gerade sein, mit möglichst wenig Richtungswechseln und der Möglichkeit, beim Rennen zuzuschauen.

    „Es war nicht leicht, eine Strecke zu finden, auf die all diese Kriterien zutreffen“, sagt ein Sprecher der INEOS 1:59 Challenge. „Aber wir haben alle Orte, die in die engere Auswahl kamen, besichtigt. Und schließlich haben wir einstimmig die Entscheidung getroffen: Für den Prater.“

    In Wien ist es nur eine Stunde früher als in Kenia. Das bedeutet, dass Eliuds Schlaf-, Ernährungs- und Trainingsrhythmus durch die Anreise kaum beeinträchtigt wird.

    Auch die klimatischen Bedingungen sind ideal.

    Wien liegt 165 Meter über dem Meeresspiegel, und Wetterdaten aus früheren Jahren zeigen, dass es in Wien morgens, wenn Eliud gerne läuft, häufig kühl ist.

    „Wir sind dafür verantwortlich, dass er möglichst gute Chancen hat“, sagt Sir Jim Ratcliffe, Vorsitzender und Gründer von INEOS.

    Als leidenschaftlicher Sportler, der selbst mehr als 30 Marathonläufe hinter sich hat, ist Jim voller Bewunderung für Eliud.

    „Er ist der einzige Sportler der Welt, der die Chance hat, den Zwei-Stunden-Rekord zu knacken“, erklärt er. „Das ist noch nie jemandem gelungen. Es ist so ähnlich, wie einen Menschen auf den Mond zu bringen.“

    Wissenswertes über Wien

    Der legendäre Leichtathletiktrainer Franz Stampfl, der Roger Bannister auf dem Weg zum ersten Lauf über eine Meile in unter vier Minuten begleitete, wurde 1913 in Wien geboren. Stampfl leistete wissenschaftliche Pionierarbeit auf dem Gebiet des Intervalltrainings für Langstreckenläufer.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Die Strecke Im Weiner Prater

    ELIUD Kipchoge ist ein Mann für die großen Momente – je größer die Veranstaltung und das Publikum, desto besser wird er.

    Der Prater, wo er Geschichte schreiben möchte, bietet Platz für viele Menschen.

    Entlang der gesamten Strecke können Zuschauer stehen – das stand sehr hoch auf Eliuds Wunschliste.

    Es wird erwartet, dass ihn bei seinem Versuch, den Marathon in unter zwei Stunden zu laufen, bis zu 8.000 Besucher anfeuern werden. Aber da 1,9 Millionen Menschen in Wien leben, ist es auch denkbar, dass Eliud riesige Fanmassen anlockt.

    Das wird ihn sehr anspornen, denn bei seinem ersten (2017 von Nike organisierten) Versuch gab es vergleichsweise wenig Publikum.

    Im Gegensatz dazu findet die INEOS 1:59 Challenge auf einer mehrmals zu absolvierenden, 9,6 km langen Strecke entlang der Hauptallee statt, einer langen, geraden Allee mitten durch den Prater.

    Obgleich man die Stadt wegen ihrer Verbindung zu Mozart und Beethoven eher für Musik kennt, ist Wien auch mit dem Laufsport eng verbunden.

    Anfang des 19. Jahrhunderts gab es im Prater ein Lauffestival, und heute ist der Park für die Wiener ein beliebter Ort zum Trainieren.

    Der letzte Langstreckenweltrekord wurde hier 1978 aufgestellt, als ein Kenianer namens Henry Rono den Weltrekord über 10.000 Meter auf 27 Minuten und 22,5 Sekunden verbesserte.

    Der Rekord wurde auf der Laufbahn des Leichtathletikzentrums Wien im Prater von einem Kenianer gebrochen, der 15 km von Eliuds Heimatort geboren wurde – und einen Niederländer namens Jos Hermens als Tempomacher hatte, der später eine Agentur für Sportmanagement gründete.

    Diese Agentur heißt Global Sports Management und betreut heute einen ziemlich berühmten Kunden.

    Eliud Kipchoge.

    4,3KM LANGE GERADE

    9,6KM LANGER RUNDKURS

    90% GERADE STRECKE

    0,06% DURCHSCHNITTLICHES GEFÄLLE

    WIRD 4,4 MAL WIEDERHOLT

    Wissenswertes Über Wien

    Im Wiener Leichtathletikzentrum lief 1978 ein anderer kenianischer Sportler Weltrekord: Henry Rono.Mit Jos Hermens, der sich nun um Eliud kümmert, als Tempomacher lief er die 10.000 Meter in 27:22:05.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Training

    ELIUD Kipchoges Versuch, Geschichte zu schreiben, begann im Mai in Kenia – mehr als 8.500 km von dem Ort entfernt, an dem er den Marathon in unter zwei Stunden laufen möchte.

    Zu Beginn lief der 34-jährige Kenianer entweder bis zu 20 km täglich auf der Aschenbahn oder absolvierte sein Krafttraining.

    „Diese Phase ist wichtig, denn sie legt den Grundstein für meine Vorbereitung und zeigt mir, wie fit ich bin“, schrieb er in seinem Blog.

    „Ich sehe es so, dass mich die Arbeit im Fitnessraum verletzungsfrei hält und die Muskeln trainiert. Ich weiß, dass ich mit der richtigen Vorbereitung und Planung, wenn ich jeden Langlauf, jedes Fartlek-Training und jede Übung auf der Laufbahn absolviere, im entscheidenden Moment bereit bin.“

    Anfang Juli bezog er sein Trainingslager im kenianischen Kaptagat und ließ seine Frau Grace und die drei Kinder Lynne, Griffin und Jordon auf dem Bauernhof der Familie in Eldoret zurück.

    „Der Abschied von ihnen ist immer schwer“, sagt er. „Aber sie verstehen, dass das die Opfer sind, die ich bringen muss, wenn ich mein Potenzial als Läufer ausschöpfen will.“

    Im Lager konnte er sich ganz auf sein Training konzentrieren – und mit seinen Teamkameraden zusammen laufen.

    „Es ist nicht möglich, dass man alleine trainiert und dieselben Ergebnisse erzielt, es sei denn, man ist ein Genie“, sagt er.

    Aber nichts konnte ihn auf die ersten Tage im Trainingslager vorbereiten.

    „Meine Beine waren wund und die Muskeln haben geschmerzt, denn mein Körper hatte sich noch nicht wieder an die langen Strecken und die Geschwindigkeitsänderungen gewöhnt“, sagt er.

    Anfangs bestand das Training aus einer Mischung aus Krafttraining und leichten Läufen, später war es eine Mischung aus leichten Läufen, zwei Fartlek- Einheiten pro Woche und einem Langlauf.

    Doch im Laufe der Wochen kam das Geschwindigkeitstraining auf der Laufbahn zu.

    „Es ist immer sehr wichtig, in dieser Phase keine Fehler zu machen, damit wir besser mit der zusätzlichen Trainingsbelastung in der nächsten Phase zurechtkommen“, sagt er.

    “Sonst hätten wir beim Training auf der Laufbahn sehr große Probleme und würden bei den langen Läufen sehr leiden.”

    Auch die Erholung nach den harten Trainingseinheiten war sehr wichtig.

    Um ihn jederzeit in Topform zu halten, wurden regelmäßig Übungen für die Core-Stabilität und Massageeinheiten mit seinem Physiotherapeuten Peter Nduhiu angesetzt.

    Außerdem nahm er im Lager zweimal die Woche (meist nach einem Langlauf und der Fartlek-Einheit) ein 10-minütiges Bad in eiskaltem Wasser.

    „Das ist zwar nicht besonders angenehm, aber eine tolle Möglichkeit für den Körper, sich von dem anstrengenden Training zu erholen und Entzündungen abklingen zu lassen“, sagt er.

    Mitte August war im Lager (und außerhalb) bereits ziemlich viel los.

    „Es kam mir so vor, als würde jeder Haushalt in Kenia über die Challenge sprechen“, sagt Eliud.

    Aber nicht nur die Aufregung wuchs, sondern auch der Druck.

    „Es gab viel Druck, und es war nicht leicht, damit umzugehen“, sagt er.

    Eliud wusste genau, was er zu tun hatte.

    „Es kam darauf an, dass alles möglich einfach und normal blieb“, sagt er. „Ich musste die Dinge auf mich zukommen lassen, denn die geistige Vorbereitung ist genauso wichtig wie die körperliche.“

    Auf seinen Wochendausflügen nach Eldoret konnte er sich bei der Familie erholen, Zeit auf dem Bauernhof verbringen und lesen.

    Am 30. August waren bereits die Namen vieler Tempomacher bekannt, die ihn bei seinem Rennen begleiten würden – und Eliud erarbeitete mit seinem Ernährungsberater Armand Bettonviel den Plan, was und wann er essen musste, um Bestleistungen zu erbringen.

    „Dass diese und viele andere Leute an meiner Seite stehen, hat mir gewaltigen moralischen Auftrieb gegeben“, sagt er.

    Einen Monat vor dem Lauf war Eliud zuversichtlich, dass 2019 jemand den Marathon in unter zwei Stunden laufen würde – und zwar niemand anderes als er selbst.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Trainingslager

    KENIA bildet seit fast einem Vierteljahrhundert Weltklasse-Läufer in einem Trainingslager am Rande einer kleinen Stadt im kenianischen Hochland aus.

    Das Lager, in dem Eliud Kipchoge noch heute bis zu 200km pro Woche trainiert, ist von Bauernhöfen flankiert, wo Kühe und Schafe frei herumlaufen.

    Es ist ein einfaches Dorf, aber voller Leidenschaft und Enthusiasmus, dank der rund 30 Athleten, die regelmäßig dort trainieren. Und im Laufe der Jahre hat sich hier alles schon ein wenig geändert.

    „Im Jahr 2002 hatten wir kein fließendes Wasser und bezogen unser Wasser aus einem nahe gelegenen Brunnen“, erklärt Eliud. „Aber jetzt haben wir fließendes Wasser und Sonnenkollektoren zum Heizen.“

    Sportler verbringen die Wochenenden zu Hause mit ihren Familien, bevor sie an einem Montagabend zum Trainingslager von Global Sports Communication in Kaptagat zurückkehren.

    „Der Trainingslager ist wie ein zweites Zuhause für die Athleten“, erklärt Eliuds Trainer Patrick Sang.

    Für Eliud, der vor 17 Jahren mit dem Training begann, ist es die Einfachheit des Lager-Lebens, die er liebt.

    „Es ist frei von Ablenkungen“, behauptet er.

    Ein Hauptgebäude beherbergt die männlichen Ausdauerläufer, die zu zweit in einem Raum schlafen.

    Ein zweites Gebäude umfasst die Schlafsäle für Frauen sowie den Fernsehraum und den Fitnessraum.

    Es gibt auch eine kleine Küche und einen Essbereich.

    Sportler entspannen sich oft auf dem Rasen vor dem Hauptgebäude - einem Bereich, der auch zwei Mal in der Woche als temporärer Trainingsraum für Übungen zur Kernstabilisierung dient.

    Von allen Athleten wird erwartet, dass sie zu Hause trainieren, da der Hauptzweck des Lagerlebens darin besteht, Trainingsmeilen zu sammeln.

    „Wenn die Athleten im Trainingslager sind, lernen sie auch all die technischen Fertigkeiten und erhalten die medizinische Unterstützung, die sie zu Hause nicht haben,” erklärt Patrick.

    Im Laufe der Jahre ist Eliud zu einer Quelle der Inspiration für seine Mitsportler geworden.

    „Jeder will wie er laufen“, sagt Geoffrey Kamworor, dreifacher Weltsieger und Weltrekordhalter im Halbmarathon und Gewinner des New York City Marathons 2017. „Wir versuchen immer, ihm zu folgen, das zu tun, was er tut, und in den letzten Phasen des Trainingslaufs mit ihm zusammen zu sein.“

    Die Kaptagat-Gemeinde ist aufgrund der Präsenz von Eliud auch wirtschaftlich gewachsen.

    „Kaptagat zieht jetzt sehr viele Athleten an, die hierher zum Trainieren kommen, und das widerspiegelt sich auf die Wirtschaft“ sagt Patrick.

    „Deshalb sagen wir, Eliud ist mehr als nur ein Athlet. Er ist in jeder Hinsicht eine Inspiration in unserem Leben.“

    3 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Die Kraft Der Schritthalter

    Seit Sir Roger Bannister zum ersten Mann wurde, der es am 6. Mai 1954 schaffte, eine Meile in weniger als vier Minuten zu rennen hat sich die Welt radikal verändert, und die Leichtathletik hat sich mit ihr verändert.

    Bannister hatte keine digitalen Uhren, keine Ernährungsexperten oder Sportwissenschaftler und auch keine wissenschaftlich entwickelten Schuhe und Kleidung.

    Es gab nicht einmal Vollzeitsportler. Bannister musste für sein Treffen mit dem Schicksal erst nach Iffley Road, Oxford, reisen, aber erst nachdem er seine Schicht in einem Londoner Krankenhaus beendet hatte.

    Aber trotz aller Unterschiede zwischen 1954 und 2019, sind die im Wesentlichen gleich geblieben: Mann gegen Uhr.

    Vor 65 Jahren war es für Bannister jedoch nicht nur ein Mann gegen die Uhr, sondern gleich drei.

    Bekanntlich hatte er zwei berühmte Schritthalter - Chris Chataway und Chris Brasher -, die ihn fast dreieinhalb der vier Runden, die eine Meile auf der Strecke ausmachen, begleiteten.

    Und für Kipchoge gilt im Jahr 2019 dasselbe.

    Auch er verfügt über eine Besetzungsliste herausragender Schritthalter.

    Es werden jedoch mehr als zwei von ihnen da sein, um Hilfe zu leisten.

    Insgesamt sind 24 Athleten - alle Stars für sich - beteiligt.

    „Die Schritthalter spielen an diesem Tag eine wichtige Rolle, da sie nicht nur ein gleichmäßiges, konstantes Tempo einstellen, sondern mich auch vor dem Wind schützen“, sagt Eliud.

    Bernard Lagat, Kapitän der Schritthalter, erklärte vor dem Rennen: „Wir sind hier, um sicherzustellen, dass alles reibungslos verläuft. Wir wollen sicherstellen, dass, wenn Eliud zum Start kommt, sich zuversichtlich fühlt, weil seine Schritthalter zuversichtlich sind und bereit sind, ihm zu helfen.“

    Bannister mag wohl als erster 1954 das Ziel erreicht haben, aber er hat auch schnell die Hilfe seiner Freunde anerkannt.

    Für ihn war der Rekord genauso sein persönliches Verdienst wie ein Verdienst des Teams.

    Genau wie Bannister erkennt Eliud die Bedeutung des Teams.

    „100 Prozent von mir sind nichts im Vergleich zu einem Prozent des Teams“, behauptet er.

    Das Team, das Eliud in Wien unterstützen wird, besteht aus Sportlern, mit denen er täglich im Global Sports Communication Camp in Kaptagat, Kenia, trainiert: Ehemalige Rivalen und Läufer aus aller Welt.

    Es wird ein Team von Superstars sein, die alle in einem Plan vereint sind, ihn auf einem Rhythmus zu halten, mti dem er Barriere durchbrechen kann, so wie Brasher und Chataway es vor 65 Jahren taten.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Wer Sind Die Schritthalter?

    Weltberühmte Athleten aus allen Teilen der Welt werden an der INEOS 1:59 Challenge teilnehmen.

    Gelockt von der Aura, die den größten Marathonläufer der Welt umgibt, möchte diese mit Stars besetzte Besetzung von Schritthaltern sehen, wie er Geschichte schreibt.

    „Das Kaliber der Athleten, die nur hier sind, um den Schritt zu halten, ist unglaublich“, meint Brett Robinson, „daran teilzunehmen, wird also etwas Besonderes sein.“

    Unter den Athleten, die aus Äthiopien, Uganda, Amerika, Kenia, Norwegen, Australien und die Schweiz stammen, sind Marathonsieger, Weltmeisterschaftssieger und US- und europäische Cross Country-Stars.

    Sie haben selbst bei den Weltmeisterschaften, den Commonwealth Games und den Olympischen Spielen Rekorde gebrochen.

    Der Australier Brett Robinson hat den Melbourne Half Marathon dreimal gewonnen und schaffte er es bis zum 5000m-Finale bei den Olympischen Spielen 2016. In diesem Jahr hatte er in London sein Marathondebüt, wo er nach 2:10:55 Stunden das Ziel erreichte.

    Zu ihm werden etwa 40 weitere hinzukommen, darunter der fünffache Olympiasieger Bernard Lagat, die drei berühmten norwegischen Brüder Ingebrigtsen, der Kenianer Augustine Choge und Jack Rayner, die den Preis 2018 Commonwealth-Halbmarathon-Titel in Cardiff im vergangenen Jahr gewonnen haben.

    In Wien wird der Fokus jedoch auf Eliud liegen.

    Sie werden da sein, um das Tempo zu bestimmen (zusammen mit dem Zeitmesswagen und dem Laser).

    Sie werden da sein, um ihn - so weit wie möglich - vom Wind zu schützen.

    Aber vielleicht ist ihre wichtigste Rolle eine immaterieller Art: Sie werde an dem Tag für ihn da sein, neben ihm laufen, ihm psychologische und moralische Unterstützung bieten, während er das scheinbar Unmögliche versucht.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Die Kraft Des Geistes

    SELBSTVERTRAUEN ist das, was Eliud Kipchoge antreibt.

    Der größte Marathonläufer aller Zeiten sagt, dass seine innere Stärke darin liegt.

    Er glaubt an die Kraft des inneren Geistes.

    „Wenn man die Überzeugung hat, dass man erfolgreich sein will, kann man mit dem eigenen inneren Geist sprechen und dieser Geist leitet uns zum Erfolg.“ er sagte.

    „Mein Geist ist immer frei. Mein Geist ist flexibel. Ich möchte der Welt zeigen, dass man die eigenen Gedanken übertreffen kann, dass man mehr Grenzen überschreiten kann, als man denkt.“

    Erfolg in der Welt des Marathonlaufs ist ein lukratives Geschäft.

    Aber Geld ist nicht seine Motivation.

    Fast 300 Tage im Jahr lebt und trainiert er - von seiner Frau und seinen drei Kindern entfernt - in einem einfachen Trainingslager in Kaptagat, einem winzigen Dorf im kenianischen Hochland.

    Er wird von seinen Trainingspartnern als „Chef“ bezeichnet, was ihn jedoch nicht davon abhält, die Toiletten zu putzen oder seinen Teil der täglichen Arbeit zu erledigen.

    „Ich genieße das einfache Training und Leben im Marathon“, sagt er. „Du rennst, isst, schläfst, gehst herum - so ist das Leben. Es ist nicht kompliziert. In dem Moment, in es kompliziert wird, wird der Geist abgelenkt.“

    Eliud, der 16 Jahre alt war, als er seine Reise begann, um der größte Marathonläufer aller Zeiten zu werden, hofft, sich darauf zu konzentrieren, andere zu inspirieren, nachdem er in den Ruhestand getreten ist.

    „Mein Traum ist es, diese Welt zum Laufen zu bringen“, sagt er. „Eine Welt, die läuft, ist eine gesunde Welt. Eine Welt, die läuft, ist eine reiche Welt. Eine Welt, die läuft, ist eine glückliche Welt.“

    2 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Die Rolle Des Wagens

    An electric car will be used to control the pace of the race.

    Peter Vint, Performance Team Manager for the INEOS 1:59 Challenge, said it was the best – and only – way to ensure Eliud ran at the same speed for the entire 26.2 miles.

    “Anyone who has ever run a marathon will know just how hard it is to run the whole distance at the exact same pace,” he said. “And while elite athletes are very much better at it, a marathon distance run in just a few seconds under two hours requires exceptional accuracy.”

    Peter said Eliud had a tendency to want to go faster or slower at certain times during a marathon.

    “The problem is that any variation in pace can cause energetic demands that are more difficult to deal with than having a steady pace,” he said. “And it’s a well understood edict of distance running that the fastest times are set when the pace is even.”

    To ensure Eliud does run at the same pace, a car will travel in front of the runners at a constant speed.

    Sounds straightforward, but it has been anything but that.

    Early on Peter and his team, who were working with skilled engineers, discovered that cruise control systems on cars are not 100% accurate.

    “Very few cars have an accelerator resolution that can give you better than 0.1kph,” he said. “If you extrapolate that over the course of a 42km race, that ends up being seconds of time that are left unaccounted for.”

    In short, if the timing car ran 0.1kph too slow over two hours, Eliud would finish the race in 2:00:34.3

    “That was a big enough error to derail the entire challenge,” said Peter.

    So Peter set his team a goal: to get Eluid over the line in 1:59:50, within that second.

    “We certainly didn’t want to be outside of a second on either side of that,” he said. “If we had it slightly too fast, then ultimately what we would be doing is pulling more and more energy out of Eliud.”

    The RML Group, a high performance automotive engineering company, were hired to deliver that precision.

    They began by choosing a fully-electric SUV with plenty of space on board for all the equipment needed for the race.

    “There will be no emissions out of the back to upset any of the runners,” said Chris Francis, who heads up the Powertrain division at RML’s HQ in Wellingborough in the UK.

    The team at RML have worked flat out to ensure Eliud’s journey to the finish line is a smooth one.

    The runners and the car will carry a transponder chip, which will be read by each of the one kilometre markers, providing accurate feedback on split times and speeds.

    “We will then know exactly when the car passed all of the kilometre split points,” said Chris. “This allows the car to apply a further correction as it travels around the course.”

    But that’s not all.

    To ensure nothing is left to chance, a second car – equipped with the same software – will be on standby.

    “In the event of a problem with the primary car, we can swap the cars, or swap the spare car into position,” said Chris.

    Both cars are also fitted with lasers that project a formation pattern and a pace line on the road to help the pacemakers hold their position – and a digital LED board so the runners can keep track of the time.

    In training, the cars have performed beautifully.

    “We have been typically hitting the finish line with an error of less than a metre, which equates to less than 0.2seconds over the course of the two hours,” said Chris.

    It’s a remarkable piece of technology which an impressive level of accuracy — five times better than that demanded by Peter Vint.

    “On the day of the challenge, it is likely to fade into the background,” said Peter. “But spectators should maybe spare a thought for the boys in Wellingborough as their timing car leads Eliud towards the finish.”

    6 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Das Wetter

    Es war eine der größten Herausforderungen, sicherzustellen, dass Eliud Kipchoges Marathonversuch unter den bestmöglichen Wetterbedingungen stattfindet.

    DURCHSCHNITTLICHE METEOROLOGISCHE DATEN, WIEN, OKTOBER

    MIN. TEMP: 6,4°

    MAX. TEMP: 14,3°

    DURCHSCHNITTLICHE LUFTFEUCHTIGKEIT: 79%

    DURCHSCHNITTLICHE WIND: 9,1KM/H

    NIEDERSCHLAG: 0,33MM

    Um einen schnellen Marathon zu laufen, muss das Wetter stimmen.

    Feuchtigkeit, Regen, Windgeschwindigkeit und -richtung können die Leistung beeinträchtigen.

    Aber die Temperatur ist vielleicht die wichtigste davon.

    „Bei Langstreckenrennen entscheidet letztendlich die Fähigkeit des Körpers, die Wärme aufrechtzuerhalten oder zu regulieren, darüber, wie lange Sportler bei einer bestimmten Intensität, mit ihrem inneren Energiezustand und ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit aushalten können“, sagt Performance Team Managera

    Die Hitze - besonders wenn es auch feucht ist - erschwert das Schwitzen, so dass ein Athlet Probleme hat, kühl zu bleiben.

    Bei Regen werden Kleidung und Turnschuhe schwerer.

    Und jeder, der gerne läuft, weiß, wie schwer es ist, bei Wind zu laufen.

    Es war eine der größten Herausforderungen, sicherzustellen, dass Eliud Kipchoges Marathonversuch unter den bestmöglichen Wetterbedingungen stattfindet.

    Das Wetterteam hat anhand von drei verschiedenen Vorhersagen gearbeitet, die jeweils zu unterschiedlichen Zeiten relevant sind.

    Die erste diente dazu zu entscheiden, wann Eliud nach Wien reisen sollte.

    Die zweite wurde studiert, um den Tag für das Ereignis auszuwählen, der auch bestimmen würde, wann Eliud seine letzten Phase starten sollte.

    Die endgültige Aufgabe war, genau das zweistündige Fenster mit den optimalen Bedingungen am Tag des Events zu identifizieren.

    Robby Ketchell war der Mann auf dem heißen Stuhl - einem Ort, an dem er bei Eliuds vorherigen Versuch, einen Marathon in weniger als zwei Stunden zu laufen, schon gewesen ist.

    Robbys erste Aufgabe war es, einen geeigneten Veranstaltungsort zu finden, der - unter anderem - die beste Chance bietet, das richtige Wetter zu haben.

    Die anfängliche Suche erstreckte sich über 15 Jahre und wurde in einem Raster von 100 km durchgeführt.

    „Wir haben ein maßgeschneidertes Tool geschrieben, das die Wetterdaten von Stationen auf der ganzen Welt durchsuchte“, sagt er.

    Wien wurde schließlich als Veranstaltungsort für die Herausforderung ausgewählt, weil es - zusammen mit anderen Parametern wie Zeitzone und Höhe - die besten Chancen bot, die richtigen Umweltbedingungen zu liefern.

    Der größte Vorteil war jedoch, dass die Strecke von Bäumen gesäumt war, was Eliud vor dem Wind schützen würde.

    Trotzdem wollte Robbys Team immer noch herausfinden, was Eliud im Rennen erwartet.

    „Einige der Wetterstationen, die wir über das örtliche Met-Büro benutzt haben, befinden sich in den Hügeln, also hatten wir keine genaue Angabe über den freien Fluss direkt über dem Kurs“, sagt er.

    Um diese Informationen bereitzustellen, montierte das Team eine Referenzstation etwa drei Meter über den Bäumen, damit die beiden verglichen werden konnten.

    Sie montierten auch Windsensoren direkt unter dem Baumlaub und über der Straßenmitte - und führten Tests mit Sensoren auf Stativen in Kopfhöhe durch.

    Die gesamte Ausrüstung musste gebaut, nach Wien verschifft und vom Team installiert werden.

    Glücklicherweise hat Robby die ganze Arbeit nicht alleine bewältigen müssen.

    Er hatte die Unterstützung von Walter Zwieflhofer, einem ehemaligen ECMWF Director of Operations und Meteorologe des Segelteams von INEOS TEAM UK.

    Aber es scheint, dass das Team trotz aller Arbeit und selbst mit der allerbesten Prognosetechnologie immer noch ein wenig Hilfe von Mutter Natur benötigt, damit sich die Sterne am Tag des Rennens vollständig ausrichten können.

    6 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Vor Dem Rennen

    Vor SECHZEHN Jahren gab Eliuds Trainer Patrick Sang ihm einen Rat, den er nie vergessen hat.

    Behandle dich als den besten Athleten, sagte er ihm.

    Eliud hatte sich für das 5000m-Finale der 2003 Weltmeisterschaft in Paris vorbereitet - und musste gegen Kenenisa Bekele und Hicham El Guerrouj, zwei Sportlegenden, laufen.

    Eliud, damals erst 18, schlug beide und gewann die Goldmedaille.

    „Von diesem Tag an habe ich immer an jedem Rennen teilgenommen, mit dem Glauben, dass ich meine Ziele erreichen würde“, sagt er. „Und im Laufe der letzten 16 Jahre hat sich nichts geändert. Für mich ist die INEOS 1:59 Challenge nicht anders.“

    Er glaubt aber nicht nur an seine eigenen Fähigkeiten; er vertraut auch dem gesamten Team um ihn herum.

    Der Sporternährungswissenschaftler Armand Bettonviel ist nur einer von denen, die einen kritischen Job hatten.

    Er musste genau wissen, an welchem Tag Eliud laufen würde, damit er die Ernährung des Kenianers ändern konnte.

    „Ich konnte es nicht viel mehr verlängern, weil er anfangen würde, an Gewicht zuzunehmen, weil er mehr Treibstoff haben würde“, sagt er. „Und das würde seine Leistung nicht verbessern.“

    Im Vorfeld des Rennens erklärte Armand, dass das Essen von 100 g Kohlenhydraten dazu führen kann, dass Eliuds Gewicht aufgrund von Wassereinlagerungen um 400 g zunimmt.

    Armand behauptet, dass seine andere Hauptaufgabe darin besteht, sicherzustellen, dass Eliud während des eigentlichen Rennens gut hydratisiert ist.

    Eliud flog von seinem Trainingslager in Kenia nach Wien vor ungefähr einer Woche, damit er die Strecke sehen - und laufen - konnte.

    „Ich werde vor einem großen Tag immer nervös“ sagt er. „Aber ich versuche mich zu konzentrieren.Ich versuche mich zu entspannen.“

    Sein Ritual vor dem Rennen besteht darin, eine Schüssel Haferflocken zu essen und eine Flasche Maurten zu trinken, ein nahezu geschmackloses Hydrogel, das schnell vom Körper aufgenommen wird.

    Sobald er die Straße erreicht hat, wird es Aufgabe eines Radfahrers sein, mit ihm Schritt zu halten und ihm mehr Maurten zu geben, damit er seine Rekordleistung erbringen kann.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    No Human Is Limited

    ES liegt in der Natur des Menschen, die Grenzen zu überschreiten. Weiter zu lernen, sich weiter zu entwickeln und mehr erreichen.

    Es liegt aber auch in der menschlichen Natur, sich selbst und anderen Grenzen zu setzen.

    Es ist diese Einstellung, dieser Geisteszustand, den Eliud zu ändern hofft, indem er die Zwei-Stunden-Barriere durchbricht.

    Sein Vermächtnis mag einesfür die Geschichtsbücher sein, aber dies ist seine Chance, die Menschen dazu zu inspirieren, auch über den Sport hinaus großartige Dinge zu tun, um sich auf eine Weise herauszufordern, die sie vielleicht nie gewagt haben.

    „Jeder Mensch kann seine eigenen Grenzen überschreiten“, meint er.

    „Jeder mensch kann über seinen eigenen schatten springen. Aber selbstvertrauen ist dabei entscheidend.“

    „Ich glaube fest an mich selbst und an meine Teamkollegen und an mein Training.“

    Diese Philosophie teilen INEOS und eine außergewöhnliche Gruppe von engagierten Sportmännern und -frauen, die die Einführung von No Human is Limited inspiriert haben.

    Die Kampagne, benannt nach Eliuds persönlichem Mantra, soll Menschen aus der ganzen Welt ermutigen, sich dieser Philosophie anzuschließen und zu glauben, dass niemand in seinem Leben eingeschränkt ist.

    Die Kampagne wird von einem Team hochrangiger Profilbotschafter inklusive vierfacher Sieger des Tour de France, Chris Froome.

    „Dass Eliud den zweistündigen Rekord bricht, würde zeigen, dass Grenzen überschritten werden können und, eigentlich, dass im Sport niemals Grenzen gesetzt werden sollten“, sagt er. „Wer setzt eigentlich die Grenzen?“

    3 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Die Botschafter

    ELIUD KIPCHOGE

    ‘Any human being can go beyond their limits. No human being should be limited in their thoughts, in what he or she should be doing. Self-belief is crucial.’

    CHRIS FROOME

    ‘I don’t like to think in terms of limits.’

    HERMANN MAIER

    ‘It should never enter your head that something is impossible but tell yourself that it is possible instead.’

    SIR BEN AINSLIE

    ‘I think in terms of what your aspirations are, what your goals are, there really shouldn’t be any limits.’

    ABDI NAGEEYE

    ‘Why would you put a limit on yourself when you don’t even know what your limit is?!’

    ELAINE WYLLIE

    ‘It’s our job to make children feel unlimited, to feel that they can do whatever they want to do, and achieve what they want to achieve.’

    PATRICK VIEIRA

    ‘You have to go beyond the limit - there should be no limits. There are no limits to what is possible.’

    1 minute lesezeit Ausgabe 17
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    The Daily Mile Foundation

    Dies wird nicht das Ende des Weges für Eliud Kipchoge sein.

    Ganz im Gegenteil.

    Als globaler Botschafter von The Daily Mile will er die Bedeutung des Laufens weiter verbreiten - und Kinder auf der ganzen Welt dazu inspirieren, aktiver zu werden.

    „Eine Welt, die läuft, ist eine friedliche und glückliche Welt“, meint er.

    Anfang dieses Jahres besuchte der kenianische Vater von drei Kindern eine Schule im britischen Oxford, um mit den Schülern die „Daily Mile” zu laufen. Es ist eine einfache Initiative, bei der jedes Kind nur 15 Minuten an die frische Luft geht, um mit seinen Klassenkameraden in seinem eigenen Tempo zu laufen oder zu joggen.

    Danach fragten die Kinder Eliud nach Schuhen, Ernährung, Schlaf, seiner Leidenschaft für das Laufen - und warum er so schnell laufen konnte.

    Die Daily Mile wurde 2012 von der schottischen Schulleiterin Elaine Wyllie gegründet, die sich Sorgen darüber machte, dass ihre Schüler außer Form

    Heute laufen oder gehen täglich rund 1,8 Millionen Kinder aus mehr als 8.600 Schulen in 65 Ländern regelmäßig 15 Minuten lang.

    Eine Reihe von Forschungsstudien haben gezeigt, dass Kinder, die die Daily Mile machen, fitter, schlanker, gesünder und glücklicher sind und dass sie auch wissensdurstiger sind, wenn sie zu ihren Schreibtischen zurückkehren.

    Für Eliud ist dies keine Überraschung - und deshalb möchte er unbedingt das Erbe der INEOS 1:59 Challenge nutzen, um jedes Kind auf der ganzen Welt dazu zu ermutigen, über seine Gesundheit und sein Wohlbefinden nachzudenken - und loszulaufen.

    Die Daily Mile Foundation wird von INEOS unterstützt.

    2 minuten lesezeit Ausgabe 17
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    Kraftstoff der Zukunft

    Wasserstoff bietet den großen Vorteil, dass er bei der Verwendung als Kraftstoff nur Wasser erzeugt. Das bedeutet, dass kein CO2 und keine potenziell schädlichen Emissionen entstehen. Dadurch eignen sich mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge deutlich besser zur Gewährleistung einer guten Luftqualität in Städten.

    Die chemische Industrie, die an dieser Entwicklung beteiligt ist, spielt hierbei eine unverzichtbare Rolle.

    „Wir können einen enormen Beitrag leisten“, erklärt Pete Williams, Technologieleiter der INEOS-Gruppe. „Das kann aber nicht über Nacht geschehen. Es ist nicht wie das Auswechseln einer Glühbirne.“

    Aktuell produziert INEOS jährlich 250.000 Tonnen Wasserstoff. Dieser entsteht als Nebenprodukt der Chlorherstellung und beim Kracken von Erdgas und -öl zur Produktion von Olefinen und Polymeren.

    Der Wasserstoff wird auf verschiedene Arten verwendet: um Schwefel aus Rohöl abzuscheiden, als Rohstoff für andere chemische Verfahren oder als Brennstoff für ihre Kraftwerke.

    INOVYN, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von INEOS, verwendete zuvor den Großteil für die Versorgung der vor Ort befindlichen Heizkessel.

    Nun sucht das Unternehmen nach weiteren Einsatzbereichen des Wasserstoffs, um Luftschadstoffe in Städten zu verringern und Haushalte und Unternehmen mit Energie zu versorgen.

    Heute werden 95 Prozent des weltweiten Wasserstoffs aus Methan hergestellt.

    „Aus diesem Grund sprechen wir bei INEOS oft von Methan als Übergangsbrennstoff“, erklärt Pete Williams. „Zum einen ist es ärmer an Kohlendioxid und sauberer als Kohle und Erdöl, die es zunehmend verdrängt. Zum anderen schlägt es die Brücke zu einer Wasserstoffwirtschaft, und zwar so lange, bis erneuerbare Energien in größerem Umfang zum Einsatz kommen.“

    Schiefergas könnte auf dieselbe Weise wie andere Erdgastypen in umweltfreundlichen Wasserstoff umgewandelt werden. Der Schlüssel liegt darin, das CO2, das bei diesem Verfahren erzeugt wird, abzuscheiden und unterirdisch zu lagern.

    Dies ist auch einer der Gründe, warum INEOS für Großbritannien eine heimische Erdgas-Quelle aus Schiefergestein erschließen möchte.

    „Der Großteil des britischen Erdgases wird von Norwegen und Russland durch eine europäische Pipeline geleitet oder als Flüssigerdgas importiert, einschließlich Schiefergas aus den USA“, so Pete Williams. Erdgas aus heimischer Produktion würde die Energiesicherheit Großbritanniens erhöhen und einen großen Schritt hin zu den Emissionszielen bedeuten, die sich Großbritannien für 2050 gesetzt hat.

    Nach der Herstellung könnte Wasserstoff auf dieselbe Weise unterirdisch gelagert werden wie heutzutage Erdgas. 

    Bereits seit Jahrzehnten nutzt INOVYN zur Lagerung von Kohlenwasserstoffen Salzhöhlen im britischen Cheshire. Vor kurzem hat das Unternehmen staatliche Subventionen für die Fortführung einer Machbarkeitsstudie (Projekt Centurion) erhalten. Im Rahmen dieses Projekts werden neue Möglichkeiten der Wasserstofferzeugung und –lagerung einschließlich eines möglichen Vorhabens zur Errichtung einer 100 MW-Power-to-Gas-Energiespeicheranlage in Runcorn untersucht. 

    „Die Speicherung ist eine wesentliche Komponente der Umsetzung eines gangbaren Wasserstoffenergiesystems in Großbritannien“, erklärt Dr. Frank Rourke, INOVYN-Leiter für Großbritannien. „Wir haben die Chance, ein wichtiges Stück nationaler Energieinfrastruktur zu schaffen, und das zu deutlich geringeren Kosten als jene, die für eine überirdische Lagerung anfallen würden. So könnten im Rahmen einer grünen Wirtschaft maßgeschneiderte Salzhöhlen geschaffen werden.“ 

    Richard Stevenson, Leiter der Speicherprojekte bei INOVYN, erklärt, dass INOVYN bestens positioniert sei, um in diesem Sektor Innovationen voranzutreiben.

    „Die Produktion, Lieferung und Nutzung von Wasserstoff laufen im Nordwesten Englands bereits seit vielen Jahren“, so Stevenson.

    Nun arbeitet INOVYN eng mit anderen Mitgliedern der North West Hydrogen Alliance zusammen, um einen Schritt weiter zu gehen. 

    „Wasserstoff als Energieträger könnte für den Nordwesten einen echten Wandel bewirken. INOVYN freut sich, mit anderen Mitgliedern dieser Allianz zusammenzuarbeiten, um diese Vorhaben voranzutreiben.“

    Im Rahmen des Projekts Centurion wird erforscht werden, wie durch Energiespeicherung CO2-armer Wasserstoff zur Wärmeerzeugung, zur Entkarbonisierung der Industrie und zur Beförderung von Kraftstoffen hergestellt werden und ein Beitrag zu mehr Energiesicherheit geleistet werden kann. 

    „INOVYN ist in der Region Vorreiter bei Innovationen im Wasserstoffbereich. Sein Wissen, seine Fachkompetenz und sein Einfluss wird eine Bereicherung für unsere Arbeit sein“, so Professor Joseph Howe, Vorsitzender der North West Hydrogen Alliance. 

    Ist Wasserstoff besser verfügbar, kann er als gangbare, nachhaltige Lösung für umweltfreundliche Energie für Haushalte und Unternehmen dienen. 

    In Großbritannien sind mehr als 20 Millionen Haushalte an Erdgasnetze angebunden, die und Gas zum Heizen und Kochen anbieten. 

    Das Netz von National Grid könnte genutzt werden, um die Haushalte mit Wasserstoff zu versorgen. 

    Pete Williams ist gespannt, was die Zukunft bringt, wobei er auch betont, dass Tests und Investitionen in die Infrastruktur dringend notwendig seien. 

    Es ist nicht unmöglich. Wichtig ist, dass es auf wirtschaftlich erfolgen kann. Falls nicht, ist es nicht nachhaltig. Falls ja, wird es revolutionär sein. 

    Die neuen Fahrzeuge mit Allradantrieb von INEOS – oder zumindest eines der Modelle – könnten mit Wasserstoff betrieben werden.

    Das Team hinter dem Grenadier-Projekt hat von der britischen Regierung Fördergelder in Höhe von 124.000 Pfund erhalten, um die Nutzung von Wasserstoffbrennstoffzellen zu bewerten, die wie Batterien Strom erzeugen, der den Motor antreiben kann.

    Immer mehr Wasserstofffahrzeuge sind weltweit auf den Straßen unterwegs

    1. Nullemissionsbrennstoffzellenbus, Großbritannien
    2. Alstom-Wasserstoffzug, Thüringen
    3. Wasserstofftankstelle, Los Angeles
    4. Mit Brennstoffzelle betriebener Lkw der Toyota Motor Corp.
    5. Mit Wasserstoff betriebenes Linde H2-Fahrrad
    6. Mit Wasserstoff betriebener Gabelstapler

    5 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Wie funktionieren mit Brennstoffzellen betriebene Wasserstofffahrzeuge?

    Sie erzeugen wie ein Verbrennungsmotor Strom, indem sie Kraftstoff aus einem Tank nutzen (der Kraftstoff ist jedoch mit Druck beaufschlagtes Wasserstoffgas und nicht Benzin oder Diesel). Im Gegensatz zu einem Motor verbrennt eine Brennstoffzelle nicht den Wasserstoff, dieser wird stattdessen chemisch mit Sauerstoff aus der Luft vermischt, wodurch Wasser entsteht. Dabei wird wie bei einer Batterie Strom freigesetzt, welcher einen Elektromotor (oder -motoren) versorgt, um ein Fahrzeug anzutreiben. Das einzige Abfallprodukt ist das Wasser – und das ist so sauber, dass man es sogar trinken kann!

    Am besten, Sie stellen sich Brennstoffzellen wie Batterien vor, die sich nie entleeren. Anstatt die darin enthaltenen Chemikalien langsam zu verbrauchen (wie das bei normalen Batterien der Fall ist), werden Brennstoffzellen ständig mit Wasserstoff versorgt und erzeugen Strom, solange Kraftstoff im Tank vorhanden ist.

    1 minute lesezeit Ausgabe 16
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    Egan Bernal gewinnt die Tour de France

    Das komplette Team hat in den gesamten drei Wochen eine Glanzleistung vollbracht. Geraint Thomas, der Sieger 2018, gesellte sich auf dem Podest nach einem beachtlichen 1-2-Finish, das mit einer Umarmung der beiden nach Passieren der Ziellinie endete, als Zweitplatzierter zu Bernal.

    Mit dem Sieg von Bernal hat das Team seine Erfolgsbilanz noch gesteigert: So verzeichnet es mittlerweile beachtliche sieben Tour-Siege, 17 Etappensiege und 91 gelbe Trikots.

    In diesem geschichtsträchtigen Augenblick am Ende der letzten Etappe war Bernal sichtlich emotional überwältigt: „Wow, es ist unglaublich! Es ist wie ein Traum. Ich habe die Tour de France gewonnen! Das alles kann ich noch schwer begreifen. Nach dem Finale habe ich mit meiner Familie gefeiert. Es ist einfach ein unglaubliches Gefühl!“

    Da er erst im zweiten Jahr des Wettkampfs auf internationaler Ebene fährt, ist dieser Sieg für den 22-jährigen Kolumbianer, der zu Beginn der Saison 2018 zum Team stieß, der Abschluss von 18 erfolgreichen Monaten.

    Nach seinen Siegen bei der Paris-Nizza-Tour und der Tour de Suisse in diesem Jahr wird er sowohl in der Sportbranche als auch bei seiner Rückkehr in Kolumbien als Superstar gefeiert.

    Der Leiter des Siegerteams, Sir Dave Brailsford, sagt dazu: „Es ist toll, dass der erste Tour de France-Sieger aus Kolumbien stammt – das macht mich sehr stolz. Viele hatten vielleicht Zweifel daran, zwei Fahrer an die Spitze zu setzen. Aber es hat wunderbar funktioniert, und Zweiter und Erster zu werden – das ist nicht zu übertreffen. Es ist ein Privileg, mit all diesen Menschen zu arbeiten – fantastische Fahrer, fantastisches Team, fantastische neue Sieger.“

    Eine Tour voller überraschender Wendungen und dramatischer Augenblicke wie man sie bei diesem Rennen seit vielen Jahren nicht mehr erlebt hat. Dennoch, am Ende eines der unvorhersehbarsten Rennen seit Jahren gingen Bernal und Team INEOS als Sieger hervor – der erste Grand Tour-Erfolg, den INEOS für sich beanspruchen kann.

    Hut ab, Team INEOS!

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    Name: Egan Bernal

    DOB: Geboren 13. Januar 1997 (22 Jahre alt)

    Born: Zipaquira, Kolumbien

    Bei Team INEOS seit: 2018

    Honours 2018: Tour of California, Tour Colombia

    Honours 2019: Paris-Nizza, Tour de Suisse, Tour de France

    4 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Kampf dem Plastikmüll

    So stellte beispielsweise vor kurzem Hugh Fearnley-Wittingstall vor Millionen Zuschauenden im britischen Fernsehen die Frage, ob Unternehmen wie INEOS weniger Kunststoff herstellen solle oder gar nicht mehr.

    „Je mehr Kunststoff diese Branche herstellt, desto mehr ist Kunststoff Teil unseres Lebens – ob wir es wollen oder nicht“, stellte er vor dem Fernsehpublikum in den Raum. Der Schwerpunkt der dreiteiligen BBC-Serie „War on Plastic“ lag auf Einwegkunststoffverpackungen.

    „Die Kernaussage bestand darin, dass Kunststoffverpackungen schlichtweg schädlich sind“, so INEOS-Kommunikationsdirektor Tom Crotty. „Die Tatsache, dass Lebensmittelabfälle durch Verpackungen verringert werden können, weil sie Lebensmittel länger frisch halten, wurde nicht erwähnt.“

    Noch ärgerlicher für INEOS war jedoch, dass nicht erwähnt wurde, wie wichtig Kunststoff in unserem Alltag ist. Dadurch wurde den Zuschauenden das Gefühl vermittelt, dass jeglicher Kunststoff schlecht ist.

    „Der Großteil der weltweit zunehmenden Verwendung von Kunststoff ist nicht durch Verpackungen bedingt“, erklärt Crotty. Kunststoff wird vor allem von Autoherstellern, der Bauindustrie, der Maschinenbau- und pharmazeutischen Industrie und Krankenhäusern benötigt.

    Durch leichtgewichtige Kunststoffteile in Autos und Flugzeugen konnte der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden, wodurch schädliche Emissionen verringert wurden.

    Durch Isolierung werden moderne Gebäude deutlich energieeffizienter.

    Herz-Stents, Katheter, Spritzen, Blutbeutel, Prothetik, Pillenhüllen, MRT-Geräte, Inkubatoren, Dialysemaschinen sowie sterile pharmazeutische Verpackungen sind aus Kunststoff gefertigt, auch OP-Säle sind damit ausgestattet.

    Auch Kunststoffrohre – deren Installation einfacher und kostengünstiger ist – werden in einigen der ärmsten Teile der Welt verwendet, um Dorfbewohnende mit Frischwasser zu versorgen.

    „80 Prozent unseres Kunststoffs werden für solche Zwecke eingesetzt, nicht für Verpackungen“, erklärt Tom Crotty. „Das ist es, was unser Wachstum ankurbelt. Das ist weit mehr als Trinkhalme oder Rührstäbchen.“

    Während der einstündigen Sendung stellte Fearnley-Wittingstall die Logik des INEOS-Vorhabens in Frage, Schiefergas von den USA nach Schottland zu liefern, um mehr Kunststoff produzieren zu können.

    Crotty erklärte jedoch, dass die Produktion von China und dem Nahen Osten in die USA verlegt worden sei, da Amerika dank der enormen Reserven an kostengünstigem Schiefergas konkurrenzfähiger geworden sei.

    „Wachstum entsteht nicht dadurch, dass man mehr Kunststoff herstellt“, erklärt er. „Es entsteht durch die Verbrauchsnachfrage nach Kunststoff. Ich könnte eine Fabrik bauen, um eine Milliarde Schreibmaschinen herzustellen, doch niemand würde diese haben wollen.“

    INEOS produziert jährlich Milliarden an durchsichtigen Kunststoffgranulaten für andere Branchen und hatte der BBC-Filmcrew Zugang zu seinem Standort in Grangemouth gewährt.

    Während der Dreharbeiten erklärte Tom Crotty, dass 100 Prozent aller INEOS-Polymere recycelt werden können, aktuell jedoch nur 14 Prozent des Kunststoffs recycelt werden. „Der Großteil landet auf Deponien, was Verschwendung ist“, so Crotty. „Wir wollen recycelte Kunststoffabfälle als Rohstoff verwenden, denn Kunststoff soll mehrmals verwendet werden. Und wenn er sein Lebensende erreicht hat, kann die Energie, die bei der Verbrennung frei wird, zurückgewonnen werden.“

    INEOS arbeitet derzeit an einem möglichen Verfahren für das chemische Recycling von Kunststoff. So würde Kunststoff mittels eines neuen, bahnbrechenden nicht-mechanischen Verfahrens wieder in seine ursprüngliche molekulare Struktur umgewandelt, damit er als Rohstoff wieder für Kunststoffverarbeitungsverfahren verwendet werden kann.

    „Dieser heilige Gral des Kunststoffrecyclings wird in Kürze Realität sein, was bedeutet, dass wir bei der Herstellung unserer Produkte unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern können“, fährt Crotty fort.

    INEOS hat mit Pyrowave, Agylix und GreenMantra Vereinbarungen über die gemeinsame Entwicklung abgeschlossen. Mithilfe der patentierten Technologie dieser Partnerunternehmen und der INEOS-Fertigungsinfrastruktur könnten Kunststoffabfälle wieder zu chemischen Monomer-Bausteinen umgewandelt werden.

    „Diese Bausteine werden bei unserem Polymerisationsverfahren einen Anteil der ursprünglichen, unbearbeiteten Rohstoffe ersetzen“, erklärt Crotty.

    Zudem ist INEOS bestrebt, „Zero Pellet Loss“, die Vermeidung des Eintrags von Kunststoffgranulat in die Umwelt, zu praktizieren – sowohl an den eigenen Standorten als auch über Spediteure und Kunden aufgrund der Verpflichtung im Rahmen der Initiative „Operation Cleansweep“ (OCS), der weltweiten Initiative der Kunststoffbranche zur umsichtigen Handhabung von Kunststoffgranulat, Meere zu schützen.

    Kunststoff hat es in sich!

    Erfahren Sie in Marks Podcast auf der BBC-Website mehr über Kunststoff

    5 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Zero Pellet Loss

    EINE FREIWILLIGE Initiative zur Vermeidung des Eintrags von Kunststoffgranulaten in die Umwelt zeigt Wirkung. Laut INEOS hat die "Operation Cleansweep" die Art, wie das Unternehmen seine Standorte in Antwerpen, Rønningen, Grangemouth und weitere weltweite Standorte betreibt, erheblich verändert.

    Diesen Erfolg führt INEOS im Wesentlichen auf intensive Schulung, den Austausch bewährter Verfahren, eine Änderung der Einstellungen in der gesamten Lieferkette und erhebliche Investitionen, unter anderem in die Neukonzeption der Polymerförderrinnen zurück.

    Darüber hinaus hat die Initiative den Betrieben ein Rahmenkonzept zur Eigenbeurteilung ihrer Leistungen zur Verfügung gestellt.

    Mittlerweile gilt an den INEOS-Standorten selbst ein verlorenes Stück Granulat als inakzeptabel.

    „Wir sind sehr stolz auf unsere Errungenschaft“, erklärt Inge Nilsen, Produktions- und Verfahrenstechnikerin bei INEOS Bamble, dem Polyolefinfertigungsstandort im norwegischen Industriegebiet Rønningen nahe Rafnes.

    INEOS stellt die kleinen, durchsichtigen Granulate her, woraufhin diese in eine komplexe Lieferkette zur Versorgung anderer Hersteller gelangen, die sie schmelzen, formen und in verschiedenste Arten von Kunststoffprodukten umwandeln.

    Früher war es möglich, dass diese Granulate irgendwo innerhalb dieser komplexen Lieferkette verloren gegangen wären. Aber die Zeiten haben sich geändert.

    In Norwegen wurden Austritte von Kunststoffgranulaten an den INEOS-Standorten erfasst, um diese zu einem späteren Zeitpunkt zu beheben. „Nun wird unverzüglich auf etwaige Austritte reagiert“, so Inge Nilsen.

    Mittlerweile gilt an den INEOS-Standorten selbst ein verlorenes Stück Granulat als inakzeptabel.

    In Rønningen wurden bei jeder Rinne doppelte Schutzvorrichtungen eingebaut, damit das durchsichtige Granulat nicht in unterirdischen Abflüsse gelangt.

    Außerdem wurde ein eigener Beschäftigter eingestellt, der mit einer Kehrmaschine die am stärksten gefährdeten Bereiche abfährt.

    Tobias Hannemann, Geschäftsführer von O&P im Vereinigten Königreich, erklärt, dass in Grangemouth Änderungen vorgenommen wurden, um Austritte von Granulat zu verringern, und das bereits, bevor sich der Standort der „Operation Cleansweep“ angeschlossen hatte. „Wir hatten bereits eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, unter anderem Rüttelstreifen und Luftgebläse, um Granulat, das aus Lkw und Granulat-Wasserabscheidern am Produktionsstandort ausgetreten war, zu entfernen“, erklärte er. Im Rahmen „Operation Cleansweep“ ging INEOS noch einen Schritt weiter.

    In den Abflüssen wurden mehr als 200 feine Gittersiebe installiert. Zudem wurden zusätzliche Reinigungsstationen geschaffen, damit die Beschäftigten nie mehr als zehn Meter vom Equipent entfernt sind.

    Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen mit Expertinnen und Experten an der Neukonzeption der Polymerförderrinnen, um die Gefahr des Austritts von Granulat zu verringern, wenn die Tanker befüllt werden.

    Auch die Zahl der täglichen Abwasserkontrollen in den Polymerfertigungsbetrieben wurde erhöht, bei jeder Schicht gibt es „OCS-Beauftragte“.

    „Als Nachbarin und Beschäftigte weiß ich genau, wie wichtig es ist, dass wir unsere Auswirkungen auf die Umwelt minimieren“, erklärt OCS-Beauftragte Gemma Taylor. Für die Beschäftigten in Grangemouth reicht es nicht, nur den eigenen Standort sauber zu halten.

    „Es ist das Mindeste, was wir tun können“, erklärt Peter Malley, Supply Chain-Projektleiter in Grangemouth.

    Der schottische Standort arbeitet mit allen Beteiligten der Lieferkette zusammen, um sie dazu zu ermutigen, sich ebenfalls der „Operation Cleansweep“ anzuschließen.

    „Das Lieferkettensystem ist extrem komplex, und das Granulat wird von vielen verschiedenen Unternehmen gehandhabt“, so Stuart Keillor, Supply Chain Manager.

    „Wir haben das Bewusstsein zu OCS entlang der gesamten Lieferkette erhöht. Anfangs haben sich einige unserer Speditionen freiwillig an OCS beteiligt. Mittlerweile haben wir die Einbeziehung dieser Grundsätze für ihre Tätigkeit angeordnet.“

    So werden Lkw überwacht, die Fahrenden müssen über die Sauberkeit ihrer Fahrzeuge Bericht erstatten, bevor sie den Betrieb verlassen.

    „INEOS steht an vorderster Front, wenn es um Veränderungen im Rahmen von OCS geht“, erklärt Chris Seagriff, Regionaler Betriebsleiter bei Haulier XPO Logistics. „Das Unternehmen hat diese Grundsätze zusätzlich zu den bereits bestehenden eingeführt, um die betrieblichen Vorgänge zu verbessern und die Gefahr des Austretens von Granulat entlang der Lieferkette erheblich zu verringern.“

    Grangemouth arbeitet zudem mit Umweltschutzorganisationen wie Fidra zusammen.

    „Kunststoffgranulat an Stränden ist eine Schadstoffquelle, die absolut vermeidbar ist“, erklärt Madeleine Berg, Projektleiterin bei Fidra. „Als Branchenführer hat INEOS nicht nur die Chance, sondern auch die Pflicht, in der Praxis ein gutes Vorbild zu sein, um dieses Problem zu lösen.“

    Auch auf der anderen Seite des Kanals herrscht großes Engagement: So sind die Beschäftigten in Antwerpen fest entschlossen, im Rahmen von OCS ihren Beitrag zu leisten.

    INEOS Styrolution hat in Schulungen und in die Verbesserung der Ausrüstung im Betrieb investiert, damit Granulat nicht ins Meer gelangt, wo es von Fischen für Nahrungsmittel gehalten werden kann.

    Hier wird nach dem Vorbild des Standorts Grangemouth die gesamte Lieferkette einbezogen.

    „Können wir alle einbeziehen, bewirken wir einen echten Unterschied“, so Betriebsleiter Toon Van Melckebeke.

    INEOS Bamble, Rønningen, Norwegen

    MASSNAHMEN

    • Alle Bedienenden und Beschäftigten, die Granulat handhaben, wurden geschult
    • Ausgetretenes Granulat wird unverzüglich beseitigt, anstatt protokolliert zu werden
    • In den Abflussrinnen werden doppelte Schutzvorrichtungen eingesetzt, damit das Granulat nicht mehr in der unterirdischen Kanalisation verschwindet
    • Ein Beschäftigter fährt das Firmengelände mit einem Kehrwagen ab, um zu vermeiden, dass Granulat in die Umwelt austritt

    INEOS Styrolution, Antwerpen, Belgien

    MASSNAHMEN

    • Einbau von Korbfiltern und Auffangbecken, um zu vermeiden, dass Granulat den Standort verlässt
    • Beschäftigte achten vermehrt darauf, das Betriebsgelände sauber zu halten
    • Der Betrieb ist Teil der ‚Zero Pellet Taskforce‘, die vom Antwerpener Hafen organisiert wurde, die Beschäftigten nehmen regelmäßig an Reinigungsaktionen teil

    INEOS, Grangemouth, Schottland

    MASSNAHMEN

    • Installation von mehr als 200 feinen Gittersieben in den Abflüssen
    • Einrichtung zusätzlicher Reinigungsstationen
    • Spezielle Fachschulung für alle Beschäftigten
    • Die Förderrinnen werden neu konzipiert

    5 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    INEOS unterzeichnet Vereinbarungen mit drei Unternehmen, die alle die Vision einer nachhaltigen Welt teilen

    Zwei dieser Unternehmen, Agilyx und Pyrowave, nutzen die Depolymerisationstechnologie, um Polystyrolabfälle wieder in die ursprünglichen Styrolmonomerbausteine umzuwandeln.

    „Diese sind ein wichtiger Rohstoff für INEOS Styrolution“, erklärt Cassie Bradley, Leiterin des Bereichs Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in Nordamerika. „Wie können unsere bestehende Infrastruktur dazu nutzen, Recyclingstyrol wieder in ein Polymer umzuwandeln, dessen Eigenschaften gleich sind wie jene des ursprünglichen Rohstoffs.“

    Das jüngste Abkommen hat das Unternehmen mit einem spezialisierten Chemieunternehmen abgeschlossen, das erforscht hat, wie sich Polystyrolabfälle in hochwertige synthetische Polymere und Zusatzstoffe umwandeln lassen.

    Im Rahmen dieses Verfahrens gewinnt GreenMantra® Technologies Ltd auch Styrolmonomer – die von INEOS Styrolution verwendeten Bausteine – wieder.

    „Es hieß immer, das sei nicht möglich, wie man sieht, klappt es aber“, so Mohammed Abboud, Produktleiter bei INEOS Styrolution.

    Laut Abboud sei die Partnerschaft mit allen drei Unternehmen wichtig, denn so könne INEOS Styrolution durch die Verwendung von Recyclingmaterialien zur Herstellung seiner Produkte auch Polystyrolabfälle zu einer wertvollen, nachhaltigen Ressource machen.

    „Durch diese Initiative nähern wir uns zunehmend einer Kreislaufwirtschaft an, in der Kunststoff wiederverwendet und nicht entsorgt wird“, erklärt er.

    Alle drei Unternehmen sind echte Macher: Die INEOS-Partnerfirmen verfügen über die technologische Fachkompetenz und INEOS Styrolution über das Know-how bei der Herstellung.

    Sie verfolgen gemeinsam das Ziel, entsorgtes Polystyrol zu recyceln und der Gesellschaft zu zeigen, dass es zu wertvoll ist, um einfach auf Mülldeponien zu landen.

    Zunächst muss INEOS Styrolution dafür sorgen, dass das von den Partnerfirmen produzierte Monomer rein genug ist, damit es die strengen Anforderungen im Hinblick auf den Ersatz der Rohstoffe erfüllt.

    Ist dies erreicht, kann der neue Rohstoff neben herkömmlich produziertem Rohmonomer für die Polystyrolproduktion bei INEOS Styrolution verwendet werden.

    „Wir freuen uns sehr, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, die unseren Einsatz für eine Kreislaufwirtschaft teilen“, erklärt Ricardo Cuetos, VP Standardprodukte, INEOS Styrolution America LCC.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    INEOS investiert in einen neuen Forschungsstandort zur Entwicklung der nächsten Generation von Recyclingkunststoffen

    So errichtet sie beispielsweise in Italien eine neue Forschungseinrichtung, um an ihrem Standort in Rossignano die nächste Generation von Recyclingkunststoff zu entwickeln.

    Das Unternehmen plant, sich auf die Entwicklung von Polypropylen zu konzentrieren, das für Elektroautos und fortschrittliche Verpackungen verwendet wird.

    „Beide verlangen nach hochwertigeren Komponenten, die leicht und einfach zu recyceln sind“, erklärt Andrea Vittone, Geschäftsführer und Betriebsleiter bei INEOS Manufacturing Italia.

    Polypropylen kann auf einfache Weise wiederverwendet und recycelt werden und eignet sich hervorragend für Einsatzzwecke, die langlebige Materialien erfordern, wie etwa Autostoßstangen.

    Dieses Material ist robust und biegsam und reagiert nicht mit Wasser und Reinigungsmitteln. Zudem kann es auf einfache Weise von Recyclingunternehmen sortiert werden.

    Nachdem es recycelt wurde, kann INEOS es mit neuem Material mischen. Dadurch erhält es ein zweites Leben und kann wie ein neues Produkt verwendet werden.

    Heutzutage bestehen viele Verpackungen aus einer Mischung aus verschiedenen Arten von Kunststoffen, die sich nur schwer trennen und wiederverwenden lassen.

    „Wir alle sind uns der Probleme bewusst, die mit Kunststoff einhergehen, aber wir müssen an Lösungen arbeiten“, so Vittone.

    INEOS ist fest entschlossen, neue Polypropylenprodukte zu entwickeln, die einen Mehrwert bieten und uns einen Schritt näher zur Kreislaufwirtschaft bringen.

    „Wir alle können nicht ohne Kunststoff auskommen“, ist Vittone überzeugt. „Wir sind uns aber bewusst, dass wir Kunststoffabfall einen Mehrwert verleihen müssen, anstatt ihn zu entsorgen.“

    2 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Karbonfasern einmal anders

    Bisher haben die britischen Herausforderer des America's Cup 1.000 kg "Abfall" verwendet, um das AC75-Boot zu bauen, das 2021 in Auckland zum Wettkampf antreten wird. "Die Wiederverwendung von Karbonfaserprodukten ist revolutionär", schwärmt Alan Boot, Schiffsbauarchitekt des INEOS Team UK. „Wir verhindern, dass Abfälle auf Deponien landen und schließen bei unseren Produktionsverfahren den Kreis, wo immer es möglich ist.“

    Vor einigen Jahren konnten bereits verwendete Karbonfasern nicht recycelt werden. ELG Carbon Fibre ist es jedoch gelungen, die technischen Hürden zu überwinden, und hat ein Recyclingverfahren für gebrauchte Verbundwerkstoffe entwickelt, damit diese nicht entsorgt werden müssen. „Die Produkte von ELG fügen sich nahtlos in unsere Fertigungsverfahren ein. Das zeigt, wie erfolgreich diese Materialien in einer Reihe von gewerblichen Märkten zum Einsatz kommen können“, erklärt Alan Boot. Er fügt hinzu: „Wir erleben eine sehr spannende Entwicklung im Bereich der Fertigung von Booten und werden anderen Herstellern hoffentlich ein gutes Vorbild sein.“

    ELG arbeitet seit Beginn der Kampagne im vergangenen Jahr mit INEOS Team UK zusammen, um die begehrteste Trophäe der Segelwelt zu gewinnen. „Wir beide betrachten diese Partnerschaft als wichtigen Schritt zur Lösung des Problems des weltweiten Kohleverbrauchs und zur Erhöhung des Bewusstseins darüber, wie wichtig eine Entwicklung hin zum Kreislaufrecycling in der Schifffahrtsindustrie ist.“

    ELG ist Marktführer im Bereich der recycelten Karbonfasermaterialien und recycelt die wiedergewonnenen Fasern für INEOS Team UK in seinem spezialisierten Betrieb in den West Midlands. Dort werden die Fasern in gemahlene und gehackte Produkte umgewandelt, um Duroplast- und Plastomerkomponenten und Vliesmatten herzustellen.

    Wenngleich die genauen Einzelheiten zum Design des INEOS-Boots ein gut gehütetes Geheimnis bleiben, seien die Recyclingvliesmaterialien von ELG nach eigenen Aussagen für die Herstellung von zwei Hängegerüsten für den Transport des AC75 sowie für die Rumpf- und Deckgussformen verwendet worden.

    „Das ist die perfekte Partnerschaft“, meint Frazer Barnes, Geschäftsführer von ELG Carbon Fibre. „Unsere Produkte tragen dazu bei, die wesentliche Nachhaltigkeitsbotschaft im Elitesport zu vermitteln, und darauf sind wir sehr stolz.“

    Das Boot 1 des Typs AC75 des INEOS Team UK soll Ende dieses Jahres eingeweiht werden.

    ELG Carbonfaser

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    Näheres zu ELG finden Sie hier www.elgcf.com

    T5

    Im August 2018 weihte das INEOS TEAM UK, der britische Herausforderer des 36. America‘s Cup, sein Testboot, auch als T5 bekannt, ein. Es war das erste Team, das ein kleinformatiges Foilingeinrumpfboot verwendete.

    AC75

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    Das AC75 ist eine Kategorie der 75 Fuß-Einrumpfsegelboote, die die Bau- und Betriebsweise der im America‘s Cup von 2021 verwendeten Yachten bestimmt.

    Crew: 11 + Gast

    Mastlänge: 26,5 m (87 ft)

    Länge gesamt: 22,86 m (75 ft)

    Breite: 5 m (16 ft)

    Rumpflänge: 20,7 m (68 ft)

    4 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Willkommen im Königreich Saudi-Arabien

    Ein neuer 425.000-Tonnen-Acrylnitril-Betrieb - der erste seiner Art im Nahen Osten - wird sich die weltweit führende Technologie von INEOS zunutze machen.

    „Die weltweite Nachfrage nach Acrylnitril wächst weiterhin schneller als das BIP, denn mit diesem Material können leichtere, stabilere und energieeffizientere Materialien wie ABS, Verbundwerkstoffe und Karbonfasern hergestellt werden“, erklärt Paul Overment, Geschäftsführer von INEOS Nitriles.

    Zudem plant INEOS die Errichtung eines 400.000-Tonnen-Betriebs für lineare Alphaolefine (LAO) und eine damit verbundene Großanlage zur Herstellung von Polyalphaolefinen (PAO).

    „Wir sind einer der weltweit führenden Lieferanten für LAO- und PAO-Händler“, betont Joe Walton, Geschäftsführer INEOS Oligomers. „Größe und Standort dieser neuen Betriebe unterstützen unser Bestreben, mit dem weltweit steigenden Bedarf unserer Kundinnen und Kunden mitzuhalten.“

    Alle drei Betriebe, die die wichtigsten Bausteine für Karbonfasern, technische Polymere und synthetische Schmierstoffe herstellen werden – Materialien, die für ein Wirtschaftswachstum der Region unverzichtbar sind – werden voraussichtlich 2025 die Produktion aufnehmen.

    Die Entscheidung, im Nahen Osten zu investieren, folgt auf die jüngst getätigten Investitionen in Antwerpen, Großbritannien, China und Amerika.

    Nach seiner Errichtung wird der petrochemische Komplex Jubail 2 nachgelagerte Derivate und Spezialchemikalien im Wert von mehr als vier Milliarden Dollar liefern.

    „Für uns passt der Zeitpunkt für diese bedeutsame Vereinbarung in Saudi-Arabien mit Saudi Aramco und Total perfekt“, so Jim. „Wir bieten eine fortschrittliche Technologie für nachgelagerte Verfahren, die im Königreich Saudi-Arabien einen Mehrwert bieten und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen wird.“

    3 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    VLEC – Very Large Ethane Carrier (Ethangroßtransportschiff)

    Für INEOS, das das Geschäft mit SP Chemicals für sich gewonnen hat, stellt dies den Beginn eines historischen Projekts dar, im Rahmen dessen INEOS die Zusage, die man gegenüber dem singapurischen Unternehmen im November 2017 gemacht hat, hält.

    „Eine weitere Weltpremiere“, schwärmt David Thompson, Geschäftsführer von INEOS Trading & Shipping. „Wir sind nun Vorreiter bei der weltweiten Lieferung von Ethan, um der Nachfrage eines expandierenden Chemikaliensektors gerecht zu werden.“

    INEOS begann 2015 nach der Errichtung einer virtuellen Pipeline durch den atlantischen Ozean mit der Lieferung des preislich äußerst konkurrenzfähigen Ethans nach Europa. Diese bahnbrechende Entscheidung rettete das Petrochemieunternehmen im schottischen Grangemouth vor der Schließung.

    Mittlerweile beliefern acht „Drachenschiffe“ die INEOS-Standorte in Großbritannien und Norwegen regelmäßig mit Ethan.

    Das Abkommen mit SP Chemicals erforderte den Bau eines noch größeren Schiffs, als VLEC (Very Large Ethan Carrier/Ethangroßtransportschiff) bezeichnet.

    „Es hat die rund dreifache Frachtkapazität unserer Drachenschiffe“, erklärt Thompson.

    Das Schiff erhielt seinen Namen offiziell am 7. Mai von Aimee Ratcliffe beim Enterprise Products Terminal am Morgon‘s Point in Houston.

    Es wird von Jaccar/Evergas betrieben werden und ist das erste VLEC der Unternehmensflotte von gasbetriebenen Schiffen.

    SP Chemicals, das bereits Styrol- und VCM-Produktionsstandorte betreibt, nimmt derzeit einen neuen Erdgaskracker in Betrieb, der das importierte Ethan jährlich in mehr als 650.000 Tonnen Ethylen umwandeln wird.

    „Das ist ein wichtiger Meilenstein für SP Chemicals auf dem Weg zur Autonomie in Bezug auf seinen Bedarf an Ethylen“, erklärt Geschäftsführer Chan Hian Siang.

    Die Hersteller verwenden Ethylen zur Herstellung verschiedenster Dinge – von Bekleidung bis zu Mobiltelefonen.

    INEOS macht sich keine Sorgen darüber, dass sein eigener weltweiter Wettbewerbsvorteil durch die Belieferung Chinas mit kostengünstigen Rohstoffen geschmälert werde.

    „In China sind mehrere weitere Erdgaskrackerprojekte geplant. Wir freuen uns, dass INEOS das erste Unternehmen ist, das Ethan nach China exportiert“, so Thompson.

    JS INEOS Marlin: Das weltweit erste VLEC des Typs C

    85.000 m3: Flüssiggaskapazität

    232 Meter: Länge des Frachters

    -104°C: Minus 104 Grad Celsius ist die Temperatur, die benötigt wird, damit Ethan flüssig bleibt

    3x: Es hat rund die dreifache Frachtkapazität der INEOS-Drachenschiffe

    3 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Übermenschen

    Daher überrascht es kaum, dass es sich zu Gleichgesinnten hingezogen fühlt, die Mut, Entschlossenheit und einen klaren Fokus haben – eine Einstellung, die INEOS innerhalb des gesamten Unternehmens verbreiten will.

    Im Laufe der Jahre hat INEOS Millionen von Euro und Dollar gespendet, um zur Förderung eines gesunden Interesses an Sport, vor allem bei der jungen Generation, beizutragen. Und zwar an jedem Sport: Eishockey. Fußball. Rugby. Laufen. In praktisch jedem Land nahe der Standorte, an denen das Unternehmen tätig ist.

    „INEOS hat unseren Club revolutioniert“, erzählt Sacha Weibel, Geschäftsführer des Hockey-Clubs von Lausanne, dem INCH-Magazin.

    Erst vor kurzem hat INEOS den Fokus auf Spitzensportlerinnen und -sportler verlagert. Jene, die, obwohl sie in ihrem Bereich absolute Profis sind, immer noch mehr erreichen wollen und überzeugt sind, dass alles möglich ist.

    „Niemand soll INEOS jemals sagen, dass etwas nicht möglich sei“, erklärt John Mayock.

    INEOS unterstützt nun Großbritanniens Bestreben, die begehrteste Segeltrophäe der Welt erstmals in ihrer 168-jährigen Geschichte zu gewinnen.

    Durch die 1:59-Challenge unterstützt INEOS Eliud Kipchoge auf seinem Weg, um als allererster Mensch weltweit einen Marathon in einer Zeit von weniger als zwei Stunden zu absolvieren.

    Zudem ist INEOS stolzer Inhaber von Lausanne-Sport, einem der etabliertesten Fußballvereine der Schweiz.

    Vorstandsvorsitzender und Gründer von INEOS, Sir Jim Ratcliffe, ist leidenschaftlicher Sportler. Er läuft Marathons, fährt Fahrrad und ist zum Nord- und Südpol gewandert. Er weiß, was Männer und Frauen dazu bringt, die Grenzen dessen, was als menschenmöglich gilt, zu sprengen. Genauso weiß er, wie man zum Sieger wird – so wie Team INEOS-Fahrer Egan Bernal, der 22-jährige Kolumbianer, der die diesjährige Tour de France gewann.

    2 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    #Keinem Menschen sind Grenzen gesetzt

    Am 6. Mai 1954 erreichte Roger Bannister, was viele für nahezu unmöglich gehalten hatten: Der damals 25-jährige Vollzeitmedizinstudent brach auf der Iffley Road-Bahn im britischen Oxford die Vier-Minuten-Meile.

    Auch heute noch ist dieser Rekord eines der erinnerungswürdigsten Ereignisse in der Sportgeschichte. Ende dieses Jahres wird Eliud Kipchoge an der Reihe sein.

    Der größte Marathonläufer aller Zeiten wird den Versuch starten, in weniger als zwei Stunden 42,195 Kilometer zu laufen. Auch dies halten viele für unmöglich.

    Nicht jedoch INEOS. Auch nicht Eliud. Beide sind davon überzeugt, dass es zu schaffen sei. Im Oktober wird er im Rahmen der 1:59-Challenge von INEOS im Rampenlicht stehen.

    „Eliud spielt eine wichtige Rolle“, erklärt INEOS-Vorstandsvorsitzender Jim Ratcliffe. „Was wir tun können, ist, ihn zu unterstützen. Ganz gleich, wie gut wir darin sind, die perfekten Voraussetzungen für ihn zu schaffen – was er vollbringt, ist eine absolute Meisterleistung!“

    Eliud war bereits im Mai 2017 nahe daran, mit seinem ersten Versuch Geschichte zu schreiben. Damals gelang ihm bei einer speziell organisierten Veranstaltung im italienischen Monza eine Zeit von 2:00:25.

    „Das war der Augenblick in meiner Karriere, der mich am meisten mit Stolz erfüllte“, schwärmt er. „Nun eine weitere Chance zu bekommen, den magischen Zwei-Stunden-Rekord zu knacken, ist unglaublich spannend. Mein Geheimnis besteht darin, dass ich einfach daran glaube, dass ich es schaffen kann. Ich sage immer, dass keinem Menschen Grenzen gesetzt sind. Daher weiß ich auch, dass es mir möglich ist, diese Hürde zu schaffen.“

    Die 1:59-Challenge von INEOS wird zwischen dem 12. und 20. Oktober dieses Jahres in Wien ausgetragen. Die Wahl der Stadt Wien als Austragungsort für die 1:59-Challenge von INEOS mit Eliud Kipchoge war der Höhepunkt einer umfassenden weltweiten Suche, die mit einer Weltkarte begann und mit einer Stecknadel an jenem Punkt endete, an der die österreichische Hauptstadt liegt. Wien bietet die perfekte flache Rundstrecke.

    Der Lauf wird im Rahmen einer großen Marketingkampagne publik gemacht und weltweit live übertragen.

    Es werden Zehntausende Besucherinnen und Besucher erwartet.

    Eliud ist überzeugt, in INEOS den perfekten Partner gefunden zu haben, denn das Unternehmen verfolgt dieselbe Vision und kann ihn und sein Team inspirieren, der Welt zu zeigen, dass keinem Menschen Grenzen gesetzt sind.

    „Eliud ist der größte Marathonläufer aller Zeiten und der einzige Sportler der Welt, der die Chance hat, den Zwei-Stunden-Rekord zu knacken“, erklärt Jim. „Er hat unsere volle Unterstützung und wird hoffentlich Sportgeschichte schreiben“.

    AUF BASISEBENE:

    Zwei von INEOS unterstützte Initiativen, Kinder zu mehr Aktivität und Gesundheit anzuregen, erobern die gesamte Welt.

    GO Run for Fun veranstaltet nun schon in sieben Ländern regelmäßig Zwei-Kilometer-Läufe. Bei der letzten Zählung liefen 302.388 Kinder weltweit über die Ziellinie.

    Die Initiative wurde 2013 angesichts der zunehmenden Fettleibigkeit bei Kindern vom INEOS-Vorstandsvorsitzendem Sir Jim Ratcliffe in Großbritannien ins Leben gerufen.

    The Daily Mile, 2012 gegründet von der ehemaligen schottischen Schuldirektorin Elaine Wyllie, wurde dank der Unterstützung von INEOS zu einem bahnbrechenden Erfolg.

    The Daily Mile begann in einer schottischen Schule und wird nun täglich in 8.888 Schulen und Kindergärten in 65 Ländern gelaufen, einschließlich – erstmals – in den USA.

    Fast zwei Millionen Kinder weltweit laufen eine Meile täglich.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Hisst die Segel

    Denn das Team ist der Meinung, möglicherweise bereits das Boot entwickelt zu haben, das den 36. America‘s Cup gewinnen könnte. Da dieses Rennen jedoch erst im März 2021 stattfindet, ist es noch zu früh, um Einschätzungen zu treffen. Das Team ist sich bewusst, dass es sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen darf.

    „Wenn wir zum Rennen starten, müssen wir stets im Hinterkopf behalten, dass wir kein besseres Team und kein besser konstruiertes Boot haben können“, erklärt Sir Ben Ainslie, Mannschaftskapitän und Teamleiter des INEOS Team UK.

    David Carr, einer der Segler, betont, dass für das Team ein neues Zeitalter der America‘s Cup-Rennen angebrochen sei. „Wir gleiten nicht mehr dahin, wir fliegen!“

    Das Ziel besteht darin, das Boot aus dem Wasser in die Luft zu hieven, aus einem einfachen Grund: „Ein Boot lässt sich in der Luft leichter vorantreiben als im Wasser“, erklärt er.

    Wird das neue AC75-Boot von der Luft getragen, kann es sich mit 100 km/h fortbewegen – das ist etwa viermal schneller als die Windgeschwindigkeit.

    Das Boot stützt sich auf dieselbe Technologie wie ein Flugzeug: Die Tragflügel heben es aus dem Wasser. Sein Erfolgsrezept ist die Form.

    „Mit diesem Boot entwickeln wir einen einzigartigen Bootstyp. Das ist eine echte technische Herausforderung“, so Geschäftsführer Grant Simer, der den America‘s Cup bereits viermal gewonnen hat.

    „Mit diesem neuen Bootstyp wagen wir uns auf wahrhaft unbekanntes Terrain.“

    Um zu testen, was funktionieren kann und was nicht, entwickelte das INEOS Team UK ein 28-Fuß-Boot, genannt T5.

    „Das Tolle am T5 war, dass wir es sehr früh herausgebracht haben und dadurch in kürzester Zeit jede Menge über dieses neuartige Boot lernen konnten“, erklärt Grant. „Da dieses Boot relativ klein ist, war die Entwicklung recht kostengünstig.“

    Laut Sir Ben Ainslie wird das eigentliche Rennboot eine völlig neuartige Art von Boot sein.

    „Mit jeder Entscheidung, die wir treffen, sprengen wir die Grenzen der Innovation“, erklärt er. „Wir bauen nicht nur ein Boot, wir bauen auch ein Team auf.“

    Dieses Segelteam ist mittlerweile vollständig. Das Team aus 17 Sportlern setzt sich aus „Afterguards“ und „Grinders“ zusammen. Die Afterguards haben eine technische Funktion. Sie werden nicht zum Antreiben des Boots benötigt. Dafür müssen sie schlank und leicht sein – und auf ihr Gewicht achten. Die Grinder sind der eigentliche Motor. Sie bekommen zu essen. Und zwar richtig viel.

    Ben Williams, Leiter des Bereichs Human Performance, betont, dass die Bedeutung von Erholung nach harten Trainingseinheiten auch die Rollenverteilung im Boot verändert hat.

    Das Team wurde vom INEOS-Vorstandsvorsitzenden Jim Ratcliffe, selbst begeisterter Radfahrer, vor kurzem mit hochkarätigen Spezial-Straßenfahrrädern ausgestattet.

    „Im Fitnesscenter auf einem Fahrrad zu sitzen, kann sehr monoton und langweilig sein. Sich auf ein Straßenfahrrad setzen und an der frischen Luft Spaß haben zu können, ist einfach toll“, schwärmt Ben Williams. „Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Grinder während der Kaffeepause Kuchen essen dürfen.“

    AUF BASISEBENE:

    Sozial benachteiligte Kinder erhalten die Chance, erstmals segeln zu lernen – dank INEOS.

    Der 1851 Trust, der offizielle Wohltätigkeitsverband von INEOS Team UK, finanziert zehnwöchige Kurse für Kinder aus Schulen in britischen Städten.

    Der Trust hat zudem dazu beigetragen, Wissenschaft und Technologie in die Klassenzimmer zu bringen, und hat ein kostenloses digitales Bildungsprogramm für 11- bis 16-Jährige ins Leben gerufen.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Den Mutigen gehört das Glück

    Obwohl Team INEOS Anfang dieses Jahres aufgrund einer Verletzung auf den führenden Fahrer Chris Froome verzichten musste, verfolgte das Team dennoch ein Ziel: die diesjährige Tour de France zu gewinnen.

    Das Team wurde im Mai als Team INEOS präsentiert.

    Bei der Eröffnung erklärte Teamleiter Sir Dave Brailsford, dass die Übernahme des Teams von Sky durch INEOS einen spannenden Neubeginn kennzeichne.

    „Wir haben bereits ein sehr erfolgreiches Team und freuen uns, diesen Erfolg weiterzuführen“, so Brailsford. „Aber wir möchten auch wachsen. Es geht um etwas Neues, um Pionierleistungen und die Schaffung etwas noch Größeren, Besseren.“

    Das erste Rennen in den neuen Teamfarben war die viertägige Tour de Yorkshire, bei der Team INEOS seinen Siegeskurs fortsetzte.

    Chris Lawless lieferte zum Abschluss eine unglaubliche Teamworkglanzleistung und sicherte dem Team so den Gesamtsieg.

    „INEOS mit einer solchen Leistung so zu danken, insbesondere bei einem Heimrennen, ist wirklich etwas Besonderes“, erklärt er.

    Das Team fährt ein brandneues Fahrrad – das Pinarello Dogma F12 – das als das beste Fahrrad der Welt gilt.

    „Es ist eine richtige Waffe“, beschreibt es ein Sprecher des Global Cycling Network.

    AUF BASISEBENE:

    2017 genügte es INEOS nicht mehr, die Tour de France nur passiv zu beobachten. Das Unternehmen forderte also seine Beschäftigten heraus, die von den Rennfahrern täglich zurückgelegten Meilen ebenso zu absolvieren – und Geld für einen wohltätigen Zweck zu sammeln.

    Am Ende der ersten Tour de France-Challenge waren mehr als 1.000 Beschäftigte in Teams insgesamt 324.393 km gefahren.

    Vergangenes Jahr legten sie 400.000 km mit dem Rad zurück – eine Distanz, die zehn Erdumrundungen entspricht – und sammelten insgesamt fast 100.000 Euro.

    In diesem Sommer gingen 1.325 Beschäftigte aus Belgien, Frankreich, Deutschland, der Schweiz, den USA und Großbritannien noch einen Schritt weiter. Die 64 Teams fuhren 625.387 km vor, während und nach der Arbeit.

    Innerhalb von 23 Tagen verbrannten die INEOS-Radfahrenden mehr als zehn Millionen Kalorien, während sie einen körperlichen Einsatz leisteten, der 323 Besteigungen des Mount Everest entspricht und dabei fast 20.000 Liter Schweiß produzierten.

    Das Siegerteam namens Team Cool Colonia legte 25.449 km zurück.

    Bei den Herren gewann Raymond Schmitt das gelbe Trikot, bei den Damen siegte Jodi Garner.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Wettkampffieber

    „Es wird ein beeindruckendes Stadion sein, vor allem für die Spieler, die Angestellten und Club-Fans, so Bob Ratcliffe, Präsident und Geschäftsführer.

    Das neue Trainingszentrum, das nach Meinung von INEOS unverzichtbar für den Club und dessen Erfolg ist, wird derzeit errichtet.

    INEOS erwarb den Club im November 2017, als dieser in der obersten Schweizer Fußball-Liga spielte.

    Seitdem ist der Club abgestiegen, doch INEOS ist zuversichtlich, dass er wieder an die Spitze gelangen wird.

    „Wir hatten gehofft, es in einem Jahr zu schaffen, aber das ist uns nicht ganz gelungen“, so Bob. „Wie alle Fans waren wir enttäuscht und frustriert, doch wir haben noch Chancen, die wir auf jeden Fall nutzen wollen.“

    Laut Ratcliffe wolle INEOS den Club weiterentwickeln. „Wir werden neue Dinge versuchen und eine andere Herangehensweise wählen“, so Ratcliffe. „Möglicherweise werden wir nicht mit allem Erfolg haben, aber wir werden unser Bestes geben. Immer wieder.“

    AUF BASISEBENE:

    JUNGE afrikanische Fußballer werden in Kürze die Chance haben, in einer erstklassigen Einrichtung in ihrem eigenen Land ihre Stärken auszubauen.

    Es sollen zwei Fußball-Akademien errichtet und betrieben werden.

    Laut David Thompson, CEO von INEOS Trading & Shipping, seien die Abkommen zwischen INEOS und den Fußballverbänden Tansanias und Ruandas vom INEOS-Vorstandsvorsitzenden Jim Ratcliffe inspiriert worden.

    „Jim war der Meinung, dass junge Menschen eine solche Chance verdient hätten“, erklärt er.

    Jede Akademie wird mindestens drei Fußballfelder in Standardgröße, einige kleinere Fußballfelder und eine Turnhalle mit medizinischen Einrichtungen, Klassenzimmern, Büros, eine Wäscherei, eine Küche, einen Speisesaal und Unterbringungsmöglichkeiten für bis zu 96 Studierende bieten.

    Das Training wird für die U15, U17 und U19 vorgesehen sein. Für die jüngeren Spieler sind während der Ferien zusätzliche Camps geplant.

    Thompson berichtet, es gebe Verhandlungen mit der botswanischen Regierung bezüglich einer dritten Akademie und erklärt, dass Fußball nicht der einzige Schwerpunkt sein werde.

    „Das Konzept beruht im Wesentlichen auf drei Säulen“, erklärt er. „Es wird von allen Studierenden erwartet, dass sie ihre Vollzeitausbildung fortführen. Wir bieten Beratung und Anleitung zu sozialen Themen und zum Wohlbefinden, wie etwa die Bedeutung der Ernährung an.“

    3 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Belstaff – Eine Abenteuergeschichte

    Schon seit seiner Gründung im Jahr 1924 durch Harry Grosberg und seinen Schwiegervater Eli Belovitch, die um die Welt reisten, um nach neuen Technologien zu suchen, ist Belstaff ein Synonym für Abenteuerliebende.

    Und dieses Label hat sich absolut bewährt.

    NICHT viel ist möglicherweise über Eli Belovitch und seinen Schwiegersohn Harry Grosberg bekannt. Eines ist jedoch sicher: Ihre Namen werden stets mit einer der bedeutendsten Bekleidungsmarken der Geschichte in Verbindung gebracht. Belstaff, das nun INEOS gehört, verdankt seine Existenz jenen zwei Männern, die 1924 – dem Jahr, in dem der Forscher George Mallory am Mount Everest vermisst wurde – ein Unternehmen in Stoke-on-Trent gründeten.

    Wenn Mallory noch leben würde, wäre er wahrscheinlich ein Fan der atmungsaktiven, wasserdichten und gewachsten Baumwolljacken von Belstaff. Die Marke Belstaff, die im Wesentlichen für Motorradfahrende kreiert wurde, avancierte schnell zur Marke der Wahl für Abenteurerliebende. Diese Marke hat sich bewährt.

    Pionierin Amy Johnson trug eine Belstaff-Jacke, als sie im Jahr 1930 als erste Frau allein von England nach Australien flog. Bergsteiger Chris Bonington trug bei der Erstbesteigung des Bergs Ogre, ein steiler, zerklüfteter und anspruchsvoller 7.285 Meter hoher Gipfels im pakistanischen Karakoram-Gebirge, Belstaff-Bekleidung. Die Lieblingstunika des britischen Armeeoffiziers Lawrence von Arabien war ein „Kolonialmantel“ von Belstaff.

    Im Laufe der vergangenen 95 Jahre hat Belstaff einige der wagemutigsten Menschen der Welt ausgerüstet, einschließlich des kommunistischen Revolutionärs Che Guevara, der 1967 von einem Soldaten in Bolivien erschossen wurde.

    „Belstaff ist im Herzen eine Marke für alle, die Grenzen sprengen möchten“, erklärt Kreativdirektor Sean Lehnhardt-Moore.

    Die gewachste Baumwolljacke Trialmaster, die Che Guevara und andere trugen, wird heute noch von Belstaff hergestellt.

    Ursprünglich wurde diese Jacke entwickelt, um den rauen Wetter- und Fahrbedingungen des Scottish Six Days Trial standzuhalten. Der Erste, der sie auf den Prüfstand stellte, war der 18-jährige Sammy Miller, der von da an bei mehr als 1.000 Rennen Belstaff trug. Die Marke hat eine Jackenkollektion, die nach ihm benannt ist.

    Aber vielleicht sollte der Schauspieler Steve McQueen für die zunehmende Beliebtheit von Belstaff gewürdigt werden, denn er trug im Kriegsfilmklassiker aus dem Jahr 1963, „The Great Escape“ („Gesprengte Ketten“), eine Belstaff-Jacke, die schon bald darauf bei den Reichen und Prominenten Kultstatus erlangte.

    Heute zeigen sich berühmte Persönlichkeiten wie Ewan McGregor, Kate Moss, Will Smith, David Beckham, Angelina Jolie, Johnny Depp, Brad Pitt und Hilary Swank in Belstaff-Jacken.

    Sie sind bei vielen Hollywood-Filmen einschließlich Mission Impossible III, Der seltsame Fall des Benjamin Button, Wall Street 2, Harry Potter und der Halbblutprinz sowie Tödliche Versprechen aufgetreten.

    Als INEOS im Jahr 2017 Belstaff kaufte, erklärte INEOS-Vorsitzender und Gründer Sir Jim Ratcliffe, dass er ikonische, hochkarätige britische Marken fördern wolle.

    „Wir haben viel gemeinsam“, erklärt er. „Wir sind Briten, wir sind unternehmerisch, unkompliziert, abenteuerlustig und vor allem erfolgreich.“

    Steve McQueen

    Amerikanischer Schauspieler mit Beinamen The King of Cool. Sein Antiheldenimage, das er während der Blütezeit der Gegenkultur in den 60er-Jahren entwickelte, begeisterte in den 60er- und 70er-Jahren das Publikum.

     

    belstaff_5.jpgErnesto "Che" Guevara

    Argentinischer marxistischer Revolutionär, Arzt, Autor, Aktivist, Guerillaanführer, Diplomat und eine der Hauptfiguren der kubanischen Revolution.

     

    belstaff_4.jpgAmelia Earhart

    Amerikanische Luftfahrtpionierin und Autorin. Earhart war die erste Pilotin, die allein über den Atlantik flog.

     

    belstaff_7.jpgDoreen Evans

    Eine der führenden Rennfahrerinnen der 30er-Jahre. Doreen Evans war das jüngste Kind einer Motorsportfamilie, deren Unternehmen, die Bellevue Garage im Londoner Stadtteil Wandsworth, eine führende MG-Agentur war.

     

    belstaff_3.jpgLevison Wood

    Britischer Armeeoffizier und Forscher, der für seine umfangreichen Wanderexpeditionen in Afrika, Asien und Mittelamerika bekannt war.

     

    belstaff_6.jpgDavid Beckham OBE

    Ehemaliger englischer Profifußballer, aktueller Präsident von Inter Miami CF und Miteigentümer von Salford City.

     

    belstaff_1.jpgTracey Curtis-Taylor

    Britische Pilotin, die mehrere Flugexpeditionen mit historischen Flugzeugen in Asien, Europa, Afrika, Australien und Amerika organisiert und geleitet hat.

     

    belstaff_2.jpgSir Ben Ainslie

    Einer der erfolgreichsten Segler der Geschichte der Olympischen Spiele. Er gewann bei fünf Olympischen Spielen in Folge ab 1996 Medaillen, unter anderem Gold bei den vier Olympischen Spielen von 2000 bis 2012.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Zusammenkommen Sich Erfrischen Auftanken

    Belstaff setzt alles daran, seinen weltweiten Kundinnen und Kunden mehr zu bieten, als sie es von einem typischen Geschäft auf den meisten Einkaufsstraßen erwarten.

    Das Unternehmen investiert in die Kultmarke, weil es möchte, dass die Geschäfte mehr als nur Orte sind, an denen man Bekleidung kauft.

    Was in Großbritannien, wo Belstaff im Februar seinen Laden im östlichen Londoner Stadtteil Spitalfields wiedereröffnete, nicht unbemerkt blieb.

    „Während immer mehr Geschäfte zu machen als je zuvor, schafft Belstaff Innovationen und eröffnet an den verschiedensten Orten neue Läden“, so Natasha Colyer, Chefredakteurin von Seen in the City.

    Der Laden in Spitalfields wurde in Anlehnung an das industrielle Erbe von Belstaff entworfen und verfügt nun über einen Bereich, in dem die Kundinnen und Kunden zusammenkommen, sich erfrischen und auftanken können.

    „Die Kundinnen und Kunden können nun ein Heißgetränk oder, wenn sie Lust darauf haben, auch etwas Stärkeres wie einen perfekt gemixten Gin Tonic genießen“, erklärt Kreativdirektor Sean Lehnhardt-Moore.

    Der Laden in Spitalfields ist nur der erste, der sich in diesem neuen Look präsentiert. Alle Belstaff-Läden weltweit werden nach demselben Konzept gestaltet.

    Im Mai verlegte Belstaff seinen deutschen Flagshipstore in die Residenzstraße 25 in München und eröffnete im ersten Stock das Café@Belstaff. Das Café selbst war dank der beeindruckenden Wandmalerei hinter der Bar schon immer eine Attraktion.

    Das Café@Belstaff, in dem Kaffee, Tee, deutsche Weine, Bier und Cocktails serviert werden, wird von den Eigentümern des beliebten Restaurants Frank betrieben, das sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet.

    2 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Brutal und brillant

    Als brutal und brillant beschrieb ein Teilnehmer die „IN.NAM 19-Challenge“. Wir müssen ihm zustimmen. In einer Kombination aus Wandern, Mountainbiken und Laufen durchquerten die INEOS-Studierenden die Skelettküste, Damaraland und die Kaokoveld-Wildnis in Nordnamibia.

    Sie überquerten drei alte Vulkankrater (Calderas), bestiegen den höchsten Gipfel Namibias, eroberten zu Fuß die unerbittlichen Basaltlavagebiete des Ugab, überquerten innerhalb eines 100 km-Tages durch die Wüste zwei große Trockenflusssysteme sowie die letzte Grenze der „Großen Drei“ – afrikanisches Spitzmaulnashorn, Wüstenelefant und Löwe.

    www.in-nam19.com

    Quotes:

    Die atemberaubende Schönheit der sonnengetränkten Landschaften der namibischen Wüste lässt sich nicht mit Worten beschreiben. Auch die Entschlossenheit, Charakterstärke und positive Energie aller Graduates ist unbeschreiblich.

    - Hans Casier, CEO INEOS Phenol

    Alles ist möglich, wenn man sich darauf konzentriert. Wesentlich ist die Vorbereitung. Ich habe gelernt, mich durchzubeißen und mich täglich auf den angenehmsten Moment des Tages zu konzentrieren: ein Glas Bier, im Wissen, dass ich die heutige Herausforderung gemeistert habe.

    - Davidson Ching, Verfahrenstechniker, Asien-Pazifik

    Dank meiner Teamkolleginnen und -kollegen wurde mir klar, dass extrem schwere Aufgaben mit der Unterstützung eines Teams leichter fallen und sogar Spaß machen können.

    - Cara Lauber, Prozesssteuerungstechnikerin, Chocolate Bayou, USA

    Ich habe gelernt, dass selbst in harten Zeiten wie ich sie in Namibia erlebt habe, die einzigen Gefühle, die bleiben, Stolz, Dankbarkeit und Freude über das Erreichte sind.

    - Benedikt Kannenberg, Sicherheitsingenieur, INEOS O&P, North

    Am wichtigsten ist Teamarbeit. Allein kommt man vielleicht schneller voran, aber als Gruppe kommt man weiter.

    - Nicolas Monino, Optimierungs- und Planungstechniker, PetroINEOS, Lavéra, Frankreich

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    4 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Der Welleneffekt

    Die Jugendlichen lernen erstmals das Segeln, und die Lehrkräfte nutzen das, was sie vom erfolgreichsten Olympia-Segler gelernt haben, um die Leidenschaft für Wissenschaft und Technologie zu entfachen.

    All das wird möglich gemacht durch die Unterstützung und Finanzierung durch INEOS über den 1851 Trust, die offizielle Wohltätigkeitsvereinigung des INEOS Team UK, das fest entschlossen ist, erstmals in der 168-jährigen Geschichte dieses Wettkampfs als britisches Team die hochkarätigste Segeltrophäe der Welt zu gewinnen.

    „Wir lieben es, mehr junge Menschen zum Segeln zu bringen, die sonst nicht die Chance dazu hätten“, schwärmt Sir Ben Ainslie.

    „Dank der Unterstützung von INEOS können wir unsere Programme mehr jungen Menschen anbieten und mehr bewirken – sowohl im Klassenzimmer als auch auf dem Wasser.“

    Der 1851 Trust und das Team, das um den Sieg kämpfen wird, sind in Portsmouth ansässig. Die Bildungsprogramme des Trust werden nach und nach an immer mehr Orten angeboten.

    Die kostenlosen Onlineunterrichtsmaterialien der STEM Crew, die von INEOS gesponsert sind, ermöglichen es Lehrekräften der Sekundarstufe, Wissenschaft lebendig zu vermitteln.

    Mehr als 1.100 Sekundarschulen in Großbritannien und in anderen Ländern der Welt setzen diese Ressourcen heute ein, um die Spannung rund um den America‘s Cup zu nutzen und ihren Schülerinnen und Schülern so die Augen für vielfältige Chancen in den Bereichen Wissenschaft und Sport zu öffnen.

    Weltweite Forschungsarbeiten zeigen, wie junge Frauen immer wieder eine Laufbahn in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Maschinenbau und Mathematik meiden. Deshalb organisiert der 1851 Trust Roadshows, die sich speziell an Mädchen richten.

    Damit nicht genug: Vor kurzem rief der 1851 Trust ein zehnwöchiges Programm ins Leben, um sozial benachteiligten Jugendlichen aus der Stadt im Alter von 11 bis 16 Jahren die Chance zu bieten, erstmals zu segeln.

    Mit dem INEOS-Programm Rebels Crew sollen der Charakter und die Widerstandsfähigkeit der Jugendlichen gestärkt und zugleich die Leidenschaft fürs Segeln geweckt werden. „Mittlerweile nehmen 1.000 junge Menschen teil“, so Ben Cartledge, Geschäftsführer des 1851 Trust.

    Bisher haben sich 45 Schulen zum Programm angemeldet, das in ganz Großbritannien angeboten wird. Das Programm läuft in Partnerschaft mit zwölf „Flaggschiff“-Segelzentren, einschließlich Standorten nahe der INEOS-Standorte Grangemouth, Hull, Runcorn und Seal Sands.

    Usman Muhammed, einer der Segellehrkräfte, der die Schulungen in Birmingham leitet, ist begeistert von INEOS Rebels Crew, da er selbst erlebt hat, welche lebensverändernden Vorteile das Segeln bewirken kann.

    „Als ich die Sekundarschule besuchte, war ich im Unterricht immer sehr passiv, weil mein Leben zu Hause schwierig und stressig war. Als ich aber einmal in einen verpflichtenden Segelkurs nach der Schule gesteckt wurde, änderte sich alles. Ich wurde selbstbewusster, und das wirkte sich absolut positiv auf meine Ergebnisse der mittleren Reife aus“.

    Auch die Lehrkräfte äußern sich positiv zum Programm: „Es war für die Schülerinnen und Schüler eine fantastische Erfahrung, und sie können es gar nicht erwarten, wiederzukommen und nochmal durchzustarten“, ist Michael O‘Donnell, Lehrerkraft an der Bo’ness Academy im schottischen Falkirk, begeistert.

    „Wir konnten regelrecht beobachten, wie sie neue Fähigkeiten entwickelten, aber auch belastbarer und selbstbewusster wurden. Ich kann INEOS nicht genug für all die Mühe danken, die sie investiert hat, um unseren Jugendlichen eine so bereichernde Erfahrung zu bieten.“

    Dieses Jahr werden im Rahmen der INEOS Rebel Crew 3.000 Kinder dazu motiviert, aktiv zu werden, segeln zu lernen und sich vom Sport inspirieren zu lassen. 

    4 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Niemals aufgeben!

    Luke Wigman und Ibi Ali mischten sich am Start der Rennen, die von den INEOS-Wohltätigkeitsverbänden „GO Run For Fun“ und „The Daily Mile“ organisiert wurden, unter die Kinder.

    Davor vermittelten die beiden Männer, deren Leben und Körper durch den Krieg so stark in Mitleidenschaft gezogen worden war, den 2.500 Kindern in wenigen Worten, wie wichtig Durchhaltevermögen, das Überwinden von Widrigkeiten und das Meistern von Herausforderungen ist.

    Dies bewiesen sie auf jeden Fall 2017, als die beiden Botschafter des Defence and National Rehabilitation Centre in Loughborough innerhalb von sieben Tagen auf sieben Kontinenten sieben Marathons liefen.

    Erstmals waren die Schulen, die sich zu The Daily Mile angemeldet hatten, ebenfalls eingeladen worden, damit ihre Schülerinnen und Schüler das Zwei-Kilometer-Rennen in London laufen konnten.

    „Die beiden Initiativen haben bisher mehr als zwei Millionen Kinder weltweit dazu motiviert, aktiv zu werden“, so die Gründerin von The Daily Mile, Elaine Wyllie.

    Die diesjährige Veranstaltung wurde von der britischen Athletin Jazmin Sawyers und dem ehemaligen Blue Peter-Moderator Radzi Chinyanganya organisiert.

    Auf der Bühne war die Siegerin von The Voice Kids UK, Jess Folley. „Die Kinder waren absolut begeistert“, so Elaine.

    Während der Veranstaltung mit dem Namen „GO Run London“ kündigte die The Daily Mile Foundation eine Partnerschaft mit dem Imperial College London an.

    Im Rahmen des dreijährigen Forschungsprojekts, das von INEOS unterstützt wird, soll näher beleuchtet werden, welche Vorteile ein täglicher 15-Minuten-Lauf oder -Spaziergang für Grundschulkinder bietet.

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    Der ehemalige Fallschirmjäger Luke Wigman erlitt in Afghanistan schwerwiegende Beinverletzungen, als er im Jahr 2011 auf eine Bombe trat.

    Dieser Unfall beendete zwar seine Militärkarriere, machte ihn aber zu einem stärkeren Menschen.

    Er belegte bei zwei der geistig und körperlich anspruchsvollsten Marathons der Welt – jenen  am Nordpol und in der Antarktis – den zweiten Platz.

    Er vertrat außerdem bei den Invictus Games 2014 und 2016 Großbritannien, wo er zweimal die 1.500 m-Goldmedaille gewann.

    Ibi Ali war Hauptmann in der britischen Armee, als er im Irak von einer Bombe am Straßenrand schwer verletzt wurde.

    Obwohl er durch die Explosion seine rechte Hand verlor und seine linke Hand und sein rechtes Bein verletzt wurden, führte er seine Soldaten weiter an und wurde später mit dem Militärkreuz ausgezeichnet.

    Nach der Behandlung kehrte er 18 Monate später wieder an die Front zurück und diente bis 2013 weiterhin seinem Land. Danach verließ er die Armee, um Spenden für „Walking With The Wounded“ zu sammeln, indem er den Kilimandscharo bestieg und mit Prince Harry und zwölf anderen verletzten Soldaten auf Skiern zum Südpol lief.

    Seitdem lief er den hochkarätigen Marathon des Sables im Jahr 2015 und gewann 2016 bei den Invictus Games in Orlando Medaillen.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Auf die Plätze, fertig, los!

    Anfang dieses Jahres besuchte der kenianische Vater von drei Kindern eine Schule im britischen Oxford, um mit den Schülerinnen und Schülern The Daily Mile zu laufen. Danach hatten sie die Möglichkeit, ihm Fragen rund um Laufschuhe, Ernährung, Schlaf und seine Leidenschaft fürs Laufen zu stellen.

    Kurz vor seinem Besuch bei der John Henry Newman Academy, die seit April 2018 The Daily Mile organisiert, hatte er bekanntgegeben, dass er mit der Unterstützung von INEOS den Versuch starten würde, als erster Mensch der Welt innerhalb von weniger als zwei Stunden einen Marathon zu laufen.

    The Daily Mile, die Eliud unterstützt, ist eine einfache Initiative, die 2012 von einer schottischen Schulleiterin ins Leben gerufen wurde, da sie sich Sorgen über die mangelnde Fitness ihrer Schülerinnen und Schüler machte.

    Heute wird The Daily Mile in 65 Ländern einschließlich der USA gelaufen, die vor kurzem ihr erstes The Daily Mile-Teammitglied eingestellt haben, das nun im INEOS O&P-Büro in Houston, Texas tätig ist. Derzeit nehmen 122 US-amerikanische Schulen an The Daily Mile teil, und die The Daily Mile Foundation beabsichtigt, noch mehr Schulen zur Teilnahme zu bewegen. Zu diesem Zweck arbeitet sie an weiteren Partnerschaften, um auf die Initiative aufmerksam zu machen.

    In Großbritannien nahmen währenddessen 250 Kinder aus 35 Grundschulen, alle in „Daily Mile“-T-Shirts, an der Westminster Mile des Londoner Marathons teil.

    Es war der dritte Auftritt von The Daily Mile bei der Veranstaltung, dieses Jahr gestartet von der Gründerin Elaine Wyllie und dem Athleten Mo Farah, ebenfalls Botschafter von The Daily Mile.

    Forschungen haben ergeben, dass Kinder, die The Daily Mile laufen oder gehen, nicht nur fitter, schlanker, gesünder und glücklicher, sondern auch lernbegieriger sind, wenn sie wieder zu Unterricht zurückkehren.

    Heute laufen rund 1,8 Millionen Kinder aus 8.600 Schulen der Welt regelmäßig 15 Minuten – was zum Teil auch INEOS zu verdanken ist, das diese Initiative bekannter gemacht hat.

    „Wir wissen, wie wichtig es ist, Kinder dazu zu ermutigen, sich um ihre Fitness und Gesundheit zu kümmern und auf ihr Wohlergehen zu achten, nicht nur jetzt, sondern auch zukünftig“, erklärt INEOS-Vorsitzender Jim Ratcliffe.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Der Ziegelsteinmann

    Mark Cranston ist überzeugt davon, dass sich innerhalb der Einfassung der petrochemischen Anlage noch weitere Schätze verbergen.

    „Ich habe viele Stunden mit der Suche im Bereich des Firth of Forth und des INEOS-Standortes Grangemouth verbracht, würde aber gerne zusätzlich den Küstenstreifen und die Flussufer am Standort selbst erkunden“, erklärt Mark.

    Er sucht nicht nach Gold, sondern nach Ziegeln, die die schottische Ziegelindustrie bedeutend geprägt haben.

    „Diese bescheidenen Ziegelsteine werden in hohem Maße unterbewertet und übersehen“, betont Mark Cranston. „Dennoch haben sie die wirtschaftliche, gesellschaftliche und industrielle Geschichte Schottlands stark beeinflusst.“

    Über die vergangenen neun Jahre hat er rund 3.000 Ziegel angesammelt, die er alle in zwei umgewandelten Schuppen in seinem Garten lagert.

    „Die Küstenlinie zwischen dem INEOS-Standort und Bonnybridge ist übersät mit alten Ziegeln, die Zeuge der jahrzehntelangen Ziegelherstellung sind“, erklärt er.

    Viele sind Schamottziegel, die Schottland aufgrund ihrer hohen Qualität weltweit exportierte.

    „Die Schiffskapitäne und Reeder brannten regelrecht darauf, diese Bestellungen zu liefern, weil die Lasten auch als Ballast dienten, um ihre Schiffe bei Fahrten auf stürmischer See zu stabilisieren“, erklärt Mark Cranston. „Das ist auch der Grund, warum schottische Ziegelsteine in Dutzenden von Ländern weltweit zu finden sind.“

    Das Gebiet Falkirk war der Mittelpunkt der Schamottziegel-Produktion in Schottland. Zahlreiche Industriestandorte wie etwa die Carron Iron Works bauten Schamottton-Schichten ab und stellten Ziegel für den Eigengebrauch her.

    „Es ist durchaus möglich, dass dies irgendwann auch am INEOS-Raffineriestandort von Grangemouth der Fall war, da auch dort sicherlich Ziegel benötigt wurden“, so Mark Cranston.

    In seiner Sammlung hat er einen Ziegelstein, der vom Eingang der Hinrichtungskammer des Barlinnie-Gefängnisses in Glasgow stammt.

    Er besitzt auch einen Stein aus dem Wrack der SS Politician, die im Februar 1941 gesunken ist und als Inspiration für den Film „Whisky Galore“ diente; zwei weitere hat er aus einem Wrack nahe der Küste Hawaiis geborgen.

    Mark Cranston hat es sich zum kurzfristigen Ziel gesetzt, Ziegel, die in Schottland hergestellt wurden, zu finden, zu restaurieren und zu erfassen. Langfristig verfolgt er jedoch das Ziel, eine schottische Nationalsammlung von Ziegelsteinen und eine Datenbank für die künftigen Generationen einzurichten – und ein Museum zu eröffnen. „Das ist eine beeindruckende Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden“, schwärmt er.

    Er arbeitet bereits mit Interessierten aus der Region, Verbänden für den Erhalt des Kulturerbes und archäologischen Gesellschaften zusammen und hat Kontakte zu Ziegelsammelnden und Wissenschaftstreibenden auf der ganzen Welt.

    Seine Bemühungen blieben nicht unbemerkt. 2016 wurde ihm von der Andrew Lloyd Webber-Stiftung der Scottisch Angel Heritage Award verliehen. „Ich habe mich riesig gefreut, für meine Bemühungen mit diesem Preis ausgezeichnet zu werden“, erklärt er.

    Seine Ehefrau Karen unterstützt sein Projekt ebenfalls und ist stolz auf seine bisherigen Errungenschaften, die er alle selbst finanziert. „Manchmal verbringt er 70 Stunden wöchentlich damit, durch Schottland zu reisen, um nach neuen Exemplaren zu suchen, oder um Nachforschungen zu betreiben“, erzählt sie. „Seine Sammlung erweist sich als äußerst lehrreich für Menschen aus allen Lebensbereichen.“

    3 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    „Help for Heroes“ - Hilfe für verwundete Soldat/innen und Veteran/innen

    „Es gibt nichts Besseres, als jenen zu helfen, die bereit waren, ihr Leben für ihr Vaterland zu opfern“, betont INEOS-Vorsitzender Jim Ratcliffe. „Wir wissen, dass Menschen, die mit einem Trauma hierherkommen, stark belastet sind.“

    Der ehemalige Unteroffizier Andy Reid erklärt, dass die neue Abteilung, INEOS-Prothetik-Abteilung genannt, für verwundete Soldatinnen und Soldaten einen enormen Unterschied bewirken wird.

    „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, das richtige Umfeld, aber auch die entsprechende Fachkompetenz zu bieten, um Menschen während der Rehabilitation zu unterstützen, da der Weg zurück nach einer schweren Verletzung schwierig ist“, so Reid.

    Andy absolvierte 2009 gerade eine Routinepatrouille zu Fuß in Afghanistan, als er auf eine Bombe trat.

    „Ich erinnere mich noch daran, dass ich auf dem Rücken lag“, erzählt er. „Ich blickte hinab und sah meine Füße nicht. Im selben Moment dachte ich, dass ich Überlebender bin, und nicht Opfer.“

    Der ehemalige Unteroffizier, der auch einen Arm verlor, ist nun Botschafter der Black Stork Charity, der Organisation, die das neue Zentrum entwickelte.

    „Dieser neue Flügel wurde bewusst errichtet, um die Menschen aus ihren Rollstühlen herauszuholen, ihnen Beine anzulegen und sie zum Gehen zu bringen“, erklärt er.

    Die Spende von INEOS ist wahrscheinlich eine der großzügigsten Unternehmensspenden, die jemals getätigt wurden.

    Sie beruht auf der unglaublichen Arbeit des verstorbenen Duke of Westminster, der die Idee der Errichtung eines Rehabilitationszentrums für verletzte Soldatinnen und Soldaten vorbrachte, das auch NHS-Patienten helfen könnte.

    Das ehemalige Mitglied der Territorial Army führte 40 Jahre lang eine Spendensammelaktion durch, im Rahmen derer 300 Millionen Pfund gesammelt wurden. 70 Millionen Pfund spendete der Duke of Westminster, der leider 2016 verstarb, aus seiner eigenen Tasche.

    Ende vergangenen Jahres übernahm der britische Verteidigungsminister die Pacht des neuen Zentrums, das das ehemalige Rehabilitationszentrum von Headly Court in Surrey ersetzt.

    Bei der offiziellen Übergabezeremonie erzählte sein Sohn Hugh den Gästen: „Mein Vater war ein Mann der Taten. Es ist ungerecht und traurig, dass er nicht mehr miterleben konnte, wie sein Geschenk an die Nation gewürdigt und umgesetzt wird. In seinem Leben, das voller Projekte war, war dieses für ihn das bedeutsamste.“

    Foto mit freundlicher Genehmigung des Defence Medical Rehabilitation Centre. Dieses wurde im Rahmen der Kampagne für mehr Sichtbarkeit der Arbeit auf nationaler Ebene verwendet.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Die grandiose Mavis

    Auf einer unglaublichen Strecke von 1653 km sammelte sie nicht nur Spenden in Höhe von fast 30.000 Pfund für Macmillan Cancer Support, sondern sicherte sich auch einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde – und ganz nebenbei auch die Anerkennung des besten Radfahrerteams der Welt.

    Team INEOS hatte Mavis während seines Trainings für die diesjährige Tour de France über Twitter eine Motivationsbotschaft übermittelt.

    „Wir haben gehört, dass du eine noch anspruchsvollere Herausforderung angenommen hast. Dafür möchten wir dir alles Gute wünschen“, twittert Wout Poels während einer Trainingsfahrt auf Teneriffa mit seinen Teamkollegen Geraint Thomas und Chris Froome. „Wir glauben an dich, du schaffst es!“

    Durch ihre Geschichte inspiriert, hatte sich INEOS bereit erklärt, 10.000 Pfund an die von Mavis gewünschte Wohltätigkeitsvereinigung zu spenden. Während des Rennens war Team INEOS vor Ort, um nötigenfalls zu helfen.

    Mavis fuhr die Strecke in Gedenken an ihre drei erwachsenen Kinder Sandy, Katie und Bob, die im Abstand von nur vier Jahren verstarben. Alle drei waren erst in ihren Vierzigern. „Es ist unglaublich hart, allein zu sein, wenn man kurz davor noch Teil einer fünfköpfigen Familie war“, so Mavis. „Solche Herausforderungen helfen mir, nicht aufzugeben.“

    Als sie mit der Team INEOS-Ausrüstung John O‘Groats erreichte, war sie eindeutig erleichtert, dass es nun vorbei war.

    Davor hatte sie BBC Breakfast berichtet: „Ich wollte so oft aufgeben. Es war unglaublich hart. Mir war nicht bewusst, dass es so schwierig sein würde.“

    Sie lobte INEOS in höchsten Tönen. Das Unternehmen hatte ihr ein Ersatz-Navigationsgerät zur Verfügung gestellt, damit sie sich nicht verirrte. „Ich bin INEOS unendlich dankbar für die Unterstützung“, zeigt sich Mavis begeistert. „Sie sind einfach wunderbar.“

    Wenn Sie spenden möchten, besuchen Sie bitte die nachstehende Website und suchen Sie nach Mavis Paterson:

    www.justgiving.com

    2 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Die Tour de France-Alternativchallenge

    Wieder einmal nahm INEOS seine eigene Tour de France-Challenge an. Als die eigentliche Tour gerade in rasantem Tempo Belgien und Frankreich durchquerte, bewältigten 1.325 INEOS-Beschäftigte weltweit, organisiert in 64 Teams, drei Wochen lang täglich die im Rahmen der Tour de France zurückgelegte Kilometeranzahl. Teams, die jede einzelne Etappe absolvierten, erhielten 2.000 Euro, die sie an einen lokalen Kinderwohltätigkeitsverband ihrer Wahl spenden konnten. Viele der Teams meisterten die Herausforderung, viele sogar mehrmals.

    Die Leistung in Zahlen:

    • 625.387 gefahrene Kilometer
    • 15 Mal um die Welt
    • 1.325 Teilnehmende in 64 Teams
    • 23 Tage

    Teilnehmende, die:

    • 50+ km zurücklegten: 94 Prozent
    • 100+ km zurücklegten: 87 Prozent
    • 500+ km zurücklegten: 38 Prozent
    • 1000+ km zurücklegten: 11 Prozent

    526.825 Höhenmeter insgesamt = 323 Besteigungen des MOUNT EVEREST

    Die Challenge in Zahlen:

    • Fahrten: 21.168
    • Schweiß: 19.272 Liter
    • Höchste Kilometerzahl eines Teams in einem Tag: 2.010 km
    • Durchschnittsgeschwindigkeit: 24 km/h
    • Durchschnittliche Strecke: 26,5 km
    • FAHRZEIT: 1.070 Stunden

    Siegerteam

    Seal Sands Slipstreamers - Erfasst aus den Teams, die jede Etappe abgeschlossen haben

    Team Cool Colonia auf Grundlage der erfassten Gesamtkilometerzahl

    Energie

    10.151.058 VERBRANNTE KCAL

    Der Sieger des internen INEOS-Teamwettbewerbs um das Trikot ist:

    Kurt De Keersmaeker von INEOS Belgien

    104.000 Euro für wohltätige Zwecke gesammelt von 52 der 64 Teams, die an der Challenge teilgenommen haben

    3 minuten lesezeit Ausgabe 16
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    Investitionen von INEOS

    Die Investitionen von INEOS verhelfen dem weltweiten Geschäft zu Wachstum. Nichts deutet darauf hin, dass sich dieser Trend in naher Zukunft verlangsamt.

    USA

    INEOS erhöht in den USA die Kapazität. Nach Start der Produktion von Polyethylen mit hoher Dichte in LaPorte im Rahmen eines Joint Ventures mit Sasol versucht O&P USA herauszufinden, wie viel mehr es aus der aktuell 470.000 Tonnen pro Jahr produzierenden Anlage herausholen kann. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen an einer Erweiterung der Ethylenproduktion am Standort Chocolate Bayou in Texas, die 2020 in Betrieb gehen soll. Oligomers baut derzeit in Chocolate Bayou die weltweit größte Einzelstranganlage für PAO mit geringer Viskosität, und die linearen Alpha-Olefin-Anlagen mit einer Produktionskapazität von 420.000 Tonnen pro Jahr werden 2019 in Betrieb gehen.

    Chocolate Bayou

    Die neue PAO-Anlage von INEOS Oligomers in Chocolate Bayou, Texas, die eine internationale Versorgung gewährleisten wird, soll bereits dieses Jahr in Betrieb gehen. Die Anlage bezieht Rohstoffe aus einer angrenzenden linearen Alpha-Olefin- Anlage, die ebenfalls gebaut wurde.

    Alabama

    INEOS Phenol plant die Erhöhung der Produktionskapazität seiner Anlage in Alabama auf 850.000 Tonnen jährlich. Damit wird die Anlage zum weltweit größten Produktionsbetrieb für Phenol.

    Golfküste

    INEOS Oxide plant an der US-Golfküste die Errichtung einer Produktionsanlage für Ethylenoxid und Derivate.

    LaPorte

    INEOS O&P USA erweitert die Kapazitäten der Sasol JV HDPE-Anlage.

    Asien

    INEOS hat in China seine ersten Produktionsstandorte erworben. Das Geschäft zwischen INEOS Styrolution und dem französischen Unternehmen Total zur Errichtung von zwei Polystyrol-Produktionsbetrieben wurde im Februar abgeschlossen und könnte den Weg für weitere Investitionen in Asien ebnen. Kevin McQuade, Geschäftsführer von INEOS Styrolution, erklärt, dass Asien ein wachsender Markt ist und kündigt weitere Investitionen an. Historisch betrachtet war China ein Importeur von Rohstoffen und ein Exporteur von fertigen Produkten. Nun zeichnet sich ein Wandel ab.

    Shanghai

    INEOS hat in Shanghai ein neues Büro eröffnet, damit sämtliche chinesischen Geschäftsbereiche und Verkaufsteams von einem Standort aus arbeiten können.

    Ningbo

    Die Anlage in Ningbo wird 200.000 Tonnen Polystyrol pro Jahr produzieren.

    Foshan

    Das Polystyrol vom neuen INEOS-Standort in Foshan und Ningbo ist vorwiegend für den chinesischen Markt bestimmt.

    Europa

    In BELGIEN sind Investitionen in Höhe von drei Milliarden Euro geplant; laut INEOS eine der größten Investitionen in die europäische Chemieindustrie „innerhalb einer Generation“. INEOS hat vor, einen Gaskracker zu bauen, um Ethan zu Ethylen zu spalten, sowie eine Propan-Dehydrierungsanlage zu entwickeln, um an seinem Standort in Antwerpen Propylen herzustellen. Laut dem Vorsitzenden und Gründer von INEOS, Jim Ratcliffe, würde diese Investition die jahrelange rückläufige Entwicklung im europäischen Chemiesektor umkehren. INEOS Oxide plant zudem erhebliche Investitionen in eine Kapazität für Ethyliden-Norbornen (ENB), wobei der Standort noch nicht feststeht.

    Stenungsund

    INOVYN-Investitionen in die Umstellung von Chloralkalielektrolyse auf Membrantechnologie.

    Marl

    INEOS Phenol plant die Errichtung einer Cumol-Anlage mit internationaler Reichweite innerhalb des integrierten Chemieparks in Marl. Darüber hinaus baut die Selas-Linde GmbH derzeit den zehnten Spaltofen in der Anlage, um die Effizienz zu verbessern und die Ethylenproduktion zu erhöhen.

    Köln

    Expansion von Propylenoxid (PO) in Köln. Neuer INOVYN-Chloralkalielektrolysezellraum.

    Lavéra

    INEOS Oxide hat den Ethoxylationsbetrieb von Wilmar im französischen Lavéra übernommen. Dieses Geschäft ist Teil der Wachstumsstrategie des Unternehmens aufgrund der steigenden Nachfrage nach Ethylenoxid. INEOS betreibt mittlerweile Alkoxylationsanlagen an drei integrierten INEOS-Standorten.

    Antwerpen

    Drei Milliarden Euro Investition. Bisher größte Investition von INEOS. Seit 20 Jahren wird der erste Kracker in Europa in Lillo gebaut. Eine sechste Alkoxylationsanlage ist in Betrieb, mit einer geplanten 2.000 Tonnen-Erweiterung für Ethylenoxid-Speicherkapazität am Standort Zwijndrecht. Der größte Butan-Speichertank Europas soll noch dieses Jahr starten. Dieser Tank bietet INEOS die Möglichkeit, auf den Weltmärkten Butan als Rohstoff für die Kölner Anlage zu kaufen, und eröffnet neue Handelsmöglichkeiten für das europaweite Geschäft.

    Eine Milliarde Pfund

    INEOS plant in Großbritannien eine Milliarde Pfund zu investieren, trotz der Unsicherheit im Hinblick auf den Ausstieg aus der Europäischen Union. Vorsitzender Jim Ratcliffe erklärt, es sei “business as usual”. „Für das Land ist es eine ungewisse Zeit“, so Ratcliffe. „INEOS hat Vertrauen in seine Geschäfte und will auch in Großbritannien weiterhin in Produktion und Tätigkeiten mit hohem Kompetenzniveau investieren.“

    Grangemouth

    350 Millionen Pfund Investition in ein neues hocheffizientes Kraftwerk im schottischen Grangemouth zur Versorgung der Petrochemieanlage, der Raffinerie und des Forties-Pipeline- System mit Strom und Dampf. Zudem will INEOS die Krackerkapazität auf über 700.000 Tonnen Ethylen erhöhen.

    Hull

    150 Millionen Pfund Investition zur Errichtung eines neuen Produktionsbetriebs für Vinylacetat-Monomer in Hull zur Produktion von 300.000 Tonnen einer Chemikalie, die häufig bei laminierten Windschutzscheiben, gehärtetem Glas, Klebstoffen, Beschichtungen, Filmen, Textilien und Karbonfaser zum Einsatz kommt. Sobald eröffnet, wird die Produktion dieses wichtigen Rohstoffs ins Vereinigte Königreich zurückgekehrt sein.

    Nordsee

    500 Millionen Pfund Investition zur Verlängerung der Lebensdauer einer der wichtigsten britischen Pipelines bis mindestens in die 2040er Jahre. Das 43 Jahre alte Forties-Pipeline-System befördert täglich bis zu 600.000 Barrel Rohöl von der Nordsee zum britischen Festland.

    INEOS Trading & Shipping soll die Erdgas-Versorgung auf den westlichen Shetlandinseln nördlich von Schottland übernehmen.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    Grangemouth errichtet neues Kraftwerk

    NACHDEM mit dem bahnbrechenden INEOS-Projekt, nämlich der Einfuhr von USamerikanischem Schiefergas nach Europa, vor vielen Jahren der Grundstein gelegt wurde, fließen nun weitere Investitionen nach Schottland. Insgesamt wurden bereits 450 Millionen Pfund in den Standort investiert.

    Diese Entscheidung bewirkte einen revolutionären Wandel, der sich als eine Art Renaissance der Chemikalienherstellung am Standort Grangemouth erweisen sollte.

    Als aktuellste Neuigkeit können wir über den Ersatz eines alternden Energiekraftwerks durch ein hocheffizientes Kraftwerk im Wert von 350 Millionen Pfund berichten, das auch zur Stabilisierung des Standorts beitragen wird.

    „All das ist Teil unseres umfangreicheren Vorhabens, nämlich der Sicherung einer rosigen Zukunft für die Produktion in Schottland“, so Tobias Hannemann, Geschäftsführer O&P UK.

    Das neue Kraftwerk wird nicht nur die Petroineos- Raffinerie, die petrochemischen Produktionsbetriebe von O&P und das Forties-Pipeline-System von INEOS mit Dampf und Strom versorgen, sondern auch andere Industriebetriebe, die ihren Standort dorthin verlagern, um vom Standort, der Infrastruktur und der Versorgung mit US-amerikanischem Schiefergas zu profitieren.

    Das neue Kraftwerk wird zudem mit deutlich geringeren SOX-, NOX-, und CO2-Emissionen punkten und so den ökologischen Fußabdruck von Grangemouth verringern.

    „Diese Investition ist gut für das Geschäft und die Umwelt, da durch die geringeren Energiekosten auch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts verbessert wird“, erklärt Tobias. „Die neue Anlage wird hocheffizient sein und mit zunehmendem Wachstum eine sichere Energieversorgung ermöglichen.“

    INEOS hat vor, seinen hochkarätigen Petrochemie- Standort Grangemouth zu einem Kompetenzzentrum und einer Drehscheibe für die Wissenschaft der Chemikalienproduktion zu machen.

    Diese Vision verfolgt INEOS seit den ersten Schiefergaslieferungen aus den USA 2016. Die Vorbereitungen für die Umsetzung laufen bereits.

    Alte Anlagen und leere Gebäude werden abgetragen, um künftigen Entwicklungen und Investitionen Platz zu machen.

    Am Speicherstandort für das Ethangas aus den USA befinden sich ein riesiger Tank sowie das vierstöckige INEOS-Gebäude, in dem 450 Beschäftigte für INEOS O&P tätig sind.

    2022 wird das neue Kraftwerk Teil der sich ständig wandelnden Skyline des Standorts sein.

    2 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    Hull für 150-Millionen-Pfund-Anlage ausgewählt

    AM INEOS-Standort im britischen East Yorkshire ist ein neuer Betrieb geplant. Nach der Fertigstellung werden 300.000 Tonnen Vinylacetat-Monomer, eine unverzichtbare Komponente bei der Herstellung von Windschutzscheiben, gehärtetem Glas, Klebstoffen, Beschichtungen, Folien, Textilien und Karbonfaser, wieder vom INEOS-Standort in Hall ausgeliefert werden.

    Geschäftsführer Graham Beesley erklärt, INEOS Oxide sei stolz, die Produktion dieses wichtigen Rohstoffes wieder in das Vereinigte Königreich zurückzuholen.

    „Dies sind tolle Neuigkeiten für die Region als Produktionsstandort“, so Beesley. „Dadurch werden wir nicht nur eine Stärkung der britischen Produktion erleben, sondern auch eine Steigerung der Exporte von Großbritannien nach Europa und in die restliche Welt.“

    Vor rund sechs Jahren musste INEOS aufgrund von Billigimporten nach Großbritannien, hauptsächlich aus Saudi- Arabien und den USA, die beide von kostengünstigen Rohstoffen profitierten, seine Vinylacetat-Monomer-Anlage in Hull schließen.

    Doch INEOS‘ Entschluss, kostengünstiges Ethan auf Schiefergasbasis aus den USA zu seinem Standort im schottischen Grangemouth zu importieren, veränderte die Situation grundlegend.

    Das Ethan soll in Grangemouth zu Ethylen umgewandelt und anschließend zur neuen 150-Millionen-Pfund-Anlage in Hull befördert werden.

    Im März vergangenen Jahres berichtete INEOS, dass es für seinen neuen Standort zwei Möglichkeiten in Betracht ziehe: eine davon war Hull, die andere das belgische Antwerpen.

    „Wir hatten wirklich Glück, mit Antwerpen und Hull zwei so tolle Optionen zur Verfügung zu haben“, so Graham.

    Die Arbeiten am neuen Standort in Saltend, Hull, werden Ende dieses Jahres beginnen.

    2 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    500 Millionen Pfund. für FPS-Modernisierung vorgesehen

    INEOS plant, für die Modernisierung der wichtigsten britischen Erdöl-Pipelines 500 Millionen Pfund aufzuwenden.

    Die Arbeiten am Forties-Pipeline-System, das täglich bis zu 600.000 Barrel Rohöl von der Nordsee bis zum Festland befördern kann, werden ihre Lebensdauer um mehr als 20 Jahre verlängern.

    „Betreiber im Erdöl- und Erdgasgeschäft der Nordsee teilen uns mit, dass sie mindestens bis in die 2040er Jahre in der Nordsee tätig sein werden. Daher verpflichten wir uns dazu, gemeinsam mit ihnen dort zu sein“, erklärt Andrew Gardner, Geschäftsführer von INEOS FPS.

    Der Entschluss von INEOS, die Lebensdauer der 43 Jahre alten Pipeline, die 40 Prozent des britischen Erdöls und Erdgases befördert, zu verlängern, wird von den Betreibern in der Nordsee begrüßt.

    „Wir haben vor, die Umweltsysteme zu modernisieren und in den Systemen die neuesten Technologien umzusetzen“, so Andrew. „Und wir sind zuversichtlich, dass wir dies ohne Beeinträchtigung des Pipeline-Betriebs schaffen.”

    1 minute lesezeit Ausgabe 15
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    3-Milliarden-Pfund-Spritze

    Laut Frank Beckx, Geschäftsführer von essenscia Flandern, war die Entscheidung, einen neuen Kracker und eine PDH-Anlage mit internationaler Reichweite zu errichten, für den Hafen von Antwerpen von maßgeblicher strategischer Bedeutung.

    „Das sind zweifellos die bedeutsamsten wirtschaftlichen Neuigkeiten seit langem“, so Beckx. „Seit den 1990er Jahren wurde in Westeuropa keine solche Anlage mehr errichtet.“

    Die Investition in Höhe von drei Milliarden Euro wird dazu beitragen, den jahrelangen Rückgang in der europäischen Chemieindustrie umzukehren.“

    „Wir hoffen, dass damit Investitionen und Erneuerung am europäischen Petrochemie-Markt angekurbelt werden, denn diese stagnieren seit mehr als einer Generation“, erklärt John McNally, CEO von INEOS Project One, der INEOS-Geschäftsbereich, der zur Realisierung dieses Projekts gegründet wurde.

    Bleibt zu hoffen, dass andere europäische Chemie-Unternehmen diesem Beispiel folgen und veraltete Technologie durch energieeffiziente, emissionsarme Systeme ersetzen. „In Amerika ist dies bereits seit der Schiefergas-Revolution der Fall“, so McNally. „Europa muss unbedingt nachziehen.“

    Zuerst allerdings, betont INEOS, müsse die EU ihre „unsinnigen“ Umweltsteuern abschaffen, die bewirkt hätten, dass die Investitionen statt in Europa in Amerika, China und im Nahen Osten getätigt wurden.

    „Die USA befinden sich derzeit in einem regelrechten Kaufrausch. So wurden 200 Milliarden US-Dollar in 333 neue Chemiebetriebe investiert“, schrieb Vorsitzender Jim Ratcliffe in einem offenen Brief an den Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker.

    „Die USA hat keine Umweltsteuern, besteht aber auf den höchsten Umweltstandards, bevor sie die Genehmigung für neue Werke erteilt.“

    Laut Ratcliffe hat Europa bereits die weltweit teuersten Energie- und Arbeitsgesetze, die Arbeitgeber abschrecken.

    „Europa ist nicht mehr konkurrenzfähig“, erklärt er. „Und dieser Alleingang mit einer Umweltsteuer hemmt Neuerungen und hält Investoren fern. Außerdem wird die Produktion dadurch in andere Teile der Welt verlagert, in denen Umweltschutz von nachrangiger Bedeutung ist.”

    Die Entscheidung von INEOS, in Europa zu investieren, ist unkonventionell, finanziell jedoch sinnvoll.

    Für den neuen Kracker und die PDH-Anlage in Antwerpen werden wir enorme Mengen an Schiefergas – von INEOS aus den USA geliefert – in zwei Millionen Tonnen Propylen und Ethylen jährlich für die eigenen Geschäftsbereiche in Europa umwandeln.

    Voraussichtlich werden mehr als 3.000 Menschen an der Errichtung der neuen Anlagen beteiligt sein. Sobald diese wahrscheinlich im Jahr 2024 im Vollbetrieb laufen, werden rund 400 Personen beschäftigt.

    Laut Hans Casier, Geschäftsführer von INEOS Phenol, passt es recht gut, dass INEOS sich dazu entschlossen hat, in Europa, am Antwerpener Hafen, den ersten Gaskracker seit 20 Jahren zu errichten.

    „Dies ist die Geburtsstätte von INEOS“, fügt Casier hinzu. „Hier begann 1998 alles.“

    Bart De Wever, Bürgermeister der Stadt Antwerpen, fühlt sich angesichts der Entscheidung von INEOS geehrt.

    „Das sind die Augenblicke, für die man lebt und arbeitet“, so De Wever. „Es ist eine Investition für eine gesamte Generation.“

    Zudem zeige dies auch, dass die Investoren selbst in Zeiten der Ungewissheit, wie wir sie jetzt mit dem Brexit erleben, nach wie vor an Wirtschaftswachstum, Internationalisierung und nachhaltige Technologie glauben.

    John McNally betont, dass 100 Ingenieur/innen gebraucht würden, um an den Standorten den Betrieb am Laufen zu halten, und dass bereits viele Bewerbungen, sowohl junge Graduates als auch erfahrene Ingenieur/innen und Techniker/innen Schlange stünden.

    „Das Interesse war enorm“, so McNally. „Für jede Betriebseröffnung benötigen wir 20 oder mehr Bewerbungen. Eine spannende Zeit.“

    4 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    Innovatives Unternehmen erntet Früchte seines intelligenten Ansatzes

    Laut CEO Ashley Reed bewirkte die Entscheidung, zwei seiner Geschäftsbereiche zu verkaufen – um wiederum drei zu erwerben – eine enorme Veränderung.

    „Wir können noch immer nicht so recht glauben, dass es so gekommen ist“, schwärmt Reed. „Wir haben uns fast verdreifacht.“

    INEOS Enterprises setzt sich aus einer Reihe kleiner, vielfältiger Geschäftsbereiche zusammen. Vergangenes Jahr verkaufte INEOS ChloroToluenes und INEOS Baleycourt an Valtris Specialty Chemicals. Dafür erwarb es drei andere Bereiche. Das Geschäft mit Flint Hills Resources zur Übernahme seines Geschäftsbereichs für chemische Zwischenprodukte wurde kurz vor Weihnachten abgeschlossen. Die beiden weiteren Übernahmen werden voraussichtlich noch dieses Jahr abgeschlossen.

    Laut Ashley sah INEOS in allen drei Unternehmen Wachstumspotenzial. „Wir haben nicht bewusst nach ihnen gesucht“, erklärt er. „Aber wir sahen Möglichkeiten sie zu verbessern.“

    Das ist eine bewährte Formel. INEOS hat sein Vermögen mit dem Erwerb ungeliebter Bereiche – und die Umwandlung dieser in zuverlässige, produktive und rentable Unternehmen – gemacht. Das Unternehmen Flint Hills, das in seinem Produktionsbetrieb in Joliet, Illinois gereinigte Isophthalsäure, Trimellitsäureanhydrid und Maleinsäureanhydrid herstellt, wurde in INEOS Joliet umbenannt.

    Das Unternehmen, das auch über Büros und Vertriebszentren in Amerika, Europa und Asien verfügt, verkauft seine Produkte weltweit an andere Unternehmen, die diese bei der Herstellung von Bekleidung, Lacken und Benzinzusätzen verwenden. Der Geschäftsabschluss über den Erwerb des gesamten Verbundwerkstoffgeschäfts von Ashland wird voraussichtlich bald erfolgen.

    INEOS erklärte sich im November damit einverstanden, 1,1 Milliarden US-Dollar für 20 Fertigungsstandorte in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und im Mittleren Osten zu bezahlen, die insgesamt 1.300 Menschen beschäftigen. Die Ashland-Harze sind leicht, stark und feuerbeständig, weshalb sie seit nunmehr 30 Jahren bei Bootsherstellern weltweit die erste Wahl sind.

    Darüber hinaus ersetzen Verbundwerkstoffe zunehmend die Aluminium- und Stahlrahmen, weil sie leichter sind. Dadurch wiederum verringert sich der Kraftstoffverbrauch und die Effizienz steigt.

    INEOS Enterprises hofft, das Geschäft mit Tronox bezüglich der Übernahme von zwei amerikanischen Standorten abschließen zu können, die Titanoxid herstellen, eine Substanz, die in Sonnencrèmes, Kosmetika, Zahnpasta, Lacken sowie in Seife, Lebensmittelfarben und Textilien zum Einsatz kommt.

    „Es macht Gegenstände weiß, und das sehr wirksam“, so Ashley.

    2 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    INEOS zentralisiert Shanghai-Teams

    Bis zum vergangenen Monat verfügte INEOS in der Stadt über drei Büros. Eines übernahm es mit dem Kauf von BP Chemicals 2005, das zweite folgte mit der Fusion zwischen BASF und INEOS Styrenics 2011, das dritte gesellte sich durch die kürzlich erfolgte Übernahme des chinesischen Styrolkunststoff-Geschäftszweigs von Total zu INEOS.

    „Durch die Schaffung eines einzigen neuen Standorts werden wir unseren Beschäftigten zusätzliche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung in einem größeren, koordinierten Team bieten können“, so David Thompson, Geschäftsführer von INEOS Trading & Shipping.

    Gastgeber der offiziellen Eröffnung des neuen Büros war Kevin McQuade, Geschäftsführer von Styrolution. Auch der Bezirksvorsteher von Puoto, Shanghai, Minhao Zhou, war anwesend.

    1 minute lesezeit Ausgabe 15
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    Das Versprechen an den Osten

    „Asien stellt für uns einen wachsenden Markt dar“, so Kevin McQuade, Geschäftsführer von INEOS Styrolution.

    „Wir betrachten die kürzlich erfolgte Übernahme als einen Basis für unser weiteres Schaffen.“

    Historisch betrachtet war China stets ein Importeur von Rohstoffen und ein Exporteur der fertigen Produkte. Dies ändert sich nun aufgrund eines schnell wachsenden heimischen Verbrauchermarkts.

    Rund 70 Prozent des künftigen Wachstums des Styrolkunststoff-Geschäfts trägt China bei, dort leben mehr als eine Milliarde Menschen, von denen viele sich angesichts ihres verbesserten Lebensstandards zunehmend moderne Verbrauchsgüter wünschen.

    Als weltweit größter Lieferant von Styrolkunststoff ist INEOS Styrolution der Überzeugung, dass Investitionen in China zu seinem Wachstum und zur Festigung seiner weltweiten Führungsposition auf diesem Markt beitragen werden.

    „Es geht uns nicht nur darum, unsere Position als weltweiter Marktführer zu halten“, so Kevin. „Wir möchten diese auch festigen.“

    INEOS Styrolution stellt Kunststoffe für Autos, Elektronik, die Spielzeug- und Bauindustrie her und exportiert für seine chinesischen Kunden derzeit vorwiegend aus Korea und Thailand.

    Mit einem Produktionsstandort in China könnte das Unternehmen seinen bestehenden Kundenstamm besser versorgen, zur Entwicklung der wachsenden chinesischen Fertigungsbranche beitragen und in ganz China solide, für beide Seiten vorteilhafte Beziehungen knüpfen.

    Das Polystyrol aus den neuen Fertigungsstandorten in Foshan und Ningbo, die jeweils 200.000 Tonnen jährlich herstellen werden, wird im Wesentlichen für den chinesischen Elektronik-, Haushalts- und Verpackungsmarkt verwendet.

    Alle diese Märkte sind Kernmärkte von INEOS Styrolution, das rund 5,6 Millionen Tonnen Styrolmonomer, ABS-Standard und -Spezialmaterialien herstellt, wovon 1,8 Millionen Tonnen Polystyrol sind.

    Die Beschäftigten an beiden Standorten sowie in den beiden Verkaufsbüros in Guangzhou und Shanghai arbeiten nun für INEOS Styrolution.

    „Wir haben sehr positive Rückmeldungen von unseren neuen Beschäftigten erhalten“, so Kevin. „Wir sind fest entschlossen, die Integration für sie möglichst reibungslos zu gestalten. INEOS freut sich zudem, ein Unternehmen übernommen zu haben, das von sehr guten, erfahrenen Personen geleitet wird.

    Die Übernahme in China folgt auf eine frühere Übernahme in Korea. 2017 erwarb das Unternehmen K-Resin® SBC, das sich in Yeosu an der südkoreanischen Küste befindet. SBC oder Styrol-Butadien-Copolymer ist ein biegsamer, durchsichtiger und solider Kunststoff, der vorwiegend in der Medizin- und Verpackungsbranche Verwendung findet.

    Kevin erklärt, dass beide Übernahmen im Rahmen der ehrgeizigen „Triple Shift“-Wachstumsstrategie des Unternehmens stattfanden. So soll in hochwertigere Margenprodukte, wachstumsstarke Kundenindustrien und Schwellenmärkte auf der ganzen Welt investiert werden.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    Alle Macht an BMW

    So kündigte INEOS vor kurzem an, dass sein neuer Off-Roader mit der neuesten Generation der TwinPower-Turbo-Benzin- und Dieselmotoren ausgestattet werden soll. Dirk Heilmann, Geschäftsführer von INEOS Automotive: „Kurz gesagt, BMW baut die weltweit besten Motoren. Die Benzin- und Dieselmotoren von BMW bieten eine beeindruckende Langlebigkeit und unbestrittene Qualität, ganz zu schweigen von der herausragenden Leistung und Effizienz. Wir bauen einen kompromisslosen Allrad für Arbeitszwecke, und bei einem Motor gibt es keine bessere Wahl als einen BMW-Motor.“

    „Diese technologische Partnerschaft ist ein bedeutender Meilenstein für das Projekt Grenadier“, fügt Mark Tennant, kaufmännischer Leiter von INEOS Automotive, hinzu. „Eine Partnerschaft, die klar zeigt, wohin wir gehen wollen. Mit BMW an unserer Seite setzen wir gegenüber der restlichen Branche ein starkes Statement.“

    Ganz im Zeichen dieser Ankündigung hielt INEOS Automotive Anfang April einen Tag der offenen Tür für Lieferanten in Stuttgart ab, um das Unternehmen, seine Werte, sowie die bisherige Geschichte des Projekts Grenadier zu präsentieren. „Im Anschluss an die Entscheidung für diesen Antrieb gehen wir nun zur Benennung der Lieferanten anderer wichtiger Bauteile über“, so Oliver Frille, Leiter Beschaffung bei INEOS Automotive. „Dieser Lieferantentag, der von unseren Maschinenbaupartnern MBtech und Magna sowie BMW besucht wurde, bot uns die Möglichkeit, einem großen Publikum von erstklassigen potenziellen Partnern aus der Automobil-Lieferkette unser Bestreben im Rahmen dieses Projekts zu präsentieren.”

    Bei dieser Veranstaltung fanden sich mehr als 200 Personen ein, die 100 verschiedene Unternehmen aus sämtlichen wichtigen Automobilkomponenten-Bereichen vertraten. Neben der Präsentation der Projektphilosophie und der Planungsprämissen stellte Tom Crotty, Communications Director von INEOS, die INEOS-Gruppe vor und lieferte dem Publikum das eindrucksvolle Beispiel der Drachenschiffe als hervorragendes Beispiel für Lieferketten-Partnerschaften, wie sie INEOS pflegt.

    Seit das Vorhaben, eigene Allradwagen zu bauen, 2016 bei einem Pint Bier im The Grenadier, dem Londoner Pub in der Nähe des INEOS-Unternehmenssitzes, ausgeheckt wurde, ist INEOS Automotive zu einem vollwertigen internationalen Konzern herangewachsen, der Standorte im Vereinigten Königreich und in Deutschland hat. Das Team mit derzeit 50 fest angestellten, in ihrer Zahl ständig zunehmenden Beschäftigten an seinem Firmensitz in London hat im April dieses Jahres im Automobil-Zentrum in Böblingen, Deutschland, ein neues Büro eröffnet, in dem seine Design-, Maschinenbau- und Beschaffungsteams untergebracht sind. Das Büro von INEOS Automotive befindet sich direkt neben jenem von MBtech, dem führenden Engineering-Partner im Rahmen des Projekts Grenadier, das einst eine Tochtergesellschaft von Mercedes Benz war. MBtech verfügt mittlerweile über rund 200 Ingenieur/innen, die in Vollzeit am Projekt Grenadier arbeiten.

    Und da es bis zur Einführung noch zwei Jahre sind, bleibt noch viel zu tun, aber das Projekt schreitet rasch und auf breiter Front voran. Dirk Heilmann erklärt: „Die Arbeiten am Fahrgestell und an der Aufhängung laufen bereits in Österreich an unserem ersten ‚Kraftpaket‘: Das Außendesign ist noch lange nicht fertig, schreitet aber stetig voran, ebenso wie das Innendesign, und nach BMW geht es nun an die konkrete Benennung der Lieferanten. Darüber hinaus stehen wir nun bereits kurz davor, die Wahl unseres Produktionsstandortes bekannt zu geben.“

    inch-15-all-power-inline-min.jpgDie Gäste des Projekt-Grenadier-Lieferantentages hatten die Möglichkeit, jede Menge über dieses Projekt sowie über INEOS Automotive zu erfahren, aber auch über die Original-Offroader, die als Inspiration für den neuen Allrad dienten

    Bleiben Sie online stets über den Verlauf unseres Projekts Grenadier informiert.

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    3 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    Wiederverwenden statt verschwenden

    INEOS ist der Meinung, dass sich dies bei Kunststoffabfällen ändern muss – und hat auch eine klare Vision wie dies möglich ist. Aber INEOS kann dies nicht allein bewältigen.

    „Wir arbeiten mit Recyclingfirmen und unseren Kunden zusammen, damit Kunststoff recycelt und in neue Produkte integriert wird“, erklärt Peter Williams, Leiter Group Technologies.

    2000 beugten sich australische Veranstalter dem Druck von Umweltorganisationen und verbannten PVC von den Olympischen Spielen in Sydney. Das Material wurde als öffentliche Bedrohung geächtet.

    Fast 20 Jahre später hat sich PVC überzeugend als ein Material erwiesen, das sich für das 21. Jahrhundert bestens eignet.

    Somit findet dieses Material, das starkem Regen, stürmischer See und praller Sonne standhält, in der Bauindustrie umfassende Verwendung und trägt enorm zur Welt des modernen Sports bei.

    Jährlich werden in Europa im Rahmen der Initiative VinylPlus 640.000 Tonnen PVC recycelt, und INEOS schätzt, dass diese Menge bis 2020 auf 800.000 Tonnen steigen wird.

    Polyolefine, die in Milchflaschen, Lebensmittelverpackungen und medizinischen Anwendungen verwendeten Kunststoffe, können ebenfalls recycelt werden.

    Auch in diesem Bereich arbeitet INEOS mit Recycling-Unternehmen und Kunden zusammen, um neue Kunststoffe herzustellen, die mit Recyclingmaterial gemischt werden können, um so ein hochwertiges Endprodukt zu erhalten.

    „Der nächste Schritt besteht darin, farbige Materialien besser wiederzuverwenden, um hochwertige Produkte herzustellen“, so Williams.

    Dem werkstofflichen Recycling in seiner bekannten Form sind jedoch Grenzen gesetzt, weil Kunststoff bei jedem Recyclingvorgang an Qualität einbüßt.

    „Außerdem sind uns auch bei der Rückgewinnung sauberen und reinen Kunststoffabfalls Grenzen gesetzt“, so Williams.

    Wenn Kunststoff nicht recycelt werden kann, können wir das Produkt zur Energiegewinnung nutzen.

    In seinem Betrieb im britischen Runcorn geht INEOS ähnlich vor.

    INEOS möchte das Verfahren aber noch umfangreicher nutzen. Jedes Stück Kunststoff enthält wertvolle Rohstoffe, vor allem Kohlenwasserstoffe – und INEOS nimmt diese gerne zurück.

    INEOS bewertet derzeit Technologien, mithilfe derer sämtlicher Kunststoffabfall – ganz gleich, wie kontaminiert dieser ist – wieder in seinen Ausgangsstoff umgewandelt werden kann, um in den INEOS-Anlagen zu neuen, hochwertigen Produkten verarbeitet zu werden.

    „Der größte Vorteil dieses Ansatzes besteht darin, dass sämtliche Kunststoffabfälle, selbst Mischabfälle mit sehr geringem Wert, recycelt werden können“, so Williams.

    Bei Polystyrol kann das chemische Recycling, wie es gemeinhin bekannt ist, besonders effizient sein, da Polystyrol in diesem Verfahren entpolymerisiert wird. Dadurch entsteht ein Styrolmonomer-Produkt, das in den Polymerisationsreaktor rückgespeist werden kann.

    „Obwohl wir uns im Anfangsstadium befinden und die technischen Herausforderungen erheblich sind, machen wir Fortschritte – insbesondere bei INEOS Styrolution, wo rückgewonnene Flüssigmonomere bereits in unseren Pilotbetrieben getestet werden“, erklärt Williams weiter.

    Williams erklärt, dass neben der Entwicklung von neuen Polymeren und neuen Recyclingverfahren für Kunststoffe beachtliche staatliche Investitionen in die Sammlung, Sortierung und Behandlung des Abfalls erforderlich sein werden. „Um echte Veränderungen im Recyclingbereich zu erzielen und zudem das Problem des Abfalls an Land und im Meer zu lösen, müssen alle von uns – die Chemieindustrie, die Regierungen und andere Organisationen, aber auch die Bevölkerung – ihren Anteil leisten.“

    4 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    PVC als Material des 21. Jahrhunderts

    „Mit gutem Grund sind wir optimistisch, dass VinylPlus erneut eine erhebliche Zunahme der im Jahr 2018 recycelten Mengen bewirken wird. Allerdings müssen noch die Tonnagen geprüft werden“, so Dr. Jason Leadbitter, Leiter Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility bei INOVYN.

    Leadbitter ist zuversichtlich, dass die Zahlen belegen werden, dass PVC, einer der weltweit am umfassendsten verwendeten Kunststoffe, einen Platz im Herzen der Kreislaufwirtschaft verdient hat.

    Seit 2000 hat Recovinyl, der Recyclingzweig von VinylPlus, mehr als vier Millionen Tonnen an PVC-Fensterrahmen, Rohren, Bodenbelägen, Kabeln, Verpackungen, Abdeckplanen, Möbeln und medizinischen Geräten recycelt.

    Laut Leadbitter war dies möglich, weil alle Glieder der Wertschöpfungskette – die PVC-Hersteller, die Additiv-Hersteller sowie die Verarbeitungs- und Recycling-Unternehmen – beteiligt waren.

    Dazu kommt, dass VinylPlus, im Rahmen dessen bis 2025 900.000 Tonnen und bis 2030 mindestens eine Million Tonnen PVC recycelt werden sollen, eine freiwillige Verpflichtung ist, die der Branche nicht auferlegt wurde.

    „Freiwillige Verpflichtungen bieten einen enormen Ansporn, um Win-Win-Situationen für die Branche und die Regulierungsbehörden zu schaffen, denn dadurch entfällt viel Bürokratie“, so Leadbitter.

    Eine weitere Initiative im Rahmen des VinylPlus-Programms war die kürzlich erfolgte Einführung einer Kennzeichnung, anhand derer die Verbrauchenden auf einfache Weise Produkte erkennen können, die auf verantwortungsvolle Weise hergestellt wurden.

    Bislang haben sechs Fensterhersteller die Erlaubnis erhalten, das neue VinylPlus®-Produktkennzeichen – Vinyl Verified – auf ihren Produkten aufzubringen.

    „Diese Kennzeichnung ist ein Unterscheidungsmerkmal am Markt“, erklärt Leadbitter. „Die Entwicklung hat sieben Jahre gedauert, aber nun können wir uns darüber freuen, dass sie endlich eingeführt und bereits angenommen wurde.“

    Die Initiative, die ursprünglich für die Bauindustrie vorgesehen war, wurde im Rahmen von VinylPlus mit der Unterstützung von BRE Global und The Natural Step entwickelt, und INOVYN ist stolz darauf, Teil davon zu sein.

    „Durch diese Kennzeichnung können Unternehmen in puncto Nachhaltigkeit die Latte höher legen“, fügt Leadbitter hinzu.

    Um die anspruchsvollen Kriterien zu erfüllen, war INOVYN daran beteiligt, die verantwortungsvolle Fertigung von PVC selbst zu demonstrieren.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    Was ist eine Kreislaufwirtschaft?

    Würde sich die Einstellung weltweit ändern, könnten wir eine Kreislaufwirtschaft erreichen. Eine Wirtschaft, in der wir Produkte herstellen und sie den Verbrauchenden verkaufen, die diese wiederum zurückgeben, damit die Komponenten zu neuen Produkten recycelt werden können.

    „Durch Recycling wird nicht der gesamte Abfall beseitigt“, so Peter Williams, Leiter von INEOS Technologies. „Um keinen Abfall mehr zu erzeugen, benötigen wir in vielen Teilen der Welt eine bessere Abfallwirtschaft, aber auch eine kollektive Verhaltensänderung. Wir müssen darüber nachdenken, was in verschiedenen Teilen der Welt benötigt wird, und uns dann massiv gegen Kunststoffabfall einsetzen, aber nicht gegen Kunststoff an sich, denn dieser bietet für uns viele Vorteile.” Laut Williams gibt es keine Wunderwaffe.

    „Die heutige Recycling-Technologie ist zu eingeschränkt“, erklärt er. „Neue Technologien und ein Mix aus verschiedenen Ansätzen sind erforderlich, auch wenn wir noch nicht wissen, wie dieser Mix genau aussehen wird.”

    Gesetzgeber und Regulierungsbehörden müssen sich dessen bewusst werden und nicht eine Technologie der anderen vorziehen.

    „Es ist ein Rahmen notwendig, der die Entwicklung verschiedener Ansätze fördert, und es wird sich weisen, welcher der effizienteste ist“, so Williams weiter.

    Dasselbe gilt auch für NGOs, die seiner Ansicht nach den besten Weg wählen, wenn sie direkt mit der Industrie Gespräche führen. Denn so können noch vor der Gestaltung einer Vision Herausforderungen und praktische Aspekte gemeinsam verstanden und behandelt werden.

    „NGOs spielen eine wichtige Rolle, da sie hinterfragen. Die Antworten sollten jedoch in der Regel von anderer Seite stammen, insbesondere von den betroffenen Branchen. Interessenvertretungen, die sich darauf nicht einlassen möchten, gehen mit einem geschlossenen Auge an die Sache heran.“

    Wir alle müssen uns beteiligen, so INEOS

    INEOS ist überzeugt davon, dass die Maßnahmen zur Schaffung einer Kreislaufwirtschaft – und zur Vermeidung von Kunststoffabfällen in unseren Meeren – nur mit einer branchenweiten Beteiligung zum Erfolg führen können.

    „Alle müssen sich an der Lösung dieses Problems beteiligten. Die Regierung, die Industrie, NGOs und die Bevölkerung“, so Peter Williams, Leiter von INEOS Technologies.

    Daher arbeitet INEOS eng mit anderen Unternehmen aus der ganzen Welt zusammen, welche die heutige Wirtschaft, die auf Herstellen, Benutzen und Entsorgen beruht, in ein System umwandeln möchten, in der Kunststoff stets wiederverwendet wird.

    Leider wird die Ellen MacArthur Foundation, die vor kurzem im Rahmen ihrer New Plastics Economy ihr Global Commitment-Programm gestartet hat, nicht als Partner mitwirken.

    INEOS erhielt nämlich Ende des vergangenen Jahres die Mitteilung, dass einige der Interessenvertreter dieser Stiftung nichts mit einer Branche zu tun haben möchten, die Rohstoffe aus der Erde extrahiert.

    „Ich war überrascht, weil wir hart an einem aussagekräftigen Versprechen gearbeitet hatten“, berichtet Williams.

    INEOS und die Stiftung hatten ehrgeizige Recycling-Ziele vereinbart, die in das Global Commitment-Programm der Stiftung eingebunden werden sollten.

    „Die Stiftung wünschte sich Verpflichtungen in Bezug auf eine Kreislaufwirtschaft in Form von konkreten Zielen, und das von allen Teilnehmenden der Polymer-Wertschöpfungskette“, erklärt Williams. „Daher war ich enttäuscht, dass wir im letzten Moment ausgeschlossen wurden. Um eine Kreislaufwirtschaft zu erreichen, hinter der wir alle stehen, muss auch unsere Branche eingebunden werden. Wir haben die Anreize, das Know-how und die Fähigkeit, einen Unterschied zu bewirken.“

    Die Stiftung teilte INEOS, das zu den weltweit größten Polymerherstellern zählt, mit, dass es eine schwierige Entscheidung gewesen sei, die jedoch nur einen „vorübergehenden Stopp“ bedeute.

    INEOS gab sich nicht lange der Enttäuschung hin und entwarf sogleich ein eigenes Versprechen hin zu einer Kreislaufwirtschaft im Bereich der Kunststoffverpackungen.

    „Wir sind überzeugt, dass wir – durch Innovation und Partnerschaften – den Wert unserer Polymere erhalten können. Wir müssen nur unsere Produktionsweise überdenken und dieses Material am Ende seines Lebenszyklus‘ wiedergewinnen“, so Williams.

    Im Rahmen seiner Verpflichtung zu einer neuen Kreislaufwirtschaft hat sich INEOS vier ehrgeizige Ziele gesetzt, die bis 2025 erreicht werden sollen. So sieht unser Versprechen aus:

    Unser Versprechen

    1. Eine Reihe von Polyolefin-Produkten für Verpackungsanwendungen in Europa zu bieten, die zu mindestens 50 Prozent aus Recyclingmaterialien bestehen
    2. Verwendung von durchschnittlich 30 Prozent Recyclingmaterialien in Europa für Produkte, die für Polystyrenverpackungen vorgesehen sind
    3. Verarbeitung von mindestens 325.000 Tonnen pro Jahr an Recyclingmaterial in Produkten
    4. Gewährleistung, dass 100 Prozent der Polymerprodukte recycelt werden können

    6 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    Denken Sie um

    Oft ist sich die Bevölkerung der Rolle, die der Chemieindustrie bei der Schaffung einer nachhaltigen Wirtschaft zukommt, nicht bewusst. Diese Branche wird als eine aussterbende Branche betrachtet. Eine Branche, für die es an der Zeit ist, abzutreten. Fossile Brennstoffe – Erdgas und Erdöl – gehören der Vergangenheit an. Was die Welt braucht, sind erneuerbare Energien.

    „Das ist mitunter wirklich frustrierend“, klagt Peter Williams, Leiter INEOS Technologies. „Die Menschen sehen keinen Zusammenhang zwischen der Chemieindustrie und Sonnenkollektoren, Windturbinen und leichteren, kraftstoffsparenden Verkehrsmitteln. Wir dürfen aber nicht einfach nur dasitzen und uns darüber beklagen.“

    Windturbinen, Sonnenkollektoren, elektrische und leichtere, kraftstoffsparende Autos – all das gäbe es ohne die Chemieindustrie nicht.

    „Wir müssen alle einen Zahn zulegen, um besser mitzuteilen, was wir tun, woher die Materialien stammen, wo sie eingesetzt werden und welche Vorteile sie bieten“, erklärt er. Für uns bedeutet nachhaltige Wirtschaft, dass wir die Natur unberührt lassen oder ihren Zustand verbessern, dass wir erschwingliche, nachhaltige Produkte entwickeln und Arbeitsplätze schaffen.“

    Angesichts des zunehmenden weltweiten Bevölkerungswachstums geht man davon aus, dass im Jahr 2050 9,1 Milliarden Menschen Nahrung und Wasser benötigen. Kunststoff war stets maßgeblich für die Herstellung effizienter Produkte und Dienstleistungen, die unsere wachsende Bevölkerung benötigt.

    Die Lösungen stammen von Unternehmen wie INEOS, welche die nötigen Produkte bereitstellen, um künftige Herausforderungen zu meistern – beispielsweise die Materialinfrastruktur wie Kunststoffrohre, die für die Beförderung von Trinkwasser zu jenen Menschen notwendig sind, die in den ärmsten Teilen der Welt leben. Im Gegensatz zu Stahlrohren sind sie kostengünstig, einfach zu installieren, weisen selten Lecks auf und haben eine Lebensdauer von bis zu 100 Jahren.

    Kunststoffverpackungen, die häufig als unnötig empfunden werden, verlängern die Haltbarkeit von frischem Obst und Gemüse und vermindern dadurch erheblich Lebensmittelabfälle.

    Die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA gab vor kurzem bekannt, dass Lebensmittel, die in Deponien verrotten, Methan freisetzen, ein Treibhausgas, das 21 Mal schädlicher ist als Kohlendioxid.

    UNO-Schätzungen zufolge werden jährlich 30 Prozent der weltweit produzierten Lebensmittel weggeworfen.

    In Kosten entspricht dies einem Handelswert von einer Billiarde US-Dollar – dem zweifachen BIP Norwegens.

    Ein großer britischer Supermarkt hat vor kurzem den Verkauf von losem Obst und Gemüse eingestellt, da ein großer Anteil davon weggeworfen werden musste.

    Laut FAO bezahlt auch die Natur den Preis dafür, denn für diese ungewollten Lebensmittel wird Wasser im Wert von 172 Milliarden US-Dollar verschwendet.

    „Unsere Produkte, die wir an andere Branchen und die Gesellschaft liefern, ermöglichen erhebliche Ressourcen- und Energieeinsparungen“, so Petra Inghelbrecht, internationale Leiterin des Bereichs Nachhaltigkeit bei INEOS Styrolution.

    INEOS stellt auch chemische Produkte her, die in Dämmprodukten für Privathaushalte zum Einsatz kommen. Wie wir wissen, erzeugen unzureichend gedämmte Häuser tonnenweise Treibhausgase.

    INEOS ist jedoch nicht nur auf seine Kunden ausgerichtet, sondern der Konzern sucht auch nach neuen Möglichkeiten, Dinge zu tun, durch die er selbst seiner Zeit voraus ist.

    Die Einsparung von Energie bildete stets einen grundlegenden Aspekt der Arbeitsweise von INEOS. „Unsere Nachhaltigkeitsmaßnahmen umfassen eine Bandbreite von Projekten, die auf die Verbesserung der Prozesseffizienz in allen unseren Produktionsbetrieben abzielt“, betont Inghelbrecht.

    Sie erklärt, dass INEOS stets nach Möglichkeiten suche, „für weniger Aufwand mehr zu erzielen“, etwa durch die Verringerung der Menge an Rohstoffen und Energie zur Herstellung von Produkten – und durch die Beschränkung der Mengen an Wasser und Abfall durch Nebenprodukte, etwa CO2.

    Für INEOS als Konzern ist es sinnvoll, die Kosten gering zu halten, und heutzutage wünschen und erwarten die Kunden, dass sämtliche Maßnahmen ergriffen werden, um negative Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering zu halten.

    Und das ist an zahlreichen INEOS-Standorten weltweit der Fall.

    In Thailand wird das Wasser aus den Zentrifugen aufbereitet, um anschließend wieder für das Produktionsverfahren verwendet zu werden.

    In Indien wurden Anlagen zur Sammlung von Regenwasser errichtet, um dieses vor Ort zu verwenden.

    Im Vereinigten Königreich wird der Haushaltsabfall nun von einer Deponie zum INEOS-Standort in Runcorn umgeleitet, um dort in einer Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung verbrannt zu werden, um wiederum Strom und Dampf zu produzieren.

    Kurzum – INEOS findet immer neue Wege, die Dinge effizienter zu gestalten.

    Aus diesem Grund befinden sich seine Unternehmen häufig an einigen der größten integrierten Chemiestandorten der Welt, sei es in Belgien, Deutschland, Schweden, China oder Frankreich, denn dort ist ein Ideen- und Ressourcenaustausch mit anderen Unternehmen möglich.

    Im vergangenen Jahr wurde INEOS für ein vierjähriges Projekt ausgewählt, im Rahmen dessen verschiedene Branchen darin eingewiesen werden sollen, wie Energie, Materialien und Dienstleistungen effizienter geteilt werden können. Die Idee dahinter ist, dass der Abfall eines Menschen zum Reichtum eines anderen Menschen werden kann.

    „Für mich geht es bei dem Projekt darum, kreativ darüber nachzudenken, wie sich eine nachhaltigere Zukunft schaffen lässt“, kommentiert Hélène Cervo, Forschungsingenieurin und Doktorandin im französischen Lavéra.

    Geht es nach INEOS, so ist eine nachhaltige Wirtschaft nach dem Kreislaufprinzip möglich. Und hierbei spielt gerade die Chemieindustrie, die über genügend Anreize, Know-how und Kapazitäten verfügt, um Veränderungen zu bewirken, eine unverzichtbare Rolle.

    Warum wir wichtig sind

    Unsere Produkte verbessern jeden Aspekt des modernen Lebens.

    Ohne uns würde die Gesellschaft in der Form, in der wir sie kennen, nicht funktionieren.

    Wir helfen mit, den Weg hin zu einer CO2-ärmeren Wirtschaft zu ebnen. Und das beginnt bei unseren Verfahren und Produkten.

    Wir setzen alles daran, auf eine Kreislaufwirtschaft hinzuarbeiten.

    Unsere Funktionsweise

    Wir arbeiten verantwortungsvoll, sicher und effizient.

    Wir sprechen mit den lokalen Gemeinden und unterstützen diese, wo immer es uns möglich ist.

    Wir arbeiten mit anderen Branchen zusammen, um wertvolle, natürliche Ressourcen zu teilen.

    Wir stellen die besten Arbeitskräfte ein, damit wir gemeinsam die besten Lösungen für die größten Herausforderungen der Gesellschaft finden können.

    LUFTFAHRT
    INEOS war wesentlich daran beteiligt, dem „Kunststoffflugzeug“ Boeing 787 Dreamliner zum Höhenflug zu verhelfen. Dieses Flugzeug, das vorwiegend aus Kunststoff gefertigt ist, ist deutlich leichter als der Airbus 380 und hat daher mit derselben Kraftstoffmenge eine deutlich bessere Reichweite. Während der neue Verkehrsjet von Boeing von Erfolg gekrönt war, wurde der Superjumbo von Airbus aufgrund mangelnden Interesses verworfen. Die 787 war das erste Verkehrsflugzeug mit Rumpf und Tragflügeln aus Karbonfaser. Acrylnitril von INEOS ist unverzichtbar für die Herstellung von Karbonfaser sowie für viele weitere Einsatzzwecke. Die fortschrittlichen Materialien sind als Verbundwerkstoffe bekannt, die auch einem höheren Kabinendruck bei größerer Flughöhe standhalten als herkömmliche Flugzeuge mit Aluminiumkörper. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit eines Jetlags bei den Passagieren geringer. Dazu kommt, dass dieses Flugzeug um 20 Prozent weniger Kraftstoff verbraucht als vergleichbar große Flugzeuge, zudem sind die Instandhaltungskosten um 10 Prozent geringer.

    SONNENKOLLEKTOREN
    INEOS stellt eine Reihe von Rohstoffen für Sonnenkollektoren, einschließlich Halterungen und Gehäuse, her. All diese Rohstoffe werden unter Einsatz von Gas hergestellt. Für die Herstellung von Sonnenkollektoren wird eine große Menge an Chemikalien und Gas benötigt. Die Hersteller verwenden eine ganze Reihe von Gas- und Chemieprodukten, unter anderem Ammoniak, Stickstoffoxid, Methan, Fluorwasserstoff, Phosphin und Diboran. Viele sind der Ansicht, dass das Wachstum des Marktes für Sonnenkollektoren einen Wachstumsschub der Erdgasindustrie bewirken könnte.

    WINDTURBINEN
    Kunststoff-Verbundwerkstoffe und Karbonfasern sind heutzutage die Materialien der Wahl für Windturbinen-Schaufeln, da sie leicht und unglaublich solide sind. INEOS ist der weltweit führende Anbieter von Acrylnitril, dem Hauptbestandteil von Karbonfasern. Turbinenschaufeln werden zunehmend länger. Zwar bietet Metall die passende Robustheit, aber es ist zu schwer. Durch Kunststoff-Verbundwerkstoffe können die Schaufeln größer und gleichzeitig leicht, robust und biegsam sein. Des Weiteren sind Windturbinen auch bei widrigen Wetterbedingungen, ob an Land oder zu Wasser, ausreichend widerstandsfähig, wenn sie aus Kunststoff gefertigt sind. In Kombination mit ihrem geringen Gewicht und robusten Eigenschaften hat dies den Weg zu größeren, effizienteren Turbinen geebnet. Auch die hochwertigen Schmierstoffe von INEOS kommen zum Einsatz, um eine effiziente Funktionsweise von Getrieben zu gewährleisten. Herkömmliche Materialien hingegen, etwa Stahl, bieten nicht dieselbe Leistung, die heute durch Kunststoff möglich ist.

    AUTOS
    AUF den Straßen sind rund 1,4 Milliarden Autos unterwegs. In der heutigen Zeit, in der die Gesetze bezüglich Kraftstoffeffizienz zunehmend verschärft werden, ist Kunststoff zunehmend das Material der Wahl für Armaturenbretter, Stoßstangen, Karosserie- und Motorteile und Kraftstofftanks, da es leichter, robust und recycelbar ist und nicht rostet. Die Forderung nach einer höheren Kraftstoffeffizienz und einer besseren Motorleistung hat auch zu verstärktem Interesse an Motorölen mit geringer Viskosität geführt. INEOS Oligomers bietet den Herstellern synthetischer Öle und den Anbietern von Additiven die äußerst leistungsfähigen Basis-Öle, die die Gesamteffizienz eines Autos verbessern. Darüber hinaus wird PVC zur Beschichtung der Kabel von elektrischen Autobauteilen verwendet, da es flammbeständig ist und im Gegensatz zu Gummi nicht spröde wird. Aber auch als Unterbodenschutz bei Autos findet es als Schutz vor Rost Verwendung.

    KUNSTSTOFFROHRE
    Heute befördern Kunststoffrohre Trinkwasser zur Bevölkerung in einige der ärmsten Teile der Welt. Im Gegensatz zu Stahlrohren sind sie kostengünstig, einfach zu installieren, weisen selten Lecks auf und haben eine Lebensdauer von bis zu 100 Jahre. Für die Millionen Menschen ohne Zugang zu sauberem Wasser ist dies ein Geschenk des Himmels.

    8 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    Schweden schafft ein Klima der Veränderung

    Unter diesen Unternehmen, die aktuell an Sustainable Chemistry 2030 beteiligt sind, ist auch INEOS Sverige AB.

    Seit 2010 konzentrieren sich die fünf Unternehmen in Stenungsund unbemerkt auf vermehrtes Recycling von Kunststoff und die Verwendung dieses Werkstoffs bei der Produktion anstelle von Erdöl und Erdgas.

    „Uns ist es wichtig, den vollen Wert von Kunststoffen auszuschöpfen“, betont Elin Hermansson, Projektleiterin von Sustainable Chemistry 2030.

    Chemieunternehmen arbeiten mit Akademiker/innen, Politiker/innen und Wissenschaftler/innen zusammen, um zu ermitteln, wie sie Abfall am besten als Rohstoff verwenden – und ihre Abhängigkeit von den Erdöl- und Erdgasreserven beenden können. Eine große Hilfe ist hierbei ein vermehrtes Kunststoffrecycling.

    Zudem hat die Gruppe auch ein Konzept entwickelt, mit dem recycelte Kunststoffe in neue Rohstoffe und Produkte umgewandelt werden können.

    „Durch dieses Konzept könnte der Kreislauf geschlossen werden und 100 Prozent der Kunststoffe würden recycelt“, so Hermansson. „Diesbezügliche Vorstudien haben zudem gezeigt, dass enorme Mengen an CO2-Emissionen eingespart werden könnten.“

    Darüber hinaus laufen derzeit Projekte rund um Energieeffizienz innerhalb des Chemie-Clusters.

    Eine Standortanalyse, durchgeführt von der technischen Hochschule Chalmers und finanziert von der schwedischen Energieagentur, ergab, dass ein hohes Einsparungspotenzial besteht. So könnten die CO2-Emissionen unter Einbezug aller fünf Unternehmen um insgesamt 10 Prozent gesenkt werden. Auch in Folgeprojekten hat sich gezeigt, dass dies möglich ist.

    „Das Chemie-Cluster deckt in Stenungsund bereits mehr als 97 Prozent der Nachfrage nach Fernwärme“, erklärt Elin. „Und trotzdem werden enorme Mengen an überschüssiger Wärme verschwendet.“

    Eine Lösung könnte darin bestehen, eine 30-km lange Pipeline zu bauen, um die Bewohner/innen Göteborgs mit Fernwärme zu versorgen.

    „All das sind große Herausforderungen, aber wir möchten unseren Beitrag zu einer Gesellschaft leisten, in der erneuerbare Energien für die Entwicklung nachhaltigerer Produkte verwendet werden“, so Hermansson abschließend.

    2 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    INEOS inspiriert eine neue Generation von Frauen

    So hat der 1851 Trust, einer der Wohltätigkeitsverbände von INEOS, im Rahmen des Internationalen Frauentags die Kraft des Sports genutzt, um den Einfallsreichtum von 120 Mädchen anzuregen und Wissenschaft lebendig zu machen.

    Die Mädchen wurden nach Portsmouth eingeladen, der Heimat des INEOS Team UK, das für Großbritannien um die weltweit älteste Trophäe, den America‘s Cup, kämpft.

    „Wir haben uns die Spannung rund um den America‘s Cup zunutze gemacht, um Kinder mit einzubeziehen“, berichtet Amelia Gould, Projektleiterin bei BAE Systems, die bei der Veranstaltung anwesend war, um den Schulmädchen zu zeigen, dass die Bereiche Wissenschaft, Technologie, Maschinenbau und Mathematik (Science, Technology, Engineering, Mathematics = STEM; auf Deutsch: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik = MINT) nicht nur Männersache sind.

    Im Rahmen dieser Tage erfuhren Mädchen von 11 bis 13 Jahre, wie das INEOS-Team Wissenschaft und Technik genutzt hat, um ein „fliegendes“ Boot zu entwerfen und zu bauen, das knapp 100 km/h erreicht und nur durch Windkraft angetrieben wird.

    Die Mädchen lernten zudem junge Frauen kennen, die derzeit eine Lehre absolvieren, sowie Absolventinnen, die in MINT-Branchen arbeiten, aber auch die beeindruckenden Seglerinnen Dee Caffari MBE und die 1851 Trust-Botschafterin Annie Lush, die beide die Welt umsegelten.

    Der 1851 Trust, die offizielle Wohltätigkeitsorganisation von INEOS Team UK, nutzte die Gelegenheit, sein Programm „Next Generation Roadshow for Girls“ zu präsentieren.

    Das Programm, das zum Ziel hat, eine neue Generation weiblicher MINT-Vorbilder zu inspirieren, wird dank der Finanzierung des britischen Verkehrsministeriums in diesem Jahr im gesamten Vereinigten Königreich umgesetzt.

    Weltweite Forschungen haben gezeigt, wie junge Frauen oft eine Karriere in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Maschinenbau und Mathematik scheuen.

    „Wir möchten dies ändern, denn wir sind uns der Notwendigkeit, neue und vielfältige Talente in die Chemieindustrie zu bringen, voll und ganz bewusst“, so Dr. Anne-Gret Iturriaga Abarzua, Leiterin Unternehmenskommunikation bei INEOS in Köln, die von Deutschland eingeflogen war, um an der Veranstaltung im Vereinigten Königreich teilzunehmen.

    INEOS ist es in Köln in den vergangenen 11 Jahren gelungen, mit dem Programm TuWaS! das Interesse der jungen Generation an der Wissenschaft zu wecken. TuWaS! ermutigt Schülerinnen und Schüler in Grundschulen und der Sekundarstufe dazu, Fragen zu stellen, anstatt sich mit vorgefertigten Antworten zufriedenzugeben.

    Das Programm wurde von Dr. Iturriaga Abarzua initiiert, und INEOS in Köln ist der größte finanzielle Unterstützer im Rheinland, wo das Unternehmen 34 Schulen sponsert.

    Im Vereinigten Königreich stellen junge Frauen bei diesen MINT-Laufbahnen lediglich einen Anteil von 22 Prozent. Angesichts der geschätzten 174.000 MINT-Funktionen, die im nächsten Jahr unbesetzt sein werden, ist es unabdingbar, dass gegen dieses Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern vorgegangen wird, um diese Lücke zu füllen.

    Ben Cartledge, CEO des 1851 Trust, schwärmt, wie wunderbar es war, zu sehen, wie eine neue Generation von Mädchen durch die Möglichkeit einer MINT-Karriere inspiriert wurden – und der Sitz von INEOS Team UK war der perfekte Ort hierfür, denn dort kommen modernste Technologien zum Einsatz, um das schnellste Segelboot der Welt zu bauen.

    „MINT spielte bereits bei der Kampagne für den America‘s Cup eine wesentliche Rolle“, erklärt Dr. Iturriaga Abarzua, und fügt hinzu: „Wir suchen derzeit nach Möglichkeiten, eine Brücke zwischen den Maßnahmen im Vereinigten Königreich und Deutschland zu schlagen, indem wir voneinander lernen.“

    Mehr über die Wissenschaft hinter der Herausforderung von INEOS TEAM UK finden Sie auf der „STEM Crew“-Website des 1851 Trust, die von INEOS unterstützt wird.

    Die Website enthält spannende Videos und Ressourcen, die für Schulkinder entwickelt wurden. Vergangenes Jahr wurden diese Ressourcen verwendet, um mehr als 85.000 Schülerinnen und Schülern MINT auf lebendige Weise näher zu bringen. www.stemcrew.org

    inch-15-ineos-inspires-inline-min.jpgDie Schulgruppen testen das neue „Tech Deck“ von INEOS Team UK

    inch-15-ineos-inspires-inline2-min.jpgVR-Headsets nehmen die Jugendlichen mit auf eine Reise in den Booten des America‘s Cup

    4 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    The Daily Mile

    1. Fitter, schlanker, gesünder, glücklicher.

    Aktuell laufen mehr als 1,7 Millionen Kinder in 61 Ländern regelmäßig The Daily Mile, eine einfache Initiative, ausgedacht von einer schottischen Schuldirektorin, die sich um die Gesundheit ihrer Schülerinnen und Schüler sorgte.

    „Ich kann es selbst kaum glauben“, erklärt die Gründerin Elaine Wyllie.

    Seit jenem Tag 2012, als Wyllie sah, wie ihre eigenen Schülerinnen und Schüler daran scheiterten, eine Runde auf dem Schulgelände zu laufen, ohne stehen zu bleiben, genießt ihre Kampagne weltweite Anerkennung und Unterstützung von Menschen wie dem Wimbledon-Champion Andy Murray, dem Athleten Sir Mo Farah, dem Manchester United.Fußballer Jesse Lindgard und seit kurzem auch der Herzogin von Cambridge.

    Forschungen haben ergeben, dass Kinder, die die Meile laufen, nicht nur fitter, schlanker, gesünder und glücklicher sind, sondern auch lernbegieriger, wenn sie wieder zur Schulbank zurückkehren.

    Kurzum, ein phänomenaler Erfolg. Bis 2015 hatten allerdings nur wenige von Wyllie gehört, als sie bei den Pride of Britain Awards zur Lehrerin des Jahres gekürt wurde. Bei der Preisverleihung in London, bei der es an Stars nicht fehlte, war Elaine so vom Glamour abgelenkt und machte Selfies mit Prominenten wie Ozzy Osborne, wodurch sie den letzten Bus zurück zum Hotel verpasste.

    Am nächsten Tag realisierten andere Schulen, was sie leistete, und auch INEOS-Vorsitzender Sir Jim Ratcliffe wurde aufmerksam.

    Er hatte eine ähnliche Initiative ins Leben gerufen, GO Run for Fun, und beschloss, sich mit Wyllie zu treffen, um herauszufinden, ob INEOS bei der Umsetzung des Programms finanzielle Unterstützung leisten könnte.

    Beide waren sich einig: INEOS war mit an Bord.

    Im März 2016 wurde The Daily Mile Foundation offiziell ins Leben gerufen, und von da an ging alles sehr schnell.

    Studien zu den Auswirkungen einer täglichen kurzen Pause von der Schulbank wurden durchgeführt.

    Kinder einer Grundschule im britischen Surrey waren seit Beginn von The Daily Mile in ihrer Schule 58.522 Meilen gelaufen. In Summe würde das bedeuten, um die Welt zu laufen. Zweimal.

    Im Mai vergangenen Jahres bezeichnete die britische Premierministerin Theresa May The Daily Mile im Unterhaus als „herausragendes Programm“ und rief die Schulen dazu auf daran teilzunehmen.

    Zwei Monate später wurde die Regierungsstrategie gegen Adipositas bei Kindern veröffentlicht und umfasste auch die „fantastische Initiative The Daily Mile“ als Möglichkeit, ‚das körperliche, soziale und geistige Wohlbefinden unserer Kinder ungeachtet des Alters, der Fähigkeiten oder der sozialen Umstände zu verbessern’.

    Im vergangenen Jahr ging ITV eine Partnerschaft mit The Daily Mile ein, startete die allererste Werbekampagne und bot Berichterstattung an.

    Das Ergebnis war beeindruckend. Die Zahl der angemeldeten Schulen stieg um 150 Prozent.

    Dieses Jahr halfen die Hollywood-Studios 20th Century Fox mit, eine innovative neue Werbekampagne zu starten, um Kinder dazu zu ermutigen, aufzustehen und The Daily Mile zu laufen.

    Nur wenige Tage vor dem Kinostart von The Kid Who Would Be King wurde auf ITV ein Parodie-Trailer des Films veröffentlicht, in dem es um einen Schuljungen von heute geht, der das legendäre Schwert von König Artus findet. Der Film wurde im gesamten Vereinigten Königreich in den Kinos gezeigt.

    Der Star des Films, Angus Imrie, erklärt den Schülerinnen und Schülern der fiktiven Dungate Academy: „Ihr müsst euer Ritterteam zusammenrufen. Eure Mission ist es, The Daily Mile beizutreten und fit für das Leben zu werden. Wer schwört uns Treue und läuft mit uns?“

    Jeden Tag kontaktiert eine Schule, die ebenfalls am Daily-Mile-Programm teilnehmen möchte, das Team der Daily Mile Foundation, das im Londoner Büro in Hans Crescent tätig ist.

    Für Wyllie, der in der diesjährigen New Year‘s Honours List der Titel MBE (Member of the Order of the British Empire) verliehen wurde, könnte es wohl kaum besser laufen.

    Die Vergangenheit hat uns jedoch schon oft gezeigt, dass auch das geht.

    2. Filmstars

    Hollywood-Ritter motivieren Kinder weit und breit.

    EIN PARODIE-Trailer von The Kid Who Would Be King wurde gedreht, um die Kinder dazu zu ermutigen, aufzustehen, die Verantwortung für ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen und The Daily Mile zu laufen.

    Mit der Genehmigung von 20th Century Fox wurde der Trailer nur wenige Tage vor dem Start des Films, in dem es um einen Schuljungen von heute geht, der das legendäre Schwert von König Artus findet, und der im gesamten Vereinigten Königreich in die Kinos kam, auf ITV veröffentlicht.

    In dem Spot sind alle Hauptdarsteller, einschließlich Angus Imrie (Zauberer Merlin), Louis Ashbourne Serkis (der Junge, der das legendäre Schwert von König Artus findet) und Rebecca Ferguson (eine böse Hexe und alte Feindin von Merlin) vertreten.

    Darin erklärt Angus den Schülerinnen und Schülern der fiktiven Dungate Academy: „Ihr müsst euer Ritterteam zusammenrufen. Eure Mission ist es, The Daily Mile beizutreten und fit für das Leben zu werden. Wer schwört uns Treue und läuft mit uns?“

    Maria Buttaci, Leiterin Kooperationen bei 20th Century Fox, zeigt sich erfreut über die Partnerschaft mit ITV, INDEOS und The Daily Mile.

    „The Daily Mile ist eine wunderbare Initiative, die perfekt zum zentralen Thema des Films passt, nämlich die Ermutigung von Kindern, sich für eine wunderbare Mission zusammenzutun“, so Maria.

    inch-15-tdm-2-min.jpgDie Stars aus The Kid Who Would be King haben eine Filmpause eingelegt, um einen Trailer zu drehen, der Kinder weltweit dazu aufruft, aufzustehen und The Daily Mile zu laufen.

    The Kid Who Would Be King trägt zur Bekanntmachung von The Daily Mile bei.

    3. Schwerpunkt auf wissenschaftlichen Errungenschaften

    DIE Universität, der die Welt Penicillin, synthetische Farbstoffe sowie die Holografie verdankt, nimmt nun die Errungenschaften von The Daily Mile unter die Lupe.

    So hat sich das Londoner Imperial College bereit erklärt, mit der The Daily Mile Foundation zusammenzuarbeiten, um sämtliche Forschungsergebnisse zusammenzutragen, die bereits veröffentlicht wurden oder im Verlauf der kommenden drei Jahre veröffentlicht werden. Eine strukturierte Studie wird konzipiert, um die Auswirkungen der Initiative auf die geistige und körperliche Gesundheit von Kindern zu untersuchen und so eine weltweite Einführung der Initiative zu fördern.

    Als sekundärer Datensatz werden auch die Ergebnisse des von der britischen Regierung geförderten National Childhood Measurement Programme (NCMP) einbezogen.

    Im Verlauf der Jahre ist eine ganze Menge an Beweisen dafür zusammengekommen, welche Vorteile das tägliche Laufen – oder Gehen – von The Daily Mile für die Gesundheit von Kindern hat. Das scheint nur logisch.

    So haben Studien und Umfragen ergeben, dass Kinder aktiver und selbstbewusster sind und im Unterricht bessere Ergebnisse erzielen, nachdem sie eine 15-minütige Pause eingelegt haben.

    Zudem erhielt die Initiative auch die Unterstützung von Sir Mo Farah, Sir Andy Murray und Paula Radcliffe.

    Was noch fehlt, sind wissenschaftliche Beweise.

    „Wir freuen uns riesig über die zunehmenden weltweiten Forschungen rund um The Daily Mile. Unsere Partnerschaft mit dem Londoner Imperial College ist von unschätzbarem Wert, da es eine unabhängige Prüfung der Auswirkungen durchführt“, ist Emily Carson, Forschungsleiterin der The Daily Mile Foundation, begeistert.

    Nach Abschluss der Forschungen des Imperial College werden Wissenschaftler/innen einen umfangreichen Bericht veröffentlichen, der sämtliche Details, von erreichten Zielen über die geistige Gesundheit und Fitness bis hin zu den sozioökonomischen Auswirkungen der Umsetzung von The Daily Mile, bieten wird.

    Man hofft, dass die Stiftung dadurch die Politik, künftige Kooperationspartner/innen und wichtige Entscheidungsträger/innen erreichen und noch mehr Schulen motivieren wird bei The Daily Mile mitzumachen.

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    4.1,5 Millionen Pfund als solide Grundlage für The Daily Mile

    SPORT England hat versprochen, 1,5 Millionen Pfund an Geldern der nationalen Lotterie aufzuwenden, um The Daily Mile noch weiter zu verbreiten.

    Im Rahmen seiner neuen Partnerschaft mit der The Daily Mile Foundation sollen elf lokale, ein nördlicher und ein nationaler Koordinator finanziert werden, um mehr englische Schulkinder dazu zu motivieren, zu laufen – in ihrem individuellen Tempo 15 Minuten täglich.

    Das ist noch nicht alles.

    Denn auch London Marathon Events Ltd hat sich der Stiftung angeschlossen.

    Ab nächstem Monat werden eine strategische Leitung und zwei Teilzeitbeschäftigte im Büro von London Marathon daran arbeiten, jede Grundschule in den 32 Londoner Bezirken dazu zu bewegen, The Daily Mile zu laufen.

    Sir Mo Farah, der am Sonntag, 28. April 2019, den Londoner Marathon leitete, erklärt, dass The Daily Mile eine hervorragende, einfache Art sei, Kinder zu mehr Bewegung zu motivieren.

    „Ich habe vier Kinder und ermutige meine Kinder dazu, täglich aktiv zu sein“, so Mo.

    Bislang nehmen rund 3.500 englische Schulen an The Daily Mile teil. Die Vision ist jedoch, dass alle Schulen – 20.000 an der Zahl – teilnehmen.

    „Dies wird der Kampagne so richtig zum Höhenflug verhelfen“, erklärt Elaine Wyllie, Gründerin von The Daily Mile. „Das ist so unglaublich und wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung. So werden wir The Daily Mile noch weiter verbreiten können, mit dem Ziel, jedes Kind in England zu erreichen.“

    Sport England nutzt seinen beachtlichen Einfluss im Rahmen dieser Kampagne, um durch die Veröffentlichung der größten Umfrage dieser Art – der Children‘s Active Lives Survey 2018 – gesündere, fittere und schlankere Kinder heranzuziehen. Denn die Umfrage ergab, dass mehr als 2,3 Millionen Kinder in England täglich weniger als 30 Minuten Sport treiben.

    „Das war der stärkste Beleg dafür, dass nicht genügend getan wird, um unsere junge Bevölkerung zu unterstützen, und dass eine Veränderung nötig ist, um das Maß an Aktivität zu steigern“, so Tim Hollingsworth, Geschäftsführer von Sport England.

    inch-15-tdm-4-min.jpgDie Unterstützung von Sport England wird der Kampagne zum Höhenflug verhelfen.“
    – Elaine Wyllie

    5. Königliche Segnung

    IM Verlauf der Jahre konnten sich Tausende von Eltern von den positiven Auswirkungen von The Daily Mile überzeugen.

    Vergangenen Monat war das Königshaus an der Reihe, sich davon zu überzeugen, wie die körperliche Gesundheit eines Kindes sein geistiges Wohlbefinden beeinflussen kann.

    Die Herzogin von Cambridge stattete der Londoner Lavender Primary School einen Besuch ab. Sie erlebte, wie die Schülerinnen und Schüler nach draußen liefen, um während ihrer 15-Minuten-Pause zehn Runden um den Spielplatz zu laufen.

    Sie war im Rahmen der britischen Gesundheitswoche für die geistige Gesundheit von Kindern als Schirmherrin von Place2Be anwesend, einer führenden Wohltätigkeitsorganisation für geistige Gesundheit.

    Im Anschluss daran teilte die Herzogin im Twitter-Feed des Kensington-Palasts ihre Erfahrung im Hinblick auf die positiven Auswirkungen von The Daily Mile (@KensingtonRoyal) mit.

    Direktorin Jodie Corbett, deren Schule eine Zeit lang The Daily Mile durchgeführt hatte, sprach von einer unvergesslichen Erfahrung.

    „Wir werden noch lange Zeit von dieser Erfahrung zehren“, erklärt sie.

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    FAKTEN:

    1,78 Millionen +
    Zahl der Kinder, die weltweit The Daily Mile laufen

    0
    Kosten für die Teilnahme an The Daily Mile. Es ist kostenlos, einfach umzusetzen und die Kinder lieben es

    15
    Die Dauer in Minuten, die Kinder im Freien The Daily Mile in ihrem eigenen Tempo laufen oder gehen

    2030
    Die britische Regierung möchte Adipositas bei Kindern bis 2030 halbieren und ist der Überzeugung, dass The Daily Mile maßgeblich dabei helfen wird, dieses Ziel zu erreichen

    7 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    Vom Wind getrieben

    Es war nur eine Frage der Zeit, bis INEOS den Graduates mit einem ähnlich spannenden Abenteuer beweisen wollte, wozu sie wirklich fähig sind – auf See.

    Die Herausforderung bestand in einem Rennen von 16 weiteren 38 m hohen Schiffen von Liverpool nach Dublin.

    Der Merseyside Adventure Sailing Trust’s Apprentice Ship Cup ist ein unvergessliches Erlebnis. Ein Erlebnis, das Charakterstärke, Tapferkeit und Selbstbewusstsein fördert. Und mit dem abenteuerlustigen Jim Ratcliffe am INEOS-Steuer ist es eine Herausforderung an sich.

    „Beim Erklimmen des knapp 30 Meter hohen Masts, während das Schiff dahinsegelt, ist der Adrenalinkick garantiert“, so Jacob Dosset, einer der drei INOVYN-Graduates, die am Rennen teilnahmen.

    Um seinen Graduates einen kleinen Vorgeschmack auf das Rennen zu bieten, organisierte INOVYN für sie ein Treffen mit dem Kapitän eines großen Schiffs, das am Hafen von Liverpool liegt.

    „Wir wollten, dass sie das Schiff mit eigenen Augen sehen, auf dem sie den Großteil einer Woche verbringen würden“, so Brian Turner, Leiter Ausbildung und Entwicklung bei INOVYN.

    Als sie ins Büro zurückkehrten, konnten sie es gar nicht mehr erwarten, mit der Crew des Schiffs zur Challenge aufzubrechen.

    „Leider standen bei einigen Graduates unaufschiebbare Termine an“, so Turner. „Drei unserer Graduates meldeten sich jedoch an.“

    Fast eine Woche lang leisteten Rob Raven, 25, Jacob Dossett, 24, und Josh Murray, 24, mit den übrigen Crew-Mitgliedern Schichtarbeit, um das Schiff ruhig zu führen, den Kurs zu halten und motiviert zu bleiben.

    „Es machte unheimlichen Spaß, all unsere Kräfte zu bündeln, vor allem, wenn uns das Wasser vor eine echte Herausforderung stellte“, schwärmt Dossett. „Wir drei arbeiteten zwölf Stunden durch, um Kurs zu halten, während viele andere Crew-Mitglieder seekrank waren.“

    Für Raven stellte die Anpassung an die Arbeit mit einem Team mit unterschiedlichen Fähigkeiten und unterschiedlicher Motivation die größte Herausforderung dar.

    „Es war alles andere als leicht, aber in einem so bunt gemischten Team zu landen hat mir dabei geholfen, Teamfähigkeit, Vernetzungskompetenz und Führungsqualitäten zu entwickeln“, erklärt er.

    Alle drei sind nun wieder auf dem Trockenen – und INEOS und sie selbst sind stolz auf ihre Leistung.

    Sie waren an Bord der TS Morgenster, einem 99 Jahre alten ehemaligen Hochseeschiff, das in diesem Rennen – der ersten Etappe der Tall Ships Regatta – über die Ziellinie ging.

    „Dieses Rennen zu gewinnen war ein herrliches Gefühl“, erzählt Dossett. „Ohne die Unterstützung von INOVYN wäre das nicht möglich gewesen. Denn unsere Teilnahme wurde vom INOVYN-Team finanziert, organisiert und geleitet.“

    Zudem teilten sich die drei die Auszeichnung als beste Graduates an Bord.

    „In der Regel wird die Auszeichnung nur an eine Person verliehen, aber der Kapitän und die Crew konnten sich nicht entscheiden, also haben alle drei die Auszeichnung erhalten“, so Tony Moorcroft, Personalleiter bei INOVYN.

    Damit nicht genug der guten Neuigkeiten.

    Der Merseyside Adventure Sailing Trust war nicht nur beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der INEOS-Graduates. Vielmehr bewunderten die Mitglieder auch das Firmenethos – und anlässlich der vor kurzem abgehaltenen Preisverleihungsfeier im Merseyside Maritime Museum in Liverpool wurde INOVYN der Apprentice Ship Cup-Titel für 2018 verliehen. „Das war eine große Überraschung“, erklärt Turner.

    Mit diesem Titel wird die Bedeutung der Rolle von Sponsoren Anerkennung gezollt – und der Arbeit, die diese hinter den Kulissen leisten, um ihre Graduates zu unterstützen und die Veranstaltung zu bewerben.

    INOVYN hat diesen Titel für die Einstellung der Graduates sowie für die professionelle Zusammenarbeit erhalten, die mit Brian und Einkaufsleiterin Joanne Skyner möglich war.

    INEOS genießt mittlerweile unter Graduates ein beachtliches Renommee – sowohl innerhalb als auch außerhalb des Konzerns.

    All jene, die Teil von INEOS werden, wissen, dass dort vom ersten Tag an ein echter Job, Weiterbildung und unglaubliche Erfahrungen geboten werden.

    „Dadurch heben wir uns zunehmenden von anderen Unternehmen ab“, so Turner.

    Im Mai dieses Jahres wird INEOS wieder eine Gruppe seiner Graduates im dritten Jahrgang nach Afrika bringen, um zu Fuß und mit dem Fahrrad eine 250-km-Strecke durch die unberührte Wüste Namibias zurückzulegen.

    „Wir lieben solche Herausforderungen, denn so können wir die Graduates in eine ganz neue Umgebung bringen und sehen, wie schnell sie sich anpassen können“, erklärt Turner. „Außerdem helfen ihnen diese Gelegenheiten, herauszufinden, welche einzigartigen Fähigkeiten sie haben, und ihnen zu zeigen, was sie durch die Arbeit im Team erreichen können.“

    Die Erfahrung an Bord der TS Morgenster hat den Graduates bei INOVYN nicht nur gezeigt, wie wichtig Kommunikation und Teamarbeit sind, sondern sie haben auch einiges über das Segeln gelernt und dass eine Crew besonders zufrieden ist, wenn alle genug zu essen und zu trinken haben.

    „Die gesamte Erfahrung hat uns alle auf jeden Fall näher zusammengebracht“, so Murray. „Und das ist angesichts dessen, dass wir zusammen in einem Büro arbeiten, wirklich nützlich.“

    5 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    Go Team Momo

    In diesem Frühling verfolgte INEOS Phenol in Gladback intensiv die Entwicklung des Auszubildenden Mohamed „Momo“ Chahine in „Deutschland sucht den Superstar“, der deutschen Top-Fernsehshow, in der er sich für die Voting-Durchgänge der Live-Show qualifizierte.

    Momo, ein talentierter Sänger, begann erst mit 18 Jahren ernsthaft zu singen, und mit seinen wiederholten Aufstiegen in der Show überraschte er nicht nur sich selbst, sondern auch seine Kolleginnen und Kollegen. Auf der Arbeit hat Momo einen großen Fanclub. So hat INEOS für seine vielen Freundinnen und Freunde sowie Verwandten T-Shirts gemacht, um ihn bei seinen Auftritten zu unterstützen.

    Momo sagt: „Ich bin unglaublich dankbar für die Unterstützung, die mir INEOS in jeder möglichen Form geboten hat. Insbesondere möchte ich meinem Trainer Christian Schulz und meinem Vorgesetzten Benie Marotz danken, die immer für mich da waren und mich unterstützt haben.“

    Wir wünschen ihm viel Glück und werden ihm bei seinen Live-Auftritten kräftigen Applaus spenden.

    1 minute lesezeit Ausgabe 15
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    INEOS GO Run for Fun wieder auf Tournee

    Sehen Sie sich nach Veranstaltungen in Ihrer Gegend um, von denen viele wieder auf die Unterstützung von INEOS und lokalen Freiwilliger setzen werden, die die Kinder während ihrer 2-km-Läufe anleiten und anfeuern. Die diesjährige Tournee findet an denselben internationalen Standorten statt wie in den vergangenen Jahren und die Anzahl der Teilnehmenden wird immer mehr. In diesem Jahr wird es zusätzliche Veranstaltungen im französischen Tavaux (24. Mai 2019) und im norwegischen Stavanger (5. September 2019) geben.

    Einige der diesjährigen Veranstaltungen werden im Hinblick auf die Teilnehmendenzahl einen neuen Rekord verzeichnen. In Frankreich werden im Rahmen der INEOS-Veranstaltung Go Run For Fun in Sarralbe am 28. Mai 2019 mehr als 4.000 Kinder laufen, mehr als 3.000 Kinder werden es anlässlich der Lavéra-Veranstaltung im Oktober sein und 2.000 Kinder bei den belgischen Veranstaltungen in Lillo und Feluy im Juni bzw. im September.

    Am 20. Juni 2019 wird die jährliche Flaggschiff-Veranstaltung im Londoner Battersea Park stattfinden, zu der mehr als 4.000 Kinder aus der gesamten Hauptstadt und von weiter weg kommen werden, um an GO Run For Fun teilzunehmen und zu versuchen, einen Weltrekord beim Warm-up aufzustellen. Einige Wochen vorher wird das GO Run For Fun-Team in Italien bei einer Veranstaltung in Rosignano das 300.000. teilnehmende Kind gefeiert haben.

    Angesichts dieses laufenden Erfolgs ist die Wohltätigkeitsorganisation nun bestrebt, eine noch breitere Teilnahme zu erzielen. Hierzu wird sie testweise ein „Komplettveranstaltungs“-Programm durchführen, im Rahmen derer die Schulen ihre eigenen Go Run For Fun-Läufe organisieren werden. INEOS GO Run for Fun ist außerdem eine Partnerschaft mit dem Solomon Trail Running-Festival eingegangen, um erstmals im gesamten Vereinigten Königreich Trail-Läufe für Jugendliche zu veranstalten.

    Nähere Informationen und den vollständigen Veranstaltungskalender finden Sie auf

    www.gorunforfun.com

    2 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    Team Sky wird zu Team INEOS

    Ab 1. Mai 2019 wird INEOS zur Alleineigentümerin des Teams, das unübertroffene Erfolge schaffte und Millionen Menschen dazu inspirierte, regelmäßig Rad zu fahren.

    In einem Tweet erklärte Chris Froome, der seit 2013 viermal für Team Sky die Tour de France gewann: „Ich freue mich sehr, dass wir als Radfahrende und Beschäftigte bis 2020 und darüber hinaus zusammenarbeiten werden. Auf weitere Erfolge als Team INEOS.“

    INEOS-Vorstandsvorsitzender Jim Ratcliffe sagt, INEOS sei erfreut, die Leitung solch eines professionellen Teams zu übernehen, das bereits auf 327 Siege zurückblickt, darunter acht Grand Tours.

    Diese Verantwortung geht nun im Vorfeld der Tour de Yorkshire, die am 2. Mai 2019 in Doncaster startet, auf INEOS über.

    Für Teamleiter Sir Dave Brailsford bedeutet dies den Start eines unheimlich spannenden neuen Kapitels für das Team.

    „Ich weiß, dass wir in INEOS den richtigen Partner gefunden haben, dessen Vision, Leidenschaft und Pioniergeist uns zu noch größeren Erfolgen auf dem Fahrrad und abseits davon führen kann“, schwärmt Brailsford.

    Im Verlauf der vergangenen Jahre führte INEOS seine eigene Tour de France-Challenge für Beschäftigte durch.

    Jedes Jahr werden Teams von bis zu 20 Radfahrenden eingeladen, jede Etappe des berühmtesten Radrennens der Welt zu fahren.

    Der einzige Unterschied besteht darin, dass die echten Fahrer einander für den heiß begehrten Titel durch die französische Landschaft jagen, und die INEOS-Teams ihre Kilometer vor, während oder nach der Arbeit sammeln. Nun aber werden diese auch ein persönliches Interesse daran haben, ein Team beim Rennen zu beobachten.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    Zurück in die Wüste

    Die 29 ausgewählten Graduates werden die bislang größte Gruppe bilden und haben im vergangenen Jahr intensiv trainiert, um sich auf das Abenteuer vorzubereiten. Das Team, das aus verschiedenen Regionen Europas und Nordamerikas stammt, war beimTraining mit vielfältigen Bedingungen konfrontiert, insbesondere in diesem Winter. Dort aber warten sieben Tage intensiver Hitze und starken Windes auf sie, während sie sich durch Sand, über Felsen und sonstige Hindernisse kämpfen.

    Die Reise begann bereits viel früher. Denn schließlich waren umfassende Vorbereitungen notwendig: So nahmen alle Graduates an mindestens zwei Trainingsmarathons und zwei Mountainbiking-Veranstaltungen teil, zusätzlich zu monatelangem Lauf-, Turn-, Kraft- und Konditionstraining. Die Graduates wurden von INEOS-Sportleiter John Mayock sowie von Mentor/innen der Vorjahresveranstaltung, unterstützt, aber auch von CorePerformance-Ernährungsberater/innen und den afrikanischen Wanderführern Gregg Hughes und Phill Steffny, die sie durch die Wüste führen werden. In diesem Jahr wird die Gruppe zudem von den Managern Hans Casier (Geschäftsführer INEOS Phenol) und Gordon Milne (Operations Director bei INEOS Grangemouth) unterstützt, die jeden Kilometer der Challenge gemeinsam mit ihnen zurücklegen werden.

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    Wenn Sie mehr über die Reise erfahren und den täglichen Blog ab dem Ankunftstag, dem 15. Mai 2019, verfolgen möchten, besuchen Sie www.in-nam19.com

    3 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    Erleichterung für Körper und Geist

    WENN Sie erleben möchten, was Veränderung bewirken kann, dann sehen Sie sich Mely Scheidegger und Allan Slater an. Beide haben dank der Energy Station von INEOS abgenommen.

    Slater hat innerhalb von drei Jahren satte 89 kg abgespeckt, und Scheidegger in nur sechs Monaten mehr als 22 kg. „Wir sind auf beide stolz, weil Veränderung Mut, Entschlossenheit und Durchhaltevermögen erfordert“, berichtet John Mayock, Gründer der Energiestation.

    Scheideggers Ziel war es jedoch nie abzunehmen, obwohl sie rund 96 kg wog.

    „Als ich jünger war, war ich schlank. Deshalb hatte ich kein Problem damit, dick zu sein“, erklärt sie. „Für mich war es in Ordnung, wie ich war.“

    Ihre Einstellung änderte sich jedoch nach einem Wanderdesaster am Machu Picchu in den peruanischen Anden mit ihrer Tochter und ihrem Neffen.

    „Als ich dorthin kam, wurde mir erst klar, dass meine Fitness absolut zu wünschen übrig lässt“, so Scheidegger. „Ich fühlte mich so mies und musste fast dafür bezahlen, wieder nach Lima hinuntergeflogen zu werden.“

    Dieses Ereignis rüttelte sie wach. Mit 63 Jahren und jeder Menge Pläne für ihren Ruhestand wurde ihr klar, dass sie fitter werden muss.

    Trainer Bram Boeve von der Energy Station, der mittlerweile auch für INEOS Football SA arbeitet, half. „Es war wie Schicksal“, so Scheidegger und Boeve. Schuld an allem war Scheideggers Lebensstil.

    Sie rauchte zwar nicht, trank selten Alkohol und naschte nicht durchgehend, aber sie aß einfach zu viel – zu viele falsche Lebensmittel zur falschen Zeit.

    „Ich machte mir keine Gedanken um das Frühstück und aß dann Sachen, die schnell und einfach zuzubereiten waren, als ich nach der Arbeit heimkam“, berichtet sie.

    Boeve gab ihr Tipps, wie sie sich ausgewogen ernähren kann: weniger Kohlenhydrate, etwa Pasta und Kartoffelpüree, weniger Proteine und mehr Gemüse.

    Zusätzlich führte sie dreimal wöchentlich im INEOS-Fitnesscenter in Rolle, Schweiz, wo sie leitende Finanzbuchhalterin der INEOS-Gruppe ist, ein 30-minütiges Workout durch.

    Die Tipps und das Trainingsprogramm, zusammengestellt von Boeve, zeigten Wirkung. Nach nur wenigen Wochen hatte Scheidegger bereits Lust auf gesündere Lebensmittel anstatt auf Pasta, kaufte, kochte und genoss frische Lebensmittel von lokalen Erzeuger/innen und teilte allen Interessierten ihre Erkenntnisse mit.

    Es folgten weitere positive Auswirkungen. Ihre Gesundheit, Fitness und Aussicht auf mehr Lebensqualität, aber auch die alte Kleidung aus der Zeit, in der sie noch schlanker war, und die nun wieder modern war. „Ihre Verwandlung war erstaunlich“, so Boeve.

    Slater indessen machte sich 2015 daran, abzunehmen. Zuerst betrachtete er, wie viel er aß und beschloss, Salz und Zucker wegzulassen.

    Er besuchte aber nicht das INEOS-Fitnesscenter im schottischen Grangemouth, wo er bis Ende 2017 in der technischen Unterstützung tätig war, weil er befürchtete, für jeglichen Sport zu schwer zu sein.

    „Ich dachte, dass Sport meiner Gesundheit in diesem Zustand schaden würde“, so Slater.

    Heute sind Slater und Scheidegger Schatten ihres früheren Ichs – und deutlich glücklicher.

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    Scheidegger verlor in nur sechs Monaten mehr als 22 kg

    Slater verlor innerhalb von drei Jahren 89 kg

    3 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    Fitness-Initiative läuft wie am Schnürchen

    Sie finanzieren und organisieren seit vier Jahren regelmäßig GO Run For Fun-Veranstaltungen.

    „Die allererste GO Run For Fun-Veranstaltung wurde von den Pilot-Schulen so gut aufgenommen, dass INEOS beschloss, dieses Projekt weiterzuführen. Leider konnten wir kein Unternehmen finden, das für uns die Veranstaltungen durchführen würde“, erzählt Kathryn Shuler, die im O&P-Betrieb von INEOS in Texas tätig ist.

    Also tat INEOS O&P USA das Naheliegende: Es gründete eine Wohltätigkeitsvereinigung für die Gesundheit und Bildung von Kindern, die Geld für die Organisation der Läufe auftreibt, die Laufveranstaltungen umsetzt und die Schulen dazu befähigt, Materialien für spezielle Projekte zu kaufen. Außerdem leistet sie bei lokalen Katastrophen, etwa Hurricane Harvey, Hilfe.

    Bisher haben die Beschäftigten und Lieferanten von INEOS im Rahmen von Fundraising-Veranstaltungen und Direktspenden 650.000 US-Dollar beigetragen. Die Einnahmen werden für GO Run For Fun und andere Veranstaltungen verwendet. Teams von INEOS Oligomers, O&P USA, Oxides und Styrolution haben mehr als 70 Läufe für mehr als 45.000 Kinder veranstaltet. Zudem hat die Stiftung 75.000 US-Dollar an Schulen gespendet, um Bildungsprogramme zu unterstützen, sowie mehr als 15.000 US-Dollar für Katastrophenhilfe.

    „Wir möchten, dass unsere Gemeinden nur so vor gesunden, gebildeten Kindern strotzen“, so Shuler. „Daher sehen wir unseren Auftrag darin, gemeinsam mit Lehrkräften und Schulen daran zu arbeiten, den Kindern zu mehr körperlicher Aktivität und Bildung zu verhelfen.“

    Rund 20 Prozent der Kinder in Texas sind als übergewichtig eingestuft.

    „Die lokalen Beschäftigten sind unverzichtbar für die Fundraising-Aktivitäten der Stiftung“, betont Shuler, Geschäftsführerin der Stiftung.

    Manche spenden einmalig für eine spezielle Kampagne, andere wiederum tragen monatlich einen Teil ihres Gehalts bei.

    Andere Beschäftigte wiederum informieren Lieferanten über bevorstehende Fundraising-Veranstaltungen, und dann gibt es jene Beschäftigten, die regelmäßig freiwillig bei Fundraising-Veranstaltungen mithelfen.

    Intensive Verstärkung erhält Shuler von Lori Ginsburg und Sara Cassells. Ginsburg ist in erster Linie für Marketing und Fundraising zuständig und Cassells für die Logistik.

    „Noch nie war Bewegungsmangel so verbreitet. Unsere Kinder brauchen aber Bewegung“, betont Ginsburg. „Die Beschäftigten und Lieferanten von INEOS sowie die ICAN-Stiftung sind da, um zu helfen.“

    3 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    Petes Geschichte

    „Alle haben irgendwo einen genetischen Zwilling“, zeigt sich Pete überzeugt. „Ich suche immer noch nach meinem.“

    Bei McCleave, der in Bunbury in Chesire lebt, wo auch INEOS-Kommunikationsdirektor Tom Crotty wohnt, wurde im März 2017 ein Myelom diagnostiziert – gerade einmal sechs Monate nach seiner Teilnahme an einem der anspruchsvollsten Triathlons der Welt.

    McCleave hat sich untersuchen lassen, da er nach dem Ironman Wales Triathlon an Rückenschmerzen litt, und bekam die Prognose, dass er nur noch sieben Jahre zu leben hatte.

    „Auf so etwas war ich überhaupt nicht gefasst“, erklärt er. „Ich war nie krank. Und auch heute noch blicke ich in den Spiegel und sehe, dass oberflächlich alles in Ordnung scheint. Unter meiner Haut jedoch findet ein Kampf statt: Mein Körper greift sich selbst an.“

    Die Krankheit hat das Immunsystem des 41-jährigen McCleave angegriffen.

    Gesunde Stammzellen einer Spende könnten in seinem Körper implantiert werden, um diesen zu erneuern – und sein Leben zu verändern.

    „Es wird einem bewusst, dass wir alle miteinander in Verbindung stehen; nicht nur mit unserem unmittelbaren Freundeskreis, sondern mit jedem Einzelnen auf diesem Planeten“, so McCleave. „Es gibt mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede.“

    Jede Person zwischen 18 und 55 Jahre, die bei guter Allgemeingesundheit ist, kann potenziell Stammzellen spenden.

    Näheres zu DKMS, einer internationalen gemeinnützigen Organisation finden Sie auf:

    www.dkms.org/en

    2 minuten lesezeit Ausgabe 15
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    Global Denken

    INEOS teilt viele Ansichten von Dame Ellen MacArthur zur Lösung des Plastikproblems und hat kürzlich ein globales Versprechen abgegeben, um die Kreislaufwirtschaft von Kunststoffverpackungen zu fördern.

    INEOS setzt sein ganzes Gewicht dafür ein, eine Ökonomie zu schaffen, in der Kunststoffe immer wieder verwendet werden.

    INEOS hat sich mit anderen führenden Unternehmen und Regierungen weltweit zusammengetan, die ebenso die heutige Wegwerfwirtschaft in eine Wirtschaft transformieren wollen, in der Kunststoffe so gestaltet sind, dass sie immer wieder verwendet zu werden. Dies wird dazu beitragen, dass sie ihren Wert behalten und nicht im Meer landen.

    INEOS hat vier Versprechen bis 2025 gemacht.

    „Dabei geht es nicht nur um PR“, sagte Peter Williams, Group Technology Director für INEOS. „Wir sind weltweite Führungspersönlichkeiten, die an Lösungen arbeiten, um die Hauptursachen von Plastikmüll und -verschmutzung in den Griff zu bekommen. Alle – auf der ganzen Welt – müssen ihren Beitrag leisten, um dieses Problem in den Griff zu kriegen: die Regierung, die Industrie, NGOs und die Öffentlichkeit, weltweit. Wir leisten unseren Beitrag.“

    Kunststoffe spielen heutzutage eine fundamentale Rolle im modernen Leben. Sie haben viele Anwendungen beeinflusst – und verbessert.

    Zum Beispiel führen leichtere, robustere Fahrzeugkomponenten zu mehr Fahrsicherheit und weniger Kraftstoff- oder Energieverbrauch. Verpackungen, die Lebensmittel schützen und frisch halten, tragen dazu bei, weniger Lebensmittel zu verschwenden und verringern den Einsatz von Konservierungsstoffen. Sterile Verpackungen verbessern die Gesundheitsversorgung in Städten und unzugänglichen Gebieten auf der Welt, während Isolierungen moderne Häuser erheblich energieeffizienter machen.

    INEOS stellt hochwertige Kunststoffe her, die unser Leben verbessern.

    100 Prozent der von INEOS produzierten Polymere können recycelt werden, doch nur 14 Prozent werden recycelt. Das meiste landet auf Deponien.

    Dies hat enorme Konsequenzen für die Umwelt, und darüber wurde vielfach berichtet.

    Nach einem Bericht des Weltwirtschaftsforums und der Ellen MacArthur-Stiftung kosten Verpackungsabfälle aus Kunststoff der Weltwirtschaft jährlich rund 80 Milliarden US-Dollar.

    Im Rahmen seiner Verpflichtung zu einer neuen Kreislaufwirtschaft hat sich INEOS vier ambitionierte Ziele gesteckt, die bis 2025 erreicht werden sollen.

    Wir sind überzeugt, dass es uns – mit Innovationen und Partnerschaften – gelingen kann, den Wert von Kunststoff zu erhalten, müssen aber die Art und Weise, wie wir ihn produzieren, verwenden und am Ende seines Lebenszyklus wiederverwerten, überdenken.

    „Wir möchten andere inspirieren und mit gutem Beispiel vorangehen“, sagte Tom Crotty, INEOS Director of Corporate Affairs.

    INEOS macht bereits Fortschritte.

    Derzeit arbeitet INEOS mit Markenunternehmen zusammen, um das Verpackungsdesign zu vereinfachen, damit sich die Verpackung leichter recyceln lässt.

    Zudem untersucht INEOS gemeinsam mit Entsorgungsunternehmen die Möglichkeiten der mechanischen und chemischen Wiederaufbereitung von Kunststoffen, während die internen Polymerwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler nach Lösungen für die Herstellung neuer Produkte suchen, die ohne Qualitätsverlust aus einem größeren Anteil recyceltem Material gefertigt sind.

    „Plastik gehört nicht auf die Deponie und schon gar nicht ins Meer“, sagte Tom Crotty. „Dies wirkt sich nicht nur nachteilig auf die Umwelt aus, sondern ist auch eine schreckliche Verschwendung einer wertvollen Ressource, die gesammelt werden muss, damit wir sie recyceln können.“

    In dieser Ausgabe von INCH beleuchten wir, wie Plastik die Welt verbessert hat, was die Kunststoffindustrie gegen den Plastikmüll unternimmt und wie INEOS sich mit seinen Innovationen darum bemüht, dass Plastik auch im 21. Jahrhundert weiterhin der Werkstoff der Wahl bleibt.


    Sir Ben Ainslie unterstützt das Kunststoffversprechen von INEOS: Seiten 6/7

     

    INEOS‘ Versprechen bis 2025

    Bis 2025 wird INEOS:

    • Eine Reihe von Polyolefin-Typen für Verpackungsanwendungen in Europa anbieten, deren Recyclinganteil mindestens 50 Prozent beträgt
    • Seine Produkte, die für Verpackungen aus Polystyrol in Europa bestimmt sind, durchschnittlich mit einem Recyclinganteil von 30 Prozent herstellen
    • In die Produkte mindestens 325.000 Tonnen Recyclingmaterial pro Jahr integrieren
    • Dafür sorgen, dass 100 Prozent der Polymerprodukte recycelbar sind.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 14
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    Sir Ben arbeitet mit INEOS am Plastikversprechen

    Sir Ben Ainslie ist überzeugt, dass Industrieunternehmen wie INEOS das Plastikproblem in den Griff bekommen werden.

    „Sie verstehen das Problem besser als sonst jemand und können wirklich etwas bewegen“, sagte er bei einem Fernsehinterview bei Good Morning Britain. „Ich weiß, sie tun alles dafür.“

    Sir Ben, der sich seit kurzem mit seiner Frau Georgie durch Aufklärung für den Schutz der Meere engagiert, beantwortete eine Frage der Fernsehmoderatorin Susanna Reid, warum er sich mit INEOS für den Versuch zusammengetan habe, den America's Cup zu gewinnen.

    „Sie sind in einer eigenartigen Situation, weil Ihr Sponsor INEOS ein Chemieunternehmen und Kunststoffhersteller ist“, sagte sie. „Sowohl Friends of the Earth als auch Greenpeace wollen INEOS vom America‘s Cup ausschließen.“

    Doch Sir Ben, Großbritanniens erfolgreichster Segler in der olympischen Geschichte, sagte, dass genau dies der Grund für die Partnerschaft mit INEOS gewesen sei.

    „Wie könnte man das Problem besser angehen als an der Quelle, bei den Produzenten“, sagte er. „Ich weiß, dass INEOS sich für eine Kreislaufwirtschaft engagiert, in welcher der gesamte Kunststoff recycelt und wiederverwendet wird. Ich bin davon überzeugt, durch die Zusammenarbeit mit INEOS etwas zu bewirken.“

    Er fügte hinzu: „Ich glaube, die Chancen stehen gut, dass ich den America‘s Cup das erste Mal seit seiner Gründung nach Hause holen kann. Gleichzeitig kann ich etwas gegen die Meeresverschmutzung durch Plastikmüll tun.“

    Seine Frau Georgia sagte zu Susanna Reid, dass Innovation und Technologie diese globale Herausforderung bewältigen können.

    „Es geht nicht nur um die Menschen zu Hause, die auf Trinkhalme und Tüten aus Kunststoff verzichten“, sagte sie. „Es kommt vor allem auf Unternehmen wie INEOS und jene großen Unternehmen an, groß zu denken und das Problem wirklich zu lösen. Genau das wollen sie, und das ist eine große, große Erleichterung.“


    Sir Ben nimmt Kurs auf Gold: Seite 14

    2 minuten lesezeit Ausgabe 14
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    Plastik kann fantastisch sein

    KUNSTSTOFFE spielen eine wesentliche Rolle in unserem modernen Leben. Aber Plastikmüll steht derzeit im Fokus wie nie zuvor.

    Kampagnen, die sich für saubere Gewässer einsetzen, fegen durch die Welt.

    Die Notwendigkeit, die Verschmutzung der Meere aufzuhalten, geht alle an.

    Eindrückliche Fotos mit Kindern, die auf Bergen weggeworfener Plastikflaschen spielen, und Meeresschildkröten, die Plastikmüll für Nahrung halten, umgeben uns.

    Als einer der weltweit führenden Kunststoffhersteller ist INEOS beim Anblick dieser Bilder und über die steigende Flut an Plastikmüll in den Meeren ebenso erschüttert wie alle anderen.

    Aber Kunststoff ist nicht böse, sondern der Plastikmüll, insbesondere bei nicht ordnungsgemäßer Handhabung.

    Ein Kunststoffverbot ist nicht die Antwort.

    Was benötigt wird, ist eine Welle der Veränderung.

    Wir sind davon überzeugt, dass es nicht um ein Nein zu Plastik geht, sondern um ein Nein Kunststoff wegzuwerfen.

    Wir müssen darüber sprechen, warum Plastikmüll in Flüssen, Ozeanen und an Stränden landet und was wir dagegen tun können.

    Kunststoff ist wertvoll. So wie Glas, Metall und Papier.

    Kunststoff hat die Welt wie kaum ein anderes Material verändert und spielt eine wesentliche Rolle in unserem Alltag.

    Kunststoff wird jedoch selten mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht und damit, wie er Leben rettet. Das ist frustrierend.
    Kunststoffverpackungen, die Lebensmittel ohne Konservierungsstoffe frisch halten und vor Bakterien schützen, haben auch die Lebensmittelindustrie verändert. Durch sie wurde es möglich, Nahrungsmittel kostengünstig aus Entwicklungsländern in entwickelte Länder zu exportieren, was deren Lebensstandard erhöhte und der Wirtschaft zugutekam. Handel, der dank Kunststoff angekurbelt wird, ist besser als Hilfsmaßnahmen.

    Fahrzeugkarosserieteile, Armaturenbretter, Stoßstangen, Motorkomponenten und Kraftstoffbehälter werden aus Kunststoff produziert, damit sie sowohl robust sind, als auch das Fahrzeuggewicht reduzieren.

    Ähnliche Bestandteile ermöglichen Luftfahrtunternehmen sowie Zug- und Fahrzeugherstellern, Flugzeuge, Züge und Lastkraftwagen leichter und effizienter zu machen.

    Dadurch wird weniger Kraftstoff verbraucht, was die Umwelt weniger belastet, da CO2-Ausstoß und Kosten reduziert werden.

    Auch Elektrofahrzeuge verbrauchen weniger Strom, wenn sie leichter sind.

    Kunststoff, der bei Fahrzeugen zum Beispiel in Knautschzonen oder Airbags verwendet wird, trägt dazu bei, die Zahl der Toten und Verletzten auf Straßen zu verringern.

    Ihr Smartphone, Ihr iPad und Ihr Computer sind dank Kunststoff leichter, smarter, kleiner und länger einsetzbar. Stents für Herzkranzgefäße, Katheter, Spritzen, Blutbeutel, Prothesen, Tablettenkapseln, MRI-Geräte, Inkubatoren, Dialysegeräte, sterile pharmazeutische Verpackungen und Operationssäle sind alle aus Kunststoff. Genauso wie Moskitonetze, Krankenbehandlungssets und Wasseraufbereitungsbeutel, die bei Naturkatastrophen gebraucht werden.

    Die Rotorblätter und Komponenten für Windkraftanlagen sind robust genug, um rauen Witterungsverhältnissen auf See und an Land standzuhalten, da sie aus Kunststoff sind.

    Herkömmliche Materialien wie Stahl würden nicht annähernd dieselbe Effizienz bieten.

    In den Anfängen der Industrialisierung traten bereits nach wenigen hundert Stunden Betriebslaufzeit Probleme mit Rotorblättern aus Stahl auf.

    In einigen Teilen der Welt, wie z. B. in Mexiko-Stadt, waren Kunststoffrohre ein echter Segen. Sie transportieren sauberes Trinkwasser entlang haltbarer Rohre, deren Installation kostengünstig und einfach war.

    Kunststoff umgibt uns. In Gebäuden. In Elektrogeräten. In Rohrleitungen. In Kleidung und Schuhen. In Spielzeug. In Kontaktlinsen. In Inhalationsgeräten. Im Bargeld in unseren Portemonnaies. Sogar in Menschen.

    Kunststoffe ermöglichen heutzutage große Fortschritte in der Medizin, tragen zur Verbesserung der Lebensqualität durch Implantate bei und ersetzen Hüften, Knie, sogar Zähne.

    Kunststoff durch alternative Materialien zu ersetzen, wäre ein Schritt zurück und würde der Umwelt schaden.

    Es wird mehr Energie benötigt, um etwas aus Stahl oder Glas statt aus Kunststoff herzustellen.

    Das führt zu einem Anstieg an Treibhausgasen.

    Mit anderen kooperieren

    Der von INEOS hergestellte Kunststoff ist zu 100 Prozent recycelbar. Doch ist die Wiederverwertung schwierig, wenn Hersteller verschiedene Kunststoffe – und es gibt über 50 verschiedene Polymertypen – kombinieren, um hocheffiziente und komplexe Verpackungen zu produzieren.

    Das muss vereinfacht werden, wenn wir die Menge an Kunststoffen, die recycelt werden sollen, erhöhen wollen.

    Wir arbeiten daher mit Verpackungsdesignern zusammen, die diese Polymere für Produkte mit hervorragenden Eigenschaften kombinieren, da dadurch das Recycling dadurch erheblich erschwert wird.

    Qualität von recyceltem Material erhöhen

    Recycelte Kunststoffe sind nicht einfach zu handhaben. Sie können verwendet werden, um Abwasserrohre, Brücken, Zäune, Schilder, Stühle, Müllbeutel und Gartenrandsteine zu fertigen, doch die Qualität kann ein Problem sein. Häufig ist recycelter Kunststoff hinsichtlich Optik, Haptik und Leistung nicht wie neuer. Menschen mögen ihn nicht. Wird Kunststoff für Lebensmittelverpackungen verwendet, ist es wichtig zu wissen, woher er kommt.

    Wir arbeiten an diesem Aspekt, damit recycelter Kunststoff bzw. Produkte aus recyceltem Plastik über dieselben oder ähnliche Eigenschaften verfügen wie neue Polymere.

    Weltweite Plastikmüllberge verringern

    Leider wird nur ein Bruchteil der weltweit täglich produzierten Tonnen Plastik recycelt oder zur Energiegewinnung verbrannt.

    Der Rest landet auf Deponien.

    Und das ist insbesondere in Asien ein Hauptgrund für die Verschmutzung der Meere.

    Im vergangenen Jahr verfügte China, das zuvor der weltweit größte Importeur von Kunststoffabfällen fürs Recycling war, einen Importstopp.

    Europa und seine Mitgliedsstatten müssen nun ihre Vorschriften und die Politik überdenken, um Investitionen in die eigene Kunststoffrecyclingtechnologie zu fördern und das Problem zuhause in den Griff zu bekommen.

    Unzählige Tonnen an Abfall wurden bereits von Europa nach China und in andere Teile Asiens verschifft, wo es an der nötigen Infrastruktur mangelt, um mit dem eigenen Müll, geschweige denn dem aus anderen Ländern fertig zu werden.

    Der Abfall wird auf riesigen, offenen Deponien in dicht besiedelten Gebieten in der Nähe von Flüssen gelagert, in denen er häufig landet, bevor er in die Meere gelangt.

    Im Dezember 2017 wurde berichtet, dass nur zehn Flüsse eine beträchtliche Menge an Plastikmüll führen, die unserer Ozeane verschmutzen.

    Zwei sind in Afrika, die anderen in Asien.

    Der schlimmste ist der Jangtsekiang in China, der laut Wissenschaftlern jährlich bis zu 1,5 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Meere transportiert.

    Regierungen rund um die Welt müssen Asien helfen, dieses größer werdende Problem anzugehen.

    Europa muss aufhören, seinen Müll in diese Länder zu exportieren. Das ist einfach unverantwortlich.

    Wir müssen eigene Lösungen für das Problem finden, um mit all unserem ungewollten Plastik fertig zu werden.

    Der Heilige Gral

    Eines der spannendsten Projekte, an denen INEOS derzeit arbeitet, könnte die Welt von ihrem gesamten Plastikmüll befreien, indem Plastik nicht auf Deponien, sondern in Chemieanlagen landet, wo es als Rohstoff eingesetzt wird.

    Derzeit können nur bestimmte – und saubere – Kunststofftypen recycelt werden. Wir versuchen aber mit anderen eine Technologie zu entwickeln, um Kunststoff zurück in seine ursprüngliche – chemische – Form zu verwandeln. Also im Endeffekt in die Ausgangsmoleküle.

    Das würde Plastik zu einem wertvollen Rohstoff machen.

    Wäre es einfach, wäre es bereits möglich. Wir haben es versucht. 2012 investierten wir Millionen Dollar in INEOS Bio, das versuchte, Haushaltsmüll in Ethanol umzuwandeln, das Ethylen für die Kunststoffherstellung produziert hätte.

    Doch INEOS ist ein innovationsgetriebenes Unternehmen und hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass Unmögliches möglich ist.

    Niemand sollte daher die Bedeutung von dem, was wir tun, unterschätzen.

    Es erinnert an den Heiligen Gral, da es bedeuten würde, eine wirklich nachhaltige Welt zu schaffen.

    Null Toleranz

    Natürlich wird es immer welche geben, die Müll wegwerfen, obwohl jedes Stückchen Kunststoff recycelt werden kann.

    Wir alle müssen darauf achten, dass Kunststoff nicht weggeworfen wird. Regierungen müssen Zuwiderhandelnde verfolgen. Wir brauchen eine Nulltoleranzpolitik.

    Es handelt sich um ein globales Problem, und Regierungen müssen zusammenarbeiten.

    Wir brauchen einen kulturellen Wandel – Erziehung steht im Mittelpunkt.

    Wir alle müssen uns mehr bewusst darüber sein, wie unseren Weltmeeren geschadet wird.

    Während wir an Lösungen für dieses globale Problem arbeiten, fangen wir bei uns mit unserer eigenen Produktion an: mit Operation Clean Sweep® wollen wir sicherstellen, dass kein Kunststoffgranulat an unseren Produktionsstandorten oder in unserer Lieferkette ins Meer gelangt.

    Es ist ein ehrgeiziges Vorhaben. Wir werden es machen.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 14
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    INEOS erzeugt eine Welle der Veränderung

    INEOS lebt Innovation.

    Es zeigt der Welt, was möglich ist, gerade wenn andere sagen, es sei unmöglich.

    2012 hat INEOS die weltweit erste kommerzielle Anlage entwickelt, Haushaltsmüll technologisch in erneuerbare Energien und Biokraftstoff umwandelt. Das daraus gewonnene Bioethanol hätte auch zur Kunststoffherstellung eingesetzt werden können.

    Das Indian River County BioEnergy Centre in Florida produzierte ausreichend Energie, um die Anlage zu betreiben und bis zu 1.400 Haushalte in der Gegend zu versorgen.

    Die Technologie funktionierte im Labor und im Pilotmaßstab, doch INEOS Bio konnte die Umsetzung auf kommerzieller Ebene ökonomisch nicht vertreten.

    Peter Williams ist Group Technology Director bei INEOS.

    „INEOS hat immer den Werts der Abfallwiederverwertung gesehen“, sagte er. „Wenn wir aber mehr Energie zum Recyceln benötigen als zur Herstellung des Produkts, dann macht es aus unserer Sicht keinen Sinn. Ist es nicht von Vorteil für die Umwelt, lohnt es sich nicht. Diese Hürde muss genommen werden.“

    Bei einem anderen Projekt landen mehr als 70 Prozent des Haushaltsabfalls im britischen County Greater Manchester nicht mehr auf der Mülldeponie. Stattdessen wird er zum INEOS-Standort Runcorn in Großbritannien transportiert, wo er in einem Heizkraftwerk zur Strom- und Dampferzeugung eingesetzt wird.

    „Können wir den Müll nicht recyceln, setzen wir ihn wenigstens zur Energiegewinnung ein“, sagte Peter. „Das ist nur eine vorrübergehende Lösung. Längerfristig möchten wir effizientere Wege finden, Abfall zu recyceln.“

    Und genau das wird jetzt möglich.

    INEOS arbeitet derzeit mit fünf bzw. sechs Technologieunternehmen zusammen, um jedes Molekül von Plastikmüll in seine ursprüngliche chemische Form umzuwandeln.

    „Wir arbeiten mit einigen Unternehmen daran, eine Lösung zu finden“, sagte Peter.

    INEOS ist wie die Öffentlichkeit über all den Plastikmüll in der Umwelt besorgt. So können wir den Wert von Plastik immer wieder neu generieren. Wird Kunststoff als wertvolles Rohmaterial erkannt, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass er weggeworfen wird.

    „Wir sehen uns viele verschiedenen Lösungen an, die sich zum Teil überlappen“, sagte Peter.

    Der Druck, eine schnelle Lösung zu finden, kommt für INEOS auch von oben. Von Jim Ratcliffe, dem Vorstandsvorsitzenden und Gründer von INEOS.

    „Er will auf dem Laufenden gehalten werden, was wir und die Branche zur Behebung des Problems tun“, sagte er.

    INEOS tut viel. Durch Partnerschaften und Innovationen sucht es nach Lösungen.

    INEOS arbeitet mit Verpackungsunternehmen und Markeninhabern zusammen, um das Verpackungsdesign so zu konzipieren, damit ein größerer Anteil recycelbar ist. Derzeit ist das Recycling von Verpackungen schwierig, da diese aus mehreren Polymeren bestehen.

    INEOS versucht die Qualität von recyceltem Kunststoff zu verbessern, indem es mit seinen Polymerexpertinnen und -experten an Innovationen arbeitet. Es entwickelt Polymertypen, die aus einem zunehmend höheren Anteil recycelten Kunststoffs bestehen, ohne die Eigenschaften zu beeinträchtigen.

    INEOS will einen qualitativ hochwertigen Kunststoff erzeugen, der statt zu 100 Prozent nur zu 50 Prozent aus Öl und Gas besteht, und ihn 50 Prozent aus recyceltem Kunststoff mischen, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.

    „100 Prozent des Kunststoffs sind recycelbar“, sagte Peter.

    INEOS setzt sich engagiert für den Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft ein, bei der die Vorteile von Kunststoff (und anderer Produkte) maximiert und die negativen Auswirkungen auf die Umwelt minimiert werden.

    „Sowohl umwelttechnisch als auch ökonomisch macht das Sinn“, sagte Peter. „Wir haben uns dazu verpflichtet, diesen Wandel zu unterstützen, damit Plastik nicht länger als Abfall weggeworfen, sondern als wertvoller Rohstoff behandelt und erfolgreich recycelt wird.“

    Petra Inghelbrecht, Global Sustainability Manager bei INEOS Styrolution, sagte, der wichtige Beitrag, den Kunststoff für die moderne Welt geleistet hat, werde oft übersehen.

    „Kunststoff hat die Welt wie kaum ein anderes Material verändert“, sagte sie. „Jedoch wird er selten mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht oder damit, wie er Leben rettet. Wir meinen, es geht nicht darum, nein zu sagen zu Kunststoff, sondern nein dazu, Kunststoff wegzuwerfen.“

    Peter sagte, dass andere auch einen Beitrag leisten müssen.

    „Wir brauchen mehr Sammel-, Trenn- und Sortieranlagen“, sagte er.

    5 minuten lesezeit Ausgabe 14
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    Die ambitionierte To-do-Liste der Kunststoffindustrie

    Zudem haben sie – im Rahmen einer freiwilligen Verpflichtung – versprochen, mehr zu tun, damit kein Plastikmüll mehr in der Umwelt landet, und nach alternativen Rohstoffen für Öl und Gas zu suchen.

    Im Rahmen der Initiative Plastics2030 hat PlasticsEurope bereits drei europäische Plattformen eingerichtet: Vinyls Circular Solutions, Styrenics Circular Solutions und Polyolefin Circular Economy Platform, um alle Organisationen zusammenzubringen, die Veränderungen bewirken können.

    Ein unabhängiges Gremium, das sich aus Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft, der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments zusammensetzt, wird die Fortschritte regelmäßig überwachen und darüber berichten.

    INEOS, einer der weltweit führenden Kunststoffhersteller, wartet nicht darauf der Welt zu zeigen, was es schon tut, und was es tun wird.

    „Die Öffentlichkeit meint häufig, dass uns die Kunststoffbelastung egal wäre, aber wir kümmern uns massiv“, sagte Tom Crotty, Director of Corporate Affairs bei INEOS. „Plastikmüll in den Meeren ist absolute inakzeptabel. Aber nicht Kunststoff ist böse, sondern der Plastikmüll. Und das muss gesagt werden. Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Wir müssen den Menschen da draußen zeigen, was wir tun.“

    Mit der zunehmenden öffentlichen Empörung über den Plastikmüll in den Meeren wächst auch bei INEOS die Frustration darüber, dass seine Stimme oft ungehört bleibt. Seine Botschaft der Hoffnung wird von denjenigen übertönt, die Kunststoff gänzlich verbieten wollen.

    „Es kann wirklich frustrierend sein, wenn Politikerinnen und Politiker hohle Aussagen machen. Denn selbst unter den Kunststoffherstellern ist die Kunststoffverschmutzung derzeit das einzige Gesprächsthema“, sagte Tom.

    Er ist überzeugt, dass die abgesteckten und vereinbarten Ziele der Kunststoffhersteller in Europa erreichbar sind.

    „Sie sind eine Herausforderung“, sagte er. „Aber es macht keinen Sinn, sich leichte Ziele zu setzen. Hoffentlich zeigt es, dass es uns darum geht, es richtig zu machen. Hier spricht die Industrie. Wir werden nicht von Regierungen dazu gezwungen.“

    INEOS O&P, INOVYN und INEOS Styrolution arbeiten bereits an Lösungen wie in Plastics2030 beleuchtet.

    Aber sie gehen weiter und haben eigene Versprechen gemacht, die sie bis 2025 einlösen wollen.

    „INEOS ist richtig gut darin, innovative Lösungen für große Probleme zu finden“, sagte Tom. „Als Organisation können wir sehr schnell Entscheidungen treffen, weil wir nicht durch Hunderte Gremien gehen müssen.“

    Das Unternehmen hat bereits eines der Ziele erreicht. Alle von INEOS hergestellten Kunststoffe sind recycelbar. Das geht auf eine vor ein paar Jahren getroffene Entscheidung zurück, bestimmte Additive nicht mehr einzusetzen.

    Für INEOS liegen die schwierigsten Herausforderungen da, wo es keinen Einfluss hat – was tun Menschen mit Kunststoff, wenn sie ihn nicht mehr brauchen.

    „Plastikmüll ist schlecht, wenn mit ihm schlecht umgegangen wird“, sagte er.

    Und in Teilen Asiens ist es so.

    „Wir müssen unseren Fokus genau da hin richten“, sagte er. „Wir suchen nach Wegen, Industrieinitiativen zu unterstützen, damit kein Müll in die Flüsse gelangt. Auch wenn wir Zäunen um Mülldeponien als vorübergehende Maßnahme aufstellen, würde das schon etwas bringen.“

    Ein weiteres Ziel der Branche besteht darin, die Verschmutzung der Meere zu verringern – eines der größten Umweltprobleme heute.

    INEOS hat bereits die internationale Initiative der globalen Kunststoffbranche Operation Clean Sweep® unterzeichnet, um den Verlust von Granulat in die Weltmeere und Flüsse zu stoppen.

    Vor kurzem arbeitete INEOS mit Unternehmen aus der Branche und entlang der Lieferkette, um im gesamten Antwerpener Hafen eine koordinierte Reinigung zu ermöglichen.

    Das Projekt ist ein Paradebeispiel und es ist zu erwarten, dass andere EU-Häfen dem Beispiel folgen werden.

    Angesichts der Tatsache, dass Kunststoffabfälle mittlerweile ganz oben auf der politischen Tagesordnung stehen, hofft Tom, dass der Wert von Kunststoff für die Gesellschaft in all der Eile, bestimmte Kunststoffe zu verbieten, nicht vergessen werde.

    „Kunststoff ist überall und wir sind extrem darauf angewiesen“, sagte er. „Er ist in Autos, Computern, Smartphones, Kleidung, medizinischen Geräten und Flugzeugen.“

    Kunststoffrohre, sagte er, haben einige der ärmsten Teile der Welt transformiert, da sie sauberes Trinkwasser in widerstandsfähigen Rohren transportieren, die kostengünstig und einfach zu verlegen sind.

    „Für diese Menschen war Kunststoff ein wahrer Segen“, sagte er.

    INEOS Olefins & Polymers Europe

    INEOS Olefins & Polymers Europe hat sich ein ähnlich schwieriges Ziel gesteckt.

    Alle Kunststoffe, die INEOS derzeit herstellt, können recycelt werden.

    Aber Recyceln ist schwierig, wenn verschiedene Kunststoffe – und es gibt über 50 verschiedene Polymertypen – kombiniert werden, um hocheffiziente und komplexe Verpackungen zu herzustellen.

    INEOS ist entschlossen, das Problem zu lösen, indem Verpackungsdesigner dazu motoviert werden, ihre Produkte zu vereinfachen und recycelbar zu machen.

    „Durch Zusammenarbeit könnten wir zum Beispiel das Ziel erreichen, nur ein einziges Polymer zu verwenden“, sagte Jacques Breulet, Regulatory and External Affairs Manager bei INEOS Olefins & Polymers Europe. „Wir müssen einen gemeinsamen Ansatz haben.“

    Und das war die Motivation zur Gründung der Polyolefins Circular Economy Platform, die Kunststoffhersteller, Verarbeiter, Recycling- sowie und Markenunternehmen zusammenbringt, um zusammenzuarbeiten.

    INEOS bringt seine Polymerexpertise ein, um die Qualität und Spezifikation von recycelten Kunststoffen zu verbessern, um deren Nachfrage zu fördern.

    Recycelter Kunststoff kann zum Beispiel zur Herstellung von Kleidung, Abwasserrohren, Brücken, Zäunen, Schildern, Stühlen, Müllbeuteln oder Gartenrandsteinen verwendet werden.

    Bisher war jedoch die Qualität das Problem.

    „Ist die Qualität in Ordnung, spricht absolut nichts dagegen, recycelten Kunststoff zu verwenden“, sagte Jacques Breulet.


    INOVYN

    Auch die PVC-Hersteller haben versprochen, mehr zu tun.

    Eine vor kurzem von PlasticsEurope gegründete Initiative möchte, dass Europas sechs führende PVC-Hersteller die Lebensdauer von PVC-verpackten Produkten verlängern und mehr PVC recyceln.

    INOVYN, ein führender PVC-Hersteller und Tochterunternehmen von INEOS, erzielt dank VinylPlus, einer ähnlichen freiwilligen Verpflichtung von 2011, bereits große Fortschritte beim PVC-Recycling.

    „Hinsichtlich der VinylPlus-Selbstverpflichtung führt INOVYN den Prozess an“, sagte Dr. Jason Leadbitter, Sustainability & Corporate Social Responsibility Manager bei INOVYN.

    PVC war ein Kunststoff, der von vielen dämonisiert wurde. Um zu zeigen, dass er recycelbar ist, investiert INOVYN weiterhin in Recovinyl, die Recyclingsparte von VinylPlus. Bisher wurden pro Jahr fast 640.000 Tonnen alter Fensterrahmen, Bodenbeläge, Kabel, Rohre und andere Gegenstände aus PVC recycelt.

    „Wir machen damit keinen Gewinne“, sagte Dr. Jason Leadbitter. „Tatsächlich verringert dies die Gewinnspanne unseres Kerngeschäfts. Doch es ist ein zweischneidiges Schwert, weil es zeigt, dass PVC Teil der Kreislaufwirtschaft ist und als Material des 21. Jahrhunderts angesehen wird.“

    Im Gegensatz zu anderen Kunststoffen wird das meiste PVC derzeit in Europa recycelt, wo neue Märkte für die recycelten Produkte gesucht – und gefunden – wurden.

    „Wenn wir es können, dann können es auch andere Polymerhersteller. Denn Kunststoff ist eine wertvolle Ressource und sollte auch so behandelt werden“, sagte Jason.

    Laut Jason sind freiwillige Selbstverpflichtungen besser als gesetzlich vorgeschriebene Regulatorien.

    „Sie bieten ein enormes Potenzial, um neue Win-win-Situationen für die Branche und Regierungen zu schaffen, da sie Bürokratie vermeiden.“


    INEOS STYROLUTION

    INEOS Styrolution ist das Herzstück eines Großprojekts, mit dem die Menge an Polystyrolverpackungen reduziert werden soll, die auf Deponien landen.

    Es hat sich mit ReVital Polymers und Pyrowave zusammengetan, um die Menge an Einwegpolystyrols zu erhöhen, das fürs Recycling gesammelt wird, um ein wachsendes globales Umweltproblem zu lösen.

    ReVital recycelt bereits viele verschiedene Arten von Kunststoffabfällen in seinem kanadischen Werk, wird aber auch bald erstmals in der Lage sein, Polystyrolabfälle – egal wie verschmutzt sie sind – mit der Technologie von Pyrowave zu behandeln.

    Die über acht Jahre von Pyrowave entwickelte Mikrowellenmaschine wird Polystyrolverpackungen im Werk von ReVital in Sarnia, Ontario, zu einem hochwertigen Styrolmonomer umwandeln.

    INEOS Styrolution wird das flüssige Monomer in neuen Kunststoff umwandeln, um daraus neue Produkte und Verpackungen herzustellen.

    „Dieses Projekt ist wirklich sehr spannend für uns“, sagte Ricardo Cuetos, Vice President Americas, Standard Products, INEOS Styrolution America LLC. „Es bringt wichtige Akteure entlang der Wertschöpfungskette mit einer intelligenten Lösung zusammen, mit der Polystyrol durch neue innovative Technologien recycelt werden kann.“

    Das Verfahren wird als chemisches Recycling bezeichnet und ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft, in der nichts verschwendet wird.

    Nur acht Prozent der produzierten Kunststoffe werden derzeit recycelt und doch sind die Material- und Umweltkosten für das Transportieren, Lagern, Sortieren und Verarbeiten von Kunststoffen enorm.

    „Polystyrolschaum ist eines der anspruchsvollsten Materialien, da er zu 95 Prozent aus Luft besteht und häufig mit Lebensmitteln oder Getränken verschmutzt ist. Bisher war es sehr schwierig, ihn mit traditionellen Methoden wirtschaftlich zu recyceln“, sagte Mohammed Abboud, Product Manager, Standard Products bei INEOS Styrolution.

    Doch all das wird sich bald ändern. Auf jeden Fall in Kanada und den USA.

    Zunächst müssen jedoch alle drei Unternehmen ihr Möglichstes tun, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, was ReVital derzeit in seinem Werk erreichen kann.

    „Obwohl wir wissen, dass um uns herum viel Polystyrolabfall vorhanden ist, ist der Mangel an verfügbarem Material überraschenderweise die größte Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Es werden nicht ausreichend Abfälle nicht richtig gesammelt“, sagte Jocelyn Doucet, CEO von Pyrowave.

    Die Rückgewinnung dieses Polystyrols, von der Straße, von Mülldeponien, Restaurants, Büros, Schulen und Universitäten, ist der Schlüssel.

    Laut Keith Bechard, Chief Commercial Officer bei ReVital, werde die Installation der Technologie von Pyrowave den entscheidenden Unterschied machen.

    „Wir sind sehr erfreut, unsere langjährige Expertise auf dem Gebiet des Kunststoffrecyclings in großem Maßstab zur Verfügung zu stellen, um die Kommerzialisierung der Pyrowave-Technologie zu unterstützen“, sagte er.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 14
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    Keine Sekunde zu verlieren

    DER erfolgreichste Segler in der Geschichte der olympischen Spiele führt die britischen Herausforderer an, um einen der ältesten Pokale für die wettbewerbsintensivste Segelregatta zu gewinnen.

    INEOS wird da sein um sicherzustellen, dass er Zugang zur besten Technologie hat, um innerhalb von drei Jahren das beste Boot an der Startlinie zu bauen.

    Dann wird es an Ainslie liegen, den Pott heim nach Britannien zu bringen.

    Sir Ben, der vier olympische Goldmedaillen und eine Silbermedaille gewonnen hat und achtmal Weltmeister wurde, beschrieb das Angebot von INEOS, das Team zu unterstützen und die Kosten für den Bau der beiden für den 2021 America's Cup erforderlichen Boote zu übernehmen, als unglaublichen Schub für den britischen Sport.

    Mit der Unterstützung von INEOS und dem nun zusammengestellten Team hat Großbritannien die besten Chancen, die bedeutendste Segelregatta seit ihrer Gründung vor 167 Jahren zum ersten Mal zu gewinnen.

    „Großbritannien hat noch nie diese Trophäe gewonnen, obwohl es die Regatta ins Leben gerufen und es bereits öfter versucht hat“, sagte Jim Ratcliffe, INEOS-Vorstandsvorsitzender. „Wir glauben fest daran, dass wir mit unserem speziell zusammengestellten Team ein wettbewerbsfähiges Boot an den Start bringt. Am Ende kommt es auf die Segelkunst an.“

    INEOS TEAM UK geht für den Royal Yacht Squadron an den Start, dem Club, der die New Yorker 1851 zur allerersten Regatta herausforderte.

    „Wir freuen uns sehr darauf, diese älteste internationale Trophäe zurückzugewinnen“, sagte Jamie Sheldon, Commodore vom Royal Yacht Squadron.

    INEOS‘ Entscheidung, 110 Millionen Pfund Sterling zu investieren, fiel, als ein gemeinsamer Freund ein Treffen zwischen Jim Ratcliffe und Ben Ainslie in einem Pub in London organisierte.

    Im Gespräch ging es schnell um den America‘s Cup, der als Formel 1 des Segelsports beschrieben wird.

    Später an diesem Abend nach dem – so stelle sich heraus – wohl teuersten Gin-Tonic trennte man sich in Freundschaft.

    Am nächsten Tag rief Jim Ratcliffe Ben Ainslie an und bot ihm die all die finanzielle Unterstützung an, die Ben und sein Team benötigten, um den ältesten Segelpokal für Großbritannien zurückzugewinnen.

    „Einfach fantastisch“, erinnerte sich Ben. „Ich war ziemlich sprachlos.“

    Diese Herausforderung war eine zu gute Chance, die sich INEOS nicht entgehen lassen wollte.

    Und Jim spürte, Ben hatte die Hartnäckigkeit, die Fähigkeit und das Verlangen, zu gewinnen.

    Mit dem Geld auf der Bank kann sich das Team nun vollkommen auf den Bau des Boots konzentrieren, um seine Gegnern auf allen Linien zu besiegen.

    „Der Druck ist enorm“, sagte Ben. „Aber das Wunsch, zu gewinnen und das Unmögliche zu schaffen, ist riesig im Team. Wir alle haben das Gefühl, es ist Zeit, den Job zu erledigen!“

    INEOS Beitrag ist die größte Investition, die je von Großbritannien in den America‘s Cup getätigt wurde. 

    „Wir haben in der Vergangenheit viele ernsthafte Projekte angepackt, doch keines bot uns mehr Nervenkitzel als dieses“, sagte Jim. 

    Während einer Pressekonferenz im Prospect of Whitby, Londons ältester Pub an der Themse, nannte der INEOS-Boss Ben den Usain Bolt im Segelsport. 

    „Um den America‘s Cup zu gewinnen, brauchst du einen guten Skipper, einen sehr erfahrenen Designer, ein hervorragendes Team und finanzielle Unterstützung“, sagte er. „Es ist eine Symbiose von ausgeklügelter Technologie und Sport.“ 

    INEOS holt die weltweit besten Designerinnen und Designer, Bootsbauerinnen und Bootsbauer, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Fachleute an einen Tisch, um Ben und sein Team bei der Entwicklung des schnellsten Segelboots aus Karbonfaser mit Hydroflügeln zu unterstützen. 

    Und darum geht es. Was alle bisherigen Sieger gemein hatten, waren die Ressourcen für Innovation. 

    Großbritannien geht mit zwei etwa 22 Meter langen Yachten an den Start, die vom Neuseeländer Nick Holroyd entworfen wurden, verantwortlich für das Design des Siegerboots seines Landes beim letzten America’s Cup. 

    Ben führt die Yacht, die bis zu 100 Stundenkilometer schnell ist. Für die Taktik ist der britische Olympiasieger Giles Scott verantwortlich. 

    CEO vom INEOS TEAM UK ist die America’s Cup-Seglerlegende Grant Simmer, der bereits an zehn America‘s Cups teilgenommen und vier davon gewonnen hat. Sein jüngster Sieg war 2013, als das Oracle Team USA – mit Ben Ainslie als Verantwortlichem für die Taktik – einen 8:1-Rückstand aufholen und den Pokal gewinnen konnte. 

    „Wir werden unser Bestes geben, um den Pokal zurück nach Großbritannien zu holen, dorthin, wo er hingehört“, sagte Jim.

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    Älter und weiser

    NEUSEELAND ist Ausrichter für den America‘s Cup 2021.

    Wenn sich Sir Ben Ainslie den Helm aufsetzt und das von INEOS unterstütze Boot in einer Reihe von Wettfahrten mit je einem 40-Minuten-Zeitlimit um die Küste von Auckland navigiert, wird er 43 Jahre alt sein. 

    Zu alt für den Job? 

    Nein, sagte Ben. Auf Erfahrung komme es an und wie man mit der Yacht bei schwierigen Situationen umgehe. 

    „Die Jungs, die die schwere Arbeit machen, müssen fit sein. Und sie werden alle Mitte bis Ende 30 sein“, sagte Ben. 

    Für den erfahrenen Segler ist Segeln der ultimative Teamsport. Alle haben eine eindeutige und wichtige Aufgabe. 

    Da gibt es noch einen Platz für einen Mitsegler. Und Jim Ratcliffe könnte dieser Platz durchaus angeboten werden. 

    „Keine Frage, Jim wäre sicherlich ein guter Segler“, sagte Ben. „Er ist physisch stark, fokussiert und will gewinnen.“ 

    Zum Glück muss das zwölfte Teammitglied nichts machen, außer den anderen 11 zuzusehen. 

    Alles, was Jim tun müsste, wäre sich anzuhalten. Fest. 

    Wie Amerika den Cup gewann

    DIE USA dominierten jahrelang den America‘s Cup. 

    Laut Ben Ainslie sei das keine große Überraschung. Denn der Sieger kann die Regeln änder. Und das hat Amerika getan. Oft. 

    „Die USA bestanden darauf, dass alle zum Start segeln und das bedeutete, den Atlantik zu überqueren“, sagte Ben. „Dafür braucht man ein schwereres Boot, das der Fahrt standhält. So verschafften sie sich einen Vorteil.“

    Amerika verteidigte den America‘s Cup132 Jahre lang. 

    Dieser Rekord wurde endlich 1983 gebrochen, als Australia II die Liberity vor Newport, Rhode Island, USA besiegte. 

    „Seitdem haben Schweizer, Australier und die Kiwis den America‘s Cup gehalten, der liebevoll Auld Mug (alter Becher) genannt wird“, sagte Jim. „Aber wir denken, es ist an der Zeit, ihn nach Hause zu holen.“

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    Einen Gang Dazu Schalten

    INEOS‘ Plan, den besten Geländewagen der Welt zu bauen, wurde in der Kneipe über einem Pint Bier ausgeheckt.

    Jim Ratcliffe, INEOS-Vorsitzender, trauerte im Londoner Pub The Grenadier unweit der INEOS-Zentrale dem Land Rover Defender hinterher, als plötzlich über die Möglichkeit, einen eigenen zu bauen, gesprochen wurde.

    Dieser Traum ist nun sehr real.

    „Das hat sich zu einem eigenen Abenteuer entwickelt“, sagte Jim.

    INEOS Automotive, ein eigenständiges Unternehmen innerhalb der INEOS-Gruppe, wurde gegründet, um das Projekt und damit neues Wachstum voranzutreiben, verfügt nun über ein hochkarätiges Managementteam aus Expertinnen und Experten und Offroad-Enthusiasten aus aller Welt mit jahrzehntelanger Erfahrung in den Bereichen Fertigung, Konstruktion und Abenteuer.

    Sie haben eine wertvolle Mission: einen völlig neuen, kompromisslosen Geländewagen und damit spirituellen Nachfolger des nicht mehr produzierten Land Rover Defender zu bauen.

    „Wir möchten ihn in der modernen Welt so simpel wie möglich halten, damit man unterwegs Reparaturen machen kann“, sagte Jim. „Aber wir wollen die Technik und die Zuverlässigkeit verbessern.“

    INEOS hat nicht vor, den Land Rover Defender wieder auferstehen zu lassen. Es baut einen völlig neuen Geländewagen, der alle derzeitigen Sicherheits- und Gesetzesanforderungen erfüllt. Es wird ein robustes Nutzfahrzeug sein, das sich durch Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und unübertroffene Geländefähigkeit auszeichnet. Es bekommt einen eigenen Namen, wird mehr Winkel als Kurven und an jeder Ecke ein Rad haben. Es wird kein Defender sein.

    Jim und sein Team haben ein britisch inspiriertes Fahrzeug mit deutscher Technik vor Augen, ein Arbeitstier, das auf Gelände fahren, einen Pflug ziehen, eine Safari anführen, ein Minenfeld räumen, einen Fluss überqueren und komfortabel zum Buckingham Palace fahren kann.

    „Es wird so klassenlos wie nur möglich sein“, sagte er. „Ein Geländewagen ohne Schnickschnack, ohne Kompromisse. Es soll ein Fahrzeug sein, das man wie den originalen Land Rover mit einem Wasserschlauch von innen und außen reinigen kann.“

    Bisher wurde noch nicht entschieden, wo es gebaut werden soll. Aber die Entscheidung soll Anfang des neuen Jahres bekannt gegeben werden.

    „Wir nehmen das nicht auf die leichte Schulter, da der Produktionsstandort für unser Unternehmen und für die lokalen Gemeinden, die von den neuen Arbeitsplätzen profitieren würden, von entscheidender Bedeutung ist“, sagte Dirk Heilmann, CEO von INEOS Automotive und Grenadier-Projektleiter. „Wir werden nicht wegen irgendwelcher nichtigen Gründe auf eine unausgegorene Entscheidung einlassen.“

    Tom Crotty, Director of Corporate Affairs, wurde mit Angeboten von Fahrzeugherstellern aus ganz Europa bombardiert.

    „Einige haben gute Standorte oder freie Kapazitäten“, sagte er. „Es gibt welche, die haben ein bestehendes Werk und Platz in diesem Werk, und könnten das Fahrzeug für uns bauen. Alles, was wir wissen, ist, dass es sich um eine einmalige Chance handelt und alles möglich ist.“

    Vergangenes Jahr lancierte INEOS Automotive unter der Leitung von Dirk Heilmann, dem ehemaligen Head of Engineering and Technology, die offizielle Webseite des neuen Projekts Grenadier im Londoner Pub The Grenadier.

    „Wir haben eine bemerkenswerte Anzahl an E-Mails von Menschen auf der ganzen Welt erhalten, die das Projekt unterstützen“, sagte Jim. „Das war ziemlich überraschend.“

    Es ist geplant, eine Reihe von Modellen weltweit zum Verkauf anzubieten, darunter mehrere Radstandoptionen sowie Diesel-, Benzin- und Hybridmotoren für unterschiedliche Märkte. Zur Zielgruppe gehören Entdeckerinnen und Entdecker, Bäuerinnen und Bauern, Offroad-Fans sowie abenteuerlustige Menschen aus Stadt und Land.

    Die interaktive Webseite lädt Geländewagen-Fans dazu ein, ihre eigene Vision des perfekten Offroad-Fahrzeugs zu teilen.

    www.projektgrenadier.com

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    Drück die Daumen, Cedric

    Jim Ratcliffe hofft, dass Cedric, das berüchtigte Gespenst von The Grenadier, dem neusten Abenteuer von INEOS wohlgesonnen ist.

    Der Legende nach wurde der junge Soldat vor etwa 300 Jahren ermordet, als er beim Kartenspiel beim Schummeln erwischt wurde. 

    Im Laufe der Jahre haben Besucherinnen und Besucher Geldnoten an der Decke befestigt, damit er seine Schulden zurückzahlen kann und ihnen im Gegenzug Glück bringt. 

    Beim offiziellen Start des Projekts Grenadier im letzten Jahr hat Jim einen Geldschein an die Decke des Pubs gehängt, um ein neues Kapitel in der Grenadier-Geschichte aufzuschlagen. 

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    Jim stellt sich gegen den Strom

    ISLAND ist ein Ort, wo die Natur das Sagen hat.

    Die vulkanische Insel liegt am Rande des Polarkreises auf dem Mittelatlantischen Rücken, der Amerika und Europa auseinanderdrängt.

    Die Insel ist atemberaubend schön, wild, unberührt Natur und Heimat einer der besten Orte der Welt zum Fliegenfischen auf Lachs.

    Jim Ratcliffe, Vorstandsvorsitzender und Gründer, von INEOS ist Experte im Fliegenfischen, das er entdeckte, als er erstmals vor vielen Jahren nach Island kam.

    Was er ebenfalls entdeckte, war, dass der Atlantische Lachs bedroht ist.

    Seither ist der Schutz des Atlantischen Lachses in einem Gebiet, wo dies noch möglich ist, seine Passion.

    „Jeder weiß, was ein Lachs durchmacht, um zu überleben“, sagte er. „Er legt Kilometer im Atlantik zurück, um anschließend einige der gefährlichsten Flüsse stromaufwärts zu schwimmen. Das ist wirklich beeindruckend. Er überlebt in Salz- und Süßwasser. Er entkommt hungrigen Räubern wie Seehunden, Delphinen oder Haien, um schließlich mit den schnellen Strömungen, Wasserfällen und Felsen in den Flüssen konfrontiert zu sein.“

    In Zusammenarbeit mit dem Angelclub Strengur, der weltweit das beste Premiumfliegenfischen ermöglicht, hat Jim eine Reihe an Investitionen angestoßen, um das Land, den Fluss und die Fischart im Nordosten Islands zu schützen.

    „Der Angelclub Strengur setzt sich seit Jahren für den Schutz der Flüsse ein“, sagte er. „Aber sie brauchten finanzielle Unterstützung, um mehr tun zu können. Ich kam einfach dazu. Sie machen die Arbeit. Ich half ihnen nur finanziell, um ihnen zu helfen, das zu tun, was nötig ist.“

    Er sagte, der Angelclub Strengur wisse bereits seit Jahren um die Bedeutung der Erhaltung der Lachsbestände. Vor allem aber müsse die langfristige Lösung zur Erhaltung dieser legendären und atemberaubenden Art auch nachhaltig sein.

    „Ein paar wohltätige Spenden sind nicht die Antwort“, sagte er.

    Zur Erhaltung der Purheit dieser Landschaft und Flüsse hat Jim Bauernhöfe entlang dieser Flüsse erworben. Ende letzten Jahres kaufte er 70 Prozent von Grímsstaðir á fjöllum, einer Siedlung im Norden Islands, wo sich wilde und unberührte Lachsflüsse befinden.

    Obwohl er jetzt Land besitzt in Island und eine Stimme in den regionalen Flussverbänden hat, will er nicht, dass sich für die Landwirte, die sich seit Generationen um die Erhaltung dieses Fleckchens Erde einsetzen, etwas ändert.

    „Arbeiten wir eng mit den Landwirten und regionalen Gemeinden zusammen, können wir etwas Nachhaltiges und ökologisch Sinnvolles aufbauen“, sagte er.

    Mit seinen Partnern vom Angelclub Strengur, Gisli Asgeirsson und Johannes Kristinsson, hofft er, die regionale Landwirtschaft im Einklang mit den Flüssen ankurbeln, ein nachhaltiges Unternehmen für spannendes Fliegenfischen auf Lachs und fortschrittlichen Naturschutz zu ermöglichen. 

    „Steht ein erstklassiges Unternehmen dahinter, das dieses Erlebnis anbietet, wird der Atlantische Lachs schnell zu einem wertvollen Gut“, sagte Jim. „Artenschutz ist daher extrem wichtig und Strengur setzt sich engagiert dafür ein.“ 

    Respektvolles Sportfischen, bei dem alle Fische wieder freigelassen werden, die Flüsse nicht überfischt werden und das Fischen während der Brutzeit ausgesetzt wird, ist eine gute Einnahmequelle. 

    „Es bietet auch ein zusätzliches Einkommen für die lokalen Bauernhöfe und, was noch wichtiger ist, finanziert den Naturschutz entlang der Flüsse“, sagte Jim. 

    Die Überwachung der Flüsse, ihrer Fischbestände, der Qualität und der Nutzung von Land auf vielen hundert Quadratkilometern, die die Flüsse umgeben, erfordert sorgfältige Arbeit. 

    Neben dem isländischen Umweltamt führt Strengur diese Aufgabe seit vielen Jahren aus. 

    „Durch die neue Zusammenarbeit möchten wir diese Ziele schneller erreichen“, sagte Jim. 

    Durch erstklassiges Lachsfischen wird Strengur über mehr Geld haben, um in mehr Lachstreppen zu investieren – um Brutstätten für den Lachs zu erweitern. Außerdem möchte der Angelclub sein eigenes erstklassiges Lachsfischen ausbauen und luxuriöse Behausungen entlang der sechs Flüsse im Nordosten errichten. 

    „Uns ist klar, dass wir wenig gegen die Überfischung von Lachs in den Meeren tun können“, sagte Jim. „Das liegt in der Verantwortung der Regierungen. Aber wir können hier an diesem besonderen Fleckchen Erde einen geschützten Lebensraum für den Lachs einrichten.“ 

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    Stromaufwärts

    LACHSTREPPEN sind enorm wichtig, weil sie die Brutstätte für Lachse erweitern, die vom Meer die Flüsse stromaufwärts wandern, im Süßwasser ihre Eier ablegen und danach zurück ins Meer schwimmen. 

    Jim Ratcliffe und seine zwei Partner vom Angelclub Strengur haben unlängst den Bau einer Lachstreppe fertiggestellt, mit der die Lachse erstmals den Mittellauf der Hofsá erreichen können. 

    Ein rund sechs Meter hoher Wasserfall hat die Fische bisher davon abgehalten, weitere acht Kilometer flussaufwärts zu schwimmen, da sie einfach nicht so hoch springen können. 

    Die neue Treppe wurde vergangenen Monat in Betrieb genommen, nachdem 15.000 Tonnen Felsgestein abtransportiert wurden. Innerhalb weniger Stunden nutzten die Fische die neue Treppe. 

    Die Hoffnung ist, dass die Jungfische, die vor ein paar Jahren in dem Fluss freigelassen wurden und sich stromabwärts in Richtung Meer aufmachten, eines Tages über die neue Treppe an diesen Ort zurückkehren werden, um sich fortzupflanzen. 

    Diese neue Fischtreppe ist nur eine der zahlreichen Umweltschutzprojekte, für die sich Jim Ratcliffe, Johannes Kristinsson und Gisli Asgeirsson engagieren. 

    4 minuten lesezeit Ausgabe 14
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    Der Stolz von Afrika

    IM SÜDEN Tansanias gibt es mehr Löwen als irgendwo sonst auf der Erde. 

    Hier kann man jede Menge Wildtiere beobachten. 

    Aber nur wenige erfahrene Reisende betreten diese weite Wildnis. 

    „Sie wissen nicht, was sie hier erwartet“, sagte Katie Fewkes, Commercial Manager von Asilia Africa, eines der landesweit führenden Safariunternehmen. 

    Asilia öffnete das erste Camp im Herzen des Wildreservats Selous mit Unterstützung eines überraschenden Investors –Jim Ratcliffe. 

    Der Vorstandsvorsitzende und Gründer von INEOS ist fest davon überzeugt, dass der Ausbau der Tourismusbranche im Süden Tansanias die Aufmerksamkeit der Welt auf diesen wunderschönen und bedeutenden Ort richten wird – und neue Arbeitsplätze und Wohlstand bringt. 

    „Dies ist eine enorme Möglichkeit, den langfristigen, nachhaltigen und ökologischen Safaritourismus auszubauen“, sagte er. 

    Der Süden Tansanias, der oft von Reisenden übersehen wird, hatte viele Jahre lang mit verschiedenen Hürden zu kämpfen, darunter Wilderei, logistische Herausforderungen und fehlende Tourismuseinnahmen im Vergleich zu anderen bekannten Nationalparks. 

    Jim und Asilia wollen das ändern. 

    Sie haben ein Camp und eine private Lodge im Nationalpark Ruaha eröffnet und richten ein Camp im Wildreservat Selous ein. 

    „Beide sind außergewöhnliche und wenig besuchte Wildtiergebiete“, sagte Jim. „Durch die Eröffnung können wir hoffentlich ein nachhaltiges Unternehmen aufbauen, mit dem wir die Wildtiere und lokalen Gemeinden unterstützen können.“ 

    Touristen sollen pro Tag rund 100 US-Dollar für den Umweltschutz generieren. 

    Roho ya Selous liegt mit seinen acht klimatisierten Canvas-Zelten am See mitten im Herzen des wilden und unberührten Wildreservats Selous, größer als die Schweiz. 

    Der Nationalpark Ruaha ist noch größer und abgelegener. Obwohl er so groß ist wie New Jersey in den USA, wird er jedes Jahr von nur wenigen Reisenden besucht. 

    „Leider sind sie nicht so bekannt wie andere Parks, zum Beispiel Serengeti, was bedeutet, dass sie außer Acht gelassen werden“, sagte Katie. 

    Die Ebola-Epidemie 2014 bis 2016 in Westafrika half dabei nicht. 

    „Kenia und Tansania in Ostafrika waren weit weg von sämtlichen Risikogebieten, doch die Angst tat ihr übriges, da Touristen waren noch weniger dazu bereit waren, in weniger bekannte Gegenden zu reisen“, sagte Katie. 

    Dies wiederum schwächte die Region, sich gegen Wilderer und andere Herausforderungen zu verteidigen. 

    Asilia und Jim sahen darin eine Chance, etwas zu bewirken. 

    „Wir beide sind fest davon überzeugt, dass nachhaltiger Tourismus der Region am besten helfen kann“, sagte Katie. „Es werden Jobs geschaffen und Einnahmen durch die Park- und Konzessionsgebühren generiert, die direkt in den Schutz des Parks oder des Reservats sowie der Wildtiere und deren Habitate fließen.“ 

    Sie sagte, dass so die weltweite Bekanntheit der Region „entscheidend“ erhöht werden könne. 

    „Es würde einen internationalen Aufschrei geben, wenn jemand sagen würde, dass alle Elefanten in Serengeti in Gefahr wären, doch sagte jemand dasselbe über das Wildreservat Selous, würden die meisten nicht einmal wissen, wo es liegt“, sagte Kate. „Wir wollen das ändern.“ 

    Jim, der in den letzten 20 Jahren an zahlreichen Safaris teilgenommen hat, hat sich entschlossen, in Asilia zu investieren, da es durch seine Arbeit die Einheimischen und die Region unterstützt. 

    „Die Menschen und die Natur sind unzertrennliche Partner“, sagte Clarissa Hughes, Positive Impact Co-Ordinator bei Asilia Africa. „Die Entwicklung des einen muss die Entwicklung des anderen bedeuten.“ 

    Die beiden Camps und die Lodge wurden zwar von einem südafrikanischen Architekten entworfen, jedoch von Einheimischen gebaut. 

    Regionale Lebensmittel und Waren werden, wenn möglich, verwendet. Außerdem lebt ein Drittel der rund 600 Beschäftigten des Unternehmens in abgelegenen Dörfern in der Nähe der Safari-Camps. 

    Das Unternehmen, das mit Gemeinden, Behörden, Nichtregierungsorganisationen und anderen Tourismusunternehmen zusammenarbeitet, unterstützt Schulen mit Schreibtischen, Büchern und Stiften. 

    In diesem Jahr hat es sich ebenfalls vorgenommen, einheimische Schülerinnen und Schüler, die sich keine höhere Ausbildung leisten können, beim Erlangen von Stipendien am Veta Hotel & Tourism Training Institut zu unterstützen. 

    „Bildung ist der Schlüssel, Menschen aus Armut zu befreien und ihnen Alternativen zu Wilderei und unökologischer Landwirtschaft als Einkommensquelle zu bieten“, sagte Clarissa. 

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    Eine neue Welt wartet

    ERFAHRENE Reisende werden im Süden Tansanias unglaubliche Abenteuer finden. 

    Katie Fewkes, Commercial Manager des Safari-Unternehmens Asilia Africa, hat daran keinerlei Zweifel. 

    „Für mich sind Selous und Ruaha die ultimativen Safariziele. Sie bieten ein echtes Naturerlebnis mit unberührten Landschaften und spektakulären Wildtieren zu entdecken“, sagte sie. 

    Alle drei Camps werden zum Jahresende eröffnet. 

    Eine Auswahl

    • Roho ya Selous, Wildreservat Selous
      Am Ufer eines Sees gelegenes Camp mit acht klimatisierten Canvas-Zelten. Privates Badezimmer, solarbetriebenes Warmwasser, Duschen und WCs. Es gibt WLAN für diejenigen, die nicht zu lange von der digitalen Welt getrennt sein wollen, und einen Pool. Jeden Tag können die Gäste wählen, wie sie die wunderschöne Wildnis erkunden möchten, zu Fuß, um Wildtiere zu erspähen, mit einem Wagen auf der Suche nach Löwen oder mit einem Boot, um den Nilpferden näher zu kommen. Getränke werden vor einem Drei-Gänge-Menü am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel serviert.
    • Jabali Ridge, Nationalpark Ruaha
      Acht zwischen Felsen verborgene Suiten. Ein Infinity-Pool, ein Spa-Bereich und viel Platz zum Entspannen sorgen dafür, dass die Zeit zwischen den Safaris genauso unvergesslich wird die Zeit im afrikanischen Busch. Gäste können den Nationalpark Ruaha, einen der wildesten Nationalparks Afrikas, bei Tag oder Nacht in offenen Fahrzeugen oder zu Fuß für ein wahres Abenteuer erkunden. In der Jabali Gin Bar werden Drinks vor einem Drei-Gänge-Menü serviert.
    • Jabali Private House, Nationalpark Ruaha
      Luxuriöser Ort zum Entspannen mit eigenem Koch, Guide und Fahrzeug. Bietet maximale Privatsphäre und Exklusivität für Familien oder Paare, die gemeinsam reisen. Gäste begegnen hier höchstwahrscheinlich Wildtieren, aber keinen anderen Menschen. 

    3 minuten lesezeit Ausgabe 14
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    Brücken in eine bessere Welt

    EINE STADT, die zu Beginn des englischen Bürgerkriegs eine Schlüsselrolle gespielt hat, steht kurz davor, der Welt zu zeigen, was erreicht werden kann, wenn verschiedene Branchen zusammenarbeiten. 

    Seit Jahren arbeiten Industrien in ihren eigenen Sektoren daran, die Effizienz zu verbessern, Kosten zu senken und CO2-Emissionen zu minimieren. 

    Was sie bisher noch nicht getan haben, ist einen Blick auf andere energieintensive Branchen zu werfen, um zu sehen, wie sie besser zusammenarbeiten können, und um zudem die Politik zu besänftigen, die die Industrie zu CO2-Reduzierung drängt. 

    Jetzt ist dies möglich und wird bereits in der britischen Hafenstadt Hull umgesetzt – dank EPOS, einem von der EU finanzierten Projekt unter der Leitung von Greet van Eetvelde, INEOS Head of Energy and Innovation Policy, und Professorin für Energie- und Clustermanagement an der Universität Gent, Belgien. 

    „EPOS hat Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Unternehmer zusammengebracht, um der Industrie bei der Bewältigung einer Herausforderung zu helfen“, sagte sie. „Es ist eine Möglichkeit, die Industrie effizienter, kosteneffektiver, wettbewerbsfähiger und nachhaltiger zu machen.“

    Während der vergangenen zwei Jahre hat EPOS die Software perfektioniert, um Ingenieurinnen und Ingenieuren, Anlagenmanagerinnen und Anlagenmanagern in fünf ausgewählten Industrien, darunter Chemie, Zement, Stahl, Mineralien und Maschinenbau – dabei zu helfen, Möglichkeiten zu finden, um die Abfälle, Nebenströme, Vermögenswerte oder Dienstleistungen eines industriellen Nachbarn zu nutzen. 

    Die Software ermöglicht es regional vernetzten Unternehmen, Informationen darüber zu teilen, was sie tun, wie sie es tun, welche Nebenprodukte sie produzieren oder welche Anlagen sie betreiben, ohne Geschäftsgeheimnisse preiszugeben. 

    „Es begann mit INEOS, da wir bereit waren, neue Geschäftsmöglichkeiten für Nebenströme zu schaffen“, sagte Greet. „Wir sind auch von den potenziellen Möglichkeiten überzeugt, die sich aus der Zusammenarbeit über verarbeitende Industrien hinweg ergeben.“ 

    Doktoranden in Großbritannien, der Schweiz, Belgien und Frankreich haben virtuelle Profile – Sektorpläne – für die verschiedenen verarbeitenden Industrien entwickelt, sodass sie eine Übersicht darüber haben, wie sie zum Beispiel Wärme und Elektrizität erzeugen, verwenden und verbrauchen und welche Ressourcen sie brauchen. 

    Hélène Cervo, Forschungsingenieurin und Doktorandin bei Lavéra gehört zum Team. 

    „Beim Projekt EPOS geht es darum, über den Tellerrand zu schauen, um zu einer nachhaltigeren Zukunft beizutragen“, sagte sie. „Für mich ist es enorm inspirierend, denn unser Ziel ist, das Leben der Menschen zu verändern.“ 

    Sie wollte mit anderen Unternehmen in Lavéra zusammenarbeiten, um nachvollziehen zu können, wie Energie, Materialien und Dienstleistungen auf eine effizientere Weise geteilt werden können. 

    „Die Pläne werden extrem hilfreich sein“, sagte sie. „Wir glauben, dass die Möglichkeit für eine Zusammenarbeit zwischen INEOS und ArcelorMittal besteht, da INEOS einige der Gase von Arcelor energetisch und chemisch aufwerten kann.“ 

    Zu Beginn von EPOS zeigten Projektergebnisse im Saltend Chemicals Park von Hull den Unterschied deutlich, den EPOS für INEOS und CEMEX, ein Zementhersteller, der sich ebenfalls im Mündungsgebiet Humber befindet, macht.

    Derzeit stammen 80 Prozent des Brennstoffs von CEMEX aus Abfällen. Dieser Anteil könnte erhöht werden, wenn INEOS dem Unternehmen einen Teil des flüssigen Brennstoffs mit hohem Heizwert bereitstellt, den es an seinen Energieversorger sendet. 

    Der flüssige Brennstoff enthält Komponenten, die möglicherweise getrennt und in den Prozess von INEOS zurückgeführt werden können. Der Rest, der derzeit als Sondermüll behandelt wird, könnte von CEMEX als Brennstoff für die Zementherstellung verwendet werden. 

    „Könnten wir dies umzusetzen, würden wir den CO2-Ausstoß um bis zu 1.400 Tonnen CO2 pro Jahr reduzieren“, sagte Hélène. „Das entspricht etwa 280 Autos, die aus dem Verkehr gezogen würden.“

    Neben der Verringerung der CEMEX Abhängigkeit von Primärbrennstoffen um 20 Prozent würde dies auch den Zementofenbetrieb verbessern und die Betriebsausgaben sowohl für INEOS als auch für CEMEX reduzieren. 

    Das Projekt EPOS ist das erste seiner Art und hat auch Möglichkeiten für OMYA, ein Mineralienhersteller im Mündungsgebiet Humber, eröffnet. 

    Das Kreideausscheidungsmaterial von OMYA könnte von CEMEX anstelle von Kalkstein als Rohmaterial verwendet werden und würde OMYA im Gegenzug Zementofenstaub für die kontinuierlichen Rekultivierungsarbeiten im Steinbruch liefern. 

    Seit Beginn des Projekts hat INEOS keinerlei Zeit vergeudet, die Initiative zu ergreifen. 

    Laut Dave Skeldon, Leiter der Prozesstechnologie bei INEOS in Hull, sei mit CEMEX eine Geheimhaltungsvereinbarung getroffen worden. 

    „Das ist immer der erste Schritt“, sagte er. „Dann geht es darum, sämtliche technischen Probleme, die nicht durch EPOS abgedeckt werden, zu beheben.“ 

    Jedes Projekt erfordert die Zusammenarbeit und Investitionen beider Unternehmen. INEOS wird 900.000 Pfund Sterling in das Projekt investieren und geht davon aus, dass es in zwei Jahren die Gewinnschwelle erreicht. Das Engagement von CEMEX und die Investition in Höhe von 400.000 Pfund Sterling sollten sich nach drei Jahren amortisieren.

    Stephen Elliott, CEO der Chemical Industries Association, lobt beide Unternehmen für ihr schnelles Handeln. 

    „Dies ist ein sehr gutes Beispiel für die Kohlenstoff- und Kosteneinsparungen, die durch die industrielle Symbiose in einem Cluster erreicht werden können“, sagte er. 

    Er hofft, dass der Aktionsplan zur Dekarbonisierung und Energieeffizienz des chemischen Sektors mit BEIS im Rahmen der Chemistry Growth-Partnerschaft der Branche zu weiteren Verbesserungen führen werde, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie in der Welt zu beeinträchtigen. 

    Bevor INEOS und CEMEX jedoch ihre industrielle Symbiose beginnen können, sind neue Genehmigungen erforderlich, da einige Materialien, die derzeit als Sondermüll eingestuft sind, neu klassifiziert werden müssen, damit sie transportiert und wiederverwendet werden können. 

    „Es werden nicht die Investitionen sein, welche die Umsetzung von EPOS behindern könnten“, sagte Greet. „Es ist die Abfallgesetzgebung, weshalb wir die politischen Entscheidungsträger ins Boot holen müssen.“ 

    Großbritanniens Entscheidung, die EU zu verlassen, verschaffe Großbritannien ironischerweise einen Vorsprung, da Gesetzesänderungen einfacher werden. 

    „In jedem Fall bietet dieses branchenübergreifende Managementinstrument ein enormes Potenzial für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und der Energieeffizienz des gesamten verarbeitenden Gewerbes Großbritanniens“, sagte sie.

    3 minuten lesezeit Ausgabe 14
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    INEOS‘ verborgene Schätze

    Dank eines jährlichen Finanzbeitrags – und der logistischen Unterstützung – des Unternehmens wird eine alte Küstensiedlung nach und nach ausgegraben, die einst zu einer der berühmtesten römischen Städte der Toskana gehörte. 

    Der römische Hafen, der zum Teil ausgegraben wurde, diente der antiken Stadt Volterra und liegt buchstäblich im Vorgarten des Standortes von INEOS Manufacturing Italia in Rosignano. 

    „Obwohl die Ausgrabungen auf unserem Standort durchgeführt werden, beeinträchtigen sie unseren Betrieb nicht“, sagte Dr. Juna Cavallini, HR Manager am INEOS-Standort in Rosignano.

    Die Arbeiten an der archäologischen Stätte von San Gaetano di Vada, einem der wichtigsten Handelshäfen der etruskischen Nordküste, begannen in den 1980er-Jahren im Schatten des riesigen Ethylentanks von INEOS.

    Ausgrabungen haben im Laufe der Jahre ein großes Lagerhaus, ein kleines Thermalbad für die Beschäftigten des Lagerhauses, einen Brunnen, einen großen Wassertank, ein öffentliches Thermalbad und die Hafenzentrale zum Vorschein gebracht.

    Römische Krüge, Töpferwaren, Münzen und Murmeln, die alle auf eine intensive Handelstätigkeit hindeuten, wurden ausgegraben.

    „Verschiedene Arten von Waren wurden aus den anderen Mittelmeerländern hierher gebracht und vom Hafen aus aufs Land und die Stadt Volterra umgeschlagen. Lokale Produkte wurden von hier aus verschifft“, sagte Dr. Cavallini.

    Die Spenden von INEOS werden hauptsächlich für die Finanzierung der Ausgrabungsarbeiten verwendet, die von der Universität Pisa organisiert werden.

    Die Universität betreibt auch die Vada Volterrana Summer School, die ausländischen und italienischen Archäologiestudierenden die Möglichkeit bietet, an einem echten Projekt zu arbeiten.

    Die Arbeit nimmt viel Zeit in Anspruch. Sprichwörtlich Jahre.

    Felduntersuchungen werden häufig verwendet, um neue Ausgrabungsstätten zu identifizieren. Forschende, die oft nebeneinander gehen, durchkämmen buchstäblich die Felder und suchen nach keramischem Materialien, das beim Pflügen der Felder ans Tageslicht kommt.

    Außerdem werden bodendurchdringende Radaruntersuchungen vorgenommen, die eine Momentaufnahme davon geben, was sich unter der Erde befindet.

    Haben sie sich eine genaue Vorstellung verschafft, beginnen die Ausgrabungsarbeiten.

    Während der Kampagne des Hafenprojekts Vada Volaterrana in diesem Sommer haben die Studierenden beides getan.

    „Wir glauben, dass dies eine gute Möglichkeit für INEOS ist, zu zeigen, dass es Teil der Gemeinschaft ist, in der es tätig ist“, sagte Dr. Cavallini.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 14
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    Eine gut geölte Maschine

    DIE Entscheidung Chinas, Milliarden in erneuerbare Energien zu investieren, trägt dazu bei, das Wachstum in dem Tausende Kilometer entfernten Amerika zu fördern. 

    China benötigt für seine Windkraftanlagen synthetische Hochleistungsschmierstoffe – und INEOS Oligomers investiert Millionen, um die Vorteile daraus voll auszuschöpfen. 

    Um mit der Nachfrage Schritt zu halten, wurde in La Porte in Texas bereits eine neue Anlage gebaut, die jährlich 20.000 Tonnen hochviskose Polyalphaolefine (PAO) produziert.

    Am benachbarten Standort Chocolate Bayou werden jetzt die weltweit größte lineare Alpha-Olefin (LAO)-Einheit und eine Single-Train-PAO-Einheit im großen Maßstab errichtet, die jährlich 120.000 Tonnen niedrigviskoser Produkte herstellen kann.

    Beide Produkte sind hoch im Kurs.

    Die LAO-Einheit wird die wesentlichen Rohstoffe für die PAO-Anlagen liefern. PAOs sind die zentralen Bestandteile für die Herstellung von qualitativ hochwertigen Motorölen, Schmiermitteln für Windkraftanlagen, Hochleistungs-Dieselmotorölen und anderen Spezialflüssigkeiten.

    Die neue Einheit La Porte, die unlängst gebaut wurde, um zum Teil den gewaltigen, schnell wachsenden Markt für Windkraftanlagen und Schmierstoffe für Windkraftanlagen zu nutzen, hat die Position von INEOS als führenden Hersteller von Ölen mit hoher Viskosität nicht nur gefestigt, sondern ergänzt auch die bestehende globale Führungsposition auf dem Gebiet der niedrigen Viskosität.

    „Die neue Anlage ist die erste kommerzielle für hochviskose PAO von INEOS“, sagte Bob.

    Abgesehen von der Herstellung der Rohstoffe für PAO konnte das LAO-Geschäft dank der Nachfrage aus der Polyethylenindustrie, dem anderen wichtigen und größten Kunden, zügig ausgebaut werden.

    „LAO-Comonomere werden in der Polyethylenindustrie verwendet, um die Funktionalität von Polyethylen zu verbessern“, sagte Bon. „Und die Kapazität für LAO ist allein in den USA zwischen 2016 und dem nächsten Jahr deutlich gestiegen.“

    INEOS‘ Entscheidung, in den Standort Chocolate Bayou zu investieren, fiel nicht schwer. 

    Der Standort ist bereits mit zwei zuverlässigen Ethylenkrackern mit Weltmaßstab ausgestattet und an das Pipeline-Netz der US-Golfküste angeschlossen. Er bietet auch ausreichend Platz für die Neuentwicklung mit Erweiterungspotenzial. 

    Die Arbeiten am Standort Chocolate Bayou begannen Ende 2016 und sollen bald fertig gestellt sein.

    „Sobald der Bau abgeschlossen ist, wird Chocolate Bayou das größte, organische Wachstumsprojekt sein, das INEOS je getätigt hat“, sagte Bob.

    Sobald die Anlage mit zusätzlichen 420.000 Tonnen LAO pro Jahr in Betrieb geht, wird INEOS Oligomers ab dem nächsten Jahr weltweit etwa eine Million Tonnen pro Jahr produzieren.

    Dieser Ausbau öffnet auch den Beschäftigten von INEOS Oligomers neue Türen.

    „Unsere Beschäftigten erhielten die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln“, sagte Bob. „Sie erhielten neue Aufgaben und machen einen fantastischen Job.“ 

    Bob sagte, INEOS beurteile den Erfolg eines Projekts anhand seiner Sicherheitsleistung und ob es pünktlich und innerhalb des Budgetrahmens abgeschlossen wurde. 

    „Ich freue mich sehr, dass wir alle drei Ziele erreicht haben“, sagte er. „Wir haben hohe Sicherheitsstandards und eine tadellose Sicherheitsrate: kein Unfall in mehr als einer Million Arbeitsstunden. Wir liegen im Kostenrahmen und haben bereits das gesamte Managementteam besetzt.“

    2 minuten lesezeit Ausgabe 14
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    Genau der richtige Job

    IM Laufe der Jahre war man der Ausbildung mal positiv, mal negativ gegenüber eingestellt.

    INEOS hat deren Bedeutung jedoch nie unterschätzt.

    Auszubildende sind vom ersten Tag an ein fester und wertvoller Bestandteil des Teams.

    „Ich kann mir INEOS ohne Ausbildungsprogramm gar nicht vorstellen“, sagte Dr. Anne-Gret Iturriaga Abarzua, Leiterin Unternehmenskommunikation bei INEOS in Köln. „Auszubildende sind ein integraler Bestandteil und für unsere Zukunft unerlässlich.“

    Deutschland ist für seine Ausbildungsprogramme weltweit bekannt.

    Andreas Hain ist Ausbildungsleiter bei INEOS in Köln. „Im Laufe der Zeit sind Auszubildende für unseren Erfolg immer wichtiger geworden“, sagte er. „Und ihre Bedeutung nimmt zu.“

    Im September 2018 begannen 65 junge Menschen, die sorgfältig aus einer Gruppe von rund 1.400 Bewerbungen ausgewählt wurden, ihre Ausbildung bei INEOS Köln.

    Zwölf davon werden für ASK Chemicals in Hilden, Momentive Performance Materials in Leverkusen, Kiel und Dormagen sowie AkzoNobel in Köln ausgebildet.

    Drei weitere werden ausgebildet, um sich für eine spätere Ausbildung zu qualifizieren.

    „Unsere Anforderungen sind hoch und die Ausbildung ist intensiv, aber unser Team von Ausbildenden unterstützt die Auszubildenden in vielen Bereichen, sodass sie ihr volles Potenzial entfalten können“, Andreas Hain.

    „Derzeit bilden wir 240 junge Menschen aus. Das sind mehr als je zuvor“, sagte Andreas.

    Deutschland ist mittlerweile ein Experte dafür, die allerbesten Auszubildenden anzuziehen und zu binden – und andere Länder, einschließlich Großbritannien und die USA, wollen das Ausbildungsmodell kopieren.

    „Wir hatten großes Interesse aus anderen Ländern, die von uns lernen wollen“, sagte Anne-Gret. „Wir sind fast 20 Jahre weiter.“

    In Großbritannien schwankte das Interesse an der Ausbildung in vielen Unternehmen während der Jahre.

    Das ist etwas, was man in Deutschland nicht versteht. 

    „Es macht keinen Sinn, mal auf Ausbildung zu setzen und dann wieder nicht“, sagte Anne-Gret. „So funktioniert das nicht und dieser Ansatz hat die Industrie in Großbritannien wahrscheinlich im Laufe der Jahre gefährdet.“

    Wo auch immer auf der Welt INEOS agiert, hat es stets versucht, sich dem Trend zu widersetzen, und anerkennt den außerordentlichen Wert der Ausbildung sowohl fürs Unternehmen als auch für die jungen Menschen.

    Im September 2018 begannen zehn weitere erstklassige Auszubildende – ausgewählt aus Hunderten – im Rahmen des modernen Ausbildungssystems ihre Ausbildung bei INEOS O&P im schottischen Grangemouth. 

    „Sie bieten eines der besten Ausbildungsprogramme in Schottland und ich wollte Teil davon sein“, sagte Alex Burnett, der sich letztes Jahr mit 16 für eine Ausbildung zum Verfahrenstechniker bewarb.

    Euan Meikle, 19, absolviert eine Ausbildung zum Prozessleiter. Ihm wurde schnell klar, dass INEOS nur die Besten einstellt.

    „Mir wurde gesagt, meine Ausbildung sei mit einem vierjährigen Bewerbungsgespräch zu vergleichen, damit sie sicherstellen, die richtigen Leute zu finden“, erinnert er sich.

    Euan, Alex und fünf weiter Auszubildende haben das erste Ausbildungsjahr absolviert.

    In den kommenden drei Jahren wird sich sowohl ihr theoretisches als auch praktisches Wissen erweitern. Während sie durch ihre Arbeit bei INEOS Geld verdienen, können sie sich auf ihre Abschlüsse im Maschinenbau am Forth Valley College vorbereiten. 

    Diese Partnerschaft funktioniert hervorragend und wird von beiden Seiten gleichermaßen geschätzt.

    „Das Forth Valley College verfügt nicht nur über die Expertise und weiß, welche Fähigkeiten wir brauchen, sondern versteht auch unser Unternehmen und unsere Branche. Das ist extrem wichtig“, sagte ein Sprecher für INEOS. 

    Für den Standort Grangemouth wählte INEOS Menschen mit einem Interesse für wissenschaftliche und technologische Bereiche sowie mit einer praktischen und pragmatischen Vorgehensweise beim Lösen von Problemen. 

    Aaron Baxter ist einer der Auszubildenden, die letztes Jahr ausgewählt wurden. Er träumt bereits davon, ein Haus zu kaufen und glaubt fest daran, dass ihm dies mit der Unterstützung von INEOS gelingen und er außerdem wertvolle Fähig- und Fertigkeiten erlernen wird.

    „Ich hoffe, meine Fähigkeiten zu nutzen, um im Haus Renovierungsarbeiten durchzuführen“, sagte er.

    In derselben Woche, in der die zehn Lehrlinge im Rahmen des modernen Ausbildungsprogramms bei INEOS O&P UK ihre Ausbildung begannen, starteten sechs Auszubildende ihre Karriere bei Petroineos, Schottlands einziger Erdölraffinerie.

    Auch sie werden theoretisches Wissen mit praktische Fertigkeiten kombinieren.

    „Ich bin einer der Glücklichen, dem diese hervorragende Möglichkeit angeboten wurde, und nun für eines der größten Chemieunternehmen in Großbritannien arbeiten darf“, sagte Andrew.

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    Bereits in der Grundschule das Interesse wecken

     

    INEOS in Köln begann seine Suche nach den Stars der Zukunft bereits vor zehn Jahren – in den Grundschulen.

    Es wurden Gespräche mit Lehrkräften über die Bedeutung des nachfragenden Forschens geführt, um Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht zu begeistern.

    INEOS hofft, dass dieser Samen bald Früchte trägt.

    Aber INEOS unterhielt sich nicht nur mit Lehrkräften. Es entdeckte und förderte TuWaS! (Technik und Naturwissenschaften an Schulen), ein Unterrichtsprogramm, das Kinder dazu anregt, Fragen zu stellen, statt ihnen vorgefertigte Antworten zu präsentieren. Das Programm ist sehr erfolgreich und wird bereits an 130 Grund- und weiterführenden Schulen eingesetzt.

    Dr. Anne-Gret Iturriaga Abarzua, Leiterin Unternehmenskommunikation bei INEOS in Köln, ist von Anfang an dabei.

    „Wir glauben fest daran, dass uns diese seit 2008 vereinbarten Partnerschaften als Unternehmen, als Industrie und als Industrieland helfen, junge Menschen – insbesondere Mädchen – zu begeistern, die neugierig, motiviert und entschlossen sind, die Welt durch Naturwissenschaften und Technik zu verbessern.“ 

    INEOS Köln ist der größte Sponsor im Rheinland und unterstützt fast die Hälfte der Schulen, die am TuWaS!-Programm teilnehmen.

    Die Lehrerinnen und Lehrer besuchen ein eintägiges Seminar, wo sie zunächst selbst mit den naturwissenschaftlichen und technischen Einheiten arbeiten. Danach kehren sie mit Experimenten für ein ganzes Schuljahr und dem Selbstvertrauen, diese auch im Unterreicht einzusetzen, in ihre Klassen zurück.

    Darüber hinaus fungieren die Beschäftigten von INEOS als Botschafter, die den Schullehrplan noch interessanter machen, indem sie den Kindern die Anlagen zeigen oder sie im Klassenzimmer besuchen.

    Bisher wurden im Rahmen des TuWas!-Programms 2.500 Lehrkräfte ausgebildet und hoffentlich 74.000 Kinder inspiriert, eine wissenschaftliche Karriere einzuschlagen.

    Anne-Gret spricht mit MINT-Professionals in Back to School-Webinaren über die Notwendigkeit für Unternehmen, jungen Menschen zu zeigen, wie spannend eine Karriere in wissenschaftlichen Berufen sein kann. 

    „Wir müssen die Vorbilder für morgen sein“, sagte sie. „Und TuWas! ist ein wunderbarer Weg, das zu erreichen. Von vier Schulen 2008 haben wir bis dato bereits 130 Schulen erreicht.“

    3 minuten lesezeit Ausgabe 14
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    Da draußen ist die Wildnis

    Alle Beschäftigten haben die zehn goldenen Regeln zur IT-Sicherheit erhalten.

    Der Vorstandsvorsitzende von INEOS, Jim Ratcliffe, unterstützt die Kampagne, um Beschäftigte zu erinnern, niemals verdächtige E-Mails oder Anhänge zu öffnen.

    „Ein achtloser Mausklick kann fatale Folgen haben“, sagte Barry Pedley, Group IT Director, dessen Aufgabe es ist, die Unternehmensserver vor Angriffen zu schützen.

    INEOS ist sich dieses wachsenden Problems seit Jahren bewusst. Jeden Monat erhält das Unternehmen mehr als 25 Millionen E-Mails.

    „Etwa 80 Prozent davon werden geblockt, weil sie SPAM, Viren, Malware oder bösartige Links enthalten“, sagte Barry. „Wir können aber nicht 100 Prozent der E-Mails blockieren. Es ist daher extrem wichtig, dass die Beschäftigten achtsam sind und keine ungewöhnlichen oder verdächtigen E-Mails öffnen.“

    INEOS hat auch einen Anstieg von „Man-in-the-Middle“-Angriffe erlebt, bei denen Menschen versuchen, legitime E-Mails zwischen INEOS und anderen Unternehmen abzufangen und anschließend die Bankdaten zu ändern, um betrügerische Zahlungen zu erhalten.

    „Bisher haben wir keinen finanziellen Schaden erlitten, doch waren wir kurz davor“, sagte Barry.

    Der WannaCry-Ransomware-Cyberangriff im vergangenen Jahr war einer der schlimmsten der Geschichte. Es wird geschätzt, dass innerhalb eines Tages 230.000 Computer in 150 Ländern betroffen waren.

    „Ich kenne einige Unternehmen, die noch heute damit beschäftigt sind, ihre Systeme zu säubern, und sich von dem Angriff noch immer nicht erholt haben“, sagte er.

    2014 musste ein Hochofen in einem deutschen Stahlwerk geschlossen werden, nachdem Cyber-Angreifer die Logins von Beschäftigten gestohlen und sich Zugang zu den Steuersystemen des Werks verschafft hatten.

    INEOS, das die Sicherheit seiner IT-Systeme mit dem Wachstum des Unternehmens erhöht hat, ist sich bewusst, dass es ein Ziel sein könnte.

    „Die Frage lautet nicht, ob wir angegriffen werden, sondern wann“, sagte Barry.

    Vor ein paar Jahren wurde die Webseite des Unternehmens gehackt.

    „Es handelte sich dabei nicht um einen böswilligen Angriff“, sagte Barry. „Unsere Webseite wurde als Relay zum Versenden von Spam verwendet. Wir führen jetzt Penetrationstests an der Website durch, um sicherzustellen, dass die Sicherheit effektiv ist.“

    INEOS hat die Einführung eines neuen E-Mail-Systems in der gesamten Gruppe abgeschlossen.

    „Für uns ist dies eine gute Gelegenheit, um die Menschen an die Bedeutung der Sicherheitsregeln zu erinnern und die Sicherheit der Menschen und IT-Systeme von INEOS zu gewährleisten“, sagte Berry.

    Nachricht vom Vorstandsvorsitzenden an alle INEOS-Beschäftigten

    Unsere IT-Systeme sind unter ständiger Attacke. Leider ist das normal geworden in unserer modernden Welt. Das Problem wird ärger, je ausgeklügelter die Attacken sind.

    Anfang vergangenen Jahres haben wir zehn goldene IT-Sicherheitsregeln herausgegeben, von allen ohne Ausnahme befolgt werden müssen.

    Es ist enorm wichtig, dass sich die User der IT-Systeme von INEOS verantwortlich verhalten und keine verdächtigen E-Mails öffnen. Öffnen Sie definitiv nie verdächtige Anhänge oder geben Sie Passwörter in Anhänge ein.

    Wenn eine E-Mail verdächtig erscheint, löschen Sie sie.
    Damit gehen Sie kein Risiko ein. Einfach löschen.
    Wir können es nicht akzeptieren, wenn User verdächtige E-Mails und Anhänge öffnen. Das bringt die gesamte Integrität unseres Unternehmens in Gefahr und schadet INEOS:

    Sind Sie unsicher, löschen!

    Jim

    4 minuten lesezeit Ausgabe 14
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    Johns Mission erfüllt

    INEOS USA möchte einen Beitrag dazu leisten, die Welt von einer verheerenden Krankheit zu befreien, von der fast eine halbe Million Menschen in Amerika betroffen sind.

    Ein Team von Olefins & Polymers fuhr dieses Jahr zum ersten Mal die rund 281 Kilometer lange Strecke von Houston nach Austin in Texas mit dem Fahrrad, um die Erforschung neuer Behandlungsmethoden gegen Multiple Sklerose zu unterstützen.

    „Ich bin schon viele Male das BP MS 150 Rennen gefahren“, sagte John Caffey, Business Development Manager für die Rohstoffsparte innerhalb von O&P USA. „Aber ich beschloss, dieses Jahr ein Team von der Arbeit als Kapitän zu leiten.“

    Sein Job bestand darin, die anderen anzuführen – und zu motivieren –, damit sie weitermachten, selbst wenn es während des zweitägigen Events echt hart wurde.

    „Und das wurde es“, sagte John. „Es ist nicht einfach, deine Beine, ganz zu schweigen vom Po, davon zu überzeugen, dass sie am zweiten Tag nach 160 Kilometern am Vortag wieder aufs Fahrrad steigen.“

    Die Strecke am zweiten Tag war extrem hügelig und immer wieder unterbrochen von Straßen, die durch die Bastrop und Buescher State Parks führten.

    „Das war eine echte Herausforderung für müde Beine“, sagte er.

    John Caffey, dessen Tante in den 90-igern an MS erkrankte, wurde von 31 Kolleginnen und Kollegen begleitet – von der Startlinie bis zur Zielgraden.

    „Unser vorläufiges Team-Spendenziel lag bei 25.000 US-Dollar, am Ende erreichten wir sogar 25.280 US-Dollar“, sagte er.

    John wird sich weiterhin engagieren.

    „Ich werde so lange mitfahren, bis ein Heilmittel gefunden wird“, sagte er.

    Die Organisatoren hoffen, dass in diesem Jahr rund 14 Millionen US-Dollar zusammenkamen, um die Erforschung der Heilung von MS zu beschleunigen.

    1 minute lesezeit Ausgabe 14
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    Sohn eines INEOS Directors für Weltmeisterschaft qualifiziert

    EIN BRITISCHER Turner, der bereits bei seinem ersten internationalen Wettkampf eine Silbermedaille gewonnen hat, will nun bei den Weltmeisterschaften 2019 in Tokio gewinnen.

    Iain Foster war gerade 16 Jahre alt, als er mit seiner herausragenden Leistung bei den Tumbling- und Trampolin-Weltmeisterschaften in der bulgarischen Hauptstadt Sofia den zweiten Platz belegte.

    „Bei der Qualifikation schaffte er es am Nachmittag nur auf Platz acht. Am Abend startete er voll durch und glänzte mit einer exzellenten Leistung, wie ich es noch nicht gesehen habe, und gewann die Silbermedaille“, erinnert sich sein Vater Brian Foster, Direktor von INEOS Property und INEOS Aviation.

    Anne Bidmead, Tumbling-Trainerin, sagte, der jetzt 17-jährige Iain trainierte regelmäßig im Basingstoke Gymnastics Club und war bekannt für seine erstaunliche Ausdauer.

    Sein Talent war schon vor vielen Jahren entdeckt worden, als er als Dreijähriger an den wöchentlichen Turnsessions des Clubs teilnahm.

    Mit fünf Jahren wurde er eingeladen, sich dem Jungenteam für künstlerische Entwicklung anzuschließen, und trainierte zweimal pro Woche. Sein damaliger Trainer war David Roy-Wood, internationaler Tumbling-Turner.

    Bald darauf trainierte er vier Tage in der Woche und gewann bei regionalen Wettkämpfen Medaillen auf dem Boden und auf dem Sprungbrett. Mit acht Jahren nahm er an seinem ersten nationalen Wettkampf teil.

    Im Laufe seiner Jugend, während er die weiterführende Schule besuchte, entwickelte er eine Leidenschaft für Rugby. Aber es war sein stetiges Turntraining, dem er seine trügerische Kraft und Schnelligkeit zu verdanken hatte – und das ihm einen Platz im Hampshire Rugby Squad einbrachte.

    „Sein Sportlehrer sagte, dass Iain gern andere Menschen umrannte“, sagte Brian.

    Seine Schnelligkeit und Kraft hatten auch einen Disziplinenwechsel beim Turnen zur Folge.

    „Sie waren der Meinung, Tumbling sei besser für ihn geeignet“, sagte Brian.

    Sie hatten Recht.

    Bereits in seiner zweiten Saison qualifizierte er sich für die zweitägigen britischen Meisterschaften im englischen Liverpool und wurde sechster. Etwa ein Jahr später ist er nun Weltmeister.

    Iain bereitet sich derzeit auf sein Abitur mit den Schwerpunkten Chemie, Biologie und Geschichte vor, während er Hochschuloptionen in Betracht zieht, die seine Karriere als Turner am besten fördern könnten.

    „Er hat Rugby für die unmittelbare Zukunft erstmal auf Eis gelegt“, sagte Brian.

    2 minuten lesezeit Ausgabe 14
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    INEOS Tour de Force wieder im Einsatz

    BESCHÄFTIGTE von INEOS folgten erneut dem Ruf, sich für wohltätige Zwecke abzustrampeln.

    Insgesamt 900 Beschäftigte von allen Standorten rund um den Globus nahmen an der firmeninternen Tour de France Challenge teil und erhielten 31.000 Euro, die Kindern zugutekommen.

    „Die Teilnahmebereitschaft war großartig“, sagte John Mayock, INEOS hauseigener Olympionike. „Wir haben nicht nur viel Geld für wohltätige Zwecke gesammelt, sondern viele dazu motiviert, sich das erste Mal seit vielen Jahren wieder aufs Rad zu schwingen. Es war eine wirklich großartige Teamleistung.“

    Teams von allen INEOS-Standorten wurden dazu herausgefordert, genauso viele Kilometer zu fahren, wie die Profiradfahrer bei der Tour de France, dem berühmtesten Radrennen der Welt, an jedem Tag zurücklegen.

    Doch INEOS wäre nicht INEOS, wenn sie nicht noch eins draufgesetzt hätten.

    Am Ende der Challenge waren die 900 Teilnehmenden insgesamt 400.000 Kilometer gefahren – das entspricht dem 10-fachen Umrunden der Erde.

    Während die Profifahrer für den begehrten Titel durch die französische Landschaft fuhren, radelten die Teams von INEOS aus Belgien, Frankreich, Deutschland, der Schweiz, den USA und Großbritannien ihre Kilometer vor, während oder nach der Arbeit.

    INEOS spendete für jedes Team, das die Challenge abgeschlossen hatte, 1.000 Euro an regionale Wohltätigkeitsorganisationen.

    2 minuten lesezeit Ausgabe 14
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    Weltweit an der Spitze

    IN der dynamischen Welt von heute, die sich immer schneller verändert, gibt es keinen Ersatz für Innovationen.

    Sie sind der Schlüssel zur Förderung des Wirtschaftswachstums, sie schützen uns vor der Irrelevanz und öffnen die Tür zu wahren Fortschritten.

    Da der Druck auf die Ressourcen zunimmt, wird deren Einsatz immer anspruchsvoller, und die Nachhaltigkeit ist kein Schlagwort mehr. Innovationen waren noch nie notwendiger als heute.

    INEOS Styrolution ist sich dessen sehr bewusst.

    Aus dem Grund konzentriert es sich auf den Kunden – und dessen Bedürfnisse.

    Doch die Arbeit erstreckt sich nicht nur auf innovative Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten.

    Mit Organisationen wie der Washington State University, dem Fraunhofer LBF Darmstadt, der Neue Materialien Bayreuth GmbH und der Universität Bayreuth hat es ein globales Innovationsnetzwerk ins Leben gerufen, um den Kunden die besten Lösungen zu bieten und ihnen somit einen Wettbewerbsvorteil in ihren jeweiligen Märkten zu verschaffen.

    Seit nunmehr fast vier Jahren arbeitet INEOS eng mit der Neue Materialien Bayreuth GmbH, die hervorragende Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Bereich der Materialwissenschaften durchführt, und der Universität Bayreuth zusammen.

    Die Universität befasst sich mit der Grundlagen-forschung (obere Zeile ausfüllen); NMB erforscht die innovativen Produktionsverfahren und INEOS Styrolution, das den gesamten Forschungsprozess lenkt, trägt letztendlich die Verantwortung für die Produktion und Markteinführung innovativer Lösungen.

    „Das ist eine fantastische und einzigartige Partnerschaft“, so Dr. Norbert Niessner, Globaler Leiter für Forschung und Entwicklung bei INEOS Styrolution. „Wir haben nicht nur eine Menge Ideen, zusammen mit unseren Innovationspartnern verfügen wir auch über die Ressourcen, sie umzusetzen.“

    Der Begünstigte dieses Netzwerks ist der Kunde.

    „Wenn man im Bereich Forschung und Entwicklung tätig ist, glauben viele, dass man in einem Elfenbeinturm sitzt, doch das ist hier nicht der Fall“, erklärt er. „Wir beziehen die Forscher aus Bayreuth mit ein als seien sie unsere eigenen Beschäftigten. Sie kommen mit den wahren Herausforderungen der Kunden in Berührung, und deshalb ist diese Zusammenarbeit so außerordentlich. Es sind der Wille und die Zusammenarbeit von klugen Köpfen, die eine Lösung hervorbringen.“

    Das Endergebnis ist nach Ansicht von INEOS Styrolution jedoch dasselbe: Dem Kunden vor allem zu ermöglichen, der Konkurrenz stets eine Nasenlänge voraus zu bleiben.

    „Wir setzen uns engagiert dafür ein, unseren Kunden einen Wettbewerbsvorteil in ihren Märkten zu verschaffen“, so Kevin McQuade, CEO. „Wenn wir die beste Lösung für sie finden wollen, müssen wir Hand in Hand mit ihnen zusammenarbeiten. Das Innovationsnetzwerk bringt Vorteile für alle: Der Kunde erhält Zugang zu Ressourcen und den besten Lösungen. Und die Partner sind ebenfalls zufrieden, weil ihre Forschungsergebnisse tatsächlich eingesetzt werden.“

    Die Automobilindustrie ist eine Branche, auf die sich INEOS Styrolution stark fokussiert.

    Früher in diesem Jahr stellte es zusammen mit NMB eine ganz neue Lösung vor, die der Automobilindustrie zahlreiche Möglichkeiten eröffnet. Das unter dem Namen StyLight bekannte Material ist ein Verbundwerkstoff, der auf der Grundlage der Styrol-Materialien des Unternehmens entwickelt wurde und derzeit von mehreren Automobilherstellern bewertet wird.

    „Wir erwarten in Kürze die ersten Aufträge“, so Dr. Niessner.

    Doch nicht nur die Automobilindustrie profitiert von der Klugheit und Intelligenz der akademischen Partner von INEOS und den Fachkenntnissen und dem Antrieb der Beschäftigten von INEOS Styrolution.

    Gemeinsam haben sie vor kurzem begonnen, an einem Projekt zu arbeiten, dessen Ziel die Entwicklung innovativer Lösungen für das Recycling von Polystyrol ist.

    „Nachhaltige Kunststoffe sind heute ein riesiges Thema“, so Dr. Niessner (dünn).

    FAKTEN UND ZAHLEN über INEOS STYROLUTION

    “Daher wollen wir es verwirklichen. Es kann ein paar Jahre dauern, doch wir sind sehr zuversichtlich, dass wir dazu in der Lage sein werden.“

    Was INEOS Styrolution von anderen unterscheidet, ist, dass es großen Wert auf die Entwicklung von Lösungen legt, und das nicht nur, damit seine Kunden ihren Konkurrenten stets eine Nasenlänge voraus bleiben, sondern auch für den Nutzen der Gesellschaft insgesamt.

    „Aus meiner Sicht werden nur diejenigen Unternehmen, die ihren Kunden echte Werte bieten – und hier schließe ich auch Aspekte der Nachhaltigkeit wie die Reduzierung von Treibhausgasen und des Ressourcenverbrauchs ein – ihre Marktposition behaupten können“, so Dr. Niessner.

    Nicht nur INEOS Styrolution ist von den Partnerschaften, die es im Laufe der Jahre aufgebaut hat, beeindruckt.

    „Die Zusammenarbeit bietet anwendungs-fokussierte (erste Zeile auffüllen) Forschungsgebiete, die für unsere Studierenden und Wissenschaftler/innen attraktiv sind“, so Prof. Dr. Hans-Werner Schmidt, Fakultät für Makromolekularchemie der Universität Bayreuth.

    Durch die Zusammenarbeit an innovativen Konzepten für die Kunden von INEOS Styrolution aus der Automobil-, Elektronik, Haushaltsgeräte-und-Baubranche sowie des Gesundheitswesens und der Verpackungsindustrie sind sie davon überzeugt, die Styrolprodukte der Zukunft entwickeln zu können.

    „Diese kundenorientierte Innovation bildet den Kern unserer Wachstumsstrategie“, so McQuade.

    Das Unternehmen veranstaltet regelmäßig Innovationstage, an denen die Kunden ihm eine Liste mit ihren Wünschen für die nächsten drei bis fünf Jahren überreichen können. Kurzum, INEOS Styrolution bemüht sich nach Kräften, die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden zu erfassen, um ihnen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

    Seine gesamte Tätigkeit ist darauf ausgerichtet, seine sogenannte „Triple Shift“-Strategie zu erfüllen. Hierbei handelt es sich um drei Bereiche, die es für wesentlich erachtet, um zu einem rentablen Wachstum des Geschäfts beizutragen.

    Erstens Teams mit eingehenden Kenntnissen über die jeweilige Branche ihres Kunden, die eng mit ihnen zusammenarbeiten, um erstklassige Lösung zu liefern, ob sie nun der Automobilindustrie oder einer anderen Branche angehören, auf die sich das Unternehmen fokussiert.

    Zweitens fokussiert es sich auf die Produktion von mehr hochwertigen Styrol-Spezialprodukten.

    Und schließlich weitet es sein Geschäft kontinuierlich in Regionen mit Wachstumspotenzial aus, wie z. B. Asien.

    Und hier ist es auf dem richtigen Weg.

    In diesem Jahr konnte es bereits seine erste Akquisition abschließen.

    Dank der Übernahme des globalen K-Resin®-Styrol-Butadien-Copolymer-(SBC)-Geschäfts mit einem Produktionsstandort in Korea konnten wir die Position von INEOS Styrolution im asiatischen Wachstumsmarkt ausweiten und seine Position als einziger Styrol-Hersteller mit einer wahrhaft globalen Präsenz weiter festigen.

    „Wir hatten bereits SBC-Produktionsstandorte in Nord- und Südamerika sowie Europa, doch uns fehlte noch ein SBC-Werk in der Region Asien-Pazifik“, so McQuade. „Mit K-Resin ist dieser weiße Fleck auf der Landkarte unseres SBC-Spezialgeschäfts jetzt ausgefüllt.“

    Das Unternehmen beschäftigt heute 3.200 Menschen und betreibt 16 Produktionsstätten sowie sechs Forschungs- und Entwicklungsstandorte in neun Ländern.

    Im Hinblick auf die Zukunft bleibt McQuade gespannt und zuversichtlich.

    „Zu Beginn des Joint-Ventures zwischen BASF und INEOS haben wir uns auf die Synergien konzentriert“, erklärt er. „Jetzt, wo wir die richtige Struktur aufgebaut haben, streben wir nach einer Beschleunigung des Wachstums. Wir haben eine wirklich globale Präsenz, die uns rund um die Uhr lokale Einblicke in das weltweite Geschehen ermöglicht. Dies sind spannende Zeiten.“

    7 minuten lesezeit Ausgabe 13
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    Hochmotiviert und bereit für die Herausforderung

    HEUTE ist es an der Zeit, die gegenwärtigen Realitäten zu erkennen und ihnen konkret zu begegnen.

    Eine echte Fokussierung auf neue Arbeitsweisen ist nötig, damit Unternehmen wie INEOS mit einem hohen Energiebedarf eine Zukunft haben in einer Welt, die sich sehr schnell verändert.

    Denn nicht nur das Klima verändert sich, sondern auch die Entschlossenheit der Entscheidungsträger in der Europäischen Union, die Emissionen und den Energieverbrauch zu reduzieren, um eine Wirtschaft mit einem geringeren Kohlendioxidausstoß herbeizuführen.

    Die Vereinigten Staaten mögen – dank Präsident Trump – einen vorübergehenden Aufschub erhalten haben, die EU aber strebt eine Reduzierung der Treibhausgase um 40 Prozent, eine Höchstgrenze für den Energieverbrauch in der Industrie und einen um mindestens 27 Prozent höheren Anteil an erneuerbaren Energien in ihrem Energiemix bis zum Jahr 2030 an.

    „Wir gehen buchstäblich in Zielen unter“,so Greet Van Eetvelde, INEOS-Leiterin für Cleantech-Initiativen. „Und deswegen steht die Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie in Europa auf dem Spiel.“

    Doch hier endet der Pessimismus. Die Europäische Union hat finanzielle Mittel im zweistelligen Milliardenbereich zur Förderung von Innovationen in der Industrie zurückgestellt, während sie diese Ziele anstrebt. Und sollte es irgendjemand schaffen, Antworten auf einige der größten gesellschaftlichen Herausforderungen zu finden, dann ist dies nach Meinung von Van Eetvelde INEOS.

    „Wir sind gut darin, in jeder Herausforderung auch eine Möglichkeit zu erkennen“, so Van Eetvelde. „Und die Europäische Union weiß, dass durch Anreize und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Industrie die Möglichkeit besteht, den großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen.“

    Auch außerhalb Europas findet INEOS zunehmend Gelegenheiten, an seinen Standorten neue Projekte zu finanzieren, und zwar mit Hilfe von Förderprogrammen, Steuerbefreiungen und Zuwendungen für Innovationen und Investitionen.

    „Es sind finanzielle Mittel zur Förderung einer Wirtschaft mit weniger Kohlendioxidausstoß Satzbau“, meint sie.

    Greet Van Eetvelde ist Leiterin des Kohlendioxid- und Energienetzwerks von INEOS, das regelmäßig alle INEOS-Geschäftsbereiche mit Informationen und Best Practices in Bezug auf Kohlendioxid- und Energiebelange versorgt.

    „Das Netzwerk hält sich stets über alles auf dem Laufenden, was auf politischer Ebene geschieht, und Einfluss auf INEOS hat”, berichtet sie. „Daher entstehen hier auch neue kreative Initiativen für den Umgang mit großen Herausforderungen, es wird mit Universitäten zusammengearbeitet und industrielle Forschungsprojekte werden initiiert.“

    Nach Meinung von Greet Van Eetvelde müsse die Kreativität an der vordersten Front der sich verändernden Wirtschaft stehen.

    „Innovationen sind die wesentliche, treibende Kraft bei INEOS“, erklärt sie.

    Tatsächlich gelingt es INEOS mittlerweile gut, sich finanzielle Mittel der EU für Projekte zu sichern, die nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die Gesellschaft von Nutzen sind.

    „Es geht darum, jede Gelegenheit zu erkennen und zu ergreifen“, so Van Eetvelde. „Genauso wie es eine enorme Herausforderung ist, ist es auch eine außerordentliche Gelegenheit für uns, mit Universitäten und Studierenden zusammenzuarbeiten.“

    Und genau das macht INEOS jetzt.

    In diesem Jahr wurde sechs Graduates angeboten, sich näher mit den gegenwärtigen Arbeitsweisen von INEOS auseinanderzusetzen – und Vorschläge für mögliche neue Arbeitsweisen in einer grundlegend anderen Zukunft zu erarbeiten.

    „Die Doktoranden sind eine echte Bereicherung für INEOS in Bereichen, mit denen wir uns wegen eines Mangels an Zeit und Mitteln üblicherweise nicht befassen“, so Van Eetvelde.

    Die Graduates werden sich auf sechs Bereiche konzentrieren, die große Herausforderungen für INEOS mit sich bringen, wie Energieeffizienz, Flexibilität der Elektrotechnik, Kohlendioxidabscheidung, Kreislaufwirtschaft und industrielle Symbiose.

    „Wir sind zuversichtlich, dass sie in der Lage sein werden, INEOS aufzuzeigen, wie Kohlendioxid und Abfälle so eingesetzt, wiederverwendet und recycelt werden können, dass wir davon profitieren“, erklärt Van Eetvelde. „Sie werden mit Wahrscheinlichkeit neue Vorstellungen über die Zukunft haben, weil sie die Zukunft sind. Diese Vorstellungen können zwar manchmal ein wenig ausgefallen sein, doch genau das ist es, was wir brauchen. Es ist eine einmalige Gelegenheit für sie, gesehen und gehört und ernstgenommen zu werden. Sie zeigen uns den Weg in die Zukunft.“

    Graduates werden ihre Aufgaben zugewiesen

    Im Moment werden an sechs Standorten von INEOS WERTVOLLE Forschungsarbeiten durchgeführt.

    Die Doktoranden bzw. INEOS-Graduates werden sich intensiv mit Prozessen auseinandersetzen und diese infrage stellen, um neue und effizientere Arbeitsweisen zu entwickeln, bei denen weniger Ressourcen verbraucht werden.

    Sander Marchal, zu viel BWL-Absolvent, wird sich am Standort Köln auf den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft konzentrieren.

    Ein Teil seiner Aufgabe wird darin bestehen, sich eingehender mit Plastikverpackungen zu befassen, die die EU bis zum Jahr 2030 um 75 Prozent reduzieren will.

    „Wir sind ein Kunststoffhersteller“, meint er. „Doch an der Lösung beteiligt zu sein ist besser, als aus dem Gespräch ausgeschlossen zu werden.“

    Benedikt Beisheim, Energieoptimierer bei INEOS Köln, hofft, Wege zur Verbesserung der Verfahren an dem älteren deutschen Standort zu finden, um entweder Energie oder Rohstoffe zu sparen.

    Er wird sich ebenfalls auf den nahegelegenen Energiepark konzentrieren, um zu sehen, wie Abgase und Naturgase effizienter für die Erzeugung von Dampf und Elektrizität eingesetzt werden können.

    Cindy Jaquet zu viel arbeitete mit dem Kohlenstoff- und Energienetzwerk in Rolle, Schweiz, zusammen. Ihre Aufgabe bestand darin, nachhaltige Praktiken zu verbreiten und anderen zu beweisen, dass Nachhaltigkeit keineswegs unmöglich ist.

    „Ich musste der Öffentlichkeit, unseren Partnern, unseren Kunden und unseren Konkurrenten aufzeigen, dass die Nachhaltigkeit tatsächlich geschäftliche Möglichkeiten birgt“, berichtete sie.

    Jens Baetens ist ebenfalls Doktorand. Sein Projekt soll INEOS dabei helfen, eine Lösung für eine zuverlässige Energieversorgung zu finden, wenn konventionell erzeugter Strom sowie Gas allmählich durch Wind- und Solarenergie ersetzt werden.

    Er wird sich auf die zehn INEOS-Standorte in Belgien konzentrieren.

    “Wir werden versuchen, ein eingehenderes Verständnis über den Energiebedarf an unseren Standorten zu gewinnen und welche Widerstandsfähigkeit wir einbauen können“, erklärt er.

    Helene Cervo ist eine Doktorandin, die hofft, die Erkenntnisse aus der Natur auf ein Projekt am INEOS-Standort in Lavéra, Frankreich, anzuwenden.

    “Alle von einem Organismus produzierten Abfälle können von einem anderen genutzt werden“, meint sie. “Abfall gibt es nicht.“

    Sie wird untersuchen, wie mit anderen Unternehmen am Standort zusammengearbeitet werden kann, um zu prüfen, wie Energie, Materialien und Dienstleistungen gemeinsam effizienter genutzt werden können.

    Und schließlich hofft Gabby Isidro, Regierungen zu helfen, ein besseres Verständnis über die Auswirkungen ihrer Vorschriften im Hinblick auf CO2-Emissionen auf die europäische Wettbewerbsfähigkeit zu gewinnen, indem sie ihnen die Kosten und Folgen insgesamt aufzeigt.

    „Wenn wir unsere heutige und zukünftige Position genau kennen, wird uns dies helfen, solide langfristige Geschäftsentscheidungen zu treffen und die Investitionsstrategie zu beeinflussen“, erklärt sie.

    5 minuten lesezeit Ausgabe 13
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    Es gibt kein Halten mehr

    WENN Sie nach überragenden Erfolgsgeschichten suchen, dann brauchen Sie sich nur die Gesichter dieser Kinder anzusehen, die jüngst von INEOS zuzu GO Run For Fun motiviert wurden.

    Sie legten im Juni 2017 eine Strecke von 2 km durch den legendären Londoner Queen Elizabeth Olympic Park zurück und hatten ein sehr schönes Erlebnis.

    Unter denjenigen, die die INEOS-Kampagne an diesem Tag unterstützten, waren die Olympia-Teilnehmenden Denise Lewis und Colin Jackson.

    „GO Run For Fun ist seit September 2013 zu einem Riesenerfolg geworden“,so Colin Jackson. „Die Kampagne hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Heute nehmen über 200.000 Kinder aus sieben Ländern daran teil.“

    Der INEOS-Vorstandsvorsitzende Jim Ratcliffe hatte die GO Run For Fun -Initiative mit einem einfachen Ziel gegründet, nämlich Kinder dazu anzuregen, weniger fernzusehen und öfters raus zu gehen.

    Denise Lewis, die eine Podiumsdiskussion darüber leitete, wie wichtig es ist, Kinder zu einer aktiveren Lebensweise zu motivieren und welche Rolle die Eltern, Lehrkräfte und der Staats dabei spielen, beschrieb GO Run For Fun als eine wunderbare Initiative, die viel Spaß macht.

    „Mein ganzes Leben lang hat Sport eine Rolle gespielt, doch hierbei habe ich mitgemacht, weil es Spaß machte“, erzählt sie. „INEOS‘ Initiative ist fantastisch!“

    Gelungener Start des INEOS-Pilotprojekts in Schulen

    Die INEOS-Kampagne, mit der eine gesündere Generation herangezogen werden soll, wurde in den Schulen sehr positiv aufgenommen.

    Im Februar 2017 wurden 65 Grundschulen in Großbritannien für die Teilnahme an einem Pilotprojekt ausgewählt.

    „Wir wollten etwas ins Leben rufen, das den Kindern Spaß macht, aber eine ernste Botschaft vermittelt“, erklärt John Mayock.

    Die Ergebnisse des Pilotprojekts liegen jetzt vor, und die Kommentare von Kindern und Lehrkräften waren bisher außerordentlich positiv.

    „Es war bisher echt ermutigend“, so Mayock. „Wir sind jetzt dabei, die Ergebnisse zu analysieren, um die nächsten Schritte festzulegen und diese spannende Initiative auch an anderen internationalen Standorten einzuführen.“

    Im Rahmen des GO Run For Fun -Bildungsprogramms wurden jeweils zwei Kinder von jeder der 65 Schulen als „Agents” ausgewählt, um ihre 19.500 Klassenkameraden/-innen dazu anzuregen, gesünder zu essen und ein aktiveres Leben zu führen.

    Die „Agents“ erhielten die Aufgabe, ihre Freunde/innen in jeder Woche der Vorbereitung auf einen 2 km langen „GO Run in eine Zeile For Fun“-Lauf bei verschiedenen Aufgaben anzuleiten.

    „Der Gedanke war, den Kindern die wahren Vorteile einer gesunden und aktiven Lebensweise aufzuzeigen“, so Mayock.

    Ein Teil dieser Botschaft bestand darin, die Kinder dazu anzuregen, weniger Zucker zu essen – und stattdessen mehr Wasser zu trinken.

    Die Aufgaben konnten in Pausenzeiten, während der Mittagspause oder im Klassenzimmer ausgeführt werden.

    „Das war wichtig, weil die Lehrkräfte dadurch flexibler waren“, so Mayock.

    INEOS beschloss, sein Bildungsprogramm zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden einzuführen, nachdem es von zahlreichen Schulen, die an GO Run For Fun teilnehmen wollten, um Rat hinsichtlich der Verbesserung der Fitness und zu gesunder Ernährung gefragt worden war.

    Der INEOS-Vorstandsvorsitzende Jim Ratcliffe hatte anfänglich zwölf Kurzfilme in Auftrag gegeben, in denen das keine Anführungszeichen-Maskottchen Dart vorgestellt wurde.

    Seitdem hat INEOS sich an Lehrkräfte gewandt, die gute Arbeit auch lange nach dem Rennen im Unterricht fortzusetzen.

    „GO Run For Fun ist mittlerweile so viel mehr als nur ein heiteres Rennen“, kommentiert Mayock.

    4 minuten lesezeit Ausgabe 13
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    Wie können wir Kinder dazu motivieren, zuckerhaltige Nahrungsmittel aufzugeben?

    WIR stellen fest, dass es immer mehr Initiativen gibt, mit denen Kinder dazu angeregt werden sollen, sich gesünder zu ernähren. Schulen übernehmen allmählich ihren Teil der Verantwortung, und Einzelhandelsketten führen ebenfalls Initiativen ein (z. B. zusätzlich Bonuspunkte für Kundenkarteninhaber beim Kauf von Obst und Gemüse). Auch hier wiederum motiviert der spielerische Aspekt Kinder und Eltern, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wir unsererseits gehen Partnerschaften mit „gesunden Alternativen“ für Massensportveranstaltungen ein, bei denen wir zum Beispiel Läufe für Kinder anbieten. Dies sind gute Zeichen, doch alles in allem ist es weitaus schwieriger, sich in diesem Bereich für eine gesunde Lebensweise einzusetzen. Es bedarf vor allem einer Änderung der Denkweise der Eltern, und das ist heutzutage/zurzeit nach wie vor sehr problematisch, da die Zahl der übergewichtigen Kinder heute höher ist als je zuvor.
    Jeroen Plasman, The Energy Lab

    WÄHREND die Zusammenhänge von Fettleibigkeit und Zucker außerordentlich komplex sind, liegen die Fakten über die Auswirkungen von Zucker auf die Zähne auf der Hand. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind nicht zu widerlegen: Zucker nährt Bakterien, die Säure produzieren, die wiederum die Zähne angreift. Und Karies ist derzeit in Großbritannien der Hauptgrund für Krankenhauseinweisungen kleiner Kinder. Wir haben dazu aufgerufen, dass dringend etwas getan werden muss, um den Zuckerkonsum der Bevölkerung zu reduzieren, vor allem Maßnahmen zur Reduzierung der empfohlenen Tagesmenge bis hin zum Marketing, zur Etikettierung und zur Umsatzsteuer- Einfach über das Thema zu sprechen, kann wesentlich dazu beitragen, das Bewusstsein über die Menge- von Zucker in beliebten Nahrungsmitteln – einschließlich solcher, die als „gesund“ vermarktet werden – zu schärfen und so die Zahngesundheit bei der Bevölkerung insgesamt zu fördern.
    Graham Stokes, Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Wissenschaft des britischen Zahnärzteverbands (British Dental Association

    ALS Theresa May zur britischen Premierministerin wurde, machte sie das Versprechen, sich um die Armen und Kranken zu kümmern. Ihr ehemaliger Berater Nick Timothy jedoch kürzte David Camerons evidenzbasierten Plan zur Bekämpfung von Übergewicht innerhalb von nur drei Wochen von 37 auf 13 Seiten und strich damit eine Reihe wichtiger politischer Maßnahmen. Daher war ich erstaunt zu hören, dass nach der gekürzten Rede der Königin nicht mit einem Wort die Stärkung des Plans der britischen Regierung zur Bekämpfung der Fettleibigkeit unter Kindern erwähnt wurde – der größten Gesundheitskrise der Bevölkerung, mit der wir gegenwärtig konfrontiert sind. Das Gesundheitswesen ist stark unterfinanziert, wenn man ihre Kosteneffizienz betrachtet. Es ist erstaunlich, dass Theresa May eine Milliarde Pfund Sterling aufbringen kann, um eine Regierung zu bilden, es aber nicht schafft, eine Million Pfund aufzubringen, um Millionen von Briten vor Übergewichtigkeit, Diabetes Typ 2 oder Bluthochdruck zu bewahren.
    Graham MacGregor, Professor für Herz-Kreislauf-Medizin, Queen Mary University London

    NAHEZU ein Viertel des zusätzlichen Zuckers in unserer Ernährung geht auf Erfrischungsgetränke zurück, und Kinder im Alter von 11 bis 18 Jahren nehmen 40 Prozent ihrer zusätzlichen Zuckermenge mit Erfrischungsgetränken auf. Wir plädieren seit vielen Jahren für eine Zuckersteuer auf Erfrischungsgetränke, da wir der Meinung sind, dass eine solche Steuer klare Vorzüge für die Zahngesundheit mit sich bringen würde. Wir haben die Ankündigung der britischen Regierung über die Erhebung einer Steuer auf zuckerhaltige Erfrischungsgetränke ab dem Jahr 2018 begrüßt, rufen aber zu weiterführenden Maßnahmen auf, die sich auf noch mehr zuckerhaltige Nahrungsmitteln und Getränke beziehen, und dass die Einnahmen aus dieser Zuckersteuer zur Finanzierung von Initiativen zur Förderung der Zahngesundheit unter Kindern eingesetzt werden.
    Britischer Zahnärzteverband (British Dental Association)

    BEWEISE zeigen, dass eine langsame Änderung des Gleichgewichts der Zutaten in alltäglichen Lebensmitteln oder eine Änderung der Produktgröße ein erfolgreicher Weg zu einer besseren Ernährung sind. Denn diese Änderungen sind universell und beruhen nicht auf Änderungen der Verhaltensweisen des Einzelnen. Wir stehen einem breit angelegten strukturierten Programm zur Zuckerreduzierung vor, um Zucker aus denjenigen Produkten zu beseitigen, die von Kindern am meisten konsumiert werden. Alle Bereiche der Lebensmittel- und Getränkeindustrie werden dahingehend beeinflusst, den Gesamtzuckergehalt bei einer Reihe von Produkten, die zum Zuckerkonsum von Kindern beitragen, bis zum Jahr 2020 um mindestens 20 Prozent zu reduzieren.
    Public Health England

    DER VERSUCH, Zucker in der Ernährung zu reduzieren, scheint oftmals eine unmögliche Herausforderung zu sein, denn Zucker scheint sich in den unterschiedlichsten Lebensmitteln zu verbergen. Dennoch kann man viele kleine Dinge tun, um die tägliche Zuckeraufnahme zu reduzieren. Es ist wichtig, möglichst kleine Anpassungen unserer Ernährung und Lebensweise vorzunehmen, um den täglichen Zuckerkonsum zu reduzieren. Aufschlussreich ist, dass unser Gaumen sich tatsächlich schon nach kurzer Zeit an weniger zuckerhaltige Nahrungsmittel gewöhnt und uns dann Lebensmittel, die wir vorher gegessen haben, viel zu süß erscheinen.
    Action on Sugar

    WIR haben handfeste Beweise dafür, dass das Risiko auf Übergewicht, Fettleibigkeit und Karies gesenkt wird, wenn unsere gesamte Energiezufuhr zu maximal 10 Prozent aus freiem Zucker besteht. Es ist unerlässlich, dass Länder Änderungen bei ihren politischen Maßnahmen durchführen, wenn sie ihr Engagement zur Reduzierung der Last nicht-übertragbarer Krankheiten erfüllen wollen.
    Dr. Francesco Branca, Direktor der Abteilung Ernährung für Gesundheit und Entwicklung der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

    4 minuten lesezeit Ausgabe 13
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